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Coronavirus: Situation in Norwegen

Aktuelle Lage und Info-Updates

Das AußenwirtschaftsCenter Stockholm informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in Norwegen.

Stand: 14.9.2020


Aktuell & Wichtig

Per 15.07.2020 wurden die Einreisebeschränkungen für Reisende aus dem EWR-Raum gelockert, werden jedoch fortlaufend im Hinblick auf die Infektionszahlen im jeweiligen Land evaluiert.

Seit 22.08.2020 gilt wieder Quarantänepflicht für Reisende aus Österreich! 

Grenzkontrollen bleiben zunächst bis Oktober aufrecht. Zudem wurden zahlreiche Teststationen errichtet, hier können sich ankommende Reisende freiwillig testen lassen. Weiterhin niedrige Infektionszahlen in Norwegen.

Die generelle Verwendung von Mund-Nasen-Schutz wird von der norwegischen Gesundheitsbehörde nicht empfohlen (siehe: Helsedirektoratet) - außer in bestimmten Situationen, in denen es nicht möglich ist, 1 Meter Abstand von anderen Personen zu halten. Es wird jedoch die Verwendung von Mundschutz im öffentlichen Verkehr von, nach und in Oslo für empfohlen.


Einreise und Reisebestimmungen

Reisende aus dem EWR-Raum können nach Norwegen einreisen *), je nach Anzahl der Infektionen im jeweiligen Land mit oder ohne Quarantänepflicht. Relevant ist dabei nicht die Staatsbürgerschaft der Reisenden, sondern das Land des Wohnsitzes bzw. das Land, in dem man sich in den letzten 10 Tagen vor der Einreise nach Norwegen aufgehalten hat. 

Demgemäß gilt seit 22.08.2020 Quarantänepflicht für Reisende aus Österreich, da das von Norwegen gesetzte Limit an Neuinfektionen (20 pro 100.000 Einwohner innerhalb von 14 Tagen – aktuelle Daten) überschritten wurde. Damit gehört Österreich per 22.08.2020 zur Gruppe der "roten Länder". 

Ebenso sind zusätzlich folgende Länder als "rot" eingestuft: Deutschland, Liechtenstein, Andorra, Belgien, Bulgarien, Färöer-Inseln, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Kroatien, Luxemburg, Malta, Monaco, Niederlande, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien, Slowakei, Ungarn, GB, Schweiz, Tschechien, Italien, Vatikanstaat, San Marino, Slowenien und einige Regionen in Schweden, Dänemark und Finnland. Die Situation wird alle 14 Tage neu bewertet. 

Neben den Grenzkontrollen wird auf Eigenverantwortung und Vertrauen gesetzt.

Auch wenn Norwegen die Corona-Situation derzeit sehr gut im Griff hat, können aktuelle Lockerungen beim Ansteigen des Infektionsrisikos jederzeit wieder zurückgenommen werden. 

*) Diese Regelung gilt für Länder, die die Anforderungen des norwegischen Institutes für Volksgesundheit - FHI - an eine niedrige Infektionszahl erfüllen.

Zwischenlandung und Transitfahrten

Die Einreisebeschränkungen gelten auch für Reisende, deren Flugreise nach Norwegen eine Zwischenlandung in einem der oben genannten Länder beinhaltet.

Transitfahrten sind hingegen erlaubt, wenn die Durchreise auf direktem Wege und ohne unnötige Verzögerungen erfolgt. Eine Zwischenübernachtung ist in diesem Falle nicht zulässig.

Quarantäneregelung

Die Quarantänefrist für Reisende aus einem Herkunftsland, für das die Einreisebeschränkungen bestehen bleiben (siehe oben), beträgt weiterhin 10 Tage. Das bedeutet, dass alle Personen, die aus diesen Ländern nach Norwegen einreisen, sich in selbstverantwortliche Heimquarantäne begeben müssen.

Reisende werden angehalten einen Mundschutz zu tragen, bis sie den Ort der Quarantäne erreicht haben.

Ebenso müssen sich Personen, die bis zu 48 Stunden vorher in engem Kontakt mit einer Covid19-infizierten Person waren, in Quarantäne begeben. Innerhalb dieser 10 Tage darf man nur die dringendsten Einkäufe erledigen und daher insbesondere nicht den Arbeitsplatz aufsuchen. Die Quarantänepflicht gilt auch dann, wenn man sich nur für kurzfristige Arbeitsaufträge in Norwegen aufhalten möchte.

