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Coronavirus: Situation in Estland

Aktuelle Lage und Info-Update

Stand: 14.6.2021


Aktuell & Wichtig

  • Dank Verbesserung der Covid-Situation in Estland werden seit Ende April die strengen Schutzmaßnahmen stufenweise gelockert. Siehe näher im Kapitel Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben.    
    • Die Einreise aus der Europäischen Union, Schengen-Zone, Vereinigtem Königreich und Nordirland nach Estland ist generell gestattet, aus Drittländern nur aus Niedrig-Inzidenz-Ländern bzw. in bestimmten Ausnahmefällen. Siehe näher im Kapitel Einreise und Reisebestimmungen.
  • Die 10-tägige Selbstisolationspflicht gilt für Personen, die aus einem Land einreisen, dessen Coronavirus-Infektionsrate über 150 pro 100.000 Einwohner in den letzten 14 Tagen liegt. Die wöchentlich aktualisierte Länderliste finden Sie auf der Homepage des estnischen Außenministeriums.
    • NEU: Personen, die aus Österreich nach Estland reisen, sind aufgrund der gesunkenen Fallzahlen  in der Woche vom 14.06.-20.06.21 von der Quarantänepflicht befreit und müssen auch keinen negativen PCR COVID-Test vorzeigen!
    • Estland ist eines der Länder, das keine negativen COVID-Tests bei der Einreise vorschreibt. Achtung: auf manchen Destinationen verlangen allerdings die Fluglinien danach!
    • Einreisende, die der 10-tägigen Selbstisolationspflicht unterliegen, können deren Dauer durch Tests verkürzen. Siehe näher im Kapitel Einreise und Reisevorschriften.
    • Vor der Einreise muss eine Einreiseerklärung ausgefüllt werden.
    • Geimpfte oder genesene Personen können ohne jegliche Einschränkungen in Estland einreisen, für sie entfällt auch die Verpflichtung zur Einreiseerklärung.
    • Das estnische Außenministerium veröffentlicht wöchentlich aktualisierte Zusammenfassungen der Einreisebestimmungen (Stand 11.06.2021).

Einreise und Reisebestimmungen

Erleichterung für GeimpfteErleichterung für GeneseneErleichterung für Getestete
JaJaJa

keine Isolations- / Testpflicht, wenn alle Impfungen erfolgt, mit Impfzertifikat, max. 12 Monate alt

keine Isolations- / Testpflicht mit ärztl. Attest über Erkrankung bzw. Genesung, max. 6 Monate alt

teilweise Isolationspflicht nach 1. neg. PCR-Test, keine Isolationspflicht nach 2. neg. Test

  • Folgende Personen dürfen nach Estland reisen:
    • Estnische Staatsbürger und Ausländer mit estnischem Wohnsitz sowie deren Familienmitglieder.
    • Staatsbürger und Einwohner aus der EU, den Schengen-Staaten, Vereinigtem Königreich, Nord-Irland, Andorra, Monaco, San Marino und Vatikan sowie asymptomische Personen mit Langzeit-Visa und deren Familienmitglieder.
    • Einwohner von einigen Drittstaaten laut dem Annex 1 des Rates der EU. Zur Auflistung nach unten scrollen.
    • Staatsbürger von Ländern, die oben nicht genannt worden sind und wegen Arbeit oder Studium nach Estland kommen. Die Personen dürfen keine Covid-Symptome haben. 
    • Personen, die unter sonstige Ausnahmen laut Verordnung Nr. 282  gehören. Achtung! Die Personen, die an der Wartung, Reparatur, Garantie oder IKT der Ausrüstung eines in Estland tätigen Unternehmens arbeiten, gehören nicht mehr unter die Ausnahmen.
  • Die obligatorische Selbstisolation von 10 Tagen gilt für Einreisende aus jenen Ländern (siehe Auflistung des estnischen Außenministeriums), wo in den letzten 14 Tagen die Neuinfektionsrate pro 100.000 Einwohner bei 150 oder mehr lag.
  • Einreisende aus Österreich unterliegen daher derzeit keiner Selbstisolationspflicht!
  • Wenn man aus einem Land einreist, der in der Selbstisolationsliste steht, kann man deren Dauer durch zwei PCR Covid-Tests kürzen. Der erste Text darf maximal 3 Tage vor Einreise erfolgen. Nach dem ersten negativen Testresultat kann man zur Arbeit gehen und Einkäufe tätigen, man muss aber alle nicht notwendigen Kontakte vermeiden. Erst wenn nicht früher als 6 Tage nach dem ersten Test ein zweiter Test gemacht wird, der ebenfalls negativ ausfällt, kann die Selbstisolation vorzeitig beendet werden. Mehr Informationen finden Sie auf der estnischen Coronavirus Testing-Seite.
  • Den ersten Test kann man auch bei der Ankunft in Estland (z.B. am Tallinn Flughafen) machen. Aber Achtung: Viele Fluggesellschaften fragen vor dem Boarding nach einen negativen Covid-Test und lassen Reisende ohne den Test nicht rein! Daher prüfen Sie das bitte vorher mit Ihrer Fluglinie!
  • Für estnische Einwohner ist der Test kostenlos, ausländische Bürger können vor Ort mit der Bankkarte (kostet EUR 67.-) zahlen. Bis man die Testergebnisse bekommen hat, muss man in Selbstisolation bleiben. 
  • Genesene und geimpfte Personen: Personen, die innerhalb der letzten sechs Monate an Covid-19 erkrankt waren und dafür einen ärztlichen Beweis haben oder die eine Coronaimpfung nicht mehr als vor 12 Monaten bekommen haben, sind von der  Isolationspflicht oder Pflicht zur Abgabe eines Corona-Tests befreit. Sie müssen auch keine Einreiseerklärung abgeben – wenn sie über die nötigen Nachweise verfügen. Das gilt für Einreisende sowohl aus EU-Mitgliedsländern als auch aus Drittstaaten.          
    • Personen, die in Estland wohnen, können ihre Daten auf dem digilugu.ee-Portal abrufen.
    • Personen, die im Ausland an der Krankheit gelitten haben, können dies nachweisen, indem sie eine von einem Arzt in einem anderen Land ausgestellte Übertragungsbescheinigung vorlegen, aus der die personenbezogenen Daten der analysierten Person in lateinischem oder slawischem Alphabet, Estnisch, Russisch oder Englisch hervorgehen (z.B. Methode der Analyse, Testergebnis, Testort, Zeit, Arzt und die Angaben des Arztes). Der Nachweis kann auch eine beglaubigte Kopie der Datenbank eines anderen Landes sein.
    • Personen, die im Ausland geimpft wurden, können ihre Impfung nachweisen, indem sie einen Impfpass, eine Kopie oder eine Bescheinigung vorlegen, aus der unter anderem in lateinischer oder slawischer Alphabet, in estnischer, russischer oder englischer Sprache, personenbezogene Daten z. B. gegen welcher Krankheit man geimpft wurde; Datum der Immunisierung; Impfung, die verwendet wurde; Seriennummer; gegebene Dosis; wie viele Dosen der Person verabreicht wurden, Name des Immunisierers und andere Details hervorgehen. Der Nachweis kann auch eine beglaubigte Kopie der Datenbank eines anderen Landes sein. Für Drittstaatsangehörige wird eine Impfung mit COVID-19-Impfstoffen akzeptiert, die in ihrem Wohnsitzland oder Versandland zugelassen oder anerkannt sind.
  • Einreisende müssen ihre Einreiseerklärungen elektronisch ausfüllen und abgeben. Das Formular kann 72 Stunden vor Ankunft ausgefüllt werden.
    Personen, die bereits COVID-19 hatten oder geimpft wurden, oder andere Personen, die gemäß der jeweiligen Anordnung der Regierung der Republik Estland keinen Einschränkungen unterliegen, müssen die Erklärung nicht abgeben, wenn sie in der Lage sind, die Gründe für ihre Befreiung nachzuweisen.
  • Ausländer können im Transit durch Estland in ihr Heimatland reisen, falls sie keine COVID-19 Symptome haben.        
  • Es gibt derzeit keine Begrenzungen für Ausreisen aus Estland.
  • Das Flugnetz wird der sinkenden Auslastung und Empfehlung zur Vermeidung unnötiger Reisen angepasst. Direktflüge zwischen Wien und Tallinn gibt es momentan nicht.
  • Die Swiss Airline wird voraussichtlich ab dem 25.06. eine Direktflugverbindung zwischen Tallinn-Zürich einrichten.
  • Die irische Fluggesellschaft RyanAir bietet seit Juni Direktflüge zwischen Wien und Tallinn an.
  • Die ungarische Fluggesellschaft Wizzair will die direkte Flugverbindung zwischen Wien und Tallinn Ende Juli wiederherstellen.
  • Seit 11.06.21 sind Tallinn-Stockholm Kreuzfahrten wieder erlaubt. Falls die Corona-Fälle in den letzten 14 Tagen in Schweden höher als 150 pro 100.000 Personen waren, dann muss man nach der Rückkehr nach Estland in die Selbstisolation.
  • Ab 01.07.21 sind 24-Stunden-Reisen nach Estland erlaubt, wenn die Einreisende 72 Stunden vorher einen PCR-Covid Test oder 24 Stunden vorher einen Antigen-Test gemacht haben und dieser negativ ist. Von dem Test ausgenommen sind die bisher geltenden Ausnahmen.

