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Coronavirus: Situation in der Schweiz und Liechtenstein

Aktuelle Lage und laufende Updates 

Das AußenwirtschaftsCenter Zürich informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in der Schweiz und Liechtenstein.

Stand: 19.10.2020, 10.00 Uhr | Diese Information wird laufend aktualisiert.


Aktuell & Wichtig 

In einer Medienkonferenz wurde vom Schweizer Gesundheitsminister Alain Berset mitgeteilt, dass sich neben Wien von nun an auch Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg und das Burgenland auf der Schweizer Quarantäne-Liste befinden. Jeder der ab Montag, 14.9. von Wien kommend in die Schweiz einreist (sowie ab Montag, 28.09. von Ober- oder Niederösterreich kommend, sowie ab 12.10 von Salzburg und Burgenland kommend) muss sich für 10 Tage in Quarantäne begeben. Diese Verordnung bezieht sich mit Stand 09.10. nur auf die Bundesländer Wien, Niederösterreich und Oberösterreich sowie Salzburg und Burgenland (mehr unter Neue Quarantäneregelung für Wien und OÖ und NÖ sowie Salzburg und Burgenland).


Einreise und Reisebestimmungen 

Bestimmungen bei Grenzüberschreitender Dienstleistung Ö-CH / Meldung

Am 27.5. wurde von Seiten des Bundesrats weitreichende Lockerungen bei den Schweizer Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus präsentiert, die auch einen großen Einfluss auf die Bestimmungen bei grenzüberschreitenden Dienstleistungen haben: 

Seit dem  8. Juni werden neue Meldungen wieder gemäß den üblichen Vorgaben von der Zeit vor Corona bearbeitet.

Rückreise nach Österreich: Die Rückreise nach dem Arbeitseinsatz in der Schweiz oder Liechtenstein zurück nach Österreich ist ohne Einschränkungen (z.B. ärztlich Attest, Heimquarantäne) möglich. 

Neu Quarantäneregelung für Wien (ab 14.9.) und OÖ&NÖ (ab 28.9.) sowie Salzburg und Burgenland (ab 12.10)

(Gültig für die Schweiz und Liechtenstein) 

Quelle: Schweizer Bundesamt für Gesundheit BAG und Schweizer Bundesrat

Ab 14.9.2020 sind Personen, die aus Wien (sowie ab Montag, 28.09. von Ober- oder Niederösterreich kommend, sowie ab 12.10 von Salzburg und Burgenland kommend) in die CH einreisen bzw. sich in den letzten 10 Tagen vor Einreise in die CH dort länger als 24 Stunden aufgehalten haben, verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in ihre Wohnung oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben. Sie müssen sich dann während 10 Tagen nach ihrer Einreise ständig dort aufhalten (Quarantäne). Sie müssen sich zudem binnen zwei Tagen bei den kantonalen Behörden melden und deren Anweisungen befolgen.

Ab dem 28.9.2020 gilt diese Quarantäneregelung auch für die Bundesländer Oberösterreich & Niederösterreich.

Ab dem 12.10.2020 gilt diese Quarantäneregelung auch für die Bundesländer Salzburg und Burgenland.

Einreisende aus anderen Bundesländern sind von dieser Quarantäneregelung nicht betroffen.  Die Quarantänepflicht gilt für Sie, wenn Sie sich länger als 24 Stunden in den letzten 10 Tagen vor Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben à Reisende aus Nichtrisikogebieten können trotzdem über den Flughafen Wien in die Schweiz reisen, wenn der Transit durch die Risikogebiete weniger als 24 Stunden dauert.

  • Wer die Meldepflicht nicht befolgt, d.h. sich nicht innert zwei Tagen nach der Einreise bei den kantonalen Behörden meldet, und wer sich einer Quarantäne entzieht, begeht nach Artikel 83 des Epidemiengesetzes eine Übertretung, die mit Geldstrafe (maximal
    CHF 10.000) bestraft wird, bei Fahrlässigkeit mit bis zu CHF 5.000.
  • Es sollen keine zusätzlichen Grenzkontrollen stattfinden.
  • Ein negatives Testergebnis hebt weiterhin weder die Quarantänepflicht auf, noch verkürzt es die Dauer der Quarantäne. Allerdings wurden die Berechnungsgrundlagen für die Quarantäne angepasst. So können die Kantone den Aufenthalt in einem anderen Bundesland als Wien bzw. einem Staat ohne erhöhtem Ansteckungsrisiko vor einer Einreise in die Schweiz anrechnen und die Dauer der Quarantäne in der Schweiz entsprechend kürzen.  
  • LINK zur Verordnung des BAG

