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Coronavirus: Situation in Estland

Aktuelle Lage und Info-Update

Stand: 03.08.2020


Aktuell & Wichtig

  • Seit 18. Mai ist der Ausnahmezustand in Estland beendet. Viele verbliebene Restriktionen wurden in der Phase der Wiederherstellung des Normalzustandes bereits etappenweise gelockert.
  • Seit 1. Juni dürfen Einreisende ohne COVID-Symptome aus der Europäischen Union, Schengen- Zone, Vereinigtem Königreich und Nord-Irland nach Estland reisen.
  • Die obligatorische 14-tägige Selbstisolation für Personen, die nach Estland kommen, hängt davon ab, ob die relative Coronavirus-Infektionsrate in ihrem Herkunftsland über 16 liegt: Davon befreit sind Passagiere, in deren Herkunftsland sich in den letzten 14 Tagen nicht mehr als 16 Personen pro 100 000 Einwohner infiziert haben. Die Länderliste auf der Homepage des estnischen Außenministeriums wird jeden Freitag überprüft und aktualisiert.
  • Achtung! Personen, die von Österreich nach Estland reisen, müssen sich nach dem jetzigen Stand (31.07.) für Einreise im Zeitraum von 03.-09.08.2020 in Estland in eine Selbstisolation begeben!
  • Die Länderliste sollte laufend kontrolliert werden! 

Einreise und Reisebestimmungen

  • Folgende Personen dürfen nach Estland reisen:
    • Estnische Staatsbürger und deren Familienmitglieder;
    • Ausländer, die die estnische Aufenthaltsgenehmigung (residence permit) oder einen Wohnsitz (right of residence) haben,
    • Staatsbürger und Einwohner aus der EU, den Schengen-Staaten, Vereinigtem Königreich, Nord-Irland, Andorra, Monaco, San Marino und Vatikan sowie Personen mit Langzeit-Visa und deren Familienmitglieder, wenn sie keine Covid-Symptome zeigen.
    • Einwohner von einigen Nicht-EU-Staaten, wenn sie keine COVID-Symptome haben. Die Auflistung finden Sie HIER (nach unten scrollen). 
  • Einreisende Personen, die Covid-Symptome haben, müssen sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Weiters besteht die Verpflichtung zur 14-tägigen Selbstisolation für Einreisende aus jenen Ländern (siehe Auflistung des estnischen Außenministeriums), wo in den letzten 14 Tagen mehr als 16 Personen pro 100 000 Einwohner infiziert worden sind. Die Liste erscheint jeweils Freitag und gilt ab darauffolgendem Montag. 
  • Genaue Informationen zu den Einreise- und Selbstisolationsbestimmungen hat auch die estnische Polizei- und Grenzbehörde HIER zusammengestellt. So erteilt sie z.B. für Ausländer, die an kritischen Infrastrukturprojekten beteiligt sind, eine Sondergenehmigung. Personen, die diese Eintrittsgenehmigung erhalten haben, sind von der 14-tägigen Quarantänebestimmung ausgenommen. Die Genehmigung finden Sie HIER (für das Formular etwas runter scrollen).  
  • Ausländer können im Transit durch Estland in ihr Heimatland reisen, falls sie keine COVID-19 Symptome haben.
  • Bei der Einreise nach Estland sind Polizei und Grenzschutz befugt, bei den Einreisenden die Informationen über deren Reise, mit wem sie gereist sind, mögliche Kontakte mit infizierten Personen und darüber, ob sie in den letzten Tagen Symptome einer Viruserkrankung gezeigt haben, anzufordern.
  • Es gibt derzeit keine Begrenzungen für Ausreisen aus Estland.
  • Der internationale Passagierverkehr mit Flug und Fähre wird zunehmend wieder regelmäßgier.   
  • Laut Fahrplan verkehren auf der Estland-Finnland Verbindung Schiffe der Anbieter Tallink, Viking Line und Eckerö Line. Es gibt auch tägliche Finnair-Flüge zwischen Tallinn und Helsinki.
  • Die Fluglinie AirBaltic bietet seit 2. Juni wieder Direktflüge zwischen Tallinn und Wien an.
  • Die Fluglinie WizzAir bietet Direktflüge zwischen Tallinn und Wien. 
  • Lufthansa bietet Direktflüge zwischen Frankfurt und Tallinn an.
  • LOT bietet ab Mitte Juni Flüge zwischen Wien und Tallinn mit Zwischenlandung in Warschau an.

Regelungen für den Güterverkehr 

  • Der Güterverkehr und Anbieter von wesentlichen Dienstleistungen sind von den Verboten nicht betroffen, d.h. es gibt bei der Einreise keine Beschränkungen.
  • Mehr zur Güterverkehr und mitzuführende Dokumente während Corona-Pandemie

Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

  • Die Regierung empfiehlt weiterhin überall die Einhaltung der 2+2 „Regel“, es besteht jedoch keine Pflicht mehr dazu.
  • Gelockerte Einschränkungen gelten noch in den folgenden Bereichen:
    • Ab 15. Juli sind Außenveranstaltungen wie z.B. Sportwettbewerbe, Konzerte, öffentliche Sitzungen bis 2.000 Personen erlaubt.
    • Ab 15. Juli sind Veranstaltungen in Innenräumen bis 1.500 Personen erlaubt.
    • Voraussetzung für beide Bereiche: 50% der Kapazität und soziale Distanzierung 

Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

  • Die estnische Regierung beschloss ein Hilfspaket über einen Betrag von 2 Milliarden Euro. Dies entspricht nahezu 7 % des estnischen Bruttonationalproduktes. Die Auszahlung der staatlichen Hilfen erfolgt über zwei Institutionen: KredEX für die Wirtschaft und Rural Development Foundation für die Landwirtschaft. Das Paket inkludiert Gelder zur Unterstützung bei verringertem Arbeitsverdienst zur Verhinderung von Kündigungen. 
  • Das Paket inkludiert folgende Maßnahmen:
    • Von der SA KredEx bis Jahresende angebotene Maßnahmen:   
      1) Kreditbürgschaft zur Lockerung der Rückzahlungspläne bereits gewährter Bankkredite - in
          Höhe von EUR 1 Milliarde (Höchstgrenze der Realisierung der Bürgschaften EUR 600 Mill.);
      2) Umsatzkredit der KredEx SA – in Höhe von EUR 500 Mill.;
      3) Investitionskredit der SA KredEx – in Höhe von EUR 50 Mill.
    • Nähere Bedingungen finden Sie auf dem Homepage von Kredex und unter Download „Paket der wirtschaftlichen Maßnahmen (auf Deutsch)“
      Der führende estnische Fährbetreiber Tallink hat Anfang Juni mit der staatlichen Kredex einen Kreditvertrag von bis zu EUR 100 Mio. über eine Laufzeit von 3 Jahren unterzeichnet.
    • Das Wirtschaftsministerium hat gemeinsam mit der KredEX Stiftung und Enterprise Estonia ein 25 Millionen € Hilfspaket entwickelt, um den Tourismussektor zu unterstützen
    • Die Arbeitsmarktdienstleistung der estnischen Arbeitslosenkasse zur Unterstützung des verringerten Arbeitsverdienstes – in Höhe von EUR 250 Millionen unter den folgenden Bedingungen: 1) die Beihilfe kann von jedem dazu qualifizierten Arbeitgeber für einen Zeitraum von zwei Monaten von März bis Mai 2020 in Anspruch genommen werden; 2) die Beihilfe wird für jeden unterstützungsbedürftigen Arbeitnehmer pro Monat bis zu einem Höchstbetrag von 1000 EUR brutto gezahlt; 3) die Beihilfe wird in der Regel als 70% des Bruttogehalts des Arbeitnehmers für die letzten 12 Monate erteilt; 4) Im Mai hat man beschlossen, dass man diese Beihilfe im Juni (mit Antragsmöglichkeit ab 1. Juli) fortsetzt, jedoch unter strengeren Bedingungen.  
    • Von März bis Mai erstattete der Staat dem Arbeitnehmer für die ersten drei Tage des Krankenstands alle Krankenscheine.
    • Ländliche Unternehmen können sich an die Stiftung für ländliche Entwicklung wenden, um eine Bürgschaft (bis zu 50 Millionen Euro), einen Umsatzkredit (bis zu 100 Millionen Euro) oder Landkapital (bis zu 50 Millionen Euro) zu erhalten. 
    • Für Einzelunternehmer wird eine Hilfsmaßnahme der vorausgezahlten Sozialabgabe eingeführt.
    • Die Beiträge zur II. Säule der kapitalgedeckten Rente werden vorübergehend (derzeit bis 31. August 2021) ausgesetzt.
    • Das Kultur- und Sportbereich bekommt eine Unterstützung von 25 Mio Euro.
    • Die Regierungsmitglieder unterstützten die Vorschläge des Finanzministers, die Berechnung von Steuerzinsen durch den Staat für zwei Monate auszusetzen und Stundung von Steuerschulden zu einem niedrigeren Zinssatz als derzeit zu ermöglichen.
  • Die Nordic-Investment Bank (NIB) wird Estland einen Kredit in Höhe von EUR 750 Million gewähren, Laufzeit: 15 Jahre. Ziel: Finanzierung von Maßnahmen zur Abfederung der Folgen der Corona-Krise.
  • Flughafen Tallinn überlegt Gebührenreduktionen, eine Maßnahme die auch von anderen europäischen Flughäfen angestrebt wird. Staatssubventionen wurden bereits beantragt, enge Zusammenarbeit der Baltenstaaten wird angekündigt.
  • Die Verbrauchsteuer auf einige Treibstoffe, Gas und Strom wird temporär von 1. Mai 2020 bis 30. April 2022 gesenkt.   
  • Estland hat der Weltgesundheitsorganisation WHO angeboten, seine große Expertise bei der Digitalisierung des Austausches von Gesundheitsdaten zwischen den Ländern einzubringen.

Weitere Information und Notfallnummern