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Coronavirus: Situation in Griechenland

Aktuelle Lage und Info-Updates

Das AußenwirtschaftsCenter Athen informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in Griechenland.

Stand: 19.7.2021 

Das AußenwirtschaftsCenter Athen beobachtet die Situation und aktualisiert die Informationen nach wie vor laufend.

Inhalt


Aktuell & Wichtig

  • Starker Anstieg der täglichen Fallzahlen aufgrund Delta. Bislang jedoch kein wesentlicher Anstieg der Intensivpatienten und Todesfälle
  • Mit der vollständigen Öffnung des internationalen Reiseverkehrs am 14.5.2021 wurden nahezu alle Lockdown-Maßnahmen in Griechenland aufgehoben
  • Allgemeine Beschränkungen (Maskenpflicht innen, Social Distancing, Hygiene- und Testpflichten) bleiben weiterhin in Kraft
  • Praktisch alle Wirtschaftsaktivitäten wurden wieder hochgefahren
  • SMS-Bescheinigungspflichten und die nächtliche Ausgangssperre wurden gänzlich abgeschafft
  • Vereinzelte regionale Einschränkungsmaßnahmen (wie z.B. in Mykonos: nächtliche Ausgangssperre 1:00 bis 6:00 Uhr und generelles Musikverbot bis 26.7.2021) können nicht ausgeschlossen werden
  • Einzelhandel ist wieder frei und ohne vorheriger Terminvereinbarung „Click-Away“ oder „Click-in-a-Shop“ zugänglich. Es gilt die Grundregel: 1 Person je 16 m2
  • Die Gastronomie (im Außenbereich) ist bereits seit 3.5.2021 geöffnet. Für die Innenbereiche gilt ab 16.7.2021 85 % Kapazitätsauslastung und Eintritt nur für Geimpfte oder Genesene bzw. für ungeimpfte Kinder ab 12 Jahren nur mit Selbsttesterklärung der Eltern. Aktuell sind bis zu 10 Personen je Tisch gestattet. Innenräume von Restaurants in Hotels – insbesondere Ressorts – sind von den neuen Regeln in der Gastronomie nicht betroffen 
  • In Hotels sind keine Testpflichten vorgesehen
    Eintritt in Nachtklubs ist nur für Geimpfte oder Genesene (85% Kapazitätsauslastung, nur sitzende Gäste) gestattet. Kontrolle erfolgt über Covid Free GR App
  • Museen und archäologische Stätte, Kasinos, Spielhallen (OPAP Play), Kinos, Theater- und Konzertbühnen, Fitnessstudios, Sportanlagen im Freien (5x5), Wellnesszentren, Kinderspielplätze, Vergnügungsparks, Volksfeste (nur Sitzende), Straßenmärkte, Bars, Cateringbetriebe und Partnervermittlungsbüros sind offen
  • Fremdenführungen von Gruppen bis zu 20 Personen im Freien gestattet
  • Für organisierte Badestrände sind 120 Personen je 1.000 m2 Strandfläche gestattet
  • Hochzeiten und Taufen können mit bis zu 300 Personen im Freien stattfinden
  • Sportveranstaltungen mit Zuschauern (bis zu 80 % Kapazitätsauslastung) gestattet. Eintritt nur für Geimpfte oder Genesene bzw. für ungeimpfte Kinder nur mit Selbsttesterklärung der Eltern 
  • Überregionale Transfers sind wieder gestattet. Für Transfers vom Festland zu den Inseln (ausgenommen Euböa, Lefkada und Salamina) sowie zwischen Inseln gilt für alle Personen ab dem 12. Lebensjahr eine Testpflicht (72 Stunden PCR- oder 48 Stunden Schnelltest; für Personen 12-18 sowie für Transfers zwischen Inseln der selben regionalen Einheit gilt eine 24-Stunden-Selbsttesterklärung) oder 14 Tage Impfnachweis über alle vorgesehenen Teilimpfungen oder Nachweis über Genesung (30 Tage nach dem ersten positiven Test ausgestellt und bis zu 180 Tage danach gültig). Die griechische Küstenwache bzw. Fluggesellschaften sind zur Kontrolle verpflichtet. Jedenfalls ist beim Boarding auf Fähren diese Health Statement Form (bitte mit Chrome öffnen) auszufüllen. Von den Inseln zurück zum Festland gilt eine 24 Stunden Selbsttesterklärungspflicht. Für überregionale Transfers auf dem Festland gilt lediglich eine Selbsttestempfehlung
  • Messen und Konferenzen bleiben bis 31.8.2021 ausgesetzt
  • Home-Office im privaten Sektor zu 20 % verpflichtend
  • Im PKW / Taxi dürfen neben dem Fahrer noch höchstens 3 weitere Personen mitgenommen werden (ausgenommen minderjährige Kinder und Begleiter einer hilfsbedürftigen Person).
  • Alle Einreisende Personen ab dem 12. Lebensjahr (Land-, See- und Luftweg) müssen einen negativen PCR-Test oder Schnelltest vorlegen (Voraussetzungen: PCR-Test nicht älter als 72 Stunden bzw. Schnelltest nicht älter als 48 Stunden, ausgestellt von einem anerkannten Testlabor des Abreiselandes mit begleitender Diagnose, unter Nennung von Name, Adresse und Pass/Personalausweisnummer). Ausnahme: Für LKW-Lenker im internationalen Güterverkehr gilt lediglich eine Selbsttestpflicht
  • Alternativ zum PCR- bzw. Rapid-Test werden grundsätzlich auch sämtliche nationalen Impfzertifikate - u.a. der österreichische gelbe Impfpass (unter Nennung von Vor- und Nachname der einreisenden Person, Typ des erhaltenen Impfstoffs, Anzahl der erhaltenen Teilimpfungen, zudem müssen 14 Tage vor der Einreise alle vorgesehenen Teilimpfungen abgeschlossen sein) - von griechischer Seite akzeptiert. Ebenso werden auch Nachweise über eine überstandene Infektion (30 Tage nach dem ersten positiven Test ausgestellt und bis zu 180 Tage danach gültig) sowie das EU digital COVID certificate anerkannt
  • Die Registrierung über das PLF-Formular für Einreisende (spätestens am Tag vor der Abreise) bleibt weiterhin für alle aufrecht. Für griechische Staatsbürger und permanent in Griechenland lebende Personen ist die Passenger Locator Form auch für Ausreisen aus Griechenland erforderlich
  • Anhand des erhaltenen QR-Codes im PLF werden weiterhin gezielt stichprobenartige Schnelltests bei der Ankunft durchgeführt. Bei einem positiven Ergebnis gilt eine 10-tägige Quarantäne. Geimpfte Personen, die positiv getestet werden, treten eine vorübergehende Quarantäne von 7 Tagen an. In 35 Regionen des Landes wurden hierfür auch heuer spezielle Quarantänehotels eingerichtet. Die Kosten übernimmt der griechische Staat. Am letzten Tag der vorübergehenden Quarantäne ist ein PCR-Test obligatorisch. Bei Verstößen gegen die Quarantäne wird eine Verwaltungsstrafe von 5.000 Euro verhängt
  • Ab 1.6.2021 ist das „EU digital COVID certificate“ für Personen mit einer griechischen Sozialversicherungs- und Steuernnummer verfügbar und soll zeitnah auch für alle einreisenden EU-Bürger im PLF integriert werden
  • Für die Rückreise von Griechenland nach Österreich ist per 19.5.2021 weder für Geschäftsreisende noch für Touristen eine Quarantänepflicht vorgesehen. Ab 10.6.2021 ist auch keine Registrierung vorab mittels Pre-Travel-Clearance-Formulars mehr notwendig
  • Achtung: Für die Rückreise nach Österreich haben einzelne Fluglinien einen negativen PCR-Test oder Rapid-Test für die Mitnahme verlangt. Die Möglichkeit, ohne 3G-Nachweis nach Österreich zurück zu reisen, sich zu registrieren und innerhalb von 24 Stunden in Österreich einen Test durchführen, ist damit also de facto eingeschränkt. Es wird daher dringend eine vorherige Kontaktnahme mit der Fluglinie oder Reiseagentur empfohlen
  • Für die Unterstützung der Wirtschaft stehen seit Beginn der Pandemie umfassende Maßnahmen im Wert von mehr als 40 Milliarden Euro zur Verfügung
  • Impfprogramm läuft erfolgreich mit rund 80.000 Impfungen pro Tag. Die zugelassenen Impfstoffe (Pfizer, Moderna, AstraZeneca und Johnson&Johnson) stehen inzwischen für alle Altersgruppen 18+ frei zur Auswahl. Terminvereinbarungen erfolgen reibungslos über Online-Anmeldung auf der Plattform emvolio.gov.gr
  • Anreize für Impfungen: Soldaten erhalten fünf Tage zusätzlichen Urlaub. Für Jugendliche 18-25 wurde ein 150 Euro Reise-und Kultur-Voucher als Impf-Benefit eingeführt

