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Coronavirus: Situation in der Schweiz und Liechtenstein

Aktuelle Lage und laufende Updates 

Das AußenwirtschaftsCenter Zürich informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in der Schweiz und Liechtenstein.

Stand: 07.05.2021 | 09:00 Uhr 


Aktuell & Wichtig 

Einreise in die Schweiz und nach Liechtenstein (alle unter diesem Absatz angeführten Informationen beziehen sich sowohl auf die Schweiz als auch auf Liechtenstein).

Mit 8.2.2021 kommt in der Schweiz eine neue Einreiseverordnung, die veränderte Test-, Melde-, und Quarantänepflichten, mit sich bringt in Kraft. Mit 22.3. werden neben den Bundesländern Salzburg, Niederösterreich und Kärnten auch Wien, Oberösterreich und das Burgenland auf die Schweizer Quarantäne-Liste aufgenommen. Die Steiermark ist seit dem 22.4. nicht mehr auf der Liste. 

Beispiele für Reisende aus Österreich in die Schweiz ab 8.2.2021:

  • Ein Einreisender aus einem Risikogebiet (seit dem 6.5. nur mehr die Bundesländer Salzburg und Oberösterreich führt eine notwendige und unaufschiebbare Geschäftsreise in der Schweiz durch.
    • Nach Art.8; c der angefügten Verordnung sind diese Personen von der Test- und Quarantänepflicht ausgenommen. Nichtsdestotrotz besteht für alle Reisenden aus Risikogebieten eine online-Registrierungspflicht.
      » Zur Registrierung
  • Ein Monteur reist von einem Nicht-Risikogebiet (z.B. Steiermark) in die Schweiz ein.
    • Es besteht keine Test- und Quarantänepflicht. Falls die Einreise mit Bahn, Bus, Schiff oder Flugzeug erfolgt, müssen die Daten elektronisch erfasst werden. Falls die Einreise mit einem Privatkraftfahrzeug erfolgt, besteht auch keine Registrierungspflicht.
      PCR-Test bei der Einreise mit dem Flugzeug: Grundsätzlich sind Luftverkehrsunternehmen nach Art. 5 verpflichtet, allen in die Schweiz reisenden Personen ohne negativen PCR-Test den Zutritt zum Flugzeug schon beim Abflugs-Airport zu verweigern.
  • Eine Privatperson aus Vorarlberg reist in die Schweiz (im Falle einer beruflichen Reise gilt dieselbe Antwort).
    • Gebiete an der Grenze zur Schweiz, mit denen ein enger wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und kultureller Austausch stattfindet, sind von den Test-, Melde-, und Quarantänepflichten bei der Einreise in die Schweiz ausgenommen. Beachten Sie hierbei jedoch bitte die Bestimmungen bei der Rückreise nach Österreich. 

Ab dem 8.2. müssen Einreisende aus Staaten oder Gebieten mit erhöhtem Ansteckungsrisiko bei Einreise in die CH einen negativen PCR-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden ist. Nach Einreise müssen sie sich wie bisher in eine 10-tägige (Heim-)Quarantäne begeben. Diese Quarantäne kann ab dem 7. Tag beendet werden, wenn ein negatives Resultat eines Antigen-Schnelltests oder PCR-Tests vorliegt.

Bei Flugreisen in die Schweiz ist ab 8.2. generell, also auch aus Ländern, die nicht zu den Risikogebieten zählen, ein negatives PCR-Testresultat vorzuweisen. Die Kontrolle erfolgt vor dem Einsteigen ins Flugzeug.

Ab dem 8.2. müssen neu auch Einreisende aus Staaten oder Gebieten ohne erhöhtes Ansteckungsrisiko mittels eines elektronischen Einreiseformulars ihre Kontaktdaten angeben. Dies gilt bei Einreise per Flugzeug, Schiff, Bus oder Zug einreisen (Bisher wurden nur Kontaktdaten von Personen aus Risikogebieten systematisch erfasst). Weiterführende Informationen sowie die Ausnahmeregelungen zu dieser Verordnung finden Sie unter dem Punkt «Einreise- und Reisebestimmungen» und der angeführten Verordnung rechts unter dem Feld «Downloads».

» Zur Registrierung

Zudem befinden sich aktuell die Bundesländer Salzburg und Oberösterreich auf der Schweizer Quarantäneliste (mit  6.5. wurden jedoch alle Bundesländer bis auf Salzburg und Oberösterreich von der Liste entfernt) was mit verschärften Einreisebestimmungen einher geht (siehe Punkt: Neue Einreiseverordnung ab 8. Februar).

Einreise nach Österreich

Die österreichische Regierung teilte am 2.12.2020 mit, dass alle Länder mit einer 14-Tage-Inzidenz (Corona-Fälle innerhalb der letzten 14 Tage pro 100'000 Einwohner) von über 100 ab 19.12. als Risikogebiete gelten sollten. Folglich müssen sich Einreisende aus der Schweiz und Liechtenstein ab 19. Dezember für zehn Tage in Quarantäne begeben, freitesten ist nach fünf Tagen möglich. .

Achtung: Mit den generellen Lockerungsschritten in Österreich ab dem 19. Mai 2021 soll es auch zu einem Wegfall der Quarantänepflicht in Österreich bei der Einreise aus vielen EU-Ländern kommen. Ausgenommen davon sind jedoch Hochinzidenzgebiete. Da die Novellierung der Einreiseverordnung jedoch noch nicht abgeschlossen ist, lässt sich mit heutigem Stand noch nicht sagen, ob und wie Einreisende aus der Schweiz von dieser Veränderung profitieren können.

Ab dem 15.1. müssen sich alle nach Österreich einreisenden Personen grundsätzlich vor der Einreise nach Österreich elektronisch registrieren, außer sie fallen unter bestimmte Ausnahmen (siehe dazu weiter unten). Dabei sind folgende Daten bekanntzugeben (Verordnung und die ab 15.1. gültige Rechtslage | die ab 10.2. gültige Novelle der Einreiseverordnung (BGBLA2021II52):

  • Vor- und Nachname
  • Geburtsdatum
  • Wohn- oder Aufenthaltsadresse (falls davon abweichend Ort der Quarantäne)
  • Datum der Einreise
  • etwaiges Datum der Ausreise
  • Abreisestaat oder -gebiet
  • Aufenthalt während der letzten zehn Tage vor der Einreise
  • Kontaktdaten (Telefonnummer, E-Mail-Adresse)
  • Vorliegen eines ärztlichen Zeugnisses (Anm.: über einen negativen COVID-PCR-Test oder negativen COVID-Antigen-Test; die Probenahme darf zum Zeitpunkt der Einreise max. 72 h alt sein) 

Für berufstätige Personen gibt es umfangreichen Ausnahmeregelungen (Nichtsdestotrotz ist auch in diesem Fall eine Online-Registrierung notwendig):

Die Einreise im Rahmen des regelmäßigen Pendlerverkehrs 

  1. zu beruflichen Zwecken, 
  2. zur Teilnahme am Schul- und Studienbetrieb, 
  3. zu familiären Zwecken oder zum Besuch des Lebenspartners,

ist mit einem ärztlichen Zeugnis oder einem in Österreich ausgestellten Testergebnis, das bei der Einreise nicht älter als sieben Tage ab dem Zeitpunkt der Probenentnahme ist, möglich. Kann das ärztliche Zeugnis oder das Testergebnis nicht vorgelegt werden, ist unverzüglich, jedenfalls binnen 24 Stunden nach der Einreise, ein molekularbiologischer Test auf SARS-CoV-2 oder Antigen-Test auf SARS-CoV-2 durchführen zu lassen.

Unter dem regelmäßigen Pendlerverkehr ist die sich wiederholende – also mindestens monatliche – Einreise zu beruflichen Zwecken, zur Teilnahme am Schul- und Studienbetrieb oder zu familiären Zwecken oder zum Besuch des Lebenspartners zu verstehen. Dies ist im Falle einer Kontrolle glaubhaft zu machen.

Vor der Einreise bzw. Wiedereinreise nach Österreich ist das Pre-Travel-Clearance-Formular (möglichst elektronisch) auszufüllen. Diese Registrierung ist bei jeder Änderung der angegebenen Daten zu erneuern; spätestens jedoch bei Vorlage eines neuen ärztlichen Zeugnisses oder Testergebnisses. Somit ist jedenfalls nach sieben Tagen eine erneute Registrierung notwendig.

Die folgenden Personen müssen keine Quarantäne antreten, wenn sie bei Einreise ein ärztliches Zeugnis vorweisen können, das einen negativen PCR- oder Antigen-Test bestätigt und die Testung nicht länger als 72 Stunden zurückliegt (Formular für das ärztliche Zeugnis; nichtsdestotrotz müssen sich auch diese Personen über das Pre-Travel-Clearance-Formular registrieren): 

  • Humanitäre Einsatzkräfte
  • Beruflich Reisende (darunter fallen z.B. auch 24-h-BetreuerInnen)
  • Einreisende aufgrund einer gerichtlichen Ladung
  • Medizinische Begleitpersonen
  • DiplomatInnen mit Legitimationskarte

Kann ein solches Zeugnis oder Testergebnis nicht vorgelegt werden, ist unverzüglich eine zehntägige Quarantäne anzutreten. Ist ein währenddessen in Österreich durchgeführter molekularbiologischer Test auf SARS-CoV-2 oder Antigen-Test auf SARS-CoV-2 negativ, gilt die Quarantäne als beendet.

Für die folgenden Personen ist die Einreise ohne Einschränkungen (bzw. ohne Online-Registrierung) möglich (diese Ausnahmegründe müssen bei einer behördlichen Überprüfung glaubhaft gemacht werden):

  • Personen, die im zwingendem Interesse der Republik einreisen.
  • Transitpassagiere
  • Personen, die zur Inanspruchnahme unbedingt notwendiger medizinischer Leistungen einreisen
  • Personen, die ausländisches Territorium durchqueren (z.B. das Große Deutsche Eck)
  • Personen, die im Rahmen der Durchführung einer beruflichen Überstellungsfahrt/eines beruflichen Überstellungsfluges einreisen
  • Personen, die aus ausschließlich zwingenden Gründen der Tierversorgung oder für land- und forstwirtschaftlich erforderliche Maßnahmen im Einzelfall

Ebenso ist die Einreise aus unvorhersehbaren, unaufschiebbaren, besonders berücksichtigungswürdigen Gründen im familiären Kreis wie insbesondere schwere Krankheitsfälle, Todesfälle, Begräbnisse, Geburten sowie die Betreuung von unterstützungsbedürftigen Personen in Notfällen, uneingeschränkt möglich.

