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Coronavirus: Situation in Indonesien

Aktuelle Lage und Info-Update

Das AußenwirtschaftsCenter Jakarta informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in Indonesien.

Stand: 13.6.2022

Informationen für Unternehmen zum neuartigen Coronavirus (COVID-19) finden Sie auf unserem WKO Coronavirus Infopoint

Inhalt


Aktuell & Wichtig

  • Einreisebeschränkungen für ausländische Staatsangehörige werden teilweise gelockert (keine Quarantäne mehr für vollständig Geimpfte, Visa on Arrival für touristische Zwecke)
  • vorübergehend schwerwiegende Auswirkungen auf die indonesische Wirtschaft [diese schrumpfte 2020 um 2,2%; erstes Minuswachstum seit 1999]; seit Mitte 2021 wieder positives Wachstum
  • Landesweites Impfprogramm läuft seit Mitte Jänner 2021
  • verstärkte Einschränkungen im öffentlichen Leben
  • die Hauptinsel Java ist am meisten betroffen
  • Einschränkungen beim Inlandsverkehr (auf dem Luft-, Wasser- und Landweg)


Einreise und Reisebestimmungen 

Erleichterung für GeimpfteErleichterung für GeneseneErleichterung für Getestete
JaNeinJa, da Voraussetzung für Einreise

Es gilt die Reiseinformation des Österreichischen Außenministeriums (BMEIA).

» Siehe Webseite Bundesministerium, Unterpunkt „Aktuelle Hinweise“

Seit 02.04.2020 bestehen für alle ausländischen Staatsangehörigen bis auf Weiteres Einreisebeschränkungen nach Indonesien (u.a. vorübergehende Aussetzung von visumfreier Einreise und visa-on-arrival). Ausnahmen bestehen unter speziellen Vorschriften z.B. für Personen mit gültiger Aufenthaltsgenehmigung für Indonesien, diplomatische Vertreterinnen und Vertreter, humanitäre Hilfskräfte, sowie seit Mitte September 2021 für Geschäftsreisende (Beantragung des Visums durch den indonesischen Geschäftspartner über https://visa-online.imigrasi.go.id/index.xhtml).

Visa on Arrival für touristische Zwecke werden seit 07.03.2022 wieder für Reisende aus mittlerweile 72 Ländern (Österreich befindet sich seit 27.04.2022 darunter) ausgestellt. Für Einreisende aus den ASEAN-Staaten wurde indes die Visafreiheit wieder eingeführt.

Die Einreise muss direkt über offiziell dafür vorgesehene Grenzpunkte erfolgen. Derzeit sind dies die Flughäfen Jakarta, Bali, Medan, Surabaya, Makassar, Manado, Yogyakarta, Batam und Lombok, zehn Häfen in der Provinz Kepulauan Riau und einer auf Bali (Benoa), sowie vier Grenzübergänge zu Malaysia und Timor-Leste.

Darüber hinaus muss seit 06. Juli 2021 auch ein COVID-Impfnachweis vorgelegt werden (bei zweiteiligen Impfungen sind beide Dosen nötig, die letzte muss mindestens 14 Tage vor Abflug verabreicht worden sein). Seit 18. Mai 2022 ist der zuvor bei der Einreise ebenfalls verpflichtend vorzuweisende negative PCR-Test aus dem Abflugsland nicht mehr notwendig.

Alle vollständig geimpften (bzw. „geboosterten“) ausländischen Staatsangehörigen müssen seit 23. März 2022 keine Quarantäne mehr absolvieren. Für Reisende mit nur einer Teilimpfung und Ungeimpfte beträgt die Quarantänedauer 5 Tage.

Vor Reiseantritt muss auch die sogenannte „Electronic Health Alert Card“ (e-HAC Indonesia) über die App „PeduliLindungi“ ausgefüllt werden.

Außerdem wird gebeten, sich vor einer geplanten Reise bei der indonesischen Botschaft über die genauen Anforderungen zu informieren: Webseite der Botschaft der Republik Indonesien in Wien.

Unter dem Link der COVID-19-Taskforce der Regierung finden Sie eine laufend aktualisierte interaktive Karte Indonesiens, auf welcher die Regierungsbezirke gemäß ihres COVID-19 Status von dunkelrot (hohes Risiko) bis dunkelgrün (nicht betroffen) eingefärbt sind.

