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Coronavirus: Situation in Kasachstan

Aktuelle Lage und Info-Updates

Das AußenwirtschaftsCenter Almaty informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in Kasachstan.

Stand: 09.09.2020

Aktuell & Wichtig

  • Der Ausnahmezustand, der am 16.03.2020 (08.00 Uhr Lokalzeit) als Maßnahme zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus eingeführt wurde, wurde am 11.05.2020 beendet.
  • Die Quarantäne-Bestimmungen wurden nach einer Lockerung wieder verschärft und waren bis 15.08.2020 in Kraft. Seither gibt es einige Lockerungen. Jedoch ist je nach Entwicklung der COVID-19-Situation ist mit einer weiteren Verlängerung und eventuellen Verschärfung zu rechnen. Bei dringenden Montage-Arbeiten kann das lokale Unternehmen beim zuständigen Akimat (Regionalverwaltung) eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Über die Ausnahmegenehmigung wird durch eine Interbehördliche Kommission entschieden.
  • Aufhebung der Visafreiheit von 01.06.2020 bis 01.11.2020

Einreise und Reisebestimmungen

Generell galt für Ausländer aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus ein vorübergehendes Einreiseverbot nach Kasachstan. In Ausnahmefällen war jedoch die Erteilung eines Visums für die Einreise nach Kasachstan möglich - die Entscheidung hierüber oblag den jeweiligen kasachischen Botschaften/Behörden. 

Am 01.05.2020 wurden die Flüge zwischen der Hauptstadt Nur-Sultan und Almaty wieder aufgenommen, ebenso ab 04.05.2020 die Flüge aus Nur-Sultan und Almaty nach Kysylorda, Petropavlovsk, Ustkamenogorsk und Semei. Am 13.05.2020 wurden die Flüge nach Schymkent, Aktau, Uralsk, Zheskasgan, Balkhasch, Urdzhar und Zaisan wieder aufgenommen. Flüge erfolgen unter Einhaltung strikter Sanitärnormen und mit spezieller Verteilung der Passagiere an Bord (Einhaltung des Mindestabstands).

Am 29.05. kündigte die kasachische Regierung an, internationale Flüge - je nach der derzeitigen Corona-Lage in den betroffenen Ländern – wieder aufzunehmen. Die Wiederaufnahme der Flüge erfolgt in drei Länderkategorien. Seit 17.08.2020 werden kontinuierlich internationale Flüge in die Ukraine, VAE, Weißrussland, Deutschland, Niederlande, Ägypten und Russland aufgenommen. Air Astana führt Direktflüge aus Almaty nach Dubai, aus Nur-Sultan nach Frankfurt, und aus Almaty nach Kiev durch.

Alle Fluggäste, die ab 17.08. mit einem direkten regulären Flug aus ihrem Land ankommen (außer Regierungsdelegationen, Diplomaten und deren Familien, sowie Crewmitglieder), unterliegen folgenden medizinischen Kontrollen:

  • Kategorie I (China, Südkorea, Japan, Georgien, Thailand, Ungarn, Indien, Deutschland, Tschechien, Malaysia, VAE, Belarus, Türkei, Ägypten, Ukraine, Niederlanden, Russland): es gibt keine speziellen Anforderungen außer Temperaturmessung und Ausfüllen eines Fragebogens
  • Kategorie II (Polen, Usbekistan und Tadschikistan): es muss ein negativer COVID-Test vorliegen; wenn kein aktueller COVID-Test (nicht älter als 5 Tage) vorliegt, wird von Spezialisten der Quarantänestellen bei Ankunft am Flughafen eine Benachrichtigung übermittelt über die Notwendigkeit der Durchführung eines Tests innerhalb von 48 Stunden oder einer 14-tägigen Heim-Quarantäne.
  • Kategorie III (alle anderen Länder): kein Flugverkehr. Evakuierungs- und Charterflüge, die aus Ländern der Kategorie III ankommen, sind von Beschränkungen befreit, solange ein negativer Test vorgelegt werden kann. Sollte kein negativer Test vorgelegt werden können, wird von Spezialisten der Quarantänestellen bei Ankunft am Flughafen eine Benachrichtigung übermittelt über die Notwendigkeit eines Tests innerhalb von 48 Stunden oder einer 14-tägigen Heim-Quarantäne.
  • Wenn Personen bei der Ankunft am Flughafen an Fieber oder anderen Krankheitssymptomen (Husten, Atemnot) leiden, werden diese auf die Isolationsstation des Flughafens gebracht.
  • Diese drei Länderkategorien sind allerdings keine „Reisegenehmigung“. Ein vorhandenes Visum ist auch keine Reisegenehmigung, wenn es keine direkten regulären Flüge gibt. Es dürfen nur die Bürger der Länder nach Kasachstan einreisen, mit denen der direkte reguläre Flugverkehr aufgenommen wurde. Heute sind es nur Südkorea, Belarus (Weißrussland), Niederlande, Deutschland, Ukraine, VAE, Türkei. Dabei muss der Bürger dieser Länder mit einem direkten Flug ankommen. z.B. ein Deutscher kann nicht aus Kirgistan nach Kasachstan einreisen, nur aus Frankfurt, bzw. einer anderen deutschen Stadt, falls es einen weiteren direkten Flug geben wird.
  • Österreicher können momentan nur entweder über den Beschluss der Regierungskommission einreisen (außer sie sind Diplomaten, Crews, haben Verwandtschaftsbeziehungen in Kasachstan, etc.). Dass man ein Visum hat, reicht nicht aus, man braucht den Beschluss der Kommission. Also Techniker/ Monteure einer österreichischen Firma können nur über den Beschluss der Kommission einreisen, außer sie sind Bürger der Bundesrepublik Deutschland oder Bürger eines der Länder, mit denen Kasachstan einen direkten Flug aufgenommen hat und arbeiten für eine österreichische Firma. 

Am 01.06. wurden die errichteten Durchfahrtssperren zwischen den Regionen wieder geöffnet. Zugleich kündigte die Regierung an, die Abriegelung von Städten und Regionen wieder einzuführen, sollte sich die Lage verschlechtern. Ebenso wird der landesweite Bahn- und Busverkehr unter strikter Einhaltung der sanitär-epidemiologischen Normen wieder aufgenommen. 

Zur Eindämmung der Auswirkungen der Coronavirus Pandemie wurde die Aufhebung der Visafreiheit von 01.06.2020 bis voraussichtlich 01.11.2020 beschlossen.

Regelungen für den Güterverkehr

Warentransporte aller Art, die für Nur-Sultan und Almaty bestimmt sind, können in der Zeit der Quarantäne die beiden Städte weiterhin erreichen. Auch Transit-Warenlieferungen, die via Almaty und Nur-Sultan laufen, sind erlaubt. Für Lieferungen von Lebens- und Arzneimitteln gibt es einen "Grünen Korridor". 

Lieferungen per LKW aus dem Ausland sind weiterhin möglich. Der kasachische Grenzschutz und die staatlichen Behörden haben spezifische Straßenkreuzungen für die Grenzüberquerung von Lastkraftwägen festgelegt.

Folgende Maßnahmen sind beim Warentransport via LKW zu beachten: 

  • Die Waren werden gemäß den Quarantäne- und Hygiene-Epidemiologie Standards transportiert.
  • LKW-Fahrer müssen sich unabhängig von ihrer Staatsbürgerschaft mittels Reisepass ausweisen.
  • Jeder Fahrer muss sich einem Temperaturtest unterziehen.
  • Es besteht Maskenpflicht für die Fahrer.
  • Der Fahrer ist verpflichtet, ein negatives Corona-Attest mitzuführen.
  • Wenn der Fahrer Anzeichen einer akuten Virusinfektion der Atemwege feststellt, muss dieser im Fahrzeug bleiben, die Telefonnummer „103“ oder „112“ wählen und Informationen über den Gesundheitszustand und den Standort des Fahrzeugs bekanntgeben. Im Anschluss muss er auf das Eintreffen des Krankenwagens warten.

