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Coronavirus: Situation in Thailand

Aktueller Überblick und Info-Updates

Das AußenwirtschaftsCenter Bangkok informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in Thailand. 

Stand: 01.03.2021


Aktuell & Wichtig 

  • Visabeantragung für österreichische Geschäftsreisende wieder unbeschränkt möglich; Einreise aber nur mit Certificate of Entry (COE) möglich, Antragstellung aber dauert bis zu drei Wochen
  • Ausgewählte Fluglinien dürfen Passagiere auf semi-kommerziellen Flügen nach Thailand mitnehmen; Boarding des Fluges ebenso nur mit COE möglich
  • 15-tägige Quarantäne in Thailand ausnahmslos für alle Ankommenden verpflichtend
  • Transit am Flughafen Bangkok Suvarnabhumi seit 01. März 2021 wieder möglich
  • Zweite Coronawelle ist im Abklingen, Lockerungen von Restriktionen in ganz Thailand

Einreise- und Reisebestimmungen 

Eine aktuelle Übersicht zu den offiziellen Einreisebestimmungen nach Thailand finden Sie auf der Homepage der Botschaft des Königreiches Thailand in Wien. Einen guten Überblick zu den Einreisebedingungen gibt auch folgendes Video des Thailändischen Außenministeriums.

Die Einreise nach Thailand ist derzeit nur mit einer Einreisegenehmigung (Certificate of Entry) des thailändischen Außenministeriums erlaubt. Jedoch ist es für österreichische Geschäftsreisende wieder möglich, ein Non-Immigrant „B“ Visums (Business-Visa) sowie für Touristen ein Tourist Visum (TR) zu beantragen. Das Certificate of Entry muss nach der Visaausstellung beantragt werden. Bei Vorliegen eines Aufenthaltstitels ist unbedingt ein Re-Entry Permit vor der Ausreise zu beantragen, ansonsten müsste ein neues Einreisevisum beantragt werden.

Grundsätzlich ist die Einreise nur für Personen möglich, die unter exklusiv aufgezählte Personengruppen fallen. Für österreichische Staatsangehörige ist eine solche Einreise aber sowohl für Geschäftsreisende, als auch für Touristen möglich:

  1. Thailändische Staatsangehörige (inkl. Ehepartner und Kinder)
  2. Personen, die auf Einladung oder Erlaubnis des Thailändischen Premierministers bzw. zur Lösung von Problemen in Zusammenhang mit dem Ausnahmezustand nach Thailand einreisen dürfen
  3. Angehörige der Diplomatischen Missionen, Konsularischer Missionen, Internationaler Organisationen, Regierungsvertretende, Vertretende von ausländischen Regierungsbehörden mit Tätigkeit in Thailand sowie sonstige internationale Behördenvertreter mit Genehmigung des Außenministeriums, inklusive ihrer Ehepartner, Eltern oder Kinder
  4. Spediteure/Transporteure mit unbedingt benötigten Gütern, falls sie nach Abschluss Ihrer Tätigkeit umgehend ausreisen
  5. Besatzungsmitglieder von Flugunternehmen, wenn ein bestimmtes Datum sowie Zeitpunkt für die Ausreise feststeht
  6. Drittstaatenangehörige, die thailändische Ehepartner, Eltern oder Kinder haben
  7. Drittstaatenangehörige mit gültiger Aufenthaltsgenehmigung (certificate of residence) inklusive ihrer Ehepartner sowie Kinder
  8. Drittstaatenangehörige mit gültiger Arbeitserlaubnis (work permit) oder Erlaubnis in Thailand zu arbeiten, inklusive ihrer Ehepartner sowie Kinder bzw. Drittenstaatenangehörige mit Ausnahmegenehmigung der Regierung sich vorübergehend im Königreich aufhalten und arbeiten zu dürfen (Erlaubnis durch Arbeitgeber oder Lizenznehmer, die ausländische Arbeitskräfte nach Thailand bringen dürfen)
  9. Drittstaatenangehörige, die Studierende an öffentlich anerkannten Bildungsinstitutionen sind, inklusive der Eltern oder Erziehungsberechtigten der Studierenden (ausgenommen nicht formal anerkannte Bildungseinrichtungen)
  10. Drittstaatenangehörige, die eine medizinische Behandlung in Thailand erhalten, inklusive ihrer Angehörigen (nicht für COVID-19 Behandlungen)
  11. Drittstaatenangehörige mit spezieller Erlaubnis aufgrund einer bilateralen staatlichen Vereinbarung der Regierung des Königreichs Thailand mit anderen Ländern sowie Drittstaatenangehörige und Personengruppen mit spezieller Genehmigung des Premierministers nach Überprüfung durch das Ad-Hoc Komitee für die Erleichterung der COVID-19 Maßnahmen

