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Coronavirus: Situation in der Türkei

Aktuelle Lage und Info-Update

Das AußenwirtschaftsCenter Istanbul bietet österreichischen Unternehmen laufend aktuelle Infos zum Coronavirus/COVID-19 in der Türkei.

Stand: 20.10.2020


Aktuell & Wichtig

  • Die Türkei befand sich seit Ende März aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus in einem Lockdown. Da seit 22. April ein rückläufiger Trend bei den Neuerkrankungen zu beobachten war, wurden ab Mai schrittweise Lockerungen erlaubt, die ein Wiederhochfahren der türkischen Wirtschaft ermöglichen sollen. Der erneute Anstieg bei den Infektionszahlen führte aber dazu, dass auf den Straßen, in Geschäften und in öffentlichen Einrichtungen erneut eine Pflicht zum Maskentragen eingeführt wurde.
  • Die Einreisebeschränkungen für ausländische Staatsangehörige in die Türkei wurden Anfang Juni wieder aufgehoben. Auch der nationale und internationale Flugverkehr wurde Anfang Juni wieder in Betrieb genommen.
  • Derzeit gilt für die Türkei eine Reisewarnung der Sicherheitsstufe 6.

Einreise und Reisebestimmungen

Siehe unser Merkblatt zu den „Ein- und Ausreisebestimmungen für die Türkei“ unter Downloads.

Regelungen für den Güterverkehr

Güterverkehr

  • Güterverkehr am Seeweg und per Bahn funktioniert gut
  • Frachtverkehr: Der Frachtverkehr auf dem Landweg mit der Türkischen Republik Nordzypern ist eingestellt. Die Grenzübergänge zu Georgien, Griechenland, Iran und Irak sind geöffnet. Am Grenzübergang Kapikule zu Bulgarien haben Fahrer im Güterverkehr die Möglichkeit, die Anmeldung für den Grenzübergang elektronisch durchzuführen.
  • Fahrer im Güterverkehr werden an der Grenze einer medizinischen Kontrolle unterzogen und dürfen, wenn keine Krankheitssymptome vorliegen, ein- und wieder ausreisen. Im Falle einer Einreise in die Türkei dürfen die Fahrer nur an bestimmten Raststätten halten.
  • Die gültigen Bestimmungen sind hier in englischer Sprache zu finden

Export- und Importregelungen

  • Wegen der Corona-Virus-Krise benötigt der türkische Exporteur/Produzent für den Export von Schutzmasken, medizinischen Handschuhen und sonstigen Arbeitsschutzbekleidungen eine Export-Erlaubnis. Für Schutzmasken aus Stoff ist seit 14.05. keine Exporterlaubnis mehr nötig.
  • Seit 20.4. werden bei der Einfuhr von bestimmten Produkten mit Nicht-EU-Ursprung in die Türkei Zusatzzölle in der Höhe von 5 % bis 50 % eingehoben. Für detaillierte Informationen siehe unsere Schlagzeile „Türkei verhängt für bestimmte Produkte Zusatzzölle für nicht EU-Ursprung“.

Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

  • Generell muss ein Mindestabstand zur nächsten Person eingehalten werden. An allen Orten, wo sich mehrere Menschen befinden, insbesondere auf Märkten und in Geschäften, gilt Maskenpflicht.
  • Alle öffentlichen Veranstaltungen wurden abgesagt, es wird empfohlen möglichst zu Hause zu bleiben und alle Verwandtenbesuche zu unterlassen. Das Verbot zur Durchführung von öffentlichen Veranstaltungen durch staatliche und staatsnahe Organisationen sowie von Verbänden wurde bis zum 01.12.2020 verlängert.
  • Mit 1. Juni wird die mit 16.3. verkündete Schließung aller Vergnügungs und Erholungsstätten (Parkanlagen, Strände etc.), touristischer Einrichtungen (Museen etc.) sowie gastronomischer Lokale wieder aufgehoben. Kinos und Theater bleiben bis auf weiteres noch geschlossen.
  • Einkaufszentren, Frisiersalons und andere Schönheitseinrichtungen, welche ebenfalls geschlossen waren, sind seit 11.5. wieder in Betrieb, jedoch mit Einschränkungen.
  • Das Ausgehverbot für Personen unter 18 Jahren wurde aufgehoben, wobei sie aber von Erwachsenen begleitet werden sollten. Ältere Menschen über 65 Jahren dürfen tagsüber die Wohnungen verlassen.
  • Beginnend mit 29.5. wurde das Freitagsgebet in Moscheen wieder erlaubt.
  • Um internationalen Touristen einen sicheren Urlaubsaufenthalt in der Türkei zu ermöglichen, wurde mit Mai ein „Zertifizierungsprogramm für gesunden Tourismus“ eingeführt, welches den Schutz der Touristen vor einer Ansteckung mit COVID 19 garantieren soll. Informationen dazu finden Sie hier 
  • Für das Buchen und den Check-in bei Inlandsflügen sowie bei Überlandbussen, Schiffen und Bahn in der Türkei benötigen türkische Staatsangehörige einen sogenannten HES-Code (Hayat Eve Sigar). Es ist geplant, die Verwendung des HES-Codes auch für den innerstädtischen Personentransport verpflichtend einzuführen. Für Ausländer ist der HES Code bei der Einreise nicht erforderlich, kann aber bei Weiterreisen im Inland sowie beim Zutritt von öffentlichen Stellen verlangt werden (siehe „Einreise und Reisebestimmungen“).

Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Der türkische Staatspräsident Tayyip Erdogan hat am 18. März 2020 ein Wirtschaftspaket im Ausmass von TRY 100 Mrd. (rund EUR 14 Mrd.) im Kampf gegen den Covid-19 Virus und seine Auswirkungen bekannt gegeben. Darin enthalten sind finanzielle Maßnahmen wie vorübergehende Steuersenkungen, Kurzarbeitsmodelle mit Entlassungsverbot sowie Sonderzahlungen für bedürftige Familien und Pensionisten.

Am 30.9.2020 wurde vom Wirtschafts- und Finanzminister Berat Albayrak ein neues Wirtschaftsprogramm für die Jahre 2021-2023 präsentiert, welches die Auswirkungen von COVID-19 auf die türkische Wirtschaft reduzieren und neues Wachstum ermöglichen soll. Ein Schwerpunkt wird dabei die Bekämpfung von Arbeitslosigkeit speziell bei Jugendlichen und bei älteren Personen über 50 Jahren sein. Mit flexiblen Arbeitskonditionen wie Kurzarbeit bei älteren Personen und gezielten berufsbildenden Maßnahmen für jüngere Personen soll die Arbeitslosigkeit von derzeit rund 13,8 % (2020) langfristig auf 10,9 % (2023) reduziert werden. Branchenschwerpunkte werden bei der produzierenden Industrie, bei Exporttätigkeiten und in der IKT gesetzt, wobei im IT Sektor kostenlose Ausbildungsmöglichkeiten angeboten werden.

Weitere Informationen und Notfallnummern