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Coronavirus: Situation in Deutschland

Die AußenwirtschaftsCenter in Deutschland informieren österreichische Unternehmen über Auswirkungen des Coronavirus (COVID-19) auf Einreisebestimmungen, Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in Deutschland

Stand: 8.10.2021 | 15:30 Uhr 


Aktuell & Wichtig

Achtung: Grundsätzlich sind alle Reisenden verpflichtet, bei der Einreise über einen Impf-, Test- oder Genesenennachweis (Negativnachweis bzw. „3-G“) zu verfügen (es gilt somit eine ähnliche Regelung wie in Österreich – aber: die Kriterien von „genesen“ und „geimpft“ sind abweichend, s.u.). 
Risikogebiete werden in Deutschland ab dem 1.8.2021 in zwei Kategorien ausgewiesen: Hochrisikogebiete und Virusvariantengebiete. Bei der Einreise aus Risikogebieten sind weitere Pflichten (Melde-, Quarantäne- und Testpflicht) zu beachten. Österreich ist kein Risikogebiet.

Getestete, geimpfte und genesene Personen („3-G“) aus Deutschland müssen sich bei der Einreise nach Österreich nicht mehr mittels Pre-Travel-Clearance-Formular melden. Personen ohne 3-G Nachweis müssen sich weiterhin per Pre-Travel-Clearance Formular melden und innerhalb von 24 Stunden ihren 3-G-Nachweis nachreichen. Weitere Details entnehmen Sie dem Kapitel „Grenzübertritt: Von Deutschland nach Österreich“. 

Details zu den aktuellen Schutzmaßnahmen von Bund und Ländern bezüglich des Geschäftslebens finden Sie im Kapitel „Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben
Deutschlandweit gilt die 3G-Regel (Zutritt nur für geimpfte, genesene oder getestete Personen) z.B. im Bereich der Innengastronomie, im Beherbergungsbereich bzw. bei Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen (Friseur, Kosmetik, Körperpflege). Diese sieht für alle Personen, die weder vollständig Geimpfte noch Genesene sind, eine Pflicht zur Vorlage eines negativen Antigen-Schnelltests, der nicht älter ist als 24 Stunden oder eines negativen PCR-Tests, der nicht älter ist als 48 Stunden, vor. Je nach Bundesland bzw. lokaler Inzidenz kann es zusätzliche Vorschriften, die darüber hinausgehen, geben (siehe Bundesländer). 

Achtung: Die bisher kostenfreien Coronatests für jedermann („Bürgertests“) sind ab Montag, dem 11. Oktober grundsätzlich zu bezahlen. Es ist damit zu rechnen, dass viele Testzentren schließen und man deshalb zu Apotheken oder Ärzten gehen muss, um sich gegen Honorar testen zu lassen.

Die neue österreichische Einreiseverordnung (siehe unten „Grenzübertritt: Von Deutschland nach Österreich) sieht verlängerte Geltungsdauern für Impfnachweise vor und wurde bis 31. Oktober verlängert.“


Grenzübertritt: Von Österreich nach Deutschland

Erleichterung für GeimpfteErleichterung für GeneseneErleichterung für Getestete
JaJaJa
Als geimpft gilt man 14 Tage nach VollimmunisierungAls genesen gilt, wer eine höchstens sechs Monate und mindestens 28 Tage zurückliegende Infektion nachweisen kann.

PCR-Test gilt 72 Stunden
Antigentest gilt 48 Stunden

Nachweis-/Testpflicht („Negativnachweis“)

Reisende aus Österreich, die sich in den letzten 10 Tagen nicht in einem Hochrisikogebiet bzw. Virusvariantengebiet aufgehalten haben, müssen bei der Einreise lediglich über einen 3-G-Nachweis verfügen.

Grundregel: Einreise in Deutschland mit 3-G-Nachweis, bitte beachten Sie die unterschiedlichen Fristen der Vollimmunisierung:

Der sogenannte „Negativnachweis“ (= 3-G) wird wie folgt geführt (Achtung: in Details abweichend zu österreichischen Regeln):