Einreise und Reisebestimmungen

Erleichterung für GeimpfteErleichterung für GeneseneErleichterung für Getestete
JaJaJa

wenn 14 Tage vor der Abreise, je nach Impfstoff alle vorgesehenen Teilimpfungen erhalten (Voraussetzungen: nationales Impfzertifikat in englischer, deutscher, französischer, italienischer, spanischer, oder russischer Sprache, unter Nennung von Vor- und Nachname, wie im Reisepass angeführt, Typ des erhaltenen Impfstoffs,  Anzahl und Datum der erhaltenen Impfdosen) oder EU digital COVID certificate.

Anerkannte Impfstoffe: Pfizer BioNtech, Moderna, Astra Zeneca, Novavax, Johnson& Johnson, Sinovac, Sputnik, Cansino Biologics, Sinopharm
wenn Genesenenzertifikat 30 Tage nach dem ersten positiven Test ausgestellt wurde und bis zu 180 Tage danach gültig ist (Voraussetzungen: von einem anerkannten öffentlichen oder privaten Testlabor, in englischer, deutscher, französischer, italienischer, spanischer, oder russischer Sprache, unter Nennung von Vor- und Nachname, wie im Reisepass angeführt) oder EU digital COVID certificatenegativer PCR-Testoder Schnelltest (Voraussetzungen: PCR-Test nicht älter als 72 Stunden, unter Abnahme eines oropharyngealen oder nasopharyngealen Abstrichs durchgeführt, bzw. Rapid-Test nicht älter als 48 Stunden,  ausgestellt von einem anerkannten Testlabor des Abreiselandes mit begleitender Diagnose in englischer, deutscher, französischer, italienischer, spanischer, oder russischer Sprache, unter Nennung von Vor- und Nachname, wie im Reisepass angeführt) oder EU digital COVID certificate
  • Bitte informieren Sie sich vor und während Ihres Griechenland-Aufenthaltes über die aktuellen Reisehinweise
  • Weitere relevante Informationen erhalten Sie auf den Reisehinweisen des BMEIA für die jeweiligen Transitländer:
  • Derzeit ist die Einreise für Staatsangehörige aller EU Länder, der Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island sowie aus folgenden Drittländern gestattet: Vereinigtes Königreich, Australien, Neuseeland, Südkorea, China, Singapur, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Saudi-Arabien, Katar, Kuwait, Bahrain, Russland (nur mit PCR- und zusätzlichem Schnelltest bei Ankunft), Weißrussland, Ukraine, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Nordmazedonien, den Vereinigten Staaten von Amerika (USA), Kanada, Israel, Albanien, Japan, Libanon, Aserbaidschan, Armenien, Jordanien, Moldawien, Brunei und Kosovo
  • Für den internationalen Reiseverkehr sind alle internationalen Flughäfen, die Häfen von Patras, Igoumenitsa und Korfu (über Italien) sowie die Landesgrezübergänge Promachonas, Ormenio, Nymfea, Evzoni, Niki, Doirani, Kastanies, Kipi, Kristallopygi, Kakavia, Mavromati und Exochi (24/7) sowie Mertziani (zwischen 8:00 und 20:00 Uhr geöffnet

  • Kreuzfahrtschiffe und Sportboote (max. 49 Passagiere) dürfen Griechenland grundsätzlich wieder anlaufen. Es gelten die allgemeinen Einreisebestimmungen sowie die tagesaktuellen Sicherheitsinformationen über das NAVTEX-System
  • Für Einreisende aus Österreich ist die Einreise nach Griechenland ohne besondere Einschränkungen erlaubt. Voraussetzungen: Registrierung über PLF-Formular (spätestens am Tag vor der Abreise) und negativer PCR Test (72 Stunden) oder Schnelltest (48 Stunden) oder Impfzertifikat (14 Tage) oder Nachweis über Genesung (30 Tage nach dem ersten positiven Test ausgestellt und bis zu 180 Tage danach gültig) oder EU digital COVID certificate
  • Ein PCR-„Gurgeltest“ erfüllt die offiziellen Test-Anforderungen Griechenlands (unter Abnahme eines oropharyngealen oder nasopharyngealen Abstrichs durchgeführt) nicht. Dem AußenwirtschaftsCenter Athen liegen allerdings keine konkreten Informationen vor, wonach Personen aufgrund dieser Form des Getesteten-Nachweises zurückgewiesen wurden. Laut griechischer Gesetzgebung sind die Reiseveranstalter für die Kontrolle der benötigten Einreisedokumente verantwortlich. Im Zweifel müssen die Anweisungen der jeweiligen Flug- oder Fährgesellschaft befolgt werden. 
  • Folgende Punkte sind beim Ausfüllen des PLF-Formulars zu beachten:
    • bitte mit Chrome öffnen
    • ist spätestens 24 Stunden vor der Abreise gewissenhaft auszufüllen
    • eine Registrierung für die gesamte Familie ist unter „Reisebegleiter“ möglich, allerdings wird dringend empfohlen eine eigene Registrierung (über einen eigenen E-Mail Account) für jede Person, die nicht zum selben Haushalt gehört, durchzuführen
    • aus gegebenen Anlässen wird nachdrücklich empfohlen, genauestens zu überprüfen, ob alle Reisebegleiter im System erfasst sind. Im Zweifel am besten zusätzliche separate Registrierungen über jeweils eigene E-Mail Accounts durchführen 
    • die österreichischen Vertretungen in Griechenland (u.a. das AußenwirtschaftsCenter Athen) haben keinen Einfluss auf das Registrierungsverfahren. Reisende richten ihre Fragen bitte direkt an folgende Servicerufnummer: +30 215 5605151 (Mo. bis Fr., 9:00 Uhr bis 21:00 Uhr)
    • nach der erfolgten Registrierung erhalten Reisende ein Dokument mit dem QR-Code, der spätestens am Reisetag automatisiert per E-Mail zugesandt wird. Dieses Dokument wird bei der Einreise von Flug- und Fährgesellschaften beim Check-In/Boarding kontrolliert. Ausgedruckte Form des QR-Codes sollte mitgeführt werden. Kann bei der Einreise/Check In/Boarding kein Code vorgezeigt werden droht eine Geldstrafe von 500 Euro bzw. eine Zurückweisung.
    • auf Basis der Angaben im PLF errechnet ein Algorithmus, ob bei der jeweiligen Person ein zusätzlicher stichprobenartiger Schnelltest bei der Einreise durchgeführt wird oder nicht. Der Test ist gegebenenfalls kostenlos. Falls positiv befunden, gilt für die betroffene Person und evtl. Reisebegleiter eine 10-tägige Quarantäne. 
      Für vollständig geimpfte Personen, die positiv getestet werden, wird eine siebentägige Quarantäne angeordnet. Strafandrohung bei Verstößen gegen die Quarantäne 5.000 Euro. Griechenlandweit wurden in 35 Regionen Quarantänehotels eingerichtet. Die Kosten übernimmt der griechische Staat
    • für griechische Staatsbürger und dauerhaft in Griechenland ansässige Personen ist das PLF auch bei der Ausreise verpflichtend 
  • Kinder unter 12 Jahren müssen bei der Einreise keine Art von Gesundheitszeugnis vorlegen
  • Für die Rückreise von Griechenland nach Österreich ist ab 19.5.2021 weder für Geschäftsreisende noch für Touristen eine Quarantänepflicht vorgesehen. Voraussetzungen: negativer PCR-Test (72h) oder Antigen-Schnelltest (48h) oder ein national anerkanntes Impfzertifikat oder Nachweis über eine Genesung. Auch wenn nichts davon vorgewiesen werden kann, besteht laut österreichischer Einreiseverordnung die Möglichkeit für Ungeimpfte, Nicht-Genesene oder ungetestete Touristen aus EU- und EFTA Staaten einen Test (PCR oder Antigen) ohne Quarantäne innerhalb von 24 Stunden in Österreich nachzuholen. Eine elektronische PTC-Vorregistrierung ist seit 10.6.2021 für die Rückreise von Griechenland nach Österreich nicht mehr notwendig. Ausführliche Informationen und FAQs sind auf der Webseite des zuständigen Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz abrufbar

  • Individuelle abweichende Anforderungen einzelner Fluggesellschaften sind zu beachten. Eine vorherige Kontaktnahme mit der Fluglinie oder Reiseagentur wird dringend empfohlen


Regelungen für den Güterverkehr

  • Für den internationalen Güterverkehr (LKWs) sind die Grenzkontrollstellen Promachonas, Ormenio, Nymfea, Evzoni, Niki, Doirani, Kastanies, Kipi, Kristallopygi, Kakavia, Exochi und Mavromati (24/7) sowie Mertziani (8:00 bis 20:00 Uhr) geöffnet
  • LKW-Lenker sind von der Verpflichtung, bei der Einreise ein negatives PCR-oder Rapid-Testergebnis vorzeigen zu müssen, ausgenommen. Für diese gilt eine Selbsttestpflicht.
  • Lenker, die nach Griechenland einreisen, müssen ebenfalls das PLF-Formular (mit Chrome öffnen) ordnungsgemäß ausfüllen, um einen QR-Code zu erhalten. Es besteht jedoch die Ausnahme, dies jederzeit vor dem Ankunftsdatum erledigen zu können
  • Am 1.7.2020 erließ der griechische Zoll vorübergehende Maßnahmen zur Erleichterung des internationalen Gütertransports während der COVID-19-Pandemie, einschließlich einiger Bestimmungen über die Gültigkeit der Fahrzeugzulassungsbescheinigung für TIR-Vorgänge
  • Konkret können die Zollbehörden am Eingang, Ausgang oder Bestimmungsort die Fortsetzung des TIR-Transports gestatten, auch wenn die Gültigkeitsdauer abgelaufen ist
  • In diesem Fall muss der Inhaber nachweisen können, dass er bei der zuständigen Behörde seines Landes einen Antrag auf Erneuerung der Bescheinigung gestellt hat (z.B. per E-Mail, Brief, mit Bezug auf die Bescheinigung oder TIR-Karte)
  • Am 28.5.2020 gab die griechische Regierung bekannt, dass die Lockerung der Lenk- und Ruhezeitbestimmungen nach dem 31.5.2020 nicht mehr verlängert wird. Daher trat ab 1.6.2020 die Verordnung (EG) 561/2006 wieder in Kraft
  • Griechenland hat die multilateralen ADR-Abkommen M324 bezüglich Schulungsbescheinigungen und M325 bezüglich Wiederkehrende Prüfung von Tanks und Gefahrgutfahrzeugen unterzeichnet
  • Zur Erleichterung des Handels führte die Generalzolldirektion ab 20.3.2020 eine Reihe von Beschleunigungsmaßnahmen für die Zollabfertigung ein
  • Es bestehen keine expliziten Exportverbote

Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

  • Allgemeine Maskenpflicht ab dem 4. Lebensjahr in Innenbereichen, im ÖPNV und in Außenbereichen mit Menschengedränge (z.B. Bushaltestellen). Strafandrohung: 150 Euro
  • Social Distancing: 1,5 Meter
  • Derzeit offen: Alle wesentlichen Wirtschaftsaktivitäten u.a. Hotels, Gastronomie und Nachtklubs, Einzelhandel (1 Person je 16 m2), Museen und archäologische Stätte, Strände, ÖPNV (65 % Kapazitätsauslastung)
  • Derzeit noch geschlossen: Konferenzen und Messen
  • Im PKW/Taxi können neben dem Fahrer grundsätzlich bis zu drei weiteren erwachsenen Personen mitfahren (Flexibilität bei eigenen Kindern). 7-Sitzer bis zu fünf, 9-Sitzer bis zu sieben zusätzliche Personen. Reisebusse mit bis zu 85 % Kapazitätsauslastung. Fähren bis zu 80% (mit Kabinen 85%)
  • Die Durchführung von wöchentlichen Selbsttests und Meldung der Ergebnisse auf der Plattform self-testing.gov.gr ist für nicht vollständig geimpfte berufstätige Personen verpflichtend
  • Für bestimmte Berufsgruppen (v.a. im Gesundheitssektor) wurde eine Vakzinationspflicht eingeführt

Einschränkungen im und Auswirkungen auf den Tourismussektor:

  • Der Tourismussektor trägt jährlich ca. 20 % zum griechischen BIP bei. Mehr als 360.000 Dienstnehmer sind unmittelbar in diesem Bereich beschäftigt. 2019 besuchten Griechenland noch 34 Millionen Touristen. Die Einnahmen beliefen sich auf 18,2 Milliarden Euro 
  • Als Griechenland am 1.7.2020 ankündigte, wieder für den Tourismus zu öffnen, hatte man sich für das Gesamtjahr 8 Millionen Touristen zum Ziel gesetzt. Dieses Ziel wurde für 2020 mit insgesamt 7,4 Millionen Ankünften nicht erreicht. Die Einnahmen beliefen sich dabei auf lediglich 4,3 Milliarden Euro
  • Die Monate Juli, August und September machen in etwa 80 % des Gesamtumsatzes aus.
  • Der Anstieg der Fallzahlen ließ sich nur zu einem kleinen Teil auf die Öffnung für den Tourismus zurückführen 
  • Von rund 700.000 getesteten Personen ist man im vergangenen Jahr auf lediglich 2.700 positive Fälle gestoßen
  • Urlaubsförderprogramme für sozialversicherte Dienstnehmer und Arbeitslosengeldberechtigte sowie Vouchers für Bedienstete im Privatsektor im Gesamtwert von 127 Millionen Euro wurden zur Stärkung des Inlandstourismus der Saison 2020 und 2021 bereitgestellt
  • Per Ministererlass 1881/2020, veröffentlicht im Amtsblatt FEK B 2084 vom 30.5.2020, hat die griechische Regierung die genauen Sicherheits- und Hygieneprotokolle im Tourismusbereich definiert. Per Ministererlass 6632/2021, veröffentlicht im Amtsblatt FEK B 1632 vom 21.4.2021 wurden diese nun für die Sommersaison 2021 aktualisiert 
  • u.a. wurde die Zertifizierung „Health First“ für Tourismusbetriebe verpflichtend eingeführt.
  • Bei Nichteinhaltung der Protokolle belaufen sich die Strafandrohungen auf bis zu 5.000 Euro inkl. Betriebsaussetzung für bis zu 15 Tage 
  • Über die Visit Greece App werden Touristen entsprechend zu allen relevanten Hygieneprotokollen informiert
  • Für das Jahr 2021 rechnet der griechische Tourismusverband SETE mit 45% bis 50 % des Touristenaufkommens von 2019
  • Das Land konnte sich als erfolgreiche Sommerdestination positionieren. TUI erwartet, dass Griechenland 2021 erneut beliebtestes Reiseziel der Österreicher wird, AUA intensiviert Sommerflugplan
  • Der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis hat bei der EU Kommission einen Vorschlag für eine einheitliche digitalisierte Impfbescheinigung nach dem Vorbild der griechischen Bestätigung, die über das Regierungsportal gov.gr, geimpften Personen elektronisch ausgestellt wird, durchgebracht

Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

  • Premierminister Kyriakos Mitsotakis definierte am 1.6.2021 ein bereits vorangekündigtes umfassendes Unterstützungsprogramm für die Wiedereröffnung der Tourismusbetriebe in Höhe von insgesamt 420 Millionen Euro. Das Programm sieht im Detail nicht rückzahlbare Zuschüsse von 2,5% (für tourismusrelevante Dienstleistungsbetriebe) bis 5% (für Unterkunftsbetriebe) des steuerlich gemeldeten Jahresumsatzes und max. bis zu 400.000 Euro pro berechtigter UID Nummer vor. Förderberechtigte Tourismusbetriebe müssen im Jahr 2020 einen Umsatzrückgang von mindestens 30% im Vergleich zum Jahr 2019 nachweisen können
  • Finanzminister Christos Staikouras gab am 13.5.2021 bekannt, dass mit den vorangekündigten Maßnahmen für die Wiedereröffnung der Gastronomie- und Tourismusbetriebe sowie mit den verlängerten Unterstützungen an weiterhin geschlossene Wirtschaftsaktivitäten in den Monaten Mai und Juni sich die Gesamthilfen seit Beginn der Pandemie auf mehr als 40 Milliarden Euro summieren
  • Die bisher angekündigten Maßnahmen für 2021 betragen nun mehr als 18 Milliarden Euro. Im Budget ursprünglich vorgesehen waren 7,5 Milliarden Euro
  • Anfang April wurden weitere Sonderentschädigungen für per staatlicher Verordnung weiterhin geschlossene Unternehmen in den Monaten April und Mai angekündigt: 1.000 Euro für Unternehmen bis zu 5 Mitarbeiter, 2.000 Euro von 6 bis 20 Mitarbeiter und 4.000 Euro von 21 bis 50 Mitarbeiter. Rund 100.000 Empfangsberechtigte erhalten mehr als 130 Millionen Euro 
  • Ebenfalls wurde ein 330-Millionen-Euro-Unterstützungspaket für die Wiedereröffnung der Gastronomie geschnürt. Empfangsberechtigt sind Betriebe mit einem Umsatzrückgang 2020 von mindestens 30% gegenüber 2019. Diese erhalten einen Zuschuss von 7% ihres gemeldeten Umsatzes 2019. Der maximale Förderbetrag beläuft sich auf 100.000 Euro 
  • Premierminister Kyriakos Mitsotakis versprach zudem am 22.4.2021 fünf neue Unterstützungsmaßnahmen im Gesamtwert von umgerechnet 2,7 Milliarden Euro an:
    • die jährliche Steuervorauszahlung für Selbstständige wird ab 2021 von 100% auf 55% gesenkt
    • die jährliche Steuervorauszahlung für Unternehmen wird ab 2022 von 100% auf 80% gesenkt
    • die Körperschaftssteuer wird ab 2022 von 24% auf 22% gesenkt
    • die Sozialversicherungsbeiträge für Dienstnehmer im Privatsektor werden 2022 um weitere 3% gesenkt
    • die Solidaritätssteuer wird im Privatsektor auch für 2022 abgeschafft
  • Im vergangenen März hatte er bereits Maßnahmen im Wert von 2,2 Milliarden Euro angekündigt:
    • Rückwirkend gilt auch für die ersten drei Runden des Soforthilfekredits „rückzahlbare Vorauszahlung“, dass nur 50% rückzahlbar sein wird. 570 Millionen Euro
    • In der siebten und bisher letzten Runde der „rückzahlbaren Vorauszahlung“, welche bis 12.5.2021 verlängert wurde,  stand Unternehmen, die im Jänner-März 2021 einen Umsatzverlust gegenüber Jänner-März 2020 erleiden mussten, bis zu 1 Milliarde Euro zur Verfügung, wobei wieder lediglich 50% der Soforthilfe rückzahlbar war 
    • Rückzahlungen von Staatskrediten von bisher 40 auf 60 Raten erhöht und Gewährung eines 15% Discounts bei sofortiger Tilgung
    • Einführung eines neuen Fixkosten-Subventionsprogramms für 2020. Zuschüsse voraussichtlich in Form von Vouchers für zukünftige Steuerverpflichtungen zur Gegenrechnung von u.a. erbrachten Sozialversicherungsbeiträgen, Energie- Wasser-Telekommunikationskosten, Mieten, Betriebskosten, Kapitalkosten. 500 Millionen Euro
    • Einführung eines „Gefyra II“ Kreditzinszuschussprogramms für Unternehmenskredite, vor allem für KMUs und Selbstständige. Das Programm sieht die Subventionierung der monatlichen Raten von Unternehmenskrediten für acht Monate vor. Deckt sowohl Kapital, als auch Zinsen ab. Keine Obergrenze bezüglich Kredithöhe vorgesehen. 300 Millionen Euro

  • Im ursprünglichen Budget der griechischen Regierung sind für 2020 und 2021 insgesamt 59 Maßnahmen im Gesamtwert von 29,6 Milliarden Euro vorgesehen:
    • Rückzahlbare Vorauszahlung, nicht rückzahlbare Zuschüsse und sonstige gedeckte Sofortkredite (8,3 Mrd. Euro):
      • Rückzahlbare Vorauszahlung (bislang 7 Runden ausbezahlt, 8,1 Mrd. Euro). Soforthilfskredit mit einer Laufzeit von fünf Jahren, wobei im ersten Jahr keine Kreditverpflichtungen entstehen. Ab der dritten Runde (September 2020) sind auch Tourismusbetriebe inkludiert. Ab der vierten Runde (Dezember 2020) ist nur 50% rückzahlbar. Auch Selbstständige sind ab der vierten Runde qualifiziert
      • Nicht rückzahlbare Zuschüsse an kleine und sehr kleine Betriebe durch Organisationen der Kommunalen Selbstverwaltung (gr. OTA). Für 2021 sind 800 Mio. EUR budgetiert 
      • Gründungskapitalförderungsprogramm „TEPIX II“ wurde verlängert und umfasste 2020 768 Mio. EUR. Das Programm, welches sich hauptsächlich an KMUs richtete, bot bis zu 500.000 Euro mit einer 0%-Zins-Finanzierung für die ersten beiden Jahre und für 40% des geförderten Kapitalanteils für die Restlaufzeit des Kredits 
    • Öffentliche Investitionen (Investitionsprogramm, Gesundheitssystem, Einstellungen, ÖPNV, Werbekampagne Tourismus) inkl. Leverage (6,6 Mrd. Euro):
      • Erzielter Mehrwert von Finanzierungsinstrumenten, welche 2020 vom nationalen Investitionsprogramm mitfinanziert wurden (5,7 Mrd. Euro)
      • Außerordentliche Kostendeckungen (367 Mio. Euro) für die Unterstützung des nationalen Gesundheitssystems 2020 (Infrastruktur, Ausrüstung, Consumables).
      • Außerordentliche Kostendeckungen (292 Mio. Euro) des öffentlichen Sektors 2020 aufgrund Covid-19
      • Außerordentliche Einstellungen von Gesundheitspersonal (2020, 85 Mio. Euro und 2021, 131 Mio. Euro)
      • Personalneueinstellungen und Flottenerweiterung (Leasing) im ÖPNV aufgrund 65% Kapazitätsauslastung (2020, 4 Mio. Euro und 2021, 50 Mio. Euro)
      • Kostendeckung der Werbekampagne 2020 der Greek National Tourism Organization (23 Mio. Euro)
    • Sozialversicherungs-/Steuererleichterungen (Ermäßigungen, Deckungen, Stundungen im Gesamtwert von 6,6 Mrd. Euro):
      • Betroffene Selbstbeschäftige erhalten 2020 einen Discount auf die 100% Vorauszahlung ihrer Einkommenssteuer. Die genaue Höhe dieses Discounts wird anhand des tatsächlichen Umsatzverlustes berechnet (1,6 Mrd. Euro)
      • Staat übernimmt Sozialversicherungskosten betroffener Mitarbeiter für bis zu 45 Tage im Fall einer temporären Aussetzung ihrer Arbeitsverträge. Berechnet auf der Grundlage des Bruttogehalts, für den vorgesehenen Zeitraum der Einschränkungsmaßnahmen für die jeweils betroffenen NACE Codes (2020, 838 Mio. Euro und 2021, 246 Mio. Euro)
      • Sozialversicherungsbeiträge für Arbeitgeber und Arbeitnehmer im privaten Sektor werden für das Jahr 2021 um 3% von 39,7% auf 36,7% gesenkt (816 Mio. Euro).
      • Die Solidaritätssteuer für Arbeitnehmer, Selbständige und Landwirte im privaten Sektor wird für das Jahr 2021 abgeschafft (767 Mio. Euro)
      • Aufschiebung von Mehrwertsteuerverpflichtungen für Unternehmen, Selbstbeschäftigte und Freiberufler bis 30.4.2021 (Nettoeffekt: 570 Mio. Euro)
      • Förderprogramm für 100.000 neue Arbeitsplätze. Der Staat übernimmt für 6 Monate alle Sozialversicherungsbeiträge für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Unabhängig vom Gehalt und der Fachrichtung. Voraussetzung ist nur, dass keine Arbeitsplätze im Unternehmen abgebaut werden. Wenn ein Langzeitarbeitsloser eingestellt wird, wird seine Position mit weiteren 200 Euro pro Monat subventioniert (2020, 26 Mio. Euro und 2021, 322 Mio. Euro)
      • Aufschiebung laufender Sozialversicherungszahlungen für Unternehmen, Selbstbeschäftigte und Freiberufler (Nettoeffekt: 269 Mio. Euro)
      • Aufschiebung geregelter Ratenzahlungen 2020 für bestätigte Steuerverpflichtungen von Unternehmen, Selbstbeschäftigten, Dienstnehmern und Freiberuflern (251 Mio. Euro)
      • Aufschiebung geregelter Ratenzahlungen 2020 für bestätigte Sozialversicherungsverpflichtungen von Unternehmen, Selbstbeschäftigten und Freiberuflern (247 Mio. Euro)
      • Staat übernimmt 2020 Sozialversicherungskosten betroffener saisonal beschäftigter Mitarbeiter (240 Mio. Euro)
      • Aussetzung von Gemeindesteuerzahlungen 2020 für durch staatlicher Verordnung geschlossene Betriebe (160 Mio. Euro)
      • Gegenrechnung 25% mit zukünftigen Steuerverpflichtungen für fristgerecht erfolgte Zahlungen von Mehrwertsteuerverpflichtungen in den Monaten März und April 2020 (154 Mio. Euro) 
      • Betroffene Unternehmen und Mitarbeiter erhielten bei fristgerechter Zahlung von Steuer-, Sozialversicherungs- und sonstigen vereinbarten Ratenzahlungen an den Staat für die Monate März 2020 (fristgerecht bis 10.4.2020) und April 2020 (bis 30.4.2020) einen Discount von 25%. Diese Maßnahme wurde ab Mai 2020 nicht mehr fortgesetzt (101 Mio. Euro)
      • Staat übernimmt Sozialversicherungsbeiträge und Urlaubsgeld 2020 für Dienstgeber ganzjährig operativer Hotelbetriebe (23 Mio. Euro)
    • Maßnahmenpaket für Gehalts-/Einkommenseinbußen (monatliche Entschädigungen und Zuschüsse im Gesamtwert von 3,6 Mrd. Euro):
      • Mitarbeiter von Unternehmen, die ihren Betrieb vorübergehend einstellen müssen, erhalten eine monatliche Entschädigung von 534 Euro, bzw. einen jeweils analogen Betrag (18 Euro pro Tag) für den Zeitraum der temporären Aussetzung ihres Dienstverhältnisses (2020, 1,6 Mrd. Euro und 2021, 439 Mio. Euro)
      • Mitarbeiter von Unternehmen, die ihren Betrieb vorübergehend einstellen müssen, erhielten für den Monat November 2020 eine einmalige Entschädigung von 800 Euro, in welcher neben den sonst üblichen 534 Euro, auch eine Kostendeckung für den analogen Beitrag zum Weihnachtsgeld 2020 für den jeweiligen Zeitraum der temporären Aussetzung ihres Dienstverhältnisses, mit berechnet ist (215 Mio. Euro). Das griechische Finanzministerium hat einen entsprechenden Betrag von 301 Mio. Euro, voraussichtlich hinsichtlich des Ostergeldes 2021 budgetiert
      • Selbstständige, Kleinunternehmer (bis 20 Mitarbeiter) und Freiberufler erhalten eine monatliche Entschädigung von 534 Euro, bzw. einen jeweils analogen Betrag (18 Euro pro Tag) für den Zeitraum der temporären Einstellung ihrer Wirtschaftsaktivität im Jahr 2020 (495 Mio. Euro)
      • Saisonal Beschäftigte im Tourismusbereich erhielten eine monatliche Entschädigung von 534 Euro, bzw. einen jeweils analogen Betrag (18 Euro pro Tag) für den Zeitraum der temporären Aussetzung ihres Dienstverhältnisses im Jahr 2020 (208 Mio. Euro)
      • Staat übernahm, für den jeweiligen Zeitraum der temporären Aussetzung des Dienstverhältnisses für Mitarbeiter betroffener Betriebe, den analogen Anteil für die Auszahlung des Ostergeldes 2020 (130 Mio. Euro)
      • Ärzten, Rechtsanwälten, Ingenieuren, Steuerberatern, Forschern und sonstigen selbstständigen Akademikern wurde für April 2020 ein separater Zuschuss von 600 Euro pro Person im Rahmen eines Weiterbildungsprogramms zugesagt. Am 22.4.2020 wurde das Online-Weiterbildungsprogramm, aufgrund technischer Probleme, eingestellt. Akademiker, die ihren Tätigkeiten selbstständig nachgehen, erhielten dennoch bedingungslos diesen einmaligen 600-Euro-Zuschuss (103 Mio. Euro)
      • Bedienstete im öffentlichen Gesundheitssektor und dem Zivilschutz erhielten einen zusätzlichen Osterbonus 2020 in Höhe von etwa einem ½ Monatsgehalt (90 Mio. Euro)
    • Staatliche Garantien der griechischen Entwicklungsbank im Gesamtwert von 1,78 Mrd. Euro:
      • Der Garantiemechanismus des Entrepreneurial Funds der griechischen Entwicklungsbank generierte 2020 in zwei Runden insgesamt 6 Mrd. Euro an Kapital-Darlehen. Davon 1,78 Mrd. Euro. Garantien der griechischen Entwicklungsbank. Verteilung: 85% KMU, 15% Großunternehmen
    • Arbeitslosenhilfen im Gesamtwert von 1 Milliarde Euro:
      • Ausgelaufene Arbeitslosen- und Langzeitarbeitslosengelder werden um jeweils 2 Monate verlängert (2020, 770 Mio. Euro und 2021, 78 Mio. Euro)
      • Langzeitarbeitslose erhielten im Monat November 2020 einen einmaligen Zuschuss von 400 Euro (117 Mio. Euro) 
      • Arbeitslosengelder saisonal beschäftigter Dienstnehmer 2020 wurden verlängert (28 Mio. Euro)
    • Kreditzinszuschüsse (Immobilien- und Unternehmenskredite) im Gesamtwert von 567 Mio. Euro:
      • Immobilienkreditzinszuschussprogramm "Gefyra" für Hauptwohnungen Covid-19 betroffener Wohnkreditnehmer (2020, 108 Mio. Euro und 2021, 280 Mio. Euro)
      • Kreditzinszuschüsse für Covid-19 betroffene Unternehmenskreditnehmer, unter der Voraussetzung, dass alle Arbeitsplätze erhalten bleiben (179 Mio. Euro)
    • Reduzierte Mehrwertsteuer und sonstige Sonderabgaben im Gesamtwert von 291,7 Mio. Euro:
      • Seit dem 1.6.2020 gelten abgesenkte Mehrwertsteuersätze:
        • für Passagiertransporte von 24% auf 13% (148 Mio. Euro, bis 30.9.2021 verlängert)
        • für Kaffee und Softdrinks von 24% auf 13% (105 Mio. Euro, bis 30.9.2021 verlängert)
        • für Kinotickets von 24% auf 13% (17 Mio. Euro, bis 30.9.2021 verlängert)
        • für Tourismuspakete wird die Gewichtung der verrechneten Mehrwertsteuer 13%/24% von jeweils 80/20 auf 90/10 erhöht (2 Mio. Euro, bis 30.12.2021 verlängert)
        • für Hygieneprodukte (Masken, Handschuhe, Antiseptika, etc.) von 24% auf 6% (0,7 Mio. Euro, bis 31.12.2021 verlängert)
      • Der reduzierte Mehrwertsteuersatz für die Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos wird bis 30.6.2021 verlängert.
      • Aussetzung der Sonderabgabe auf Pay-TV Abonnements (2020, 5 Mio. Euro und 2021, 14 Mio. Euro)
    • Zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen im Primärsektor und Kulturbereich im Gesamtwert 200 Mio. Euro:
      • Zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen des griechischen Landwirtschaftsministeriums 2020 (150 Mio. Euro)
      • Zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen des griechischen Kulturministeriums 2020 (25 Mio. Euro)
      • Außerordentliche Unterstützungsmaßnahmen für Kinos, Theater und Live-Veranstalter (2020, 19 Mio. Euro und 2021, 6 Mio. Euro)
    • Mietreduktionen (40%/100%) inkl. entgangene Steuereinnahmen (181 Mio. Euro):
      • Für die Monate März und April 2020 bezahlten aufgrund von COVID-19 zwangsläufig geschlossene Betriebe nur 60% der Miete für ihre gewerblichen Immobilien. Diese Maßnahme wurde ab April 2020 auf alle betroffenen Unternehmen und ihre Mitarbeiter ausgedehnt, unabhängig davon, ob sie per staatlicher Verordnung schließen mussten oder nicht. Ebenfalls dazu berechtigt wurden Studenten, die außerhalb ihres permanenten Wohnorts studieren. Der Staat übernahm 50% der entgangenen Mieteinnahmen für Immobilienbesitzer bzw. konnten diese mit Steuerschulden oder zukünftigen Immobiliensteuerzahlungen gegengerechnet werden 
      • Im 2. Lockdown ab November 2020 wurde diese Maßnahme für die als COVID-19 betroffenen NACE-Codes reaktiviert. Für die Monate Jänner, Feber und März 2021 wurde die verpflichtende Mietreduktion für geschlossene Betriebe auf 100% erhöht und wird den Immobilienbesitzern bis zu 80% rückerstattet
      • Steuerentlastungen 2020 für Immobilienbesitzer, die verringerte Mieteinnahmen erhalten haben, bzw. Gegenrechnung mit zukünftigen Immobiliensteuerzahlungen (69 Mio. Euro)
      • Entgangene Steuereinnahmen 2021 aufgrund 40%/100% Miet-Discount für geschlossene Unternehmen (gewerbliche Immobilien), temporär ausgesetzte Dienstnehmer (Hauptwohnung) und Studenten (63 Mio. Euro)
      • 50% Rückerstattung an Immobilienbesitzer mit 40% verringerten Mieteinnahmen 2020 aufgrund Covid-19 (29 Mio. Euro)
      • Entgangene Mieteinnahmen der Public Properties Company (gr. ETAD) sowie von Organisationen der Kommunalen Selbstverwaltung (gr. OTA) durch 40%/100% Discount für Covid-19 betroffene Unternehmen (14 Mio. Euro)
      • Aufschiebung von Steuerverpflichtungen für Immobilieneigentümer, die reduzierte Mieteinnahmen erhalten haben (Nettoeffekt: 6 Mio. Euro)
    • Entschädigungen im Gesamtwert von 120 Mio. Euro:
      • an Passagierfährgesellschaften für verringerte Kapazitätsauslastung 50% bzw. 55% mit Kabinen (53 Mio. Euro)
      • an überregionale Reisebus- (KTEL) und Bahngesellschaften (TRAINOSE) für verringerte Kapazitätsauslastung 65% (49 Mio. Euro)
      • an Amateursportvereine (12 Mio. Euro)
      • an Fluggesellschaften (6 Mio. Euro)
    • Kurzarbeit-Programm "Syn-ergasia" (118 Mio. Euro):
      • Finanziert durch den EU-Fund SURE (100 Mio. Euro) 
      • Berechtigt sind alle Unternehmen unabhängig ihres NACE-Codes, die einen Umsatzverlust von mehr als 20% nachweisen können 
      • Betrifft sowohl fest angestellte Vollzeitmitarbeiter als auch saisonal beschäftigte Vollzeitmitarbeiter 
      • Der Arbeitgeber hat das Recht die Beschäftigungszeit auf bis zu 50% der Vollzeit zu reduzieren 
      • Die vollständige Deckung der Sozialversicherungskosten berechnet auf der Grundlage des vollen Bruttogehalts wird gewährleistet 
      • Der Staat steuert mindestens 60% des Restgehalts bei und jedenfalls so viel bis der Mindestlohn von derzeit 758,33 Euro erreicht wird 
      • Unter der strengen Voraussetzung des unveränderten Erhalts des bestehenden Arbeitsverhältnisses und verschärfte Kontrollen des Arbeitsinspektorats
      • Kostendeckung für die Auszahlung des Urlaubs- und Weihnachtsgelds (18 Mio. Euro)
    • Urlaubsförderprogramme/Vouchers im Gesamtwert von 127 Mio. Euro:
      • für sozialversicherte Dienstnehmer und Bedienstete im Privatsektor (2020, 20 Mio. Euro und 2021, 80 Mio. Euro)
      • für Arbeitslosengeldberechtigte (2020, 17 Mio. Euro und 2021, 10 Mio. Euro) 
    • Gewährung von „Sonderurlaub“ im Gesamtwert von 20 Mio. Euro:
      • für alle Berechtigten gilt, dass für jeden vierten „Sonderurlaubstag“ ein normaler Urlaubstag verrechnet wird
        • berufstätige Eltern mit Kindern bis 15 Jahre (parallel zu Schulschließungen, mindestens ein Elternteil oder abwechselnd)
        • Berufstätige, die als „Risikogruppe“ gelten (Lungen-, Herz-, Krebs-, Zucker-erkrankte, Schwangere sowie Personen mit einer Organtransplantation)
        • Berufstätige, die eine verpflichtende Quarantäne eingehen müssen

