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Coronavirus: Situation in Spanien

Aktuelle Lage im Überblick

Stand: 23.11.2020


Aktuell & Wichtig

Für die Einreise nach Spanien ist die Vorlage eines negativen PCR-Tests zwingend erforderlich (Näheres dazu siehe unter „Einreise nach Spanien“)

In Spanien gilt bis 9.Mai 2021 der Alarmzustand (siehe Amtsblatt vom 4.11.2020). In allen autonomen Regionen mit Ausnahme der Kanarischen Inseln gelten derzeit eine nächtliche Ausgangssperre sowie Abriegelungen entweder für die ganze Region oder Teile davon. Ein Verlassen oder Betreten dieser Gebiete ist nur für bestimmte Wege (Arbeit, Schule, Arzt, Behördenwege, Pflege) erlaubt. In vielen Regionen sind außerdem zahlreiche Städte, in Andalusien, Baskenland, Kantabrien und Katalonien sind alle Städte abgeriegelt.

Die Mobilität innerhalb der abgeriegelten Gebiete und Städte ist grundsätzlich zulässig. Es gelten oft jedoch

zusätzliche Maßnahmen wie die Schließung von Kultur- und Sporteinrichtungen, Gastronomiebetrieben oder Versammlungsverbote von mehr als 5 bzw. 6 Personen.

Da die gesetzten Maßnahmen von Region zu Region unterschiedlich sind und es laufend zu Änderungen kommen kann, empfehlen wir dringend eine Kontaktaufnahme mit den AußenwirtschaftsCentern in Spanien, falls Sie eine Geschäftsreise planen. Gerne recherchieren wir für Sie, welche Vorschriften am Ziel Ihrer Reise aktuell gelten.

Einreise und Reisebestimmungen

Einreise nach Österreich

Für das Festland-Spanien und die Balearen (Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera) gilt derzeit die Reisewarnstufe 5. Für die Kanarischen Inseln gilt vorerst weiterhin die Reisewarnstufe 4.

Eine Einreise nach Österreich aus dem Festland Spanien bzw. den Balearen ist nur mit einem negativen PCR und zusätzlich einem ärztlichen Gesundheitszeugnis, das einen negativen PCR-Test bestätigt, möglich.

Vorlagen für das Gesundheitszeugnis sind auf Deutsch und auf Englisch verfügbar. Die Testung darf nicht länger als 72 Stunden zurückliegen.

» Auswahl an Testlabors in Spanien

Von der Firma GESMEDI besteht das Angebot für PCR-Tests zum Preis von 99€ für alle Kunden, die sich unter Hinweis auf das AC Madrid bzw. die österreichische Botschaft anmelden. Die Kosten für das Gesundheitszeugnis belaufen sich auf zusätzliche 30 Euro. Termine können auch auf Englisch vereinbart werden unter: T +34 91 113 87 75; WhatsApp +34 622 462 266; E-Mail: citas@gesmedi.com

Ist die Testung im Ausland nicht möglich, kann die Einreise trotzdem gewährt werden und der PCR-Test muss innerhalb von 48 Stunden in Österreich durchgeführt werden. Bis zum Vorliegen eines negativen Testergebnisses ist eine selbstüberwachte (Heim-)Quarantäne anzutreten.

Seit 22. August müssen Einreisende außerdem ein Formular mitführen, in dem die Aufenthaltsorte der letzten 10 Tage, eine Quarantäne-Adresse etc. abgefragt werden. Die Formulare sind auf Deutsch und auf Englisch verfügbar. 