  • Testnachweis
  • Es muss ein In-Vitro-Test (Antigen- oder PCR-Test) von einer dazu berechtigten Stelle vorgenommen worden sein. Sogenannte Selbsttests werden bei der Einreise nicht anerkannt. Auch Antikörpertests sind nicht ausreichend. Ein Antigentest darf zum Zeitpunkt der Einreise (Achtung bei längeren Flügen aus Übersee: Es gilt der Zeitpunkt der Landung und nicht des Abfluges!) nicht länger als 48, ein PCR-Test nicht länger als 72 Stunden zurückliegen.
  • Genesenen-Nachweis
  • Der Nachweis einer Genesung nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 wird durch Vorlage eines PCR-Testes (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) geführt. Ein solcher Test muss zum Zeitpunkt der Einreise mindestens 28 Tage zurückliegen und darf nicht älter sein als 6 Monate.
  • Impfnachweis
  • Nachweis einer vollständigen (d.h. Zweitimpfung z.B. mit Pfizer/Biontech oder Einmalimpfung mit Johnson&Jonson-Serum) Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2, wenn die zugrundeliegende Schutzimpfung mit einem der im Internet unter der Adresse www.pei.de/impfstoffe/covid-19 genannten Impfstoffen erfolgt ist und aus der dort genannten Anzahl von Impfstoffdosen, die für eine vollständige Schutzimpfung erforderlich ist, besteht und seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung mindestens 14 Tage vergangen sind
  • oder bei einer genesenen Person aus einer verabreichten Impfstoffdosis besteht.

Es werden grundsätzlich Nachweise in Papierform und elektronische Dokumente anerkannt. Es muss sich bei elektronischen Dokumenten aber um das Original handeln – ein Abfotografieren z.B. genügt nicht.

Ausnahmen:

  • Grenzpendler und Grenzgänger
  • Gewerblicher Güter- und Personenverkehr (nur das Fahrpersonal)
  • Aufenthalt von weniger als 24 Stunden im Grenzverkehr

Personen, die sich in den letzten 10 Tagen in einem Hochrisikogebiet bzw. Virusvariatengebiet aufgehalten haben, müssen weitere Regelungen (Melde- und Quarantänepflicht) beachten. Informationen dazu erhalten Sie nach Bekanntgabe der konkreten Details über die deutschen Außenwirtschaftscenter (berlin@wko.at bzw. muenchen@wko.at). 

Rechtliche Erfordernisse der Mitarbeiterentsendung sind weiter zu beachten.

Bitte beachten Sie, dass die gesetzlichen Bestimmungen und Meldepflichten für die Mitarbeiterentsendung weiterhin gelten. Bei Fragen zu diesen Bestimmungen, insbesondere dem A1-Formular, der Dienstleistungsanzeige und der Meldung nach Mindestlohngesetz, wenden Sie sich bitte direkt an die AußenwirtschaftsCenter in München oder Berlin.

Bitte beachten Sie auch:


Grenzübertritt: Von Deutschland nach Österreich

Allgemeine Bestimmungen

  • Gemäß COVID-19-Einreiseverordnung sind 3-G Personen aus Deutschland grundsätzlich von der Quarantänepflicht ausgenommen. Neben Deutschland gilt dies seit dem 19.5 auch für jene Länder, die in Anlage 1 der COVID-19-Einreiseverordnung angeführt sind. Voraussetzung ist, dass die Reisenden in den letzten 10 Tagen sich in keinem anderen Land aufgehalten haben, außer jenen in Anlage 1, oder Österreich.
  • Auch die Meldepflicht entfällt für 3-G Personen. Personen, die ohne 3-G Nachweis von Deutschland nach Österreich einreisen, müssen sich aber weiterhin mittels Pre-Travel-Clearance Formular melden und innerhalb von 24 Stunden einen 3-G Nachweis nachreichen. Die Pre-Travel-Clearance kann in Deutsch oder Englisch durchgeführt werden und erfolgt über diese beiden Links: Deutsch bzw. Englisch.
  • Für die folgenden Personen ist die Einreise ohne Einschränkungen (Melde-, Nachweis- und Quarantänepflicht) möglich:
    • Personen auf der Durchreise
    • Einreise zur Aufrechterhaltung des Güter- und Personenverkehrs
    • Personen, die ausländisches Territorium durchqueren (z.B. das Große Deutsche Eck, oder Reisen ins Kleinwalsertal) 

Meldepflicht

  • Die Meldepflicht gilt für Reisende aus Deutschland nur mehr, wenn bei der Einreise kein 3-G Nachweis erbracht werden kann. 
  • Die Bestätigung der Anmeldung ist elektronisch oder in Papierform mitzuführen.
  • Die Pre-Travel-Clearance kann in Deutsch oder Englisch durchgeführt werden und erfolgt über diese beiden Links: Deutsch bzw. Englisch.
  • Pendler müssen sich alle 28 Tage, bzw. bei jeder Änderung der anzugebenden Daten mittels Pre-Travel-Clearance Online-Formulars registrieren.
  • Nähere Informationen zu den neuen Einreisebestimmungen finden Sie beim Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz

Nachweis- /Testpflicht

  • Als genesen gilt in Österreich wer ein ärztliches oder behördliches Genesungszertifikat über eine in den letzten sechs Monaten überstandene Infektion vorweisen kann.
  • Als geimpft gilt man in Österreich
    • ab der Zweitimpfung, wobei die Erstimpfung nicht länger als 360 Tage zurückliegen darf und zwischen Erst- und Zweitimpfung mindestens 14 Tage verstrichen sind, oder
    • mit Impfung ab dem 22. Tag nach der Impfung bei Impfstoffen, bei denen nur eine Impfung vorgesehen ist, wobei diese nicht länger als 270 Tage zurückliegen darf, oder
    • mit Impfung nach einer Genesung, sofern mindestens 21 Tage vor der Impfung ein positiver molekularbiologischer Test auf SARS-CoV-2 bzw. vor der Impfung ein Nachweis über neutralisierende Antikörper vorlag, wobei die Impfung nicht länger als 360 Tage zurückliegen darf.
    • NEU hinzugefügt wurde die Ankerkennung einer weiteren Impfung (z.B. Drittimpfung) bei der Einreise, die dann für 360 Tage gilt, wenn zwischen dieser und einer
      •  Zweitimpfung (wie bei Pfizer, etc.), oder
      • nach einer nur einmal vorgesehenen Impfung (z.B. Johnson & Johnson) oder
      •  einer Impfung für Genesene 
      mindestens 120 Tage verstrichen sind.
  • Als getestet gilt in Österreich, wer über ein negatives Testergebnis verfügt. Ein PCR-Test kann maximal 72 Stunden zurückliegen, ein Antigentest 48 Stunden.
  • Pendler, die weder als geimpft noch als genesen gelten, benötigen bei der Einreise nach Österreich wöchentlich einen negativen Corona-Test.
  • Kann bei Einreise weder ein Impf- noch ein Genesenen-, noch ein Testnachweis vorgelegt werden, muss innerhalb von 24 Stunden nach Einreise ein Corona-Test (PCR oder Antigen) nachgereicht werden.

Quarantänepflicht

  • Es besteht keine allgemeine Quarantänepflicht für Personen, die aus Deutschland einreisen und sich in den letzten 10 Tagen nur in Ländern aufgehalten haben, die in Anlage 1 der COVID-19-Einreiseverordnung angeführt sind.
  • 3-G-Personen können ohne Quarantäne nach Österreich reisen.
  • Personen ohne 3-G-Nachweis müssen innerhalb von 24 Stunden nach Einreise einen Coronatest nachholen. Fällt das Ergebnis negativ aus, besteht auch hier keine Quarantänepflicht

Bitte beachten Sie:

Grenzübertritt: Aus Nicht-Schengen-Staaten via Deutschland nach Österreich

Deutschland erlaubt die Durchreise in einen anderen Schengenstaat, sofern die Einreise in den Zielstaat gesichert ist. 

Aus Drittstaaten kommend ist eine Durchreise durch Deutschland nach Österreich daher dann zulässig, wenn die Einreise nach Österreich im Sinne der COVID-19-Einreiseverordnung möglich ist. 

Die Belege, die zur Einreise nach Österreich benötigt werden, müssen bereits bei der Ankunft in Deutschland bereitgehalten werden. Die Zulässigkeit der Einreise in den Zielstaat muss vom Einreisenden gegenüber der deutschen Bundespolizei belegt werden.

Sonderregelung „Virusvarianten-Gebiete“: Die Coronavirus-Einreiseverordnung sieht ein allgemeines „Beförderungsverbot“ für Reisende aus Virusvarianten-Gebieten vor. Personen aus Virusvarianten-Gebieten dürfen nicht per Zug, Bus, Schiff und Flug nach Deutschland befördert werden. Ausgenommen hiervon sind Transitreisende, allerdings nur wenn der Anschlussflug in einen „Nicht-Schengen-Staat“ geht. Es ist also nicht möglich z.B. von Sao Paulo über einen deutschen Flughafen nach Österreich zu fliegen.


Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

Jedes Bundesland hat eine eigene Corona-Schutzverordnung erlassen, in der Schutzmaßnahmen, Regelungen bezüglich Öffnungen und Begegnungen im öffentlichen Raum geregelt werden. Einen Überblick über die geltenden Regelungen bezüglich Touristischer Einrichtungen und Dienstleistungen finden Sie im Tourismus-Wegweiser des Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes und der Homepage des DEHOGA Bundesverbands. Siehe u.a. die Übersicht der Bundesländer bezüglich der Testpflicht für Gäste (Stand: 02.09.2021) bzw. die Übersicht zu den Auflagen im Gastronomie- bzw. Hotelbereich (Stand: 02.09.2021).

Grundsätzlich gilt die 3G-Regel (Zutritt nur für geimpfte, genesene oder getestete Personen), die für alle Personen, die weder vollständig Geimpfte noch Genesene sind, eine Pflicht zur Vorlage eines negativen Antigen-Schnelltests, der nicht älter ist als 24 Stunden oder eines negativen PCR-Tests, der nicht älter ist als 48 Stunden, vorsieht. 

Solche Tests sollen u.a. Voraussetzung sein für 

  • den Zugang zur Innengastronomie
  • die Beherbergung: Test bei Anreise und zwei Mal pro Woche während des Aufenthalts
  • die Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen (z.B. Friseur, Kosmetik, Körperpflege)
  • die Teilnahme an Veranstaltungen und Festen (z.B. Informations-, Kultur- oder Sportveranstaltungen) in Innenräumen
  • den Sport im Innenbereich (z.B. in Fitness-Studios, Schwimmbädern oder Sporthallen)

Ausgenommen sind Kinder bis zum 6. Lebensjahr und Schüler, weil Schüler im Rahmen eines verbindlichen schulischen Schutzkonzeptes regelmäßig getestet werden.

Die Bundesländer können Regelungen vorsehen, dass die 3G-Regel ganz oder teilweise ausgesetzt wird, solange die 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis stabil unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern liegt oder das Indikatorensystem eines Landes (das weitere Faktoren einbezieht, wie zum Beispiel Hospitalisierung) ein vergleichbar niedriges Infektionsgeschehen widerspiegelt und ein Anstieg der Infektionszahlen durch die Aussetzung der Regelungen nicht zu erwarten ist. Die Erforderlichkeit der 3G-Regel wird mindestens alle vier Wochen überprüft. Über das Dashboard vom Robert-Koch-Institut kann man die Inzidenzwerte recherchieren. 

Zunehmend stellen Gaststätten und auch Betriebe auf die „2G-Regel“ um und lassen nur noch Geimpfte und Genesene ein. Ein Coronatest allein genügt dann nicht mehr. Es empfiehlt sich, dies vorher zu erfragen.

Außerdem sind ab Montag, dem 11. Oktober die bisher kostenfreien „Bürgertests“ nur mehr für bestimmte Personengruppen möglich – wer sich nicht impfen lassen will, muss dann Tests selbst bezahlen und dazu Ärzte oder Apotheken aufsuchen.

Wer ab 11. Oktober einen Corona-Test bei sich durchführen lassen will, aber nicht zu den oben erwähnten Ausnahmegruppen zählt, muss sich künftig an private Testzentren, Apotheken oder Hausärzte wenden.

Hinsichtlich der Preise werden verschiedenen Schätzungen zufolge mit Kosten für den Antigen-Schnelltest ab circa 19-20 Euro und für den PCR-Test von ca. 70-80 Euro gerechnet. Das Preisniveau kann dabei regional unterschiedlich sein und dürfte sich erst nach und nach einpendeln. Für entsprechend schnellere Testergebnisse ist mit zum Teil deutlichen Aufschlägen zu rechnen.

Weitere Hinweise findet man in den aktuellen Veröffentlichungen der Bundesregierung (dort auch Links zu den Bundesländern): 

Verpflichtendes Test-Angebot durch Arbeitgeber

Gemäß der vom Bundeskabinett beschlossenen Änderung der Corona-Arbeitsschutzverordnung, besteht ab 19.4.2021 zunächst bis 30.6.2021 in Deutschland für jeden Arbeitgeber – unabhängig von der Betriebsgröße – die Pflicht, solchen Mitarbeitern, die nicht ausschließlich im Homeoffice tätig sind, mindestens einen Test pro Kalenderwoche anzubieten.

In Tätigkeiten mit erhöhtem Infektionsrisiko, vermehrten Personenkontakten (wie bspw. Einzelhandel, Warenzustellung etc.) oder etwa bei körpernahen Dienstleistungen sind 2 Tests pro Woche anzubieten. 