  • Der EU Recovery Fund stellt dem Land 19,4 Milliarden Euro an Direktzuschüssen und weitere 12,6 Milliarden Euro an Darlehen zur Verfügung:
    • Dies entspricht in etwa einem zweiten NSRF-Rahmenprogramm – allerdings ohne den strengen Auflagen und Memoranden der Gläubiger
    • Für die gezielte Verteilung wurde – wie auch bei der Bekämpfung der ersten Pandemiephase - eine Expertenkommission eingerichtet
    • Für die 12,6 Milliarden Euro an EU-Darlehen aus dem Aufbaufonds plant die Regierung keine zusätzlichen Staatsausgaben, sondern will die Mittel weiterreichen zur Finanzierung unternehmerischer Investitionen. Diese müssen mindestens zu 50% von Bankkrediten getragen werden, womit insgesamt ein Investitionsvolumen von 25 Milliarden Euro erreicht werden soll
    • Die Zuschüsse will die Regierung dagegen selbst ausgeben. Ziel ist, die Wachstumskraft der Unternehmen durch Projekte zur Digitalisierung kleiner Unternehmen und Forschungscluster mit Universitäten zu stärken. Daneben werden Förderprogramme für Umschulungen und Berufsausbildung angekündigt. Der an den Klimaschutz gebundene Teil soll etwa für die Anbindung der Inseln an das Stromnetz, digitale Verbrauchsmessung, die Erneuerung von Städten sowie den Schutz vor Überschwemmungen verwendet werden. Zudem sind Digitalisierungsprojekte für die öffentliche Verwaltung und die Justiz geplant
    • Man möchte in innovative Technologien und neue Sektoren mit erhöhtem Mehrwert investieren, R&D fördern, international wettbewerbsfähige Ökosysteme aufbauen, eine zirkulare net-zero-carbon Wirtschaft anstreben und Extroversion stäken, um erstmals auch einen Handelsbilanzüberschuss zu erzielen
    • Den Motor für die Erholung der Wirtschaft sollen 103 Infrastrukturprojekte mit Fokus auf PPP im Gesamtwert von 26 Mrd. Euro ermöglichen. Darunter befindet sich auch das 8 Mrd. Euro Tourismus-und Stadtentwicklungs- und Flagshipprojekt Hellenikon.
    • Start der Programme wird Mitte 2021 erwartet. Ein Großteil der Unterstützungen (rund 70%) soll in den ersten beiden Jahren erfolgen, die restlichen 30% bis Ende 2023
  • Zusätzliche Liquiditätsmaßnahmen: 
    • EIB garantierte Anleihen von 500 Mio. Euro in den nächsten 4 Jahren
    • „Save for Tourism“ Programm in Höhe von 600 Mio. Euro für Tourismussektor und Grüne Hotels
    • Der Anteil Griechenlands am EU MFR 2021-2027 liegt bei ca. 38 Mrd. Euro. Prioritäten: Digitalisierung, Energie, zirkulare Wirtschaft, Breitband Netzwerke, Bildung, Gesundheit und regionale Entwicklung
  • Hinzu kommen weitere Mittel aus dem Next Generation EU Fund (insgesamt >1 Billion Euro) gemeinsam mit MFR 2021-2027 (750 Mrd. Euro) das größte Konjunkturpaket, das jemals aus dem EU-Haushalt finanziert wurde. Auch hier liege die Prioritäten in einer grüneren, digitalisierten, widerstandsfähigeren, und fitteren EU für zukünftige Herausforderungen in die Post-Covid Ära
  • Für den großen Erfolg der Unterstützungsmaßmahmen spricht die Tatsache, dass die Anzahl der Unternehmensschließungen 2020 im Vergleich zum Wachstumsjahr 2019 um -22,7% zurückging
  • Jegliche Unternehmenshilfe ist bislang an die Voraussetzung gekoppelt, keinen Arbeitnehmer zu entlassen. Darauf ist der Erfolg zurückzuführen, dass bisher kein substantieller Anstieg der Arbeitslosigkeit registriert wurde

