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Coronavirus: Situation in Griechenland

Aktuelle Lage und Info-Updates

Das AußenwirtschaftsCenter Athen informiert österreichische Unternehmen über Auswirkungen des neuartigen Coronavirus (COVID-19) auf Geschäftstätigkeit und Wirtschaft in Griechenland.

Stand: 22.2.2021

Aufgrund einer Reihe von Maßnahmen zur Eingrenzung der zweiten und evtl. dritten COVID-19-Welle kommt das öffentliche Leben in Griechenland teilweise wieder zum Erliegen.

Das AußenwirtschaftsCenter Athen beobachtet die Situation und aktualisiert die Informationen nach wie vor laufend.

Inhalt


Aktuell & Wichtig

  • Zuletzt gestiegene Anzahl an Neuinfektionen.
  • Gesundheitssystem besonders in Athen zunehmend unter Druck.
  • Vom 11.2.2021 bis vorerst 28.2.2021 wurde daher für die gesamte Attika-Region inkl. Inseln ein Gesamt-Lockdown eingeführt:
    • Ausgangssperre: Mo.-Fr., 21:00 bis 05:00 Uhr, Sa.-So., 18:00-05:00 Uhr
    • Home-Office im öffentlichen Sektor zum größtmöglichen Anteil, im Privatsektor mindestens zu 50% verpflichtend
    • Gestaffelter Arbeitsbeginn (Flexibilität bis zu 2 Stunden) im öffentlichen und privaten Sektor
    • Der gesamte Non-Food Einzelhandel sowie die meisten Dienstleistungsbetriebe (u.a. Friseur- und Schönheitssalons) müssen gänzlich schließen
    • Offen bleiben: Industrie, Verarbeitung, Großhandel, Gesundheitseinrichtungen, Baugewerbe, Transportdienstleister, Courierdienste, Hotels, Supermärkte, Minimärkte, Kioske, Lebensmittelfachgeschäfte, Wochenmärkte für frisches Obst und Gemüse, Apotheken, Pet Shops, Telekommunikationsfachhandel (nur für Reparaturen und der Zahlung von Rechnungen), Optiker und Hörgerätefachhändler (nur mit Termin), Perückenfachhandel, Agrarbedarf, Reinigungsdienste, Tankstellen, Kfz-Werkstätten und –Prüfstellen, Gastronomie (nur Delivery, Take Away und Drivethrough), E-Shops
    • Grundregeln: 1 Person je 25 m2, 2 Meter Abstand
    • Empfohlene Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 07:00-20:30 Uhr, Sa. 07:00-17:30, Sonntags geschlossen, ausgenommen für die Bearbeitung von Online-Bestellungen
    • Alle Bildungseinrichtungen ausgenommen Sonderschulen steigen wieder komplett auf Fernunterricht um
    • Sonderurlaub für Eltern von Kindern bis zur 9. Schulklasse
    • Gottesdienste finden ohne Gläubige statt. Religiöse Zeremonien (Hochzeiten, Taufen, Bestattungen) mit bis zu max. 9 Personen
  • Im Rahmen der „Akkordeon Strategie“ ist in den kommenden zwei Monaten (last mile) mit abwechselnden Lockerungen und Verschärfungen zu rechnen.
  • Weitere Lockdownmaßnahmen griechenlandweit in Kraft.
  • Per 21.2.2021 wurden drei Risikostufen eingeführt. Orange=Überwachung, Rot=erhöhte Gefahr und Dunkelrot=sehr hohe Gefahr.
  • Neben der Großmetropole Attika (Gesamt-Lockdown) sind weitere Ballungszentren u.a. Thessaloniki und Patras als „rot“ bzw. „dunkelrot“ eingestuft
  • in den roten bzw. dunkelroten Regionen gelten unterschiedliche verschärfte Lockdownmaßnahmen:
    • Risikolevel C – sehr hohe Gefahr: Attika, Achaia (Patras), Euböa (exkl. Skyros), Mykonos, Kalymnos, Evosmos-Kordelio (Thessaloniki):
      • Einzelhandel, außer Grundversorgung, komplett eingestellt
      • Alle Bildungseinrichtungen steigen auf Fernunterricht um (ausgenommen   Mykonos, nur Gymnasien und Lyzeen). Kindergärten und -Krippen geschlossen.
