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Coronavirus: Situation in Griechenland

Aktuelle Lage und Info-Updates

Das AußenwirtschaftsCenter Athen informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in Griechenland.

Stand: 22.9.2020

Aufgrund einer Reihe von Maßnahmen zur Eingrenzung von COVID-19 kam das öffentliche Leben in Griechenland im Frühjahr vorübergehend fast zum Erliegen. Das AußenwirtschaftsCenter Athen beobachtet die Situation und aktualisiert die Informationen laufend.

Inhalt


Aktuell & Wichtig

  • Zuletz substantieller Anstieg der COVID-19-Fälle. Besonders betroffen ist der Großraum Athen (Attika). Hier gelten vom 21.9.2020 bis 4.10.2020 verschärfte Maßnahmen:
    • Versammlungsverbot ab 9 Personen in Innen- und Außenräumen (ausgenommen Gastronomie)
    • Alle Konzerte (Innen- und Außenräume) und Filmvorführungen (in geschlossenen Kinoräumen) sind bis auf weiteres ausgesetzt
    • Die Höchstanzahl der Teilnehmenden an Hochzeiten, Beerdigungen und Taufen wurde auf 20 Personen festgelegt
    • Asymptomatische COVID-19-Patienten, die zu gefährdeten Bevölkerungsgruppen gehören (z.B. Migranten), werden in Quarantäne-Hotels untergebracht
    • Personen der Altersgruppe 65+ wird nachdrücklich empfohlen, ihre Bewegungen auf die absolut notwendigen einzuschränken
    • Home-Office für 40% der Arbeitnehmer im privaten und öffentlichen Sektor, die Büroarbeiten oder Aufgaben ausführen, die aus der Ferne erledigt werden können, verpflichtend
    • Strenge Kontrollen für die Einhaltung der Maßnahmen (inkl. Maskenpflicht) an allen Arbeitsplätzen. Strafandrohungen bis zu 3.000 Euro
    • Gestaffelter Arbeitsbeginn von 7:00 bis 9:00 Uhr für Beschäftigte des öffentlichen Sektors
    • Flexible Arbeitszeiten für Bedienstete des privaten Sektors (+/- 2 Stunden)
    • Massenschnelltests in öffentlichen und privaten Betrieben, Schulen, öffentlichen Verkehrsmitteln und Krankenhäusern
    • Sonstige bereits in Kraft stehende Sondermaßnahmen für Attika bis 30.9.2020
      • Maskenpflicht an allen geschlossenen Arbeitsplätzen und allen offenen Versammlungsorten, wo die 1,5 Meter Abstandsregel nicht eingehalten werden kann
      • 50% Auslastung bei Wochenmärkten mit 3 Metern Abstand zwischen den Ständen
      • Maximal 6 Personen pro Tisch in der Gastronomie
  •  Eine Einreise aus Österreich ist derzeit möglich, wobei partielle Einreisebeschränkungen (z.B. Ausfüllen eines Passenger Locator Formulars (PLF) vor Reiseantritt, stichprobenartige Testungen bei Ankunft, Social Distancing bis Testergebnis vorliegt) noch in Kraft sind (siehe detailliert unter „Einreise und Reisebestimmungen“).
  • Die Einreise für den Tourismusverkehr auf dem Landweg ist nur über den Grenzübergang Promachonas (Bulgarien) möglich.
  • Alle über den Landweg Einreisenden müssen ein negatives PCR-Testergebnis vorweisen. Davon explizit ausgenommen sind LKW-Lenker (gemäß Regierungsblatt 3399).
  • Erfolgt die Rückreise aus Griechenland über Italien nach Österreich, so ist zu beachten, dass seitens der italienischen Behörden ein negatives Testergebnis verlangt wird. Der Test muss entweder bei der Einreise vorgelegt werden oder ist binnen 48 Stunden danach durchzuführen sowie die Einreise der lokalen Gesundheitsbehörde zu melden. Laut italienischem Außenministerium besteht jedoch eine Ausnahme für Durchreisende mit Privat-KFZ, wenn Italien binnen maximal 36 Stunden wieder verlassen wird (siehe FAQ ital. Außenministerium).
  • Wir haben für Sie unter „Weitere Informationen und Notrufnummern“ eine Liste mit Labors zusammengestellt, in welchen Sie gegen Gebühr einen PCR-Test durchführen lassen können. Sollten Sie die Kontaktdaten eines Labors in einem anderen Gebiet Griechenlands benötigen, kontaktieren Sie uns bitte.
  • Derzeit sind in besonders betroffenen Gebieten (u.a. in den Präfekturen Chalkidiki, Chania, Lesbos, Zakynthos, Mykonos, Heraklion, Pella, Pieria, Imathia, und Kilkis) regional unterschiedliche Sondermaßnahmen in Kraft:
    • Verbot von Unterhaltungsveranstaltungen
    • Die Maximalanzahl der Teilnehmenden an gesellschaftlichen Veranstaltungen, wie zum Beispiel Hochzeiten, Taufen oder Beerdigungen, darf 50 Personen nicht überschreiten
    • Sonstige Versammlungen von mehr als 9 Personen sind im öffentlichen wie im privaten Raum untersagt
    • Maskenpflicht in Innen- und Außenbereichen
    • Betriebsverbot von 00.00 Uhr bis 7.00 Uhr in Gastronomie- und Vergnügungsstätten
    • Pro Tisch dürfen in Gastronomiebetrieben maximal 4 Personen Platz nehmen. Diese Grenze erhöht sich auf 6 Personen, wenn sich darunter eigene Kinder befinden
    • Schließung der Wochenmärkte
  • Seit 3.8. muss Gästen in Gastronomiebetrieben verpflichtend ein Sitzplatz zugeteilt werden. Veranstaltung mit stehenden Gästen sind bis auf Weiteres untersagt.
  • Der Güterverkehr und alle unvermeidbaren beruflichen Aktivitäten zum Erhalt der Lieferketten waren zu keinem Zeitpunkt des Lockdowns von Beschränkungen betroffen.
  • Social Distancing-Schutzmaßnahmen (u.a. Maskenpflicht, Mindestabstände, Maximalanzahl Personen/m2 in Geschäften) wurden im öffentlichen Leben eingeführt.
  • Explizit verschärfte Maskenpflicht seit 29.7.2020 in allen geschlossenen öffentlichen und privaten Räumen einschließlich religiösen Stätten sowie Außenbereichen auf Schiffen und Booten sowie in allen öffentlichen Verkehrsmitteln. Davon erfasst sind unter anderem auch alle Einzelhandelsgeschäfte, Büros mit Parteienverkehr, Personenaufzüge, Krankenhäuser und Arztpraxen sowie Friseur und Schönheitssalons. Weiters besteht Maskenpflicht in Außenbereichen wo Abstand nicht eingehalten werden kann und in Bereichen mit großen Menschenansammlungen. Ausgenommen ist die Gastronomie, hier gilt die Maskenpflicht nur für das Personal. Weitere Ausnahmen stellen Personen mit Atemproblemen (ärztliche Bescheinigung) und Kinder unter drei Jahren dar. Strafandrohung 150 Euro. 
  • Bei Taxifahrten ist neben der Maskenpflicht ebenso zu beachten, dass sich exklusive Fahrer maximal 3 Fahrgäste im Fahrzeug befinden dürfen, welche auf der Rückbank Platz nehmen müssen.
  • Bei gesellschaftlichen Ereignissen wie Hochzeiten und Taufen gilt bis 30.9.2020 eine allgemeine Obergrenze für Gäste auf 100 Personen.
  • Business-Veranstaltungen sind seit 1.7.2020, unter Berücksichtigung einer möglichen Teilnehmerbegrenzung, wieder gestattet, jedoch bleiben Messen bis vorerst 30.9.2020 untersagt.
  • Großteil der Business Community erfolgreich auf Home Offices umgestellt. Beibehaltung - wo technisch möglich und organisatorisch sinnvoll – empfohlen. Im Großraum Athen für 40% der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verpflichtend
  • Digital Business Readiness steigt beachtlich. Individuelle Nutzung nimmt zu. Kompetenzen vorhanden.
  • Umfassende wirtschaftliche Unterstützungsmaßnahmen (Garantien, Zuschüsse, Kurzarbeit) im Gesamtwert von rund 24 Milliarden Euro (sowohl aus nationalen als auch aus EU-Mitteln) wurden bislang angekündigt.

Einreise und Reisebestimmungen

Allgemein

  • Bitte informieren Sie sich vor und während Ihres Griechenland-Aufenthaltes über die aktuellen Reisehinweise.
  • Allgemeine Quarantäneverpflichtungen für für Einreisende aus Österreich wurden per 15.6.2020 aufgehoben. Bei der Einreise muss kein negatives PCR-Testergebnis vorgelegt werden.
  • Derzeit ist die Einreise für Staatsangehörige aller EU Länder, dem Vereinigten Königreich, der Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island sowie aus folgenden Drittländern gestattet: Australien, Kanada, Georgien, Japan, Neuseeland, Ruanda, Südkorea, Thailand, Tunesien, Uruguay und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Für Flugreisende aus Israel gilt eine Obergrenze von 5.000 Personen pro Woche. Die Einreise von in der Russischen Föderation ansässigen Personen ist bis zum 5.10.2020 gestattet. Es gilt eine Obergrenze von 500 Flugreisenden pro Woche. Für Staatsangehörige anderer Länder ist die Einreise nur für „essential travel“ gestattet (d.h. nachweislich unverschiebbare berufliche oder gesundheitliche Verpflichtungen).
  • Einreisende aus Ungarn, Bulgarien, Rumänien, den VAE, Belgien, Nordmazedonien, Israel, Russland, Malta, Spanien und Albanien müssen einen maximal 72 Stunden alten, negativen PCR-Test vorweisen. Diese Testpflicht entfällt für Kinder bis zu 10 Jahren.
  • Bei der Einreise nach Griechenland am Land-, See- oder Luftweg ist mindestens 24 Stunden vor der Abreise ein Passenger Locator Formular (PLF) auszufüllen. Das PLF ist in der App Visit Greece und unter travel.gov.gr (mit Chrome öffnen) zu finden. Eine Registrierung für die gesamte Familie ist möglich, allerdings wird dringend empfohlen eine eigene Registrierung für jede Person durchzuführen. Es wird auch angeraten, die Registrierung gewissenhaft vorzunehmen, da Fluglinien gegebenenfalls bei fehlerhaften Registrierungen (fehlerhafte Flugnummern, Passnummern, Namen etc.) einen Check-In verweigern. Achtung: Es kommt bei der Registrierung vermehrt zu Problemen, weil die Eingabe der Passnummer teils unvollständig ist: Die Passnummer muss auch den vorangestellten Buchstaben enthalten. Die österreichischen Vertretungen in Griechenland haben keinen Einfluss auf das Registrierungsverfahren. Reisende richten ihre Fragen bitte direkt an die zuständigen griechischen Behörden. Die griechischen Behörden haben dafür folgende Servicerufnummern Mo bis Fr (9:00 Uhr bis 21:00 Uhr eingerichtet: +30 215 5605151, +30 2131510932). Der QR-Code, der bei der Registrierung ausgestellt und um ca. 00:00 Uhr des Einreisetags in automatisierter Form per E-Mail zugesandt wird, ist bei der Einreise vorzuzeigen. Einige Flug- und Fährgesellschaften verlangen die Vorlage des QR-Codes teilweise beim Check-In/Boarding. Ein Verstoß wird mit einer Geldstrafe von 500 Euro bzw. der Abweisung an der Grenze geahndet. Auf Basis der Angaben errechnet ein Algorithmus, ob bei der jeweiligen Person ein Test durchgeführt wird oder nicht. Der Test ist kostenlos. Die Anzahl der durchgeführten PCR-Tests an Einreisende wurde zuletzt von durchschnittlich 9.000 auf ca. 19.000 pro Tag aufgestockt. Es ist daher grundsätzlich mit einer erhöhten Test-Wahrscheinlichkeit für Einreisende aus Österreich zu rechnen, wobei die beobachtete Fluktuation der getesteten Passagiere am Flughafen Athen signifikant ist. Getesteten Passagieren ist eine Weiterreise zum im PLF angegebenen Bestimmungsort erlaubt. Die getesteten Personen müssen sich allerdings bis zum Vorliegen des Testergebnisses in Selbstisolation begeben. Das griechische Bürgerschutzministerium gibt bei der Dauer der Selbstisolation 24 Stunden an. Während dieser Zeit ist „social distancing“ einzuhalten.
  • Benachrichtigt wird man nur falls der Test positiv ist. In diesem Fall wird empfohlen, sich bei der Rezeption des Hotels, der Reiseagentur, Reiseleitung zu melden, um die weitere Vorgangsweise zu besprechen. In der Regel wird man geortet und für 14 Tage unter Quarantäne gestellt. Enge Kontakte des bestätigten Infektionsfalls werden ebenfalls in eine separate Qurantäneunterkunft verlegt. Es wurden hierfür 75 „Quarantänehotels“ in allen Regionen des Landes bestimmt. Die Kosten übernimmt der griechische Staat. Eine Verletzung der Quarantäne wird mit einer Geldstrafe von 5.000 Euro geahndet.
  • Erfolgt die Rückreise aus Griechenland über Italien nach Österreich, so ist zu beachten, dass seitens der italienischen Behörden ein negatives Testergebnis verlangt wird. Der Test muss entweder bei der Einreise vorgelegt werden oder ist binnen 48 Stunden danach durchzuführen sowie die Einreise der lokalen Gesundheitsbehörde zu melden. Laut italienischem Außenministerium besteht jedoch eine Ausnahme für Durchreisende mit Privat-KFZ, welche sich maximal 36 Stunden in Italien aufhalten (siehe FAQ ital. Außenministerium).

Einreise auf dem Luftweg

  • Derzeit finden zwischen Griechenland und Österreich mehrere Direktflüge pro Woche statt. Alle internationalen Flughäfen dürfen von Österreich aus angeflogen werden.
  • Flugreisende aus Ungarn, Bulgarien, Rumänien, den VAE, Belgien, Nordmazedonien, Israel, Russland, Malta, Spanien und Albanien müssen einen negativen PCR-Test in englischer Sprache, nicht älter als 72 Stunden und ausgestellt von einem zertifizierten Labor, vorweisen. Diese Testpflicht entfällt für Kinder bis zu 10 Jahren.
  • Bis auf weiteres keine Flugverbindungen mit Barcelona und der Region Katalonien.
  • Flugverbindungen mit der Türkei sind bis voraussichtlich 30.9.2020 ausgesetzt. Flüge von und nach Nordmazedonien und Albanien sind bis 30.9.2020 nur am Flughafen Athen gestattet.

Einreise auf dem Landweg

  • Ab 17.8.2020 müssen alle über den Landweg einreisenden Personen, inklusive Griechischer Staatsbürger, ein negatives PCR-Test-Ergebnis vorweisen. Dieser Test darf maximal 72 Stunden alt sein und muss im Herkunftsland (nicht in Griechenland) durchgeführt werden. Die Testpflicht entfällt für Kinder bis zu 10 Jahren.
  • Die Einreise über den Landweg ist nur über den Grenzübergang Promachonas (Bulgarien) ungehindert möglich.
  • Die Einreise über Albanien (Kakavia, Krystallopigi), Normazedonien (Evzoni), Türkei (Kipi) und einen weiteren Grenzübergang zu Bulgarien (Nymfea) ist nur für „essential travel“ (unbedingt erforderliche berufliche und medizinische Reisen, welche durch entsprechenden Dokumente belegt sind) gestattet und ausschließlich zwischen 7:00 und 23:00 möglich.
  • Unter „essential travel“ wird u.a. die Durchreise von LKW zum Zwecke des Warentransports sowie die Einreise von Personen für absolut notwendige Geschäftsreisen (muss dokumentiert und von der griechischen Grenzpolizei vorab genehmigt werden) verstanden.
  • Personen die aus dringenden geschäftlichen Zwecken (essential travel) ins Land einreisen und anschließend ausreisen, dürfen das griechische Hoheitsgebiet bis einschließlich 30.9.2020 nicht wieder betreten.
  • Reisende, die aus Albanien (Grenzübergänge Kakavia und Krystallopigi) nach Griechenland einreisen, müssen seit 16.8.2020 für 7 Tage in häusliche Quarantäne. Darüber hinaus dürfen diese Grenzübergänge nur noch 750 Personen (Kakavia) bzw. 300 Personen (Krystallopigi) pro Tag passieren.
  • Die Türkei hat am 18.3.2020 ihre Grenze zu Griechenland geschlossen. Die Einreise aus der Türkei ist nur noch griechischen Staatsangehörigen und Personen mit Aufenthaltsgenehmigung bzw. permanentem Wohnsitz in Griechenland gestattet.
  • Für Ausreisende sind alle genannten Grenzübergänge ohne Auflagen offen, unabhängig davon ob „essential travel“ vorliegt oder nicht. Weitere Informationen erhalten Sie auf den Reisehinweisen des BMEIA für die jeweiligen Transitländer:

Einreise auf dem Seeweg:

  • Ankünfte auf dem Seeweg sind nur an den Häfen von Patras, Korfu und Igoumenitsa erlaubt. Der Passagierfährverkehr mit Italien ist seit 1.7.2020 vollkommen wiederhergestellt. Mit Albanien und der Türkei ist er bis auf weiteres ausgesetzt. Verkehrende Fähren dienen dort ausschließlich dem Warentransport (LKW). 
  • Die nationalen Fährverbindungen sind seit 25.5.2020 wieder ausnahmslos für alle Passagiere und für alle griechischen Inseln aufrecht. Es ist allerdings nur bis zu maximal 85% der Passagierkapazität gestattet. Reisende müssen vor der Abfahrt einen Fragebogen ausfüllen. Auf Fähren gilt im Innen- sowie Außenbereich Maskenpflicht. In den Häfen von Piräus und Rafina werden seit 16.8.2020 stichprobenartige PCR-Tests an Urlaubsrückkehrern durchgeführt.
  • Seit 1.8.2020 sind sechs griechische Häfen (Piräus, Rhodos, Heraklion, Volos, Korfu und Katakolo) für Kreuzfahrtschiffe geöffnet. Kreuzfahrtpassagiere müssen vor Antritt der Kreuzfahrt einen negativen PCR-COVID-19-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, vorweisen. An den Häfen werden Stichprobentests durchgeführt. Sportboote dürfen Griechenland uneingeschränkt ansteuern, sofern die maximale Transportkapazität bis 49 Passagiere (Mindestabstand 1,5 Meter) nicht überschritten wird und die Ankunft aus Staaten, für die keine Einschränkungsmaßnahmen gelten, erfolgt. Einreisende mit Sportbooten oder anderen privaten Schiffen benötigen keinen QR-Code. Eine „Passenger Locator Form“ ist nicht notwendig. Veranstaltungen auf Booten und Schiffen sind nicht erlaubt. Bootsführer sollen sich im Vorfeld über die Einreiseformalitäten informieren.


Regelungen für den Güterverkehr

  • Mit Ausnahme des Grenzübergangs Promachonas (Bulgarien) sind seit 7.8.2020 alle Grenzübergänge zu Griechenland zwischen 23:00 und 7:00 geschlossen. Diese Regelung gilt auch für den Güterverkehr.
  • LKW-Lenker sind von der Verpflichtung, bei der Einreise ein negatives PCR-Testergebnis vorzeigen zu müssen, gemäß Regierungsblatt 3399 explizit ausgenommen.
  • Wegen der angespannten Flüchtlingssituation an der Grenze zur Türkei (Evros-Gebiet) ist derzeit bei Gütertransporten mit verschärften Kontrollen und längeren Wartezeiten zu rechnen.
  • Lenker, die nach Griechenland einreisen, müssen ebenfalls das PLF-Formular ordnungsgemäß ausfüllen, um einen QR-Code zu erhalten. Es besteht jedoch die Ausnahme, dies jederzeit vor dem Ankunftsdatum erledigen zu können.
  • Am 1.7.2020 erließ der griechische Zoll vorübergehende Maßnahmen zur Erleichterung des internationalen Gütertransports während der COVID-19-Pandemie, einschließlich einiger Bestimmungen über die Gültigkeit der Fahrzeugzulassungsbescheinigung für TIR-Vorgänge. Konkret können die Zollbehörden am Eingang, Ausgang oder Bestimmungsort die Fortsetzung des TIR-Transports gestatten, auch wenn die Gültigkeitsdauer abgelaufen ist. In diesem Fall muss der Inhaber nachweisen können, dass er bei der zuständigen Behörde seines Landes einen Antrag auf Erneuerung der Bescheinigung gestellt hat (z.B. per E-Mail, Brief, mit Bezug auf die Bescheinigung oder TIR-Karte).
  • Am 28.5.2020 gab die griechische Regierung bekannt, dass die Lockerung der Lenk- und Ruhezeitbestimmungen nach dem 31.5.2020 nicht mehr verlängert wird. Daher trat ab 1.6.2020 die Verordnung (EG) 561/2006 wieder in Kraft.
  • Griechenland hat die multilateralen ADR-Abkommen M324 bezüglich Schulungsbescheinigungen und M325 bezüglich Wiederkehrende Prüfung von Tanks und Gefahrgutfahrzeugen unterzeichnet.
  • Zur Erleichterung des Handels führte die Generalzolldirektion ab 20.3.2020 eine Reihe von Beschleunigungsmaßnahmen für die Zollabfertigung ein.
  • Es bestehen keine expliziten Exportverbote.

Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

  • Explizit verschärfte Maskenpflicht seit 29.7.2020 in allen geschlossenen öffentlichen und privaten Räumen einschließlich religiösen Stätten sowie Außenbereichen auf Schiffen und Booten sowie in allen öffentlichen Verkehrsmitteln. Davon erfasst sind unter anderem auch alle Einzelhandelsgeschäfte, Büros mit Parteienverkehr, Personenaufzüge, Krankenhäuser und Arztpraxen sowie Friseur und Schönheitssalons. Weiters besteht Maskenpflicht in Außenbereichen wo Abstand nicht eingehalten werden kann und in Bereichen mit großen Menschenansammlungen (u.a. Hotspots, Aufnahmelager, Altersheime, Kasernen und Solidaritätseinrichtungen). Ausgenommen ist die Gastronomie, hier gilt die Maskenpflicht nur für das Personal. Weitere Ausnahmen stellen Personen mit Atemproblemen (ärztliche Bescheinigung) und Kinder unter drei Jahren dar. Strafandrohung 150 Euro. 
  • Aktuell sind noch folgende Geschäftsaktivitäten geschlossen:
    • Casinos, Tischglücksspiele
    • Diskotheken (ohne Gastronomieangebot)
    • öffentliche soziale Einrichtungen für die Betreuung älterer Personen (gr. KAPI
    • Messeveranstalter
    • sonstige Straßenverkäufe (ausgenommen Lebensmittel)
  • Einschränkungen im und Auswirkungen auf den Tourismussektor:
    • Der Tourismussektor trägt jährlich ca. 20% zum griechischen BIP bei. Mehr als 360.000 Dienstnehmer sind unmittelbar in diesem Bereich beschäftigt. 2019 besuchten Griechenland noch 34 Millionen Touristen. Die Einnahmen beliefen sich auf 18,2 Milliarden Euro. Das Vorjahresniveau an Touristenankünften konnte im ersten Quartal 2020 gehalten werden (1,8 Millionen).
    • Als Griechenland am 1.7.2020 ankündigte, wieder für den Tourismus zu öffnen, hatte man sich für das Gesamtjahr 8 Millionen Touristen zum Ziel gesetzt. Die Monate Juli, August und September machen in etwa 80% des Gesamtumsatzes aus. Nach Angaben des griechischen Bürgerschutzministeriums wurden im Zeitraum vom 1.7.2020 bis 13.9.2020 3,8 Millionen Einreisende registriert. 
    • Der aktuelle Anstieg der Fallzahlen lässt sich nur zu einem kleinen Teil auf die Öffnung für den Tourismus zurückführen. Von bislang rund 490.000 getesteten Personen ist man auf lediglich 1.100 positive Fälle gestoßen.
    • Urlaubsförderprogramme für sozialversicherte Dienstnehmer sowie Vouchers für Bedienstete im Privatsektor im Gesamtwert von 30 Millionen Euro wurden zur Stärkung des Inlandstourismus der Saison 2020 angekündigt.
    • Per Ministererlass 1881/29.5.2020, veröffentlicht im Amtsblatt FEK B 2084 vom 30.5.2020, hat die griechische Regierung die genauen Sicherheits- und Hygieneprotokolle im Tourismusbereich definiert. U.a. wird die Zertifizierung „Health First“ für Tourismusbetriebe eingeführt. Bei Nichteinhaltung der Protokolle belaufen sich die Strafandrohungen auf bis zu 5.000 Euro inkl. Betriebsaussetzung für bis zu 15 Tage. Über die Visit Greece App werden Touristen entsprechend zu allen relevanten Hygieneprotokollen informiert.
  • Die Ausgangsbeschränkungen wurden schrittweise wie folgt in 7 Phasen gelockert:
    • Phase 1 (ab 4.5.2020) umfasste die freie Reisemöglichkeit innerhalb der Präfektur mit Ausnahme der Inseln sowie die Erlaubnis von Sportaktivitäten im Freien. Einzelhandelsgeschäfte und Dienstleistungsbetriebe mit relativ geringem Kundenverkehr, wie Buchhandlungen, Optiker, Sportartikelhändler sowie Friseur- und Kosmetiksalons, durften unter strengen Auflagen öffnen.
    • Phase 2 (ab 11.5.2020) beinhaltete die Öffnung der Schulen für höhere Schulstufen sowie jene der restlichen Einzelhandelsgeschäfte und Dienstleistungsgeschäfte mit Ausnahme der Einkaufszentren. Religiöse Einrichtungen durften ab 17.5.2020 ebenfalls für Zeremonien und Gottesdienste öffnen.
    • Phase 3 (ab 18.5.2020) bewirkte die vollständige Aussetzung der Reisebeschränkungen auf dem gesamten Festland inkl. Kreta und Euböa. Ebenso durften kulturelle und archäologische Stätten, Zoos und Einkaufszentren öffnen. Ab 25.5.2020 durften Cafés, Bars und Restaurants (zunächst nur im Freien) unter Berücksichtigung des Mindestabstands öffnen.
    • In Phase 4 (ab 1.6.2020) durften Grundschulen und Kindergärten sowie entsprechende Sprach- und Nachhilfeschulen und ganzjährig betriebene Hotels und Campingplätze öffnen.
    • Phase 5: Öffnung der Outdoor-Kinos ab 1.6.2020
    • Phase 6: Öffnung von Vergnügungs- und Themenparks (ab 15.6.2020) sowie Kinderspielplätzen im Freien (ab 6.6.2020).
    • Phase 7 gestaltet sich je nach Entwicklung der Pandemie. Ab 15.6.2020 durften Bars, Restaurants und Cafés auch ihre Innenräume wieder öffnen:
      • 1 Gast pro 2,20 m2
      • gesetzlich geregelter Mindestabstand zwischen Tischen
      • Bei Buffets erfolgt Servieren nur durch Personal
      • Weiters durften Nachtclubs (ab 8.6.2020), Urlaubsressorts und saisonale Hotels (ab 15.6.2020) sowie Sportanlagen und Fitnessstudios öffnen 
  • Die Maximalanzahl der erlaubten Kunden in Geschäften richtet sich nach der Quadratmeteranzahl des Geschäftslokals.
  • Für die Benutzung von Aufzügen ist maximal 40% der Gesamtkapazität gestattet. Falls Rolltreppen zur Verfügung stehen, dürfen Aufzüge nicht verwendet werden. Ausnahmen: ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen, Transport von Waren.
  • Der Strafenkatalog bei Nicht-Einhaltung der Betriebsverpflichtungen richtet sich ebenfalls nach der Quadratmeteranzahl des Betriebs und beinhaltet neben einer Geldstrafe von bis zu 100.000 Euro auch eine Schließung des Betriebs für bis zu 90 Tage bei mehrmaligem Vergehen.
  • Weitere Präventivmaßnahmen (bereits in Kraft)
    • Supermärkte und Lebensmittelfachgeschäfte:
      • 1 Kunde pro 15 m2
      • Zutritt nur mit Eintrittskarte (erhältlich an der Rezeption) gestattet
      • Mindestabstand von 2 Metern zwischen Personen
      • Warteschlangen bis zu maximal 5 Personen gestattet
    • Wochenmärkte für frisches Obst und Gemüse:
      • Teilnahme der Händler zu 50% pro Produktkategorie
      • Seit 11.5.2020 ist der Verkauf von standardisierten non-Food Produkten (Kleidung, Schuhe, Spielzeug, Kleinelektrogeräte, Haushaltswaren, etc.) wieder gestattet 
      • Mindestabstand von 5 Metern zwischen den Verkaufsständen
  • Pro PKW sind bis zu vier Personen (inkl. Fahrer) erlaubt, in 9-Sitzern bis zu sechs Personen (inkl. Fahrer). Die Mitfahrt eigener minderjähriger Kinder ist gestattet.
  • Es wird empfohlen, vordringlich private Verkehrsmittel zu nutzen. Aufhebung von Parkverboten in den Großstadtzentren. Aussetzung der „Daktylios“ Verkehrsregelung im Athener Stadtzentrum (wonach nur PKW-Nummernschilder mit einer geraden/ungeraden Zahl an geraden/ungeraden Kalendertagen gestattet sind) bis 17.7.2020. In den Sommermonaten gilt diese Regelung traditionell nicht.
  • Die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln ist in den Stoßzeiten (7:00 bis 10:00 und 14:00 bis 17:00 Uhr) nur für berufstätige Personen gestattet.
  • Gestaffelter Arbeitsbeginn zur Vermeidung von zu hohem Passagieraufkommen im öffentlichen Personennahverkehr:
    • Beschäftigte des öffentlichen Sektors: von 7:00 bis 9:00 Uhr
    • Beschäftigte des privaten Sektors (außer Banken, Supermärkte, Bäckereien, Friseur-/Schönheitssalons und KFZ-Prüfstellen): von 9:00 bis 10:00 Uhr
    • Beschäftigte des restlichen Einzelfachhandels: ab 10:00 Uhr
  • Sämtliche Veranstaltungen mit stehenden Gästen, darunter auch Volksfeste, sind bis auf Weiteres untersagt. In Kirchen gilt die Maskenpflicht sowie die Regelungen zum Mindestabstand analog. Prozessionen sind bis zum 15.9.2020 nicht erlaubt.

Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

  • Am 12.9.2020 kündigte Premierminister Kyriakos Mitsotakis in Thessaloniki 12 neue Maßnahmen an:
    1. Die Sozialversicherungsbeiträge für Arbeitgeber und Arbeitnehmer im privaten Sektor werden für das Jahr 2021 von 39,7% auf 36,7% gesenkt.
    2. Die Solidaritätssteuer für Arbeitnehmer, Selbständige und Landwirte im privaten Sektor wird für das Jahr 2021 abgeschafft.
    3. Förderprogramm für 100.000 neue Arbeitsplätze. Der Staat übernimmt für 6 Monate alle Sozialversicherungsbeiträge für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Unabhängig vom Gehalt und der Fachrichtung. Voraussetzung ist nur, dass keine Arbeitsplätze im Unternehmen abgebaut werden. Wenn ein Langzeitarbeitsloser eingestellt wird, wird seine Position mit weiteren 200 Euro pro Monat subventioniert.
    4. Kurzarbeitprogramm „Syn-Ergasia“ wird bis Ende des Jahres verlängert und um die Bereiche Catering, Tourismus, Transport und Verkehr, Sport und Kultur erweitert. Fremdenführer und Künstler werden hinzugefügt.
    5. Die dritte Runde des Sofortkredits „rückzahlbare Vorauszahlung“ stellt in der zweiten Septemberhälfte 1,5 Milliarden Euro bereit. Eine vierte Runde folgt im November mit voraussichtlich 600 Millionen Euro 
    6. Überabschreibungen von 200% für digitale und grüne Investitionen in den Jahren 2021-2023
    7. Rückwirkende Pensionszahlungen in Höhe von 1,4 Milliarden Euro (nach Entscheidung des obersten Gerichtshofs bzgl. ungerechter Kürzungen 2015-2016)
    8. Abschaffung der Immobiliensteuer „ENFIA“ auf 26 kleinen Inseln u.a. Kastelorizo und Gavdos
    9. Aufschub von Sozialversicherungs- und Steuerverpflichtungen der in der ersten Phase der Pandemie betroffenen Sektoren bis April 2021
    10. Ermäßigte Mehrwertsteuersätze auf Transport, Kaffee, alkoholfreie Getränke, Kinotickets und touristische Pauschalpakete werden bis April 2021 verlängert
    11. Zwangsversteigerungen von Erstwohnungen schutzbedürftiger Haushalte werden bis Ende 2020 eingestellt
    12. Abgelaufene Arbeitslosenunterstützungen werden um weitere zwei Monate verlängert
  • Wirtschaftsaussichten: Der IWF geht für 2020 von -10,0% und für 2021 von +5,1% aus. Die Arbeitslosigkeit soll auf bis zu 22,3% bzw. 19,0% steigen. Die EU-Kommission prognostiziert in ihrem Summer-Forecast für 2020 einen Rückgang der griechischen Wirtschaft um -9,0% und für 2021 einen Anstieg von +6.0%. Die Nationalbank rechnet nach einem BIP Rückgang von -6,0% für 2021 mit einem Wachstum von +5,5%.
  • Im kürzlich veröffentlichtem Flash Estimate für das 2. Quartal 2020 geht die nationale Statistikbehörde ELSTAT von einem BIP-Rückgang in Höhe von 15,2% gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs aus.
  • Die Rezession der griechischen Wirtschaft in 2020 dürfte sich besonders im Rückgang des Tourismussektors (20% des BIP) widerspiegeln. Für 2021 wird eine rasche Erholung der griechischen Wirtschaft erwartet. Der Aufschwung sollte neben dem Tourismus auch auf branchenübergreifendem Privatkonsum und Unternehmensinvestitionen basieren.
  • Die Industrieproduktion wird 2020 voraussichtlich um 4,1% zurückgehen.
  • Als Folge der EU-Gipfeltreffen-Entscheidung vom 17. bis 21.7.2020 erhält Griechenland insgesamt 70 Milliarden Euro, um die Folgen der Corona-Pandemie zu bewältigen. Der genaue Allokationsplan soll bis Mitte Oktober 2020 bekanntgegeben werden.
  • Bislang belaufen sich die angekündigten Unterstützungsmaßnahmen auf 14,5 Milliarden Euro. Der erzielte Mehrwert dieser Maßnahmen wird mit 20 Milliarden Euro beziffert. Inklusive der verfügbaren EU Fördermittel belaufen sich die Unterstützungsmaßnahmen auf insgesamt 24 Milliarden Euro. Der EU Recovery Fund stellt dem Land 22,5 Milliarden Euro an Direktzuschüssen und weitere 9 Milliarden Euro an Darlehen zur Verfügung. Dies entspricht in etwa einem zweiten NSRF-Rahmenprogramm – allerdings ohne den strengen Auflagen und Memoranden der Gläubiger. Für die gezielte Verteilung soll – wie auch bei der Bekämpfung der Pandemie - eine Expertenkommission eingerichtet werden. Man möchte in innovative Technologien und neue Sektoren mit erhöhtem Mehrwert investieren, R&D fördern, international wettbewerbsfähige Ökosysteme aufbauen, eine zirkulare net-zero-carbon Wirtschaft anstreben und Extroversion stäken, um erstmals auch einen Handelsbilanzüberschuss zu erzielen. Den Motor für die Erholung der Wirtschaft sollen 103 Infrastrukturprojekte mit Fokus auf PPP im Gesamtwert von 26 Milliarden Euro ermöglichen. Darunter befindet sich auch das 8 Milliarden Euro Tourismus-und Stadtentwicklungs- und Flagshipprojekt Hellenikon mit Baubeginn im 2. Halbjahr 2020.
  • Als Ersthilfe wurden für KMUs bis 500 Mitarbeiter 1,4 Milliarden Euro in zwei Förderrunden als „rückzahlbare Vorauszahlung“ bereitgestellt. Dieser Soforthilfskredit hat eine Laufzeit von fünf Jahren, wobei im ersten Jahr keine Kreditverpflichtungen für die Unternehmen entstehen. Eine dritte Förderrunde läuft derzeit noch bis zum 28.9.2020. Mehr als 1,5 Milliarden Euro sollen diesmal bereitgestellt werden. Die Qualifizierungskriterien wurden erheblich gelockert, um auch Tourismusbetriebe zu umfassen.
  • Zusätzlich angekündigte Liquiditätsmaßnahmen:

    • Garantiemechanismus des Entrepreneurial Funds der griechischen Entwicklungsbank im Gesamtwert von 2 Milliarden Euro und einem geschätzten Leverage von 7 Milliarden Euro. Betrifft 80% des Schuldenportfolios von KMUs und großen Unternehmen.
    • Gründungskapitalförderungen im Gesamtwert von 5 Milliarden Euro. Insbesondere das Förderprogramm „TEPIX“ wurde von den Unternehmen verstärkt in Anspruch genommen. Mehr als 100.000 Anträge im Gesamtwert von 10 Milliarden Euro wurden gestellt. Der maximale Förderbetrag des Programms wurde somit um das Neunfache überzeichnet. Das Programm bietet eine 0%-Zins-Finanzierung für die ersten beiden Jahre und für 40% des geförderten Kapitalanteils für die Restlaufzeit des Kredits. Alleine von den beiden TEPIX-Runden werden inkl. der Bankenanteile erwartungsgemäß insgesamt 2 Milliarden für KMU Neugründungen fließen.
  • Weitere 2,7 Milliarden Euro von EU-Geldern sollen demnächst für Projekte des nationalen Investitiongesetzes folgen:
    • Zwei neue Förderprogramme: „Allgemeines Unternehmertum“ und „Sehr kleines und Kleines Unternehmertum“
    • Vier genehmigte PPP-Projekte im Gesamtwert von 365 Millionen Euro
    • Acht weitere PPP-Projekte im Gesamtwert von 1,5 Milliarden Euro. Co-Finanzierung mit EIB und EBRD wird angestrebt
    • Genehmigung neuer strategischer Investitionen im Gesamtwert von 700 Millionen Euro
    • Lizensierung strategischer RES-Projekte im Gesamtwert von 80 Millionen Euro
  • Durch die Wiederaufnahme griechischer Wertpapiere in das 750-Milliarden-Euro Anleihenkaufprogramm der EZB stehen den griechischen Systembanken weitere geschätzte 6 bis 12 Milliarden Euro für Kreditvergaben an KMUs frei. Die EZB hat angekündigt, dass Wertpapiere mit einer Laufzeit von mindestens 70 Tagen abgedeckt werden, statt mindestens 12 Monaten, wie in ihrem vorherigen Programm.
  • COVID-19 betroffene Betriebe werden grundsätzlich von ihren Kreditverpflichtungen bis 30.9.2020 befreit.
  • Für die Monate März und April 2020 laufende Steuer- und Sozialversicherungsverpflichtungen von zahlungstüchtigen Unternehmen wurden bis zum 31.8.2020 bzw. 30.9.2020 verschoben. Steuer- und Sozialversicherungsverpflichtungen für den Monat Mai 2020 waren ebenfalls bis zum 30.9.2020 zu begleichen. Für noch unbezahlte Verpflichtungen wurde nun eine Verlängerung bis 30.4.2020 gewährt.
  • Betroffene Unternehmen erhielten bei fristgerechter Zahlung von Steuer-, Sozialversicherungs- und sonstigen vereinbarten Ratenzahlungen an den Staat für die Monate März (fristgerecht bis 10.4.2020) und April (bis 30.4.2020) einen Discount von 25%. Diese Maßnahme wurde ab Mai 2020 nicht fortgesetzt.
  • Für die Monate März und April 2020 bezahlten aufgrund von COVID-19 zwangsläufig geschlossene Betriebe nur 60% der Miete für ihre gewerblichen Immobilien. Diese Maßnahme wurde am 7.4.2020 auf alle betroffenen Unternehmen ausgedehnt, unabhängig davon, ob sie per staatlicher Verordnung schließen mussten oder nicht. Ebenfalls dazu berechtigt wurden Studenten, die außerhalb ihres permanenten Wohnorts studieren. Dafür sind die verringerten Mieteinnahmen für Immobilienbesitzer steuerfrei bzw. kann die entsprechende Immobiliensteuer mit Steuerschulden für den Monat Juli 2020 gegengerechnet werden. Diese Maßnahme wurde nun bis einschließlich Dezember 2020 verlängert. 
  • Für den Zeitraum von 1.6.2020 bis 30.4.2021 werden Mehrwertsteuersätze abgesenkt:
    • für Passagiertransporte von 24% auf 13%
    • für Kaffee und Softdrinks von 24% auf 13%
    • für Tourismuspakete wird die Gewichtung der verrechneten Mehrwertsteuer 13%/24% von jeweils 80/20 auf 90/10 erhöht
    • für Kinotickets von 24% auf 13%
    • für Hygieneprodukte von 24% auf 6% (bis Jahresende)
  • Jegliche Unternehmenshilfe ist bislang an die Voraussetzung gekoppelt, keinen Arbeitnehmer zu entlassen. Entlassungen sind ab 18.3.2020 für COVID-19 betroffene Betriebe de-facto verboten und werden als ungültig betrachtet. Dies wird über die Plattform „Ergani“ des griechischen Arbeitsministeriums genauestens kontrolliert. Bei Nichteinhaltung besteht die Gefahr von Unternehmenshilfen ausgeschlossen zu werden. Eine Aussetzung von Arbeitsverträgen, für den vorgesehenen Zeitraum der Einschränkungsmaßnahmen, war jedoch bis zum 31.5.2020 (in bestimmten Sektoren bis 31.7.2020, bzw. ist diese noch für eine kleine Anzahl bestimmter NACE Codes sogar bis heute) möglich. In diesem Fall übernimmt der Staat die Sozialversicherungskosten der betroffenen Mitarbeiter für bis zu 45 Tage, berechnet auf der Grundlage des Bruttogehalts. Nach Ablauf der Aussetzungsperiode muss für einen mindestens gleich langen Zeitraum dieselbe Anzahl an Arbeitsstellen, wie vor der Betriebsaussetzung nachgewiesen werden können. Bei Beschäftigung von Arbeitnehmern, deren Verträge vorübergehend ausgesetzt sind, werden Strafen für Arbeitgeber in Höhe von 1.200 Euro angedroht.
  • Für den Zeitraum Juni bis Dezember 2020 wird mit dem Programm „Syn-ergasia“, finanziert durch den EU-Fund SURE, Kurzarbeit wie folgt eingeführt:
    • Berechtigt sind alle Unternehmen unabhängig ihres NACE-Codes, die einen Umsatzverlust von mehr als 20% nachweisen können
    • Betrifft sowohl fest angestellte Vollzeitmitarbeiter als auch saisonal beschäftigte Vollzeitmitarbeiter
    • Der Arbeitgeber hat das Recht die Beschäftigungszeit auf bis zu 50% der Vollzeit zu reduzieren
    • Die vollständige Deckung der Sozialversicherungskosten berechnet auf der Grundlage des vollen Bruttogehalts wird gewährleistet
    • Der Staat steuert mindestens 60% des Restgehalts bei und jedenfalls so viel bis der Mindestlohn von derzeit 758,33 Euro erreicht wird
    • Unter der strengen Voraussetzung des unveränderten Erhalts des bestehenden Arbeitsverhältnisses
    • Verschärfte Kontrollen des Arbeitsinspektorats
  • Im Rahmen des SURE-Programms schlug die Europäische Kommission am 24.8.2020 dem Rat eine finanzielle Unterstützung Griechenlands in Höhe von 2,7 Milliarden Euro vor. Sobald dieser die Unterstützung genehmigt, wird sie in Form von begünstigten Darlehen erfolgen, deren Auszahlung schrittweise mit September 2020 beginnen wird.
  • Arbeitnehmer erhielten im Falle einer vorübergehenden Einstellung der Unternehmenstätigkeit für den Zeitraum vom 15.3.2020 bis 30.4.2020 einen steuerfreien Betrag von 800 Euro als Entschädigung. Diese Maßnahme wurde auf den Monat Mai 2020 und in bestimmten Sektoren auch auf die Monate Juni und Juli 2020 (analog für den Zeitraum der Betriebseinstellung, 18 Euro pro Tag) ausgedehnt. Eine erneute Verlängerung für die weiterhin betroffenen Geschäftsaktivitäten wurde bereits bis Ende Oktober gewährt. Eine zusätzliche ist bis Ende des Jahres im Gespräch. 
  • Alle unterstützenden Maßnahmen sollten grundsätzlich auch für Selbständige gelten. Für Ärzte, Rechtsanwälte, Ingenieure, Steuerberater, Forscher und sonstige selbstständige Akademiker wurde für April 2020 ein separater Zuschuss von 600 Euro pro Person im Rahmen eines Weiterbildungsprogramms angekündigt. Am 22.4.2020 wurde das Online-Weiterbildungsprogramm, aufgrund technischer Probleme, eingestellt. Akademiker, die ihren Tätigkeiten selbstständig nachgehen, erhielten jedoch bedingungslos diesen 600-Euro-Zuschuss. Trotz Regierungsankündigungen erhielten Akademiker für den Monat Mai 2020 die versprochene Unterstützung von 800 Euro (oder zumindest einen analogen Betrag für den Zeitraum der Einstellung ihrer Aktivitäten) nicht.
  • Selbstbeschäftige erhalten aber einen Discount auf die 100% Vorauszahlung ihrer Einkommenssteuer. Die genaue Höhe dieses Discounts wird noch anhand des tatsächlichen Umsatzverlustes in den nächsten Monaten festgelegt.
  • Premierminister Mitsotakis kündigte am 3.7.2020 an, dass die Steuervorauszahlung für Tourismusbetriebe und Betriebe mit Umsatzverlusten von mehr als 35% für das Jahr 2021 0% betragen wird.
  • Eine erste Liste aller definierten NACE-Codes, die in Griechenland als COVID-19 betroffen gegolten haben, wurde am 26.3.2020 veröffentlicht. Eine erweiterte Liste, in welcher nahezu alle betroffenen Haupt- und Nebenbereiche inkludiert wurden, wurde am 31.3.2020 publiziert. Auf dem Höhepunkt des Lockdowns waren 86% aller NACE-Codes abgedeckt. Lediglich Supermärkte, Apotheken, Banken und relevante Lieferindustrien (in denen große Umsatzsteigerungen erzielt wurden) blieben ausgenommen. Eine monatsaktuelle Liste ist bei Bedarf beim AC Athen erhältlich.

Weitere Information und Notfallnummern

  • Die Öffnung der Schulen und Kindergärten wurden um eine Woche auf den 14.9.2020 verschoben. Es besteht Maskenpflicht für alle Altersklassen. Fast täglich wird eine Liste geschlossener Schulen oder vereinzelter Schulklassen veröffentlicht.
  • Bis voraussichtlich Ende Oktober wird der Verkehr entlang des 6,8 Kilometer langen „Großen Spaziergangs“, welcher das historische Athener Stadtzentrum vereint, eingestellt. Ausgenommen sind Anrainer, Fahrten von und zu organisierten Parkhäusern, Berufs- und Regierungsfahrzeuge und der ÖPNV. Mittelfristig soll dort eine reine Fußgängerzone als Touristenattraktion entstehen.
  • Die griechische Börsenaufsicht hat das Short-Selling-Verbot an der Athener Börse, welches seit 18.3.2020 in Kraft war, per 18.5.2020 aufgehoben.
  • Griechenland hat sich aktiv für die Schaffung eines europäischen „Corona-Bonds“ ausgesprochen.
  • Die staatliche Schuldenagentur PDMA begab am 15.4.2020 eine Anleihe mit sieben Jahren Laufzeit im Umfang von 2 Milliarden Euro. Mit Angeboten von insgesamt fast 6 Milliarden Euro war sie um das Dreifache überzeichnet. Die erzielten Kreditkosten werden allerdings mit rund 2,05% Rendite als hoch erachtet. Am 9.6.2020 begab PDMA eine weitere 10-Jahres Anleihe im Umfang von 3 Milliarden Euro. Sie wurde um mehr als das fünffache überzeichnet. Die Rendite belief sich diesmal auf 1,55%. Zuletzt wurde am 2.9.2020 erneut eine 10-Jahres Anleihe emmittiert. Sie brachte 2,5 Milliarden Euro zu historisch niedrigen Renditekosten (1,23%) ein. Die Emission war mit Angeboten von über 16 Milliarden Euro mehr als achtfach überzeichnet.
  • Großer Beitrag des Privatsektors: Mehr als 500 Intensivbetten, 900 Beatmungsgeräte, Millionen von Masken und Schutzkleidung wurden bereits durch Firmen, Stiftungen und Privatpersonen gespendet.
  • Die österreichische Regierung hat auf Ansuchen Athens, Griechenland 181 Container für die Unterbringung von Migranten und Flüchtlingen sowie als mobile Gesundheitseinrichtungen zur Verfügung gestellt.
  • Rund 500 „mobile Labore“ der griechischen Gesundheitsorganisation (EODY) sowie der griechischen Armee führen derzeit stichprobenartige Massentests an der Gesamtbevölkerung und insbesondere in den Touristenregionen durch. Die Testkapazitäten Griechenlands liegen derzeit bei rund 19.000 PCR Tests pro Tag.
  • Griechenland hat am 21.3.2020 von Indien 5 Tonnen Chloroquin gekauft und der Pharmahersteller Uni-Pharma SA hat mit der Produktion des Medikaments Unikinon begonnen. Die ersten Präparate werden seit 3.4.2020 an alle COVID-19 Referenzkrankenhäuser in Griechenland und Zypern verteilt.
  • Abschaffung aller Fixgebühren durch die Nationale Stromgesellschaft PPC ab 26.3.2020 für drei Monate. Zudem bot sie einen Discount von 5 Euro für Rechnungszahlungen über E-Bill und 8% für schutzbedürftige Kunden und Verbraucher von mehr als 2.000 kWh an.
  • Arbeitslosengeld für Empfangsberechtigte bis 31.3.2020 wurde um zwei Monate bis 31.5.2020 verlängert. Langzeitarbeitslose (von 12 bis 24 Monate) erhielten im April einen einmaligen Sonderzuschuss von 400 Euro. Empfangsberechtigte bis 31.5.2020 erhielten bis 31.7.2020 Arbeitslosengeld. Saisonal Beschäftigte Arbeitslose sind bis Oktober 2020 empfangsberechtigt. Im September abgelaufene Arbeitslosengelder wurden ebenfalls um zwei Monate verlängert.
  • Urlaube im Heer wurden bis auf weiteres gestrichen. Es wird dafür respektive eine vorzeitige Entlassung für Militärdienstleistende in Aussicht gestellt.
  • 28 Flüchtlingslager wurden verstaatlicht.
  • Nationaler Fernsehsender ERT strahlte ab 30.3.2020 täglich Schulunterricht für Grundschüler aus. Der Zugang zu allen Unterrichtsportalen des griechischen Bildungsministeriums ist kostenlos. Die benötigte Hardware wurde jedem Schüler (der keinen Laptop oder Tablet hat) zur Verfügung gestellt.
  • Vorzeitige Entlassung von Häftlingen mit einer Reststrafe von bis zu 12 Monaten.
  • Überführungen von COVID-19- Toten ins Ausland sind seit 7.5.2020 unter strenger Einhaltung der entsprechenden Hygieneprotokolle gestattet.
  • Privatschulgebühren werden für versäumte Unterrichtsstunden und sonstige relevante Dienstleistungen gekürzt.
  • Premierminister Mitsotakis forderte alle Abgeordneten und Minister seiner Regierung auf freiwillig auf 50% ihrer Gehälter für die Monate April und Mai zu verzichten. Auch die frisch angelobte griechische Staatspäsidentin Katerina Sakellaropoulou folgte dem Aufruf.
  • Vorsicht! Bei Missachtung der in Griechenland zur Einschränkung des Coronavirus angeordneten Maßnahmen drohen Verhaftung, Geldstrafen oder vorübergehende Zwangseinstellung des Betriebs.
  • Die COVID-19-Referenzkrankenhäuser sind:
    • Krankenhaus „Sotiria“ in Athen, vertretungsweise Krankenhaus „Evangelismos“ in Athen
    • Militärkrankenhaus N.I.M.I.T.S. in Athen
    • Krankenhaus „Attikon“ in Athen, vertretungsweise Krankenhaus „Thriasion“ in Elefsina 
    • Universitätsklinik „Achepa“ in Thessaloniki, vertretungsweise Universitätsklinik Alexandroupoli und Krankenhaus „Mpodosakio“ in Ptolemaida 
    • Universitätsklinik Larisa, vertretungsweise Krankenhaus Lamia
    • Universitätsklinik „Panagia i voithia“ in Patras, vertretungsweise Universitätsklinik Ioannina“
    • Universitätsklinik Heraklion, vertretungsweise Krankenhaus „Aghios Georgios“ in Chania
  • Parallel wurden die Gesundheitsstrukturen in den touristischen Gebieten und insbesondere auf den Inseln verstärkt. Die griechische Regierung hat einen umfangreichen Strategieplan und eine Reihe von Sicherheitsprotokollen eingeführt, um das Land im Hinblick auf die Tourismussaison sicher zu halten. Das Gesundheitspersonal wurde aufgestockt, Mittel zum individuellen Schutz ausreichend zur Verfügung gestellt, die Verbindungen mit den Referenzkrankenhäusern sichergestellt und das Patiententransfer-Netzwerk optimiert.
  • Die nationale Gesundheitsbehörde EODY hat folgende Notrufnummern eingerichtet:
    • 1135 und 1110 (24h-Hotlines; nur innerhalb Griechenlands anwählbar)
    • +30 210 521 2054
    • +30 210 521 2000
  • Das Tourismusministerium hat eine Hotline für Touristen, Geschäftsleute und Saisonarbeitskräfte unter der Rufnummer 1572 (nur innerhalb Griechenlands anwählbar) eingerichtet.
  • Die Greek National Tourism Organisation (GNTO) hat auf ihrer Webseite VisitGreece umfangreiche FAQs zu touristischen Reisen nach Griechenland veröffentlicht. Auf der Webseite des griechischen Außenministeriums finden Sie ebenfalls Informationen zu den Lockerungen im Reiseverkehr.

Corona-Infopoint der Wirtschaftskammern für Unternehmen