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Coronavirus: Situation in Vietnam

Aktuelle Lage und Info-Updates

Das AußenwirtschaftsCenter Ho Chi Minh City informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in Vietnam.

Stand: 31.03.2020

Maßnahmen 

Ausgangsbeschränkung im ganzen Land

Alle Personen dürfen das Haus ab 1.4.2020 nur mehr aus dringenden Gründen verlassen. Dazu zählen die Besorgung von Lebensmitteln und Arzneiwaren, und die Arbeit in jenen Fabriken und Betrieben, die „essentielle“ Güter und Dienstleistungen bereitstellen. In der Öffentlichkeit müssen untereinander zudem mindestens 2 Meter Sicherheitsabstand eingehalten werden, es gilt ein Versammlungsverbot ab mehr als 2 Personen. Diese Maßnahmen gelten vorerst für 15 Tage.

Einreisestopp für alle ausländischen Staatsbürger seit 22.3.2020

Seit 22.3.2020 wird ausländischen Staatsbürgern generell bis auf wenige Ausnahmefälle die Einreise nach Vietnam verweigert. Dies gilt auch für Reisende, die im Besitz eines gültigen Visums sind. Nur noch in Ausnahmefällen kann die Einreise zu Geschäftszwecken bei Vorliegen eines wichtigen Grundes von der vietnamesischen Regierung genehmigt werden, sofern ein aktuelles ärztliches Gesundheitszeugnis vorgelegt wird.

Das AußenwirtschaftsCenter Ho Chi Minh City rät österreichischen Unternehmen bis auf weiteres von allen geschäftlich motivierten Reisen nach Vietnam ab. 

Es bestehen im Moment so gut wie keine Ausreisemöglichkeiten mehr, Reisen innerhalb Vietnams sind durch die ab April in Kraft befindlichen Ausgangsbeschränkungen praktisch verunmöglicht.

Ratschläge für österreichische Unternehmen mit Exposure in Vietnam gibt das AußenwirtschaftsCenter Ho Chi Minh City weiter unten auf dieser Seite. 

Bei der Geschäftsanbahnung mit vietnamesischen Unternehmen empfiehlt sich die Rücksichtnahme auf die aktuelle Situation, die je nach Betrieb oder Branche unterschiedlich sein kann.

Seit 18.3.2020 werden ausländischen StaatsbürgerInnen für einen Zeitraum von 30 Tagen generell keine Sichtvermerke mehr ausgestellt. Ausgenommen sind Visa in besonderen Ausnahmefällen, wo vorab eine Einreisegenehmigung der Regierung erteilt wird. Die Österreichische Botschaft in Hanoi stellt derzeit keine Sichtvermerke aus. In Vietnam befindliche Ausländer können ihre Sichtvermerke verlängern lassen.

Alle Personen, denen die Einreise nach Vietnam noch erlaubt wird, inkl. vietnamesische Staatsbürger und Personen mit gültiger Arbeitsgenehmigung, die aus Risikogebieten einreisen, müssen sich einer Gesundheitsüberprüfung und 14-tägigen Quarantäne gemäß den aktuellen Vorschriften des Gesundheitsministeriums unterziehen.

Ho Chi Minh City stellt keine neuen Arbeitsgenehmigungen mehr für Personen aus, die aus Risikogebieten einreisen wollen. Personen, die in Ho Chi Minh City arbeiten, können ihre Arbeitsgenehmigung verlängern lassen, wenn sie die Stadt seit 1.2.2020 nicht verlassen haben und ein Gesundheitszeugnis vorweisen können, das nach dem 11.2.2020 ausgestellt wurde. 

Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise und Reiseempfehlungen und verfolgen Sie aktuelle Entwicklungen in den Medien (z.B: VOV, VN Express, Vietnam News):