      • Transfers außerhalb der Gemeinde eingestellt, ausgenommen berufliche oder gesundheitliche Gründe
      • Kirchen geschlossen. Religiöse Zeremonien ohne Gläubige. Persönliche Gebete nicht gestattet.
      • Einheitliche Ausgangssperre zwischen 18:00 und 05:00 Uhr (gilt nur an Wochenden für Attika)
      • Homeoffice, wo technisch möglich. Mindestens jedoch zu 50% verpflichtend
      • In der Gastronomie nur „Take away“ möglich
    • Risikolevel B – erhöhte Gefahr: Thessaloniki, Chalkidiki, Kefallonia, Ileia (ausgenommen Gemeinde Andritsaina-Krestenon), Rethymno, Thassos, Agia und Tempi (Thessalien), Heraklion (Kreta), Korinth, Nemea, Argos, Mykene, Tanagra Theben, Pydna-Kolindros (Pieria, Zentralmakedonien), Karpathos und Zitsa (Ioannina):
      • einheitliche Ausgangssperre zwischen 18:00 und 05:00 Uhr, ausgenommen in Thessaloniki und Chalkidiki Mo.-Fr., 21:00 bis 05:00 Uhr, Sa.-So., 18:00 bis 05:00 Uhr
      • Non-Food-Einzelhandel mit „Click-Away“ (d.h. Abholung online bestellter Waren am Point of Sales nach SMS-Terminvereinbarung) geöffnet. Speziell für Textil-/Schuhgeschäfte und Buchhandlungen gilt „Click-in-a-Shop“ (d.h. im Geschäft nur nach vorheriger online Anmeldung und SMS-Terminvereinbarung). Grundregel: 1 Person je 25 m2.
      • Friseursalons, nur mit Termin. In Thessaloniki und Chalikidiki am Wochenende geschlossen
      • bis max. 9 Personen in Kirchen
      • Präsenzunterrichtsbetrieb für die Grund- und Mittelstufe (Kindergärten, Grundschulen und Gymnasien). Für die Oberstufe (Lyzeen) gilt Fernunterricht.
  • Griechenlandweit sind nach wie vor folgende einheitliche Maßnahmen in Kraft:
    • Maskenpflicht gilt überall, im Innen- und Außenbereich.
    • Für Transfers von und zum Arbeitsplatz (Bescheinigung Typ A1, einmalig vom Arbeitgeber auszufüllen). Im öffentlichen und privaten Sektor ist der Betrieb mit geringstmöglichem Personal physisch am Arbeitsplatz anwesend vorgesehen. Wo technisch möglich ist zu mindestens 50% Homeoffice bis 28.2.2021 verpflichtend.
    • Für sonstige erlaubte Ausgangszwecke (B1-B6) gilt eine SMS-Pflicht (1-6, Vorname, Nachname, Adresse, PLZ, Ort von griechischer Handynummer an kostenlose 5-stellige Nummer 13033):
      • B1 Apotheken- und Arztbesuche, wenn nach vorheriger Kommunikation empfohlen
      • B2 Lebensmitteleinkäufe und sonstige notwendige Beschaffungen, wenn diese nicht online getätigt werden können (jeweils gültig für max. zwei Stunden)
      • B3 Behördenbesuche oder Banktransaktionen, wenn diese nicht online getätigt werden können
      • B4 Hilfeleistung für bedürftigte Personen oder Begleitung des Ehepartners/Kindes zur Arbeit/Schule (mit PKW)
      • B5 Beerdigungen oder zur Gewährleistung des elterlichen Sorgerechts
      • B6 Sportaktivität oder Ausführung von Haustieren bzw. Fütterung von Streutieren in der Nähe des Wohnorts
    • Allgemeine Ausgangssperre zwischen 21:00 und 05:00 Uhr, ausgenommen sind gesundheitliche (SMS – B1) oder berufliche Zwecke (Bescheinigung A1) und die Ausführung von Haustieren (SMS – B6).
    • Falls man über keine griechische Handynummer verfügt ist die Mitführung eines Formulars bzw. einer handgeschriebenen Notiz mit folgenden Informationen verpflichtend: Name laut Reisepass, Adresse, Datum und Uhrzeit des Verlassens der Aufenthaltswohnung bzw. des Hotels, Grund der Bewegung (laut Code-System, siehe oben), Ziel der Bewegung, Unterschrift. Bei längerem Griechenland-Aufenthalt wird der Ankauf einer griechischen Prepaid-Sim-Karte empfohlen.