LKW-Fahrer mit EU-Staatsbürgerschaft benötigen ab 01.06.2020 ein Visum für Kasachstan. Visumsanträgen von LKW-Fahrern wird absolute Priorität eingeräumt – diese werden laut kasachischem Außenministerium binnen 5 Tagen bearbeitet.

Der Güterverkehr per Eisenbahn ist in Kasachstan derzeit ohne merkliche Einschränkungen intakt. Das gilt nicht zuletzt für den über Kasachstan abgewickelten Transitverkehr aus China, der für Lieferketten in Westeuropa besonders bedeutsam ist. 

Gemäß der Regierungsverordnung der Republik Kasachstan vom 30.03.2020 (Nr. 155) sind folgende 20 Grenzübergänge vorübergehend geschlossen:

  1. Grenzübergänge zu China:
    • Kolzhat (Region Almaty)
    • Bakhty (Region Ostkasachstan)
    • Maikaptschagai (Ostkasachstan)
  2. Grenzübergänge zu Russland:
    • Kondybai (Region Kostanai)
    • Akbalschyk (Region Kostanai)
    • Kysylzhar (Nordkasachstan)
    • Naiza (Region Pavlodar)
    • Zheskent (Ostkasachstan)
    • Baitanat (Ostkasachstan
    • Koyanbay (Ostkasachstan)
    • Orda (Westkasachstan)
    • Schagan (Westkasachstan)
    • Karaschatau (Region Aktobe)
  3. Grenzübergänge zu Kirgisistan:
    • Aukhatty (Region Zhambyl)
    • Kordai (Region Zhambyl)
    • Sypatai batyr (Region Zhambyl)
    • Sartobe (Region Zhambyl)
    • Kegen (Region Almaty)
  4. Grenzübergänge zu Usbekistan:
    • Zelinnyi (Region Turkestan)
    • Syrdarya (Region Turkestan)

Von 02.04. bis 01.06.2020 war der Export landwirtschaftlicher Produkte aus Kasachstan – gemäß der Verordnung des Landwirtschaftsministers (Nr. 111) – verboten. Die folgenden Produkte können seit 01.06. wieder regulär aus Kasachstan ausgeführt werden:

  • Buchweizen (1008 1000 09)
  • Buchweizengrieß (1103 1990 09)
  • Weißer Zucker (1701 99)
  • Kartoffeln mit Ausnahme von Pflanzkartoffeln, HS-Code 0701 10 000 0 (0701)
  • Sonnenblumen(kerne) (1206)
  • Rohes Sonnenblumenöl, raffiniert in Primärverpackungen mit einem Nettovolumen von 10 Litern oder weniger (1512 11 910 1)
  • Rohes Sonnenblumenöl, raffiniert in einer Primärverpackung von mehr als 10 Litern (1512 11 910 9)

Darüber hinaus beschloss Kasachstan eine Liste von Waren, deren Ausfuhr mengenmäßigen Beschränkungen unterliegt – folgende Produkte können seit 01.06. wieder regulär und ohne mengenmäßige Beschränkung aus Kasachstan ausgeführt werden:

  • Weizen-und Roggenmehl (110100)
  • Weichweizen und Meslin (1001 99 000 0)
  • Pflanzkartoffeln 0701 1000 00
  • Rohes Sonnenblumenöl, unraffiniert in Primärverpackung netto 10 Liter oder weniger (1512 11 910 1)
  • Rohes Sonnenblumenöl, unraffiniert in Primärverpackungsnetz von mehr als 10 Litern (1512 11 910 9)

Am 15.04.2020 wurde zudem ein Ausfuhrverbot für lebende Rinder, Ziegen und Schafe für vorerst 6 Monate eingeführt.

