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Coronavirus: Situation in Dänemark

Aktuelle Lage und Info-Updates

Das AußenwirtschaftsCenter Kopenhagen informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in Dänemark.

Stand: 28.9.2020, 16:30 Uhr | Diese Information wird laufend aktualisiert.

Die Wirtschaftskammer Österreich ist Anlaufstelle für Unternehmen, die vom Coronavirus betroffen sind. Informationen erhalten Sie beim Coronavirus Infopoint.


Aktuell & Wichtig: COVID-19 Situation in Dänemark

  • Seit dem 27. Juni unterscheidet Dänemark bei den Einreisebestimmungen zwischen „offenen“ und „geschlossenen“ Ländern, was anhand objektiver Kriterien – u.a. der Infektionsrate – regelmäßig neu evaluiert wird. Mit 19. September 0:00 Uhr befindet sich Österreich wieder auf der Liste der „geschlossenen“ Länder, und eine Einreise ist nur mit anerkennungswürdigem Grund möglich. Auskunft über anerkennungswürdige Gründe finden Sie unten stehend bzw. auf der Website der dänischen Polizei in englischer Sprache.
  • Dänische Grenzen sind generell für Gütertransporte und Dienstleistungserbringungen sowie für Dienstreisen offen.
  • Der allgemeine Reiseverkehr ist derzeit noch eingeschränkt.
  • Seit 22. August gilt in ganz Dänemark Maskenpflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln sowie an Stationen oder Bushaltestellen. Beachten Sie auch die Maskenpflicht für den Flughafen Kopenhagen. Beachten Sie auch die Hinweise der jeweiligen Fluggesellschaften.
  • Mit 19. September gilt für das Personal und stehende oder sich bewegende Gäste eine Maskenpflicht in Restaurants, Bars und Cafés. In diesem Zusammenhang wurden auch die Öffnungszeiten auf 22:00 Uhr beschränkt. Die Maßnahmen gelten vorerst bis 18. Oktober.
  • Mit 19. Septemberund vorerst bis 18. Oktober gilt aufgrund eines Anstiegs von Infektionszahlen eine landesweite Obergrenze von 50 Personen für Ansammlungen. Jedenfalls sind bis 31. Oktober Veranstaltungen bzw. Aktivitäten mit mehr als 500 Personen untersagt.
  • Aufgrund des Anstiegs der Infektionszahlen gibt es eine Aufforderung, soweit wie möglich von Zuhause aus zu arbeiten und sozialen Kontakt zu minimieren.

Einreise und Reisebestimmungen: Personenverkehr eingeschränkt, Grenzen für Güterverkehr und Dienstleistungen offen

Seit dem 27. Juni unterscheidet Dänemark bei den Einreisebestimmungen zwischen „offenen“ und „geschlossenen“ Ländern, was anhand objektiver Kriterien – u.a. der Infektionsrate – regelmäßig neu evaluiert wird. Österreich findet sich seit 19. September 0:00 Uhr wieder auf der Liste der „geschlossenen“ Länder, und eine Einreise ist nur mit anerkennungswürdigem Grund möglich. Eine aktuelle Liste der offenen und geschlossenen Länder finden Sie unter ssi.dk (Statens Serum Institut).

Nachweis über den anerkennungswürdigen Grund

Personen aus geschlossenen Ländern müssen bei Einreise einen Nachweis über den anerkennungswürdigen Grund erbringen. Dies kann sein:

  • Ein Arbeitsverhältnis in Dänemark: Arbeitsvertrag bzw. –nachweis
  • Dienstleistungserbringung: Vertrag bzw. Auftrag über die auszuführende Dienstleistung bzw. Montagearbeit. Im Rahmen von Mitarbeiterentsendungen kann auch ein Auszug aus dem RUT-Register (Ort, Dauer und Mitarbeiter*Innen) als Nachweis mitgeführt werden. Bitte beachten Sie, dass die gesetzlichen Bestimmungen und Meldepflichten für die Mitarbeiterentsendung weiterhin gelten: Dies umfasst die Meldung im RUT-Register, die Mitführung eines A1 Attests sowie des Arbeitsvertrags. Bei Fragen zur Mitarbeiterentsendung, insbesondere dem RUT-Register, wenden Sie sich bitte direkt an das AußenwirtschaftsCenter Kopenhagen.
  • Abholung/Lieferung von Waren: Vertrag bzw. Auftrag über die Warenlieferung (Frachtbrief) oder –abholung (Kaufbeleg) etc.
  • Geschäftstermin / Business Meeting: Die Dokumentation der geplanten Besprechung erfolgt durch nachvollziehbare Korrespondenz (z.B. des Mailverkehrs: Nachweis über die Arbeitsbeziehung sowie das Meeting - Zeitpunkt und Ort des Treffens) sowie Kontaktdaten eines Ansprechpartners in Dänemark, der das Meeting bzw. die von Ihnen bereitgestellten Informationen (und die Notwendigkeit einer physischen Anwesenheit) bestätigen kann. 

Personen, die ohne anerkennungswürdigen Grund nach Dänemark einreisen möchten, müssen damit rechnen, an den dänischen Grenzen abgelehnt zu werden!

Auch der Transit durch Dänemark für die Dienstleistungserbringung, Abholung/Lieferung von Waren bzw. Geschäftstermine in Schweden oder Norwegen ist gestattet (beachten Sie die jeweiligen Regelungen in diesen Ländern).

Die Informationen basieren auf einer Arbeitsübersetzung von Veröffentlichungen der dänischen Polizei und haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Eine ausführlichere Liste was als anerkennungswürdiger Grund für eine Einreise gilt und welche Dokumente mitgeführt werden müssen führt die dänische Polizei auf ihrer Webseite (in englischer Sprache). Weitere Informationen dazu erteilt das AußenwirtschaftsCenter Kopenhagen.

Ist der anerkennungswürdige Grund gut dokumentiert, sollte eine Einreise problemlos möglich sein. Zwar hat die dänische Polizei die permanenten Grenzkontrollen seit Anfang September auf Stichproben umgestellt, dennoch empfehlen wir die Mitnahme einer lückenlosen Dokumentation. 

Montage / Baustellen und Quarantäne

Für mit triftigem Grund Einreisende, die Dienstleistungen bzw. Bautätigkeiten in Dänemark erbringen, bestehen zum momentanen Zeitpunkt zwar keine Quarantäne-Vorschriften. Allerdings kann es sein, dass Hauptauftragnehmer bzw. Bauträger selbst Quarantäneerfordernisse haben. Bitte erkundigen Sie sich im Vorfeld bei Ihrem dänischen Auftraggeber oder Partner, ob für Ihre Mitarbeiter*Innen Restriktionen in diesem Zusammenhang gelten.

Grenzüberschreitung

  • Zwischen Dänemark und Deutschland sind folgende Grenzübergänge am Landweg offen: Kruså, Frøslev und Sæd. Aktuelle Informationen bietet die dänische Polizei.
  • Die Scandlines Fährverbindungen zwischen Rødby-Puttgarden und Gedser-Rostock sind offen. Auch die Bornholmslinjen von Sassnitz (DE) nach Bornholm hat uneingeschränkten Betrieb. Bitte informieren Sie sich auf der Webseite von Scandlines bzw. Bornholmslinjen zum aktuellen Status und beachten Sie die verschärften Einreisebestimmungen.
  • Der Flugverkehr nach/von Dänemark ist immer noch eingeschränkt. Viele Fluglinien haben ihren regulären Flugverkehr reduziert. Transit ist möglich. Bitte informieren Sie sich auf der Webseite ihrer Fluglinie bzw. ihres Transportunternehmens und beachten Sie die aktuellen Einreisebestimmungen.
  • Die Øresundbrücke nach Schweden ist offen. Bitte beachten Sie auch hier die verschärften Einreisebestimmungen. Ein Transit nach Schweden via Dänemark z.B. für eine Dienstleistungserbringung ist möglich. Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an das AußenwirtschaftsCenter Kopenhagen

Bitte beachten Sie auch die Hinweise zu den Grenzkontrollen in bzw. den Transit durch Deutschland.


Regelungen für den Güterverkehr: Grenzen für Güterverkehr offen

Dänische Grenzen sind weiterhin für Gütertransporte offen, sowohl nach Dänemark, als auch aus Dänemark heraus. Dies gilt auch für den Transit via Dänemark nach Schweden. Beachten Sie die Dokumentation bzw. den Nachweis über den anerkennungswürdigen Grund (siehe oben).


Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

Stufenweise Lockerung der Corona-Maßnahmen

Seit dem 14. April befindet sich Dänemark in einer phasenweisen Öffnung. Seit 8. Juni sind nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche wieder geöffnet, die durch die Corona-Maßnahmen der Regierung eingeschränkt waren. Trotz schrittweißer Öffnung bleiben zahlreiche Maßnahmen weiterhin bestehen. Andere Maßnahmen wurden aufgrund eines Anstiegs der Infektionszahlen Anfang September wieder verschärft. 

Anti-Corona-Maßnahmen der dänischen Regierung

Beispielhafter Auszug aus dem Maßnahmenkatalog in Verbindung mit COVID-19:

  • Alle Ansammlungen (innen und außen, privat und öffentlich) von mehr als 50 Personen sind bis vorerst 18. Oktober untersagt (betrifft eine Vielzahl an Veranstaltungen). Mit 8. August gibt es für Veranstaltungen, bei denen die teilnehmenden Personen primär sitzen (primär Kultur- und Sportveranstaltungen), unter gewissen Voraussetzungen Ausnahmen. Allgemein gilt jedoch, dass bis 31. Oktober Veranstaltungen bzw. Aktivitäten mit mehr als 500 Personen untersagt sind. 
  • Großversammlungen sind bis einschließlich Ende Oktober untersagt.
  • Diskotheken, Veranstaltungsorte und das Nachtleben bleiben geschlossen.
  • Die Privatwirtschaft ist angehalten, weiterhin Heimarbeit zu ermöglichen, insbesondere in den Ballungsgebieten der Großstädte Kopenhagen, Odense und Aarhus. 
  • Persönliche Meetings im Arbeitsumfeld sollen reduziert bleiben,
  • Einschränkungen im Flugverkehr.
  • Mit 22. August gilt in ganz Dänemark Maskenpflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln sowie an Stationen oder Bushaltestellen. Außerdem gilt eine Maskenpflicht für den Flughafen Kopenhagen.
  • Mit 19. September gilt für das Personal und stehende oder sich bewegende Gäste eine Maskenpflicht in Restaurants, Bars und Cafés. In diesem Zusammenhang wurden auch die Öffnungszeiten auf 22:00 Uhr beschränkt. Die Maßnahmen gelten vorerst bis 18. Oktober.

Die verschärften Reiserichtlinien wurden bis 31. Oktober verlängert. Derzeit ist die gesamte Welt im grün-gelb-orange-rot-Farbschema auf zumindest „gelb“ gestuft (bei Reisen wird zu extra Vorsicht geraten), einige europäische Länder und Regionen stehen auch auf orange (von allen nicht-notwendigen Reisen wird abgeraten).

Risikogebiete werden mit „rot“ klassifiziert (von allen Reisen dorthin wird abgeraten). Mit 27. Juni gibt es für die EU-/EWR-/Schengenländer eine neues Modell für Reiserichtlinien im Zusammenhang mit COVID-19, das Länder in „offene“ und „Quarantäne-Länder“ einstuft. Beurteilt wird dies regelmäßig anhand objektiver Kriterien.

Da sich die Situation laufend ändert, informieren Sie sich über den aktuellen Stand auf der offiziellen Seite der dänischen Gesundheitsbehörde bzw. des dänischen Außenministeriums.


Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft: Corona Virus-Hilfspaket der dänischen Regierung

Überblick über einzelne Punkte des dänischen Hilfspakets, das am 19. März beschlossen wurde und im Laufe der Zeit Erweiterungen und Verlängerungen erfahren hat bzw. um neue Pakete ergänzt worden ist. Insgesamt belaufen sich die Maßnahmen laut dänischem Wirtschaftsministerium in seiner Gesamtheit auf knapp DKK 400 Mrd. (ca. 53,62 Mrd. Euro)

