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Coronavirus: Situation in der Schweiz und Liechtenstein

Das AußenwirtschaftsCenter Zürich informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in der Schweiz und Liechtenstein.

Aufgrund der aktuellen Coronavirus-Situation wurden alle Veranstaltungen abgesagt.

Webinare sollen österreichische Unternehmen in unseren wichtigen Nachbarmärkten auch weiterhin mit aktueller praktischer Information und Tipps versorgen:

Nachlese zum Webinar | Coronavirus in Deutschland, Italien & der Schweiz vom 27. März, 09:00 Uhr

Zur Präsentation

Diese Information wird laufend aktualisiert. Letzte Aktualisierung am 02.04.2020, 14.00 Uhr.

Bestimmungen bei grenzüberschreitender Dienstleistung Ö-CH / Meldung

  • Grundsätzlich wird aufgrund der Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19) allen Personen, die nicht über einen Aufenthaltstitel, eine Zusicherung der Bewilligung oder eine Meldebestätigung verfügen, die Einreise in die Schweiz verweigert.
  • Dienstleister jeder Branche (Montagemitarbeiter, entsandtes Personal, selbständige Dienstleistungserbringer), die in die Schweiz fahren, müssen bei der Einreise in die Schweiz eine eine gültige Meldebestätigung mitführen – auch wenn ihre Tätigkeit bislang nicht meldepflichtig war (siehe Anhang 5 der VEP-Weisungen). Die Regelung der 8 meldefreien Tage findet keine Anwendung à Die 8-Tage Voranmeldefrist gilt für alle.
  • In Bezug auf die Meldefrist gilt, dass die Meldung vor der Einreise zu erfolgen hat und auch vor der Einreise bestätigt werden muss. Die betroffenen Personen müssen nämlich, damit ihnen die Einreise überhaupt gewährt werden kann, über eine Meldebestätigung verfügen. Bei Tätigkeiten in den spezifischen Branchen wie Bauhaupt- und Nebengewerbe etc. muss weiterhin die Meldung mind. 8 Tage vor Arbeitsbeginn erfolgen.
  • Meldebestätigungen und Aufenthaltstitel (resp. die Zusicherung zur Bewilligung) werden jedoch nur noch bestätigt, resp. ausgestellt, wenn die Einreise einem wichtigen öffentlichen Interesse entspricht. Darunter zu verstehen sind Tätigkeiten, die für die Landesversorgung wichtig sind (z.B. Gesundheitswesen, Landwirtschaft, Lebensmittelversorgung). Vertragsunterzeichnungen, Kundenmeetings, etc. sind auf anderem Weg abzuhalten (Postweg, Telefonkonferenz, etc.).
  • Wie die Kantone das Rundschreiben des Staatsekretariats für Immigration in der Praxis umsetzen und entscheiden, was unter öffentliches Interesse fällt, ist noch unklar.
  • Diese Verordnung gilt nicht für Liechtenstein: Ein Grenzübertritt für die Dienstleistungserbringung in Liechtenstein ist noch möglich. Wir empfehlen, zusätzlich zur GLD-Meldebestätigung noch einen gültigen Reisepass oder Personalausweis mitzuführen. Weitere Informationen zu Liechtenstein können Sie der Website des Ausländer- und Passamtes entnehmen.
  • Rückreise nach Österreich: Die Rückreise nach dem Arbeitseinsatz in der Schweiz oder Liechtenstein zurück nach Österreich ist ohne Einschränkungen (z.B. ärztlich Attest, Heimquarantäne) möglich. 