Gemäß Punkt 11 besteht dabei für einen ausgewählten Kreis an Drittstaatenangerhörigen die Möglichkeit, nach Thailand einzureisen. Anspruchsberechtigt in Österreich sind derzeit:

  • Inhaber eines Touristen Visums (TR): Informationen zur Beantragung siehe Homepage der Botschaft des Königreichs Thailand in Österreich. Es gibt drei gestaffelte Optionen für Touristen: 45-tägiger Aufenthalt im Rahmen der Visafreiheit (kostenfrei; nicht verlängerbar); 60-tägiger Aufenthalt mit Touristen Visum (TR; Kosten: 35 Euro; einmalig um 30 Tage verlängerbar) sowie 90-tägiger Aufenthalt mit Special Tourist Visa (STV; Kosten: 70 Euro; zweimalige Verlängerung bis zu jeweils 90 Tage möglich)
  • Inhaber eines Non-Immigrant „B“ Visums (Business-Visa). Informationen zum Erwerb eines Non-Immigrant „B“ Visums finden sich auf der Homepage der Botschaft des Königreichs Thailand in Österreich
  • Inhaber eines Non-Immigrant O-A Visums (Long-Stay);
  • Inhaber eines Non-Immigrant O-X Visums (Long-Stay), wobei dies momentan nur für Staatsangehörige von Japan, Australien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlandem Norwegen, Schweden, Schweiz, Vereinigtes Königreich, Kanada und die Vereinigten Staaten gilt; sowie
  • Inhaber einer APEC Karte, gültig für Staatsangehörige von Neuseeland, Australien, Singapur, Malaysia, Südkorea, Japan, Taiwan und China.

Seit Oktober können Flüge nach Thailand wieder direkt über diverse Fluglinien organisiert werden (semi-kommerzielle Flüge). Darunter sind Austrian Airlines, Emirates, Qatar Airways, Etihard Airways, Lufthansa, Swiss Air, EVA Air, Singapur Airlines, KLM, Air France, Cathay Pacific und Thai Airways. Seit Mitte November 2020 hat Austrian Airlines allerdings aufgrund mangelnder Nachfrage seinen Flugverkehr nach Bangkok wieder eingestellt. Aktuelle Informationen finden Sie im Flugplan der Lufthansa Gruppe.

Eine Einreise ist jedoch nur für die obengenannten 11 Personengruppen möglich und unter der Voraussetzung, daß alle benötigten Dokumente inklusive einer Einreisegenehmigung (Certificate of Entry; COE) vorliegen. Eine Flugbuchung alleine garantiert keinesfalls die Einreise nach Thailand.