Zur Qualität der Tests (Selbsttest, von eigenem medizinischem Personal durchgeführt oder externe Testmöglichkeit, also Testzentrum oder Apotheke) wird nichts vorgeschrieben. Es muss sich aber um zugelassene Tests handeln. Auf der Internetseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte findet man die ständig aktualisierte Liste der zugelassenen Tests.

Der Pflicht des Arbeitgebers, Tests auf seine Kosten anzubieten (man geht von ca. 130 Euro Mehrkosten/je Mitarbeiter bis Ende Juni aus), steht keine Pflicht zur Durchführung von Tests durch den Arbeitnehmer oder der Dokumentation des Testergebnisses gegenüber. Als Arbeitgeber muss man das Testangebot dokumentieren, also beweisen können, dass Testmöglichkeiten bestehen/ bestanden. D.h. einerseits ist die Beschaffung/ Organisation der Tests, aber auch die Zur-Verfügungs-Stellung an den einzelnen Mitarbeiter in nachweisbarer Form 4 Wochen lang aufzubewahren.

Eine Kostentragung kommt – entgegen vorgenanntem - bei Beziehen der Überbrückungshilfe III im Rahmen von Kosten für Hygienemaßnahmen in Betracht, ansonsten sind die Kosten steuerlich absetzbar.

Bei positivem Testergebnis, müsste sich der Arbeitnehmer zur Überprüfung zunächst an seinen Hausarzt oder ein Testzentrum wenden. Ist ein dort durchgeführter PCR-Test ebenfalls positiv, sind die Gesundheitsämter zuständig, um weitere Maßnahmen zu ergreifen (insb. Quarantäne-Anordnung). Der Arbeitgeber sollte – soweit bekannt - mögliche Kontaktpersonen eines positiv Getesteten im Betrieb hinsichtlich der Personendaten anonymisiert über den Kontakt mit einer infizierten Person informieren. Die Kontaktverfolgung selbst obliegt aber dem Gesundheitsamt.

Besteht keine betriebliche Vereinbarung hinsichtlich einer Testung inner- oder außerhalb der Arbeitszeit, ist die Testzeit grundsätzlich nicht als Arbeitszeit anzusehen.

Zuständig für die Kontrolle der Einhaltung sind die Arbeitsschutzbehörden – der Bußgeldrahmen reicht bis 30.000 Euro.

Für weitere Informationen verweisen wir auf die FAQs des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Ab dem 10. Oktober 2021 soll das vom Bund finanzierte Angebot für „kostenlose Bürgertests“ enden.

Erweiterte Hygienemaßnahmen 

Arbeitgeber müssen bei der Ausführung der Arbeiten die erforderlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes treffen und die Beschäftigten in verständlicher Form und Sprache über diese Schutzmaßnahmen informieren. 

Am Arbeitsplatz sollen die Arbeitsschutzstandards eingehalten werden. Insbesondere sollen dort, wo Abstände nicht eingehalten werden können und in Fahrzeugen „medizinische Masken (FFP2 bzw. OP-Masken) getragen werden. 

In Bezug auf den Umgang mit dem Coronavirus gelten erweiterte Hygienemaßnahmen. Hinweise, Handlungshilfen zur Erstellung und Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung für Beschäftigte finden Sie auf der Website der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft:

Damit die Mitarbeiter/innen während der Pausen die Sicherheitsabstände einhalten können, sollten entsprechende Pausenregelungen geschaffen werden. Kontrollorgane sind auch in diesem Bereich die Ordnungsämter der Kommunen sowie die Polizei.


Weitere Information und Notfallnummern

Treten bei Mitarbeiter/innen Symptome einer Erkrankung mit COVID-19 auf, sollten Sie sich unmittelbar an das lokal zuständige deutsche Gesundheitsamt wenden. Das Gesundheitsamt ist dann sowohl für den Meldeweg als auch für die Verhängung von weiteren Maßnahmen zuständig. Zudem wird Sie das Gesundheitsamt darüber informieren, wie Sie sich zu verhalten haben. 

Auf der Website des Robert Koch-Instituts finden Sie die Kontaktdaten des zuständigen deutschen Gesundheitsamts durch Eingabe der Postleitzahl des jeweiligen Aufenthaltsortes. 

Weitere wichtige Telefonnummern:

  • 112: Rettungsdienst für medizinische Notfälle
  • 116 117: Ärztlicher Bereitschaftsdienst
  • 0800 0117 722: Unabhängige Patientenberatung Deutschland
  • 030 3464 65100: Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums