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Coronavirus: Situation in Marokko

Aktuelle Situation und Info-Updates

Stand: 29.11.2021


Aktuell & Wichtig

Die marokkanische Regierung hat aufgrund der steigenden COVID-Zahlen in anderen Ländern beschlossen, ab Montag, 29. November 2021, 23:59 Uhr, alle direkten Passagierflüge und Passagierfähren von und nach Marokko für zumindest zwei Wochen auszusetzen. Es gibt daher momentan keine Ein- und Ausreisemöglichkeit nach bzw. aus Marokko. Ausnahme sind Repatriierungsflüge die noch in den kommenden Tagen durchgeführt werden.

Zu den folgenden Maßnahmen sind keine Änderungen bekannt gegeben worden:

  • Landesweiter Zutritt zu geschlossenen kommerziellen (z.B. Cafés, Restaurants, Hotels, Banken, Geschäfte etc.) und zu institutionellen (z.B. Bürgerdienstleistungen, Poststellen, Versorgungsdienstleister) Einrichtungen ausschließlich mit gültigem marokkanischem Impfpass möglich (Zertifikate aus anderen Staaten wie z.B. EU oder USA werden anerkannt). Die Kontrollen sollen verstärkt werden.
  • Reisen zwischen Provinzen bzw. Städte sind wieder ohne Einschränkungen erlaubt.
  • Die Kapazitäten von öffentlichen Verkehrsmitteln, Hotels sowie anderen touristischen Einrichtungen sind auf 75% reduziert.
  • Die Kapazitäten von Kaffeehäusern, Restaurants, Geschäfte, Hallenbäder, Fitnessstudios sowie Hamams sind auf 50% reduziert.
  • Versammlungen im Freien oder in geschlossenen Räumen sind mit maximal 50 Personen erlaubt, soweit eine behördliche Genehmigung vorgewiesen werden kann.

Bis zur Sperrung des Luftraumes galten folgende Bestimmungen:


Einreise und Reisebestimmungen 

Erleichterung für GeimpfteErleichterung für GeneseneErleichterung für Getestete
JANeinNein
Mindestens 2 Wochen altes Impfzertifikat für die Einreise aus Österreich (Ländern der Liste A) ausreichend Keine besonderen Regelungen für Genesene.Die Einreise ist lediglich gegen Vorlage eines mindestens 2 Wochen alten Impfzertifikats möglich (für Liste B Länder ist ein zusätzlicher PCR Test verpflichtend) 

Am 6.6.2021 gab das marokkanische Außenministerium bekannt, dass die Ein- und Ausreise nach und aus Marokko wieder möglich ist. In diesem Zusammenhang wurden alle Länder in zwei (A und B) bzw. ab Ende November 2021 in drei (A, B, C) Listen eingestuft, die regelmäßig aktualisiert werden:

Liste A (inklusive Österreich!) umfasst alle Länder mit positiven Indikatoren, hinsichtlich Pandemie-Lage. Unter die Liste A fallen alle Länder, die nicht auf der Liste B gesondert angeführt sind.

Für die Einreise aus Ländern der Liste A ist erforderlich:

  • Ein Impfzertifikat, welches bestätigt, dass die vollständige Impfung bereits mindesten 2 Wochen zurückliegt.
    Anerkannt werden folgende Impfstoffe: AstraZeneca-SK Bio, Sinopharm, Sputnik, Pfizer/BioNTech, Janssen (Johnson & Johnson), Covishield (Serum Institute of India), Moderna und Sinovac.
    und
    ein ausgefülltes
    Gesundheitsformular mit Unterschrift.
ACHTUNG: Wir empfehlen auch bei einer Einreise aus Liste A-Ländern und bei Vorliegen des Impfzertifikats, ein negatives PCR-Testergebnis nicht älter als 48 Stunden mit zu führen, da dieses fallweise bei Einreise über ein Drittland aus Liste B-Ländern (auch wenn nur Transit) verlangt wird. Bei der Ausreise empfehlen wir jedenfalls, mit ausreichendem Zeitpuffer (3 Stunden) vor Abflug am Flughafen einzutreffen, da es immer wieder zu unvorhergesehenen bürokratischen Hürden kommen kann.

