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Coronavirus: Situation in Serbien

Aktuelle Lage und Info-Updates 

Das AußenwirtschaftsCenter Belgrad informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in Serbien.

Stand: 21.9.2020

Auf dem Portal www.covid19.rs werden täglich Informationen zur Ausbreitung des Coronavirus aktualisiert und Empfehlungen zum Umgang mit der Situation sowie eine Hotline-Nummer sind dort veröffentlicht.


Aktuell & Wichtig

Einreise nach Österreich aus Serbien: Die seit 27. Juli geltenden Bestimmungen finden Sie hier: WKO FAQ Einreisebestimmungen

Einreise nach Serbien: Die Einreise nach Serbien ist für österreichische Staatsangehörige wieder wie vor der Corona-Krise (mit der Ausnahme bei Einreise aus Nordmazedonien, Bulgarien, Rumänien und Kroatien) möglich, aber das österreichische Außenministerium hat mit 01.07.2020 eine Reisewarnung für Serbien ausgesprochen.

Am 14.08.2020 wurde vom serbischen Krisenstab eine Liste von Ländern festgelegt, wonach Reisende aus folgenden Ländern bei der Einreise einen negativen PCR-Test auf SARS-CoV-2, der nicht älter als 48 Stunden ist und von einem nationalen Referenzlabor ausgestellt wurde, vorweisen müssen: Nordmazedonien, Bulgarien, Rumänien und Kroatien.

Ausgenommen davon sind jedoch:

  • Serbische Staatsangehörige
  • Personen mit Aufenthaltsbewilligung
  • Transitreisende
  • Besatzungen von Kraftfahrzeugen und Luftfahrzeugen
  • akkreditierte Arbeitskräfte ausländischer diplomatischer und konsularischer Vertretungen und Büros internationaler Organisationen sowie Mitglieder ihrer Familienangehörigen
  • Kinder bis 12 Jahre (sofern deren Erziehungsberechtigte, die unter keine Ausnahme fallen, einen Test vorweisen können)

Ab dem 18.09.2020 müssen serbische sowie ausländische Staatsangehörige mit einer Aufenthaltsberechtigung in Serbien bei der Einreise aus Montenegro, Bosnien und Herzegowina sowie Kroatien sich innerhalb von 24 Stunden bei einer Covid Klinik nahe des Wohnorts melden oder sich online registrieren. Nähere Instruktionen bekommen die Reisenden an der Grenze.

Der Schulbetrieb wird ab September für Grundschüler (1.-8. Schuljahr) unter Einhaltung von Distanz- und Desinfektionsmaßnahmen aufgenommen.

Versammlungsregelung: Ab 24.08.2020 dürfen Kultuerveranstaltungen mit einer Beteiligung bis zu max. 500 Personen organisiert werden unter der Voraussetzung, dass bei Innenveranstaltungen nur jede zweite Sitzgelegenheit besetzt wird bzw. bei Veranstaltungen im Freien eine Distanz von 1,5 m gewahrt wird. In Innen- und Außenbereichen gilt weiterhin eine Maskenpflicht.
Öffentliche Versammlungen im Innen– und Außenbereich sind auf max. 30 Personen bzw. auf einen Abstand von 1,5 m oder 1 Person pro 4 m² begrenzt.

» Reisewarnungen des österreichischen Außenministeriums 

In den öffentlichen Verkehrsmitteln, allen geschlossenen Räumen und bei Warteschlangen im Außenbereich herrscht Masken- und Distanzierungspflicht! Auch andrerorts wird das Tragen der Schutzausrüstung empfohlen.

In den öffentlichen Innenräumen dürfen sich Kunden im Abstand von 1,5 m bzw. max. 1 Person auf 4 m² aufhalten. Verkaufsstätten und Gastronomiebetriebe ohne Gärten bleiben von 21.00 – 06.00 Uhr geschlossen, in Gastronomiebetrieben mit Gärten dürfen Gäste bis 01.00 Uhr bewirtet werden. Shopping-Center und Einkaufsläden dürfen bis 23.00 Uhr Kunden einlassen. 

Auf dem Portal www.covid19.rs werden täglich Informationen zur Ausbreitung des Coronavirus aktualisiert und Empfehlungen zum Umgang mit der Situation sowie eine Hotline-Nummer sind dort veröffentlicht.


Einreise und Reisebestimmungen

Einreise nach Österreich aus Serbien: Die seit 27.Juli geltenden Bestimmungen finden Sie hier: WKO FAQ Einreisebestimmungen

Einreise nach Serbien: Die Einreise nach Serbien ist für österreichische Staatsangehörige wieder wie vor der Corona Krise (mit der Ausnahme bei Einreise aus Nordmazedonien, Bulgarien, Rumänien und Kroatien) möglich, aber das österreichische Außenministerium hat mit 01.07.2020 eine Reisewarnung für Serbien ausgesprochen.

Am 14.08.2020 wurde vom serbischen Krisenstab eine Liste von Ländern festgelegt, wonach Reisende aus folgenden Ländern bei der Einreise einen negativen PCR-Test auf SARS-CoV-2, der nicht älter als 48 Stunden ist und von einem nationalen Referenzlabor ausgestellt wurde, vorweisen müssen: Nordmazedonien, Bulgarien, Rumänien und Kroatien.

Ausgenommen davon sind jedoch:

  • Serbische Staatsangehörige
  • Personen mit Aufenthaltsbewilligung
  • Transitreisende
  • Besatzungen von Kraftfahrzeugen und Luftfahrzeugen
  • akkreditierte Arbeitskräfte ausländischer diplomatischer und konsularischer Vertretungen und Büros internationaler Organisationen sowie Mitglieder ihrer Familienangehörigen
  • Kinder bis 12 Jahre (sofern deren Erziehungsberechtigte, die unter keine Ausnahme fallen, einen Test vorweisen können)

» Reisewarnungen des österr. Aussenministeriums

Ab dem 18.09.2020 müssen serbische sowie ausländische Staatsangehörige mit einer Aufenthaltsberechtigung in Serbien bei der Einreise aus Montenegro, Bosnien und Herzegowina sowie Kroatien sich innerhalb von 24 Stunden bei einer Covid Klinik nahe des Wohnorts melden oder sich online registrieren. Nähere Instruktionen bekommen die Reisenden an der Grenze.


Regelungen für den Güterverkehr

Serbien hat alle Grenzpunkte für den Personenverkehr und Warenverkehr geöffnet.

Der aktuelle Stand kann über Live-Kameras auf mup.gov.rs oder hamss.org.rs verfolgt werden 


Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

In den öffentlichen Verkehrsmitteln, allen geschlossenen Räumen und bei Warteschlangen im Außenbereich herrscht Masken- und Distanzierungspflicht! Auch andrerorts wird das Tragen der Schutzausrüstung empfohlen. In den öffentlichen Innenräumen dürfen sich Kunden im Abstand von 1,5 m bzw. max. 1 Person auf 4 m² aufhalten. Verkaufsstätten und Gastronomiebetriebe ohne Gärten bleiben von 21.00 – 06.00 Uhr geschlossen, in Gastronomiebetrieben mit Gärten dürfen Gäste bis 01.00 Uhr bewirtet werden. 


Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Zweites Unterstützungspaket, Juli 2020

Nach dem ersten Maßnahmenpaket hat die serbische Regierung weitere Maßnahmen zur Linderung der wirtschaftlichen Folgen der Covid 19 Pandemie beschlossen:

Kreditstundungen: Um monetäre Stabilität zu garantieren, wird es abermals ein Moratorium für Kredite und Leasingrate für Personen, Landwirte, Gewerbetreibende und Firmen geben. Der Beschluss für dieses Moratorium sind seit dem 27.7.2020 in Kraft und beziehen sich auf die Aussetzung der Tilgung von Krediten und Leasing Raten für die Monate August und September. Es werden jedoch Zinsen für diese zwei Monate verrechnet und den kommenden Raten zugerechnet. Die Banken waren verpflichtet deren Kunden bis zum 30.7.2020 dieses Moratorium für diese zwei Monate anzubieten und der Rückzahlungsstopp für die Raten wird automatisch durchgeführt. Man kann jedoch innerhalb von 10 Tagen davon zurücktreten.

Direkthilfe für Arbeitskräfte: Es gibt auch wieder eine Direktunterstützung der Unternehmen durch die Auszahlung von 60% des Mindestlohns für deren Arbeitskräfte. Diese Maßnahme basiert auf einem Regierungsbeschluss vom 30.7.2020. Alle Gewerbetreibenden, Mikro-, Klein- und Mittelunternehmen, die sich für das vorhergehende Unterstützungspaket, welches im Juli geendet hat, angemeldet haben, sind automatisch für das zweite Unterstützungspaket angemeldet. Die Auszahlung der 60% des Mindestlohns pro Arbeitskraft wird bis zum 10. August ausgezahlt werden. Falls kein Interesse an dieser weiteren staatlichen Unterstützung besteht, kann man diese an den Staat zurückzahlen. Alle Unternehmen, die zwischen dem 15.3.2020 und dem 20.7.2020 neugegründet wurden, können sich für dieses Unterstützungspaket bis Ende August anmelden und erhalten im September zwei Gehälter in Höhe von 60% des Mindestlohns. Die Unternehmen verpflichten sich wiederum, dass sie drei Monate nach Erhalt dieser Unterstützung nicht mehr als 10% der Arbeitskräfte entlassen werden. Die Großunternehmen können für deren Arbeitskräfte, die auf Kollektivurlaub geschickt wurden, für den gleichen Zeitraum 50% des Mindestlohns beantragen. 