Die Quarantäneregelung gilt bis auf Weiteres und wird fortlaufend neu bewertet.

Eine Übersichtskarte über rotgelistete Länder finden Sie auf FHI Travel Advice.

Ausnahme von der Quarantänepflicht bei Ankunft in Norwegen

Die Quarantänepflicht gilt nicht für Personen, die sich unmittelbar vor ihrer Ankunft in Norwegen mindestens zehn Tage in einem, zum Zeitpunkt der Ankunft in Norwegen gelb oder grün eingestuften Land aufgehalten haben sowie für Personen mit systemrelevanten Funktionen.

Systemrelevante Funktionen

Gemäß der geltenden Quarantänebestimmungen sind Personen, die unbedingt erforderlich sind, um den ordnungsgemäßen Betrieb systemrelevanter Funktionen aufrechtzuhalten, von der Quarantänepflicht ausgenommen. Dies hängt von der Erfüllung der folgender Kriterien ab.

Als Erstes ist die von Norwegens Gesundheitsbehörden erstellte Liste systemrelevanter Funktionen zu prüfen: Regierung und Krisenmanagement, Landesverteidigung, Recht und Ordnung, Gesundheit und Pflege, Rettungsdienst, Apotheken, Reinigung, Digitale Sicherheit im zivilen Sektor, Versorgungssicherheit, Wasser und Abwasser, Finanzdienstleistungen, Stromversorgung, Elektronische Kommunikation, Transport, Satellitengestützte Dienste, Natur und Umwelt.

Weiters ist zu prüfen, ob die Arbeit in Norwegen unbedingt erforderlich ist, um den ordnungsgemäßen Betrieb der systemrelevanten Funktion aufrechtzuerhalten. Der Auftraggeber in Norwegen ist für die ordnungsgemäße Durchführung der zweistufigen Bewertung verantwortlich. Wenn beim Auftraggeber (dessen Management) Unsicherheit darüber besteht, ob es sich um eine systemrelevante Funktion handelt (Bewertungsschritt 1), sollte er sich an die zuständige Gesundheitsbehörde wenden.

Das entsendende Unternehmen muss ein Dokument in norwegischer und englischer Sprache ausstellen, mit dem bestätigt wird, dass der entsandte Mitarbeiter unter die Ausnahmeregelung fällt. Dieses muss bei der Einreise nach Norwegen den Gesundheitsbehörden, Zollbehörden oder der Polizei vorgelegt werden. Gerne sind wir Ihnen bei der Ausstellung eines solchen Dokumentes anhand einer Vorlage der Norwegischen Wirtschaftskammer behilflich.

Die Befreiung von der Quarantänepflicht gilt nur dann, wenn sich der entsandte Arbeitnehmer am Einsatzort befindet oder zu/von diesem reist. Darüber hinaus müssen sich Arbeitnehmer an die geltenden Quarantäneregeln halten. Wenn der Arbeitnehmer eine Unterkunft in Verbindung mit dem Arbeitsplatz hat, muss der Arbeitgeber dafür sorgen, dass der Arbeitnehmer keinen engen Kontakt mit anderen Arbeitnehmern in dieser Unterkunft hat.

Nicht-systemrelevante Funktionen 

Personen mit nicht-systemrelevanten Funktionen, die aus EWR-Ländern mit geltenden Einreisebeschränkungen nach Norwegen einreisen, um Arbeiten oder Aufträge auszuführen, können mittels negativer Covid-19 Tests (PCR-Methode) von der Quarantänepflicht befreit werden.

Wo kann man sich testen lassen, mit welchen Kosten ist das Testen verbunden, und wie läuft der Test ab?

An den Flughäfen in Oslo, Bergen, Trondheim, Stavanger, Bodø und Ålesund wurden Teststationen eingerichtet. Diese sind in den jeweiligen Flughäfen ausgeschildert und sollten leicht zu finden sein.

Am Hafen in Larvik sowie am Grenzübergang in Svinesund und Ørje wurden ebenfalls Teststationen eingerichtet.

Der 1. Test kann und sollte direkt bei der Ankunft am Flughafen durchgeführt werden. Hierzu ist der Beschilderung zu folgen. Dieser Test ist kostenlos, das Testergebnis erhält man innerhalb von 1 bis 3 Tagen. An der Teststation erhält man Anweisungen, wie die Testergebnisse digital empfangen werden können.

