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Coronavirus: Situation in Dänemark

Aktuelle Lage und Info-Updates

Das AußenwirtschaftsCenter Kopenhagen informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in Dänemark.

Stand: 18.1.2021, 10.30 Uhr | Diese Information wird laufend aktualisiert.

Die Wirtschaftskammer Österreich ist Anlaufstelle für Unternehmen, die vom Coronavirus betroffen sind. Informationen erhalten Sie beim Coronavirus Infopoint.


Aktuell & Wichtig: COVID-19 Situation in Dänemark

  • Von 09.01.2021 17:00 und bis vorläufig 07.02.2021 verschärft Dänemark seine Einreisebestimmungen weiter und verlangt u.a. den Nachweis eines nicht mehr als 24h alten negativen COVID-19 Tests (PCR- oder Antigen-Test – entscheidend ist dabei der Testzeitpunkt!) von Einreisenden mit „anerkennungswürdigem Grund“ aus „Hochrisiko“ Ländern. Definition „Hochrisikoland“: Rote Länder gemäß EU-Ampelkarte Re-open EU. Transit durch Dänemark ist weiterhin bei Vorliegen eines anerkennungswürdigen Grundes auch ohne negativen COVID-19-Test möglich.
  • Dänemark unterscheidet bei den Einreisebestimmungen zwischen „offenen“ und „geschlossenen“ Ländern, was anhand objektiver Kriterien – u.a. der Infektionsrate – regelmäßig neu evaluiert wird. Seit 19. September befindet sich Österreich wieder auf der Liste der „geschlossenen“ Länder, und eine Einreise ist nur mit anerkennungswürdigem Grund möglich. Auskunft über anerkennungswürdige Gründe finden Sie unten stehend bzw. auf der gemeinsamen Info-Webseite der dänischen Behörden in englischer Sprache.
  • Geschäftstermin / Business Meeting ist seit 09.01.2021 und bis zum 07.02.2021 kein anerkennungswürdiger Grund mehr für die Einreise nach Dänemark.
  • Dänische Grenzen sind generell für Gütertransporte und Dienstleistungserbringungen offen.
  • Der allgemeine Reiseverkehr ist eingeschränkt.
  • Per 29. Oktober 2020 wurde die Maskenpflicht in Dänemark auf alle Innenbereiche ausgedehnt, die öffentlich zugänglich sind. Damit gilt Maskenpflicht nun auch im Einzelhandel. Weiterhin ist der Mund-Nasenschutz verpflichtend in öffentlichen Verkehrsmitteln, Stationen, Bushaltestellen, Flughäfen, Restaurants, Bars und Cafés.
  • Weitreichende Einschränkungen im Öffentlichen Leben, die bis 07. Februar 2021 gelten. U.a. bleiben Restaurants, Bars und Cafés, Kulturinstitutionen, Sport- und Freizeiteinrichtungen – ausgenommen sind lediglich Geschäfte des täglichen Bedarfs, wie z.B. Supermärkte und Apotheken. Details auf coronasmitte.dk.
  • Seit 06.01.2021 gilt eine Obergrenze von max. 5 Personen für Versammlungen, auch im privaten Bereich.
  • Erhöhung der Abstandspflicht auf 2m im öffentlichen Raum und in Geschäften.

Einreise und Reisebestimmungen: Personenverkehr eingeschränkt, Grenzen für Güterverkehr und Dienstleistungen offen

Von 9.1.2021, 17.00 Uhr und bis vorläufig 07.2.2021 müssen Einreisende aus „Hochrisikoländern“ neben einem anerkennungswürdigen Grund auch den Nachweis eines nicht mehr als 24h alten negativen COVID-19 Tests (PCR- oder Antigen-Test – entscheidend ist dabei der Testzeitpunkt!) erbringen. Ausnahmen gelten beispielsweise für Grenzpendler und Gütertransporte. Auch der Transit durch Dänemark ist weiterhin bei Vorliegen eines anerkennungswürdigen Grundes ohne negativen COVID-19-Test möglich.

Hochrisikoland

Hier orientiert sich die dänische Regierung an der EU-Ampelkarte und sieht als Hochrisikoland jene Länder, die dort als rot eingestuft sind. Seit 7.11.2020 - 0:00 gilt Österreich wieder als Hochrisikoland und ein negativer Test ist bei Einreise vorzuweisen.

Die EU-Ampelkarte finden Sie hier: Re-open EU bzw. auf der offiziellen englischsprachigen Webseite der dänischen Polizei (Siehe: „RISK STATUS OF YOUR COUNTRY/REGION OF RESIDENCE“). Dort ist ersichtlich, ob Österreich „rot“ oder „grau“ und damit ein „Hochrisikoland“ ist oder nicht. Der Status kann sich wöchentlich ändern. Bitte informieren Sie sich daher vor Abreise über den aktuellen Status .

Dänemark aktualisiert jeden Donnerstagabend seine Liste der Risiko- bzw. Hochrisiko-Länder. Etwaige daraus resultierende Änderungen bei den Einreisebestimmungen sind dann ab 0:00 des darauf folgenden Samstages gültig. Bitte informieren Sie sich daher vor Abreise über den aktuellen Status.

Offene und geschlossene Länder

Dänemark selbst unterscheidet bei den Einreisebestimmungen zwischen „offenen“ und „geschlossenen“ Ländern, was anhand objektiver Kriterien – u.a. der Infektionsrate – regelmäßig neu evaluiert wird. Österreich findet sich seit 19. September 2020 - 0:00 Uhr wieder auf der Liste der „geschlossenen“ Länder , und eine Einreise ist nur mit anerkennungswürdigem Grund möglich. Eine aktuelle Liste der offenen und geschlossenen Länder finden Sie auf der offiziellen englischsprachigen Webseite der dänischen Polizei coronasmitte.dk.

Nachweis über den anerkennungswürdigen Grund

Personen aus geschlossenen Ländern müssen bei Einreise einen Nachweis über den anerkennungswürdigen Grund erbringen. Dies kann sein:

  • Ein Arbeitsverhältnis in Dänemark: Arbeitsvertrag bzw. –nachweis
  • Dienstleistungserbringung: Vertrag bzw. Auftrag über die auszuführende Dienstleistung bzw. Montagearbeit. Im Rahmen von Mitarbeiterentsendungen kann auch ein Auszug aus dem RUT-Register (Ort, Dauer und Mitarbeiter*Innen) als Nachweis mitgeführt werden. Bitte beachten Sie, dass die gesetzlichen Bestimmungen und Meldepflichten für die Mitarbeiterentsendung weiterhin gelten: Dies umfasst die Meldung im RUT-Register, die Mitführung eines A1 Attests sowie des Arbeitsvertrags. Bei Fragen zur Mitarbeiterentsendung, insbesondere dem RUT-Register, wenden Sie sich bitte direkt an das AußenwirtschaftsCenter Kopenhagen.
  • Abholung/Lieferung von Waren: Vertrag bzw. Auftrag über die Warenlieferung (Frachtbrief) oder -abholung (Kaufbeleg) etc.

Geschäftstermin / Business Meeting sind seit 09.01.2021 und zunächst bis zum 07.02.2021 kein anerkennungswürdiger Grund mehr für die Einreise nach Dänemark.

Personen, die ohne anerkennungswürdigen Grund nach Dänemark einreisen möchten, müssen damit rechnen, an den dänischen Grenzen abgelehnt zu werden!

Auch der Transit durch Dänemark für die Dienstleistungserbringung, Abholung/Lieferung von Waren bzw. Geschäftstermine in Schweden oder Norwegen ist gestattet (beachten Sie die jeweiligen Regelungen in diesen Ländern).

Die Informationen basieren auf einer Arbeitsübersetzung von Veröffentlichungen der dänischen Behörden und haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Eine ausführlichere Liste, was als anerkennungswürdiger Grund für eine Einreise gilt und welche Dokumente mitgeführt werden müssen, führen die dänischen Behörden auf ihrer Webseite (in englischer Sprache). Weitere Informationen dazu erteilt das AußenwirtschaftsCenter Kopenhagen.

Ist der anerkennungswürdige Grund gut dokumentiert, sollte eine Einreise problemlos möglich sein. Die Grenzkontrollen, die zuletzt stichprobenartig durchgeführt wurden, werden mit Ende Oktober wieder intensiviert. Wir empfehlen wir die Mitnahme einer lückenlosen Dokumentation. 

Dienstleistungserbringung / Montage / Baustellen und COVID-Maßnahmen

Für mit anerkennungswürdigem Grund Einreisende aus sogenannten „Hochrisikoländern“, die Dienstleistungen bzw. Bautätigkeiten in Dänemark erbringen, kommen per 26.10. Erfordernisse des Nachweises eines negativen COVID-19 Testergebnisses hinzu. Siehe dazu die obenstehenden Ausführungen.