    • Überregionale Tranfers sind, ausgenommen aufgrund nachweislich unverschiebbaren gesundheitlichen oder beruflichen Verpflichtungen, untersagt. Die acht Regionalbezirke Attikas werden dabei als eine Region betrachtet. Einmaliger Transfer zum permanenten Wohnsitz ist gestattet (AADE-Steuernachweis erforderlich).
    • Im PKW/Taxi dürfen neben dem Fahrer noch höchstens 2 weitere Personen mitgenommen werden (ausgenommen minderjährige Kinder und Begleiter einer hilfsbedürftigen Person).
    • Für den Weg von und zum Flughafen/Hafen ist der Vorweis eines Flug-/Fährtickets und ein handschriftliches Schreiben mit der entsprechenden Begründung und Unterschrift ausreichend.
    • Personalausweis oder Reisepass ist immer mitzuführen.
    • Versammlungen sind grundsätzlich verboten. Demonstrationen bis max. 100 Personen unter strenger Einhaltung der Abstands- und Hygienemaßnahmen gestattet.
    • Für Universitäten, private Schülerhilfen und Sprachschulen gilt weiterhin Fernunterricht.
    • Gerichtsverfahren werden nur begrenzt – größtenteils ohne physischer Anwesenheit von Zeugen – durchgeführt.
    • Alle Sportveranstaltungen (ausgenommen der Super League 1 und 2, der Basketball, Water Polo und Volleyball League, sowie internationale Wettbewerbe, ohne Zuschauer) eingestellt. 
    • Jagen und Fischen ist in keinem Gebiet Griechenlands erlaubt.
  • In den „orangenen“ Regionen gelten neben den allgemeinen Maßnahmen zusätzlich:
    • Non-Food Einzelhandel, Friseur- und Kosmetiksalons, Diätzentren bleiben offen.
    • Gottesdienste mit bis maximal 50 Personen gestattet.
    • Sportwettenannahmestellen (OPAP) geöffnet. Davon ausgenommen sind Spielautomatenhallen (OPAP PLAY). 
  • Alle „non-essential“ Flüge bleiben auf nationaler Ebene eingestellt. Der nationale Flugverkehr ist nur für unbedingt notwendige Reisen gestattet (Rückkehr zum festen Wohnsitz, Familienzusammenführungen, berufliche Gründe, gesundheitliche Gründe). 
  • Der internationale Flugverkehr bleibt aufrecht. Die tatsächliche Durchführung von Flugverbindungen hängt jedoch von der Entscheidung der jeweiligen Fluggesellschaft ab.
  • Hotels dürfen weiterhin öffnen.
  • Alle Einreisende (Land-, See- und Luftweg) müssen einen negativen PCR-Test vorlegen (Voraussetzungen: Test nicht älter als 72 Stunden, ausgestellt von einem anerkannten Testlabor des Abreiselandes mit begleitender Diagnose in englischer Sprache unter Nennung von Name, Adresse und Pass/Personalausweisnummer). LKW-Lenker im internationalen Güterverkehr sind von der PCR-Testpflicht ausgenommen.
  • Die Registrierung über das PLF-Formular für Einreisende bleibt weiterhin für alle aufrecht. Für griechische Staatsbürger und permanent in Griechenland lebende Personen ist ab dem 10.11.2020  die Passenger Locator Form auch für Ausreisen aus Griechenland erforderlich.
  • Personen, die in jeglicher Weise (Land/Luft/See) bis 8.3.2021 nach Griechenland einreisen, müssen in eine 7-tägige Quarantäne an dem im PLF angegebenem Aufenthaltsort (zu Hause, Hotel etc.). Es sind hierbei keine Ausnahmen für Geschäftsreisende vorgesehen. Zudem wird bei der Ankunft stichprobenartig ein COVID-19 Schnelltest durchgeführt. Bei einem positiven Ergebnis kann man an der Grenze zurück gewiesen werden. Bei Verstößen gegen die Quarantänebestimmungen ist in der griechischen Verordnung eine Geldstrafe von 5.000 Euro vorgesehen. Nebenbei kann es auch strafrechtliche Konsequenzen haben.