  • Verlängerte Steuerfristen für Unternehmen: Fristverlängerungen für Mehrwertsteuer (moms), Lohnsteuer (A-Skat), B-Skat (Form der Lohnsteuer) und Arbeitsmarktsbeiträgen (AM-Bidrag) im April, Mai und Juni. Unterschiedliche Regelungen für KMUs und Großunternehmen. Die Maßnahmen sollen die Liquidität von Unternehmen um insgesamt DKK 166,3 Mrd. (ca. 22,29 Mrd. Euro) stärken.
  • Lohnkompensation für Unternehmen, die vor substanziellen Kündigungen von Mitarbeiter*Innen stehen: Diese Maßnahme im Umfang von DKK 10,2 Mrd. (ca. 1,37 Mrd. Euro) soll Massenentlassungen seitens jener Unternehmen entgegenwirken, die von den Folgen des Coronavirus wegen Auftragsrückgang und fehlenden Kunden besonders betroffen sind. Arbeitgeber*Innen erhalten einen teilweisen Ausgleich für Gehaltskosten und verpflichten sich im Gegenzug, keine Kündigungen auszusprechen, sondern die Mitarbeiter*Innen stattdessen mit Gehaltsfortzahlung nach Hause zu schicken. Die vorläufige Vereinbarung gilt rückwirkend vom 9. März bis einschließlich 29. August (nach einer Verlängerung Anfang Juni). In diesem Zeitraum können Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 75% der Gehaltskosten für Mitarbeiter*Innen mit Monatsgehalt (jedoch höchstens DKK 30.000 (ca. 4.020 Euro) pro Mitarbeiter*In pro Monat) und bis zu 90% des Gehalts für Mitarbeiter*Innen, die auf Stundenbasis entlohnt werden (jedoch höchstens DKK 30.000 (ca. 4.020 Euro) pro Mitarbeiter*In pro Monat), erhalten. Außerdem wurde die Möglichkeit der Mitarbeiterrotationen und flexiblere Ausgestaltung (Mitarbeiter*innen können zeitversetzt bzw. Teilzeit arbeiten) eingeführt. Davon Gebrauch machen können Unternehmen, die sich gezwungen sehen, Entlassungen von 30% des Mitarbeiterstabes oder 50 Mitarbeiter*innen vorzunehmen. Das Unternehmen muss eine CVR-Nummer in Dänemark haben, Unternehmen, die mit SE-Nummer registriert sind (B-Skat), sind nicht umfasst. Mit Auslaufen der Lohnkompensation Ende August wurde diese durch eine „Arbeitsverteilungsordnung“ abgelöst.
  • Arbeitsverteilungsordnung“ Am 31. August wurde ein Ersatz für die ausgelaufene Lohnkompensation in Form einer neuen vorübergehenden „Arbeitsverteilungsordnung“ (ny midlertidig arbejdsfordelingsordning) präsentiert, die bis April 2021 laufen kann. Mitarbeiter*innen erhalten in der Zeit, in der sie arbeiten, Arbeitslosengeld. Der Anteil der Arbeitslosigkeit für den/die einzelne*n Arbeitnehmer*In muss innerhalb von vier Wochen 20-50% der Periode betragen. Mitarbeiter*Innen erhalten dabei ein um 20,5% höheres Arbeitslosengeld. Dies entspricht ca. DKK 23.000 (ca. 3.090 Euro) pro Monat bei Vollzeitbeschäftigung.
  • Unterstützung für Selbstständige und Freiberufler mit Umsatzeinbußen von mindestens 30% von bis zu DKK 23.000 (ca. 3.080 Euro) pro Monat. Maßnahme im Umfang von DKK 14,1 Mrd. (ca. 1,89 Mrd. Euro). Weitere Details.
  • Teilweise Entschädigung für Fixkosten des Unternehmens: Branchenübergreifendes Hilfsprogramm für Unternehmen im Umfang von DKK 65,3 Mrd. (ca. 8,75 Mrd. Euro), welche in der Zeit vom 9. März bis einschließlich 8. Juli 2020 Fixkosten von mindestens DKK 12.500 (ca. 1.675 Euro) haben und COVID-19-bedingt einen Umsatzrückgang von mindestens 35% über den Zeitraum erwarten oder Öffnungsverbot haben und somit keinerlei Umsätze erwirtschaften. (Ursprünglich lag die Schwelle beim Umsatzrückgang bei 40% bzw. mind. 2.234 Euro Fixkosten. Nach Kritik wurden die Schwellen Anfang Mai nach unten revidiert.) Gedeckt werden bis zu 80% der fixen Kosten (z. B. Abschreibungen, Miete, Leasing und Zinsaufwand) bzw. für Unternehmen, die vom Gesetz her geschlossen halten müssen, sämtliche Fixkosten für den Zeitraum des Öffnungsverbotes bis maximal DKK 110. Mio. (ca. 14,75 Mio. Euro). Die Antragstellung erfolgt online und kann nur mit einer von einem Steuerberater unterzeichneten Erklärung geltend gemacht werden. Das Unternehmen muss eine CVR-Nummer in Dänemark haben. Unternehmen, die mehr als DKK 60 Mio. Entschädigung für Fixkosten erhalten, müssen ehrenwörtlich erklären, dass sie für die Geschäftsjahre 2020 und 2021 keine Dividenden zahlen oder Aktien zurückkaufen werden. Das Hilfsprogramm wurde mehrmals bis 31. Oktober 2020 verlängert und richtet sich an Unternehmen, die nach wie vor von den Corona Restriktionen (u.a. Versammlungsverbot, Grenzschließungen und Öffnungsverbot) umfasst sind, praktisch sind dies nur mehr wenige Bereiche.
  • Änderung der Regeln für Krankengeld: Arbeitgeber*Innen haben bereits ab dem ersten Tag Anspruch auf Erstattung wenn Arbeitnehmer*Innen bzw. Mitarbeiter*Innen aufgrund einer Ansteckung mit COVID-19 im Krankenstand oder unter Quarantäne gestellt sind.
  • Garantieregelungen für kleine und mittlere Unternehmen sowie für Unternehmen, die besonders stark von der Krise betroffen sind.
  • Erweiterter Rahmen für staatlich garantierte Darlehensprogramme für große sowie für kleine und mittlere Unternehmen. Dies soll Kredite in der Größenordnung von insgesamt DKK 25 Mrd. (ca. 3,34 Mrd. Euro) erleichtern. Weitere Informationen auf virksomhedsguiden.dk oder auf der Seite des Vækstfonden.
  • Verbesserter Zugang zu Exportkrediten für KMUs mittels EKF-Liquiditätsgarantien und Rückversicherungen
  • Entschädigungspool für abgesagte oder verschobene Veranstaltungen i.H.v. DKK 2,4 Mrd. (ca. 321 Mio. Euro). Um Anspruch auf Entschädigung zu haben, muss die Veranstaltung vor dem 6. April 2020 für den Zeitraum vom 6. März bis zum 31. Oktober und für mehr als 350 Teilnehmer*Innen geplant gewesen sein.
  • Die jährlich mit den Kommunen vereinte Bauobergrenze für Sanierungs- und Neubauprojekte wird für 2020 ausgesetzt. Gleichzeitig sollen Projekte, die noch dieses Jahr begonnen und abgeschlossen werden können, vorgezogen werden.
  • Änderungen für Arbeitslosengeldempfänger*innen: Die Zahlung des Arbeitslosengeldes im Zeitraum vom 1. März bis zum 31. Mai wirkt sich nicht auf das Arbeitslosengeld-Kontingent aus. Zusätzlich müssen Arbeitslose dem Arbeitsmarkt derzeit nicht zur Verfügung stehen. Außerdem soll die 225-Stunden Regel – Arbeitslose bekommen nur dann volles Arbeitslosengeld, wenn sie mindestens 225 Stunden innerhalb von 12 Monaten gearbeitet haben – ausgesetzt werden.
  • Rückerstattung von Steuern als zinsfreien Kredit für KMUs: Schaffung der Möglichkeit für Rückerstattung von bereits bezahlten Steuern bzw. Lohnsummensteuern als zinsfreien Kredit für KMUs mit Rückzahldatum bis 1.4.2021.
  • Vorgezogene Auszahlung aus dem Steuergutschriftensystem für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten (Skattekreditordningen) für das Geschäftsjahr 2019 bereits im Juni 2020 (anstatt wie üblich im November)
  • Kompensation für die Medienwirtschaft i.H.v. DKK 200 Mio. (ca. 24,12 Mio. Euro) für Verluste durch entgangene Annonce-Einnahmen
  • Aufschub der Fristen für Lohnsummensteuern für das 2. und 3. Quartal für gewisse Berufsgruppen, wie z.B. Physiotherapeuten, Zahnärzte oder Taxifahrer.
  • Hilfspaket für Start-Ups und Wachstumsunternehmen
    u.a. temporäres Matching von Risikokapital-Finanzierungen in Start-Ups in early stage Phasen durch den dänischen Wachstumsfond (Vækstfonden). Ausweitung des Wachstumsfonds mit DKK 1,2 Mrd. (ca. 160 Mio. Euro) für dessen Direktinvestitionen und Fondsinvestitionen. Aufstockung des Innovationsfonds „Innobooster“ mit DKK 350 Mio. (ca. 46,92 Mio. Euro) für 2020, der sich an Start-Ups und KMUs richtet. Außerdem gibt es eine Initiative zur Etablierung einer nationalen Crowdfunding-Plattform in Zusammenarbeit mit privaten Crowdfunding-Plattformen, die bis Ende des Jahres online gehen soll. Für Entwicklung und Betrieb sind dafür DKK 10 Mio. (ca. 1,34 Mio. Euro) abgestellt