Auswirkungen auf Alltag und Geschäftsleben

  • Teils beschränkte Erreichbarkeit lokaler Unternehmen, häufig Betriebsschließung, Bürobetrieb großteils in Home Office ausgelagert
  • Der Arbeitsweg ist nur mehr zur Aufrechterhaltung des Betriebs jener Fabriken oder Unternehmen erlaubt, die „essentielle“ Produkte oder Dienstleistungen bereitstellen. In den Betrieben, die noch offen sind, müssen Sicherheitsabstände eingehalten und Desinfektionsmaßnahmen durchgeführt werden. Es besteht eine Mundschutzpflicht. Der gesetzliche Vertreter bzw. Geschäftsführer kann bei Nichteinhaltung zur Verantwortung gezogen werden.
  • Aufforderung staatlicher Stellen, Personal abgesehen von wenigen Ausnahmen von zu Hause aus arbeiten zu lassen
  • Geschlossen sind seit 28.3.2020 prinzipiell alle Dienstleistungsbetriebe in Großstädten, darunter auch Restaurants, Bars, Kinos, Frisöre, Massagesalons und Tourimus- und Entertainment-Einrichtungen. Ausgenommen sind nur Lebensmittelhandel, Apotheken und essentielle Dienstleister wie Banken und gewisse Gesundheitsdienstleister.
  • Allgemeines Versammlungsverbot ab 2 Personen
  • Beschränkungen im Personenverkehr: Internationaler und nationaler Flugverkehr kommt zum Erliegen, Grenze zu Kambodscha geschlossen, reduziertes oder stillgelegtes öffentliches Verkehrsangebot, „Social Distancing“ – mindestens 2 Meter Sicherheitsabstand
  • Einschränkungen im Grenzwarenverkehr mit China, da einige Grenzübergänge nach wie vor geschlossen sind
  • Mundschutzpflicht im öffentlichen Raum
  • Absage von Großveranstaltungen und manchen geschäftlichen Events und Meetings
  • Schließung von Kindergärten und Schulen seit Anfang Februar 2020
  • Quarantänemaßnahmen und lokale Absperrungen jederzeit möglich

Wirtschaftliche Auswirkungen 

  • Wirtschaftswachstum wird heuer deutlich geringer ausfallen (BIP-Wachstum 2019: 7,02 %)
  • Tourismus- und Transportwirtschaft sowie Handel und Dienstleister besonders betroffen. Geändertes Konsum- und Freizeitverhalten führen zu hohen Umsatzverlusten, Betriebsschließungen und Kündigungen.
  • Weltweite Reisebeschränkungen beeinträchtigen auch die Ankunft von Gastarbeitern und Schlüsselkräften in (ausländischen) Betrieben.
  • Lieferengpässe in der Textil-, Schuh-, Kfz- und Elektronikproduktion. Erzwungene Produktionseinstellung bei einzelnen Betrieben
  • Exporte von Agrarprodukten eingebrochen, Suche nach neuen Absatzmärkten auch in Europa
  • Mangel an medizinischen Produkten, Exportbeschränkungen für Gesichtsmasken aus Vietnam seit 1.3.2020
  • Vietnam stoppt Reisexport

Diagramm Auswirkungen COVID Vietnam
© Dezan Shira & Associates

Soforthilfe

  • Directive 11: Steuererleichterungen, Steuerstundung, Stundung von Landnutzungsgebühren
  • Kreditausweitung und Zinssenkungen
  • Stundung der Abfuhr von Sozialversicherungsabgaben
  • Reduzierung behördlicher Gebühren
  • Stabilisierung von Inputpreisen für Manufacturing-Vorprodukte im ersten und zweiten Quartal 2020
  • Erleichterungen bei Zollabfertigung
  • Unterstützung für Trainings und Personen, die infolge der Krise arbeitslos werden

Empfehlungen für österreichische Unternehmen mit Exposure in Vietnam

  • Generell: Informationseinholung zur aktuellen Situation im Betrieb des Geschäftspartners (Betriebseinschränkung, Branchen- und Auftragssituation)
  • Supply Chain und Logistik: Enge Kontakthaltung mit Lieferanten, Review und Kontrolle der Lieferfähigkeit angesichts möglicher Supplier Shutdowns und Lieferengpässe, Erhöhung der Lagerhaltung, Kalkulation mit Lieferverzögerungen, Definition von force majeure Klauseln
  • HR: Investition in Personal (Priorität auf Sicherheit und Wohlbefinden), Beachtung arbeitsrechtlicher Vorgaben für Mitarbeiter in Vietnam (z.B. bei Arbeitsniederlegung, Freistellung), Vorbereitung auf künftige HR Trends
  • Markt: Neuausrichtung der Geschäftstätigkeit (Vertriebswege, Geschäftsfelder, Marketing, Partner), Readjustierung von M&A-Strategie und Kooperationspartnerschaften, Due diligence im veränderlichen Marktumfeld
  • Finanzen: Revision der Umsatz- und Gewinnplanung, Kostenreduktionen
  • Krisenmanagement/Geschäftskontinuität: Organisationell (Set-up von Team und Kommunikation, Sicherheitsbestimmungen), Infrastrukturell (IT-Backup, Softwareanpassung, Online-Arbeit)

Es ist gerade jetzt an der Zeit, Geschäftsmodelle neu auszurichten, strategische Entscheidungen zu treffen, neue Absatzkanäle und Lieferanten zu finden. Das AußenwirtschaftsCenter Ho Chi Minh City unterstützt österreichische Unternehmen tatkräftig, um das Vietnam-Geschäft durch die Krise zu bringen oder neu aufzusetzen. Kontaktieren Sie uns unter hochiminhcity@wko.at

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