Regelungen für den Güterverkehr 


Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

  • Seit 02.06. gibt es keine Maskenpflicht. Es wird jedoch empfohlen, diese in öffentlichen Orten zu verwenden.
  • Seit 31.05.2021 gilt die 2+2 Regel nicht mehr, aber man soll in den Innenräumen von anderen Personen immer noch Distanz halten.
  • Einkaufszentren und Geschäfte sind wieder geöffnet; 50% Kapazität.
  • Auch Innenräume von Restaurants dürfen mit einer Kapazität von 50% geöffnet sein.
  • Seit 03.05. darf man Museen wieder besuchen. Es gilt die 50% Kapazität. Indoor Veranstaltungen, wie z.B. öffentliche Sitzungen, Gottesdienste, Kultur- und Freizeitveranstaltungen sind für max. 600 Personen erlaubt; man kann Kinos, Theater, Konferenzen besuchen, Kapazität 50%. Andere Freizeitinstitutionen wie Nachtclubs sind noch geschlossen. Draußen können an Veranstaltungen max. 1000 Personen teilnehmen.
  • Seit 14.06. sind Veranstaltungen in Innenräumen für 3000 und draußen für 9000 Personen erlaubt, falls alle Teilnehmende 24 Stunden vorher einen Antigen-Test oder 72 Stunden vorher einen Covid PCR-Test gemacht haben. An Covid gelittene und geimpfte Personen dürfen ohne Test teilnehmen.
  • Seit 31.05. sind die Saunas, Spas und Schwimmbäder wieder geöffent, 50%; in Innenräumen 600 Personen, draußen 1000.
  • Sportwettbewerbe und –veranstaltungen dürfen im Freien mit maximal 1000 Personen und in Innenräumen mit maximal 600 Personen stattfindenSeit 04.06. sind auch Zuschauer erlaubt, 50% Kapazität.
  • Hobby- und Weiterbildung für Jugendliche sowie Sport in Innenräumen ist für 600 Personen erlaubt, draußen für 1000 Person.
  • Wenn man die Regelungen nicht einhält, hat der Staat das Recht eine Geldstrafe bis EUR 9.600.- zu verhängen.

Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Maßnahmen der 2. Welle

  • Ab 1. Jänner bis 30. April 2021 werden Arbeitnehmer schon ab dem zweiten Krankentag das Krankengeld bekommen (normalerweise bekommt man Krankengeld ab dem vierten Tag). Vom 2.–5. Tag wird es vom Arbeitgeber und danach von der Krankenkasse gezahlt.
  • Die estnische Regierung beschloss ein Hilfspaket für die Unterstützung der am stärksten betroffenen Unternehmen und Bereiche in Estland und besonders in Nordost-Estland betreffend die Schließungspflicht ab 12.12.20 für drei Wochen in Höhe von über 5 Mio. Euro.
    • 2,133 Mio. Euro gehen an Unternehmen in Nordost-Estland (Bezirk Ida-Virumaa)
    • 1,5 Mio. Euro gehen an Ausbildung und Jugendlichen-Bereich. 205.000 Euro davon sind für den Ida-Virumaa Bezirk reserviert.
    • 1,4 Mio. Euro gehen an Sport, Kultur und Erwachsenen-Hobbybereich, davon 430.000,- Euro nach Ida-Virumaa.
  • Die estnische Regierung wird die Fährunternehmen Tallink Grupp, Viking Line und Eckero Line und die estnische Niederlassung von DFDS A/S über das State Shared Services Center (RTK) mit insgesamt 20 Millionen Euro unterstützen.
  • Die estnische Regierung beschloss am 31.12.20 ein Hilfspaket in Höhe von mehr als 30 Mio. Euro für Unternehmen, die im Zeitraum von 28.12.20-17.1.21 im Landkreis Harjumaa (mit Hauptstadt Tallinn) und Ida-Virumaa zusperren mussten. 
    • 16 Mio. Euro über Arbeitslosenkasse für die Kurzarbeit
    • 800.000 Euro an Unterstützung für Selbstständige
    • 10 Mio. Euro für den Tourismussektor
    • 3,7 Mio. Euro geht an den Sport- und Kultursektor
    • 2,7 Mio. Euro geht an Bildungs- und Jugendbereich
  • Am 28.01.21 beschloss die Regierung weitere 8 Mio. Euro Unterstützung über die Arbeitslosenkasse für Unternehmen in Harjumaa und Ida-Virumaa für die Kurzarbeit für die Periode 17.01.-31.01.21.
  • Detaillierte Informationen zu den oben genannten Maßnahmen finden Sie in englischer Sprache.
  • Die Regierung hat am 11.02. einen Plan für die Verteilung von Mitteln aus der EU Recovery and Resilience Facility (RRF) und React-EU gebilligt, der die Bereitstellung von React-EU-Mitteln in Höhe von 17,7 Millionen Euro für den Tourismussektor des Landes vorsieht.
  • Die Regierung beschloss am 5. März ein weiteres Hilfspaket für die von COVID am meisten betroffenen Unternehmen.
    • Für diese Unternehmen wird das Gehalt für März kompensiert. Die Kosten von ca. 38 Mio. Euro werden aus der Arbeitslosenkasse bezahlt.
    • Auch Selbstständige, die stark betroffen waren, werden unterstützt. Kosten 4,66 Mio Euro.
    • Ca. 7 Mio. Euro werden für den Bildungs- und Kulturbereich vorgesehen.
  • Die estnische Regierung billigte am 17.03.21 ein zusätzliches Budget in Höhe von 641 Mio. Euro. Ziel ist es, die durch die Covid-Pandemie betroffenen Wirtschaftsbranchen zu unterstützen. So werden der Gesundheitssektor mit 150 Mio. Euro, der Tourismus- und Gastronomiesektor mit 25 Mio. Euro und die Kulturbranche mit 42 Mio. Euro unterstützt. Der Bildungssektor bekommt 14,4 Mio. Euro. In den psychischen Gesundheitsbereich gehen 2,85 Mio. Euro und in den Rehabilitationssektor 1,2 Mio. Euro. Die Unternehmen werden zusätzlich noch mit 19 Mio. € unterstützt. Für die lokalen Verwaltungen sind 46 Mio. Euro zugeteilt. Eine Reserve von 117 Mio. Euro ist für den Pensionsfonds als 2. Säule wegen der ausgesetzten staatlichen Beiträge vorgesehen. Für die Kurzarbeit sind 102,2 Mio. Euro gedacht.
  • Detaillierte Informationen zu den aktuellen Maßnahmen finden Sie in englischer Sprache.
  • Weiters wurde beschlossen, dass Estland 2021 zusätzliche 2,5 Mrd. Euro Kredite aufnehmen wird.   

Maßnahmen der 1. Welle (sind zum Großteil abgelaufen)

  • Die estnische Regierung beschloss ein Hilfspaket über einen Betrag von 2 Milliarden Euro. Dies entspricht nahezu 7 % des estnischen Bruttonationalproduktes. Die Auszahlung der staatlichen Hilfen erfolgt über zwei Institutionen: KredEX für die Wirtschaft und Rural Development Foundation für die Landwirtschaft. Das Paket inkludiert Gelder zur Unterstützung bei verringertem Arbeitsverdienst zur Verhinderung von Kündigungen. 
  • Das Paket inkludiert folgende Maßnahmen:
    • Von der SA KredEx bis Jahresende angebotene Maßnahmen (laufen mit 31.12.2020 ab):
      1) Kreditbürgschaft zur Lockerung der Rückzahlungspläne bereits gewährter Bankkredite – in Höhe von 1 Milliarde Euro (Höchstgrenze der Realisierung der Bürgschaften 600 Mill. Euro);
      2) Umsatzkredit der KredEx SA – in Höhe von 500 Mill. Euro;
      3) Investitionskredit der SA KredEx – in Höhe von 50 Mill. Euro
    • Nähere Bedingungen finden Sie auf dem Homepage von Kredex und unter Download „Paket der wirtschaftlichen Maßnahmen (auf Deutsch)“
      Der führende estnische Fährbetreiber Tallink hat Anfang Juni mit der staatlichen Kredex einen Kreditvertrag von bis zu 100 Mio. Euro über eine Laufzeit von 3 Jahren unterzeichnet.
    • Das Wirtschaftsministerium hat gemeinsam mit der KredEX Stiftung und Enterprise Estonia ein 25-Millionen-Euro-Hilfspaket entwickelt, um den Tourismussektor zu unterstützen (ist mittlerweile abgelaufen).
    • Die Arbeitsmarktdienstleistung der estnischen Arbeitslosenkasse zur Unterstützung des verringerten Arbeitsverdienstes (ist abgelaufen) – in Höhe von 250 Millionen Euro unter den folgenden Bedingungen: 1) die Beihilfe kann von jedem dazu qualifizierten Arbeitgeber für einen Zeitraum von zwei Monaten von März bis Mai 2020 in Anspruch genommen werden; 2) die Beihilfe wird für jeden unterstützungsbedürftigen Arbeitnehmer pro Monat bis zu einem Höchstbetrag von 1000 Euro brutto gezahlt; 3) die Beihilfe wird in der Regel als 70 % des Bruttogehalts des Arbeitnehmers für die letzten 12 Monate erteilt; 4) Im Mai hat man beschlossen, dass man diese Beihilfe im Juni (mit Antragsmöglichkeit ab 1. Juli) fortsetzt, jedoch unter strengeren Bedingungen. 
    • Von März bis Mai erstattete der Staat dem Arbeitnehmer für die ersten drei Tage des Krankenstands alle Krankenscheine.
    • Ländliche Unternehmen können sich an die Stiftung für ländliche Entwicklung wenden, um eine Bürgschaft (bis zu 50 Millionen Euro), einen Umsatzkredit (bis zu 100 Millionen Euro) oder Landkapital (bis zu 50 Millionen Euro) zu erhalten (lauft mit 31.12.2020 ab). 
    • Für Einzelunternehmer wird eine Hilfsmaßnahme der vorausgezahlten Sozialabgabe eingeführt.
    • Die Beiträge zur II. Säule der kapitalgedeckten Rente werden vorübergehend (derzeit bis 31. August 2021) ausgesetzt.
    • Das Kultur- und Sportbereich bekommt eine Unterstützung von 25 Mio Euro.
    • Die Regierungsmitglieder unterstützten die Vorschläge des Finanzministers, die Berechnung von Steuerzinsen durch den Staat für zwei Monate auszusetzen und Stundung von Steuerschulden zu einem niedrigeren Zinssatz als derzeit zu ermöglichen.
  • Die Nordic-Investment Bank (NIB) wird Estland einen Kredit in Höhe von 750 Millionen Euro gewähren, Laufzeit: 15 Jahre. Ziel: Finanzierung von Maßnahmen zur Abfederung der Folgen der Corona-Krise.
  • Flughafen Tallinn überlegt Gebührenreduktionen, eine Maßnahme die auch von anderen europäischen Flughäfen angestrebt wird. Staatssubventionen wurden bereits beantragt, enge Zusammenarbeit der Baltenstaaten wird angekündigt.
  • Die Verbrauchsteuer auf einige Treibstoffe, Gas und Strom wird temporär von 1. Mai 2020 bis 30. April 2022 gesenkt.
  • Estland hat der Weltgesundheitsorganisation WHO angeboten, seine große Expertise bei der Digitalisierung des Austausches von Gesundheitsdaten zwischen den Ländern einzubringen.

Weitere Information und Notfallnummern