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Coronavirus: Situation in Israel

Aktueller Überblick und Info-Updates

Das AußenwirtschaftsCenter Tel Aviv informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in Israel.

Stand: 28.05.2020 | 12:00 Uhr

Aktuell & Wichtig

28.05.2020: Angesichts der geringen Anzahl von Neuinfektionen mit Covid19 wurden in den vergangenen Wochen die meisten Notfallbeschränkungen gelockert bzw. aufgehoben, allerdings unter strengen Hygieneauflagen und Abstandsregelungen.

Es besteht weiterhin eine Maskenpflicht in allen öffentlichen Bereichen.
Der Zugverkehr ruht weiterhin, während die Busverbindungen schrittweise wieder ausgebaut werden.  

Einreise und Reisebestimmungen

Am 18.3.2020 untersagte Israel allen Ausländern die Einreise mit sofortiger Wirkung. Alle Personen, die nicht über die israelische Staatsangehörigkeit oder Permanent-Resident-Status verfügen, dürfen nicht mehr nach Israel einreisen, auch wenn sie die Bedingungen für eine Heimquarantäne in einer geeigneten Unterkunft erfüllen können. Alle israelische Staatsangehörige, die nach Israel zurückkehren, müssen sich nach wie vor in eine 14-tägige Heimquarantäne begeben.

 Seit 08.03.2020 sind alle Flüge der Austrian Airlines, sowie zahlreiche andere Flugverbindungen nach Israel vorübergehend eingestellt.

Am 2.04.2020 wurden neue Richtlinien für den Einsatz ausländischer Techniker in Israel veröffentlicht. Die Einreise ausländischer Techniker wird nur einzelnen Personen und für einen begrenzten Zeitraum bewilligt und ausschließlich zum Zweck der dringenden Reparatur lebensnotwendiger Maschinen und Geräte.
Ausländische Techniker müssen einen schriftlichen Antrag stellen, der folgende Angaben enthält: eine Beschreibung der Firma/des Instituts, die den Technikereinsatz anfordert, eine Begründung für die Notwendigkeit eines ausländischen Technikers, die Daten des ausländischen Experten sowie eine Erklärung über die Einhaltung der für diesen Einsatz vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen des israelischen Gesundheitsministeriums.

Regelungen für den Güterverkehr

Die israelischen Häfen waren während der gesamten Coronavirus-Krise offen und während der Personenflugverkehr weitgehend zum Stillstand gekommen ist, hat die israelische Fluggesellschaft EL AL eine Anzahl von Passagiermaschinen für den Cargo-Transport umgerüstet.  

Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

28.05.2020: Angesichts der geringen Anzahl von Neuinfektionen mit Covid19 wurden in den vergangenen Wochen die meisten Notfallbeschränkungen gelockert bzw. aufgehoben, allerdings unter strengen Hygieneauflagen und Abstandsregelungen.

Die Vorschrift, im öffentlichen Bereich eine Gesichtsmaske zu tragen, ist weiterhin verpflichtend.

Geschäfte, Fitnessstudios, Einkaufszentren, Nationalparks, Schwimmbäder, Strand, Bars und Restaurants sind unter Auflagen (Temperaturmessung, Hygienevorschriften, Abstandsregelungen) wieder geöffnet.
Die Beschränkungen am Arbeitsplatz wurden ebenfalls gelockert: alle Mitarbeiter können an ihren Arbeitsplatz zurückkehren, sofern für jede Person 7 mFläche zur Verfügung stehen und ein Abstand von 2m zwischen den Arbeitnehmern eingehalten wird. Versammlungen und geschäftliche Treffen dürfen mit bis zu 50 Personen abgehalten werden, sofern der Mindestabstand von 2m gewährleistet ist.

Ab 17.05.2020 kehrten Schüler aller Jahrgangsstufen unter strengen Auflagen wieder in die Schulen zurück. Auch der Betrieb der Schulbusse wurde wieder aufgenommen. Veranstaltungshallen dürfen wieder öffnen, unter der Bedingung, dass die Veranstaltungen und Feiern im Freien stattfinden und nicht in geschlossenen Sälen und die entsprechenden Auflagen eingehalten werden. Derzeit sind Versammlungen im Freien von bis zu 50 Personen erlaubt.
Am 7.05.2020 wurden die Einkaufszentren und Märkte unter entsprechenden Auflagen wieder geöffnet. Fitnessstudios und andere sportlichen Einrichtungen wie Tanzstudios dürfen unter strengen Abstands- und Hygieneregeln den Betriebe wieder aufnehmen. Am 10.05.2020 wurden auch die Kindergärten, Kindertagesstätten und Bildungseinrichtungen für religiöse Studien sowie Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen für behinderte Kinder unter strikten Auflagen schrittweise wieder geöffnet. 

Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Die israelische Regierung verabschiedete Mitte April ein mit NIS 80 Mrd. (20 Mrd. Euro) dotiertes umfassendes Hilfsprogramm, um die durch das Coronavirus verursachten wirtschaftlichen Schäden abzufedern.
Durch die Zusatzausgaben wird das Haushaltsdefizit von 3,5% auf 10% des BIP steigen und das Verhältnis Verschuldung zu BIP von 60% auf 75% anwachsen. Derzeit liegt die Arbeitslosigkeit bei ca. 25%; das sind über 1 Mio. Menschen. Im März befanden sich 90% der Arbeitslosen im unbezahlten Urlaub; im April waren es 80%. Es gibt von Seiten des Staates eine Regelung, dass Mitarbeiter, die sich im unbezahlen Urlaub befinden, ab dem ersten Tag Anspruch auf Arbeitslosengeld (70-80% des Gehalts) haben. 

Das Maßnahmenpaket umfasst im Detail:

1. Gesundheitssektor
NIS 11 Mrd. (2,8 Mrd. Euro) für Ausgaben des Gesundheitssektors, die für den Ausbau der Infrastruktur, Ankauf von Ausrüstung, Krankenversorgung etc. vorgesehen sind.

2. Maßnahmen zur Absicherung der sozialen Sicherheit und Unterstützung der Privathaushalte
NIS 20,6 Mrd. (5,24 Mrd. Euro)

  • Übernahme der Arbeitslosenunterstützung für Arbeitnehmer, die in unbezahlten Urlaub entlassen wurden.
  • Erweiterung der Kriterien für Arbeitslosenunterstützung
  • Sonderzahlungen an Selbständige
  • Finanzielle Beihilfe für Personen über 67, die ihren Arbeitsplatz verloren haben
  • Ausbildungsprogramme und Schulungsmaßnahmen für Arbeitslose
  • Staatlich abgesicherte Darlehen für Organisationen in den Bereichen Bildung, Gesundheitsversorgung und soziale Dienstleistungen
  • Einrichtung eines Hilfsfonds für Senioren
  • Unterstützungsleistungen für Haushalte (Steueraufschub, vorgezogene Auszahlung von arbeitsbezogenen Sonderleistungen)

3. Liquiditätszahlungen zur Unterstützung von Unternehmen
NIS 40,7 Mrd. (10,35 Mrd. Euro)

  • Beihilfezahlungen und Darlehen an Unternehmen – NIS 6 Mrd. (1,53 Mrd. Euro)  
  • Senkung der städtischen Steuern von Unternehmen – NIS 2,7 Mrd. (690 Mio. Euro)
  • Vorgezogene Auszahlung von Steuerrückerstattungen – NIS 3 Mrd. (760 Mio. Euro)
  • Darlehen für Großunternehmen in Höhe von bis zu 8% des Jahresumsatz – NIS 7 Mrd. (1,78 Mrd. Euro)
  • Darlehen für KMUs – NIS 8 Mrd. (2 Mrd. Euro)
  • Finanzielle Anreize für KMUs, Ausbau E-Commerce, etc. – NIS 700 Mio. (178 Mio. Euro)
  • Liquiditätshilfe für Unternehmen – NIS 9 Mrd. (2,29 Mrd. Euro)
  • Abbau bürokratischer Hürden für Unternehmen
  • Einrichtung eines gemeinsamen Investitionsfonds für Unternehmen

4. Programm zur Marktstimulation
NIS 8 Mrd. (2 Mrd. Euro) 

  • Finanzierungslösungen für KMUs im Hightech-Sektor – NIS 1,5 Mrd. (380 Mio. Euro)
  • Verbesserung der Dienstleistungen im öffentlichen Bereich durch Ausbau der Digitalisierung in den Behörden – NIS 300 Mio. (76 Mio. Euro)
  • Schnellere Abwicklung von Projekten zum Ausbau der Infrastruktur – NIS 1,1 Mrd. ( 280 Mio. Euro)
  • Stimulationspaket für die Wirtschaft – NIS 1,4 Mrd. (360 Mio. Euro)  

Weitere Information und Notfallnummern

Da sich die Situation laufend ändert, finden Sie auf der Webseite des israelischen Gesundheitsministeriums sowie auf der Webseite des Bundesministeriums für Europäische und Internationale Angelegenheiten (siehe Links) stets die aktuellsten Informationen und Hinweise.

Die Notrufnummer bei Krankheitsfällen ist 101.