Seit 27.04.2020 besteht ein Einfuhrverbot für Zement für vorerst 6 Monate. Betroffen sind folgende Warengruppen:

  • Zementklinker, Portlandzement (2523100000)
  • Sonstiger Portlandzement (2523290000)
  • Sonstiger Aluminiumoxidzement (2523300000)
  • Sonstige hydraulische Zemente (2523900000)

In der Eurasischen Wirtschaftsunion – Kasachstan und Kirgisistan sind Mitglieder – besteht ein Exportverbot für folgende Produkte bis voraussichtlich 30.09.2020: Desinfektionsprodukte, Schutzausrüstung (Masken, Atemschutzmasken, Handschuhe, Einwegschutzkleidung und -tücher, Schutzbrillen etc.), Wundverschlussmaterialien und Bandagen, Propylalkohol und Isopropylalkohol.

Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

Am 17.08.2020 wurden einige Einschränkungen des Geschäftslebens, die seit 05.07.2020 galten, gelockert. Die Einschränkungen werden lediglich an den Wochenenden beibehalten. 

Transport und Verkehr:

  • Die Liste internationaler Flüge wird nicht  ausgeweitet. Die bisher aufgenommenen internationalen Flüge bleiben bestehen.
  • Der bestehende Flug- und Bahnverkehr zwischen den Regionen wird in vollem Maße (inklusive Vorortszüge) wieder aufgenommen.
  • Der Busverkehr zwischen den Regionen wird wieder aufgenommen.
  • Der öffentliche Verkehr wird wiederhergestellt (max. Auslastung je nach Anzahl der Sitzplätze, Lüftung und Desinfektion von Transportmitteln an Endhaltstationen.

Weiterhin verboten sind:

  • Sport- sowie andere Massen-, Familien- und Gedenkveranstaltungen (auch zu Hause) 
  • Bars, Nachtclubs, Gameclubs, Karaokebars, Food Courts, Kinos und andere Unterhaltungseinrichtungen, Billard- und Bowlingcenter für Kinder und Erwachsene in geschlossenen Räumen, Bankettsäle
  • Kindergesundheitslager und Kindergärten (mit einigen Ausnahmen)
  • Ausstellungen, Foren, Konferenzen etc.
  • Strände, Wasserparks im Freien

Die Notwendigkeit der strikten Einhaltung der Schutzmaßnahmen - wie das Tragen von Schutzmasken, die Einhaltung des Mindestabstands und Reduzierung von unmittelbaren Kontakten – wird weiterhin betont.

Am 17.08.20 wurden folgende Einrichtungen wieder geöffnet bzw. folgende Tätigkeiten wieder zugelassen:

  • Behörden (Organisationen und Betriebe). Dabei bleiben 80% der Mitarbeiter in Homeoffice, wenn es mehr als 30 Mitarbeiter gibt.
  • Einkaufszentren und Kaufhäuser, Shoppingmalls vorbehaltlich einer Belegung von nicht mehr als 30% und mindestens 4 m² Fläche pro Besucher;
  • Markthallen (max. Auslastung darf nicht 30 Prozent überschreiten, 4m² pro Besucher)
  • Schönheits- und Friseursalons, SPA-Centers, Kosmetiksalons (4m² pro Besucher und nach Anmeldung)
  • Fitnesscenters nach Anmeldung (max. Auslastung darf nicht 50 Prozent überschreiten, 5m² pro Besucher)
  • Saunas (max. Auslastung darf nicht 50% überschreiten, 4m² pro Besucher)
  • Bildungszentren für Kinder und Erwachsene (Gruppen max. 5 Personen)
  • Vorschulklassen mit Genehmigung (max. 15 Personen)
  • Vergnügungs-Einrichtungen im Freien (soziale Distanz, Masken, geregelte Besucherflüsse)
  • Individual- und Gruppentrainings, Sport im Freien (max. 5 Personen) gestattet
  • Vergnügungsparks für Kinder im Freien
  • Offenbleiben bzw. weitergeführt werden: Medizinische Zentren (nach Vereinbarung), sowie Apotheken und Lebensmittelgeschäfte (jeder Art) 
  • Tourismusobjekte (Hotels, Pensionen, Kurorte) mit max. Auslastung von 80 Prozent
  • Offenbleiben bzw. weitergeführt werden: Gaststätten im Freien und in geschlossenen Räumen bis zu 30 Sitzplätzen; Feiern mit einer größeren Anzahl von Menschen sind weiterhin verboten
  • Offenbleiben bzw. weitergeführt werden ebenso: Bauunternehmen, Industrieunternehmen mit einem kontinuierlichen Produktionszyklus; Bauarbeiten im Freien; landwirtschaftliche Arbeit, Fischerei und Viehzucht
  • Erbringung von kontaktlosen Dienstleistungen für die Bevölkerung, einschließlich Autowaschanlagen, Auto- und Haushaltsgerätereparatur, öffentliche Dienstleistungszentren sind weiterhin erlaubt
  • Spaziergänge in Parks, Grünanlagen, auf Promenaden in Gruppen mit max. 3 Personen oder im Familienkreis sind erlaubt.

Ab Anfang September 2020 ist/sind wieder zugelassen:

  • Tätigkeit von religiösen Einrichtungen (Moscheen, Kirchen, Synagogen, etc.) ohne Durchführung von Massenveranstaltungen;
  • Tätigkeit von Bibliotheken, Museen;
  • Tätigkeit von Schulen mit einem Kontingent von 5 bis 180 Personen, wobei die Anzahl der Kinder in Klassen maximal bis zu 15 Personen betragen darf; Tätigkeit von Klassen in Vorschuleinrichtungen; Klassen 1 bis 4 unter Einwilligung der Eltern, vorbehaltlich einer Belegung von nicht mehr als 15 Kindern;
  • Tätigkeit von Schwimmbädern auf Anmeldung mit mindestens 5m² pro Person;
  • Tätigkeit von SportCenters für Individual- und Gruppentrainings mit maximal 5 Personen;
  • Besuch von National Parks, Naturschutzgebieten, u.ä. für Gruppen von maximal 15 Personen unter Einhaltung von Hygieneregeln und Distanz von 2 Metern.
  • Abhaltungen von Live-Versammlungen (sofern nicht die Möglichkeit besteht, sie in einem online Format abzuhalten).

Einführung der folgenden Einschränkungsmaßnahmen an Wochenenden und Feiertagen wurde beschlossen:

  • Einstellung der Tätigkeit von Kaufhäusern, Shopping Malls mit Ausnahme der dort ansässigen Supermärkte und Apotheken;
  • Einstellung der Tätigkeit von Lebensmittel- und Nichtlebensmittelmärkte/Markthallen;
  • Einstellung der Tätigkeit von Schönheitssalons, Friseursalons, SPA-Zentren, Einrichtungen, die kosmetische Dienstleistungen anbieten;
  • Einstellung der Tätigkeit von Fitnesscentern und Sport- und Erholungszentren, Schwimmbädern, Fitnessstudios und Sportanlagen;
  • Einstellung der Tätigkeit von Saunen;

  • Einstellung der Tätigkeit von Vergnügungsparks für Kinder im Freien;
  • Einstellung der Tätigkeit von von religiösen Einrichtungen (Moscheen, Kirchen, Synagogen, etc.).

Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Um die Arzneimittelversorgung zu verbessern, wurden die Verfahren für die Zertifizierung von Arzneimitteln vereinfacht und die Fristen gekürzt. Das Verfahren für die einmalige Einfuhr von nicht in der Republik Kasachstan registrierten antiviralen Arzneimitteln wurde vereinfacht. Da die Zahl der Infizierten sich nach der Aufhebung des Ausnahmezustandes in Kasachstan drastisch erhöht und zu einem Medikamentendefizit geführt hat, wird über derartige Anträge innerhalb von 24 Stunden entschieden.

Eine Liste von 361 systemrelevanten Schlüsselunternehmen (Bauunternehmen, Transport und Energieunternehmen, Handelsunternehmen, Immobilienmanagement, Bergbau- und Verarbeitungsunternehmen) werden vom Staat wie folgt unterstützt: Staatsgarantien für Kredite, Zugang zu günstigen Krediten, Steueraufschub, Retournierung der Mehrwertsteuer, Vereinfachung und Beschleunigung im Erhalt von Staatsservices, Gewährleistung von Zahlungen im Rahmen der laufenden Verträge, etc. Diese Unternehmen werden ihrerseits verpflichtet bezahlte Arbeitsplätze aufrechtzuerhalten, Waren und Dienstleistungen von lokalen Produzenten einzukaufen.

Personen, die durch die Corona-Krise bzw. durch die Quarantänemaßnahmen einkommenslos sind, erhielten vom Staat während des Ausnahmezustandes eine finanzielle Unterstützung im Ausmaß eines Mindestlohns (42.500 KZT, entspricht ca. 90 EUR). 

Steuerzahler, die zu Einzel-, Klein- und Mittelunternehmen gehören, erhalten einen Aufschub für Steuerzahlungen und Abgaben bis zum 01.06.2020 (gemäß der Regierungsverordnung Nr. 141 vom 27.03.2020).

Die kasachische Regierung und die Nationalbank arbeiten an einem Plan zum Wiederaufbau des Wirtschaftswachstums. Die kasachische Wirtschaft und das Staatsverwaltungssystem sollen tiefgehend transformiert werden.

  • Unterstützung der Wirtschaft und der Landwirtschaft 
  • Bau von preiswerten Wohnungen
  • Progressive Einkommensteuer (für geringbezahlte Berufe weniger)
  • Unterstützung von Business- Krediten für KMU
  • Attraktivität des Standorts erhöhen für ausländische Investoren (AIFC)
  • Modernisierung des Gesundheitssektors und des Bildungssektors
  • Weitere Digitalisierung und E-Government Maßnahmen 

Die kasachische Regierung hat einen Plan bis Ende 2020 ausgearbeitet, der die Wirtschaft des Landes wieder ankurbeln soll. Dieser Plan inkludiert insgesamt 172 Maßnahmen zur Stimulierung der Geschäftstätigkeit, zur Unterstützung von Arbeitnehmern und zur Einkommenssteigerung.

Exporte sollen gefördert, die Steuerverwaltung und das Zollkontrollverfahren vereinfacht, diverse Gebühren abgeschafft und Administrationsaufwand reduziert werden. Verarbeitungsunternehmen - unabhängig von ihrer Größe - wird eine bevorzugte Betriebsmittelfinanzierung und günstigere Exportkredite ermöglicht. Langfristige Verträge werden von nationalen Entwicklungsinstituten als „feste Garantien“ akzeptiert. Zudem soll es verstärkt Investitionssubventionen für den Erwerb landwirtschaftlicher Maschinen geben. 

Kaufverträge für landwirtschaftliche Erzeugnisse werden in Banken als Garantien anerkannt. Außerdem ist geplant, die Liste der subventionierten Rohstoffe zu erweitern, um somit den Kauf und Verkauf von landwirtschaftlichen Erzeugnissen sicherzustellen. 

Zur Unterstützung der Bauindustrie werden spezielle Normen für raschere Planung und Bau von Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen entwickelt. Der staatliche Wohnbau soll zinsgünstige Kredite erhalten. 

Zur Unterstützung der zivilen Luftfahrt werden der Import von Flugzeugersatzteilen bis Ende 2020 von der Mehrwertsteuer, und Flughäfen von der Grundsteuer befreit. 

In Diskussion steht ein strategischer Entwicklungsplan bis 2025 um mittelfristig die wichtigsten Leitlinien für den neuen wirtschaftlichen Kurs des Landes festzulegen.

Weitere Information und Notfallnummern

Das Gesundheitsministerium Kasachstans hat ein Call Center eingerichtet, welches unter der Nummer 1406 bzw. +7 7172 768 043 erreichbar ist.

Informationen zur Corona-Situation in Kasachstan sind auf dem Portal coronavirus2020.kz in Kasachisch und Russisch erhältlich.

In Kasachstan besteht laut Informationen des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) ein hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 4). Siehe dazu die Reiseinformationen des BMEIA.

Das AußenwirtschaftsCenter Almaty informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in Kasachstan.

Bei weiteren Fragen steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Almaty unter almaty@wko.at bzw. unter +7 727 225 14 84 zur Verfügung.