Die Nutzung von privaten und öffentlichen Verkehrsmitteln (See-, Luft-, Land- und Eisenbahntransporte) aus/in die Ballungsgebiete ist landesweit eingeschränkt. Der Warenverkehr und der innerstädtische Verkehr sind von dieser Regelung ausgenommen. Der verpflichtende COVID-19 Test bei Inlandsflügen ist seit 8. März 2022 nicht mehr vorzuweisen, sofern eine vollständige Impfung vorgewiesen werden kann.

Sollten Sie sich zurzeit in Indonesien aufhalten, empfehlen wir die Hygienehinweise der WHO genau zu beachten und sich unbedingt beim Österreichischen Außenministerium registrieren

Es wird empfohlen die aktuellen Entwicklungen in den Medien und auf der Webseite des Österreichischen Außenministeriums (BMEIA) bzw. der Webseite der Österreichischen Botschaft Jakarta laufend zu verfolgen. Für konkrete Fragen zur Situation in Indonesien sind wir unter jakarta@wko.at für Sie erreichbar. 


Regelungen für den Güterverkehr

Für Desinfektionsmittel, Rohstoffe für Masken, Personal Protective Equipment und Masken bestand bis 30. Juni 2020 ein Exportverbot. Der Import für diese und andere in der derzeitigen Krisensituation wichtige Waren wurde erleichtert. Außerdem wurde für gewisse medizinische Ausrüstungen (HS 22 Codes und einige zusätzliche Waren) keine Importlizenz verlangt. Auch diese Maßnahmen waren bis 30. Juni 2020 gültig.

Aufgrund des stark eingeschränkten Geschäftslebens kann es zu mitunter erheblichen Verzögerungen im Warenverkehr kommen. Auch starke Preisschwankungen sind möglich. Die Grenzübergänge zu Malaysia, Papua-Neuguinea und Timor-Leste sind bis auf wenige Ausnahmen geschlossen.


Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

Am 10.4.2020 wurden in der Hauptstadtregion Jakarta verschärfte Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung von COVID-19 verordnet. Diese „large-scale social restrictions“ (PSBB) wurden in weiterer Folge von mehreren Städten, Bezirken und Provinzen in Indonesien in gleichem oder ähnlichem Ausmaß übernommen.

Ein Großteil der Geschäfte und Restaurants wurde aufgrund dieser Restriktionen geschlossen, für alle nicht-essentiellen Unternehmen wurde Homeoffice angeordnet.

Seit 5.6.2020 wurden diese Einschränkungen teilweise aufgehoben. Büros, Geschäfte, Restaurants, religiöse Andachtsstätten, Einkaufszentren, Museen, Freizeitzentren und andere Orte durften mit einer Kapazitätsbeschränkung von 50% wieder öffnen. Es herrscht generelle Maskenpflicht, bei Nichtbefolgung drohen IDR 250.000 Strafe (ca. 16,- Euro). 

Aufgrund weiterhin stark steigender Fallzahlen und steigender Auslastung der Krankenhäuser, waren in der Hauptstadtregion Jakarta zwischen 14.9.2020 und 12.10.2020 wieder „large-scale social restrictions“ (PSBB) in Kraft.

Für den Zeitraum von 18.12.2020 bis 8.1.2021 wurde eine Verschärfung der Reisebeschränkungen für bestimmte Provinzen angeordnet (unter anderem Bali).

Seit 11.1.2021 sind in sämtlichen Teilen der Inseln Java und Bali „Restrictions on Public Activities“ (PPKM) in Kraft. Es gelten vorübergehend stärkere Einschränkungen im öffentlichen Leben, zum Beispiel verkürzte Öffnungszeiten und ein Verbot von öffentlichen Veranstaltungen.  Diese Maßnahmen wurden mehrmals verlängert und sind derzeit in allen 34 Provinzen in Kraft

Aufgrund stark steigender Fallzahlen wurden in Jakarta mit 22.06.2021 neuerliche Verschärfungen verordnet (Kapazitätsbeschränkungen für Büros, Gastronomie und Handel auf 25%, verkürzte Öffnungszeiten). Diese zweite Welle im Juni (großer Anteil der Delta-Variante) hat für Höchstwerte bei den Neuinfektionen gesorgt, weswegen auf den Inseln Java und Bali ab 03.07.2021 von der indonesischen Zentralregierung ein harter Lockdown (offiziell: Implementation of Emergency Community Activity Restrictions bzw. Emergency PPKM) verhängt wurde. Mit Fortdauer der Maßnahmen werden die verschiedenen Einschränkungen aufgrund der sich verbessernden Lage gelockert.