Verordnung (sowie Downloadbereich rechts) | die ab 10.2. gültige Novelle der Einreiseverordnung (BGBLA2021II52)


Einreise und Reisebestimmungen 

Erleichterung für GeimpfteErleichterung für GeneseneErleichterung für Getestete
NeinJaNein
Aktuell keine Einreiseerleichterungen für geimpfte Personen.Menschen, die den Nachweis erbringen, dass sie sich innerhalb der letzten drei Monate vor der Einreise in die Schweiz mit Sars-CoV-2 angesteckt haben und als geheilt gelten, sind bei der Einreise aus Risikogebieten von der Test- und Quarantänepflicht ausgenommen.Bei Einreisen mit dem Flugzeug muss ein negativer (max. 72 Stunden alter) PCR-Test mitgeführt werden. Nichtsdestotrotz müssen sich Einreisende aus Risikogebieten trotz eines negativen Tests nach der Einreise in Quarantäne begeben.

Bestimmungen bei Grenzüberschreitender Dienstleistung Ö-CH / Meldung

Am 27.5. wurde von Seiten des Bundesrats weitreichende Lockerungen bei den Schweizer Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus präsentiert, die auch einen großen Einfluss auf die Bestimmungen bei grenzüberschreitenden Dienstleistungen haben: 

  • Seit dem 8.6. werden neue Meldungen wieder gemäß den üblichen Vorgaben von der Zeit vor Corona bearbeitet.
  • Die Einreise in die Schweiz aus Österreich ist (Ausnahme: Bundesland Salzburg, siehe unten) ohne Einschränkungen (z.B. ärztlich Attest, Heimquarantäne) möglich. Aus Nicht-Risikogebieten wird ab 8.2.2021 eine elektronische Registrierung erforderlich.

Neue Einreiseverordnung ab 8.2.2021 für die Schweiz und Liechtenstein

Mit 8.2.2021 kommt in der Schweiz und Liechtenstein eine neue Einreiseverordnung, die veränderte Test-, Melde-, und Quarantänepflichten, mit sich bringt, in Kraft. (Ausnahmeregelungen für berufliche Reisen: siehe Punkt 4.: Ausnahmen zu den Test- und Quarantänepflichten). Bitte beachten Sie weiters den Punkt 5: „Praxisbeispiele für Reisende aus Österreich in die Schweiz“. 

Zudem befinden sich aktuell die Bundesländer Salzburg und Oberösterreich auf der Schweizer Quarantäneliste (mit 6.5.wurden jedoch alle Bundesländer bis auf Salzburg und Oberösterreich von der Liste entfernt) was mit verschärften Einreisebestimmungen einher geht (siehe Punkt: Neue Einreiseverordnung ab 8. Februar). (siehe Punkte 1 – 5). Die europäischen Regionen, die sich neben den österr. Bundesländern aktuell nach der Einreise in die Schweiz bzw. nach LIE in Quarantäne begeben müssen, finden Sie auf der BAG-Infoseite.

1.) Veränderte Meldepflichten

  • Personen, die aus einem Staat oder Gebiet mit erhöhtem Ansteckungsrisiko in die Schweiz einreisen (seit dem 6.5. nur mehr die Bundesländer Salzburg und Oberösterreich), müssen ihre Kontaktdaten vor der Einreise wie folgt erfassen:
    à elektronisch über die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) zur Verfügung gestellte Plattform für die Kontaktdatenerfassung für Reisende.
    » Zur Registrierung
    à auf den vom BAG in Papierform zur Verfügung gestellten Kontaktkarten.
  • Personen, die aus Staaten oder Gebieten ohne erhöhtes Ansteckungsrisiko in die Schweiz einreisen, müssen ihre Kontaktdaten elektronisch oder auf Papier nur erfassen, wenn die Einreise mit Bahn, Bus, Schiff oder Flugzeug erfolgt.
  • Ausgenommen von dieser Pflicht sind Personen, die aus Gebieten an der Grenze zur Schweiz einreisen, mit denen ein enger wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und kultureller Austausch stattfindet (z.B. Vorarlberg).