Mit dem absehbaren Auslaufen der Hilfspakete hat sich die Regierung am 15. Juni auf ein Stimulus-Paket geeinigt, das mehrere Maßnahmen enthält: 

  • Bis Oktober wird drei Wochen aufgespartes Urlaubsgeld ausgezahlt. Die Mittel stammen aus einem Fonds, der im Zuge der Neugestaltung der dänischen Urlaubsregeln etabliert wurde. Darüber hinaus erhalten Empfänger von Transferzahlungen eine Einmalzahlung von DKK 1.000 (ca. 134 Euro).
  • Stärkung des internationalen Tourismusmarketings 2020.
  • Einfachere Zahlungsfristen für Steuern (Lohnsteuer (A-Skat), Arbeitsmarktsbeiträgen (AM-Bidrag) und Körperschaftsteuer).
  • Verlängerung der zeitlichen Befristung der Auszahlung von Arbeitslosengeld.
  • Fonds zur Rekapitalisierung großer dänischer Unternehmen. „Letzte Instanz“, wenn andere Finanzierungsmöglichkeiten ausgeschöpft wurden.
  • Export-Paket: Weitere Mittel zur Exportförderung.
  • Neustart-Fonds unter der Schirmherrschaft des dänischen Wachstumsfonds (Vækstfonden), der die Zahlungsfähigkeit in ansonsten gesunden Unternehmen sicherstellen soll.
  • Einigung, die Corona-Hilfspakete auslaufen zu lassen: Einige Hilfsmaßnahmen wurden dabei verlängert.

Die Informationen basieren auf einer Arbeitsübersetzung und haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Weitere Informationen zum Hilfspaket finden Sie auf der Webseite des dänischen Finanzministeriums, einschließlich eines Fact-Sheets zu den einzelnen Maßnahmen bzw. zu den erweiterten Maßnahmen. Einen Überblick aller Initiativen im Zusammenhang mit COVID-19 bietet die Webseite virksomhedsguiden.dk.

Antworten zu Auswirkungen des Coronavirus auf arbeitsrechtliche Fragen in Dänemark bietet auch die Website der Anwaltskanzlei NJORD unseres Vertrauensanwalts Stefan Reinel.

Weiters erstellt die Anwaltskanzlei LEAD Rödl&Partner der Vertrauensanwältin Alexandra Huber auf der LinkedIn Seite von LEAD ein regelmäßiges Update zu rechtlichen Fragen im Zusammenhang mit Corona.


Weitere Information und Notfallnummern

Zur aktuellen Lage in Dänemark informiert eine Vielzahl an dänischen Webseiten:

Von österreichischer Seite finden Sie Reiseinformationen bzw. aktuelle Reisewarnungen auf der Webseite des Bundesministeriums für Europäische und Internationale Angelegenheiten (BMEIA). Das Ministerium stellt auch Reiseinformationen für Dänemark zur Verfügung.

Auf die allgemeinen Hygieneempfehlungen der Gesundheitsbehörden wird starkes Augenmerk gelegt. Informationen zu Schutzmaßnahmen bzw. zum Coronavirus der österreichischen Behörden finden Sie beispielsweise auf der Webseite des österreichischen Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz.

Hotline der dänischen Gesundheitsbehörde (allgemeine Auskunft über COVID-19):
T +45 72 22 74 59

Hotline der dänischen Behörden (allgemeine Hinweise zum Verhalten, keine medizinisch-fachliche Auskunft): T +45 70 20 02 33

Akuttelefon Dänemark (nur bei Symptomen oder Verdacht auf Erkrankung): T 1813

Allgemeiner Notruf (Rettung, Polizei Feuerwehr) T 112

Informationen zur Coronavirus Situation in den anderen nordischen Ländern bzw. Deutschland.