Diese Unterlagen sind derzeit (kein Anspruch auf Vollständigkeit) nötig:

  • Gültiges Einreisevisum: Das Visum muss vor Beantragung des COE ausgestellt werden. Für Inhaber einer Aufenthaltsgenehmigung muss bei Aufenthalt in Thailand und kurzzeitiger Reise nach Österreich vor der Ausreise unbedingt ein Re-Entry Permit eingeholt werden.
  • Certificate of Entry: Zum Erwerb eines COE finden Sie alle Details auf der Homepage der Botschaft des Königreiches Thailand in Wien. Die Beantragung erfolgt nach der Visa-Ausstellung auf elektronischem Wege über die Online-Plattform des Thailändischen Außenministeriums.
  • Krankenversicherung mit Deckungssumme von mindestens USD 100.000 (welche auch eine COVID-19 Behandlung umfassen muss); bei längerfristigem Aufenthalt ist unter Umständen eine zusätzliche Versicherung vonnöten
  • Negativer COVID-19 Test (nicht länger als 72h vor Abflug durchgeführt)
  • Gesundheitszertifikat (fit-to-fly certificate; nicht länger als 72h vor Abflug ausgestellt)
  • Reservierungsbestätigung für die „Alternative Staatliche Quarantäne“. Alle in Thailand ankommenden Passagiere werden ungeachtet ihrer Staatsangehörigkeit ausnahmslos einer 15-tägigen Quarantäne unterstellt. Für ausländische Staatsangehörige besteht die ausnahmslose Pflicht zur 15-tätigen Quarantäne in einem Hotel (Alternative State Quarantine). Eine Übersicht der ASQ Hotels finden Sie unter www.hsscovid.com (siehe Button „Alternative State Quarantine (ASQ)). Bitte buchen Sie Ihre Unterkunft direkt beim Hotel.

Das AußenwirtschaftsCenter Bangkok unterstützt gerne Geschäftsreisende bei der Einreise nach Thailand. Bitte kontaktieren Sie dazu unserem Büro unter bangkok@wko.at, damit wir ggf. in Abstimmung mit der Royal Thai Embassy in Wien die Einzelheiten abklären können.

Seit 01. März 2021 ist der Transit für Flugreisende über den Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi grundsätzlich wieder möglich. Derzeit fehlen aber noch die genauen gesetzlichen Regelungen. Bekanntgegeben wurde aber bereits, dass dies nur für Flüge gilt, die nicht aus „Hochrisikoländern“ kommen. Reisende müssen weniger als 12h Transitaufenthalt in Bangkok haben. Zum Boarden eines Transitfluges sind ein Fit-to-Fly Zertifikat, ein negativer COVID-19 Test sowie eine Krankenversicherung mit Deckungssumme von mindestens USD 100.000 nötig. Die Kontrolle der Dokumente erfolgt vor Abflug.

Die Reiseinformationen des Österreichischen Außenministeriums (BMEIA) finden Sie auf der Homepage des BMEIA beim Unterpunkt „Aktuelle Hinweise“.

Regelungen für den Güterverkehr 

Durch die Coronakrise ist auch der Warenverkehr mit Thailand beeinflusst. Der Transport von General Cargo und anderen Gütern per Luft- oder Seefracht von oder nach Thailand ist mehr oder weniger problemlos möglich, es muss aber mit erhöhten Kosten, vor allem bei der Luftfracht, gerechnet werden.

Im Bereich der Seefracht herrscht derzeit eine Knappheit bei Containern, so dass zum Teil mit Verzögerungen gerechnet werden muss.

Sie haben Fragen zum Warenverkehr mit Thailand? Ihre Waren hängen im Zoll? Sie finden keinen passenden Spediteur? Wir helfen Ihnen gerne weiter, bitte kontaktieren Sie uns unter bangkok@wko.at

Rechtliche Auswirkungen auf Vertragsverhältnisse 

Auch zahlreiche Vertragsverhältnisse mit österreichischen Geschäftspartnern sind von der Coronakrise betroffen. Grundsätzlich gibt es im thailändischen Zivil- und Handelsrecht Regelungen zum Themenkomplex „Force Majeure“, wobei dies als für beide Vertragsparteien unvorhersehbares und unvermeidbares Ereignis definiert wird. Die thailändischen Gesetze bieten aber keine konkreten Beispiele oder Fälle für „Force Majeure“, sodass für unerfüllbare Vertrage im Zusammenhang mit COVID-19 jeder Vertrag individuell betrachtet werden muss.

Sie haben Fragen zu Ihren Verträgen mit thailändischen Firmen? Ihr thailändischer Partner kommt seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nach? Gerne überprüfen wir in Zusammenarbeit mit unseren Vertrauensanwälten Ihre Fragen. Wir helfen Ihnen gerne weiter, bitte kontaktieren Sie uns unter bangkok@wko.at

Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben 

Seit 26. März gilt in Thailand der Allgemeine Ausnahmezustand (verlängert bis mindestens 28. Februar 2021).

Nach einem ersten Lockdown im Frühjahr 2020, gab es monatelang keine lokalen Neuinfektionen. Ab Anfang Juli 2020 wurden daher fast alle vorher bestehenden Einschränkungen aufgehoben und der Inlandstourismus war uneingeschränkt möglich.

Nachdem seit Mitte Dezember 2020 zahlreiche Neuinfektionen in ganz Thailand festgestellt werden (zweite Welle), wurden sukzessive restriktive Maßnahmen verhängt. Die mit Anfang Jänner 2021 in 28 Provinzen (u.a. in Bangkok) verhängten Einschränkungen wurden mit 1. Februar 2021 bereits wieder sukzessive gelockert. Informationen zu den genauen Einschränkungen finden sich auf der Website der Tourism Authority of Thailand.

Hochrisikogebiet („Maximum and Strict Controlled Area“) ist seit 22. Februar 2021 lediglich die Provinz Samut Sakhon westlich von Bangkok, wo die zweite Welle ihren Ursprung fand und es immer noch die meisten Infektionsfälle gibt. Hier dürfen u.a. Restaurants nur bis 21 Uhr offen haben, alle Arten von Veranstaltungen sind verboten.

Acht Provinzen (u.a. Bangkok, Nonthaburi, Pathum Thani, Samut Prakan) sind Risikogebiete („Controlled areas“), wo weiterhin Restriktionen bestehen. Alkoholverkauf in Restaurants ist nun generell wieder gestattet, jedoch zeitlich limitiert bis 23 Uhr.

14 Provinzen gelten als Kontrollgebiete („High surveillance areas““, u.a. Ayutthaya, Kanchanaburi oder Chonburi, während 54 Provinzen fast ganz ohne Einschränkungen sind („Surveillance areas“).

Für aktuelle Fragen zu den Einschränkungen kontaktieren Sie bitte das AußenwirtschaftsCenter Bangkok unter bangkok@wko.at

Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft 

Die thailändische Regierung hat ein umfangreiches Unterstützungsprogramm für thailändische Firmen bekanntgegeben. Auch die Niederlassungen österreichischer Firmen in Thailand können davon unter Umständen profitieren, in der Regel ist jedoch eine thailändische Mehrheitsbeteiligung (oder zumindestens ein 50%-Anteil) nötig. Falls Sie nähere Informationen benötigen, sind wir gerne unter bangkok@wko.at erreichbar.

Exportverbot für Masken und Desinfektionsmittel 

Bitte beachten Sie, dass u.a. für Gesichtsmasken und Desinfektionsmitel derzeit ein Exportverbot aus Thailand bis Frühjahr 2022 besteht. Lediglich für gewisse Kontingente kann eine Exportgenehmigung beantragt werden, was im Moment aber sehr restriktiv gehandhabt wird.

Weitere Informationen 

  • Ministry of Forein Affairs
    Das Thailändische Außenministerium hat die relevanten Informationen rund um COVID-19 für ausländische Staatsangehörige zusammengefasst. 

Für konkrete Fragen zur Situation in Thailand unterstützt das AußenwirtschaftsCenter Bangkok gerne alle Wirtschaftstreibenden. Sie erreichen uns telefonisch via +66 2 0385 885 oder per E-Mail via bangkok@wko.at.