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Coronavirus: Situation in Spanien

Aktuelle Lage im Überblick

Stand: 1.10.2021


Aktuell & Wichtig

Die Einreise aus Spanien nach Österreich ist quarantänefrei möglich, sofern man sich in den vorangegangenen 10 Tagen nachweislich nur in Österreich oder einem anderen Niedriginzidenzland aufgehalten hat und man geimpft, genesen oder negativ getestet ist. Eine elektronische Registrierung (Pre Travel Clearance) ist in diesem Fall nicht notwendig. Als Testnachweis wird ein PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden) oder ein Antigen-Test (nicht älter als 48 Stunden) anerkannt. Kann kein Test vorgewiesen werden, muss eine elektronische Registrierung erfolgen und der Test entweder direkt am Flughafen oder aber spätestens innerhalb von 24 Stunden nachgeholt werden. (Näheres dazu unter „Einreise nach Österreich“).

Spanien hat ganz Österreich als Risikogebiet eingestuft. Für die Einreise aus Risikogebieten nach Spanien am Luft- oder Seeweg sind entweder Impf-/Test- oder Genesungszertifikate vorzuweisen. Für auf dem Luftweg Anreisende ist nach wie vor eine elektronische Registrierung verpflichtend (Spain Travel Health). (Details siehe unter „Einreise nach Spanien“).

Innerhalb Spaniens herrscht Reisefreiheit. Da Spanien eine hohe Durchimpfungsrate (knapp 80 %) verzeichnet und sich die epidemische Lage derzeit sehr positiv entwickelt, können die durch Corona bedingten Einschränkungen nach und nach zurückgenommen werden. Es gibt derzeit keine regionalen Abriegelungen mehr und auch die nächtlichen Ausgangssperren sind aufgehoben. Nach wie vor bestehen gewisse Kapazitätsbeschränkungen in der Gastronomie und auch bei Veranstaltungen. Messen, Kongresse und andere geschäftliche Veranstaltungen sind jedoch auch präsentiell wieder möglich. Das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken in geschlossenen Räumen und im Freien, sofern ein Mindestabstand von 1,5m nicht eingehalten werden kann, bleibt Pflicht.

Sollten Sie eine Geschäftsreise planen, dann empfehlen wir Ihnen die Kontaktaufnahme mit dem AußenwirtschaftsCenter Madrid. Gerne recherchieren wir für Sie, welche Vorschriften am Ziel Ihrer Reise aktuell gelten.


Einreise und Reisebestimmungen

Erleichterung für GeimpfteErleichterung für GeneseneErleichterung für Getestete
JaJaJa
Wenn die Komplettimpfung (1.& 2. Teilimpfung bei 2 Impfdosen bzw. einmalige Impfdosis) zumindest 14 Tage zurückliegt. Anerkannte Impfungen: BioNtech/Pfizer, AstraZeneca; Johnson & Johnson, Moderna, Sinopharm und SinovacGenesungsbescheid, dass positives Testergebnis der Erkrankung mindestens 11 Tage zurückliegt. Der Bescheid hat eine Gültigkeit von 180 Tagen.negativer PCR-, TMA- oder Antigen-Test, nicht älter als 48 Stunden. Für gewisse Länder zusätzlich 10 Tage Quarantäne

Einreise nach Österreich

Die Einreise aus Spanien nach Österreich kann quarantänefrei erfolgen, sofern man sich in den vorangegangenen 10 Tagen nur in Österreich oder einem anderen Niedriginzidenzland aufgehalten hat und sofern man geimpft, genesen oder getestet (3G-Regelung) ist. Eine elektronische Registrierung (Pre Travel Clearance) ist in diesem Fall nicht notwendig. Als Testnachweis für die Einreise aus Spanien auf dem Luftweg nach Österreich wird ein PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden) oder ein Antigen-Test (nicht älter als 48 Stunden) anerkannt. (5. Novelle zur COVID-19-Einreiseverordnung 2021). Kann kein Test vorgewiesen werden, muss eine elektronische Registrierung erfolgen und der Test direkt am Flughafen oder aber spätestens innerhalb von 24 Stunden nachgeholt werden.  

Als geimpft gilt man

  • nach vollständiger Impfung mit beiden Impfdosen bzw. beim Vakzin von Johnson & Johnson mit einer Impfdosis. Seit der Zweitimpfung bei Impfungen mit zwei Impfdosen müssen mindestens 14 Tage verstrichen sein. Danach gilt man 360 Tage lang als immunisiert. Diese Gültigkeit von 360 Tagen gilt auch für Genesene, die danach nur eine Impfung erhalten haben. Bei Impfstoffen, bei denen nur eine Impfdosis vorgesehen ist (z.B. Johnson & Johnson), muss die Impfung mindestens 22 Tage her sein und beträgt die Gültigkeit 270 Tage. 
    Anerkannte Impfstoffe sind: BioNtech/Pfizer, AstraZeneca; Johnson & Johnson, Moderna und Sinopharm.
  • Vorgelegt werden kann ein ärztliches Zeugnis auf Deutsch oder Englisch gemäß der Anlage A oder Anlage B oder ein Impfzertifikat auf Englisch oder Deutsch. Anerkannte Impfstoffe sind: BioNtech/Pfizer, AstraZeneca; Johnson & Johnson, Moderna und Sinopharm.

Als genesen gilt man: Die Infektion darf vor nicht mehr als 90 Tagen erfolgt sein, das Zertifikat darf frühestens 14 Tage nach dem Erstnachweis bzw. Symptombeginn ausgestellt werden und 48 Stunden vor der Ausstellung des Attests dürfen keine Symptome mehr vorhanden sein. Vorgelegt werden muss ein ärztliches Zeugnis auf Deutsch oder Englisch gemäß der Anlage H oder Anlage I

Als getestet gilt man: 

  • mit einem negativen COVID-Test: PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden) oder Antigen-Test (nicht älter als 48 Stunden).  (Vorzuweisen ist das negative Testergebnis auf Deutsch oder Englisch). 

Kann keine dieser Unterlagen vorgewiesen werden, kann man trotzdem einreisen, jedoch ist unverzüglich, jedenfalls innerhalb von 24h, ein Test nachzuholen; in der Zwischenzeit wird keine Quarantäne vorgeschrieben! In diesem Fall muss jedoch vorab eine elektronische Registrierung (Pre-Travel-Clearance) erfolgen.

Diese Vorschriften gelten auch für Berufsreisende und für Pendler.

Eine digitale Einreiseanmeldung (Pre Travel Clearance) ist für alle Reisenden, die sich in den vorangegangenen 10 Tagen vor Einreise in Österreich in einem Land aufgehalten haben, das nicht in der Anlage 1 COVID-19-EinreiseVO 2021 in der Fassung vom 12.7.2021 gelistet ist, notwendig. Ausgenommen sind Personen zur Aufrechterhaltung des Güter- und Personenverkehrs sowie Personen auf der Durchreise. Die Reiseanmeldung kann frühestens 72 Stunden vor der Einreise erfolgen. (Ausnahme Pendler – die Registrierung von Pendlern muss nur alle 28 Tage erneuert werden.) Ist die elektronische Registrierung nicht möglich, kann ausnahmsweise das Formular in Papierformauf Deutschoder Englischausgedruckt und ausgefüllt bei der Einreise vorgelegt werden.

Für Reisende mit einem gebuchten Flug (Flugdaten sind anzugeben) besteht die Möglichkeit, sich auf einer Reihe von Flughäfen auf Covid-19 testen zu lassen. Termine dafür sind im Voraus online zu vereinbaren:

Eine Auswahl an weiteren Testlabors in Spanien finden Sie in unserer Liste (Pdf).

Nähere Informationen zu den aktuellen Einreisebestimmungen in Österreich finden Sie auch auf der Website des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten.

Einreise nach Spanien

Für alle auf dem Luft- oder Seeweg Anreisenden ist eine elektronische Registrierung verpflichtend (Spain Travel Health).  

Vorerst gilt ganz Österreich als Risikogebiet. Bei Einreise aus Risikogebieten nach Spanien am Luft- oder Seeweg  sind Impf-/Test- oder Genesungszertifikate vorzuweisen. 

Die Liste der Risikoländer und Risikogebiete wird von den spanischen Behörden jede Woche neu erstellt, und auf der Homepage des spanischen Gesundheitsministeriums veröffentlicht.

Bei der Einreise aus Risikogebieten muss eines der folgenden Dokumente vorgelegt werden: 

Ein Impfzertifikat, das die Verabreichung der kompletten Impfdosen (also zwei, wenn dies die Impfung vorschreibt) bestätigt. Die letzte Impfung muss mindestens 14 Tage zurückliegen. Das Impfzertifikat gilt für ein Jahr. Akzeptiert werden folgende Impfungen: BioNtech/Pfizer, AstraZeneca; Johnson & Johnson, Moderna, Sinopharm und Sinovac. Das Zertifikat muss folgende Daten beinhalten: Vor- und Nachnamen der geimpften Person, Datum der Impfung bzw. Impfungen, Art der Impfung, Anzahl der verabreichten Dosen, Land der Impfung, Angaben zur Ausstellungsbehörde des Impfzertifikats. 

oder:

Ein negativer PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden) oder Antigen-Test (nicht älter als 48 Stunden). Die Bestätigung muss zumindest den Vor- und Nachnamen der getesteten Person, das Datum der Durchführung des Tests, die Art des Tests und das Ausstellerland anführen. 

oder: 

Ein Genesungsbescheid der zuständigen Behörde oder einer medizinischen Einrichtung. Das positive Testergebnis der Erkrankung muss mindestens 11 Tage alt sein. Der Bescheid hat eine Gültigkeit von 180 Tagen. Das Zertifikat muss mindestens folgende Daten anführen: Vor- und Nachnamen der genesenen Person, Datum des ersten positiven Tests, Art des Tests, Ausstellerland.

Von der Verpflichtung zur Vorlage dieser Bescheinigungen oder Nachweisdokumente ausgenommen sind der Güterverkehr, Kinder unter 12 Jahren sowie Reisende, die bereits über das Digitale Covid-Zertifikat der EU („Grüner Pass“) verfügen. 

Weiters ist zu beachten:

  • Für auf dem Luftweg Anreisende ist eine elektronische Registrierung verpflichtend (siehe Link zum Formular: Spain Travel Health) Die Registrierung ist ab 48 Stunden vor Anreise möglich.
  • Auf die Kanarischen Inseln Reisenden wird empfohlen die spanische COVID-19-Kontaktverfolgungs-App herunterladen und während ihres Aufenthalts auf den Inseln sowie für weitere 15 Tage nach ihrer Rückkehr an ihren Wohnort aktiviert zu lassen.
  • Bei Reisen in die Autonome Region Galizien gilt derzeit die Regelung, dass Reisende und Fernfahrer, die sich in den letzten 14 Tagen vor ihrer Einreise nach Galizien auf den Balearen, in Kantabrien, Kastilien-La Mancha, Ceuta, Extremadura, Melilla, La Rioja und dem Baskenland sowie in einer Reihe von anderen europäischen Ländern, u.a. Portugal und die Schweiz (Österreich ausgenommen) aufgehalten haben, sich binnen 24 Stunden bei der regionalen Gesundheitsbehörde melden und ihre Kontaktdaten bekannt geben müssen. Dies kann online über die Webseite oder telefonisch unter der Nummer 881 00 20 21 erfolgen. Ausgenommen sind reine Transitreisen. 
  • Die Einreise aus Argentinien, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Namibia und Südafrika ist für spanische und andorranische Staatsbüger bzw. Residenten möglich, sowie für EU-Staatsbürger oder Inhaber eines Langzeitvisums von diesen Staaten, sofern sie sich auf dem Weg zu ihrem Wohnsitz befinden. Ebenso erlaubt ist die Einreise für Transitreisende auf dem Weg in ein Nicht-Schengen-Land, wenn deren Aufenthalt in Spanien weniger als 24 Stunden beträgt und sie die Transitzone des Flughafens nicht verlassen
  • Bis vorerst 31.10.2021, 24:00 Uhr, gilt ein Einreiseverbot für Drittstaatsangehörige über die EU-Außengrenze.
  • Vom Einreiseverbot aus Drittstaaten sind unter Beachtung der 3G-Regel und der allgemeinen Rigistrierungspflicht Personen ausgenommen mit Wohnsitz in Australien, Chile, China, Hongkong, Jordanien, Kanada, Katar, Kuweit, Macao, Neuseeland, Ruanda, Saudi-Arabien, Singapur, Südkorea, Taiwan, Ukraine und Uruguay, ebenso Personen aus anderen Staaten, die ein Impfzertifikat vorweisen. (Die Länderliste wird wöchentlich aktualisiert: Entry requirements for entry in Spain from third countries)
  • Für Personen mit Wohnsitz im Vereinigten Königreich und in Nordirland gilt die Sonderregelung, dass bei einer Einreise von dort statt eines Impfzertifikats auch ein negativer Covid-Test (PCR-Test oder anderer molekular-biologischer Test oder Antigen-Test), der max. 48 Std. alt sein darf, vorgelegt werden kann.

Bei Auftreten von Coronavirus-Symptomen während des Aufenthalts in Spanien bzw. sollte ein durchgeführter PCR-Test positiv ausfallen, erfolgt die Behandlung je nach Schweregrad im Krankenhaus oder durch ein Gesundheitszentrum in Spanien. Während des Verlaufs der Krankheit ist die Ausreise aus dem Land nicht erlaubt.

Im Fall des Verdachts auf eine Covid-19 Infektion sind je nach Region verschiedene spanische Notrufnummern zu wählen.

Reisen für Montagen, Wartungs- und Inbetriebnahme-Arbeiten durch österreichisches Personal in Spanien

Die Einreise nach Spanien zum Zweck von Montagearbeiten durch österreichisches Personal am Land- oder Seeweg ist unter Beachtung der 3G-Regel (geimpft, getestet oder genesen) möglich (siehe auch Kapitel Einreise nach Spanien). Für auf dem Luftweg Anreisende ist auch eine elektronische Registrierung verpflichtend (Spain Travel Health).

Bei Einreise in die autonome Region Galizien kann eine Meldung bei der regionalen Gesundheitsbehörde erforderlich sein (siehe dazu „Einreise nach Spanien“).

Zu beachten ist:

  • Allgemeine Maskentragepflicht in Innenräumen bzw. im Freien dann, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Meter zwischen Personen, die nicht im selben Haushalt leben, nicht eingehalten werden kann.
  • Aufgrund von örtlich oder regional auftretenden Clustern können in betroffenen Orten Quarantänemaßnahmen verhängt werden. Vor einer geplanten Entsendung in die betroffenen Region empfehlen wir Ihnen die Kontaktaufnahme mit den AußenwirtschaftsCentern in Spanien – sie informieren Sie konkret über mögliche Einschränkungen.
  • Im Falle des Auftretens von Symptomen oder sollte ein durchgeführter PCR-Test vor Ort positiv ausfallen, ist eine Ausreise aus Spanien nicht möglich und die medizinische Betreuung muss in Spanien erfolgen.

Für die Rückkehr nach Österreich gilt die 3G-Regelung (Näheres dazu unter „Einreise nach Österreich“).


Regelungen für den Güterverkehr

Abgesehen von den herkömmlichen Papieren (Frachtbrief, Ladeauftrag, Lieferscheine, etc.) müssen keine zusätzlichen Dokumente mitgeführt werden. Der Güterverkehr ist von der allgemeinen Testpflicht, die Ende März 2021 bei Einreise aus Frankreich nach Spanien eingeführt wurde, ausgenommen.

Abgesehen davon gelten seit 20.8. die im neuen EU-Mobilitätspaket festgesetzten Lenk- und Ruhezeiten.

Momentan gilt in der Autonomen Region Galizien die Regelung, dass Reisende und Fernfahrer, die sich in den letzten 14 Tagen vor ihrer Einreise nach Galizien auf den Balearen, in Kantabrien, Kastilien-La Mancha, Ceuta, Extremadura, Melilla, La Rioja und dem Baskenland sowie in einer Reihe von anderen europäischen Ländern, u.a. Portugal und die Schweiz (Österreich ausgenommen) aufgehalten haben, sich binnen 24 Stunden bei der regionalen Gesundheitsbehörde melden und ihre Kontaktdaten bekannt geben müssen. Dies kann online oder telefonisch unter der Nummer 881 00 20 21 erfolgen. Ausgenommen sind reine Transitreisen.


Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

Derzeit gelten in ganz Spanien u.a. folgende Maßnahmen:

  • Allgemeine Maskentragepflicht an allen öffentlich zugänglichen Orten, in öffentlichen Verkehrsmitteln, inkl. Flug- und Schiffsverkehr, sowie auch in privaten Verkehrsmitteln, sofern die Personen nicht im selben Haushalt leben. Bei Nichteinhaltung drohen Strafen bis zu 100 Euro. Im Freien muss keine Maske mehr getragen werden, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Meter zwischen Personen, die nicht im selben Haushalt leben, eingehalten werden kann.
  • Rauchverbot auch im Freien (auf den Straßen, in Gastgärten von Cafés und Restaurants), wenn ein Mindestabstand von 2 Metern nicht garantiert werden kann.
  • Kapazitätsbeschränkungen in Gastronomiebetrieben, in Bildungs-, Sport- oder Kultureinrichtungen, Beschränkung von privaten oder öffentlichen Versammlungen.
  • Gesundheitskontrollen bei Einreise an Flughäfen (Näheres dazu siehe Kapitel „Einreise nach Spanien“).


Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Spaniens Wirtschaft wieder im Aufwind

Spanien war weltweit die am härtesten betroffene Volkswirtschaft unter den entwickelten Ländern. 2020 schloss die Wirtschaft Corona-bedingt mit einem realen Rückgang von 10,8 % ab. Im ersten Quartal 2021 verzeichnete die spanische Wirtschaft auch noch einen Rückgang um 4,2 % auf Jahresbasis, da sich einerseits die negative Auswirkung der Corona-Epidemie fortsetzte und andererseits ein „Jahrhundert“ - Schneesturm weite Teile des Landes mehrere Wochen beeinträchtigte.

Das zweite Quartal 2021 verzeichnete jedoch mit einem Zuwachs von 19,8 % auf Jahresbasis einen der stärksten Zuwächse der Geschichte. Insgesamt legte das BIP in den ersten sechs Monaten 2021 um 7,9 % zu.

Es erholten sich vor allem der Bereich „Handel, Transport und Beherbergungsdienstleistungen“ (+19,5 %) und die erzeugende Industrie (+19,1 %). Der Bausektor wuchs mit +2 % nur verhältnismäßig schwach und Rückgänge gab es in der Landwirtschaft inkl. der Fischerei (-3,2 %) sowie bei Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (-6,3 %).  Auf der Nachfrageseite stiegen vor allem die Ausgaben der Haushalte wieder an (+13,9 %), wobei besonders die Käufe langlebiger Güter zulegten (+22,9 %); auch die Bruttoanlageinvestitionen (+11,5 %) und hier die Nachfrage nach Maschinen und Anlagen (+27 %) sowie Transportmitteln (+25,6 %) entwickelten sich sehr positiv.

Hoch bleibt das Budgetdefizit bei rund 8,6 % und die Gesamtverschuldung Spaniens wird 2021 auf rund 121 % steigen.

Große Hoffnungen setzte Spaniens Regierung daher auf das EU Notfallprogramm. Spanien war eines der ersten EU Mitglieder, dessen nationalen Plan die EU-Kommission genehmigte.

Dieser „PLAN DE RECUPERACIÓN, TRANSFORMACION Y RESILIENCIA“ ruht auf vier Pfeilern: Grüner Wandel, digitale Transformation, soziale und territoriale Kohäsion sowie Gleichstellung der Geschlechter. Diese vier Pfeiler werden in 10 Politikbereichen konkretisiert, die wiederum insgesamt 30 Komponenten mit über 200 Maßnahmen umfassen (Reformen und Investitionen).

Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosigkeit lag im zweiten Quartal bei 15,4 % und war damit über einen Prozentpunkt niedriger als vor einem Jahr. Die Anzahl der Arbeitsverhältnisse liegt mit 19,6 Mio. nur noch um etwa 2 % unter dem historischen Höchststand von Ende 2019.

Im Vorjahr befanden sich rund 3,9 Mio. Arbeitnehmende in staatlich unterstützter Kurzarbeit („ERTE“), während es nunmehr nur noch rund 400.000 Personen sind.

Die aktuellen ERTE-Regelungen gelten noch bis 31.10.2021. Danach wird bis 28.2.2022 eine neue Regelung in Kraft treten, bei der u.a. die Höhe des Anspruchs auf Unterstützung variiert je nachdem ob das antragstellende Unternehmen Schulungen für die Arbeitnehmer in Kurzarbeit anbietet oder nicht.

Umfassende Informationen zur aktuellen Wirtschaftslage in Spanien und zu den Wirtschaftsbeziehungen zwischen Spanien und Österreich finden Sie im aktuellen WIRTSCHAFTSBERICHT SPANIEN.


Weitere Information und Notfallnummern

Das AußenwirtschaftsCenter Madrid beobachtet die Entwicklung im Zusammenhang mit dem Corona-Virus in Spanien und die möglichen Einschränkungen, die daraus resultieren, weiterhin genau.

Der aktuelle Status von Veranstaltungen kann auf der Spanienseite auf wko.at abgefragt werden.

Alle an Veranstaltungen angemeldeten Firmen werden über Änderungen direkt informiert. Bei Veranstaltungsabsage aufgrund des Corona-Virus fällt keine Teilnahmegebühr an, Sachkosten müssen jedoch weiterverrechnet werden. Bei Veranstaltungsverschiebungen bleiben die Teilnehmenden an ihre Anmeldung gebunden. Reise- und Aufenthaltskosten werden in keinem Fall ersetzt. Wir empfehlen den Abschluss einer Reise- bzw. Rücktrittsversicherung.

Alle Informationen zur Lage in Spanien finden Sie immer auf unserer Landes-Übersichtsseite auf wko.at, solche zu neuen Geschäftschancen in Spanien und auf den Weltmärkten tagesaktuell auch über das WKÖ-Exportradar

Kontaktstellen für österreichische Unternehmen in Spanien

AußenwirtschaftsCenter Madrid
Wirtschaftsdelegierter Dr. Ernst Kopp
Orense, 11 – 6°, 28020 Madrid
T +34 91 55 64 358
E madrid@wko.at 

Österreichische Botschaft Madrid
Botschafter Mag. Christian Ebner
Paseo de la Castellana 91, 28046 Madrid
T +34 91 55 65 315
E madrid-ob@bmeia.gv.at

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