Bestimmungen für Pendler-Berufsverkehr (Grenzgänger) und Warenverkehr  

  • Güterverkehr und Grenzgänger können ohne Einschränkungen die Schweizer Grenze passieren und wieder nach Österreich zurückkehren. Bei Warenlieferungen muss ein Warenlieferschein mitgeführt werden.
  • Die erwähnten Personengruppen können bei Verdacht zu einer medizinischen Überprüfung sowie zur Messung der Körpertemperatur verpflichtet werden.
  • Aktuell keine Änderungen bei den Lenk- und Ruhezeitbestimmungen.
  • Die Rückreise von der Schweiz oder Liechtenstein zurück nach Österreich ist ohne Einschränkungen (z.B. ärztlich Attest, Heimquarantäne) möglich
  • Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Fachverbandes Güterbeförderungsgewerbe.
  • Zur Aufrechterhaltung der Landesversorgung wurden an bestimmten Grenzübergängen für wichtige Güter vorrangige Fahrspuren («green lanes») für den Gütertransport sowie für einzelne Berufsgruppen eingeführt. Diese «green lanes» gelten für Warentransporte, wie
    • medizinische Güter
    • alle Lebensmittel inkl. Getreide, Futter und Düngemittel
    • Güter des Bereichs Mineralöl/Brennstoffe
    • Brief- und Paketpost gemäss Weltpostvertrag sowie folgende Berufsgruppen
    • Personal im Gesundheitswesen
    • Mitarbeiter von Blaulichtorganisationen
  • Lastwagen oder Personenwagen, die die obengenannten Voraussetzungen erfüllen, können an den Grenzübergängen oder im Inland die Green Lanes benutzen. Die Liste der Grenzübergänge mit den "green lanes" und Transitstrecken finden Sie hier.
  • Rückreise nach Österreich: Die Rückreise nach dem Arbeitseinsatz in der Schweiz oder Liechtenstein zurück nach Österreich ist ohne Einschränkungen (z.B. ärztlich Attest, Heimquarantäne) möglich. 

Bestimmungen für reisende Privatpersonen

  • Sämtlichen Personen, die über keine Schweizer Staatsbürgerschaft, keine eine gültige Aufenthalts- oder Arbeitsbewilligung in der Schweiz oder Liechtenstein verfügen, wird die Einreise verweigert.
  • Vom Einreiseverbot betroffen sind insbesondere Personen
    • die in der Schweiz eine Dienstleistung empfangen wollen;
    • Touristen, Besucher und Teilnehmende an Veranstaltungen,
    • die zu einer medizinischen Behandlung einreisen wollen;
    • die auf Stellensuche sind
    • oder die ein Gesuch für eine Aufenthaltsbewilligung einreichen wollen.
  • In Folgenden Fällen kann eine Einreise in die Schweiz gestattet werden:
    • Sie reisen lediglich zur Durchreise in die Schweiz ein mit der Absicht und der Möglichkeit, direkt in ein anderes Land weiter zu reisen.
    • Sie befinden sich in einer Situation der äussersten Notwendigkeit, beispielsweise bei Todesfall eines engen Familienangehörigen
  • Rückreise nach Österreich: Österreichische Privatpersonen mit Haupt,- Nebenwohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Österreich können ohne ärztliches Attest nach Österreich einreisen. Diese müssen sich jedoch zu einer 14-tägigen, selbstüberwachten Heimquarantäne verpflichten und dies mit ihrer Unterschrift bestätigen.
    • Im Falle eines negativen molekularbiologischen Tests auf SARS-CoV-2 kann die Heimquarantäne früher beendet werden.
  • Umgekehrt müssen Schweizer Staatsbürger, die zu privaten Zwecken nach Österreich einreisen wollen, ein ärztliches Zeugnis über ihren Gesundheitszustand vorweisen, dass der molekularische Test auf SARS-CoV-2 negativ ist. Das ärztliche Zeugnis darf bei der Einreise nicht älter als vier Tage sein. Aufgrund der mangelnden Testkapazitäten führt die Schweiz im Moment diese Tests nur auf Basis einer medizinischen Indikation durch und nicht zum Zwecke der Ausreise.

Grenzübergänge 

Folgende Grenzübergänge sind geöffnet:

BundeslandOrtLandGeöffnet für
TirolPfundsSchweizWaren- / Personenverkehr
VorarlbergMäderSchweizWaren- / Personenverkehr
VorarlbergLustenauSchweizWaren- / Personenverkehr
VorarlbergHohenemsSchweizWaren- / Personenverkehr
VorarlbergFeldkirch / TisisLiechtensteinWaren- / Personenverkehr
VorarlbergFeldkirch / NofelsLiechtensteinPersonenverkehr
VorarlbergGüterbahnhof WohlfurtSchweizWarenverkehr

Rund 130 kleinere Grenzübergänge sind geschlossen. Eine aktuelle Liste aller noch geöffneten Grenzübergänge von der Schweiz in die Nachbarländer finden Sie hier.


Öffentlicher Verkehr

  • Alle Flug- und Zugverbindungen zwischen Schweiz und Österreich wurden eingestellt.
  • Innerhalb der Schweiz kommt es vor allem im Fernverkehr zu Einschränkungen des öffentl. Verkehrs.
  • Züge des internationalen Fernverkehrs passieren nicht mehr die Grenze. Fernzüge von Wien/Graz nach Zürich enden am Bahnhof Feldkirch.

Öffentliche Einschränkungen und Verordnungen

  • Der Bundesrat hat für die Schweiz die «ausserordentliche Lage» erklärt. Die Unterschiedliche Herangehensweise in den verschiedenen Kantonen konnte mit der Ausrufung der «ausserordentlichen Lage» weitestgehend vereinheitlicht werden.
  • Ansammlungen über fünf Personen sowie öffentliche und private Veranstaltungen sind verboten
  • Non-Food-Läden, Restaurants, Bars, Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe sowie Schulen bleiben bis zum 19. April 2020 geschlossen.
  • Lebensmittelläden, Take-Aways, Betriebskantinen, Lieferdienste für Mahlzeiten und Apotheken, Tankstellen, Bahnhöfe, Banken, Poststellen, Hotels sowie die öffentliche Verwaltung und Werkstätten für Transportmittel bleiben geöffnet.
  • Ebenso werden Betriebe geschlossen, in denen die Abstandsregel nicht eingehalten werden kann, wie Coiffeursalons oder Kosmetikstudios
  • Liechtenstein und die Schweiz schließen alle öffentlichen und privaten Bildungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen bis zum 4. April
  • Die Kantone müssen für ein Betreuungsverbot für die Kinder sorgen. Kindertagesstätten dürfen nur geschlossen werden, wenn es andere Betreuungsangebote gibt.

Wirtschaftliche Schäden und staatliche Gegenmaßnahmen

  • Es wird mit einem starken Einbruch der Wirtschaftsleistung und einer Rezession gerechnet.
  • Deutliche, teils bedrohliche Einbußen erleben bereits die Tourismus- und die Veranstaltungsbranche. Mit der Ausrufung der «ausserordentlichen Lage» sind nahezu alle Branchen und Wirtschaftszweige betroffen.
  • Um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie abzufedern, stellt der Bundesrat bis zu 42 Milliarden Franken bereit:
    • 20 Mrd.: Liquiditätshilfen für Unternehmen in Form von Krediten durch die Hausbank mit Bürgschaft des Bundes
    • Ausweitung der Kurzarbeit
    • Entschädigung bei Erwerbsausfällen für Selbständige
    • Entschädigungen für Eltern, die ihre Kinder hüten müssen
    • Kulturbereich: 280 Millionen Franken Soforthilfe und Ausfallentschädigungen
    • Sport: 100 Millionen Franken für Sportorganisationen
    • Auch der Schweizer Tourismus soll unterstützt werden
  • Der Bundesrat hat für Betreibungsverfahren einen landesweiten Rechtsstillstand beschlossen. Alle Schuldner sind folglich ab 19.03.2020 für gut einen Monat vor Betreibungen geschützt. 

Bei Fragen können Sie sich direkt an das AußenwirtschaftsCenter Zürich oder an den Corona-Infopoint der WKO wenden.

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