Weitere Information und Notfallnummern 

  • Die griechische Regierung hat eine Preisobergrenze für PCR-Tests (60 Euro) und Rapid-Tests (20 Euro) eingeführt
  • Großer Beitrag des Privatsektors: Mehr als 500 Intensivbetten, 900 Beatmungsgeräte, Millionen von Masken und Schutzkleidung wurden bereits durch Firmen, Stiftungen und Privatpersonen gespendet
  • Die österreichische Regierung hat auf Ansuchen Athens, Griechenland 181 Container für die Unterbringung von Migranten und Flüchtlingen sowie als mobile Gesundheitseinrichtungen zur Verfügung gestellt
  • 28 Flüchtlingslager wurden verstaatlicht
  • Überführungen von COVID-19- Toten ins Ausland sind seit 7.5.2020 unter strenger Einhaltung der entsprechenden Hygieneprotokolle gestattet
  • Die COVID-19-Referenzkrankenhäuser sind:
    • Krankenhaus „Sotiria“ in Athen, vertretungsweise Krankenhaus „Evangelismos“ in Athen
    • Militärkrankenhaus N.I.M.I.T.S. in Athen
    • Krankenhaus „Attikon“ in Athen, vertretungsweise Krankenhaus „Thriasion“ in Elefsina 
    • Universitätsklinik „Achepa“ in Thessaloniki, vertretungsweise Universitätsklinik Alexandroupoli und Krankenhaus „Mpodosakio“ in Ptolemaida 
    • Universitätsklinik Larisa, vertretungsweise Krankenhaus Lamia
    • Universitätsklinik „Panagia i voithia“ in Patras, vertretungsweise Universitätsklinik Ioannina“
    • Universitätsklinik Heraklion, vertretungsweise Krankenhaus „Aghios Georgios“ in Chania
  • PCR-Tests können gebührenpflichtig in nahezu allen Privatlabors durchgeführt werden.  Übersicht selektierter Testzentren in beliebten Urlaubsregionen
  • Die nationale Gesundheitsbehörde EODY hat folgende Notrufnummern eingerichtet:
    • 1135 und 1110 (24h-Hotlines; nur innerhalb Griechenlands anwählbar)
    • +30 210 521 2054
    • +30 210 521 2000
  • Das Tourismusministerium hat eine Hotline für Touristen, Geschäftsleute und Saisonarbeitskräfte unter der Rufnummer 1572 (nur innerhalb Griechenlands anwählbar) eingerichtet
  • Weiterführende Informationen und Internetlinks: