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Coronavirus: Situation in Katar

Aktuelle Lage und Info-Updates

Das AußenwirtschaftsCenter Doha informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in Katar.

Aktuell & Wichtig

Die katarischen Behörden haben den seit 16. März geltenden Einreisestopp auf unbestimmte Zeit verlängert. Wie in vielen anderen Ländern weltweit entwickelt sich die COVID-19 Situation sehr dynamisch; mit aktuell (Ende April) knapp 1000 Neuerkrankungen pro Tag gehen die Behörden davon aus, dass sich das Land derzeit im „Peak“ der Corona-Krise befindet. 

Einreise und Reisebestimmungen

Eine Einreise nach Katar ist derzeit nicht möglich, auch nicht mit Quarantäneeinweisung. Eine Ausnahme besteht lediglich für katarische Staatsbürger.

Eine Ausreise aus Katar und der internationale Transit über den Flughafen Doha (mit bestätigtem Weiterflug) sind zum jetzigen Zeitpunkt möglich. Aktuell fliegt die Qatar Airways 1x pro Tag nach Wien (QR 183). Wegen der international zunehmenden Reisebeschränkungen steigt die Zahl der Passagiere, die von Qatar Airways via Doha (HIA) kurzfristig befördert werden.

Mit Blick auf die Reduzierung der Frequenz bzw. der Einstellung von Flugverbindungen in Nachbarländern (Saudi Arabien, Kuwait, VAE) muss mit längeren Wartezeiten im Transitbereich des Flughafens von Doha gerechnet werden. Im Transit befindliche Reisende können nach Auskunft der katarischen Behörden nicht (auch nicht kurzfristig zur Überbrückung eines längeren Transitaufenthalts) einreisen. Aktuell fliegt nur noch Qatar Airways ab Doha; mit einer weiteren Reduzierung der Frequenzen und Einstellung von Verbindungen muss gerechnet werden.

Regelungen für den Güterverkehr

Cargo Flüge werden weiterhin durchgeführt, es kommt aufgrund der reduzierten Flugverbindungen jedoch zu Engpässen. Die Frachthäfen sind weiterhin in Betrieb, jedoch mit reduziertem Personal und unter strengen Sicherheitsvorkehrungen für Schiffsbesatzungen und Hafenarbeiter.

Änderungen bei der Wareneinfuhr

Insgesamt 905 Lebensmittel und medizinische Produkte wurden für die kommenden 6 Monate vom Einfuhrzoll ausgenommen, unter der Voraussetzung, dass sich diese Maßnahme im Verbraucherpreis widerspiegelt. Dazu zählen ua. Fleisch, Fisch, Milch, Gemüse, Öl, Brot und Gebäck, Säfte. Eine vollständige Liste der Produkte ist auf der Webseite der General Authority of Customs (GAC) www.customs.gov.qa abrufbar. 

Des weiteren hat die GAC bis auf weiteres Einfuhrerleichterungen angeordnet: der Zoll fertigt bis auf weiteres auch Luft- und Seefrachtsendungen ab, die weder von einem Ursprungszeugnis begleitet sind, noch deren Handelsrechnungen bestätigt sind, ohne dass dafür eine Pönale oder  Sicherheitsleistung idH von 1% des Sendungswertes hinterlegt werden muss.  

Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

Die katarischen Behörden haben seit 17. März Teile der Industrial Area in Doha gesperrt. Davon sind dort ansässige Unternehmen wie auch Unterkünfte von Arbeitern betroffen. Weiters sind 80% der Bediensteten im öffenlichen Dienst als auch im Privatsektor dazu angehalten, bis auf weiteres zu Hause zu bleiben und zu arbeiten. Schlüsselkräfte, welche auch weiterhin an ihre Dienstorte kommen müssen, sollen nur mehr während einer reduzierten Arbeitszeit von 6 Stunden an ihrem Arbeitsplatz tätig sein.

Ausgenommen davon sind Militär, Sicherheitskräfte, der Gesundheitssektor und abschließend aufgezählte essentielle Sektoren. Auf den zahlreichen Großbaustellen in Katar wird unter verstärkten Sicherheitsmassnahmen weitergearbeitet, sofern es sich um ein Projekt 

Es sind bis auf weiteres sämtliche Kongresse und Veranstaltungen abgesagt; U-Bahn, Hotels, Restaurants, Malls, Moscheen und Schulen sind geschlossen; öffentliche Parks und Strände landesweit gesperrt. Supermärkte und Apotheken bleiben geöffnet. Öffentliche Versammlungen sind unter Androhung von Verhaftung untersagt. Seit 26. April ist das Tragen einer Nasen-Mund-Maske bei Behördengängen, bei Inanspruchnahme von Dienstleistungen und beim Einkaufen verpflichtend. Bei Nichtbeachtung können empfindliche Geld- und/oder Haftstrafen (bis zu umgerechnet EUR 50.000) verhängt werden.

Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Die katarische Regierung verkündete mit Mitte März ein umfassendes Hilfspaket um den Privatsektor in der Krise zu unterstützen: Rund 80 Mrd. Qatar Riyal (ca. 20 Mrd. EUR), was 10% des BIP entspricht, werden ausgeschüttet. Neben Erleichterungen für die Kreditvergabe werden auch etwa 3 Mrd. EUR an Unternehmen der lokalen Börse gehen, um den Markt zu stützen. Weiters werden für von der Krise schwer getroffene Sektoren für die nächsten 6 Monate die Elektrizitäts- und Wasserkosten und Miet-/Pachtkosten ausgesetzt; dies soll vor allem KMUs und Betrieben im Tourismus, dem Handel und dem Logistiksektor kurzfristig eine finanzielle Erleichterung verschaffen. Eine Stundung bei Kreditrückzahlungen auf ebenfalls 6 Monate wurde von der Qatar Development Bank angekündigt. 

Weitere Information und Notfallnummern

 Bitte beachten Sie auch die relevanten Informationen und Reisehinweise des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten sowie des Coronavirus Infopoint der WKÖ.

Aufgrund der sich rasch ändernden Situation und behördlichen Vorgaben wurden diese Informationen zwar mit größter Sorgfalt erstellt, werden aber unverbindlich und rechtlich freibleibend zur Verfügung gestellt.

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