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Coronavirus: Situation in Spanien

Aktuelle Lage im Überblick

Stand: 03.03.2021


Aktuell & Wichtig

Die Einreise nach Österreich ist nur mit negativem PCR- oder Antigen-Test möglich, wobei die Testung maximal 72 Stunden zurückliegen darf! Zusätzlich ist eine elektronische Registrierung verpflichtend (Pre-Travel-Clearance - PTC). Nach Einreise besteht eine 10-tägige Quarantänepflicht, ausgenommen davon sind unter anderem beruflich Reisende. (Näheres dazu siehe unter Einreise nach Österreich)

Die Einreise nach Spanien ist nur mit negativem PCR- oder TMA-Test möglich, wobei auch diese Testung maximal 72 Stunden zurückliegen darf. Ein Antigen-Test ist nicht ausreichend! Für auf dem Luftweg Anreisende ist zusätzlich eine elektronische Registrierung verpflichtend (Spain Travel Health) (Näheres dazu siehe unter „Einreise nach Spanien“)

In Spanien gilt bis 9.Mai 2021 der Alarmzustand (siehe Amtsblatt vom 4.11.2020). In allen autonomen Regionen herrschen derzeit nächtliche Ausgangssperren. Die meisten Regionen sind abgeriegelt, in einer Reihe davon sind zusätzlich Provinzen, Städte oder Stadtteile isoliert. Ein Verlassen oder Betreten dieser Gebiete ist nur für bestimmte Wege (Arbeit, Schule, Arzt, Behördenwege, Pflege) erlaubt.

Die Mobilität innerhalb der abgeriegelten Gebiete und Städte ist grundsätzlich zulässig. Es gelten oft jedoch zusätzliche Maßnahmen wie die Schließung von Kultur- und Sporteinrichtungen, Gastronomiebetrieben oder Beschränkung des Zusammentreffens von Personen, die nicht im selben Haushalt leben, auf 2 bis 6 Personen.

Da die gesetzten Maßnahmen von Region zu Region unterschiedlich sind und es laufend zu Änderungen kommen kann, empfehlen wir dringend eine Kontaktaufnahme mit den AußenwirtschaftsCentern in Spanien, falls Sie eine Geschäftsreise planen. Gerne recherchieren wir für Sie, welche Vorschriften am Ziel Ihrer Reise aktuell gelten.


Einreise und Reisebestimmungen

Einreise nach Österreich

Bei Einreise aus Spanien nach Österreich muss ein negativer Testnachweis auf Deutsch oder Englisch (PCR- oder Antigen-Test) oder ein Gesundheitszeugnis auf Deutsch oder Englisch, welches einen negativen COVID-19-Test bestätigt vorgelegt werden. Die Testung darf maximal 72 Stunden zurückliegen! Nach Einreise besteht grundsätzlich eine 10-tägige Quarantänepflicht. Eine Erklärung über die Quarantäneverpflichtung ist mitzuführen (siehe Link zum Formular auf Deutsch oder Englisch). Es besteht die Möglichkeit, sich nach fünf Tagen (Tag der Einreise gilt als „Tag null“) mittels PCR- oder Antigen-Test freitesten zu lassen. Von der Quarantänepflicht ausgenommen sind Personen, die aus beruflichen, aus dringenden familiären oder medizinischen Gründen (inkl. Begleitpersonen) reisen. Es ist ein Nachweis über den Zweck der Reise (Firmenschreiben, Auftragsbestätigung, Lieferschein, etc.) vorzulegen.

Für alle Einreisenden gilt: Kann kein negativer Test bei der Einreise vorgelegt werden, ist innerhalb von 24 Stunden nach der Einreise ein PCR- oder Antigen-Test durchzuführen und bis dahin Quarantäne zu wahren. „Selbsttests“ dürfen nicht herangezogen werden. Bei negativem Ergebnis sind aus beruflichen, aus dringenden familiären oder medizinischen Gründen Reisende von der Quarantänepflicht entbunden, für alle anderen gilt die allgemeine Quarantäneregelung.

Zusätzlich ist eine elektronische Registrierung verpflichtend (Pre-Travel-Clearance - PTC). Die Registrierpflicht gilt auch für Geschäftsreisende und darf frühestens 72 Stunden vor Einreise erfolgen! Da sie von der Quarantänepflicht ausgenommen sind, ist auf dem Pre-Travel-Clearance-Formular der Ausnahmepunkt „Die Einreise fällt unter eine Ausnahme des § 4 Abs. 3 oder § 5 Abs. 5 der COVID-19-Einreiseverordnung“ anzukreuzen.

Pendler müssen sich einmal wöchentlich über die Pre-Travel-Clearance - PTC registrieren und zumindest einmal wöchentlich einen negativen PCR- oder Antigen-Test machen. Von der Registrierpflicht ausgenommen sind Personen zur Aufrechterhaltung des Güter- und Personenverkehrs sowie Transitpassagiere.

Einreise nach Deutschland am Luftweg mit Weiterreise am Landweg nach Österreich: Eine Einreise aus Spanien ist mit dem Nachweis (auf Englisch, Französisch oder Deutsch) einer Testung mit negativem Ergebnis auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 möglich. Die Testung darf maximal 48 Stunden zurückliegen. Anerkannte Tests sind Antigen-Tests, sofern diese eine ≥80% Sensitivität und ≥97% Spezifität, verglichen mit PCR-Tests, erreichen, sowie PCR, TMA oder LAMP. Des Weiteren ist eine digitale Einreiseanmeldung notwendig, bei der auch anzugeben ist, wo man sich in den vorangegangenen zehn Tagen aufgehalten hat.
Achtung: die Einreise aus Virusvarianten-Gebieten nach Deutschland ist derzeit nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Weitere Informationen unter: Einreisebeschränkungen aus Ländern mit Virus-Mutationen.

Links zu den Einreiseverordnungen

Nähere Informationen zu den aktuellen Einreisebestimmungen in Österreich finden Sie auch auf der Website des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten.

Einreise nach Spanien

Bei der Einreise nach Spanien müssen Reisende aus einem Risikogebiet einen negativen Covid-Test vorweisen. Für EU-Länder oder Regionen erfolgt die Einstufung als Risikogebiet gemäß EU-Verordnung 2020/1475 vom 13. Oktober. Alle Länder der EU mit Ausnahme einiger weniger Regionen sind in Anhang II des Beschlusses als Risikogebiete aufgeführt. Für Drittländer gilt für die Einstufung als Risikogebiet eine kumulative Inzidenz von über 150 pro 100.000 Einwohner in 14 Tagen als Kriterium. 

Die Einreise aus Österreich ist demnach nur mit negativem PCR- oder TMA-Test möglich. Die Testung darf maximal 72 Stunden zurückliegen! Ein Antigen-Test ist nicht ausreichend! Das Testergebnis kann auf Englisch, Deutsch, Französisch oder Spanisch vorgelegt werden. Kann man bei der Einreisekontrolle keinen negativen Test vorweisen, drohen Strafen bis zu einer Höhe von EUR 60.000. 

Weiters ist zu beachten:

  • Für auf dem Luftweg Anreisende ist zusätzlich eine elektronische Registrierung verpflichtend (siehe Link zum Formular: Spain Travel Health)  Die Registrierung ist ab 48 Stunden vor Anreise möglich.
  • Auf die Kanarischen Inseln Reisende müssen außerdem die spanische COVID-19-Kontaktverfolgungs-App herunterladen und während ihres Aufenthalts auf den Inseln sowie für weitere 15 Tage nach ihrer Rückkehr an ihren Wohnort aktiviert lassen.
  • Bei Reisen in die Autonome Region Galizien gilt derzeit die Regelung, dass Reisende und Fernfahrer, die sich in den letzten 14 Tagen vor ihrer Einreise nach Galizien in Andalusien, Aragonien, Asturien, dem Baskenland, Kastilien-León, Valencia, Madrid, Ceuta und Melilla sowie in einer Reihe von anderen europäischen Ländern, u.a. Frankreich und Portugal (ausgenommen Österreich), aufgehalten haben, sich binnen 24 Stunden bei der regionalen Gesundheitsbehörde melden und ihre Kontaktdaten bekannt geben müssen. Dies kann online über die Webseite oder telefonisch unter der Nummer 881 00 20 21 erfolgen. Ausgenommen sind reine Transitreisen.

Bis vorerst 16. März 2021 ist die Grenze zwischen Portugal und Spanien für Reisen am Landweg geschlossen. Die Einreise aus Portugal ist nur an bestimmten Grenzübergängen und nur für spanische Staatsbürger, Personen mit Wohnsitz in Spanien oder EU- und Schengenbürgerinnen und –bürger für die Rückkehr an ihren Wohnort, für Grenzgänger, Gesundheitspersonal und für Warentransporte möglich. Es werden Grenzkontrollen durchgeführt. Über die geöffneten Grenzübergänge informiert Sie bei Bedarf das AußenwirtschaftsCenter Madrid.

Bis 16. März 2021 gilt ein Verbot für Direktflüge und Passagierschiffe aus dem Vereinigten Königreich, es sei denn, es werden ausschließlich spanische Staatsangehörige oder Personen mit Wohnsitz in Spanien oder Andorra transportiert. Dasselbe gilt für Flüge aus Brasilien und Südafrika, wobei in diesen Fällen die transportierten Personen außerdem eine verpflichtende zehntägige Quarantäne antreten müssen. Ab dem siebten Tag ist ein Freitesten mittels PCR, TMA oder vergleichbarem Antigentest möglich. In ein Nicht-Schengen-Land Reisende im Transit dürfen befördert werden, wenn deren Aufenthalt in Spanien weniger als 24 Stunden beträgt und sie die Transitzone des Flughafens nicht verlassen.

Für Kreuzfahrtschiffe sind die spanischen Häfen bis auf weiteres geschlossen.

Bis 31.3.2021, 24:00 Uhr, gilt ein Einreiseverbot aus Drittstaaten, von dem Personen mit Wohnsitz in Australien, China (inklusive Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macau), Neuseeland, Ruanda, Singapur, Südkorea und Thailand ausgenommen sind. 

Bei Auftreten von Coronavirus-Symptomen während des Aufenthalts in Spanien bzw. sollte ein durchgeführter PCR-Test positiv ausfallen, erfolgt die Behandlung je nach Schweregrad im Krankenhaus oder durch ein Gesundheitszentrum in Spanien. Während des Verlaufs der Krankheit ist die Ausreise aus dem Land nicht erlaubt.

Im Fall des Verdachts auf eine Covid-19 Infektion sind je nach Region verschiedene spanische Notrufnummern zu wählen.

Reisen für Montagen, Wartungs- und Inbetriebnahme-Arbeiten durch österreichisches Personal in Spanien

Für die Einreise nach Spanien zum Zweck von Montagearbeiten durch österreichisches Personal ist ein negativer PCR- oder TMA-Test sowie die elektronische Registrierung auf Spain Travel Health erforderlich. Achtung: Ein Antigen-Test wird nicht anerkannt (siehe „Einreise nach Spanien“).

Bei Einreise in die autonome Region Galizien kann eine Meldung bei der regionalen Gesundheitsbehörde erforderlich sein (siehe dazu „Einreise nach Spanien“).

Für die Rückkehr nach Österreich muss bei der Einreise ein negativer PCR- oder Antigen-Test vorgelegt werden und die elektronische Registrierung auf Pre-Travel-Clearance - PTC ist verpflichtend. Kann kein Test bei der Einreise in Österreich vorgelegt werden, dann muss unverzüglich Quarantäne angetreten und ein Test innerhalb von 24 Stunden durchgeführt werden. Ergibt die Testung ein negatives Ergebnis, kann die Quarantäne beendet werden. Nähere Informationen dazu finden Sie unter „Einreise nach Österreich“. 

Zu beachten sind:

  • Allgemeine Maskentragepflicht im öffentlichen Raum in ganz Spanien und Rauchverbot auch im Freien, wenn ein Mindestabstand von 2 Metern nicht garantiert werden kann. 
  • Strikte nächtliche Ausgangssperre, meist von 22:00 – 6:00 Uhr, teilweise eine Stunde früher oder später. 
  • Aufgrund von örtlich oder regional auftretenden Clustern können in betroffenen Orten Quarantänemaßnahmen verhängt werden. Vor einer geplanten Entsendung in die betroffenen Region empfehlen wir Ihnen die Kontaktaufnahme mit den AußenwirtschaftsCentern in Spanien – sie informieren Sie konkret über mögliche Einschränkungen.
  • Im Falle des Auftretens von Symptomen oder sollte ein durchgeführter PCR-Test vor Ort positiv ausfallen, ist eine Ausreise aus Spanien nicht möglich und die medizinische Betreuung muss in Spanien erfolgen. 

Regelungen für den Güterverkehr

Der Güterverkehrssektor ist von den Mobilitätsbeschränkungen im Zuge des neuen Alarmzustands ausgenommen, und es müssen auch abgesehen von den herkömmlichen Papieren (Frachtbrief, Ladeauftrag, Lieferscheine, etc.) keine zusätzlichen Dokumente mitgeführt werden.

Abgesehen davon gelten seit 20.8. die im neuen EU-Mobilitätspaket festgesetzten Lenk- und Ruhezeiten.

Aufgrund von lokalen Eingrenzungen infolge eines Neuinfektionsherds kann es zu gewissen Einschränkungen kommen (wie vorübergehende Sperrung von Autobahnausfahrten), obwohl der Warentransport auch in den Sperrgebieten grundsätzlich erlaubt und die freie Zirkulation auf Autobahnen oder Schnellstraßen gegeben ist.

Momentan gilt in der Autonomen Region Galizien die Regelung, dass Reisende und Fernfahrer, die sich in den letzten 14 Tagen vor ihrer Einreise nach Galizien in Andalusien, Aragonien, Asturien, dem Baskenland, Kastilien-León, Valencia, Madrid, Ceuta und Melilla sowie in einer Reihe von anderen europäischen Ländern, u.a. Frankreich und Portugal (ausgenommen Österreich), aufgehalten haben, sich binnen 24 Stunden bei der regionalen Gesundheitsbehörde melden und ihre Kontaktdaten bekannt geben müssen. Dies kann online über die Webseite oder telefonisch unter der Nummer 881 00 20 21 erfolgen. Ausgenommen sind reine Transitreisen. 

Achtung: 

Bis inklusive 16. März 2021, 01:00 Uhr sind nur bestimmten Grenzübergänge zwischen Portugal und Spanien geöffnet.  Über die geöffneten Grenzübergänge informiert Sie bei Bedarf das AußenwirtschaftsCenter Madrid. Es werden Grenzkontrollen durchgeführt. Eine internationale Entsendungserklärung laut dieser Vorlage ist von den Fernfahrern bei Grenzübertritt zwischen Spanien und Portugal sowie zwischen Spanien und Frankreich mitzuführen. 


Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

Derzeit gelten in ganz Spanien u.a. folgende Maßnahmen:

  • Nächtliche Ausgangssperre, meist von 22:00 – 6:00 Uhr, teilweise eine Stunde früher oder später.
  • Allgemeine Maskentragepflicht an allen öffentlich zugänglichen Orten, auch im Freien, in öffentlichen Verkehrsmitteln, inkl. Flug- und Schiffsverkehr, sowie auch in privaten Verkehrsmitteln, sofern die Personen nicht im selben Haushalt leben. Bei Nichteinhaltung drohen Strafen bis zu 100 Euro.
  • Rauchverbot auch im Freien (auf den Straßen, in Gastgärten von Cafés und Restaurants), wenn ein Mindestabstand von 2 Metern nicht garantiert werden kann.
  • Kapazitätsbeschränkungen in bzw. Schließung von Gastronomiebetrieben, Kapazitätsbeschränkungen in Bildungs-, Sport- oder Kultureinrichtungen, Beschränkung von privaten oder öffentlichen Versammlungen.
  • Gesundheitskontrollen bei Einreise an Flughäfen (Näheres dazu siehe Kapitel „Einreise nach Spanien“). 


Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Spanien schlittert in die Rezession

Spanien ist wirtschaftlich eines der von der Pandemie am meisten betroffenen Länder Europas. 2020 schloss die Wirtschaft Corona-bedingt mit einem Rückgang von 11,1 % ab. Die Wachstumsaussichten für 2021 wurden vom IMF auf 5,9 % zurückgeschraubt. Für 2022 wird ein Plus von 4,7 % prognostiziert. Das Maßnahmenbündel zur Bekämpfung der Auswirkungen der Pandemie führt zu einem Anstieg des Haushaltsdefizits auf etwa 10,5 % und es wird mit einer Zunahme der Gesamtverschuldung Spaniens auf bis zu 123 % gerechnet.

Der spanische Industrieproduktionsindex fiel 2020 im Schnitt um über 9 %. Alle Industriesektoren mit Ausnahme der pharmazeutischen Industrie waren betroffen und verzeichneten mehr oder weniger gravierende negative Ergebnisse. So sank etwa die Produktion von Anlagegütern gegenüber 2019 um 15,5 %, jene der langlebigen Konsumgüter um 13,6 %. Die Automobilproduktion schrumpfte um 18,1 %, jene von anderen Transportmitteln um 19,4 %, auch die Aeronautikindustrie musste ein Minus von 18,2 % hinnehmen. Bei der Produktion von anderen Verbrauchsgütern (-6,6%), Halbfabrikaten (-7,9 %), Energie (-6,7 %), Nahrungsmittel (-4,3 %), Getränke (-8,9 %) fielen die Rückgänge niedriger aus.

Eine der am stärksten von der Pandemie betroffenen Branchen ist der Tourismussektor, der im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr fast 65 Mio. ausländische Besucher verloren hat, was ein Minus von 77 % bedeutet. Aus diesem Grund verzeichnen auch die Insel- und Mittelmeerregionen die größten Rückgänge beim BIP (so etwa die Balearen -27 %, Las Palmas -21 %, Santa Cruz de Tenerife -19 %, Málaga -17 %).

Zur Abfederung der sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen hat die spanische Regierung nach Ausbruch der Pandemie ein Maßnahmenpaket im Ausmaß von 170 Mrd. Euro beschlossen. Hinzu kommen die von der EU zugesagten Gelder in Höhe von 140 Mrd. Euro, mit deren Auszahlung die spanische Regierung schon im 2.Quartal 2021 rechnet. 

Nun ist es ein Gebot der Stunde, die große Gefahr einer Pleitewelle zu bannen und die Unterstützungsmaßnahmen nicht zu früh auslaufen zu lassen, weshalb die Regierung zurzeit intensiv daran gearbeitet wird, die Direkthilfen für Unternehmen so schnell wie möglich auszuweiten. Bis etwa Mitte März 2021 soll das neue Paket geschnürt sein. Insbesondere Ein-Personen-Unternehmen und KMU sollen finanziell entlastet und lebensfähige Betriebe gestärkt werden.

Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

2020 sind in Spanien rund 623.000 Arbeitsplätze verloren gegangen, was zu einer Arbeitslosenrate von 16,1% geführt hat. 3,7 Mio. Menschen sind derzeit als arbeitslos gemeldet, hinzu kommen 750.000 Beschäftigte in staatlich unterstützter Kurzarbeit, die meisten davon in der Gastronomie bzw. im Tourismussektor. Rund 35 Mrd. Euro hat die Regierung 2020 für die Unterstützung der Kurzarbeit und für Beihilfen an selbständige Unternehmer ausgeschüttet.

Eine Reihe von Königlichen Gesetzesdekreten regelt seit März 2020 die staatlichen Unterstützungen bei zeitweiligen Entlassungen oder Reduzierung von Arbeitszeiten (ERTE) aus durch Covid-19 verursachten Gründen. Die Sozialpartner haben diese ERTE-Regelungen bis 31.5.2021 verlängert. Das gilt auch für die besonderen Maßnahmen zum Schutz von Ein-Personen-Unternehmen bei Covid-bedingter Einstellung oder Verminderung der Geschäftstätigkeit und den damit verbundenen Einnahmeneinbußen. 

Unternehmen, die einen ERTE in Anspruch nehmen, sind verpflichtet, nach dessen Beendigung die Beschäftigung für weitere sechs Monate aufrechtzuerhalten. Für die Arbeitnehmenden in Kurzarbeit gilt, dass sie während dessen keinen Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung verlieren. Somit bleibt jeder Person, die ihren Arbeitsplatz vor oder während 2021 verliert, ihre Leistung garantiert. Der Schutz wurde von 180 auf 196 Tage erhöht und bis zum 1. Januar 2022 verlängert.

Die EU hat einen Fonds von 100 Milliarden Euro zum Schutz der Beschäftigten genehmigt, von dem mehr als 20% an Spanien zur Finanzierung der ERTEs und andere Hilfen für Arbeitnehmende gehen sollen.


Weitere Information und Notfallnummern

Die AußenwirtschaftsCenter Madrid und Barcelona beobachten die Entwicklung im Zusammenhang mit dem Corona-Virus in Spanien und die möglichen Einschränkungen, die daraus resultieren, weiterhin genau.

Der aktuelle Status von Veranstaltungen kann auf der Spanienseite auf wko.at abgefragt werden.

Alle an Veranstaltungen angemeldeten Firmen werden über Änderungen direkt informiert. Bei Veranstaltungsabsage aufgrund des Corona-Virus fällt keine Teilnahmegebühr an, Sachkosten müssen jedoch weiterverrechnet werden. Bei Veranstaltungsverschiebungen bleiben die Teilnehmenden an ihre Anmeldung gebunden. Reise- und Aufenthaltskosten werden in keinem Fall ersetzt. Wir empfehlen den Abschluss einer Reise- bzw. Rücktrittsversicherung.

Alle Informationen zur Lage in Spanien finden Sie immer auf unserer Landes-Übersichtsseite auf wko.at, solche zu neuen Geschäftschancen in Spanien und auf den Weltmärkten tagesaktuell auch über das WKÖ-Exportradar

Kontaktstellen für österreichische Unternehmen in Spanien

AußenwirtschaftsCenter Madrid
Wirtschaftsdelegierter Dr. Ernst Kopp
Orense, 11 – 6°, 28020 Madrid
T +34 91 55 64 358
E madrid@wko.at 

AußenwirtschaftsCenter Barcelona
Wirtschaftsdelegierter Dr. Andreas Schmid
Av. Diagonal, 420/3/2, 08037 Barcelona
T +34 93 29 22 378
E barcelona@wko.at

Österreichische Botschaft Madrid
Botschafter Mag. Christian Ebner
Paseo de la Castellana 91, 28046 Madrid
T +34 91 55 65 315
E madrid-ob@bmeia.gv.at

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