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Coronavirus: Situation in Thailand

Aktueller Überblick und Info-Updates

Das AußenwirtschaftsCenter Bangkok informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in Thailand. 

Stand: 4.6.2021


Aktuell & Wichtig 

  • Seit 1. Mai 2021: Verpflichtende 15-tägige Quarantäne für alle Ankommenden
  • Wegen dritter COVID-Welle wurden alle Quarantäneerleichterungen zurückgenommen
  • Impfungen laufen vergleichsweise langsam an
  • Quarantänefreie Einreise in Phuket soll ab 1. Juli starten; noch fehlen Umsetzungsgesetze
  • Einreise nach Thailand nur mit Certificate of Entry (COE) möglich, Antragstellung dauert bis zu drei Wochen
  • Transit am Flughafen Bangkok Suvarnabhumi seit 01. März 2021 wieder möglich
  • Dritte Coronawelle bringt weitgehende Restriktionen im gesamten Land

Einreise- und Reisebestimmungen 

Erleichterung für GeimpfteErleichterung für GeneseneErleichterung für Getestete
NeinNeinNein
Ab 1. Mai 2021 gibt es aufgrund der dritten COVID-Welle keine Erleichterungen für Geimpfte mehr.Derzeit gibt es keine Erleichterungen für Genesene.Ein negativer PCR-COVID-19-Test (nicht älter als 72 h bei Abflug) ist Voraussetzung für die Einreise.

Eine aktuelle Übersicht zu den offiziellen Einreisebestimmungen nach Thailand finden Sie auf der Homepage der Botschaft des Königreiches Thailand in Wien. Einen guten Überblick zu den Einreisebedingungen gibt auch folgendes Video des Thailändischen Außenministeriums.

Aufgrund der dritten COVID-Welle müssen seit dem 1. Mai 2021 alle Ankommenden generell wieder eine verpflichtende Quarantäne von 15 Tagen durchlaufen. Auch die Erleichterungen für bereits geimpfte (vollimmunisierte) Ankommende, die im April 2021 galt, wurde wieder zur Gänze zurückgenommen.

Alle weiteren Erleichterungen wurden für unbestimmte Zeit aufgehoben.

Trotz der Rücknahme der Erleichterungen hält Thailand nach derzeitigen Informationen an den Plänen für eine quarantänefreie Einreise für Geimpfte ab 01. Juli für genau festgelegte Bereiche fest. Dies wurde am 27. Mai noch einmal öffentlich von Premier Minister Prayuth bekräftigt. Es gibt dazu aber noch keine gesetzliche Grundlage. Informationen zum derzeitigen Plan finden sich auf der Homepage der Tourism Authority of Thailand.

Folgende Dokumente sind für die Einreise nach Thailand nötig bzw. sind folgende Schritte zu setzen (kein Anspruch auf Vollständigkeit):

  • Einreisegenehmigung (Certificate of Entry; COE) des thailändischen Außenministeriums. Informationen zum Erwerb siehe Homepage der Botschaft des Köngreichs Thailand in Wien. Die Beantragung erfolgt in der Regel nach der Visa-Ausstellung auf elektronischem Wege über die Online-Plattform des Thailändischen Außenministeriums. Nach Erhalt des COEs muss die ThailandPlus App auf das Mobiltelefon heruntergeladen werden.
  • Einreisevisum oder Re-Entry Permit: Österreichische Geschäftsreisende können ein Non-Immigrant „B“ Visums (Business-Visa) beantragen; für touristische Reisen gibt es mehrere Möglichkeiten (45-tägiger Aufenthalt im Rahmen der Visafreiheit; 60-tägiger Aufenthalt mit Touristen Visum (TR); 90-tägiger Aufenthalt mit Special Tourist Visa (STV)).
    Personen, die sich bereits in Thailand aufhalten und ausreisen möchten, müssen bei Vorliegen eines Aufenthaltstitels unbedingt ein Re-Entry Permit vor der Ausreise zu beantragen, ansonsten müsste ein neues Einreisevisum beantragt werden.
  • Krankenversicherung mit Deckungssumme von mindestens USD 100.000 (welche auch eine COVID-19 Behandlung umfassen muss); bei längerfristigem Aufenthalt ist unter Umständen eine zusätzliche Versicherung vonnöten
  • Negativer COVID-19 Test (nicht länger als 72h vor Abflug durchgeführt)
  • Ein Gesundheitszertifikat (fit-to-fly certificate; nicht länger als 72h vor Abflug ausgestellt) ist seit 1. April 2021 nicht mehr notwendig.
  • Reservierungsbestätigung für die „Alternative Staatliche Quarantäne (ASQ)“. Alle in Thailand ankommenden Passagiere werden ungeachtet ihrer Staatsangehörigkeit ausnahmslos einer 15-tägigen Quarantäne unterstellt. Für ausländische Staatsangehörige besteht die ausnahmslose Pflicht zur 15-tätigen Quarantäne in einem Hotel (Alternative State Quarantine). Eine Übersicht der ASQ Hotels finden Sie unter www.hsscovid.com (siehe Button „Alternative State Quarantine (ASQ)). Bitte buchen Sie Ihre Unterkunft direkt beim Hotel oder über die Agoda ASQ Webpage.
  • Flugbuchung mit einer zugelassenen Fluglinie: Zahlreiche Fluglinien dürfen Flüge nach Thailand organisieren, darunter sind unter anderem Emirates, Qatar Airways, Etihard Airways, Lufthansa, Swiss Air, EVA Air, Singapur Airlines, KLM, Air France, Cathay Pacific und Thai Airways. Seit 25. März 2021 hat Austrian Airlines seinen zwischenzeitlich eingestellen Flugverkehr nach Bangkok wieder aufgenommen. Flüge werden drei mal wöchentlich (Dienstag, Freitag, Sonntag) zwischen Wien und Bangkok durchgeführt.

Das AußenwirtschaftsCenter Bangkok unterstützt gerne Geschäftsreisende bei der Einreise nach Thailand. Bitte kontaktieren Sie dazu unserem Büro unter bangkok@wko.at, damit wir ggf. in Abstimmung mit der Royal Thai Embassy in Wien die Einzelheiten abklären können.

Seit 01. März 2021 ist der Transit für Flugreisende über den Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi grundsätzlich wieder möglich. Dies gilt nur für Flüge, die nicht aus „Hochrisikoländern“ kommen. Reisende müssen weniger als 12h Transitaufenthalt in Bangkok haben. Zum Boarden eines Transitfluges sind ein Fit-to-Fly Zertifikat, ein negativer COVID-19 Test sowie eine Krankenversicherung mit Deckungssumme von mindestens USD 100.000 nötig, aber kein Certificate of Entry. Die Kontrolle der Dokumente erfolgt vor Abflug.

Die Reiseinformationen des Österreichischen Außenministeriums (BMEIA) finden Sie auf der Homepage des BMEIA beim Unterpunkt „Aktuelle Hinweise“.

Regelungen für den Güterverkehr 

Durch die Coronakrise ist auch der Warenverkehr mit Thailand beeinflusst. Der Transport von General Cargo und anderen Gütern per Luft- oder Seefracht von oder nach Thailand ist mehr oder weniger problemlos möglich, es muss aber mit erhöhten Kosten, vor allem bei der Luftfracht, gerechnet werden.

Im Bereich der Seefracht herrscht derzeit eine Knappheit bei Containern, so dass zum Teil mit Verzögerungen gerechnet werden muss.

Sie haben Fragen zum Warenverkehr mit Thailand? Ihre Waren hängen im Zoll? Sie finden keinen passenden Spediteur? Wir helfen Ihnen gerne weiter, bitte kontaktieren Sie uns unter bangkok@wko.at

Rechtliche Auswirkungen auf Vertragsverhältnisse 

Auch zahlreiche Vertragsverhältnisse mit österreichischen Geschäftspartnern sind von der Coronakrise betroffen. Grundsätzlich gibt es im thailändischen Zivil- und Handelsrecht Regelungen zum Themenkomplex „Force Majeure“, wobei dies als für beide Vertragsparteien unvorhersehbares und unvermeidbares Ereignis definiert wird. Die thailändischen Gesetze bieten aber keine konkreten Beispiele oder Fälle für „Force Majeure“, sodass für unerfüllbare Vertrage im Zusammenhang mit COVID-19 jeder Vertrag individuell betrachtet werden muss.

Sie haben Fragen zu Ihren Verträgen mit thailändischen Firmen? Ihr thailändischer Partner kommt seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nach? Gerne überprüfen wir in Zusammenarbeit mit unseren Vertrauensanwälten Ihre Fragen. Wir helfen Ihnen gerne weiter, bitte kontaktieren Sie uns unter bangkok@wko.at

Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben 

Seit 26. März gilt in Thailand der Allgemeine Ausnahmezustand (derzeit verlängert bis mindestens 31. Juli 2021).

Nach einem ersten Lockdown im Frühjahr 2020, gab es monatelang keine lokalen Neuinfektionen und ab Anfang Juli 2020 wurden daher fast alle vorher bestehenden Einschränkungen aufgehoben. Während einer zweiten Welle von Mitte Dezember 2020 bis Ende Februar 2021 wurden wieder restriktive Maßnahmen verhängt.

Seit Anfang April 2021 steigen im ganzen Land die Coronazahlen dramatisch an, es wurden daher  neue Einschränkungen verhängt. Im gesamten Staatsgebiet gilt im Freien Maskenpflicht. Es drohen Strafen ab THB 6.000,--.

Ab Samstag, 1. Mai 2021 sind sechs Provinzen als Hochrisikogebiet eingestuft: Bangkok, Chonburi, Chiang Mai, Nonthaburi, Pathum Thani und Samut Prakan. In diesen Gebieten sind Versammlungen über 20 Personen verboten; Pubs, Bars, Parks und zahlreiche weitere öffentliche Orte sind geschlossen. Offen sind jedoch weiterhin Einkaufszentren. Ab 17. Mai 2021 sind außerdem auch Restaurants wieder teilweise geöffnet, wobei höchstens 25% der üblichen Gäste im Restaurant essen dürfen. Eine Öffnung von Parks, Museen und Spas wurde für 14. Juni 2021 in Aussicht gestellt.

Vor Antritt einer Reise in eine andere Provinz sollte unbedingt überprüft werden, ob eine Quarantänepflicht oder Notwendigkeit des Vorweises eines negativen Coronatests besteht. Informationen zu den genauen Einschränkungen werden auf der Website der Tourism Authority of Thailand aktualisiert.

Für aktuelle Fragen zu den Einschränkungen kontaktieren Sie bitte das AußenwirtschaftsCenter Bangkok unter bangkok@wko.at.

Informationen zum Impffortschritt

Die Impfinitiative der thailändischen Regierung ist vergleichsweise langsam angelaufen. Derzeit sind in Thailand lediglich vier Impfstoffe von der Food and Drug Administration zugelassen: AstraZeneca, Sinovac Biotech, Johnson & Johnson und Moderna.

Derzeit erfolgen Impfungen fast ausschließlich mit importiertem Impfstoff von Sinovac, ab Juni soll lokal gefertigter Impfstoff von AstraZeneca (hergestellt von Siam Bioscience) für den Großteil der Impfungen verwendet werden.

Aufgrund der noch mangelnden Verfügbarkeit von Impfstoff erfolgen die bisherigen staatlich organisierten Impfungen nur punktuell. Bisherige Impfungen finden vor allem in Gebieten mit hohen Infektionszahlen (z.B. im Bezirk Klong Toey in Bangkok) sowie in Gebieten, die bald touristisch geöffnet werden sollen, statt (z.B. in Phuket). Daneben werden sukzessive Personen mit Vorerkrankungen und besonders gefährdete Berufsgruppen geimpft, wie medizinisches Personal sowie Lehrkräfte.

Die Regierung hat angekündigt, dass auch ausländische Staatsangehörige mit dauerhaftem Aufenthalt in Thailand geimpft werden sollen. Eine Registrierung über die Mor Prom App ist inzwischen nicht mehr möglich. Es wird die Registrierung beim jeweils lokal zuständigen Krankenhaus empfohlen. 

Laut Medienberichten liegt die Produktion des lokalen Astra Zeneca Impfstoffs hinter dem Plan zurück, wodurch die Verfügbarkeit von Impfstoff mit Anfang Juni 2021 geringer als ursprünglich angekündigt ist.

Thailändische Privatspitäler planen, kostenpflichtig ausländischen Impfstoff anzubieten. Laut Information der Vereinigung der Privatspitäler sollen die Kosten bei 3.000 Thailändischen Baht liegen (für zwei Impfungen, inklusive Versicherung und USt.). Da die Beschaffung zentral über die Government Pharmaceuticals Organization (GPO) laufen soll, gibt es derzeit aber noch keinen Zeitplan. Das AußenwirtschaftsCenter Bangkok hat mit den führenden Privatspitälern Kontakt aufgenommen (unter anderem Bumrungrad, Samitivej, Bangkok Hospital). Eine Voranmeldung ist schon möglich, aber derzeit gibt es noch keine Möglichkeit, einen Impftermin zu fixieren.

Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft 

Die thailändische Regierung hat ein umfangreiches Unterstützungsprogramm für thailändische Firmen bekanntgegeben. Auch die Niederlassungen österreichischer Firmen in Thailand können davon unter Umständen profitieren, in der Regel ist jedoch eine thailändische Mehrheitsbeteiligung (oder zumindest ein 50 %-Anteil) nötig. Falls Sie nähere Informationen benötigen, sind wir gerne unter bangkok@wko.at erreichbar.

Exportverbot für Masken und Desinfektionsmittel 

Bitte beachten Sie, dass u.a. für Gesichtsmasken und Desinfektionsmittel derzeit ein Exportverbot aus Thailand bis Frühjahr 2022 besteht. Lediglich für gewisse Kontingente kann eine Exportgenehmigung beantragt werden, was im Moment aber sehr restriktiv gehandhabt wird.

Weitere Informationen 

  • Ministry of Forein Affairs
    Das Thailändische Außenministerium hat die relevanten Informationen rund um COVID-19 für ausländische Staatsangehörige zusammengefasst. 

Für konkrete Fragen zur Situation in Thailand unterstützt das AußenwirtschaftsCenter Bangkok gerne alle Wirtschaftstreibenden. Sie erreichen uns telefonisch via +66 2 0385 885 oder per E-Mail via bangkok@wko.at.