Einreise nach Spanien

Für Spanien gilt derzeit die Sicherheitsstufe 5, also eine partielle Reisewarnung. Die Grenzen für den gesamten EU- & Schengen-Raum sowie alle Flughäfen für internationale Ankünfte sind geöffnet, es bestehen keine Flug- oder Transitverbote. Die spanischen Häfen bleiben aber für Kreuzfahrtschiffe auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Laut Beschluss 14049 der Generaldirektion für öffentliche Gesundheit vom 11.November müssen Reisende aus einem Risikogebiet bei der Einreise in Spanien einen negativen PCR-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Das Testergebnis muss auf Englisch oder Spanisch vorgelegt werden. Für EU-Länder oder Regionen erfolgt die Einstufung als Risikogebiet gemäß EU-Verordnung 2020/1475 vom 13. Oktober. Alle Länder der EU mit Ausnahme einiger weniger Regionen sind in Anhang II des Beschlusses als Risikogebiete aufgeführt. Für Drittländer gilt für die Einstufung als Risikogebiet eine kumulative Inzidenz von über 150 pro 100.000 Einwohner in 14 Tagen als Kriterium. Zu den 37 Ländern, die laut Beschluss als Risikogebiete gelten, zählen auch die Schweiz oder das Vereinigte Königreich.

Die Frage nach dem negativen PCR-Test wird in das Formular inkludiert, das Flugreisende 48 Stunden vor der Abreise auszufüllen haben, um einen QR-Code zugeschickt zu erhalten, der bei der Ankunft vorzuweisen ist. Das Formular kann über die Website https://www.spth.gob.es/ heruntergeladen werden, oder man nutzt die ebenfalls über die Webseite verfügbare mobile App SpTH.

Kann man bei der Einreisekontrolle keinen negativen Test vorweisen, drohen Strafen bis zu einer Höhe von EUR 60.000.  

Auf die Kanarischen Inseln Reisende müssen außerdem die spanische COVID-19-Kontaktverfolgungs-App herunterladen und während ihres Aufenthalts auf den Inseln sowie für weitere 15 Tage nach ihrer Rückkehr an ihren Wohnort aktiviert lassen.

Bis vorerst 30.11.2020 gilt ein Einreiseverbot für Drittstaatenangehörige. Die Einreise nach Spanien für Personen mit Wohnsitz in Australien, China, Georgien, Japan, Neuseeland, Ruanda, Singapur, Südkorea, Thailand, Tunesien und Uruguay ist möglich.

Bei Auftreten von Coronavirus-Symptomen während des Aufenthalts in Spanien bzw. sollte ein durchgeführter PCR-Test positiv ausfallen, erfolgt die Behandlung je nach Schweregrad im Krankenhaus oder durch ein Gesundheitszentrum in Spanien. Während des Verlaufs der Krankheit ist die Ausreise aus dem Land nicht erlaubt.

Im Fall des Verdachts auf eine Covid-19 Infektion sind je nach Region folgende spanische Notrufnummern zu wählen. 

Reisen für Montagen, Wartungs- und Inbetriebnahme-Arbeiten durch österreichisches Personal in Spanien

Für die Einreise nach Spanien zum Zweck von Montagearbeiten durch österreichisches Personal ist ab 23.11.2020 ein negativer PCR-Test erforderlich (siehe „Einreise nach Spanien“).   

Bei der Rückkehr vom Festland Spanien sowie von den Balearen nach Österreich besteht schon jetzt die Nachweispflicht eines negativen PCR-Tests. Nähere Informationen dazu finden Sie unter „Einreise nach Österreich“.

Zu beachten sind:

  • Allgemeine Maskentragepflicht im öffentlichen Raum in ganz Spanien und Rauchverbot auch im Freien, wenn ein Mindestabstand von 2 Metern nicht garantiert werden kann. 
  • Bei der Einreise nach Spanien mit dem Flugzeug muss ein Formular zur Gesundheitskontrolle (FCS) ausgefüllt werden (ausführliche Informationen dazu unter dem Kapitel „Einreise nach Spanien“).
  • Aufgrund von örtlich oder regional auftretenden Clustern können in betroffenen Orten Quarantänemaßnahmen verhängt werden. Vor einer geplanten Entsendung in die betroffenen Region empfehlen wir Ihnen die Kontaktaufnahme mit den AußenwirtschaftsCentern in Spanien – sie informieren Sie konkret über mögliche Einschränkungen.
  • Im Falle des Auftretens von Symptomen oder sollte ein durchgeführter PCR-Test vor Ort positiv ausfallen, ist eine Ausreise aus Spanien nicht möglich und die medizinische Betreuung muss in Spanien erfolgen.

