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Coronavirus: Situation in Kirgisistan

Aktuelle Lage und Info-Updates

Das AußenwirtschaftsCenter Almaty informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in Kirgistan.

Stand: 14.10.2020


Aktuell & Wichtig 

  • Seit den Wahlen am 04.10.2020 kommt es in Bischkek und anderen größeren Städten des Landes zu Demonstrationen mit teilweise gewalttätigen Ausschreitungen. Am 9.10.2020 wurde der Ausnahmezustand bis 21.10.2020 verhängt. 
  • Das im März 2020 verhängte generelle Einreiseverbot zur Eindämmung des Coronavirus (COVID-19) wurde für Österreicherinnen und Österreicher wieder aufgehoben. Aufgrund der Verbreitung des Coronavirus muss bei der Einreise weiterhin mit verstärkten Einreisekontrollen und Maßnahmen zur Identifizierung erkrankter Reisender bis hin zu Quarantänemaßnahmen und Einreisesperren gerechnet werden.
  • Hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 4) im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus (COVID-19). Mit anhaltenden Einschränkungen im Flug- und Reiseverkehr sowie weitgehenden Einschränkungen im öffentlichen Leben ist bis auf weiteres zu rechnen. Von nicht unbedingt notwendigen Reisen wird daher abgeraten.


Einreise und Reisebestimmungen 

In Bischkek wurde der Ausnahmezustand verhängt. Der Ausnahmezustand gilt vorerst von 09.10. - 20:00 Uhr - bis 21.10.2020 - 08:00 Uhr. Die tägliche Ausgangssperre beginnt um 21:00 Uhr und endet um 05:00 Uhr. Rund um Bischkek wurden Kontrollpunkte errichtet. 

Infolge des verhängten Ausnahmezustands gelten in Bischkek folgende Einschränkungen:

  • ein spezielles Ein- und Ausreiseregime für alle, einheimische und ausländische Fahrzeuge warden kontrolliert;
  • ein Verkaufsverbot von Alkohol von 18:00 Uhr bis 09:00 Uhr;
  • ein Abhaltungsverbot von Versammlungen, Kundgebungen, Straßenmärschen, Demonstrationen, Streiks, Sport- und anderen Massenveranstaltungen in Bischkek;
  • Verwendungsverbot von Duplikationsgeräten sowie Radio- und Fernsehübertragungsgeräten, Audio- und Videogeräten, falls diese zur Verschärfung der Spannungen eingesetzt werden könnten. 

Reisen innerhalb des Landes sind eingeschränkt möglich. Der öffentliche Verkehr in Bischkek und in den regionalen Zentren funktioniert. Während der täglichen Ausgangsperre von 21:00 – 05:00 Uhr ist der öffentliche Verkehr aber außer Betrieb. 

Internationale Flugverbindungen wurden am 17.8. von Bischkek nach Istanbul, Antalya und Dubai wieder aufgenommen. Seit 14.9 finden reguläre Flüge nach Taschkent und seit 21.9 nach Moskau statt. 

Seit 26.9. müssen sich Passagiere, die nach Kirgisistan auf dem Landweg einreisen, Temperaturkontrollen unterziehen und ein negatives PCR-Test Resultat vorlegen, welches maximal 120 Stunden alt sein darf. Sollte der vorgelegte Test älter sein - so muss ein erneuter Test bei Einreise vorgenommen werden. 

Ab 05.10. müssen sich Passagiere, die mit dem Flugzeug nach Kirgisistan einreisen, Temperaturkontrollen beim Check-In und in der Ankunftshalle des Flughafens unterziehen und ein negatives PCR-Test Resultat vorlegen, welches maximal 72 Stunden alt sein darf. Sollte der vorgelegte Test älter sein - z.B. aufgrund einer Flugverspätung - so muss ein erneuter Test bei Einreise vorgenommen werden. 