2) Veränderte Testpflichten

  • Folgende Personen müssen nachweisen, dass sie sich innerhalb der letzten 72 Stunden mit einer molekularbiologischen Analyse auf Sars-CoV-2 haben testen lassen und das Ergebnis des Tests negativ ausgefallen ist
    • Personen, die in die Schweiz einreisen und sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 10 Tagen vor der Einreise in einem Staat oder Gebiet mit erhöhtem Ansteckungsrisiko aufgehalten haben (seit dem 6.5. nur mehr die Bundesländer Salzburg und Oberösterreich)
    • Personen, die mit dem Flugzeug aus einem Staat oder Gebiet auch ohne erhöhtes Ansteckungsrisiko in die Schweiz einreisen.
  • Personen aus Risikoländern, die bei der Einreise in die Schweiz keinen Test mit negativem Ergebnis vorweisen können, müssen sich unverzüglich nach der Einreise und nach Absprache mit der zuständigen kantonalen Behörde auf eigene Kosten testen lassen:
    • mit einer molekularbiologischen Analyse auf Sars-CoV-2; oder
    • mit einem Sars-CoV-2-Schnelltest.

3) Veränderte Quarantänepflichten

  • Personen, die in die Schweiz einreisen und sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 10 Tagen vor der Einreise in einem Staat oder Gebiet mit erhöhtem Ansteckungsrisiko aufgehalten haben (seit dem 6.5. nur mehr die Bundesländer Salzburg und Oberösterreich sind verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in ihre Wohnung oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben. Sie müssen sich während 10 Tagen nach ihrer Einreise ständig dort aufhalten (Einreisequarantäne). Dies erfolgt bei Einreisenden aus Risikoländern zusätzlich zu den erweiterten Testpflichten.
  • Personen in Einreisequarantäne können die Quarantäne vorzeitig beenden, wenn:
    à sie der zuständigen kantonalen Behörde das negative Resultat eines auf eigene Kosten durchgeführten PCR- oder Antigen-Tests vorlegen, wobei die Analyse frühestens am siebten Tag durchgeführt worden sein darf.
    à die kantonalen Behörden der frühzeitigen Beendigung der Quarantäne zusätzlich zum negativen Testergebnis auch zustimmen.
  • Ist die Person über einen Staat oder ein Gebiet ohne erhöhtes Ansteckungsrisiko eingereist, so kann die zuständige kantonale Behörde die Dauer des Aufenthalts in diesem Staat oder Gebiet an die Quarantäne nach anrechnen.

4) Ausnahmen zu den Test- und Quarantänepflichten

Von der Test- und Quarantänepflicht nach Artikel 7 ausgenommen sind Personen:

  • deren Tätigkeit in der Schweiz zwingend notwendig ist für die Aufrechterhaltung:
  • à der Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens,
  • à der öffentlichen Sicherheit und Ordnung,
  • à der Funktionsfähigkeit von institutionellen Begünstigten im Sinne von Artikel 2 Absatz 1 des Gaststaatgesetzes vom 22.6.2007,
  • à der diplomatischen und konsularischen Beziehungen der Schweiz;
  • die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit grenzüberschreitend Personen oder Güter befördern;
  • die aus wichtigen beruflichen oder medizinischen Gründen und ohne Möglichkeit eines Aufschubs in die Schweiz einreisen;
  • die sich aus wichtigen beruflichen oder medizinischen Gründen und ohne Möglichkeit eines Aufschubs in einem Staat oder Gebiet mit erhöhtem Ansteckungsrisiko aufgehalten haben und wieder in die Schweiz einreisen;
  • die sich als Transitpassagiere weniger als 24 Stunden in einem Staat oder Gebiet mit erhöhtem Ansteckungsrisiko aufgehalten haben;
  • die lediglich zur Durchreise in die Schweiz einreisen mit der Absicht und der Möglichkeit, direkt in ein anderes Land weiterzureisen;
  • die nach der Teilnahme an einer Veranstaltung in einem Staat oder Gebiet mit erhöhtem Ansteckungsrisiko wieder in die Schweiz einreisen, wenn der Nachweis erbracht wird, dass die Teilnahme und der Aufenthalt unter Einhaltung eines spezifischen Schutzkonzepts stattgefunden haben; als Teilnahme an einer Veranstaltung gilt namentlich die in der Regel berufsmäßige Teilnahme an einem Sportwettkampf oder Kulturanlass oder an einem Fachkongress für Berufsleute;
  • die den Nachweis erbringen, dass sie sich innerhalb der letzten drei Monate vor der Einreise in die Schweiz mit Sars-CoV-2 angesteckt haben und als geheilt gelten.

Wer gemäß dieser Verordnung verpflichtet ist, sich in Einreisequarantäne zu begeben, muss die Einreise innerhalb von zwei Tagen der zuständigen kantonalen Behörde melden und die Anweisungen dieser Behörde befolgen.

5) Beispiele für Reisende aus Österreich in die Schweiz ab 8.2.2021:

  • Ein Einreisender aus einem Risikogebiet (seit dem 6.5. nur mehr die Bundesländer Salzburg und Oberösterreich) führt eine notwendige und unaufschiebbare Geschäftsreise in der Schweiz durch.
    • Nach Art.8; c sind diese Personen von der Test- und Quarantänepflicht ausgenommen. Nichtsdestotrotz besteht für alle Reisenden aus Risikogebieten eine Online-Registrierungspflicht.
      » Zur Registrierung
  • Ein Monteur reist von einem Nicht-Risikogebiet (z.B. Steiermark) in die Schweiz ein.
    • Es besteht keine Test- und Quarantänepflicht. Falls die Einreise mit Bahn, Bus, Schiff oder Flugzeug erfolgt, müssen die Daten elektronisch erfasst werden. Falls die Einreise mit einem Privatkraftfahrzeug erfolgt, besteht keine Registrierungspflicht.
      PCR-Test bei der Einreise mit dem Flugzeug: Grundsätzlich sind Luftverkehrsunternehmen nach Art. 5 verpflichtet, allen in die Schweiz reisenden Personen ohne negativen PCR-Test den Zutritt zum Flugzeug schon beim Abflugs-Airport zu verweigern. 
  • Eine Privatperson aus Vorarlberg reist in die Schweiz (im Falle einer beruflichen Reise gilt dieselbe Antwort).
    • Gebiete an der Grenze zur Schweiz, mit denen ein enger wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und kultureller Austausch stattfindet, sind von den Test-, Melde- und Quarantänepflichten bei der Einreise in die Schweiz ausgenommen. Beachten Sie hierbei jedoch bitte die Bestimmungen bei der Rückreise nach Österreich.

Für weitere Informationen können Sie sich jederzeit auch beim Schweizer Bundesamt für Gesundheit BAG informieren:

Bestimmungen für reisende Privatpersonen

Bitte beachten Sie hier den Punkt «Neue Einreiseverordnung AB 8.2.2021.»

Bitte beachten Sie auch den Punkt «Rückreise nach Österreich».

» Weitere Informationen zu den Reiserestriktionen und Empfehlungen des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten EDA

Rückreise nach Österreich

Die österreichische Regierung teilte am 2.12.2020 mit, dass alle Länder mit einer 14-Tage-Inzidenz (Corona-Fälle innerhalb der letzten 14 Tage pro 100.000 Einwohner) von über 100 ab 19.12. als Risikogebiete gelten sollten. Folglich müssen sich Einreisende aus der Schweiz ab 19.12. für zehn Tage in Quarantäne begeben, freitesten soll nach fünf Tagen möglich sein.

Achtung: Mit den generellen Lockerungsschritten in Österreich ab dem 19. Mai 2021 soll es auch zu einem Wegfall der Quarantänepflicht in Österreich bei der Einreise aus vielen EU-Ländern kommen. Ausgenommen davon sind jedoch Hochinzidenzgebiete. Da die Novellierung der Einreiseverordnung jedoch noch nicht abgeschlossen ist, lässt sich mit heutigem Stand noch nicht sagen, ob und wie Einreisende aus der Schweiz von dieser Veränderung profitieren können.

Ab dem 15.1. müssen sich alle nach Österreich einreisenden Personen grundsätzlich vor der Einreise nach Österreich elektronisch registrieren, außer sie fallen unter bestimmte Ausnahmen (siehe dazu weiter unten). Dabei sind folgende Daten bekanntzugeben (Verordnung und die ab 15.1. gültige Rechtslage | die ab 10.2. gültige Novelle der Einreiseverordnung (BGBLA2021II52):

  • Vor- und Nachname
  • Geburtsdatum
  • Wohn- oder Aufenthaltsadresse (falls davon abweichend Ort der Quarantäne)
  • Datum der Einreise
  • etwaiges Datum der Ausreise
  • Abreisestaat oder -gebiet
  • Aufenthalt während der letzten zehn Tage vor der Einreise
  • Kontaktdaten (Telefonnummer, E-Mail-Adresse)
  • Vorliegen eines ärztlichen Zeugnisses (Anm.: über einen negativen COVID-PCR-Test oder negativen COVID-Antigen-Test; die Probenahme darf zum Zeitpunkt der Einreise max. 72 h alt sein) 

Für berufstätige Personen gibt es umfangreichen Ausnahmeregelungen (Nichtsdestotrotz ist auch in diesem Fall eine Online-Registrierung notwendig):

Die Einreise im Rahmen des regelmäßigen Pendlerverkehrs 

1. zu beruflichen Zwecken, 

2. zur Teilnahme am Schul- und Studienbetrieb, 

3. zu familiären Zwecken oder zum Besuch des Lebenspartners,

ist mit einem ärztlichen Zeugnis oder einem in Österreich ausgestellten Testergebnis, das bei der Einreise nicht älter als sieben Tage ab dem Zeitpunkt der Probenentnahme ist, möglich. Kann das ärztliche Zeugnis oder das Testergebnis nicht vorgelegt werden, ist unverzüglich, jedenfalls binnen 24 Stunden nach der Einreise, ein molekularbiologischer Test auf SARS-CoV-2 oder Antigen-Test auf SARS-CoV-2 durchführen zu lassen.

Unter dem regelmäßigen Pendlerverkehr ist die sich wiederholende – also mindestens monatliche – Einreise zu beruflichen Zwecken, zur Teilnahme am Schul- und Studienbetrieb oder zu familiären Zwecken oder zum Besuch des Lebenspartners zu verstehen. Dies ist im Falle einer Kontrolle glaubhaft zu machen.

Vor der Einreise bzw. Wiedereinreise nach Österreich ist das Pre-Travel-Clearance-Formular (möglichst elektronisch) auszufüllen. Diese Registrierung ist bei jeder Änderung der angegebenen Daten zu erneuern; spätestens jedoch bei Vorlage eines neuen ärztlichen Zeugnisses oder Testergebnisses. Somit ist jedenfalls nach sieben Tagen eine erneute Registrierung notwendig.

Die folgenden Personen müssen keine Quarantäne antreten, wenn sie bei Einreise ein ärztliches Zeugnis vorweisen können, das einen negativen PCR- oder Antigen-Test bestätigt und die Testung nicht länger als 72 Stunden zurückliegt (Formular für das ärztliche Zeugnis; nichtsdestotrotz müssen sich auch diese Personen über das Pre-Travel-Clearance-Formular registrieren): 

  • Humanitäre Einsatzkräfte
  • Beruflich Reisende (darunter fallen z.B. auch 24-h-BetreuerInnen)
  • Einreisende aufgrund einer gerichtlichen Ladung
  • Medizinische Begleitpersonen
  • DiplomatInnen mit Legitimationskarte

Kann ein solches Zeugnis oder Testergebnis nicht vorgelegt werden, ist unverzüglich eine zehntägige Quarantäne anzutreten. Ist ein währenddessen in Österreich durchgeführter molekularbiologischer Test auf SARS-CoV-2 oder Antigen-Test auf SARS-CoV-2 negativ, gilt die Quarantäne als beendet.

Für die folgenden Personen ist die Einreise ohne Einschränkungen (bzw. ohne Online-Registrierung) möglich (diese Ausnahmegründe müssen bei einer behördlichen Überprüfung glaubhaft gemacht werden):

  • Personen, die im zwingendem Interesse der Republik einreisen.
  • Transitpassagiere
  • Personen, die zur Inanspruchnahme unbedingt notwendiger medizinischer Leistungen einreisen
  • Personen, die ausländisches Territorium durchqueren (z.B. das Große Deutsche Eck)
  • Personen, die im Rahmen der Durchführung einer beruflichen Überstellungsfahrt/eines beruflichen Überstellungsfluges einreisen
  • Personen, die aus ausschließlich zwingenden Gründen der Tierversorgung oder für land- und forstwirtschaftlich erforderliche Maßnahmen im Einzelfall

Ebenso ist die Einreise aus unvorhersehbaren, unaufschiebbaren, besonders berücksichtigungswürdigen Gründen im familiären Kreis wie insbesondere schwere Krankheitsfälle, Todesfälle, Begräbnisse, Geburten sowie die Betreuung von unterstützungsbedürftigen Personen in Notfällen, uneingeschränkt möglich. 

» Zur Verordnung (im Downloadbereich rechts) | die ab 10.2. gültige Novelle der Einreiseverordnung (BGBLA2021II52)

Aufenthalts- und Grenzgängerbewilligungen 

Seit 8.6. bearbeiten die Kantone wieder generell alle Gesuche um eine Aufenthalts- oder Grenzgängerbewilligung von Erwerbstätigen aus einen EU- oder EFTA-Staat. Das Gleiche gilt für Meldungen über den Stellenantritt für einen kurzfristigen Arbeitseinsatz bei einem Arbeitgeber in der Schweiz.

Grenzübergänge

Seit dem 15.6.2020 sind alle Grenzübergänge wieder geöffnet, der private Reiseverkehr sowie Handelsverkehr sind wie gewohnt erlaubt. Im Zuge der Neueinstufung der Risikoländer durch die österr. Regierung ab 19.12.2020 kommt es an den Grenzen zu vermehrten stichprobenartigen Grenzkontrollen.

Öffentlicher Verkehr

Alle Flug- und Zugverbindungen zwischen Schweiz und Österreich wurden im Zuge der Krise eingestellt eingestellt. Mit 22.5. wurde dieses Verbot aufgehoben. Seit 2. Juni nehmen die ÖBB die internationale Fernverbindung Wien – Feldkirch – Zürich (bzw. umgekehrt) wieder auf. Ob Ihre gewünschten Verbindungen von Seiten der Betreiber angeboten werden, entnehmen Sie bitte der Website der ÖBB oder der verschiedenen Airlines. Personen, die mit dem Flugzeug einreisen, müssen ab 8.2.2021 einen negativen PCR-Test vorlegen.

Innerhalb der Schweiz funktioniert der gesamte öffentliche Verkehr wieder nach dem ordentlichen Fahrplan ohne Einschränkungen. 

Personen ab zwölf Jahren müssen im gesamten öffentlichen Verkehr eine Maske tragen. Die Maskenpflicht gilt in Zügen, Trams und Bussen ebenso wie in Flugzeugen, Bergbahnen, Seilbahnen oder auf Schiffen.

Reisen mit dem eigenen Fahrzeug

Aktuell gibt es keine Beschränkungen, wenn Sie Ihre Reise in der Schweiz mit dem eigenen Fahrzeug antreten. (Ausnahme: Einreise aus Risikogebieten).


Regelungen für den Güterverkehr

Der grenzüberschreitende Bahnverkehr funktioniert zurzeit ohne Einschränkungen. Beim Straßenverkehr hat es teilweise Wartezeiten an den Grenzen gegeben. Deshalb hat der Zoll sogenannte «green lanes» eingeführt. Diese sind für den Transport von versorgungsrelevanten Gütern reserviert und bleiben auch während der normalen Lage in Kraft (Eidg. Zollverwaltung, Richtlinie 10-27 Benutzung von vorrangigen Fahrspuren im Straßenverkehr (sogenannte «Green Lanes») für bestimmte Warenkategorien).

Der Güterverkehr innerhalb der Schweiz funktioniert ohne Einschränkungen. 


Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

Aufgrund der massiv in die Höhe geschnellten Infektionszahlen sowie der Angst vor neuartigen Mutationen des Coronavirus beschloss der Bundesrat per 18.1.2020 eine Reihe von Verschärfungen. Mit 1. März kommt es in der Schweiz zu ersten Lockerungen des Lockdowns, dem weitere Lockerungen mit 19.4. folgen. Nichtsdestotrotz bleiben folgende Einschränkungen bestehen:

  • Restaurants und Bars können Terrassen öffnen:
    Es gilt eine Sitzpflicht und die Maske darf nur während der Konsumation abgelegt werden. Pro Tisch sind maximal vier Personen erlaubt. Von sämtlichen Personen müssen die Kontaktdaten erhoben werden. Diskotheken und Tanzlokale bleiben geschlossen.
  • Veranstaltungen mit Publikum – draußen 100, drinnen 50:
    Veranstaltungen sind draußen mit 100, drinnen mit 50 Personen wieder möglich. Gemeint sind etwa Fußballspiele oder Open-Air-Konzerte oder Kinos, Theater oder Konzerte. Es gilt eine Sitzpflicht und die Maske muss immer getragen werden. Zwischen den Besucherinnen und Besuchern muss jeweils ein Abstand von 1.5 Metern eingehalten oder ein Sitz freigelassen werden. Führungen in Museen und Treffen von Vereinsmitgliedern sind bis 15 Personen zugelassen.
  • Alle Läden mit 1.3. wieder offen
    Sämtliche Läden dürfen wieder öffnen, die Anzahl Kundinnen und Kunden bleibt allerdings beschränkt und es gilt die Maskentragepflicht.
  • Öffentlich zugängliche Einrichtungen und Betriebe können Innenbereiche öffnen:
    Damit sind auch Zoos und botanische Gärten wieder vollständig zugänglich. In Innenräumen muss immer eine Maske getragen und der erforderliche Abstand eingehalten werden. Der Innenbereich von Wellnessanlagen und Freizeitbädern bleibt hingegen geschlossen.
  • Ausgeweitete Maskentragepflicht
    Für folgende Bereiche des täglichen Lebens gilt von nun an eine Maskentragepflicht:
    Öffentlicher Verkehr (wie bisher), Bahnhöfe, Haltestellen, Flughäfen, Läden, Poststellen, Reisebüros, Arztpraxen, Spitäler, Verwaltungen und religiöse Einrichtungen. Zusätzlich gilt ab 29.10. überall dort, wo der Abstand nicht eingehalten werden kann, Maskenpflicht – auch wenn man sich draußen aufhält. Die Maskenpflicht gilt auch am Arbeitsplatz. Neu müssen ab 18.1. im Büro immer Masken getragen werden, wenn sich mehr als eine Person in einem Raum aufhält.
  • Homeoffice-Pflicht: Überall dort, wo ein Homeoffice möglich ist, werden die Arbeitgeber verpflichtet, dies einzuführen. Für Strom- oder Mietkosten der Arbeitnehmer müssen die Arbeitgeber aber nicht aufkommen.
  • Sport- und Kulturaktivitäten für Erwachsene bis zu 15 Personen erlaubt:
    Damit sind auch Wettkämpfe im Amateurbereich wieder erlaubt. Draußen muss dabei entweder eine Maske getragen oder der erforderliche Abstand von 1.5 Metern eingehalten werden. In Innenräumen muss grundsätzlich sowohl die Maske getragen als auch der Abstand eingehalten werden. Es sind jedoch Ausnahmeregelungen vorgesehen für Aktivitäten, bei denen das Maskentragen nicht möglich ist (z. Bsp. Ausdauertraining in Fitnesszentren oder beim Singen im Chor). Sportarten mit Körperkontakt sind in Innenräumen weiterhin nicht erlaubt, im Außenbereich weiterhin nur, wenn eine Maske getragen wird.
  • Regelung für Schigebiete bleiben weiterhin dem jeweiligen Kanton überlassen
    Für die Skilifte und Bergbahnen bleiben weiterhin die Kantone zuständig. Für den Betrieb gelten aber strenge Voraussetzungen: Die epidemiologische Lage muss den Betrieb erlauben und in den Spitälern, beim Contact Tracing sowie beim Testen müssen ausreichende Kapazitäten sichergestellt sein. Auch müssen strenge Schutzkonzepte vorliegen und deren Umsetzung sichergestellt werden. Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, darf ein Kanton keine Bewilligung erteilen.
  • Präsenzunterricht an Hochschulen und in Weiterbildungen eingeschränkt möglich:
    Es gilt eine Beschränkung auf maximal 50 Personen und eine Kapazitätsbegrenzung auf ein Drittel der Räumlichkeit, ebenso Masken- und Abstandspflicht.

Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Es wird mit einem starken Einbruch der Wirtschaftsleistung und einer Rezession gerechnet. Der wirtschaftliche Abschwung wird aufgrund der neuartigen Mutationen des Coronavirus bis weit ins 1. Halbjahr 2021 andauern.

Deutliche, teils bedrohliche Einbußen erleben bereits die Tourismus- und die Veranstaltungsbranche. Durch die Ausrufung der "außerordentlichen Lage" waren nahezu alle Branchen und Wirtschaftszweige betroffen.

Um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie abzufedern, stellt der Bundesrat bis zu 42 Mrd. Franken bereit:

  • 40 Mrd. CHF.: Liquiditätshilfen für Unternehmen in Form von Krediten durch die Hausbank mit Bürgschaft des Bundes. Aufgrund der großen Nachfrage wurde das ursprünglich geplante Budget von 20 Mrd. auf 40 Mrd. CHF verdoppelt.
  • Zahlungsaufschub bei Sozialversicherungsbeiträgen (Den von der Krise betroffenen Unternehmen kann ein vorübergehender, zinsloser Zahlungsaufschub für die Beiträge an die Sozialversicherungen (AHV/IV/EO/ALV) gewährt werden. Die Unternehmen haben zudem die Möglichkeit, die Höhe der regelmäßigen Akontobeiträge an die AHV/IV/EO/ALV anpassen zu lassen, wenn die Summe ihrer Löhne wesentlich gesunken ist. Dasselbe gilt für Selbstständige, deren Umsätze eingebrochen sind. Zuständig für die Prüfung der Zahlungsaufschübe und der Reduktion der Akontobeiträge sind die AHV-Ausgleichskassen.
  • Ausweitung der Kurzarbeit, die aufgrund einer Gesetzesanpassung auch auf Angestellte in befristeten Arbeitsverhältnissen, für Personen im Dienste einer Organisation für Temporärarbeit, auf Lehrlinge und auf «arbeitgeberähnliche Angestellte» angewendet werden kann.
  • Neu ist auch die Änderung, dass Arbeitnehmer nicht zuerst alle Überstunden abbauen müssen, bevor sie von der Kurzarbeitsentschädigung profitieren können.
  • Entschädigung bei Erwerbsausfällen für Selbständige
  • Entschädigungen für Eltern, die ihre Kinder hüten müssen
  • Kulturbereich: 280 Millionen Franken Soforthilfe und Ausfallentschädigungen
  • Sport: 100 Millionen Franken für Sportorganisationen
  • Auch der Schweizer Tourismus soll unterstützt werden

Die beschriebenen Maßnahmen sollten laut Schweizer Bundesrat auch zur Abfederung der zweiten Welle ab Oktober 2020 grundsätzlich ausreichen, jedoch kommt es zu punktuellen Anpassungen in folgenden Bereichen:

  • Härtefälle: Weil aufgrund der behördlichen Eingriffe zahlreiche Betriebe geschlossen werden müssen, sieht es der Bundesrat als notwendig an, die Möglichkeiten zur Abfederung von Härtefällen weiter auszubauen. Deshalb will er seine Möglichkeiten erweitern, um wirtschaftliche Schäden abzufedern. Er schlägt dem Parlament deshalb vor, das Härtefallprogramm um insgesamt 1.500 Millionen Franken auf 2.500 Millionen Franken aufzustocken. Er möchte zudem die Möglichkeit erhalten, bei Bedarf die Anspruchsvoraussetzungen anzupassen. Am 13.1. wurde ein weiterer Ausbau der Härtefall-Entschädigungen angekündigt.
  • Kurzarbeitsentschädigungen: Um Arbeitsplätze zu sichern und COVID-bedingte Entlassungen zu vermeiden, sollen die Leistungen der Arbeitslosenversicherung (ALV) im Bereich der Kurzarbeitsentschädigung wieder gezielt erweitert werden. Es sollen mehrere im Frühjahr unter Notrecht erlassene Maßnahmen der ALV in das COVID-19-Gesetz überführt werden. Insbesondere soll der Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung auf befristete Arbeitsverhältnisse ausgedehnt und die Karenzfrist aufgehoben werden.
  • Sport: In Ergänzung zu den bisherigen Stabilisierungsmaßnahmen sollen professionelle und semiprofessionelle Klubs nebst Darlehen neu auch à-fonds-perdu-Beiträge erhalten können.

Haftungsausschluss

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Weitere Informationen und Notfallnummern 

Bei Fragen können Sie sich direkt an das AußenwirtschaftsCenter Zürich oder an den Corona-Infopoint der WKO wenden.

Die neuesten gesundheitsrechtlichen Informationen und Verordnungen zur Bekämpfung des Virus finden Sie auf der Seite des Bundesamts für Gesundheit.