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Coronavirus: Situation in Thailand

Aktueller Überblick und Info-Updates

Stand: 04.08.2020

Das AußenwirtschaftsCenter Bangkok informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in Thailand. 

Aktuell & Wichtig 

  • Keine lokalen COVID-19 Infektionsfälle seit fast zwei Monaten; lediglich Import von Neuinfektionen durch Repatriierungsflüge – sämtliche Infizierte in staatlicher Quarantäne
  • Allgemeiner Ausnahmezustand bis Ende August 2020 verlängert; generelles Landeverbot für kommerzielle Passagierflugzeuge seit Ende Juni aufgehoben, aber weiterhin nur sehr eingeschränkte Einreisemöglichkeiten für österreichische Staatsangehörige

Einreise- und Reisebestimmungen 

Eine aktuelle Übersicht zu den offiziellen Einresebestimmungen nach Thailand finden Sie auf der Homepage der Botschaft des Königreiches Thailand in Wien.

Es bestehen in Thailand derzeit sehr eingeschränkte Möglichkeiten zur Einreise, da nur ausgewählte Passagierflugzeuge in Thailand landen dürfen (vor allem für Repatriierungsflüge) und die Einreise grundsätzlich nur für ausgewählte Personengruppen möglich ist.

Eine Landeerlaubnis für Passagierflugzeuge wird nur vergeben, wenn folgende Personengruppen an Board sind bzw. ist auch nur folgenden Personen die Einreise gestattet:

  1. Thailändische Staatsangehörige (inkl. Ehepartner und Kinder)
  2. Personen, die auf Einladung oder Erlaubnis des thailändischen Premierministers bzw. zur Lösung von Problemen in Zusammenhang mit dem Ausnahmezustand nach Thailand einreisen dürfen
  3. Drittstaatenangehörige, die thailändische Ehepartner, Eltern oder Kinder haben
  4. Drittstaatenangehörige mit gültiger Aufenthaltsgenehmigung (certificate of residence) oder gültiger Erlaubnis, sich in Thailand niederzulassen
  5. Drittstaatenangehörige mit gültiger Arbeitserlaubnis (work permit) oder Erlaubnis in Thailand zu arbeiten, inklusive ihrer Ehepartner sowie Kinder
  6. Spediteure/Transporteure mit unbedingt benötigten Gütern, falls sie nach Abschluss Ihrer Tätigkeit umgehend ausreisen
  7. Besatzungsmitglieder von Flugunternehmen, wenn ein bestimmtes Datum sowie Zeitpunkt für die Ausreise feststeht
  8. Drittstaatenangehörige, die Studierende an öffentlich anerkannten Bildungsinstitutionen sind, inklusive der Eltern oder Erziehungsberechtigten der Studierenden
  9. Drittstaatenangehörige, die eine dringende medizinische Behandlung in Thailand erhalten, inklusive ihrer Angehörigen (nicht für COVID-19 Behandlungen)
  10. Angehörige der diplomatischen Missionen, konsularischer Missionen, internationaler Organisationen, Regierungsvertretende, Vertretende von ausländischen Regierungsbehörden mit Tätigkeit in Thailand sowie sonstige internationale Behördenvertreter mit Genehmigung des Außenministeriums, inklusive ihrer Ehepartner, Eltern oder Kinder
  11. Drittstaatenangehörige mit spezieller Erlaubnis aufgrund einer bilateralen Vereinbarung mit dem Königreich Thailand

Flüge nach Thailand werden derzeit grundsätzlich nur über die Botschaften/Konsulate des Königreichs Thailand organisiert. Wenn die zuvor genannten Personen einen Flug zugeteilt bekommen haben, benötigen sie weiters eine Rückkehrgenehmigung (Certificate of Entry; COE) der zuständigen Thailändischen Botschaft. Diese Genehmigung wird nur ausgestellt, wenn eine Reservierung für die „Alternative Staatliche Quarantäne“ vorliegt (siehe unten). Weiters sind zur Einreise ein entsprechendes Visum oder Aufenthaltsgenehmnigung nötig, ein Gesundheitszertifikat (fit-to-fly certificate), ein negativer COVID-19 Test und eine Krankenversicherung mit Deckungssumme von mindestens USD 100.000 (welche auch eine COVID-19 Behandlung umfassen muss) notwendig.

Alle in Thailand ankommenden Passagiere werden ungeachtet ihrer Staatsangehörigkeit ausnahmslos einer 14-tägigen Quarantäne unterstellt. Dabei besteht für thailändische Staatsangehörige die Wahlmöglichkeit zwischen staatlicher Quarantäne oder Quaränte in einem Hotel („Alternative State Quarantine“ ASQ Option). Für ausländische Staatsangehörige besteht die ausnahmslose Pflicht zur 14-tätigen Quarantäne in einem Hotel (Alternative State Quarantine).

Eine An- und Einreise nach Thailand zu Tourismus- oder Business-Zwecken ist für österreichische Reisende daher derzeit quasi nicht möglich. Für das Top-Management österreichischer Unternehmen in Thailand mit gültiger Arbeitsgenehmigung/Aufenthaltserlaubnis besteht unter Umständen die Möglichkeit, an Board eines Repatriierungsfluges nach Thailand einzureisen. Alle oben genannten Bedingungen sind jedenfalls einzuhalten. Bei Interesse an der Teilnahme an einem solchen Flug empfehlen wir die direkte Kontaktaufnahme mit der Botschaft des Königreiches Thailand unter coe@thaiembassy.at sowie Einreichung des offiziellen Bewerbungsformulares. Das AußenwirtschaftsCenter Bangkok unterstützt gerne Geschäftsreisende bei der Rückkehr nach Thailand. Bitte kontaktieren Sie dazu unserem Büro unter bangkok@wko.at, damit wir in Abstimmung mit der Royal Thai Embassy in Wien die Einzelheiten abklären können.

Die Einrichtung von „Travel Bubbles“ mit bestimmten Ländern wurde geprüft, derzeit aber noch nicht umgesetzt.

Die Reiseinformationen des Österreichischen Außenministeriums (BMEIA) finden Sie auf der Homepage des BMEIA beim Unterpunkt „Aktuelle Hinweise“.

Regelungen für den Güterverkehr 

Durch die Coronakrise ist auch der Warenverkehr mit Thailand beeinflusst. Der Transport von General Cargo und anderen Gütern per Luft- oder Seefracht von oder nach Thailand ist grundsätzlich noch möglich, es muss aber mit zeitlichen Verzögerungen gerechnet werden.

Im Bereich der Luftfracht besteht seit Anfang April ein Landeverbot für kommerzielle Passagierflüge, von dem lediglich Repatriierungsflüge ausgenommen sind. Obwohl Cargoflüge weiterhin durchgeführt werden können, hat der Wegfall der Beiladungsmöglichkeiten auf kommerziellen Flüge zu einer großen Reduktion  der Kapazitäten geführt. Zwar ist es prinzipiell möglich, Lieferungen nach oder von Thailand via Luftfracht zu tätigen, die Kosten liegen aber z.T. bis zum dreifachen über den üblichen Preisen.

Im Bereich der Seefracht läuft der Import nach Thailand derzeit weiter, jedoch kommt es zu Verzögerungen beim Importprozess. Durch die Regelungen zum Social Distancing muss mehr Abstand bei allen Arbeitsprozessen gehalten werden und somit kann etwa nur eine geringe Anzahl von Zollbrokern gleichzeitig den Verzollungsprozess der Waren begleiten. Im Bereich des Exports haben einige Schiffe derzeit Leerfahrten eingeplant, wodurch es schwieriger ist, passende Cargo-Slots zu finden. Da zusätzlich eine Knappheit bei Containern besteht, muss auch beim Export via Seefracht mit Verzögerungen gerechnet werden.

Sie haben Fragen zum Warenverkehr mit Thailand? Ihre Waren hängen im Zoll? Sie finden keinen passenden Spediteur? Wir helfen Ihnen gerne weiter, bitte kontaktieren Sie uns unter bangkok@wko.at

Rechtliche Auswirkungen auf Vertragsverhältnisse 

Auch zahlreiche Vertragsverhältnisse mit österreichischen Geschäftspartnern sind von der Coronakrise betroffen. Grundsätzlich gibt es im thailändischen Zivil- und Handelsrecht Regelungen zum Themenkomplex „Force Majeure“, wobei dies als für beide Vertragsparteien unvorhersehbares und unvermeidbares Ereignis definiert wird. Die thailändischen Gesetze bieten aber keine konkreten Beispiele oder Fälle für „Force Majeure“, sodass für unerfüllbare Vertrage im Zusammenhang mit COVID-19 jeder Vertrag individuell betrachtet werden muss.

Sie haben Fragen zu Ihren Verträgen mit thailändischen Firmen? Ihr thailändischer Partner kommt seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nach? Gerne überprüfen wir in Zusammenarbeit mit unseren Vertrauensanwälten Ihre Fragen. Wir helfen Ihnen gerne weiter, bitte kontaktieren Sie uns unter bangkok@wko.at

Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben 

Seit 26. März gilt in Thailand der Allgemeine Ausnahmezustand (verlängert bis mindestens 31. August 2020). Zwischen 3. April und 13. Juni war eine nächtliche Ausgangssperre für das gesamte thailändische Staatsgebiet in Kraft. Diese ist seit 14. Juni testweise aufgehoben, eine endgültige Entscheidung über die Aufhebung wird Ende Juni getroffen. Augenommen von den Ausgangssperren waren lediglich unbedingt notwendige Tätigkeiten für bestimmte Personengruppen. 

Alltags- als auch Geschäftsleben waren in Thailand aufgrund der Schutzmaßnahmen zwischenzeitlich zum Erliegen gekommen. Seit Anfang Mai hat eine eine langsame Lockerung der Maßnahmen in mehreren Phasen begonnen.

Mit Anfang Juli wurden fast sämtliche Einschränkungen aufgehoben, der Inlandstourismus ist uneingeschränkt möglich. Es bestehen jedoch weiterhin verstärkte Hygienemaßnahmen für bestimmte Betriebe. Bei COVID-Verdachtsfällen kommt es zu weitreichenden Maßnahmen inkl. Schul- und Geschäftsschließungen.

Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft 

Die thailändische Regierung hat ein umfangreiches Unterstützungsprogramm für thailändische Firmen bekanntgegeben. Auch die Niederlassungen österreichischer Firmen in Thailand können davon unter Umständen profitieren, in der Regel ist jedoch eine thailändische Mehrheitsbeteiligung (oder zumindestens ein 50%-Anteil) nötig. Nähere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite von ADVANTAGE AUSTRIA.

Exportverbot für Masken und Desinfektionsmittel 

Bitte beachten Sie, dass u.a. für Gesichtsmasken und Desinfektionsmitel derzeit ein Exportverbot aus Thailand besteht. Lediglich für gewisse Kontingente kann eine Exportgenehmigung beantragt werden, was im Moment aber sehr restriktiv gehandhabt wird.

Weitere Informationen 

Das Thailändische Gesundheitsministerium veröffentlich laufend die aktuellen Infektionszahlen in Thailand. 

Das Thailändische Außenministerium hat die relevanten Informationen rund um COVID-19 für ausländische Staatsangehörige zusammengefasst. 

Die Österreichische Botschaft Bangkok unterstützt alle österreichischen Staatsangehörigen in Thailand. 

Für konkrete Fragen zur Situation in Thailand unterstützt das AußenwirtschaftsCenter Bangkok gerne alle Wirtschaftstreibenden. Sie erreichen uns telefonisch via +66 2 0385 885 oder per E-Mail via bangkok@wko.at.