Steuerstundungen: Lohnsteuer und Sozialversicherung für den Monat August können ohne Verzinsung bis zum 5.1.2021 gestundet werden. 

Erstes Unterstützungspaket, März 2020

Am 31.3.2020 wurde ein Unterstützungspaket mit vier Maßnahmen veröffentlicht. Der Umfang der Maßnahmen beträgt 5,1 Mrd. Euro (608,3 Mrd. RSD). Am 10.4.2020 wurden die Richtlinien mitsamt den Voraussetzungen dazu erlassen.

Voraussetzungen: Serbische Unternehmen aus dem Privatsektor, die vom 15. März bis zum 10. April weniger als 10% Beschäftigte entlassen haben, können Subventionen beantragen und verlieren diese wieder, falls sie 10% der Belegschaft bis zum 31. Oktober gegenüber dem 15. März abbauen sollten. Für einen Antrag muss ein Unternehmen vor dem 15. März die Geschäftstätigkeit aufgenommen haben. Finanzinstitutionen wie Banken, Versicherungen, Leasinggesellschaften, usw., die als Großunternehmen eingestuft sind, sind größtenteils von allen Maßnahmen, insbesondere von der Steuerstundung (Maßnahme 1) und der Direkthilfe unter Maßnahme 2, ausgeschlossen. Unternehmen verlieren den Anspruch, falls 2020 Dividenden ausbezahlt werden sollten. Diese Maßnahmen waren ein zentraler Punkt unseres Webinars am 21.4.2020

Maßnahme 1: Steuerstundung: Sozialversicherungs- und Steuerverpflichtungen, die vom 1. April bis zum 30. Juni anfallen, werden folgendermaßen aufgeschoben: Lohnsteuer und Sozialversicherung können ohne Verzinsung bis zum 4.1.2021 gestundet werden und sind dann in 24 Teilzahlungen rückzahlbar. Körperschaftssteuer für die Monate März, April und Mai werden bis zur Vorlage des endgültigen Unternehmenseinkommens aufgeschoben und dann in 24 Teilzahlungen zurückgezahlt.

Dies gilt auch für Unternehmer und deren Abgaben für die Monate März, April und Juni, welche dann ab dem 4.1.2021 in 24 Raten rückzahlbar sind. Des Weiteren gibt es eine Steuerbefreiung für Spenden, die an das Gesundheitsministerium, den Gesundheitsfonds oder andere staatliche Einrichtungen nach dem 15. März gegangen sind. 

Beantragung: Die steuerzahlende Partei gibt zur Beantragung der Stundungen im Steuerformular für Lohnsteuern (PPP-PD) das Zahlungsdatum mit 4.1.2021 an.

Maßnahme 2: Direkthilfe für Arbeitskräfte: Hier kommt es zu direkten geldwerten Subventionen, die nicht rückzahlbar sind. Diese werden zur Zahlung von Löhnen und Gehältern ausbezahlt und an speziell eingerichtete Bankkonten in kommerziellen Banken überwiesen. Hier wird zwischen Mikrounternehmen, KMUs und Großunternehmen unterschieden. Für diese Einteilung gilt der Finanzabschluss von 2018 und alle Firmen mit Gründung in 2019 oder 2020 gelten automatisch als Kleinunternehmen.

Mikrounternehmen und KMUs bekommen eine geldwerte Subvention in Höhe des Minimumgehalts von jeweils ca. 260 Euro für die Monate März, April und Mai für die Anzahl der Arbeitskräfte, die im Steuerformular für Lohnsteuern (PPP-PD) für die jeweiligen Monate angeführt waren. Großunternehmen erhalten hier eine geldwerte Subvention von 50% des Minimumgehalts, sprich ca. 130 Euro, für den gleichen Zeitraum von 3 Monaten und zwar für Beschäftigte, denen ein Bescheid über Arbeitsunterbrechung (durch Quarantäne oder Verringerung des Arbeitsvolumens ohne eigenes Verschulden) ausgehändigt wurde. Für Teilzeitarbeitskräfte werden die Subventionen nach dem Ausmaß des Arbeitsverhältnisses angepasst, was sich aus dem Steuerformular (PPP-PD) ableiten lässt. 