Regelungen für den Güterverkehr

Der Güterverkehrssektor ist von den Mobilitätsbeschränkungen im Zuge des neuen Alarmzustands ausgenommen, und es müssen auch abgesehen von den herkömmlichen Papieren (Frachtbrief, Ladeauftrag, Lieferscheine, etc.) keine zusätzlichen Dokumente mitgeführt werden.

Für den Zeitraum 30.10. bis 9.11. wurden die allgemeinen Fahrbeschränkungen für LKW mit mehr als 7,5 Tonnen, Sonderfahrzeuge und –transporte mit Ausnahme von Katalonien und dem Baskenland, wo sie nach wie vor gelten, außer Kraft gesetzt. Diese zeitweise Aufhebung der Fahrbeschränkungen betrifft auch nicht den Gefahrengütertransport.

Abgesehen davon gelten seit 20.08. die im neuen EU-Mobilitätspaket festgesetzten Lenk- und Ruhezeiten.

Aufgrund von lokalen Eingrenzungen infolge eines Neuinfektionsherds kann es zu gewissen Einschränkungen kommen (wie vorübergehende Sperrung von Autobahnausfahrten), obwohl der Warentransport auch in den Sperrgebieten grundsätzlich erlaubt und die freie Zirkulation auf Autobahnen oder Schnellstraßen gegeben ist.


Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

Derzeit gelten in ganz Spanien u.a. folgende Maßnahmen:

  • Nächtliche Ausgangssperre, meist von 23:00 – 6:00 Uhr, teilweise eine Stunde früher oder später (ausgenommen von dieser Maßnahme sind nur die Kanarischen Inseln).
  • Allgemeine Maskentragepflicht an allen öffentlich zugänglichen Orten, auch im Freien, in öffentlichen Verkehrsmitteln, inkl. Flug- und Schiffsverkehr,  sowie auch in privaten Verkehrsmitteln, sofern die Personen nicht im selben Haushalt leben. Bei Nichteinhaltung drohen Strafen bis zu 100 Euro.
  • Rauchverbot auch im Freien (auf den Straßen, in Gastgärten von Cafés und Restaurants), wenn ein Mindestabstand von 2 Metern nicht garantiert werden kann.
  • Kapazitätsbeschränkungen in bzw. Schließung von Gastronomiebetrieben, Kapaiztätsbeschränkungen in Bildungs-, Sport- oder Kultureinrichtungen, Beschränkung von privaten oder öffentlichen Versammlungen.
  • Gesundheitskontrollen bei Einreise an Flughäfen (Näheres dazu siehe Kapitel „Einreise nach Spanien“).


Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Spanien schlittert in die Rezession

Spanien ist wirtschaftlich eines der von der Pandemie am meisten betroffenen Länder. Das erste Halbjahr 2020 schloss die Wirtschaft Corona-bedingt mit einem realen Rückgang von 11,4 % ab. Am stärksten von der Krise betroffen sind Gastronomie und Einzelhandel (-27,3 %), Tourismus und Freizeitwirtschaft (-23,6 %), Industrieproduktion (-16,6 %) und das Bauwesen (-15,9 %). Die Ausgaben der öffentlichen Verwaltung sind hingegen durch die Corona-Rettungspakete stark gestiegen, weshalb für 2020 mit einem Budgetdefizit in Höhe von 13 % und damit einem Anstieg der Gesamtverschuldung Spaniens auf rund 126 % gerechnet wird. Für das Gesamtjahr 2020 wird beim BIP ein Minus von bis zu 12,6 % erwartet.

Zur Abfederung der sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen hat die spanische Regierung ein Maßnahmenpaket im Ausmaß von 170 Mrd. Euro beschlossen. Hinzu kommen die von der EU zugesagten Gelder in Höhe von 140 Mrd. Euro.

Des Weiteren sind Mittel zur Ankurbelung der für die Volkswirtschaft so wichtigen Sektoren wie Automobilindustrie (Plan Renove dotiert mit 250 Mio. EUR zur Förderung der Neuanschaffung von Fahrzeugen) und Tourismus (ca. 4,3 Mrd. Euro u.a. zur Konsolidierung des Landes als sicheres Reiseziel, zur Unterstützung von Tourismusbetrieben, Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, Entwicklung eines intelligenten Tourismusmodells) vorgesehen, sowie Beihilfen für Innovation, Technologieunternehmen und Jungunternehmen.

Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

3,8 Mio. Menschen waren per 31.Oktober in Spanien als arbeitslos gemeldet, fast 600.000 Beschäftigte sind in staatlich unterstützter Kurzarbeit.

Eine Reihe von Königlichen Gesetzesdekreten regelt seit März 2020 die staatlichen Unterstützungen bei zeitweiligen Entlassungen oder Reduzierung von Arbeitszeiten (ERTE) aus durch Covid-19 verursachten Gründen. Die Sozialpartner haben diese ERTE vorerst bis 31.1.2021 verlängert. Die Unternehmen, die einen ERTE in Anspruch nehmen, sind verpflichtet, nach dessen Beendigung die Beschäftigung für weitere sechs Monate aufrechtzuerhalten.

Für die Arbeitnehmenden in Kurzarbeit gilt, dass sie während dessen keinen Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung verlieren. Somit bleibt jeder Person, die ihren Arbeitsplatz vor oder während 2021 verliert, ihre Leistung garantiert. Der Schutz wird von 180 auf 196 Tage erhöht und bis zum 1. Januar 2022 verlängert.

Die EU hat einen Fonds von 100 Milliarden Euro zum Schutz der Beschäftigten genehmigt, von dem mehr als 20% an Spanien zur Finanzierung der ERTEs und andere Hilfen für Arbeitnehmende gehen sollen.

Besondere Maßnahmen gelten auch für Ein-Personen-Unternehmen bis 31.1.2021, wie Aufschub der Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen um sechs Monate oder eine außerordentliche Leistung für die Covid-bedingte Einstellung der Tätigkeit.


Weitere Information und Notfallnummern

Die AußenwirtschaftsCenter Madrid und Barcelona beobachten die Entwicklung im Zusammenhang mit dem Corona-Virus in Spanien und die möglichen Einschränkungen, die daraus resultieren, weiterhin genau.

Der aktuelle Status von Veranstaltungen kann auf der Spanienseite auf wko.at abgefragt werden.

Alle an Veranstaltungen angemeldeten Firmen werden über Änderungen direkt informiert. Bei Veranstaltungsabsage aufgrund des Corona-Virus fällt keine Teilnahmegebühr an, Sachkosten müssen jedoch weiterverrechnet werden. Bei Veranstaltungsverschiebungen bleiben die Teilnehmenden an ihre Anmeldung gebunden. Reise- und Aufenthaltskosten werden in keinem Fall ersetzt. Wir empfehlen den Abschluss einer Reise- bzw. Rücktrittsversicherung.

Alle Informationen zur Lage in Spanien finden Sie immer auf unserer Landes-Übersichtsseite auf wko.at, solche zu neuen Geschäftschancen in Spanien und auf den Weltmärkten tagesaktuell auch über das WKÖ-Exportradar

Kontaktstellen für österreichische Unternehmen in Spanien

AußenwirtschaftsCenter Madrid
Wirtschaftsdelegierter Dr. Ernst Kopp
Orense, 11 – 6°, 28020 Madrid
T +34 91 55 64 358
E madrid@wko.at 

AußenwirtschaftsCenter Barcelona
Wirtschaftsdelegierter Dr. Andreas Schmid
Av. Diagonal, 420/3/2, 08037 Barcelona
T +34 93 29 22 378
E barcelona@wko.at

Österreichische Botschaft Madrid
Botschafter Mag. Christian Ebner
Paseo de la Castellana 91, 28046 Madrid
T +34 91 55 65 315
E madrid-ob@bmeia.gv.at

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