Manche Bauträger bzw. Hauptauftragnehmer fordern vor dem Betreten einer Baustelle selbst einen negativen COVID-19 Test ein. Bitte erkundigen Sie sich im Vorfeld bei Ihrem dänischen Auftraggeber oder Partner, ob für Ihre Mitarbeiter*Innen Restriktionen in diesem Zusammenhang gelten.

Die im RUT-Register bereits heute anzugebende Kontaktperson eines nach Dänemark entsendenden Unternehmens ist aufgefordert, im Besitz der Kontaktdaten aller entsandten Mitarbeiter zu sein, um diese im Infektionsfall kontaktieren zu können.

Entsandte MitarbeiterInnen werden aufgefordert, die dänische Corona-App „Smittestop“ zu verwenden. ArbeitgeberInnen sollen darüber informieren.

Mit Ende Oktober 2020 werden Baustellen stärker auf die Einhaltung von COVID-19 Maßnahmen kontrolliert.

Stand Anfang Januar 2021 sind weitere Maßnahmen im Gespräch, u.a. eine Pflicht zum Folgetest für entsandte MitarbeiterInnen innerhalb von 72h nach Einreise. Halten Sie sich beim AußenwirschaftsCenter Kopenhagen informiert. 

Grenzüberschreitung

  • Zwischen Dänemark und Deutschland sind folgende Grenzübergänge am Landweg offen: Kruså, Frøslev und Sæd. Aktuelle Informationen bieten die dänischen Behörden.
  • Die Scandlines Fährverbindungen zwischen Rødby-Puttgarden und Gedser-Rostock sind offen. Auch die Bornholmslinjen von Sassnitz (DE) nach Bornholm hat uneingeschränkten Betrieb. Bitte informieren Sie sich auf der Webseite von Scandlines bzw. Bornholmslinjen zum aktuellen Status und beachten Sie die verschärften Einreisebestimmungen.
  • Der Flugverkehr nach/von Dänemark ist immer noch eingeschränkt. Viele Fluglinien haben ihren regulären Flugverkehr reduziert. Transit ist möglich. Bitte informieren Sie sich auf der Webseite ihrer Fluglinie bzw. ihres Transportunternehmens und beachten Sie die aktuellen Einreisebestimmungen.
  • Die Øresundbrücke nach Schweden ist offen. Bitte beachten Sie auch hier die verschärften Einreisebestimmungen. Ein Transit nach Schweden via Dänemark ist derzeit nur mit anerkennungswürdigem Grund, wie z.B. für eine Dienstleistungserbringung, möglich. Bitte beachten Sie auch die Hinweise zu den Einreisebestimmungen für SchwedenBei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an das AußenwirtschaftsCenter Kopenhagen

Bei Anreise mit dem Auto beachten Sie bitte auch die Hinweise zu den Grenzkontrollen in bzw. den Transit durch Deutschland.


Regelungen für den Güterverkehr: Grenzen für Güterverkehr offen

Dänische Grenzen sind weiterhin für Gütertransporte offen, sowohl nach Dänemark, als auch aus Dänemark heraus. Dies gilt auch für den Transit via Dänemark nach Schweden. Beachten Sie die Dokumentation bzw. den Nachweis über den anerkennungswürdigen Grund (siehe oben).


Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

Stufenweise Lockerung der Corona-Maßnahmen

Nach einer schrittweisen Öffnung, die dazu führte, dass über den Sommer ein Gutteil der gesellschaftlichen Bereiche wieder geöffnet war, verschärft die Regierung nun zusehends die Beschränkungen aufgrund steigender Infektionszahlen. 

Anti-Corona-Maßnahmen der dänischen Regierung

Beispielhafter Auszug aus dem Maßnahmenkatalog in Verbindung mit COVID-19:

  • Alle Versammlungen (innen und außen, privat und öffentlich) von mehr als 5 Personen sind untersagt.
  • Diskotheken und das Nachtleben bleiben geschlossen.
  • ArbeitgeberInnen sind angehalten, soweit wie möglich Heimarbeit zu ermöglichen. 
  • Persönliche Meetings im Arbeitsumfeld sollen reduziert bleiben.
  • Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, an Stationen oder Bushaltestellen und in Flughäfen.
  • Maskenpflicht in allen Innenbereichen, die öffentlich zugänglich sind. Damit gilt Maskenpflicht für den Einzelhandel.
  • Verbot des Verkaufs von Alkohol ab 22.00 Uhr.
  • Weitreichende Einschränkungen im öffentlichen Leben, die bis 07. Februar 2021 gelten. U.a. bleiben Restaurants, Bars und Cafés, Kulturinstitutionen, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Schulen und Einkaufszentren sowie Geschäfte und Boutiquen geschlossen – ausgenommen sind lediglich Geschäfte des täglichen Bedarfs, wie z.B. Supermärkte und Apotheken. Details auf coronasmitte.dk.

Die Maßnahmen gelten, wenn nicht anders erwähnt, vorerst bis 28. Februar 2021.

Die verschärften Reiserichtlinien wurden verlängert. Derzeit ist die gesamte Welt im grün-gelb-orange-rot-Farbschema auf orange gestuft (von allen nicht-notwendigen Reisen wird abgeraten). Risikogebiete werden mit „rot“ klassifiziert (von allen Reisen dorthin wird abgeraten). Seit Sommer gibt es für die EU-/EWR-/Schengenländer eine neues Modell für Reiserichtlinien im Zusammenhang mit COVID-19, das Länder in „offene“ und „geschlossene“ Länder einstuft. Beurteilt wird dies regelmäßig anhand objektiver Kriterien. Mit 11. Dezember 2020 wurde zusätzlich ein neues regionales Modell für die EU-/EWR-/Schengenländer auf Basis der Infektionszahlen eingeführt, das Regionen in Niedrigrisiko- und Hochrisiko-Gebiete einteilt. Damit sind Reisen in Niedrigrisiko-Gebiete möglich, auch wenn das Land ansonsten orange bzw. als „geschlossen“ eingestuft wird. Genauso kann von Reisen in Hochrisiko-Gebiete abgeraten werden, obwohl das Land gelb bzw. als „offen“ eingestuft wird.

Da sich die Situation laufend ändert, informieren Sie sich über den aktuellen Stand auf der offiziellen Seite der dänischen Gesundheitsbehörde bzw. des dänischen Außenministeriums.


Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft: Corona Virus-Hilfspaket der dänischen Regierung

Überblick über einzelne Punkte des dänischen Hilfspakets, das am 19. März 2020 beschlossen wurde und im Laufe der Zeit Erweiterungen und Verlängerungen erfahren hat bzw. um neue Pakete ergänzt worden ist. Insgesamt belaufen sich die Maßnahmen laut dänischem Wirtschaftsministerium in seiner Gesamtheit auf knapp DKK 400 Mrd. (ca. 53,62 Mrd. Euro)

  • Verlängerte Steuerfristen für Unternehmen: Fristverlängerungen für Mehrwertsteuer (moms), Lohnsteuer (A-Skat), B-Skat (Form der Lohnsteuer) und Arbeitsmarktsbeiträgen (AM-Bidrag) im April, Mai und Juni. Unterschiedliche Regelungen für KMUs und Großunternehmen. Die Maßnahmen sollen die Liquidität von Unternehmen um insgesamt DKK 166,3 Mrd. (ca. 22,29 Mrd. Euro) stärken.
  • Lohnkompensation NEU für zwangsgeschlossene Firmen ohne Umsatz: Ersetzte im Zuge der zweiten Corona Welle die alte Lohnkompensation. Um Kündigungen im privaten Sektor entgegenzuwirken, können zwangsgeschlossene Firmen ohne Umsatz ihre Mitarbeiter*Innen mit Lohnkompensation nach Hause schicken. Vorgesehen sind folgende Kompensationen: Für Festangestellte bis zu 75% des Gehalts, max. jedoch 30.000 DKK (ca. EUR 4.020) im Monat, für gewerbliche Mitarbeiter bis zu 90%, max. jedoch 30.000 DKK im Monat.
  • Wiedereinführung der Lohnkompensation für Unternehmen, die vor substanziellen Kündigungen von Mitarbeiter*Innen stehen: Diese Maßnahme, die im Frühjahr im Zuge der ersten Welle eingeführt worden ist, soll Massenentlassungen seitens jener Unternehmen entgegenwirken, die von den Folgen des Coronavirus wegen Auftragsrückgang und fehlenden Kunden besonders betroffen sind. Mit Auslaufen der Lohnkompensation Ende August wurde diese durch eine „Arbeitsverteilungsordnung“ abgelöst, im Dezember 2020 (9. bzw. 11.) nach einem erneuten Lockdown jedoch wieder eingeführt. Arbeitgeber*Innen erhalten einen teilweisen Ausgleich für Gehaltskosten und verpflichten sich im Gegenzug, keine Kündigungen auszusprechen, sondern die Mitarbeiter*Innen stattdessen mit Gehaltsfortzahlung nach Hause zu schicken. Unternehmen können unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 75% der Gehaltskosten für Mitarbeiter*Innen mit Monatsgehalt (jedoch höchstens DKK 30.000 (ca. 4.020 Euro) pro Mitarbeiter*In pro Monat) und bis zu 90% des Gehalts für Mitarbeiter*Innen, die auf Stundenbasis entlohnt werden (jedoch höchstens DKK 30.000 (ca. 4.020 Euro) pro Mitarbeiter*In pro Monat), erhalten. Außerdem wurde die Möglichkeit der Mitarbeiterrotationen und flexiblere Ausgestaltung (Mitarbeiter*innen können zeitversetzt bzw. Teilzeit arbeiten) eingeführt. Davon Gebrauch machen können Unternehmen, die sich gezwungen sehen, Entlassungen von 30% des Mitarbeiterstabes oder 50 Mitarbeiter*innen vorzunehmen. Das Unternehmen muss eine CVR-Nummer in Dänemark haben, Unternehmen, die mit SE-Nummer registriert sind (B-Skat), sind nicht umfasst. 
  • Arbeitsverteilungsordnung“ Am 31. August wurde ein Ersatz für die ausgelaufene Lohnkompensation in Form einer neuen vorübergehenden „Arbeitsverteilungsordnung“ (ny midlertidig arbejdsfordelingsordning) präsentiert, die bis April 2021 laufen kann. Mitarbeiter*innen erhalten in der Zeit, in der sie nicht arbeiten, Arbeitslosengeld. Der Anteil der Arbeitslosigkeit für den/die einzelne*n Arbeitnehmer*In muss innerhalb von vier Wochen 20-50% der Periode betragen. Mitarbeiter*Innen erhalten dabei ein um 20,5% höheres Arbeitslosengeld. Dies entspricht ca. DKK 23.000 (ca. 3.090 Euro) pro Monat bei Vollzeitbeschäftigung.
  • Unterstützung für Selbstständige und Freiberufler mit Umsatzeinbußen von mindestens 30% von bis zu DKK 23.000 (ca. 3.080 Euro) pro Monat. Maßnahme im Umfang von DKK 14,1 Mrd. (ca. 1,89 Mrd. Euro). Weitere Details
  • Teilweise Entschädigung für Fixkosten des Unternehmens: Branchenübergreifendes Hilfsprogramm für Unternehmen im Umfang von DKK 65,3 Mrd. (ca. 8,75 Mrd. Euro), welche in der Zeit vom 9. März bis einschließlich 8. Juli 2020 Fixkosten von mindestens DKK 12.500 (ca. 1.675 Euro) haben und COVID-19-bedingt einen Umsatzrückgang von mindestens 30% über den Zeitraum erwarten oder Öffnungsverbot haben und somit keinerlei Umsätze erwirtschaften. (Ursprünglich lag die Schwelle beim Umsatzrückgang bei 40% bzw. mind. 2.234 Euro Fixkosten bzw. später bei 35%) Gedeckt werden bis zu 90 % für KMUs (z. B. Abschreibungen, Miete, Leasing und Zinsaufwand) bzw. für Unternehmen, die vom Gesetz her geschlossen halten müssen, sämtliche Fixkosten für den Zeitraum des Öffnungsverbotes bis maximal DKK 110. Mio. (ca. 14,75 Mio. Euro). Die Antragstellung erfolgt online und kann nur mit einer von einem Steuerberater unterzeichneten Erklärung geltend gemacht werden. Das Unternehmen muss eine CVR-Nummer in Dänemark haben. Unternehmen, die mehr als DKK 60 Mio. Entschädigung für Fixkosten erhalten, müssen ehrenwörtlich erklären, dass sie für die Geschäftsjahre 2020 und 2021 keine Dividenden zahlen oder Aktien zurückkaufen werden. Das Hilfsprogramm wurde mehrmals bis verlängert und richtet sich an Unternehmen, die nach wie vor von den Corona Restriktionen (u.a. Versammlungsverbot, Grenzschließungen und Öffnungsverbot) umfasst sind. Die Kompensation umfasst nun auch selbstständige Inhaber von Restaurants, Bars, Cafés, etc. sowie Zulieferern, die z.B. an Veranstaltungen mit mehr als 5 Personen (ursprünglich 10 Personen) liefern und daher indirekt von den Corona-Maßnahmen betroffen sind (auch Musik, Lichttechnik, Taxi, Catering, etc.). Mit dem zweiten Lockdown wurde die Maßnahme auf ganz Dänemark und alle Firmen ausgeweitet.
  • Änderung der Regeln für Krankengeld: Arbeitgeber*Innen haben bereits ab dem ersten Tag Anspruch auf Erstattung wenn Arbeitnehmer*Innen bzw. Mitarbeiter*Innen aufgrund einer Ansteckung mit COVID-19 im Krankenstand oder unter Quarantäne gestellt sind.
  • Garantieregelungen für kleine und mittlere Unternehmen sowie für Unternehmen, die besonders stark von der Krise betroffen sind.
  • Erweiterter Rahmen für staatlich garantierte Darlehensprogramme für große sowie für kleine und mittlere Unternehmen. Dies soll Kredite in der Größenordnung von insgesamt DKK 25 Mrd. (ca. 3,34 Mrd. Euro) erleichtern. Weitere Informationen auf auf virksomhedsguiden.dk oder auf der Seite des Vækstfonden.
  • Verbesserter Zugang zu Exportkrediten für KMUs mittels EKF-Liquiditätsgarantien und Rückversicherungen
  • Entschädigungspool für abgesagte oder verschobene Veranstaltungen i.H.v. DKK 2,4 Mrd. (ca. 321 Mio. Euro). Um Anspruch auf Entschädigung zu haben, muss die Veranstaltung vor dem 6. April 2020 für den Zeitraum vom 6. März bis zum 31. Januar 2021 und für mehr als 350 Teilnehmer*Innen geplant gewesen sein.
  • Die jährlich mit den Kommunen vereinte Bauobergrenze für Sanierungs- und Neubauprojekte wird für 2020 ausgesetzt. Gleichzeitig sollen Projekte, die noch dieses Jahr begonnen und abgeschlossen werden können, vorgezogen werden.
  • Änderungen für Arbeitslosengeldempfänger*innen: Personen, die ihr Recht auf Arbeitslosengeld im Zeitraum vom 1. November 2020 bis zum 1. November 2021 verlieren, erhalten 2 Monate zusätzlich Anspruch auf Arbeitslosengeld. Weiters wird die 225-Stunden Regel (Arbeitslose bekommen nur dann volles Arbeitslosengeld, wenn sie mindestens 225 Stunden innerhalb von 12 Monaten gearbeitet haben) vom 1. November 2020 bis zum 31. Jänner 2021 ausgesetzt. 
  • Rückerstattung von Steuern als zinsfreien Kredit für KMUs: Schaffung der Möglichkeit für Rückerstattung von bereits bezahlten Steuern bzw. Lohnsummensteuern als zinsfreien Kredit für KMUs mit Rückzahldatum bis 1. April 2021.
  • Vorgezogene Auszahlung aus dem Steuergutschriftensystem für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten (Skattekreditordningen) für das Geschäftsjahr 2019 bereits im Juni 2020 (anstatt wie üblich im November)
  • Kompensation für die Medienwirtschaft i.H.v. DKK 200 Mio. (ca. 24,12 Mio. Euro) für Verluste durch entgangene Annonce-Einnahmen
  • Aufschub der Fristen für Lohnsummensteuern für das 2. und 3. Quartal für gewisse Berufsgruppen, wie z.B. Physiotherapeuten, Zahnärzte oder Taxifahrer.
  • Hilfspaket für Start-Ups und Wachstumsunternehmen
    u.a. temporäres Matching von Risikokapital-Finanzierungen in Start-Ups in early stage Phasen durch den dänischen Wachstumsfond (Vækstfonden). Ausweitung des Wachstumsfonds mit DKK 1,2 Mrd. (ca. 160 Mio. Euro) für dessen Direktinvestitionen und Fondsinvestitionen. Aufstockung des Innovationsfonds „Innobooster“ mit DKK 350 Mio. (ca. 46,92 Mio. Euro) für 2020, der sich an Start-Ups und KMUs richtet. Außerdem gibt es eine Initiative zur Etablierung einer nationalen Crowdfunding-Plattform in Zusammenarbeit mit privaten Crowdfunding-Plattformen, die bis Ende des Jahres online gehen soll. Für Entwicklung und Betrieb sind dafür DKK 10 Mio. (ca. 1,34 Mio. Euro) abgestellt

Mit dem absehbaren Auslaufen der Hilfspakete hat sich die Regierung am 15. Juni 2020 auf ein Stimulus-Paket geeinigt, das mehrere Maßnahmen enthält: 

  • Mit Oktober wird drei Wochen aufgespartes Urlaubsgeld ausgezahlt. Die Mittel stammen aus einem Fonds, der im Zuge der Neugestaltung der dänischen Urlaubsregeln etabliert wurde. Darüber hinaus erhalten Empfänger von Transferzahlungen eine Einmalzahlung von DKK 1.000 (ca. 134 Euro).
  • Stärkung des internationalen Tourismusmarketings 2020.
  • Einfachere Zahlungsfristen für Steuern (Lohnsteuer (A-Skat), Arbeitsmarktsbeiträgen (AM-Bidrag) und Körperschaftsteuer).
  • Verlängerung der zeitlichen Befristung der Auszahlung von Arbeitslosengeld.
  • Fonds zur Rekapitalisierung großer dänischer Unternehmen. „Letzte Instanz“, wenn andere Finanzierungsmöglichkeiten ausgeschöpft wurden.
  • Export-Paket: Weitere Mittel zur Exportförderung.
  • Neustart-Fonds unter der Schirmherrschaft des dänischen Wachstumsfonds (Vækstfonden), der die Zahlungsfähigkeit in ansonsten gesunden Unternehmen sicherstellen soll.
  • Einigung, die Corona-Hilfspakete auslaufen zu lassen: Einige Hilfsmaßnahmen wurden dabei verlängert.

Parallel zur Einführung neuer bzw. der Verlängerung und Verschärfung bestehender Maßnahmen (beschränkte Öffnungszeiten, Zwangsschließungen, Reduktion der Maximalanzahl bei Versammlungen, Alkoholverkaufsverbot, Reisewarnungen und Einreisebeschränkungen, …) im Herbst 2020, die insbesondere den HORECA- und Event-Bereich, die Reisebranche sowie den LEH mit langen Öffnungszeiten treffen, werden neue Kompensationspakete für die betroffenen Unternehmen geschnürt.

Die Informationen basieren auf einer Arbeitsübersetzung und haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Weitere Informationen zum Hilfspaket finden Sie auf der Webseite des dänischen Finanzministeriums, einschließlich eines Fact-Sheets zu den einzelnen Maßnahmen bzw. zu den erweiterten Maßnahmen. Einen Überblick aller Initiativen im Zusammenhang mit COVID-19 bietet die Webseite virksomhedsguiden.dk.

Antworten zu Auswirkungen des Coronavirus auf arbeitsrechtliche Fragen in Dänemark bietet auch die Website der Anwaltskanzlei NJORD unseres Vertrauensanwalts Stefan Reinel.

Weiters erstellt die Anwaltskanzlei LEAD Rödl&Partner der Vertrauensanwältin Alexandra Huber auf der LinkedIn Seite von LEAD ein regelmäßiges Update zu rechtlichen Fragen im Zusammenhang mit Corona.


Weitere Information und Notfallnummern

Zur aktuellen Lage in Dänemark informiert eine Vielzahl an dänischen Webseiten:

Auf die allgemeinen Hygieneempfehlungen der Gesundheitsbehörden wird starkes Augenmerk gelegt. Informationen zu Schutzmaßnahmen bzw. zum Coronavirus der österreichischen Behörden finden Sie beispielsweise auf der Webseite des österreichischen Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz.

Hotline der dänischen Gesundheitsbehörde (allgemeine Auskunft über COVID-19):
T +45 72 22 74 59

Hotline der dänischen Behörden (allgemeine Hinweise zum Verhalten, keine medizinisch-fachliche Auskunft): T +45 70 20 02 33

Hotline der dänischen Polizei (Auskunft zur Einreise): T +45 70 20 60 44

Akuttelefon Dänemark (nur bei Symptomen oder Verdacht auf Erkrankung): T 1813

Allgemeiner Notruf (Rettung, Polizei Feuerwehr) T 112

Informationen zur Coronavirus Situation in den anderen nordischen Ländern bzw. Deutschland.