  • Speziell für aus den UK Einreisende gilt bis 8.3.2021eine 7-tägige Quarantäne, die erst nach einem zusätzlichen negativen PCR-Test nach Ablauf des 7. Tages endet. Sollte der PCR-Test positiv sein verlängert sich die Quarantäne um weitere 14 Tage.
  • Für die Rückreise von Griechenland nach Österreich ist derzeit keine Quarantäne vorgesehen und es ist auch kein PCR-Test notwendig. Vor der Einreise nach Österreich ist jedoch eine elektronische Vorregistrierung (Pre Travel Clearance, kurz PTC) verpflichtend. Das elektronische PTC-Registrierungsformular finden Sie hier auf Deutsch und Englisch.
  • Für die Einreise von Griechenland nach Bulgarien ist ab 29.1.2021 ein negativer PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden) erforderlich. Davon ausgenommen sind: Transitreisende, Busfahrer im interenationalen Personenverkehr, LKW-Fahrer im internationalen Fracht- und Güterverkehr, Schiffs- und Flugbesatzungsmitglieder einschließlich Personen für die technische Wartung und Grenzgänger.
  • Die meisten Prognosen gehen von einer Rezession in Höhe von -9% für die griechische Wirtschaft im Gesamtjahr 2020 aus. Für 2021 wird ein Wachstum von bis zu +5% erwartet.
  • Für die Unterstützung der Wirtschaft stehen im ersten Quartal 2021 insgesamt 5,9 Milliarden Euro zur Verfügung:
    • es beginnt unverzüglich die sechste Runde des Soforthilfekredits „rückzahlbare Vorauszahlung“ in Höhe von 500 Millionen Euro, wobei lediglich 50% der Soforthlife rückzahlbar sein wird, unter der Voraussetzung, dass bis 31.7.2021 kein Arbeitnehmer entlassen wird. Eine weitere Runde von insgesamt 1 Milliarde Euro ist bereits für März angekündigt
    • bis März 2021 gilt für per staatlicher Verordnung geschlossene Regionen und Wirtschaftsaktivitäten eine verpflichtende Mietreduktion von 100% (wovon 80% der Staat beisteuern soll). Für betroffene Regionen und NACE-Codes, Arbeitnehmer und Studenten gilt weiterhin eine Mietreduktion von 40% 
    • der ermäßigte Mehrwertsteuersatz 13% wird für Passagiertransporte, Kaffee und Softdrinks sowie Kino- und Theatertickets bis 30.9.2021 verlängert. Für Tourismuspakete wird die Gewichtung der verrechneten Mehrwertsteuer 13%/24% von jeweils 80/20 auf 90/10 bis 31.12.2021 verlängert.
    • Mitarbeiter solcher Unternehmen, die ihren Betrieb vorübergehend einstellen müssen, erhalten weiterhin einen jeweils analogen Betrag von monatlich 534 Euro als Entschädigung
    • Ausgelaufene Arbeitslosengelder werden um jeweils 2 Monate verlängert
    • Sozialversicherungs-, Steuer- und sonstige Verpflichtungen werden bis April 2021 verschoben
  • Der Güterverkehr und alle unvermeidbaren beruflichen Aktivitäten zum Erhalt der Lieferketten sind von den Beschränkungen nicht betroffen.
  • Kurz vor Jahreswechsel wurden die ersten Impfungen in den Referenzkrankenhäusern durchgeführt. Vorrangig wurde medizinisches Personal und Hochrisikogruppen geimpft. Aktuell werden die Altersgruppen 75+ (Pfizer/Moderna) und 60-64 (Astra-Zeneca) geimpft.
  • Die griechische Regierung fährt parallel auch mit stichprobenartigen Massentests an der Gesamtbevölkerung fort. Bis zu 12.000 Tests pro Tag werden landesweit an den 386 eingerichteten Testzentren an symptomlose Personen durchgeführt. Anmeldungen erfolgen online unter testing.gov.gr

Einreise und Reisebestimmungen

  • Bitte informieren Sie sich vor und während Ihres Griechenland-Aufenthaltes über die aktuellen Reisehinweise.
  • Ab dem 11.11.2020 ist die Einreise nach Griechenland nur noch mit einer Bescheinigung über einen negativen PCR-Test eines anerkannten Testlabors aus dem Abreiseland mit begleitender Diagnose in englischer Sprache unter Nennung von Name, Adresse und Pass/Personalausweisnummer gestattet, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. 
  • Zusätzliche Schnelltests können bei der Ankunft durchgeführt werden.
  • Kinder unter 10 Jahren müssen kein Gesundheitszeugnis vorlegen.
  • Alle Personen, die bis zum 8.3.2021 nach Griechenland einreisen, müssen sich in eine siebentägige Quarantäne begeben, die im Passagierlokalisierungsformular (PLF) angegebenen Aufenthaltsort (z.B. Hotel) angetreten werden kann. Hiervon sind auch „essential travel“ Reisende nicht ausgenommen. Strafandrohung: 5.000 Euro. Falls der Aufenthalt in Griechenland kürzer als sieben Trage ist, gilt die Selbstisolierungspflicht entsprechend bis zum Zeitpunkt der Abreise.
  • Dem AußenwirtschaftsCenter Athen steht es leider nicht zu, hinsichtlich der 7-tätigen Quarantänepflicht, direkt Ausnahmegenehmigungen zu bewirken. In Fällen wo möglicherweise eine unbedingt notwendige Dienstreise zum Erhalt der Lieferkette (z.B. in der Lebensmittelindustrie) nachgewiesen werden kann, empfehlen wir österreichischen Unternehmen am besten direkt über ihren griechischen Kunden oder Handelspartner eine Quarantäne-Ausnahmebescheinigung (gr. ΒΕΒΑΙΩΣΗ ΕΞΑΙΡΕΣΗΣ ΚΑΡΑΝΤΙΝΑΣ) beim griechischen Generalsekretariat für Bürgerschutz zu beantragen.   
  • Einreisende aus Großbritannien müssen ebenfalls in eine 7-tägige Quarantäne und müssen nach Ablauf des 7. Tages einen weiteren PCR-Test durchführen. Die Quarantäne endet nur falls dieser negativ ist. Andernfalls wird sie um weitere 14 Tage verlängert. Transitreisende sind von dieser Bestimmung ausgenommen.
  • Derzeit ist die Einreise für Staatsangehörige aller EU Länder, der Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island sowie aus folgenden Drittländern gestattet: Vereinigtes Königreich, Australien, Neuseeland, Ruanda, Singapur, Südkorea, Thailand, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Russland und Israel. 
  • Für Flugreisende aus Russland gilt eine Obergrenze von 500 Flugreisenden pro Woche. 
  • Über das tatsächliche Flugangebot entscheiden die Fluggesellschaften.
  • Bei der Einreise nach Griechenland am Land-, See- oder Luftweg ist mindestens 24 Stunden vorher ein Passenger Locator Formular (PLF) auszufüllen. Für griechische Staatsbürger und dauerhaft in Griechenland ansässige Personen ist das PLF auch bei der Ausreise verpflichtend.
  • PLF ist in der App Visit Greece und unter travel.gov.gr (mit Chrome öffnen) zu finden.
  • Eine Registrierung für die gesamte Familie ist möglich, allerdings wird dringend empfohlen eine eigene Registrierung für jede Person durchzuführen.
  • Es wird auch angeraten, die Registrierung gewissenhaft vorzunehmen, da Fluglinien gegebenenfalls bei fehlerhaften Registrierungen (fehlerhafte Flugnummern, Passnummern, Namen etc.) einen Check-In verweigern.
  • Achtung: Es kommt bei der Registrierung vermehrt zu Problemen, weil die Eingabe der Passnummer teils unvollständig ist: Die Passnummer muss auch den vorangestellten Buchstaben enthalten.
  • Die österreichischen Vertretungen in Griechenland haben keinen Einfluss auf das Registrierungsverfahren. Reisende richten ihre Fragen bitte direkt an die zuständigen griechischen Behörden. Die griechischen Behörden haben dafür folgende Servicerufnummern Mo bis Fr (9:00 Uhr bis 21:00 Uhr eingerichtet: +30 215 5605151, +30 2131510932).
  • Der QR-Code, der bei der Registrierung ausgestellt und in automatisierter Form per E-Mail zugesandt wird, ist bei der Ein- bzw. Ausreise vorzuzeigen. Einige Flug- und Fährgesellschaften verlangen die Vorlage des QR-Codes teilweise beim Check-In/Boarding.
  • Ein Verstoß wird mit einer Geldstrafe von 500 Euro bzw. Abweisung geahndet.
  • Auf Basis der Angaben errechnet ein Algorithmus, ob bei der jeweiligen Person ein zusätzlicher stichprobenartiger Test bei der Einreise durchgeführt wird oder nicht. Der Test ist gegebenenfalls kostenlos. Eigene mitgebrachte Schnelltests werden nicht akzeptiert.
  • Die Anzahl der durchgeführten PCR-Tests pro Tag wurde zuletzt auf bis zu 25.000 pro Tag aufgestockt. Zudem werden bis zu 25.000 Schnelltests pro Tag durchgeführt. Es ist daher grundsätzlich mit einer erhöhten Test-Wahrscheinlichkeit auch für Einreisende aus Österreich zu rechnen, wobei die zuletzt beobachtete Fluktuation der getesteten Passagiere am Flughafen Athen signifikant ist.
  • Stichprobenartig getesteten Passagieren ist eine Weiterreise zum im PLF angegebenen Bestimmungsort erlaubt.
  • Benachrichtigt wird man nur falls der Test positiv ist. In diesem Fall wird empfohlen, sich bei der Rezeption des Hotels, der Reiseagentur, Reiseleitung zu melden, um die weitere Vorgangsweise zu besprechen. In der Regel wird man dann geortet und für 14 Tage unter Quarantäne gestellt. Enge Kontakte des bestätigten Infektionsfalls werden ebenfalls in eine separate Qurantäneunterkunft verlegt. Es wurden hierfür „Quarantänehotels“ in allen Regionen des Landes bestimmt. Die Kosten übernimmt der griechische Staat.
  • Eine Verletzung der Quarantäne wird mit einer Geldstrafe von 5.000 Euro geahndet. Darüber hinaus sind weitere strafrechtliche Konsequenzen nicht ausgeschlossen.
  • Flugverbindungen mit der Türkei sind bis auf weiteres ausgesetzt.
  • Die Einreise über den Landweg ist nur über den Grenzübergang Promachonas (Bulgarien) ungehindert möglich.
  • Die Einreise über Albanien (Kakavia), Normazedonien (Evzoni), Türkei (Kipi) und einen weiteren Grenzübergang zu Bulgarien (Nymfea) ist nur für „essential travel“ (unbedingt erforderliche berufliche und medizinische Reisen, welche durch entsprechenden Dokumente belegt sind) gestattet und ausschließlich zwischen 07:00 und 23:00 Uhr möglich. Der Grenzübergang Krystallopigi an der Grenze zu Albanien bleibt geschlossen.
  • Trotz bestehender PCR-Testpflicht werden zunehmend zusätzliche stichprobenartige Rapid-Tests an den Landesgrenzen durchgeführt. Positiv getesteten Personen wird die Einreise verweigert.