Unter die Liste A (inklusive Österreich) fallen alle Länder, die nicht auf der Liste B und C gesondert angeführt sind.

Für Einreisende aus Ländern der Liste B sind erforderlich:

  • ein negatives PCR-Testergebnis, wobei die Probeentnahme nicht mehr als 48 Stunden vor der Einreise erfolgt sein darf;
    und
    ein Impfzertifikat, welches bestätigt, dass die vollständige Impfung bereits mindesten 2 Wochen zurückliegt.
    Anerkannt werden folgende Impfstoffe: AstraZeneca-SK Bio, Sinopharm, Sputnik, Pfizer/BioNTech, Janssen (Johnson & Johnson), Covishield (Serum Institute of India), Moderna und Sinovac.
    und
    ein ausgefülltes
    Gesundheitsformular mit Unterschrift.

Die Liste B umfasst:
Afghanistan, Algerien, Angola, Deutschland, Saudi Arabien, Argentinien, Bahrain, Bangladesch, Benin, Bolivien, Brasilien, Kambodscha, Kamerun, Kap Verde, Chile, Kolumbien, Kongo, DR Kongo, Kuba, Ägypten, Vereinigte Arabische Emirate, Frankreich, Guatemala, Haiti, Honduras, Indien, Indonesien, Iran, Irak, Jamaika, Kasachstan, Kenia, Kuweit, Lettland, Liberia, Litauen, Madagaskar, Malaysia, Malawi, Malediven, Mali, Mauritius, Mexiko, Nepal, Nicaragua, Niger, Oman, Uganda, Pakistan, Panama, Paraguay, Niederlande, Peru, Portugal, Katar, Zentralafrikanische Republik, Demokratische Volksrepublik Korea (Nord), Vereinigtes Königreich, Russland, Seychellen, Sierra Leone, Somalia, Sudan,  Sri Lanka, Süd Sudan, Syrien, Tansania, Tschad, Thailand, Togo, Tunesien, Ukraine, Uruguay, Venezuela, Vietnam, Jemen und Sambia. 

Aufgrund der Zunahme der Neuinfektionen mit Covid-19 in den europäischen Nachbarländern verstärken die marokkanischen Behörden seit dem 22. November 2021 die Einreisekontrollen wie folgt:

Alle Einreisenden, unabhängig ob aus einem Staat der Liste A oder Liste B, müssen sich bei der Einreise einer doppelten Temperaturkontrolle und einem etwaigen Antigen-Schnelltest unterziehen. Sollte der Antigen-Schnelltest bei Einreise positiv ausfallen gilt Folgendes:

  • Marokkanische Staatsbürger und Ausländer mit ordentlichem Wohnsitz in Marokko müssen sich umgehend in eine 10-tägige Quarantäne gemäß dem aktuell gültigen Gesundheitsprotokoll begeben.
  • Allen anderen Passagieren wird die Einreise verweigert.

Kinder im Alter von 6 bis zum vollendeten 11. Lebensjahr müssen einen negativen PCR-Testergebnis vorweisen.

Kinder unter 6 Jahren sind generell von der PCR-Testpflicht ausgenommen.

Die Einreise ist für Reisende aus Ländern der Liste C unzulässig.

Die Liste C umfasst:

Eswatini, Botswana, Lesotho, Mosambik, Namibia, Simbabwe und Südafrika. 


Regelungen für den Güterverkehr

  • Verzollung digital, Prozeduren vereinfacht (neues Online-Service DIW@NATI), Hafenaktivitäten laufen normal.
  • Zollerhöhung auf 40 % bei 125 Produkten. Mit dieser Maßnahme soll die Produktion diverser Handelswaren in Marokko angekurbelt und so der Ausweitung der negativen Handelsbilanz und dem Abfließen von Devisen entgegengewirkt werden.
  • Viele Importe sind aufgrund von Devisenmangel eingeschränkt!
  • Anträge auf Zollbefreiung werden seit dem 8.4.2020 über PortNet online gestellt.
  • Europäische Lkw-Transporte nach Marokko via TIR Fährverbindung Algeciras/Spanien <-> Mittelmeerhafen Tanger-Med
  • Neue TIR-Fährverbindungen:
    • Marseille <-> Tanger-Med (seit 2.11.2020). Betreiber: La Méridionale. Schwerpunkt: Agrargüter, Textilien, Chemikalien, Metallprodukte und Autozulieferteile.
    • Barcelona <-> Tanger-Med (seit 10.11.2020). Betreiber: Grupo Suardíaz. Schwerpunkt: Textilien, Agrargüter, Automobilzulieferteile.
  • Neue Reederei für Transport von Kühlcontainern Hafen Agadir, Verbindung zwischen Agadir und Frankreich (Port-Vendres) 1 x wöchentlich. 

Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

  • Mund-Nasen-Schutz-Pflicht bleibt aufrecht; Abstandsregeln im ganzen Land - auch im Freien.
  • Fiebermessung beim Betreten von Geschäften und öffentlichen Einrichtungen.
  • Handdesinfektionsstationen im Eingangsbereich von sämtlichen öffentlichen Einrichtungen, Geschäften, Restaurants, Friseuren, etc.
  • Großbetriebe/Fabriken müssen ihr Personal Covid-19-testen und die vorgegebenen Schutzmaßnahmen strikt einhalten.
  • Öffnungszeiten: Banken, Apotheken, Geschäfte und Supermärkte haben tagsüber geöffnet. Geschäftsviertel und Märkte können aber je nach Ansteckungszahl kurzfristig geschlossen werden. Bei hohen Infektionszahlen kommt es zu regionalen Änderungen der Öffnungszeiten bis hin zu nächtlichen Ausgangssperren (siehe oben).

Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft 

  • Sonderkrisenfonds Covid-19 : ca. 3,179 Milliarden Euro wurden bereits vom Staat mobilisiert, sanitäre und wirtschaftspolitische Maßnahmen werden damit finanziert.
  • 11,32 Mrd Euro sollen in die Volkswirtschaft injiziert werden, 471,7 Millionen Euro für die wirtschaftliche Erholung in die Caisse Cantrale de Garantie
  • Senkung Leitzins von 2,25 % auf 1,5 % zur Unterstützung der Wirtschaft im Juni 2020. Eine Abwertung der marokkanischen Währung aus Mangel an Liquidität wurde ursprünglich befürchtet, diese ist jedoch bisher ausgeblieben.
  • 100 Milliarden Dirham für Massnahmen für die Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Aktivitäten
  • Beratungsprogramm Maroc PME für Kleinstbetriebe und KMUs für die Wiederaufnahme und Fortsetzung ihrer Aktivitäten.
  • Initiative Azur Innovation Fund (35 Mio. USD) für Start-ups : Finanzierung von Eigenkapital für junge Start-ups.
  • Diverse temporäre Maßnahmen für Unternehmen, u.a. Aussetzung der Zahlung von Sozialabgaben (CNSS-Beiträge / Marokkanische Krankenkasse) und Einführung eines Moratoriums für die Rückzahlung von Bankkrediten zugunsten von Unternehmen.
  • Covid-19-Webseite Portal Unternehmerverband CGEM (Arabisch/Französisch): Informationen zu Maßnahmen zur Unterstützung der von der Krise betroffenen Unternehmen, deren Prozeduren und Umsetzung. Kits "Business Continuity Plan" und "Telework", kostenlose Services von Startups der CGEM SolidariTECH-Initiative.
  • Prozess-Start einer sozialen Absicherung aller Marokkaner in den kommenden 5 Jahren. Kranken- und Sozialversicherung soll allen Menschen Marokkos zur Verfügung stehen. Im März 2021 wurde die gesetzlichen Rahmenbedingungen vorgestellt. Für die Reform sollen jährlich 51 Mrd. Dirham (rd. 4,8 Mrd. Euro) budgetiert werden.
  • Garantiemechanismus im Rahmen von Covid-19: „Damane Oxygene“ zur Unterstützung betroffener Unternehmen. Dieser vom Finanzministerium am 26.03.2020 eingerichtete Mechanismus zielte arauf ab, Finanzierungressourcen für Unternehmen zu mobilisieren, deren Cashflow sich aufgrund des Rückgangs ihrer Tätigkeit verschlechtert hat, 95% des Darlehensbetrags abdeckt und den Banken ermöglichte, schnell aussergewöhnliche Überziehungskredite einzurichten, um den Bedarf an Betriebskapital der Zielunternehmen zu finanzieren.
    DAMANE OXYGENE wurde bis Ende des Jahres 2020 eingesetzt, es gab 18.746 Anträge. 
  • Anti-Dürre-Plan: das Landwirtschaftsministerium kündigt über den Crédit Agricole die Freigabe zusätzlicher Mittel in Höhe von 1,5 Milliarden Dirham (141,50 Mio. Euro) an, abgesichert durch Maßnahmen zur Anpassung der Schulden der Landwirte an ihre künftigen Laufzeiten. Die anhaltenden Regenfälle im 1. Halbjahr 2021 ließen die Landwirte aufatmen, für 2021 ist eine gute Ernte vorausgesagt.
  • Verabschiedung neuer Gesetze für die Wirtschaft des Landes:
    • Gesetz zur Neudefinition der öffentlich-privaten Partnerschaft
    • Crowdfunding-Gesetz
    • Gesetz zur Regulierung
    • Angepasstes Haushaltsbudget 2021
    • Öffentliches Beschaffungswesen: Vereinfachung der Verfahren, elektronische Einreichung und Veröffentlichung in eMedien, Durchführungsfristen, Bevorzugung heimischer Klein- und Mittelbetriebe.
    • Gesetzesvorbereitung zur sozialen Absicherung der Gesamtbevölkerung 

Internationale Unterstützung:

  • EU: 450 Millionen Euro Spende an Marokko. Zur Unterstützung des Budgets sind sofort 150 Millionen Euro für die Bedürfnisse des marokkanischen Spezialfonds zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie bestimmt, 300 Millionen Euro sollen für die Maßnahmen auf die Pandemie verwendet werden.
  • Die Weltbank hat beschlossen, beschleunigte Mittel für Marokko zu mobilisieren, um die Auswirkungen der Pandemie zu bewältigen. Diese Unterstützung wird durch die Umstrukturierung eines Darlehens in Höhe von 275 Mio. USD mobilisiert, das ursprünglich für das Katastrophenrisikomanagement in Marokko vorgesehen war.
  • Die EIB hat zur Unterstützung des Privatsektors über seine Kreditlinien mit den marokkanischen Finanzierungsinstitutionen mit Jahresende 2020 617 Millionen Euro vergeben. Dies ist eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr. Ein Beschleunigungsverfahren der bereits unterzeichneten Kredite für KMU’s wurde eingeführt.
  • Die afrikanische Entwicklungsbank (AfDB) transferiert Anfang November 2020 118 Mio. Euro an Corona-Hilfen nach Marokko. Damit sollen Sozialleistungen und Krankenbehandlungen gefördert werden.
  • IMF: Marokko hat am 7. April 2020 3 Milliarden US-Dollar aus der Vorsorgelinie des IMF abgezogen. Die Rückzahlung erfolgt über einen Zeitraum von 5 Jahren mit einer Nachfrist von 3 Jahren und soll der Zahlungsbilanzfinanzierung dienen, um die Devisenreserven auf einem angemessenen Niveau zu halten.
  • IFC: 20 Millionen US-Dollar für einen Private-Equity-Fonds, um KMU’s in Marokko, Tunesien und Ägypten den Zugang zu institutionellen Finanzmitteln zu erleichtern. 

Weitere Information und Notfallnummern

  • GMT (im Winter gleiche Zeit wie Österreich, im Sommer -1).
  • Gesundheitsministerium hat die Notrufnummer 141 (Covid-19) eingerichtet.
  • Marokkanische COVID-Infohotline: +212 (0)537 66 33 00.
  • Aktuelle Informationen : www.medias24.com
  • Informationen zur wirtschaftlichen Lage und den verschiedenen Sektoren auf Anfrage: AussenwirtschaftsCenter Casablanca
  • Englischsprachige Wirtschaftsinformationen: www.moroccoworldnews.com