Der 2. Test kann frühestens am 5., spätestens am 8. Tag nach der Einreise in Norwegen durchgeführt werden. In größeren Städten gibt es verschiedene private Arztpraxen (z.B. Aleris, Dr. Dropin, Volvat), die Covid-19-Tests durchführen. Hierzu wendet man sich bitte direkt an diese Praxen, um Antworten auf Fragen zur Durchführung, Behandlungszeit, Preisen* oder den Testergebnissen zu erhalten.

Der Vorteil, auch den 1. Test bei einer privaten Institution machen zu lassen, liegt darin, dass das Testergebnis im Idealfall schneller vorliegen kann (< 3 Tage).

Wenn man den 1. Test bei der Ankunft am Flughafen macht, erhält man die Testergebnisse digital.

Aus Kapazitätsgründen können jedoch nicht alle negativen Testergebnisse mitgeteilt werden.

Wenn man also innerhalb von 3 Tagen keine Mitteilung erhalten hat, bedeutet das, dass der Test negativ ist.

Bis zum Erhalt des 1. negativen Testergebnisses besteht Quarantänepflicht. Mit Erhalt des 1. negativen Tests ist die Aufnahme der Arbeit, ungeachtet der Quarantänepflicht, gestattet. In der Freizeit muss man sich jedoch in Quarantäne begeben, bis das 2. negative Testergebnis vorliegt.

Die Ausreise aus Norwegen ist jederzeit, auch ohne 2. Test, gestattet. Es gibt keine Einreisebeschränkungen in Bezug auf die Aufenthaltsdauer in Norwegen. 

* Der Auftraggeber oder Kunde in Norwegen ist für die Organisation, Durchführung und Finanzierung der Tests verantwortlich. Dieser entscheidet auch, ob eine solche Lösung für die jeweilige Person in Frage kommt, damit die Arbeiten ausgeführt werden können. Wir empfehlen daher, sich vorab mit dem norwegischen Partner in Verbindung zu setzen, um diese Einzelheiten zu klären.

Reisebeschränkungen

Das norwegische Außenministerium rät von Reisen ab, die nicht unbedingt erforderlich sind; diese Empfehlung gilt zunächst bis zum 1. Oktober. Internationale Reisen sind somit möglich und nicht verboten, jedoch nach Aufenthalt in einem rot-gelisteten Land oder Ländern außerhalb des EWR mit der 10-tägigen Heimquarantänepflicht verbunden. 

Pendler: Die Arbeitgeber sollten sicherstellen, dass die Arbeitnehmer während ihrer gesamten Arbeitszeit einen Abstand von mindestens 1 Meter einhalten können. In Gebieten des Landes, in denen Arbeitnehmer auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, werden Arbeitgeber aufgefordert, Homeoffice und Webmeetings zu ermöglichen. Dies gilt insbesondere für die Region Oslo und andere Städte mit hohem Passagieraufkommen im öffentlichen Personenverkehr.

Kreuzfahrtschiffe: Für Kreuzfahrtschiffe mit mehr als 100 Personen an Bord sind bis auf Weiteres keine Landgänge erlaubt.

Flugverkehr

Der gesamte nationale und internationale Flugverkehr wurde stark reduziert und orientiert sich hpts. an den jeweils gülitgen Reisewarnungen. 

Richtlinien für die Infektionskontrolle auf Passagierflügen: Empfehlung für das Auffüllen von Sitzreihen: 1 Meter Abstand, d.h. ein freier Platz zwischen den Passagieren in jeder Reihe; aber Passagiere, die zusammen leben, können zusammen sitzen; Gesundheitsbehörden können aber Flugzeuge mit guter Belüftung von dieser Regel ganz ausnehmen. Die Fluggesellschaften müssen ausreichend Zeit für sichere und ordnungsgemäße Boarding-Verfahren einplanen. Das Servieren von Speisen und Getränken sollte vermieden werden. Handgepäck, das nicht unter den Vordersitz passt, sollte begrenzt werden. Maßnahmen sollen schrittweise und kontrolliert angepasst werden.

Eine Übersicht über die Schutzmaßnahmen seitens des Flughafenbetreibers Avinor in Bezug auf öffentliche Räume innerhalb des jeweiligen Flughafengeländes finden Sie hier: Avinor Guide (Englisch) 

Bei Flügen mit SAS, Norwegian oder Widerøe ist das Tragen einer Mundnasenbedeckung während des gesamten Fluges Pflicht. Die Fluggesellschaften stellen keine Mundnasenbedeckung zur Verfügung, hierfür hat der Reisende selber Sorge zu tragen.

Fähren international

Color Line: 

Kiel (DE) – Oslo:
ab 27.08.2020 nur mit Gästen, die in Oslo zusteigen; es werden derzeit keine Reisenden ab Kiel mitgenommen (DE "rot" gelistet). 

Hirtshals (DK) - Larvik: befördert ab 15.7 wieder alle Passagiere*
Hirtshals (DK) - Kristiansand: befördert ab 15.7 wieder alle Passagiere* 

Strømstad (SE) - Sandefjord: derzeit nicht in Betrieb

*) vorbehaltlich stabiler Infektionszahlen in den jeweiligen Ländern.

Stena Line:
Frederikshavn (DK) – Oslo: dauerhaft eingestellt

DFDS:
Kopenhagen (DK) – Oslo: seit 25.6. wieder in Betrieb (Mundschutzpflicht!)
Fredrikshavn (DK) - Oslo, neue Route: seit 25.6. in Betrieb (Mundschutzpflicht!)

Details

Angesicht der Vielzahl von Fähren im Landesinneren bitten wir Sie im Bedarfsfall um Bekanntgabe der geplanten Route. Wir werden dann gerne die aktuelle Situation für Sie abklären. 

Bahn 

Die norwegischen Bahnbetreiber haben den Fern- und Nahverkehr reduziert. Der Gütertransport erhält höhere Priorität. 


Regelungen für den Güterverkehr 

Laut Norwegischem Zoll gibt es keine Einschränkungen beim Güterverkehr zu Luft, Wasser und Land, die Grenzkontrollen sind jedoch verschärft. 


Schutzmaßnahmen im öffentlichen und privaten Raum

Das Geschäfts- bzw. öffentliche Leben hat sich weitgehend normalisiert. Es gelten Hygiene- sowie Abstandsempfehlungen. Die allgemeine Verwendung von Gesichtsschutzmasken wird – außer im Gesundheitswesen - nicht empohlen.

Kindergärten und Schulen sind in Betrieb.

Gaststätten können geöffnet werden, solange die Abstandsregel von mindestens 1 Meter eingehalten werden kann. Es gelten spezielle Vorschriften für die Anordnung von Sitzen und Tischen. Vergnügungsparks können geöffnet werden. Organisiertes Schwimmen ist wieder möglich, einschließlich Schulschwimmen.

Es dürfen öffentliche Veranstaltungen mit bis zu 200 Personen durchgeführt werden.

Fitnesscenter können betrieben werden.

Serienspiele im Profi-Fußball sind zulässig.

 Die empfohlene Gruppengröße bei privaten Versammlungen beträgt maximal 20 Personen, sofern mindestens 1 Meter Abstand eingehalten werden kann.


Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Sie haben ein Tochterunternehmen in Norwegen? Hier die wichtigsten Maßnahmen zur Unterstützung norwegischer Betriebe.

Unterstützungspaket vom 16. März 2020 zur umfassenden Stabilisierung der Volkswirtschaft: 

  • Selbstständige erhalten ab Tag 17 eine Kompensation von bis zu 80 % ihres durchschnittlichen Einkommens in den letzten drei Jahren (bis maximal NOK 600.000/Jahr, d.h. ca. 60.000 Euro).
  • Selbstständige und Freiberufler erhalten ab Tag 3 Krankengeld und ab Tag 4 Versorgungsgeld für Kinder.
  • Die Arbeitgeberperiode für die Auszahlung von Lohn an Mitarbeiter im Krankenstand wird auf 3 Tage reduziert.
  • Der Staat übernimmt Lohnkosten in den folgenden Fällen.
    • Zwangsbeurlaubte / Freigestellte, die bis zu NOK 600.000 /Jahr (ca. 60.000 Euro) verdienen, erhalten 20 Tage lang vollen Lohn. Der Staat bezahlt für die Tage 3 - 20.
    • Änderung ab 1. September: Arbeitgeber übernimmt die Lohnzahlung für 10 statt 2 Tage.
    • Geringverdiener, die bis zu NOK 300.000 /Jahr (ca. 30.000 Euro) verdienen, sollen nach der Zwangsbeurlaubungsphase, also nach Tag 20, 80 % des Einkommens erhalten. Jene, die mehr als NOK 300.000/Jahr und bis zu NOK 600.000/Jahr verdienen, erhalten 62,4% vom Staat (Tagesgeld).
    • Die Einkommensgrenze für den Anspruch auf Tagesgeld wird auf NOK 75.000/Jahr (ca. 7.500 Euro) gesenkt.
    • Für Auszubildende, die ihren Ausbildungsplatz im Zusammenhang mit der derzeitigen Krise verlieren, wird es eine Einkommenssicherung auf dem Niveau ihres Auszubildendengehalts geben. 
  • Wer mit seinen Kindern zuhause ist und bald die Grenze des „Versorgungsgelds“ erreicht hat (normalerweise wenn Arbeitnehmer aufgrund kranker Kinder zuhause bleiben müssen), erhält eine Verdoppelung seiner „Versorgungstage“ (insgesamt 20 Tage pro Elternteil).
    Neu ab 1. Juli: Die Betreuungsquoten für Eltern werden zurückgesetzt: ab dem 2. Halbjahr erhalten Eltern die gleiche maximal Anzahl bezahlter Betreuungstage wie für ein ganzes Jahr.
  • Staatliche Darlehen von insgesamt NOK 100 Mrd. (10 Mrd. Euro) zur Liquiditätssicherung betroffener Betriebe. Davon sind NOK 50 Mrd. KMUs und NOK 50 Mrd. einem Obligationsfonds zu Stützung größerer Unternehmen vorbehalten.

Am 19. März 2020 hat das Parlament u.a. folgende zusätzliche Entlastungsmaßnahmen beschlossen:

  • Arbeitgeberabgabe wird zwei Monaten lang um 4 Prozentpunkte reduziert
  • Staatliche Darlehensgarantien von NOK 6 Mrd. (600 Mio. Euro) für die Flugbranche. Mit 46 Flughäfen im Land ist Norwegen von Flugtransporten stark abhängig und es geht u. a. um die Sicherung der sogenannten FOT-Routen - Verpflichtung zur öffentlichen Dienstleistung (Forpliktelse til offentlig tjenestyting), welche hauptsächlich der Versorgung von Inseln und entlegenen Küstengebieten dienen. Darunter NOK 1,5 Mrd. (150 Mio. Euro) für inländische und andere Fluggesellschaften, welche über eine norwegische Betriebsgenehmigung verfügen 

Das Parlament hat am 31.3.2020 ein weiteres Maßnahmenpaket mit u.a. folgenden Inhalten beschlossen:

  • Bargeldunterstützung an Betriebe i.H.v. NOK 20 Mrd. (2 Mrd. Euro) bis Ende Mai
  • Der niedrigste Mehrwertsteuersatz - für z. B. Personentransport und für Hotelübernachtungen - wird von 12% auf 6% gesenkt, bis einschließlich 31. Oktober 2020
  • NOK 400 Mio. (40 Mio. Euro) für Fortbildungsmaßnahmen für Zwangsbeurlaubte und Arbeitslose
  • Das staatliche Förderprogramm für die Entwicklung nachhaltiger Technologien („miljøteknologiordningen“) erhält 50 % mehr Mittel zur Förderung großer Umwelt- und Klimainvestitionen
  • NOK 200 Mio. (20 Mio. Euro) für die Entwicklung der nachhaltigen Schifffahrt
  • Vorgezogener Beginn von Instandhaltungsarbeiten i.W.v. NOK 1 Mrd. (100 Mio. Euro) bei Infrastrukturprojekten wie Bahn, Hochwasser- und Lawinen- /Erdrutschsicherung
  • NOK 130 Mio. (13 Mio. Euro) Forschungsgelder für Weiterentwicklung der Erdöl- und Gasindustrie
  • Verbesserung der Abschreibungssätze der Industrie um Investitionen rentabler zu machen
  • Verbrauchssteuern für Treibstoffe und Brauereiprodukte werden ausgesetzt
  • Verpflichtende Vorschusszahlungen der Straßenmaut für die Halter von Lastkraftwagen im Rahmen des Autopass Systems werden von NOK 27.000 (2.700 Euro) auf NOK 9.000 (900 Euro) gesenkt 

Am 3. April wurde ein neuer Vorschlag für weitere Hilfsmaßnahmen vorgelegt. Dieser umfasst im wesentlichen: 

  • Erhöhung der Mittel für Unternehmen mit Einkommensausfall infolge des Koronavirus - NOK 50 Mrd. (5 Mrd. Euro)
  • Unterstützung für Studenten, die ihr Nebeneinkommen verloren haben - NOK 1 Mrd. (100 Mio. Euro)
  • Vorübergehende Unterstützung für Auszubildende - NOK 250 Mio. (25 Mio. Euro)
  • Maßnahmen zur Kompetenzsteigerung - NOK 190 Mio. (19 Mio. Euro)
  • Aussetzen von Steuern insbesondere innerhalb des Brauereigewerbes - NOK 14 Mio. (1,4 Mio. Euro)
  • Aussetzen von Steuern, die insbesondere die Kraftstoffindustrie betreffen - NOK 18 Mio. (1,8 Mio. Euro)
  • Vorübergehende Befreiung von der CO2-Steuer auf Erdgas und Flüssiggas - NOK 40 Mio. (4 Mio. Euro)
  • Ausweitung der Garantieregelung für Bankdarlehen kleiner und mittlerer Unternehmen

Am 30. April wurden Maßnahmen zur Unterstützung der Offshoreindustrie (Erdöl und –gas) vorgestellt, die vor allem auf die Entlastung von Investionen abzielen. 

Am 29. Mai wurde von der Regierung die Fortführung der Unterstützung von Betrieben bis Ende August bekanntgegeben. Weitere Unterstützungsmaßnahmen: 

  • Senkung der Vermögenssteuer um NOK 1,3 Mrd (130 Mio. Euro)
  • NOK 1 Mrd. (100 Mio. Euro) für Maßnahmen der Kompetenzerhöhung der Arbeitnehmer in Kurzarbeit
  • NOK 600 Mio. (60 Mio. Euro) für Integration und Arbeitsentwicklung
  • NOK 4 Mrd. (400 Mio. Euro) Unterstützung bei Lohnzahlungen für Betriebe, damit Arbeitnehmer in Kurzarbeit wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren können
  • NOK 4 Mrd. (400 Mio. Euro) Unterstützung, um die Baubranche in Gang zu halten
  • NOK 3,6 Mrd. (360 Mio. Euro) „Grünes Umstellungspaket“ (ENOVA NOK 2 Mrd., NOK 1 Mrd. über 3 Jahre verteilt an „grüne Plattform“ unter Regie des Forschungsrates, Innovation Norway und der Gesellschaft für Industriewachstum, NOK 600 Mio. in andere Maßnahmen)
  • NOK 1,6 Mrd. (160 Mio. Euro) für Kultur und Sport
  • NOK 600 Mio. (60 Mio. Euro) für Integration in der derzeitigen Situation (viele Arbeitslose mit Lücken im Lebenslauf, mangelnden Qualifikationen und Norwegisch-Kenntnissen) und generell
  • NOK 250 Mio. (25 Mio. Euro) für die Tourismusbranche
  • NOK 250 Mio. (25 Mio. Euro) für saisonale Betriebe
  • NOK 120 Mio. (12 Mio. Euro) für die Werft-Industrie
  • NOK 800 Mio. (80 Mio. Euro) für Umstellungsmaßnahmen/Forschung/Innovation/
    Technologieentwicklung
  • Um 10 % erhöhter Bewertungsabschlag für das Betriebskapital in der Vermögenssteuer
  • Kurzarbeit-Regelung ab 1. September: Arbeitgeber zahlt nun für 10 statt 2 Tage
  • Ab 1. Juli werden die Betreuungsquoten für Eltern zurückgesetzt: ab dem 2. Halbjahr erhalten Eltern die gleiche maximal Anzahl bezahlter Betreuungstage wie für ein ganzes Jahr
  • Unternehmens-Krisenhilfe von Mai bis August
  • Kreditgarantie für die Luftfahrt von 30. Juni bis 31. Oktober verlängert

Am 13. August wurde von der Regierung bekanntgegeben, dass die Kurzarbeitsperiode ab dem 1. November von 26 auf 52 Wochen verlängert wird, um unnötigen Entlassungen entgegenzuwirken. 


Weitere Information und Notfallnummern 

NORWEGEN: Kontaktstelle im Fall von Krankheitssymptomen (COVID-19): „Legevakt“ T +47 116 117

Informationen auf Englisch: Behörde für Volksgesundheit T +47 815 55 015

Allgemeiner Notruf (Rettung, Polizei Feuerwehr) T 112

Auf Flughäfen und Fähren ohne Gesundheitskontrollen wurden Informationsstellen eingerichtet. 

Weitere Informationen für Reisende gibt es auf der Webseite der Österreichischen Botschaft Oslo.

Informationen zur Situation in den nordischen Nachbarländern