  •  Unter „essential travel“ wird in Bezug zur Einreise über den Landweg u.a. die Durchreise von LKW zum Zwecke des Warentransports sowie die Einreise von Personen für absolut notwendige Geschäftsreisen (muss dokumentiert und von der griechischen Grenzpolizei vorab genehmigt werden) verstanden.
  • Personen die aus dringenden geschäftlichen Zwecken (essential travel) über den Landweg ins Land einreisen und anschließend ausreisen, dürfen das griechische Hoheitsgebiet nicht wieder betreten.
  • Reisende, die aus Albanien (Grenzübergang Kakavia) nach Griechenland einreisen, müssen ebenfalls für 7 Tage in häusliche Quarantäne. Darüber hinaus dürfen diese Grenzübergänge nur noch 750 Personen pro Tag passieren.
  • Die Türkei hat bereits seit 18.3.2020 ihre Grenze zu Griechenland geschlossen. Die Einreise aus der Türkei ist nur noch griechischen Staatsangehörigen und Personen mit Aufenthaltsgenehmigung bzw. permanentem Wohnsitz in Griechenland gestattet.
  • Für Ausreisende sind alle genannten Grenzübergänge ohne weiteren Auflagen offen, unabhängig davon ob „essential travel“ vorliegt oder nicht. 
  • Für die Einreise von Griechenland nach Bulgarien gilt seit 29.1.2021 eine PCR-Testpflicht. Transitreisende sind davon nicht betroffen.
  • Für die Rückreise von Griechenland nach Österreich ist eine elektronische Vorregistrierung (PTC) verpflichtend. Es ist jedoch weder ein negativer PCR-Test noch eine 10-tägige Quarantäne notwendig.
  • Weitere Informationen erhalten Sie auf den Reisehinweisen des BMEIA für die jeweiligen Transitländer:
  • Ankünfte auf dem Seeweg sind nur an den Häfen von Patras, Korfu und Igoumenitsa erlaubt. Über das tatsächliche Angebot entscheiden die Fährgesellschaften. Der Passagierfährverkehr mit Italien ist möglich. Erkundigen Sie sich bitte vor Reiseantritt auf den Webseiten der österr. Vertretungsbehörden in Italien über die Einreisebestimmungen nach Italien.
  • Erfolgt die Rückreise aus Griechenland über Italien nach Österreich, so ist zu beachten, dass seitens der italienischen Behörden ebenfalls ein negatives Testergebnis verlangt wird. Der Test muss entweder bei der Einreise vorgelegt werden oder ist binnen 48 Stunden danach durchzuführen sowie die Einreise der lokalen Gesundheitsbehörde zu melden. Laut italienischem Außenministerium besteht jedoch eine Ausnahme für Durchreisende mit Privat-KFZ, welche sich maximal 36 Stunden in Italien aufhalten (siehe FAQ ital. Außenministerium).
  • Mit Albanien und der Türkei ist der Passagierfährverkehr bis auf weiteres ausgesetzt. Eventuell verkehrende Fähren dienen dort ausschließlich dem Warentransport (LKW). 
  • Die nationalen Fährverbindungen sind derzeit nur eingeschränkt aufrecht: Arbeitsweg, gesundheitliche Gründe, Hilfeleistungen für Menschen in Not, Beerdigungen, Fahrt zum Wohnsitz oder zu einer öffentlichen Behörde. Es gelten: maximale Kapazitätsauslastung von 50% bis max. 55%, Temperaturmessung, Ausfüllen eines Gesundheitsbogens, Einhaltung Distanzregeln, Benutzung der Kabine bis max. 1 Person (ausgenommen Familien), Maskenpflicht und bestimmte Betriebsregeln fürs Bordrestaurant. 
  • Das Ein- und Auslaufen von Privatbooten und Berufs- bzw. Touristenschiffen (unabhängig deren Flagge) ist bis auf weiteres verboten.
  • Kreuzfahrtschiffe dürfen griechische Häfen derzeit nicht anlaufen.