Beantragung: Wenn ein Unternehmen die Subventionen für alle drei Monate beantragen möchte, muss dies im jeweiligen PPP PD Formular für April bis spätestens 30. April 2020 vermerkt werden. Die Subventionen werden dann auf das speziell eingerichtete Bankkonto überwiesen. Frist für die Bekanntgabe des speziell eingerichteten Bankkontos für den Empfang der Zuschüsse beim Finanzamt: 25.4.2020.

Maßnahme 3: Liquidität für den privaten Sektor: Hier soll der private Sektor tätig in der Produktion, Dienstleistungen, Handel und Landwirtschaft mit Krediten Betriebsmittel anschaffen können und damit deren Liquidität absichern. Ausgeschlossen sind Unternehmen, die als Glückspielunternehmen oder Mineralölhändler tätig sind oder Unternehmen in Konkurs oder Reorganisation. Bis am 10.12.2020 kann man beim serbischen Entwicklungsfonds einen solchen Kredit beantragen, solange Mittel verfügbar sind. Bis zum 31.12.2020 (bei Bedarf mit Verlängerung bis zum 31.2.2021) sollten dann die Kreditvergaben erteilt werden.

Folgende Bedingungen gelten: Es fand wiederum beim Antragsteller kein Abbau von Arbeitskräften über 10% statt. Die Kreditlaufzeit beträgt maximal 36 Monate einschließlich einer Nachfrist von bis zu 12 Monaten und einer Rückzahlungsfrist von bis zu 24 Monaten bei einem Zinssatz von 1 Prozent. Der Mindestkreditbetrag liegt bei RSD 1.000.000 RSD (8.547 Euro) für Unternehmen und RSD 200.000 (ca. 1.709 Euro) für Unternehmer, Genossenschaften und bei registrierten Unternehmenseinheiten. Der Maximalbetrag beträgt bei Unternehmern und Mikrounternehmen RSD 10.000.000 RSD (ca. 85.470 Euro), bei Kleinunternehmen RSD 40.000.000 (ca. 341.880 Euro) und bei mittleren Unternehmen RSD 120.000.000 (ca. 1.025.641 Euro).

Sicherheiten werden in Abhängigkeit vom Wert des Darlehens festgelegt und die antragsstellende Partei darf keinen Insolvenz-, Liquidations-, Reorganisations- oder Restrukturierungsmaßnahmen unterliegen. 

Maßnahme 4: Direkte Unterstützung für alle volljährigen Personen: Es wird eine Direktüberweisung auf die Konten aller Personen, die älter als 18 Jahre sind, von 12.000 RDS (ca. 100 Euro) durchgeführt.

Maßnahmen seitens der serbischen Nationalbank: Fristverlängerungen von 90 Tagen für Schuldner jeglicher Natur für die Rückzahlung von Krediten sowie Leasing, die nicht kürzer als 90 Tage sind. Es fallen auch keinerlei Verzugszinsen an und keine anderen rechtlichen Maßnahmen zur Forderungseintreibung werden durchgeführt. Alle Informationen müssen auf den jeweiligen Internetseiten veröffentlicht werden und an alle Kunden (Schuldner) übermittelt werden. Ohne Verzichtserklärung innerhalb von 10 Tagen gilt das Stundungsangebot als angenommen. Der Referenzzinssatz auf 1,5% gesenkt.

Arbeit in Serbien: Laut Verordnung vom 17.3.2020, welche mit dem Ende des Ausnahmezustandes abgelaufen ist, wurde an die Arbeitgeber appelliert, Arbeitnehmer, wo immer möglich, Home Office zu ermöglichen und Meetings ausschließlich per Video-Konferenz zu tätigen. Wenn dies nicht möglich ist, mussten hygienetechnische Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz getroffen werden. Kurzarbeit: Eine Art Corona-Kurzarbeit nach österreichischem Vorbild existiert in Serbien nicht. Es bestehen Möglichkeiten Arbeitszeiten flexibel zu gestalten, aber diese Möglichkeiten lagen bereits vor der Corona-Krise vor und alle Mehrkosten müssen nach aktuellem Stand vom Arbeitgeber getragen werden. Im Maßnahmenpaket für die Unterstützung von Unternehmen werden auch Lohnkosten vom Staat subventioniert. 


Weitere Informationen und Notfallnummern