Mit Ausbreitung der Omikron-Variante und den dadurch steigenden Fallzahlen ab Dezember 2021, wurden die Einschränkungen zeitweise wieder leicht verschärft. Seit dem Höhepunkt Ende Februar sind die Infektionszahlen jedoch stark gesunken, weswegen die Maßnahmen zunehmend reduziert wurden. Die aktuelle Regelung gilt landesweit bis 04.07.2022. Aufgrund der derzeitigen Infektionslage bestehen keine Kapazitätsbeschränkungen mehr für Büros, Einkaufszentren, Restaurants, religiöse Andachtsstätten und andere öffentliche Plätze.


Mitte Mai wurde die zuvor geltende allgemeine Maskenpflicht gelockert. Sie gilt seitdem in geschlossenen Räumen, Gebäuden und im öffentlichen Verkehr. An der freien Luft muss sie nicht mehr getragen werden, sofern Sicherheitsabstände eingehalten werden können.  

Seit der Wiedereröffnung der Einkaufszentren per 10.08.2021 ist der Zutritt nur noch für Geimpfte möglich. Die gleiche Regelung gilt für Bürogebäude, seit 21.09.2021 dürfen Unternehmen aus nicht-essentiellen Sektoren wieder im Büro arbeiten. 

Neben dem Impfnachweis muss beim Zutritt in Einkaufszentren, Bürogebäude, Restaurants, Wohnkomplexe, etc. auch über die Tracing-App „Peduli Lindungi“ ein QR-Code gescannt werden.

Regelungen für das Arbeitsverhältnis

Unternehmen und Beschäftigte können im Einvernehmen Sondervereinbarungen abschließen, in denen Maßnahmen wie beispielsweise die Verschiebung des Zeitpunkts der Lohnzahlung, Homeoffice oder Kurzarbeit festgelegt werden können. Sollte ein reduzierter Lohn vereinbart werden, darf dieser jedoch nicht unter dem gesetzlichen Mindestlohn liegen. Im Falle einer temporären Einstellung des Betriebs ist der Arbeitgeber auch hier verpflichtet den vollen Lohn inklusive aller Prämien auszubezahlen, sofern keine diesbezügliche Vereinbarung geschlossen wurde.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die (aufgrund von Kontakt mit möglichen COVID-19-Infizierten) unter medizinischer Beobachtung stehen und deren diesbezügliche Arbeitsunfähigkeit von maximal 14 Tagen von ärztlichem Fachpersonal per Attest bestätigt wurde, muss für diesen Zeitraum der volle Lohn fortbezahlt werden. Gleiches gilt für Beschäftigte mit einem Infektionsverdacht (ebenfalls per Attest bestätigt), welche sich in Quarantäne befinden.

Die Löhne für positiv auf COVID-19 getestete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen laut den gesetzlichen Bestimmungen betreffend Abwesenheit am Arbeitsplatz ausbezahlt werden.

Für Kündigungen gibt es keine speziellen Richtlinien angesichts von COVID-19, hier gelten die normalen Bestimmungen des indonesischen Arbeitsrechts 

COVID-19 Schutzimpfung

Präsident Joko Widodo hat am 13.1.2021 als erste Person in Indonesien den ersten Teil der Corona-Impfung erhalten und damit die Impfphase 1 eingeleitet. In dieser wurden ca. 1,1 Mio. Bürgerinnen und Bürger geimpft, von denen der Großteil aus dem medizinischen Sektor stammt.

Am 17. Februar 2021 startete die zweite Impfphase, die 38,5 Mio. Menschen zur Impfung vorsah (16,9 Mio. u.a. aus den Bereichen Transport, Bildung, Tourismus, öffentliche Sicherheit, Handel und Medien, sowie 21,6 Mio. alte Menschen). Das Hauptaugenmerk liegt auf den Inseln Java und Bali, da diese am stärksten betroffen sind.

Der allgemeinen Öffentlichkeit wurden in der dritten Impfphase ab dem Sommer 2021 Impfungen zur Verfügung gestellt, wobei Personen aus Hochrisikogebieten bevorzugt wurden. Insgesamt sollen 181,5 Mio. Menschen geimpft werden, um eine Herdenimmunität zu erreichen. Alle Impfungen sind kostenlos.

Alle Bürgerinnen und Bürger wurden vom Präsidenten aufgerufen sich impfen zu lassen. Den Lokalregierungen steht es dabei frei, Impfverweigerer zu sanktionieren (zum Beispiel in Form von gekürzten oder verspäteten Sozialleistungen, oder Geldstrafen).

