th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close icon-window-edit icon-file-download icon-phone xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin Google-plus facebook pinterest skype vimeo snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram

Coronavirus: Situation in Malaysia

Aktuelle Lage und Info-Updates

Das AußenwirtschaftsCenter Kuala Lumpur informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in Malaysia.

Stand 07.09.2020

Aktuell & Wichtig

  • Nach wie vor besteht zumindest bis zum 31. Dezember 2020 (RMCO) ein Einreiseverbot für Touristen und ausländische Besucher (Geschäftsreisende, Monteure).
  • Personen aus Ländern mit über 150.000 Covid19-Fällen dürfen selbst bei Vorliegen eines langfristigen Visums seit 7.9.2020 bis auf weiteres nicht mehr einreisen.
  • Zwischenstaatliche Reisen sind frei gestattet.

Malaysia hat die Covid-19-Pandemie mit relativ gutem Erfolg bewältigt. Die Lage in Malaysia ist zwar angespannt, aber unter Kontrolle. Die Bevölkerung hält sich im Großen und Ganzen an die rechtlichen Vorgaben, Verstöße werden drakonisch geahndet. Die Grundversorgung blieb stets aufrecht. Es kommt noch begrenzt zu neuen COVID19-Krankheitsfällen im ein-bis niedrig zweistelligen Bereich, in Summe sind die aktiven Fälle. Die Ausbreitung verlief um vieles geringer als in Österreich, auch hat sich keine neue Welle im Sommer entwickelt.

Einreise und Reisebestimmungen 

Einreise:

Einige internationale Fluglinien fliegen wieder Kuala Lumpur und andere Destinationen in Malaysia an, allerdings eingeschränkt auf malaysische Staatsbürger und Visumsinhaber mit langfristigem Aufenthalt. Das Anlegen von Kreuzfahrtschiffen ist in allen malaysischen Häfen untersagt. Die ostmalaysischen Bundesstaaten Sabah und Sarawak verfügen über eine lokale Autonomie bei der Einwanderung an nationalen und internationalen Einreisestellen. 

Die Einwanderungsbehörde (Immigration) hält die Grenzen dicht. Ausnahmen bestehen für Personen mit unbefristeten Aufenthaltsbewilligungen (PR – permanent residence, Employment 1-3 Visa, PVP - Professional Visit Pass). Alle diese Personen müssen sich einer 14-tägigen staatlichen Quarantäne in einem von der Regierung zugeteilten Hotel unterziehen und die Übernahme der Kosten vor Einreise bei der jeweiligen malaysischen Vertretungsbehörde mittels vom Reisenden unterfertigten „Letter of Undertaking“ bestätigen. Nach Genehmigung durch die malaysische Immigration stellt die malaysische Vertretungsbehörde eine Einreisebewilligung aus (Details). 

Personen aus Ländern mit über 150.000 Covid19-Fällen dürfen selbst bei Vorliegen eines langfristigen Visums seit 7.9.2020 bis auf weiteres nicht mehr einreisen. 

Mit Wirkung 18.5.2020 wurde das Einreiseverbot für ausländische Staatsbürger, die ein gültiges Visum unter dem MM2H (Malaysia my 2nd Home) Programm besitzen, aufgehoben. Nach erfolgreicher Registrierung beim MOTAC muss ein weiterer Antrag bei der Immigration vor Abreise gestellt werden (MM2H-Details). Ein im Ausreiseland vor Abreise ausgestelltes Gesundheitszeugnis ist bei Einreise in Malaysia vorzuweisen. Ebenso muss der 14-tägigen staatlichen Quarantäne zugestimmt werden, die Kosten hierfür sind vorab zu bezahlen. Malaysische Staatsangehörige bekommen 50 % der Quarantänekosten vom Staat ersetzt, ausländische Staatsangehörige müssen die vollen  Kosten von max. MYR 150/Tag übernehmen. 

Der kleine Grenzverkehr zwischen Malaysia und Singapur wurde ab 17.8. für im anderen Land arbeitende Personen mit langfristigem Arbeitsvisum aufgenommen (reciprocal green lane). 

Nähere Informationen zu den Einreisevorschriften finden Sie im Downloadbereich. 

Wir empfehlen die rechtzeitige Kontaktaufnahme mit der malaysischen Botschaft in Wien sowie der österreichischen Botschaft in Malaysia, welche administrativen Schritte Sie vor Abreise erfüllen müssen (siehe Reiseinformationen des BMEIA zu Malaysia).  

Ausreise:

Es besteht ein generelles Ausreiseverbot für malaysische Staatsbürger betreffend internationale Reisen. Ausnahmen bestehen für malaysische Staatsangehörige, die über einen Aufenthaltstitel im Ausland verfügen. Für Inlandsflüge benötigt man keine Genehmigung mehr. 

Wenn die Ausreise von derzeit in Malaysia aufhältigen Ausländern innerhalb von 14 Tagen nach Aufhebung der RMCO erfolgt, müssen Reisende nicht zur Immigration und können trotz abgelaufenem Visum straffrei ausreisen. Dabei muss Folgendes vorgewiesen werden:

  1. gültige Reisedokumente einschließlich Reisepass und Flugticket;
  2. schriftlicher Reisebrief ihrer jeweiligen diplomatischen Vertretung; und
  3. schriftliche Bewegungserlaubnis von der nächstgelegenen Polizeistation oder Polizeistempel mit Unterschrift auf dem Reisebrief der Botschaft. 

Sollte eine Ausreise innerhalb der 14-Tage Frist nicht möglich sein (weil z.B. der gebuchte Flug storniert wurde), so kann bei der Immigration eine Verlängerung des Visums beantragt werden. Es muss vorher online ein Termin bei der Immigration vereinbart werden. Ein zusätzliches Unterstützungsschreiben kann gegen Vorlage eines stornierten Flugtickets o.dgl. von der österreichischen Botschaft in Kuala Lumpur ausgestellt werden. 

Reisen im Land:

Seit Juni sind zwischenstaatliche Reisen innerhalb Malaysia wieder ohne Einschränkungen zulässig.

Regelungen für den Güterverkehr

Die Häfen für Ein- und Ausfuhren von Gütern bleiben offen, es darf nur zu keiner Ein- und Ausreise von Personen kommen. Die Landesgrenzübergänge zu Thailand bleiben geschlossen. Thailand hat kürzlich das Einreiseverbot von Ausländern bis 30.6. verlängert. 

Zwischenstaatliche Reisen innerhalb des föderalen Staates Malaysia ist auch für den Güterverkehr zulässig.

Die Exportverbote für medizinische Verbrauchsartikel wurde jüngst aufgehoben. 

Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

Am 4.5.2020 löste die CMCO die seit 18.3. geltende MCO ab, die bis 9.6.2020 galt. Danach trat die RMCO in Kraft, die auf 31.12.2020 verlängert wurde. Die RMCO sieht lockerere Regeln vor, welche die Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit erleichtern soll. RMCO bedeutet:

  1. Einschränkung der Ein- und Ausreise, Verbot von Massenveranstaltungen im Sport-, Kultur-, Religionsbereich (über 250 Personen) und sozialen Aktivitäten (private Veranstaltungen mit max. 10-20 Personen)
  2. Wiedereröffnung von Religionsstätten, Kindergärten, Schulen und Bildungseinrichtungen inkl. Universitäten und Ausbildungszentren.
  3. Staatliche und private Versorgungseinrichtungen (wie Wasser, Elektrizität, Telekommunikation, Post, Transporte, Treibstoffe, Fernsehen, Banken, Gesundheitseinrichtungen, Apotheken, Flughäfen, Sicherheitseinrichtungen, Verteidigung und Lebensmittelversorgung) führen den Präsenzbetrieb mit teils reduziertem Personalstand (wo möglich, setzt man den Telearbeitsbetrieb fort). 

Seit 4. Mai öffneten schrittweise Geschäfte und Büros, sofern sie die „Social Distancing“-Richtlinien befolgen. Diese müssen für ihren Betrieb eigene SOP – „Standard Operating Procedures“ formulieren und für die strikte Einhaltung sorgen. 

Die Regierung empfiehlt, dass wirtschaftliche Tätigkeiten so weit wie möglich weiter von zu Hause aus erfolgen sollen, außer der Geschäftsbetrieb wäre damit nicht möglich (z.B. Produktion). Restaurants mit Gästebereich müssen strenge Auflagen erfüllen. Der Tourismus- und Freizeitbereich hat ab Juni bis August schrittweise geöffnet, allerdings nur auf Inländer beschränkt. 

Der Betrieb auf den Baustellen wurde seit Juni wieder aufgenommen, allerdings müssen die eingesetzten Bauarbeiter (meist Gastarbeiter) einen negativen COVID19-Test vorweisen.  

Es besteht eine Maskentragepflicht im öffentlichen Raum, anderfalls droht eine Geldstrafe von 200 EUR.

Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Das Economic Stimulus Package soll lokale Unternehmen finanzielle Unterstützung im begrenzten Ausmaß gewähren, um die angespannte Situation besser zu überstehen. Es richtet sich speziell an KMU und umfasst: Lohnzuschüsse, Umsetzung von Lohnkürzungen und die Möglichkeit eines unbezahlten Urlaubs, Steuerabzug für reduzierte Mietsumme. 

Es richtet sich speziell an KMUs und umfasst u.a.: Lohnzuschüsse (RM 600-1.200 pro Mitarbeiter [malaysische Staatsbürger] für 3 Monate); Programm zur Beibehaltung der Beschäftigung (Zuschuss von 600 RM für Arbeitnehmer in unbezahltem Urlaub) bei Löhnen unter 4.000 RM; Umsetzung von Lohnkürzungen; Befreiung von bestimmten Abgaben (HRDF, Gastarbeiter) für 6-9 Monate; Steuerabzug für den Betrag der reduzierten Miete. 

Die Regierung wird jedem förderfähigen Kleinstunternehmen einen Sonderzuschuss von 3.000 RM gewähren (Umsatz unter 300.000 RM oder unter 5 Mitarbeitern). Die Regierung streicht den 2%-Zinssatz für das Mikrokreditprogramm unter der Bank Simpanan Nasional i.H.v. 500 Mio. RM. Das Mikrokreditprogramm für Kleinstunternehmen von TEKUN Nasional auf Darlehen mit einer maximalen Kreditaufnahme von 10.000 RM pro KMU wird zu 0% verzinst. 

Die malaysische Nationalbank Bank Negara (BNM) hat verschiedene Unterstützungsmaßnahmen eingerichtet, wie z.B. eine „Special Relief Facility“ i.H.v. 10 Mrd. RM für kurzfristige Cashflow-Probleme unter KMUs aufgrund COVID19 geschaffen, die von den Kommerzbanken angeboten werden. KMUs, die von COVID-19 nicht beeinträchtigt werden, können über andere BNM-Finanzierungsfazilitäten beantragen, z. B. All Economic Sector, Automation & Digitalisation, Agrofood und Micro SME-Programme, vorbehaltlich der Zulassungskriterien jeder Fazilität und der Bewertung durch die teilnehmenden Finanzinstitute. 

Der staatliche Finanzgarantiegeber Danajamin wickelt zwei Garantieschemata ab: Das System DPGS i.H.v. 50 Mrd. RM bietet eine garantierte Deckung von 80%, um das Betriebskapital großer Unternehmen zu stützen (garantierte Mindestkreditgröße von 20 Mio. RM pro Unternehmen). SJPP i.H.v. 5 Mrd. RM ist das Pendant dazu für KMUs. 

Weitere Information und Notfallnummern 

AußenwirtschaftsCenter Kuala Lumpur: E kualalumpur@wko.at, T +60 3 2032 2830, M/WhatsApp +6012 2345 350

Österreichische Botschaft Kuala Lumpur: E kuala-lumpur-ob@bmeia.gv.at, T +60 20 300 400