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Coronavirus: Situation in Litauen

Aktuelle Lage und Info-Update

Stand: 17.6.2021


Aktuell & Wichtig

  • Der zweite Lockdown in Litauen gilt mit schrittweisen Lockerungen bis 30. Juni 24.00 Uhr. Er versteht sich mittlerweile mehr als rechtlicher Begriff und beinhaltet vor allem Arbeits-, Lebensgestaltungs- und Vorbeugungsmaßnahmen, in erster Reihe die Tätigkeitseinschränkung von öffentlichen Einrichtungen inkl. Gastronomie, Einschränkungen für Gruppenversammlungen und Events sowie strikte Einhaltung von Socialdistancing. 
  • Für österreichische Einreisende gibt es mittlerweile keine Quarantänepflicht. Für Reisende, die noch über keine Covid-Immunität verfügen, d.h. weder geimpft sind noch an Covid erkrankt waren, bleibt die Testpflicht aufrecht. Geimpfte und Genesene benötigen keinen Test (zu Details s. unter ‚Einreise und Reisebestimmungen‘).

Einreise und Reisebestimmungen

Erleichterung für GeimpfteErleichterung für GeneseneErleichterung für Getestete
JaJaJa

Impfzertifikat mit Übersetzung ins Litauische oder Englische schafft die Test- und Isolierungspflicht ab.Ärztliches Attest über die Krankheit innerhalb von 180 Tagen vor Ankunft schafft die Test- und Isolierungspflicht ab.Negatives Ergebnis eines maximal 72 Stunden vor Abreise ausgeführten Covid-Tests erlaubt die Einreise.
  • Die Einreise aus Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums inkl. Norwegen, die Schweiz und Großbritanien sowie Nordirland ist unabhängig von den im jeweiligen Land registrierten aktiven Covid-19-Fällen erlaubt.
  • In der wöchentlich aktualisierten Länderliste werden die bei der Einreise einzuhaltenden Schutzmaßnahmen im Detail beschrieben. Einreisende aus den Zonen mit geringeren Inzidenzraten, darunter auch aus Österreich, unterliegen den Testbestimmungen. Es muss bei der Einreise ein negatives PCR- (durchgeführt max. 72 Stunden vor der Einreise nach Litauen) oder ein Rapid-Antigen-Testergebnis (durchgeführt max. 48 Stunden vor der Einreise nach Litauen) auf einer der EU-Amtssprachen vorgelegt werden. Bescheinigungen über serologische Antikörpertests werden nicht anerkannt. Die Quarantänepflicht entfällt mittlerweile.
  • Eine Ausnahme von der Testpflicht gilt für Personen, die nicht mehr als vor 180 Tagen mit Coronavirus infiziert waren oder gemäß dem vollständigen Programm der COVID-19-Impfung mit im Unionsregister eingetragenem Impfstoff geimpft wurden und die über ein länderspezifisches medizinisches Impfzertifikat oder ein internationales Impfzertifikat auf einer der EU-Amtssprachen verfügen.
  • Für eine Reihe von Einreiseländern (unter anderem wegen einer Häufung von Mutations-Fällen) gelten Quarantänebestimmungen.
  • Alle Reisenden mit Verkehrsmitteln jeglicher Art müssen nicht früher als 48 Stunden vor der Anreise ein Formular online ausfüllen, indem ein QR-Code generiert wird, welcher dem Carrier vor dem Besteigen des Verkehrsmittels und evtl. auch bei der Einreise nach Litauen vorzuweisen ist. Internationale Fahrten/Flüge nach Litauen ausführende Personenbeförderungsunternehmen sind verpflichtet, die Verfügbarkeit des QR-Codes sowie eines max. 72 bzw. 48 Stunden vor Abreise ausgeführten negativen Covid-Testergebnisses oder eines Impfzertifikats bei den Reisenden zu verlangen und erst dann an Bord zu nehmen.
  • Die Transitfahrten durch das Land sind von den oben angeführten Regelungen in Bezug auf Impfung, Quarantäne und Einreiseformulare ausgenommen.
  • Für Angehörige der Drittstaaten ist die Einreise immer noch grundsätzlich verboten, es bestehen jedoch zahlreiche Ausnahmen.
  • Dazu zählen gewerbliche Güterbeförderung; Wohnsitz oder litauische Familienangehörige in Litauen; diplomatische und militärische Vertretungen; Journalisten mit Sondergenehmigungen; Sondergenehmigungen z.B. aus dringendem wirtschaftlichem Interesse; Einreise aus Ländern, die in der entsprechenden Drittstaatenliste des Rates der Europäischen Union enthalten sind. Für eingereiste Staatsangehörige aus Drittländern ist eine 10-tägige Selbstisolierung verpflichtend.
  • Ab dem 31.05. ist es den Reisenden außerhalb der EU erlaubt, nach Litauen einzureisen, solange sie mit einem der von der EU zugelassenen Covid-19-Impfstoffe geimpft sind.
  • Es gibt reguläre Flugverbindungen mit bedeutenden Passagier-Hubs wie Frankfurt, Amsterdam, Kopenhagen, Riga, Warschau. Seit Juni sollte Vilnius über Verbindungen zu 80 Destinationen verfügen, die meisten Strecken werden von den Low-Cost-Gesellschaften „Wizz Air“ und „Ryanair“ bedient. Direktflüge nach Österreich werden noch nicht erneuert.

Regelungen für den Güterverkehr

  • Der Warenverkehr unterliegt keiner Einschränkung. Für Kraftfahrer gelten folgende Quarantänebestimmungen: Quarantäne ab dem Tag der Ankunft bis zum dem Tag der Abreise aus Litauen, jedoch nicht länger als 10 Tage. Ausnahmen von der Quarantänebestimmung gelten in Fällen, in denen die Fracht ohne Aufenthalt in Litauen nur angeliefert oder abgeholt wird, sowie beim Transit. Die Testbestimmungen kommen für Kraftfahrer nicht zur Anwendung. Es besteht die Möglichkeit, die Quarantäne zu verkürzen, wenn am 7. Tag dieser ein Covid-19-PCR-Test auf eigene Kosten durchgeführt wird und dieser negativ ausfällt.
  • Besatzungsmitglieder von internationalen kommerziellen Transporten mit allen Fahrzeugtypen, die einen Aufenthalt in Litauen von mehr als 72 Stunden planen, müssen bei ihrer Ankunft ein Dokument in einer der EU-Amtssprachen vorlegen, das einen negativen Test auf Covid-19 aufweist, der max. 72 Stunden vor der Ankunft durchgeführt wurde.

Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

  • Die Verpflichtung zum Gesichtsschutz wurde auf den öffentlichen Innenbereich beschränkt.
  • Gruppenversammlungen sind abhängig von der Art und Größe erlaubt, eine strikte Einhaltung von Socialdistancing wird gefordert. Die Cateringeinrichtungen dürfen ihre Produkte nur für Take-Away und für die Konsumierung im Außenbereich (inkl. (Flug)Häfen) anbieten (ausg. Freedeom-ID), wobei an einem Tisch nicht mehr als 5 Personen (ausg. Mitglieder einer Familie) sitzen dürfen.
  • Die Geschäfte und sonstige Dienstleistungserbringungseinrichtungen dürfen ihre Tätigkeit unter der Einhaltung von Social-Distancing- und Hygienevorschriften betreiben.
  • Ab dem 1. Juni sind indoor-Veranstaltungen mit einer Auslastung von bis 75 % aller Sitzplätze oder max. 2.000 Teilnehmenden erlaubt; keine Einschränkungen bei outdoor-Veranstaltungen.
  • In staatlichen und munizipalen Einrichtungen und Unternehmen wird die Arbeit unter der Einhaltung von Bestimmungen zu Personenströmen, Distanzen und Hygiene oder als Fernarbeit organisiert. Dem privaten Sektor wird empfohlen, die Arbeitsorganisation in derselben Form wie im öffentlichen Sektor zu gestalten.
  • In Geschäften, Supermärkten, Märkten und sonstigen Dienstleistungserbringungsorten soll eine den Bestimmungen entsprechende Verkaufsfläche pro Besucher garantiert und nicht mehr als eine Person gleichzeitig bedient werden. Die Regeln für die Steuerung der Personenströme, die Einhaltung eines Sicherheitsabstands, die erforderliche Hygiene und die Bereitstellung der erforderlichen persönlichen Schutzausrüstung für Personen sind zu gewährleisten.
  • Es werden bargeldlose Abrechnungen empfohlen und bevorzugt.

Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

  • Am 17.3. wurde ein Sonder-Konjunkturpaket in der Höhe von 5 Mrd. Euro (entspricht 10 % des BIP) angenommen.
  • Aus der EU Wiederherstellungs- und Resilienzfazilität (RRF) werden Litauen 2,225 Milliarden Euro Zuschüsse und bis zu 3 Mrd. Euro Darlehen zur Bekämpfung der Pandemiefolgen und für die wirtschaftlichen Transformationsprojekte im Einklang mit dem grünen und digitalen Kurs der EU zugewiesen. Es wird geschätzt, dass 70 % des Betrags in den Jahren 2021 bis 2022 und 30 % in den Jahren 2023 bis 2024 verteilt werden.
  • Litauen schafft einen Unterstützungsfonds mit 1 Mrd. Euro, um mittlere und große Unternehmen, die von der Covid-19-Pandemie betroffen sind, vorübergehend zu unterstützen. Fokus liegt auf Bereichen, die für die Aufrechterhaltung der Volkswirtschaft als wichtig erachtet werden und auf der Förderung des Kapitalmarktes. Litauische KMUs, die 2020 mindestens 30 % ihres Umsatzes verloren haben, können ab 2021 Anträge auf staatliche Unterstützung in Höhe von bis zu 25 % der 2019 an den Staat abgeführten Einkommensteuer stellen.
  • Litauen hat zwei Phasen geplant, um die Auswirkungen der zweiten Covid-19-Welle auf die Wirtschaft abzuschwächen. In der ersten Phase ist geplant 150 Mio. Euro für Zuschüsse, 30 Mio. Euro für Darlehen, 33,1 Mio. Euro für Maßnahmen zur Unternehmensunterstützung und 16,9 Mio. Euro für die Erfüllung der Verpflichtungen aus bereits unterzeichneten Verträgen bereitzustellen. Die zweite Phase der Unternehmensunterstützung wird sich auf die am stärksten betroffenen Unternehmen und Wirtschaftssektoren mit den geringsten Aktivitäten konzentrieren.
  • Ab 2021 erhalten Arbeitgeber die volle Vergütung (100 %) für den Brutto- und Nettolohn des Arbeitnehmers während der Ausfallzeiten. Die maximale Summe beträgt hierbei das 1,5-fache des monatlichen Mindestlohns (963,- Euro). Die Zuschüsse für Ausfallzeiten werden nach Stand Ende Jänner 2021 während des Quarantäneregimes sowie bis einen Monat nach dessen Ende ausbezahlt.
  • Das Ministerium für Wirtschaft und Innovation kündigt an, 30 Mio. Euro bereitzustellen, um Vertreter von KMUs auf Covid-19 zu testen. Den Unternehmen wird ein Teil der Kosten für die Schnelltests und Tests, die in Einrichtungen des Gesundheitswesens durchgeführt werden, erstattet.
  • Mit Zustimmung der Europäischen Kommission werden zwei wirtschaftliche Maßnahmen zur Unterstützung von Unternehmen eingeleitet: Subventionen und zinsgünstige Kredite. Die Kriterien für potenzielle Antragsteller, eine Subvention zu erhalten, sind eine Verringerung des Umsatzes oder die Eintragung in die Liste der aufgrund des Quarantäneregimes eingeschränkten Aktivitäten. In der Beschreibung wird die Bedingung hervorgehoben, dass der durchschnittliche monatliche Umsatz auf der Grundlage von beim Finanzamt eingereichten monatlichen Mehrwertsteuererklärungen um mindestens 30 % gesunken ist. Gemäß den Bestimmungen sind für die Zuschüsse die Unternehmen berechtigt, deren Jahreseinkommen 2019 zusammen mit verbundenen Unternehmen in Litauen 50 Mio. Euro oder der Buchwert des Vermögens 43 Mio. Euro in 2019 nicht überschritten hat.
  • Die litauische Regierung erhöht per Mitte April 2020 ihr zusätzliches Hilfspaket für Unternehmen, die am stärksten von der Covid-19-Pandemie betroffen sind, um 50 Mio. auf 120 Mio. Euro, sowie die Subventionsobergrenze pro Antragsteller von bisher 100.000 auf 350.000 Euro. Unternehmen, die mehr als 50 % ihres Umsatzes verloren haben, werden in der zweiten Stufe des Unterstützungsprogramms förderfähig sein – zuvor lag die Grenze bei 60 %. Zusätzlich werden weitere 115,3 Mio. Euro für diverse Auszahlungen vorgemerkt, von denen 114,1 Mio. Euro beurlaubte Arbeiter und Selbstständige erhalten sollen.
  • Das Europäische Parlament hat am 9.2.2021 die Wiederherstellungs- und Resilienzfazilität (RRF) gebilligt. Die RRF ist mit 672,5 Milliarden Euro die größte Finanzmaßnahme aus dem gesamten 750 Mrd. Euro Finanzmittelpaket, welches für die wirtschaftlichen Transformationsprojekte der Mitgliedstaaten zur Bekämpfung der Pandemie und zur Vorbereitung auf neue Krisen verwendet wird. Es ist geplant, für Litauen 2,225 Milliarden Euro für Investitionen in die wirtschaftliche Transformation über mehrere Jahre im Einklang mit dem grünen Kurs der EU und der Digitalisierung der Volkswirtschaften zuzuweisen. Anstelle der von der ehemaligen litauischen Regierung geplanten Projekte des National Economic Recovery and Resilience Funds in Höhe von 866 Mio. Euro wird nun der langfristige Finanzierungsplan für 2021-2026 für 2,225 Mrd. Euro ausgearbeitet. Die Kommission sieht im Sinne des RRF vor, dass 37 % der Mittel für umweltfreundliche Investitionen und 20 % - für Digitalisierungsprojekte verwendet werden. Es wird geschätzt, dass 70 % des Betrags in den Jahren 2021 bis 2022 und 30 % in den Jahren 2023 bis 2024 verteilt werden.

Weitere Information und Notfallnummern

  • Die Hotline-Nr. für Inlandsanrufe ist 1808, aus dem Ausland +370 37 367963.

Unser Service für Sie
Das österreichische AussenwirtschaftsBüro Vilnius bietet österreichischen Unternehmen laufend aktuelle Infos zum Coronavirus in Litauen und leistet gerne alle weiteren üblichen Leistungen der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA. Kontaktieren Sie uns unter vilnius@wko.at oder rufen Sie uns unter +370 5 262 0075 an.