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Coronavirus: Situation in der Türkei

Aktuelle Lage und Info-Update

Das AußenwirtschaftsCenter Istanbul bietet österreichischen Unternehmen laufend aktuelle Infos zum Coronavirus/COVID-19 in der Türkei.

Stand: 02.07.2020


Aktuell & Wichtig

  • Die Türkei befand sich seit Ende März aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus in einem Lockdown. Da seit 22. April ein rückläufiger Trend bei den Neuerkrankungen zu beobachten war, wurden ab Mai schrittweise Lockerungen erlaubt, die ein Wiederhochfahren der türkischen Wirtschaft ermöglichen sollen. Beginnend mit 1. Juni wurden weitere Beschränkungen im öffentlichen Leben wieder zurückgenommen. 
  • Die Einreisebeschränkungen für ausländische Staatsangehörige in die Türkei wurden Anfang Juni wieder aufgehoben. Auch der nationale und internationale Flugverkehr wurde Anfang Juni wieder in Betrieb genommen.
  • Derzeit gilt für die Türkei eine Reisewarnung der Sicherheitsstufe 6.
  • Insgesamt wurden in der Türkei bislang rund 201.000 COVID Fälle gezählt, davon sind mehr als 5.150 Patientinnen und Patienten verstorben.
  • Mehr als die Hälfte (57 %) aller an COVID erkrankten Patienten sind wieder genesen.
  • Täglich werden rund 50.000 Tests durchgeführt.

Einreise und Reisebestimmungen

  • Flüge: Der Inlandsflugverkehr wurde mit 3. Juni wieder aufgenommen. Der internationale Flugverkehr wurde mit 10. Juni bzw. 11. Juni wieder aufgenommen. In einer ersten Stufe werden mehrere europäische Destinationen, darunter Wien und Salzburg sowie Frankfurt, Berlin, Düsseldorf und München angeflogen.
  • Einreise: Seit 11. Juni dürfen ausländische Staatsangehörige wieder in die Türkei einreisen. Österreichische Staatsangehörige benötigen für die Einreise KEIN Visum. Die Landgrenze zum Iran bleibt aber gesperrt. Alle Passagiere werden am Flughafen einer Gesundheitsprüfung mittels Wärmebildkameras unterzogen. Falls Symptome während des Gesundheitschecks auftreten, werden kostenlose PCR-Tests durchgeführt. 
  • Weiters muß jeder Passagier im Flugzeug ein sogenanntes Dokument zur "Erklärung des aktuellen Gesundheitszustands (Saglik Onam Formu)" zweimal ausfüllen. Ein Formular wird dem Flugbegleiter übergeben, das andere Formular wird vom Passagier bei der Passkontrolle vorgelegt.
  • In Flughäfen, welche stark von Touristen frequentiert werden wie Istanbul, Antalya, Mugla und Izmir, besteht für ausländische Einreisende die Möglichkeit zum Abschluß einer freiwilligen Krankenversicherung für die Dauer des Aufenthalts in der Türkei. Die Kosten für diese Krankenversicherung betragen je nach Versicherungsumfang bis zu EUR 23 und decken im Krankheitsfall die Behandlungskosten gegen COVID 19 in einem türkischen Krankenhaus.
  • Rückreise: Bei der Rückreise aus der Türkei nach Österreich muss sich der österreichische Staatsangehörige bei Ankunft in Österreich entweder in 14tägige Selbstisolation begeben oder einen PCR-Test vorweisen. Der PCR-Test kann entweder vor Abreise aus der Türkei gemacht werden oder bei Ankunft am Flughafen in Österreich. Aktuelle Informationen zur Einreise 
  • Drittstaatenangehörigen, die keine Aufenthaltsberechtigung in Österreich besitzen, ist die Einreise nach Österreich von außerhalb des Schengenraums untersagt.
  • Für das Buchen von Inlandsflügen und von internationalen Flügen sowie für Bus- und Zugreisen innerhalb der Türkei ist laut der Webpage des türkischen Gesundheitsministeriums hayatevesigar.saglik.gov.tr für türkische und ausländische Staatsangehörige ein sogenannter HES Code erforderlich, welcher über eine eigene App oder aber per SMS bzw. online angefordert werden kann. Auf den Webpages von Turkish Airlines und anderen türkischen Fluglinien wird aber von internationalen Fluggästen kein HES Code verlangt.
  • In türkischen Flughäfen gelten ab 1. Juni neue Regelungen für das Betreten und den Aufenthalt in den Terminals. Der Zutritt ist nur Reisenden gestattet, das Tragen von Schutzmasken ist verpflichtend. Als Handgepäck werden nur PC-Taschen, Handtaschen und Sachen für Kleinkinder zugelassen. 
  • Die Ausreise aus der Türkei für ausländische Staatsangehörige ist erlaubt. 
    Türkische Staatsangehörige dürfen nur ausreisen, wenn sie über einen gültigen Aufenthaltstitel im Zielland verfügen.
  • Inlandsreisen: Der seit 28.3. eingestellte Bahnverkehr wurde mit 27.5. wieder teilweise aufgenommen. Beginnend mit 1. Juni wurden Raststationen auf Überlandstraßen wieder geöffnet.
  • Gesundheitszeugnis: Wenn ein Zeugnis für einen Coronavirustest benötigt werden sollte, so kann dieses nach einem entsprechenden Test ausgestellt werden. Es muss allerdings mit mehreren Tagen gerechnet werden, bis ein Testergebnis vorliegt. Der Antrag dazu sollte vom Arbeitgeber kommen. Diese Tests machen alle Krankenhäuser (mit Infektionsabteilung) in allen größeren Städten. Für eine Auflistung der Krankenhäuser siehe die Webpage des türkischen Gesundheitsministeriums. Wichtig ist, dass es sich um einen molekularbiologischen Test (also COVID-PCR-Test) handelt und der Testbericht auf Deutsch oder Englisch ausgestellt wird. Es wird empfohlen, zusätzlich zum Testergebnis auch das Ärztliche Zeugnis des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (siehe Rubrik „Downloads“) auf Englisch oder Deutsch bestätigen zu lassen und dieses in Österreich bei der Wiedereinreise zusammen mit dem COVID-PCR-Test vorzuweisen.

Regelungen für den Güterverkehr

Güterverkehr

  • Güterverkehr am Seeweg und per Bahn funktioniert gut
  • Frachtverkehr: Der Frachtverkehr auf dem Landweg mit der Türkischen Republik Nordzypern ist eingestellt. Die Grenzübergänge zum Iran und Irak, welche geschlossen waren, wurden für den Frachtverkehr wieder geöffnet
  • Fahrer im Güterverkehr werden an der Grenze einer medizinischen Kontrolle unterzogen und dürfen, wenn keine Krankheitssymptome vorliegen, ein- und wieder ausreisen. Im Falle einer Einreise in die Türkei dürfen die Fahrer nur an bestimmten Raststätten halten.
  • Die gültigen Bestimmungen sind hier in englischer Sprache zu finden

Export- und Importregelungen

  • Wegen der Corona-Virus-Krise benötigt der türkische Exporteur/Produzent für den Export von Schutzmasken, medizinischen Handschuhen und sonstigen Arbeitsschutzbekleidungen eine Export-Erlaubnis. Für Schutzmasken aus Stoff ist seit 14.05. keine Exporterlaubnis mehr nötig.
  • Seit 20.4. werden bei der Einfuhr von bestimmten Produkten mit Nicht-EU-Ursprung in die Türkei Zusatzzölle in der Höhe von 5 % bis 50 % eingehoben. Für detaillierte Informationen siehe unsere Schlagzeile „Türkei verhängt für bestimmte Produkte Zusatzzölle für nicht EU-Ursprung“.

Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

  • Generell muss ein Mindestabstand zur nächsten Person eingehalten werden. In einigen Städten bzw. an allen Orten, wo sich mehrere Menschen befinden, insbesondere auf Märkten und in Geschäften, gilt Maskenpflicht.
  • Alle öffentlichen Veranstaltungen wurden abgesagt, es wird empfohlen möglichst zu Hause zu bleiben und alle Verwandtenbesuche zu unterlassen.
  • Mit 1. Juni wird die mit 16.3. verkündete Schließung aller Vergnügungs und Erholungsstätten (Parkanlagen, Strände etc.), touristischer Einrichtungen (Museen etc.) sowie gastronomischer Lokale wieder aufgehoben. Kinos und Theater werden mit 1. Juli wieder geöffnet.
  • Einkaufszentren, Frisiersalons und andere Schönheitseinrichtungen, welche ebenfalls geschlossen waren, sind seit 11.5. wieder in Betrieb, jedoch mit Einschränkungen.
  • Das Ausgehverbot für Personen unter 18 Jahren wurde aufgehoben, wobei sie aber von Erwachsenen begleitet werden sollten. Ältere Menschen über 65 Jahren dürfen tagsüber die Wohnungen verlassen.
  • Beginnend mit 29.5. wird das Freitagsgebet in Moscheen wieder erlaubt.
  • Um internationalen Touristen einen sicheren Urlaubsaufenthalt in der Türkei zu ermöglichen, wurde mit Mai ein „Zertifizierungsprogramm für gesunden Tourismus“ eingeführt, welches den Schutz der Touristen vor einer Ansteckung mit COVID 19 garantieren soll. Informationen dazu finden Sie hier 

Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Der türkische Staatspräsident Tayyip Erdogan hat am 18. März 2020 ein Wirtschaftspaket im Ausmass von TRY 100 Mrd. (rund 14 Mrd. Euro) im Kampf gegen den Covid-19 Virus und seine Auswirkungen bekannt gegeben. Darin enthalten sind

  • Finanzielle Maßnahmen wie Stundungen von Steuern, Senkung mancher Mehrwertsteuerbeträge, und Finanzhilfen für Exporteure.
  • Kurzarbeitsmodelle bzw flexible Arbeitszeitmodelle wurden von rund 200.000 Firmen eingeführt.
  • Ab 17.4. gilt ein Verbot Mitarbeiter für 3 Monate zu Entlassen, dafür dürfen Arbeitnehmer in unbezahlten Urlaub geschickt werden und erhalten dafür vom Staat rund 5 Euro pro Tag (halber Mindestlohn)
  • Die Grenzen für den Garantiefonds wurden von TRY 25 Mrd. auf TRY 50 Mrd. aufgestockt, um KMU’s zu unterstützen.
  • Die Mindestpension wird auf TRY 1.500 (rund 210 Euro) erhöht, Sonderzahlungen werden vorgezogen.
  • Für Sozialleistungen an bedürftige Familien sollen zusätzlich TRY 2 Mrd. bereit gestellt werden.

Weitere Informationen und Notfallnummern