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Coronavirus: Situation in Marokko

Aktuelle Situation und Info-Updates

Stand: 28.10.2022


Aktuell & Wichtig

Die gesundheitlichen Beschränkungen (PCR-Test oder Impfpass) für die Einreise nach Marokko sind seit 30. September 2022 aufgehoben. Lediglich ein Gesundheitsformular muss von allen Einreisenden ausgefüllt und unterschrieben werden (Formular für Flugreisende / Formular für Seereisende).

Für marokkanische Staatsbürger und Ausländer mit ordentlichem Wohnsitz in Marokko ist die Ausreise nur unter folgenden Voraussetzungen möglich:

  • Vorlage eines Impfzertifikats, welches bestätigt, dass die vollständige Impfung im Transit- und Zielland gültig ist
  • oder
  • Vorlage eines Attests für eine Covid-Impfbefreiung

Folgende Maßnahmen sind weiterhin aufrecht:

  • Der sanitäre Ausnahmezustand (état d’urgence) in Marokko wurde bis zum 30. November 2022 verlängert.
  • Zutritt zu geschlossenen kommerziellen (z.B. Cafés, Restaurants, Hotels, Banken, Geschäfte etc.) und zu institutionellen (z.B. Bürgerdienstleistungen, Poststellen, Versorgungsdienstleister) Einrichtungen ist landesweit laut aktueller Regelung ausschließlich mit gültigem Impfpass erlaubt (Zertifikate aus anderen Staaten wie z.B. EU oder USA werden anerkannt). In der Praxis gibt es jedoch so gut wie keine Einschränkungen mehr.
  • Reisen zwischen Provinzen bzw. Städte sind wieder ohne Einschränkungen erlaubt.


Einreise und Reisebestimmungen 

Erleichterung für GeimpfteErleichterung für GeneseneErleichterung für Getestete
JaJaNein
Mit Impfzertifikat ist die Ausreise für marokkanische Staatsangehörige und Ausländer mit ordentlichem Wohnsitz in Marokko ohne PCR-Test möglich. 

Für marokkanische Staatsangehörige ohne Booster-Impfung ist die Ausreise gegen Vorlage einer Bescheinigung über die Genesung (nicht älter als 28 Tage) möglich.

Sonst keine Erleichterungen für Genesene.

Keine besonderen Regelungen für Getestete

Regelungen für den Güterverkehr

  • Verzollung digital, Prozeduren vereinfacht (neues Online-Service DIW@NATI), Hafenaktivitäten laufen normal.
  • Zollerhöhung auf 40 % bei 125 Produkten. Mit dieser Maßnahme soll die Produktion diverser Handelswaren in Marokko angekurbelt und so der Ausweitung der negativen Handelsbilanz und dem Abfließen von Devisen entgegengewirkt werden.
  • Viele Importe sind aufgrund von Devisenmangel eingeschränkt!
  • Anträge auf Zollbefreiung werden seit dem 8.4.2020 über PortNet online gestellt.
  • Europäische Lkw-Transporte nach Marokko via TIR Fährverbindung Algeciras/Spanien <-> Mittelmeerhafen Tanger-Med
  • Neue TIR-Fährverbindungen:
    • Marseille <-> Tanger-Med (seit 2.11.2020). Betreiber: La Méridionale. Schwerpunkt: Agrargüter, Textilien, Chemikalien, Metallprodukte und Autozulieferteile.
    • Barcelona <-> Tanger-Med (seit 10.11.2020). Betreiber: Grupo Suardíaz. Schwerpunkt: Textilien, Agrargüter, Automobilzulieferteile.
  • Neue Reederei für Transport von Kühlcontainern Hafen Agadir, Verbindung zwischen Agadir und Frankreich (Port-Vendres) 1 x wöchentlich. 

Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

  • Mund-Nasen-Schutz-Pflicht bleibt aufrecht, wird aber in der Praxis nicht mehr gelebt; Abstandsregeln im ganzen Land - auch im Freien.
  • Fiebermessung beim Betreten von Geschäften und öffentlichen Einrichtungen erfolgen nicht mehr.
  • Handdesinfektionsstationen im Eingangsbereich von vielen öffentlichen Einrichtungen, Geschäften, Restaurants, Friseuren, etc.

Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft 

  • Unterstützung für Landwirtschaft: Staatliches Förderprogramm über 364 Mio. EUR im Jahr 2022, um den Preisanstieg von Weizen auf dem Weltmarkt abzufedern.
  • Unterstützung des Tourismussektors (Notfallplan): rund 190 Millionen Euro an Unterstützungsgeldern wurde im Jänner 2022 vom Staat für die  Beschäftigten im Tourismussektor und für das Hotelgewerbe mobilisiert.      
  • Sonderkrisenfonds Covid-19: ca. 3,179 Mrd. Euro wurden bereits vom Staat mobilisiert, sanitäre und wirtschaftspolitische Maßnahmen werden damit finanziert.
  • 11,32 Mrd Euro sollen in die Volkswirtschaft injiziert werden, 471,7 Millionen Euro für die wirtschaftliche Erholung in die Caisse Cantrale de Garantie.
  • Senkung Leitzins von 2,25 % auf 1,5 % zur Unterstützung der Wirtschaft seit Juni 2020. Eine Abwertung der marokkanischen Währung aus Mangel an Liquidität wurde ursprünglich befürchtet, diese ist jedoch bisher ausgeblieben.
  • 100 Milliarden Dirham für Maßnahmen für die Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Aktivitäten
  • Beratungsprogramm Maroc PME für Kleinstbetriebe und KMUs für die Wiederaufnahme und Fortsetzung ihrer Aktivitäten.
  • Initiative Azur Innovation Fund (35 Mio. USD) für Start-ups : Finanzierung von Eigenkapital für junge Start-ups.
  • Diverse temporäre Maßnahmen für Unternehmen, u.a. Aussetzung der Zahlung von Sozialabgaben (CNSS-Beiträge / Marokkanische Krankenkasse) und Einführung eines Moratoriums für die Rückzahlung von Bankkrediten zugunsten von Unternehmen.
  • Covid-19-Webseite Portal Unternehmerverband CGEM (Arabisch/Französisch): Informationen zu Maßnahmen zur Unterstützung der von der Krise betroffenen Unternehmen, deren Prozeduren und Umsetzung. Kits "Business Continuity Plan" und "Telework", kostenlose Services von Startups der CGEM SolidariTECH-Initiative.
  • Prozess-Start einer sozialen Absicherung aller Marokkaner in den kommenden 5 Jahren. Kranken- und Sozialversicherung soll allen Menschen Marokkos zur Verfügung stehen. Im März 2021 wurde die gesetzlichen Rahmenbedingungen vorgestellt. Für die Reform sollen jährlich 51 Mrd. Dirham (rd. 4,8 Mrd. Euro) budgetiert werden.
  • Garantiemechanismus im Rahmen von Covid-19: „Damane Oxygene“ zur Unterstützung betroffener Unternehmen. Dieser vom Finanzministerium am 26.03.2020 eingerichtete Mechanismus zielte darauf ab, Finanzierungressourcen für Unternehmen zu mobilisieren, deren Cashflow sich aufgrund des Rückgangs ihrer Tätigkeit verschlechtert hat, 95% des Darlehensbetrags abdeckt und den Banken ermöglichte, schnell außergewöhnliche Überziehungskredite einzurichten, um den Bedarf an Betriebskapital der Zielunternehmen zu finanzieren.
    Es gab im Jahr 2021 über 58.800 Anträge.
  • Anti-Dürre-Plan: das Landwirtschaftsministerium kündigt über den Crédit Agricole im Februar 2022 die Freigabe zusätzlicher Mittel in Höhe von 6 Milliarden Dirham (562 Mio. Euro) an, abgesichert durch Maßnahmen zur Anpassung der Schulden der Landwirte an ihre künftigen Laufzeiten.
  • Verabschiedung neuer Gesetze für die Wirtschaft des Landes:
    • Gesetz zur Neudefinition der öffentlich-privaten Partnerschaft
    • Crowdfunding-Gesetz
    • Gesetz zur Regulierung
    • Angepasstes Haushaltsbudget 2021
    • Öffentliches Beschaffungswesen: Vereinfachung der Verfahren, elektronische Einreichung und Veröffentlichung in eMedien, Durchführungsfristen, Bevorzugung heimischer Klein- und Mittelbetriebe.
    • Gesetzesvorbereitung zur sozialen Absicherung der Gesamtbevölkerung 

Internationale Unterstützung:

  • EU: 450 Millionen Euro Spende an Marokko. Zur Unterstützung des Budgets sind sofort 150 Millionen Euro für die Bedürfnisse des marokkanischen Spezialfonds zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie bestimmt, 300 Millionen Euro sollen für die Maßnahmen auf die Pandemie verwendet werden.
  • Die EIB und CIH-Bank-Maroc unterzeichnen im Juni 2021 den Finanzierungsvertrag in Höhe von 60 Mio. Euro, um kleine und mittlere Unternehmen KMUs, die von den Folgen der Gesundheitskrise betroffen sind, zu unterstützen. 
  • Die Weltbank hat beschlossen, beschleunigte Mittel für Marokko zu mobilisieren, um die Auswirkungen der Pandemie zu bewältigen. Diese Unterstützung wird durch die Umstrukturierung eines Darlehens in Höhe von 275 Mio. USD mobilisiert, das ursprünglich für das Katastrophenrisikomanagement in Marokko vorgesehen war.
  • Die afrikanische Entwicklungsbank (AfDB) unterzeichnete im Dezember 2021 zwei Darlehensverträge in Höhe von 138 Mio. Euro, um die wirtschaftliche Erholung zu unterstützen sowie den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu sichern.
  • IMF: Marokko hat am 7. April 2020 3 Milliarden US-Dollar aus der Vorsorgelinie des IMF abgezogen. Die Rückzahlung erfolgt über einen Zeitraum von 5 Jahren mit einer Nachfrist von 3 Jahren und soll der Zahlungsbilanzfinanzierung dienen, um die Devisenreserven auf einem angemessenen Niveau zu halten.
  • IFC: 20 Millionen US-Dollar für einen Private-Equity-Fonds, um KMU’s in Marokko, Tunesien und Ägypten den Zugang zu institutionellen Finanzmitteln zu erleichtern. 

Weitere Information und Notfallnummern

  • GMT (im Winter gleiche Zeit wie Österreich, im Sommer -1h, von 27.3.22 bis voraussichtlich Anfang Mai 2022 aufgrund des Ramadan -2h).).
  • Gesundheitsministerium hat die Notrufnummer 141 (Covid-19) eingerichtet.
  • Marokkanische COVID-Infohotline: +212 (0)537 66 33 00.
  • Aktuelle Informationen : www.medias24.com
  • Informationen zur wirtschaftlichen Lage und den verschiedenen Sektoren auf Anfrage: AussenwirtschaftsCenter Casablanca
  • Englischsprachige Wirtschaftsinformationen: www.moroccoworldnews.com
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