Österreich wurde in die Liste der 32 Niedrigrisikoländer aufgenommen und österreichische und andere ausländische Fachkräfte welche aus diesen Ländern zur Ausübung ihrer Arbeit nach Kirgisistan einreisen, müssen ein negatives PCR-Test Resultat vorlegen.  

Ausländische Fachkräfte, welche nicht aus Niedrigrisikoländern nach Kirgisistan einreisen, benötigen eine Einreisegenehmigung des Gesundheitsministeriums Kirgisistans, welche auf Grundlage eines Einladungsschreibens des lokalen kirgisischen Partners ausgestellt wird. Der lokale Partner ist verpflichtet, für ausländische Spezialisten PCR-Tests, sowie Unterkünfte für deren Isolation zur Verfügung zu stellen, bis die PCR-Testergebnisse vorliegen. Bei negativen Testergebnissen darf die ausländische Fachkraft ihre Arbeit ausüben. Achtung: Aufgrund der derzeitigen politischen Krise wird eine Einreisegenehmigung möglicherweise nicht (rechtzeitig) erteilt. 


Regelungen für den Güterverkehr

LKWs dürfen die Grenzen passieren. An den Grenzkontrollpunkten wird ein Temperaturtest bei den Fahrern vorgenommen und das Tragen von Masken und Handschuhen ist Pflicht. Zudem müssen die Fahrer einen Fragebogen ausfüllen, eine Verpflichtung zur Selbstisolierung unterzeichnen und sich einem Express-Test für COVID-19 unterziehen.

Güterverkehr mit Nachbarstaaten

  • Kasachstan: der LKW Güter- und Transitverkehr wird an den Kontrollstellen Ak-Tilek, Chon-Kapka, Chaldovar, Ken-Bulun und Karkyra in beiden Richtungen abgewickelt. Check Point Kaindy - Railway Cargo.
  • Usbekistan: der LKW Güter- und Transitverkehr wird an der Kontrollstelle Dostuk, Kysyl-Kiya und Kadamdjai in beiden Richtungen abgewickelt.
  • Tadschikistan: der LKW Güter- und Transitverkehr wird an den Kontrollstellen Kyzyl-Bel und Kairagach in beiden Richtungen abgewickelt.
  • China: Der Güterverkehr auf Autostraßen zwischen Kirgistan und China ist wieder möglich. Der Güterverkehr wird an der Kontrollstelle Irkeshtam in beiden Richtungen abgewickelt.
  • Luftfracht (hauptsächlich humanitäre Hilfe) wird am internationalen Flughafen Manas in Bischkek abgefertigt.
  • Beim Zoll („Green Corridor“) werden Nahrungsmittel und medizinische Produkte bevorzugt behandelt.

Das Exportverbot für definierte Lebensmittel und medizinische Schutzausrüstung wurde wieder aufgehoben und die Ausfuhr dieser Produkte aus Kirgisistan ist möglich.

Die Eurasische Wirtschaftskommission (EWG) hat beschlossen, die Frist für die Befreiung von den Einfuhrzöllen für eine Reihe von Waren zu verlängern, die zur Verhinderung der Ausbreitung der Coronavirus-Infektion verwendet werden. Die Befreiung wird vom 1. Oktober bis 31. März 2021 verlängert. Nach dem Beschluss sind einige Waren von der Liste ausgeschlossen, für die in ausreichenden Mengen eine eigene Produktion aufgebaut worden ist, und zwar Testsysteme zum Nachweis einer Krankheit, vorgefertigte Desinfektionsmittel, Labor-Thermobeutel und medizinische Gefriergeräte, Bandagen, Watte, Gaze, persönliche Einwegschutzausrüstung (Masken und Überschuhe). Gleichzeitig können einige Komponenten und Materialien für die Herstellung von Arzneimitteln und Desinfektionsmitteln, Arzneimitteln, Atemschutzmasken, Schutzbrillen, Gummihandschuhen, medizinischen Geräten und Ausrüstungen sowie Kisten und Krankentragen für den Krankentransport weiterhin zollfrei in das Gebiet der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAEU) geliefert werden.


Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben 

Es besteht eine Masken- und Handschuhpflicht innerhalb von Geschäften und öffentlichen Gebäuden. Die Ausgangssperre wurde aufgehoben. Menschenansammlungen und Massenveranstaltungen sind weiterhin verboten (ausgenommen Familienmitglieder).

Einzelhandelsgeschäfte und Einkaufszentren wurden am 21.5.2020 wieder geöffnet, wobei aber Food Courts und Gastronomie und Indoor-Spielplätze für Kinder in Einkaufszentren weiterhin geschlossen bleiben. Schulen und Kindergärten sind geschlossen. Der Schulunterricht findet ausschließlich online statt.

Der Nahverkehr in den Städten wurde am 25.5.2020 wieder aufgenommen. Einkaufszentren, Märkte und Geschäfte sind ebenfalls wieder in Betrieb. Fitnessclubs und Schwimmbäder sind geöffnet. Restaurants und Kaffeehäuser dürfen mit bis zu 50 Sitzplätzen betrieben werden. Parks, Museen, Bibliotheken, Theater und Kunstgalerien sind seit dem 1.6.2020 wieder in Betrieb.

Alle Betriebsstätten und gewerbliche Einrichtungen sind verpflichtet, sanitäre Schutzmaßnahmen einzuhalten. Das Tragen von Mundschutzmasken und die Einhaltung von Mindestabständen ist Pflicht.

Die Energie- und Wasserversorgungsunternehmen wurden angewiesen, Einrichtungen, die gegen die angeordneten Quarantäne- und Schutzmaßnahmen verstoßen, nicht mehr zu versorgen.


Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft 

Die kirgisische Nationalbank hat die Reportinganforderungen an Geschäftsbanken bis zum 1.1.2022 temporär reduziert. Geschäftsbanken verlängern und restrukturieren die Kreditrückzahlungen.

Kirgisistan erkennt den Ausnahmezustand aufgrund der Bekämpfung von COVID-19 offiziell als höhere Gewalt (force majeure) an. Einzelunternehmer erhalten eine Fristverlängerung zur Einreichung der Steuererklärung für das zweite Quartal bis 1.10.2020. Unternehmen erhalten einen Aufschub für Steuerzahlungen und andere Verpflichtungen für das zweite Quartal bis 1.10.2020. Importeure erhalten einen Aufschub von 6 Monaten für die Zahlung von Zöllen und Steuern, und Hersteller und Dienstleistungsunternehmen erhalten eine Fristverlängerung von bis zu 3 Jahren für ihre Steuerzahlungen.

Lokale Hersteller werden aktuell bei staatlichen Beschaffungsverträgen bevorzugt. Geschäftsleute, die einen staatlichen Beschaffungsvertrag wegen der Ausnahmesituation nicht erfüllen können, sind von Pönalzahlungen befreit.

KMUs, die in den Bereichen Tourismus, Leichtindustrie, Pharmazeutik, Güterverkehr, Wertschöpfungsindustrie (außer Bergbau) und Landwirtschaft tätig sind, erhalten zinsgünstige Darlehen. Kredite von Industrie- und Verarbeitungsunternehmen werden refinanziert.


Weitere Information und Notfallnummern 

Der Not- und Rettungsdienst ist unter der Telefonnumer 103 bzw. 161 erreichbar. 

Eine Bewegungsbescheinigung für Fußgänger und Fahrzeuge kann beantragt werden. 

» Aktuelle Informationen zur Corona-Situation in Kirgisistan | in englischer Sprache

In Kirgisistan besteht laut Informationen des Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) ein hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 4). Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des BMEIA

Das AußenwirtschaftsCenter Almaty informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in Kirgisistan.

Bei weiteren Fragen steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Almaty unter almaty@wko.at bzw. unter +7 727 225 14 84 zur Verfügung.