Am 17. Februar 2021 hat die Regierung privaten Unternehmen grünes Licht gegeben, selbst Impfdosen für die Belegschaft anzukaufen. Rund 5000 Firmen haben sich bereits für das Programm registriert.

In Indonesien wird zurzeit vor allem der chinesische Sinovac-Impfstoff CoronaVac verwendet, der auch im Land vom Staatsunternehmen PT Bio Farma (Persero) unter Lizenz und mit den Grundstoffen von Sinovac hergestellt wird. Darüber hinaus werden Dosen von Sinopharm, Pfizer-BioNTech, AstraZeneca und Moderna verimpft. Die beiden letzteren stammen aus der COVAX-Initiative der WHO. Am 25. August 2021 hat auch der russische Impfstoff Sputnik V die Notfallzulassung in Indonesien erhalten. Weitere zugelassene Impfstoffe sind Janssen und Novavax.


Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

steuerliche Erleichterungen für Betroffene (bis 31. März  2022 gültig - MoF Regulation No.82/PMK.03/2021)

  • Einkommenssteuer nach Artikel 21 & 22 wird in bestimmten Fällen von der Regierung getragen bzw. erlassen (Einkommenssteuergesetz Law Number 7 of 1983: Artikel 21 für Arbeitende, Artikel 22 auf Importe)
  • Reduzierung der Einkommenssteuer in Artikel 25 um 50% für bestimmte Unternehmen (aufgelistet im Anhang der MoF Regulation 82/2021)
  • Einkommenssteuer von Unternehmen mit weniger als IDR 4,8 Mrd. Jahresbruttoumsatz (Grundsteuersatz von 0,5% laut Government Regulation No.23 Year 2018 ) wird von der Regierung getragen
  • die finale Einkommenssteuer auf Baueinnahmen im Rahmen des Beschleunigungsprogramms zum Ausbau der Nutzung von Bewässerungswasser (Program Percepatan Peningkatan Tata Guna Air Irigasi/P3-TGAI) wird von der Regierung getragen
  • vorübergehende MWSt.-Rückerstattung für bestimmte Unternehmen (maximal IDR 5 Mrd.)

nicht-steuerliche Erleichterungen

  • Reduktion der Anzahl von Gütern welche von Import-/Exporteinschränkungen betroffen sind
  • erleichterter Export/Import für „angesehene“ („reputable“) Unternehmen
  • Beschleunigung der Export-/Importprozesse durch das National Logistics Ecosystem (NLE) 

Die Körperschaftssteuer (Corporate Income Tax) wurde bis 2021 von 25% auf 22%, sowie im Jahr 2022 auf 20% gesenkt. Für öffentliche Unternehmen fiel der Steuersatz auf 19% 2021 und weiter auf 17% im Jahr 2022.

Zur Erholung der Volkswirtschaft hat die indonesische Regierung für das Jahr 2020 außerdem ein Rettungspaket im Umfang von 677,2 Billionen (EUR 42,73 Milliarden) verabschiedet. Dieses Sonderbudget wurde auf folgende Bereiche verteilt:

  • Gesundheitswesen: IDR 87,55 Billionen [5,52 Milliarden Euro]
  • soziale Absicherungsnetze: IDR 203,9 Billionen [12,87 Milliarden Euro]
  • Steueranreize für KMUs: IDR 123,46 Billionen [7,79 Milliarden Euro]
  • größere Steueranreize: IDR 120,6 Billionen [7,61 Milliarden Euro]
  • Unterstützung für Ministerien und Regionalverwaltungen: IDR 97,11 Billionen [6,13 Milliarden Euro]
  • Unterstützung für staatseigene Betriebe und arbeitsintensive Betriebe: IDR 44,57 Billionen [2,81 Milliarden Euro]

Das Budget für das National Economic Recovery Programme (PEN) für 2021 betrug IDR 688,3 Billionen (40,6 Milliarden Euro), was mehr als 4% des BIP von 2020 entspricht.

Für das Jahr 2022 wurden IDR 455,6 Billionen (EUR 28 Milliarden) veranschlagt. Diese teilen sich auf die Cluster Gesundheitswesen (EUR 7,5 Milliarden), Sozialwesen (EUR 9,5 Milliarden) und Wirtschaft (EUR 11 Milliarden) auf.


Weitere Information und Notfallnummern 

Diese Angaben erfolgen ohne Gewähr.

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