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Coronavirus: Situation in Tunesien

Aktuelle Lage und laufende Updates

Das AußenwirtschaftsCenter Algier und das AußentwirtschaftsBüro Tunis informieren österreichische Unternehmen über die Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf die laufende Geschäftstätigkeit und das lokale Wirtschaftsleben in Tunesien.

Stand: 25.10.2021


Aktuell und Wichtig

Die Corona-Pandemie hat Tunesien in Ihrer vollen Wucht erfasst; über 25.000 Todesfälle bisher sind eine traurige Bilanz, die Tunesien derzeit zu schultern hat. Der Impfprozess hat sich in den Monaten Juli , August und September stark verbessert. Aktuell sind ca. 35 % der Bevölkerung vollständig geimpft und die Tendenz der Zahlen der Neuinfizierten sowie der Toten ist sinkend.

Da das Gesundheitssystem derzeit überfordert ist,  empfehlen wir österreichischen Firmen nur vollständig geimpfte Mitarbeiter nach Tunesien zu entsenden.

Derzeit gelten ab dem 27. Oktober 2021 folgende Maßnahmen bei der Einreise nach Tunesien : 

  • Alle Einreisenden ab 12 Jahren (auch Geimpfte / Genesene)  haben einen nicht mehr als 72 Std. vor Abreise durchgeführten negativen PCR Test nachzuweisen; der Nachweis muss mit einem QR Code versehen sein;
  • Alle Einreisenden, die vollständig geimpft sind ,(der Zeitraum zwischen der letzten Injektion des Covid-Impfstoffs und dem Reisedatum beträgt 28 Tage für Janssen und 14 Tage für die anderen Impfstoffe) sind von der Pflichtqurantäne befreit.
  • Alle Einreisenden verpflichten sich zur Registrierung über die tunesische Gesundheitsapp. Die generierten Formulare sind ausgedruckt bei der Einreise den Gesundheitsbehörden auszuhändigen.
  • Alle Einreisenden, die  nicht oder nicht vollständig geimpft sind, müssen einen negativen PCR-Test vorweisen, der beim Check-In nicht älter als 72 Stunden ist und müssen 7 Tage in ein Hotel auf eigene Kosten in Quarantäne gehen. Die Liste der Hotels ist unter diesem Link abzufragen. Die Betroffenen müssen beim Check-In eine entsprechende Buchungsbestätigung (Voucher) vorlegen. Sie müssen sich am letzten Tag ihrer Quarantäne einem PCR-Test unterziehen, und jeder, der positiv getestet wird, wird in einem Zentrum für infizierte Personen untergebracht.
  • Tunesien wird einen Impfpass einführen, der dem französischen Gesundheitspass entspricht und die Absolvierung der Covid-Impfung bescheinigt. Dieser Ausweis ist ab dem 22. Dezember obligatorisch, um Zugang zu öffentlichen und privaten Einrichtungen zu erhalten, d. h. zu Hotels, Restaurants, Cafés, Gotteshäusern, Flughäfen usw. Die Maßnahme gilt für alle Einwohner und Besucher des Landes, für Einheimische, Ausländer und Reisende. Im Ausland ausgestellte Gesundheitspässe werden jedoch in Tunesien anerkannt und zugelassen. 
  • Passagiere, die im Rahmen einer organisierten Reise an Bord von Charter- oder Linienflügen kommen, sind dem Gesundheitsprotokoll des Tourismusministeriums unterworfen, das im Regelfall keine Quarantäne vorsieht, da hier spezielle Sicherheitsregeln für begleitete Touristengruppen gelten.
  • Im Rahmen der Überwachungskampagnen werden weiterhin stichprobenartig Schnelltests bei Reisenden durchgeführt und mit dem Coronavirus infizierte Personen in ausgewiesene medizinische Isolierzentren aufgenommen.
  • Versammlungsverbot von mehr als 3 Personen im öffentlichen Raum
  • Wiedereröffnung von Cafés und Restaurants: mit einer Kapazität von 30 % in geschlossenen Räumen und 50 % im Freien, Shisha (Wasserpfeife) bleibt verboten. Obligatorisches Tragen von Masken und die Einhaltung körperlicher Distanzierung bei gleichzeitiger Beibehaltung von Sanktionen gegen Personen, die gegen diese Regeln verstoßen.
  • Maskenpflicht im PKW, sobald im Fahrzeug mehr als eine Person sitzt.

Außerdem sind die Gouverneure ab dem 26. Juni 2021 befugt, entsprechend der Entwicklung der aktuellen Gesundheitssituation in den jeweiligen Provinzen zu verfahren und zu handeln und entsprechende Maßnahmen nach der Abhaltung einer dringenden Sitzung des regionalen Komitees für Katastrophenschutz zu ergreifen. Die Sondermaßnahmen werden entsprechend der Anzahl der mit COVID-19 infizierten Personen pro 100.000 Einwohner umgesetzt.


Einreise und Reisebestimmungen

Erleichterung für GeimpfteErleichterung für GeneseneErleichterung für Getestete
JaJaNein

Vorausgesetzt: vollständige Impfung, seit über 14 Tagen.

  • Vorlage eines PCR-Testzertifikats mit einem „QR-Code“ oder von den zuständigen Gesundheitsbehörden ausgestellt. Ausstellungsdatum nicht älter als 72 Stunden
  • Vorlage eines PCR-Testzertifikats mit einem „QR-Code“ oder von den zuständigen Gesundheitsbehörden ausgestellt. Ausstellungsdatum nicht älter als 72 Stunden;
  • Vorausgesetzt: vollständige, Impfung, seit mindestens 14 Tagen;
  • Vorlage eines PCR-Testzertifikats mit einem „QR-Code“ oder von den zuständigen Gesundheitsbehörden ausgestellt. Ausstellungsdatum nicht älter als 72 Stunden.
  • Obligatorische Quarantäne von 7 Tagen notwendig;

Es gelten ab dem 1. Februar 2021 für alle nach Tunesien Einreisenden folgende einheitliche Vorschriften:

  • Alle Flüge in das Vereinigte Königreich, Brasilien, Südafrika, Indien und Nigeria bleiben ausgesetzt

Die algerische Regierung hat am Montag, dem 24. Mai 2021, die schrittweise Wiederaufnahme der internationalen Flüge über die nationale Fluggesellschaft Air Algérie, einschließlich eines geplanten wöchentlichen Fluges nach Tunesien, und die schrittweise Öffnung der Grenzen ab dem 1. Juni angekündigt und mittlerweile auch umgesetzt; der AirAlgerie-Flug ist jeden Freitag im Programm, mit weiteren Flügen wöchentlich ist demnächst zu rechnen!

Die Landesgrenzen zu Libyen wurden bereits am 16. November 2020 wiederum geöffnet und der regelmäßige Flugverkehr wiederum aufgenommen.

Derzeit gibt es mit der Tunis-Air einen Flug Tunis-Wien pro Woche, jeweils Donnerstag, Hinflug ist direkt, Rückflug über Belgrad. Seit dem 27.6. gibt es einen weiteren Direktflug jeweils Sonntags, der Flug am Donnerstag läuft weiterhin via Belgrad, und dieses Programm ist auch für den Herbst so geplant.

Des Weiteren wurde eine Maskenpflicht für folgende Bereiche beschlossen:

  • Alle Flug- und Häfen des Landes
  • Alle Krankenhäuser und Kliniken
  • Große Gewerbeflächen (Supermärkte, etc.) und geschlossene Freizeitbereiche 

Regelungen für den Güterverkehr

Der Warenverkehr funktioniert weiterhin, wobei bedingt durch geringere personelle Besetzung von Grenzstationen durch Covid-19 mit Zeitverlusten an den Grenzen zu rechnen ist. Auch Eilpostsendungen wie DHL brauchen aktuell um 2-3 Tage länger, bis der Empfänger erreicht wird. Der Warenverkehr mit Algerien funktioniert derzeit schleppend; auf algerischer Seite ist die Quarantänepflicht nunmehr für Chauffeure gefallen, doch im Gegenzug existiert sie derzeit auf tunesischer Seite; Spezial- und Hilfstransporte kommen jedoch durch, sind jedoch mit Zusatzkosten belastet!


Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

Das Geschäftsleben funktioniert mit Auflagen. Das Tragen von Masken, die Einhaltung der Hygienevorschriften und die soziale Distanz am Arbeitsplatz und auch an öffentlichen Orten sowie die Zeit der Ausgangssperren sind weiterhin zu respektieren.


Unterstützungsmaßnahmen für Individuen und die Wirtschaft

Wirtschaftliche Maßnahmen

COVID 19: EU stimmt Hilfe für zehn Länder zu: 600 Mio. Euro für Tunesien 

Die Europäische Union hat am 22. April 2020 einen Vorschlag für eine makroökonomische Hilfe in Höhe von 3 Mrd. EUR für zehn Partnerländer zugestimmt. Unter den Ländern kommt Tunesien mit einer Hilfe von 600 Millionen Euro an zweiter Stelle hinter der Ukraine sehr gut weg, was auch zeigt, dass Tunesien für viele europäische Partnerfirmen zur wichtigen verlängerten industriellen Werkbank geworden ist und man diese Lieferketten auch weiterhin offen halten will. Diese Hilfe soll den Ländern ermöglichen, die durch die Covid-19-Pandemie verursachten wirtschaftlichen Schäden zu begrenzen. Sie wurde in zwei Raten ausbezahlt, die erste sobald das Abkommen im Juni unterzeichnet war und die zweite im vierten Quartal 2020.

Die von dieser Hilfe betroffenen Länder sind Albanien (180 Mio. EUR), Bosnien und Herzegowina (250 Mio. EUR), Georgien (150 Mio. EUR), Jordanien (200 Mio. EUR), Kosovo (100 Mio. EUR), Moldawien (100 Mio. EUR), Montenegro (60 Mio. EUR), Mazedonien (160 Mio. EUR), Tunesien (600 Mio. EUR) und die Ukraine (1,2 Mrd. EUR).

Tunesische Regierung setzt nachstehende wirtschaftliche Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise:

  1. Um Arbeitsplätze zu erhalten und die Gehälter der Angestellten, Arbeiter und Beamten zu garantieren: 
    - Einrichtung einer Finanzierungslinie im Wert von 300 Millionen Dinar in Form von Beihilfen für technisch arbeitslose Arbeitnehmer,(chômage technique)
    - Gewährung einer außerordentlichen Finanzierung in Höhe von 150 Millionen Dinar in Form von Prämien zugunsten gefährdeter sozialer Schichten,
    - Aufschub der Zahlung von Bankkrediten für einen Zeitraum von 6 Monaten zugunsten von Personen, deren Gehalt 1000 Dinar nicht übersteigt. 
  2. Um die Nachhaltigkeit der wirtschaftlichen Institutionen, insbesondere der KMU und der freien Berufe, zu erhalten:
    - Aufschub der Steuerzahlung für einen Zeitraum von 3 Monaten ab dem 1. April,
    - Verschiebung der Zahlung der CNSS-Fälligkeiten (Sozialversicherung) des zweiten Quartals für einen Zeitraum von 3 Monaten,
    - Aufschub der Zahlung von Schulden gegenüber Bank- und Finanzinstituten für einen Zeitraum von 6 Monaten,
    - Umschuldung von Steuer- und Zollschulden für 7 Jahre,
    - Die Einrichtung einer Garantie in Höhe von 500 Millionen Dinar, um Institutionen die Gewährung neuer Kredite zu ermöglichen,
    - Rückerstattung der Umsatzsteuer innerhalb eines Monats 
  3. um die Einrichtungen zu erhalten und sie umzustrukturieren, damit sie ihre Aktivitäten wieder aufnehmen können,
    - Einrichtung von Investitionsfonds in Höhe von 700 Millionen Dinar zur Umstrukturierung der betroffenen Unternehmen.
    - Unternehmen, die vollständig exportieren, die Möglichkeit zu geben, ihren Anteil am lokalen Markt von 30 auf 50% zu erhöhen.
    - Unternehmen erlauben, den Wert ihres Immobilienvermögens zu steigern
    - Entscheidung über eine Steuer- und Zollamnestie zugunsten der Unternehmen
    - Befreiung von Unternehmen, die öffentliche Aufträge abgeschlossen haben (deren Projekte jedoch wegen der Coronavirus-Krise blockiert wurden), von Geldstrafen, wegen verspäteter Projektfertigstellung für 6 Monate. 
  4. Zur Konsolidierung des strategischen Vorrats werden zusätzliche Mittel in Höhe von 500 MDT für den strategischen Vorrat an Medikamenten, Nahrungsmitteln und Kohlenwasserstoffen bereit gestellt. Bezüglich zukünftiger Impfkampagnen gibt es noch keine Informationen; auch nicht darüber, mit welchen Herstellern bereits Liefervereinbarungen getroffen wurden!
  5. Die Regierung prüft Gesetzesänderungen, um die Verfolgung der Finanzkriminalität vorübergehend auszusetzen. Die Regierung setzt sich auch  für die Aussetzung von Entscheidungen zur Unterbrechung der Wasser-, Strom- und Telefondienste ein.



Kontakt

Anschrift und Kontaktdaten unserer Büros

Tunesien

Dipl. Ing. Sami Ben Ayed
Büroleiter

Bureau Èconomique d'Autriche
ADVANTAGE AUSTIRA Tunis

1 Avenue Platon-Cité La Gazelle 
2083 Tunis, Tunisie

T +216-71-763 880
F +216-71-763445

tunis@advantageaustria.org
www.advantageaustria.org/tn

Algerien

Mag. Franz Bachleitner
Österreichischer Wirtschaftsdelegierter

Ambassade d'Autriche
Section Commerciale

17, Chemin Abelkader Gaddouche
DZ 16035 Hydra-Alger

T +213-23-472821/ 472823
F +213-23-472825

algier@advantageaustria.org 
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