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Coronavirus: Situation in Malaysia

Aktuelle Lage und Info-Updates

Das AußenwirtschaftsCenter Kuala Lumpur informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in Malaysia.

Stand: 26.8.2021

Aktuell & Wichtig

  • Am 16.08.2021 ist Premierminister Muhyiddin nach langem innenpolitischen Druck zurückgetreten. Der ehemalige stellvertretende Premier Ismail Sabri Yaakob wurde vom König als neuer Premierminister eingesetzt und mit der Bildung einer Übergangsregierung bis zu den allgemeinen Parlamentswahlen in 2022 beauftragt. Die innenpolitische Lage bleibt weiter instabil.
  • Nach wie vor besteht bis auf weiteres ein Einreiseverbot für Touristen. Eine Änderung über den Herbst ist nicht wahrscheinlich. Derzeit kommt es zudem zu Annulierungen und Verschiebungen von Fachmessen in das nächste Jahr wegen anhaltender Unsicherheiten, wann die Grenzen für normale Geschäftsreisende ohne Quarantäne geöffnet werden.
  • Malaysia befindet sich derzeit in einer Öffnungsphase über vier Phasen und unterschiedlichen Geschwindigkeiten je nach Bundesstaaten, bis voraussichtlich im November keine Einschränkungen landesweit bestehen sollten.
  • Österreichische Staatsbürger mit bestehenden Langfrist-Visa müssen für 14 Tage in Pflichtquarantäne in einem Hotel nach Wahl verbringen, bevor sie sich in Malaysia frei bewegen dürfen, egal ob bereits geimpft, genesen oder getestet. Man kann einen Antrag auf Heimquarantäne stellen, wenn man vollständig geimpft ist.
  • Ausländische Investoren, Techniker und Geschäftsreisende (für Produktvalidierung) können seit 5.3. über das Business Traveller Center für max. 2 Wochen ohne Quarantäneauflagen unter Begleitung eines Liaison Officers einreisen. 
  • Vollständig Geimpfte (14 Tage nach der 2. Dosis) genießen gewisse Erleichterungen wie die Erlaubnis zu Restaurantbesuchen oder zu mehr Bewegungsfreiheit innerhalb des Bundesstaats. Die freie Bewegung innerhalb Malaysias ist erst in Phase 4 gestattet.

Malaysia hatte die Covid-19-Pandemie mit relativ gutem Erfolg bewältigt, bis es ab April zur größten Welle mit bis zu 22.000 täglich neuen Krankheitsfällen gekommen ist und sich erst seit ein paar Tagen wieder etwas entspannt. Die Lage in Malaysia ist zwar ernst, aber unter Kontrolle. Die Bevölkerung hält sich im Großen und Ganzen an die rechtlichen Vorgaben, Verstöße werden drakonisch geahndet. Die Grundversorgung blieb stets aufrecht. Die Zahl neuer COVID19-Krankheitsfälle ist im Sinken begriffen. Sobald die Belastung für das Gesundheitssystem sinkt, neue Fällen stabil unter eine gewisse Grenze pro Bundesstaat fallen (die Durchimpfungsrate ist schon weit fortgeschritten), soll der aktuelle strikte Lockdown gelockert werden. Nachweislich Geimpfte erhalten mehr Freiheiten, wie Reisen, Hotelaufenthalte, Restaurantbesuche, wenn es die Entwicklung im Bundesstaat zulässt.

Einreise und Reisebestimmungen 

Erleichterung für GeimpfteErleichterung für GeneseneErleichterung für Getestete
JaNeinJa
Geimpfte (14 Tage nach 2. Dosis / 28 Tage bei einmaliger Dosis): Heimquarantäne bei Einreise erlaubtEin Genesener wird wie ein nicht Geimpfter behandelt.negativer PCR-Test als Voraussetzung für Einreise (14 Tage Quarantäne)

Einreise:

Einige internationale Fluglinien fliegen wieder Kuala Lumpur und andere Destinationen in Malaysia an, allerdings eingeschränkt auf malaysische Staatsbürger und Visumsinhaber mit langfristigem Aufenthalt sowie Ausländern mit besonderer Genehmigung (Vorabgenehmigung bei der malaysischen Immigrationsbehörde online zu beantragen). 

Sowohl kurzfristige als auch langfristige Geschäftsreisende können jetzt über ein spezielles Portal „OSC – One Stop Center“ eine Einreisegenehmigung beantragen. 

Für kurzfristige Geschäftsreisen ohne bestehendes Visum (u.a. My Travel Pass) ist der Prozess wie folgt:

Für langfristige (länger als 14 Tage) Geschäftsreisen ohne bestehendes Visum (u.a. Professional Visit Pass) ist der Prozess wie folgt:

Das Anlegen von Kreuzfahrtschiffen ist in allen malaysischen Häfen untersagt. Die ostmalaysischen Bundesstaaten Sabah und Sarawak verfügen über eine lokale Autonomie bei der Einwanderung an nationalen und internationalen Einreisestellen.

Die Einwanderungsbehörde (Immigration) hält die Grenzen dicht. Ausnahmen bestehen für Personen mit langfristigen Aufenthaltsbewilligungen wie Residence Pass-Talent (RP-T), Employment 1-3 Visa- und PVP - Professional Visit Pass-Inhabern sowie ihren Familienangehörigen. Alle diese Personen müssen sich einer 14-tägigen staatlichen Quarantäne in einem von der Regierung zugeteilten Hotel unterziehen (kostenpflichtiges Upgrade auf Wunsch-Hotel auf einer vorgegebenen Liste möglich) und die Kosten vor Einreise bezahlen, über eine gültige malaysische Aufenthaltsberechtigung und Einreisegenehmigung der malaysischen Immigration (gültig 60 Tage ab Ausstellungsdatum) verfügen (sämtliche Kosten für den COVID-19 Test sowie die Pflichtquarantäne oder für einen etwaigen Krankenhausaufenthalt bei positivem Testergebnis müssen vom Einreisenden selbst übernommen werden). Nach Genehmigung durch die malaysische Immigration stellt die malaysische Vertretungsbehörde eine Einreisebewilligung aus (Details).

Der kleine Grenzverkehr zwischen Malaysia und Singapur (Singapore-Malaysia Reciprocal Green Lane) für im anderen Land arbeitende Personen mit langfristigem Arbeitsvisum wurde aufgrund höherer Infektionszahlen in Malaysia von seiten Singapur bis auf weiteres ausgesetzt. Weitere Abkommen mit Nachbarländern („travel bubble“) sind noch ohne Ergebnis in Verhandlung.

Nähere Informationen zu den Einreisevorschriften finden Sie im Download- und Linkbereich.

Wir empfehlen die rechtzeitige Kontaktaufnahme mit der malaysischen Botschaft in Wien sowie der österreichischen Botschaft in Malaysia, welche administrativen Schritte Sie vor Abreise erfüllen müssen (siehe Reiseinformationen des BMEIA zu Malaysia).

Ausreise:

Es besteht ein generelles Ausreiseverbot für malaysische Staatsbürger betreffend internationale Reisen. Ausnahmen bestehen für malaysische Staatsangehörige, die über einen Aufenthaltstitel im Ausland verfügen oder die eine Wiedereinreisegenehmigung von Immigration erhalten. 

Ausländer erhalten die Erlaubnis für die Ausreise. Wenn Sie aber später wieder zurückkehren wollen, benötigen sie vorab eine Wiedereinreisegenehmigung von Immigration.

Reisen im Land:

Während der geltenden MCO sind in Malaysia zwischenstaatliche Reisen innerhalb Malaysia nur nach polizeilicher Genehmigung zulässig. Das gilt auch für Inlandsflüge. Unbeschränkte zwischenstaatliche Reisen für alle werden wahrscheinlich erst ab Oktober/November möglich sein, wenn sich das Land durchwegs in der 4. Phase befindet. 

Regelungen für den Güterverkehr

Die Häfen für Ein- und Ausfuhren von Gütern bleiben offen, es darf nur zu keiner Ein- und Ausreise von Personen kommen. Die Importprozedur läuft schleppender, da öffentliche Stellen einer maximalen „work from home“-Verordnung wo möglich folgen müssen. Die Landesgrenzübergänge zu angrenzenden Ländern bleiben geschlossen. 

Zwischenstaatliche Reisen innerhalb des föderalen Staates Malaysia ist auch für den Güterverkehr nach polizeilicher Genehmigung zulässig. 

Die Exportverbote für medizinische Verbrauchsartikel wurden aufgehoben.

Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

Am 4.5.2020 löste die CMCO die vom 18.03.-09.06.2020 geltende MCO-1 ab. Danach trat die RMCO in Kraft, die ab Mitte Oktober in den meisten Bundesstaaten wieder auf CMCO zurückgestellt wurde. Seit Mitte Dezember waren die meisten Bundesstaaten wieder in RMCO, allerdings wurden mit 14.1.2021 im Großraum Kuala Lumpur, Penang und Sabah und ab 01.02. in quasi ganz Malaysia (außer Sarawak) wieder Verschärfungen (MCO-2: max. Bewegungsfreiheit von 10km, Geschäftstätigkeit nur bei vorliegender Genehmigung mit Verpflichtung zu maximal möglicher Telearbeit) eingeführt. Mit 5.3.2021 wurde in Form einer CMCO im Großteil von Malaysia gelockert, bevor ab 1.6. wieder ein strikter Lockdown verordnet wurde, um den steigenden Fallzahlen Herr zu werden. 

Abhängig von der aktuellen Phase im National Recovery Plan gelten entsprechende Anordnungen („SOPs“) für die jeweiligen Sektoren. Geschäfte und Büros können mit einer Maximalbelegschaft im Betrieb arbeiten, sofern sie in die erlaubte Kategorie fallen. Produktionsbetriebe unter „essential services“ dürfen mit 60-100% Belegschaft je nach Anteil der vollständig Geimpften arbeiten. Die Vergabe von Genehmigungen wird strikt gehandhabt. 

Die Regierung schreibt vor, dass wirtschaftliche Tätigkeiten so weit wie möglich weiter von zu Hause aus erfolgen sollen. Der Tourismus- und Freizeitbereich bleibt außer für „essential services“ geschlossen. Parks und Schwimmbäder sind für voll Geimpfte zur Sportausübung wieder zugänglich.

Damit Produktionsbetriebe und die Bauwirtschaft arbeiten dürfen, müssen Beschäftigte alle 14 Tage einen COVID19-Antigentest machen. 

Es besteht eine Maskentragepflicht im öffentlichen Raum, andernfalls droht eine Geldstrafe von 300 EUR aufwärts.

Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Am 28.6.21 wurde das PEMULIH-Programm (National People’s Well-Being and Economic Recovery Package) im Umfang von 30 Mrd. EUR vorgestellt (Details für lokale Unternehmen und Gegenüberstellung zu vorhergehenden Maßnahmen). 

PEMERKASA Plus im Wert von 8 Mrd. EUR war die Initiative der Regierung, um die Herausforderungen bei der Durchsetzung von FMCO ab dem 01.06.2021 zu lindern.

Das Economic Stimulus Package soll lokale Unternehmen finanzielle Unterstützung im begrenzten Ausmaß gewähren, um die angespannte Situation besser zu überstehen. Es richtet sich speziell an KMU und umfasst: Lohnzuschüsse, Umsetzung von Lohnkürzungen und die Möglichkeit eines unbezahlten Urlaubs, Steuerabzug für reduzierte Mietsumme.

Es richtet sich speziell an KMUs und umfasst u.a.: Lohnzuschüsse; Programm zur Beibehaltung der Beschäftigung  bei Löhnen unter 4.000 RM; Umsetzung von Lohnkürzungen; Befreiung von bestimmten Abgaben (HRDF, Gastarbeiter); Steuerabzug für den Betrag der reduzierten Miete.

Die malaysische Nationalbank Bank Negara (BNM) hat verschiedene Unterstützungsmaßnahmen eingerichtet, wie z.B. eine „Special Relief Facility“ i.H.v. 10 Mrd. RM für kurzfristige Cashflow-Probleme unter KMUs aufgrund COVID19 geschaffen, die von den Kommerzbanken angeboten werden. KMUs, die von COVID-19 nicht beeinträchtigt werden, können über andere BNM-Finanzierungsfazilitäten beantragen, z. B. All Economic Sector, Automation & Digitalisation, Agrofood und Micro SME-Programme, vorbehaltlich der Zulassungskriterien jeder Fazilität und der Bewertung durch die teilnehmenden Finanzinstitute.

Der staatliche Finanzgarantiegeber Danajamin wickelt zwei Garantieschemata ab: Das System DPGS i.H.v. 50 Mrd. RM bietet eine garantierte Deckung von 80%, um das Betriebskapital großer Unternehmen zu stützen (garantierte Mindestkreditgröße von 20 Mio. RM pro Unternehmen). SJPP i.H.v. 5 Mrd. RM ist das Pendant dazu für KMUs.

Weitere Information und Notfallnummern 

AußenwirtschaftsCenter Kuala Lumpur: E kualalumpur@wko.at, T +60 3 2032 2830, M/WhatsApp +6012 2345 350

Österreichische Botschaft Kuala Lumpur: E kuala-lumpur-ob@bmeia.gv.at, T +60 20 300 400