Ausnahmen zur Quarantäne-Regelung

  1. beruflich grenzüberschreitende Personen, die Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren;
  2. deren Tätigkeit zwingend notwendig ist für die Aufrechterhaltung: der Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens, der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, der Funktionsfähigkeit von institutionellen Begünstigten im Sinne von Artikel 2 Absatz 1 des Gaststaatgesetzes vom 22. Juni 2007, der diplomatischen und konsularischen Beziehungen der Schweiz;
  3. im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit in Unternehmen des Eisenbahn-, Bus-, Schiffs- oder Flugverkehrs grenzüberschreitend Personen befördern und sich dafür im Staat oder Gebiet mit erhöhtem Ansteckungsrisiko aufgehalten haben;
  4. täglich oder für bis zu 5 Tage beruflich oder medizinisch notwendig und unaufschiebbar veranlasst in die Schweiz einreisen;
  5.  sich als Transitpassagiere weniger als 24 Stunden in einem Staat oder Gebiet mit erhöhtem Ansteckungsrisiko aufgehalten haben lediglich zur Durchreise in die Schweiz einreisen mit der Absicht und der Möglichkeit, direkt in ein anderes Land weiterzureisen.

Für weitere Informationen können Sie sich jederzeit auch beim Schweizer Bundesamt für Gesundheit BAG informieren: 
Homepage mit Q & A

Helpline (längere Wartezeiten): +41 58 464 44 88 (6 bis 23 Uhr)

Bestimmungen für reisende Privatpersonen

Am 27.5 wurde von Seiten des Bundesrates beschlossen, dass seit dem 15. Juni gegenüber Deutschland, Österreich und Frankreich alle Grenzkontrollen aufgehoben werden «Es wird wieder so sein wie vor Corona». (Ausnahme: Quarantäne-Regelung für Wien ab 14.09.: siehe Punkt Neue Quarantäneregelung für Wien ab 14.09. oben). 

» Weitere Informationen zu den Reiserestriktionen und Empfehlungen des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten EDA

Nach wochenlangen Corona-Beschränkungen stellte auch Österreich mittlerweile die vollständige Reisefreiheit zu den Nachbarländern wieder her. Wer aus diesen Ländern nach Österreich einreist, muss weder in Quarantäne und auch keinen negative Covid-Test mehr nachweisen.

Rückreise nach Österreich

Seit Donnerstag, 4.6 ist die vollständige Reisefreiheit zwischen Ö und CH wiederhergestellt (Ausnahme: Quarantäne-Regelung für Wien ab 14.09.: siehe Punkt Neue Quarantäneregelung für Wien ab 14.9. oben). – unabhängig des Grundes für die Reise. 

Aufenthalts- und Grenzgängerbewilligungen 

Seit 8. Juni bearbeiten die Kantone wieder generell alle Gesuche um eine Aufenthalts- oder Grenzgängerbewilligung von Erwerbstätigen aus einen EU- oder EFTA-Staat. Das Gleiche gilt für Meldungen über den Stellenantritt für einen kurzfristigen Arbeitseinsatz bei einem Arbeitgeber in der Schweiz.

Grenzübergänge

Seit dem 15. Juni 2020 sind alle Grenzübergänge wieder geöffnet, der private Reiseverkehr sowie Handelsverkehr sind wie gewohnt erlaubt. Auch im Zuge der neuen Quarantäneregelung für Wien sollen keine zusätzlichen Grenzkontrollen stattfinden.

Obwohl die Grenzübergängen wieder geöffnet sind, müssen sich Einreisende aus gewissen Staaten und Gebieten (aktuelle Liste verlinkt) in Quarantäne begeben.

Öffentlicher Verkehr

Alle Flug- und Zugverbindungen zwischen Schweiz und Österreich wurden im Zuge der Krise eingestellt eingestellt. Mit 22. Mai wurde dieses Verbot aufgehoben. Seit 2. Juni nehmen die ÖBB die internationale Fernverbindung Wien – Feldkirch – Zürich (bzw. umgekehrt) wieder auf. Ob Ihre gewünschten Verbindungen von Seiten der Betreiber schon angeboten werden, entnehmen Sie bitte der Website der Oebb oder der verschiedenen Airlines.

Innerhalb der Schweiz funktioniert der gesamte öffentliche Verkehr wieder nach dem ordentlichen Fahrplan ohne Einschränkungen. 

Personen ab zwölf Jahren müssen im gesamten öffentlichen Verkehr eine Maske tragen. Die Maskenpflicht gilt in Zügen, Trams und Bussen ebenso wie in Flugzeugen, Bergbahnen, Seilbahnen oder auf Schiffen.

Reisen mit dem eigenen Fahrzeug

Aktuell gibt es keine Beschränkungen, wenn Sie Ihre Reise in der Schweiz mit dem eigenen Fahrzeug antreten. 


Regelungen für den Güterverkehr

Der grenzüberschreitende Bahnverkehr funktioniert zurzeit ohne Einschränkungen. Beim Strassenverkehr hat es teilweise Wartezeiten an den Grenzen gegeben. Deshalb hat der Zoll sogenannte «green lanes» eingeführt. Diese sind für den Transport von versorgungsrelevanten Gütern reserviert und bleiben auch während der normalen Lage in Kraft. (Eidg. Zollverwaltung, Richtlinie 10-27 Benutzung von vorrangigen Fahrspuren im Strassenverkehr (sogenannte «Green Lanes») für bestimmte Warenkategorien).

Der Güterverkehr innerhalb der Schweiz funktioniert ohne Einschränkungen. 


Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

Aufgrund der massiv in die Höhe geschnellten Infektionszahlen im Oktober 2020 verhängte der Bundesrat am Sonntag, 18.10 eine Reihe von Verschärfungen:

Ausgeweitete Maskentragepflicht

Für folgende Bereiche des täglichen Lebens gilt von nun an eine Maskentragepflicht:

  • Öffentlicher Verkehr (wie bisher), Bahnhöfe, Haltestellen, Flughäfen, Läden, Poststellen, Reisebüros, Museen, Bibliotheken, Restaurants, Bars, Clubs, Sportanlagen (Eingang und Garderobe), Kinos, Theater, Konzertlokale, Arztpraxen, Spitäler, Verwaltungen und religiöse Einrichtungen.

Versammlungen und Veranstaltungen

  • Spontane Ansammlungen von mehr als 15 Personen sind verboten.
  • Für Veranstaltungen zwischen 16 und 100 Personen besteht eine Maskentragepflicht sowie eine Verpflichtung zur Erhebung der Kontaktdaten. Darüber hinaus darf in diesem Fall die Konsumation nur sitzend erfolgen.
  • Bei Veranstaltungen über 100 Personen muss ein Schutzkonzept ausgearbeitet werden

Restaurants, Bars und Nachtclubs

  • Sitzpflicht: In Restaurants, Bars, Clubs und Tanzlokalen dürfen Essen und Getränke nur sitzend konsumiert werden (drinnen und draußen).

Demonstrationen

  • Spontane Ansammlungen von mehr als 15 Personen sind verboten.

Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Es wird mit einem starken Einbruch der Wirtschaftsleistung und einer Rezession (Einbruch der Wirtschaftsleistung zwischen 5 und 8 Prozent) gerechnet.

Deutliche, teils bedrohliche Einbußen erleben bereits die Tourismus- und die Veranstaltungsbranche. Durch die Ausrufung der "ausserordentlichen Lage" waren nahezu alle Branchen und Wirtschaftszweige betroffen.

Um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie abzufedern, stellt der Bundesrat bis zu 42 Milliarden Franken bereit:

  • 40 Mrd CHF.: Liquiditätshilfen für Unternehmen in Form von Krediten durch die Hausbank mit Bürgschaft des Bundes. Aufgrund der großen Nachfrage wurde das ursprünglich geplante Budget von 20 Mrd auf 40 Mrd. CHF verdoppelt.
  • Zahlungsaufschub bei Sozialversicherungsbeiträgen (Den von der Krise betroffenen Unternehmen kann ein vorübergehender, zinsloser Zahlungsaufschub für die Beiträge an die Sozialversicherungen (AHV/IV/EO/ALV) gewährt werden. Die Unternehmen haben zudem die Möglichkeit, die Höhe der regelmäßigen Akontobeiträge an die AHV/IV/EO/ALV anpassen zu lassen, wenn die Summe ihrer Löhne wesentlich gesunken ist. Dasselbe gilt für Selbstständige, deren Umsätze eingebrochen sind. Zuständig für die Prüfung der Zahlungsaufschübe und der Reduktion der Akontobeiträge sind die AHV-Ausgleichskassen)
  • Ausweitung der Kurzarbeit, die aufgrund einer Gesetzesanpassung auch auf Angestellte in befristeten Arbeitsverhältnissen, für Personen im Dienste einer Organisation für Temporärarbeit, auf Lehrlinge und auf «arbeitgeberähnliche Angestellte» angewendet werden kann.
  • Neu ist auch die Änderung, dass Arbeitnehmer nicht zuerst alle Überstunden abbauen müssen, bevor sie von der Kurzarbeitsentschädigung profitieren können.
  • Entschädigung bei Erwerbsausfällen für Selbständige
  • Entschädigungen für Eltern, die ihre Kinder hüten müssen
  • Kulturbereich: 280 Millionen Franken Soforthilfe und Ausfallentschädigungen
  • Sport: 100 Millionen Franken für Sportorganisationen
  • Auch der Schweizer Tourismus soll unterstützt werden

Der Bundesrat hat für Betreibungsverfahren einen landesweiten Rechtsstillstand beschlossen. Alle Schuldner waren folglich bis 19.4.2020 vor Betreibungen geschützt. Der Betreibungsstillstand wurde aber nicht über den 19. April hinaus verlängert.

Haftungsausschluss

Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen jedoch ohne Gewähr. Eine Haftung der Wirtschaftskammer Österreich ist ausgeschlossen.


Weitere Informationen und Notfallnummern 

Bei Fragen können Sie sich direkt an das AußenwirtschaftsCenter Zürich oder an den Corona-Infopoint der WKO wenden.

Die neuesten gesundheitsrechtlichen Informationen und Verordnungen zur Bekämpfung des Virus finden Sie auf der Seite des Bundesamts für Gesundheit.