Regelungen für den Güterverkehr

  • Für den Güterverkehr sind die Grenzkontrollstellen Promachonas, Kakavia, Evzones, Nymfaia, Ormeni, Kipi und Exochi 24/7 offen.
  • Der Grenzübergang Krystallopigi (Albanien) ist derzeit auch für den Güterverkehr geschlossen.
  • Αuch für Mitarbeiter internationaler Transportunternehmen gilt bis vorerst 8.3.2021 eine 7-tägige Quarantäne am Bestimmungsort. Insofern innerhalb der einwöchigen Frist ein internationaler Folgeauftrag vorliegt, wird die Quarantänepflicht jedoch aufgehoben.
  • Speziell für den Grenzübergang Exochi (Bulgarien) dürfen nur Fahrzeuge mit einem Passagier einreisen.
  • An der Grenze zur Türkei ist mit verschärften Kontrollen und längeren Wartezeiten zu rechnen.
  • LKW-Lenker sind von der Verpflichtung, bei der Einreise ein negatives PCR-Testergebnis vorzeigen zu müssen, ausgenommen.
  • Lenker, die nach Griechenland einreisen, müssen aber ebenfalls das PLF-Formular (mit Chrome öffnen) ordnungsgemäß ausfüllen, um einen QR-Code zu erhalten. Es besteht jedoch die Ausnahme, dies jederzeit vor dem Ankunftsdatum erledigen zu können.
  • Am 1.7.2020 erließ der griechische Zoll vorübergehende Maßnahmen zur Erleichterung des internationalen Gütertransports während der COVID-19-Pandemie, einschließlich einiger Bestimmungen über die Gültigkeit der Fahrzeugzulassungsbescheinigung für TIR-Vorgänge.
  • Konkret können die Zollbehörden am Eingang, Ausgang oder Bestimmungsort die Fortsetzung des TIR-Transports gestatten, auch wenn die Gültigkeitsdauer abgelaufen ist.
  • In diesem Fall muss der Inhaber nachweisen können, dass er bei der zuständigen Behörde seines Landes einen Antrag auf Erneuerung der Bescheinigung gestellt hat (z.B. per E-Mail, Brief, mit Bezug auf die Bescheinigung oder TIR-Karte).
  • Am 28.5.2020 gab die griechische Regierung bekannt, dass die Lockerung der Lenk- und Ruhezeitbestimmungen nach dem 31.5.2020 nicht mehr verlängert wird. Daher trat ab 1.6.2020 die Verordnung (EG) 561/2006 wieder in Kraft.
  • Griechenland hat die multilateralen ADR-Abkommen M324 bezüglich Schulungsbescheinigungen und M325 bezüglich Wiederkehrende Prüfung von Tanks und Gefahrgutfahrzeugen unterzeichnet.
  • Zur Erleichterung des Handels führte die Generalzolldirektion ab 20.3.2020 eine Reihe von Beschleunigungsmaßnahmen für die Zollabfertigung ein.
  • Es bestehen keine expliziten Exportverbote.

Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

Das AußenwirtschaftsCenter Athen hat eine Übersicht aller geltenden Schutzmaßnahmen im Geschäftsleben und Alltag zusammengestellt:

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© AußenwirtschaftsCenter Athen Griechenland: Übersicht der geltenden Schutzmaßnahmen im Geschäftsleben und Alltag
  • Nach Angaben des griechischen Bürgerschutzministeriums wurden seit Beginn der Pandemie rund 52 Millionen Euro an Geldstrafen verhängt. Bei Nichteinhaltung der jeweils geltenden Maßnahmen kommt grundsätzlich folgender Strafenkatalog zum Einsatz:
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© AußenwirtschaftsCenter Athen Griechenland: Covid-19 Strafenkatalog
  • Einschränkungen im und Auswirkungen auf den Tourismussektor:
    • Der Tourismussektor trägt jährlich ca. 20% zum griechischen BIP bei. Mehr als 360.000 Dienstnehmer sind unmittelbar in diesem Bereich beschäftigt. 2019 besuchten Griechenland noch 34 Millionen Touristen. Die Einnahmen beliefen sich auf 18,2 Milliarden Euro.
    • Das Vorjahresniveau an Touristenankünften konnte im ersten Quartal 2020 gehalten werden (1,8 Millionen).
    • Als Griechenland am 1.7.2020 ankündigte, wieder für den Tourismus zu öffnen, hatte man sich für das Gesamtjahr 8 Millionen Touristen zum Ziel gesetzt.
    • Die Monate Juli, August und September machen in etwa 80% des Gesamtumsatzes aus.
    • Nach Angaben des griechischen Bürgerschutzministeriums wurden im Zeitraum vom 1.7.2020 bis 1.11.2020 5,2 Millionen Einreisende registriert. 
    • Der aktuelle Anstieg der Fallzahlen lässt sich nur zu einem kleinen Teil auf die Öffnung für den Tourismus zurückführen.
    • Von bislang rund 725.386 getesteten Personen ist man auf lediglich 2.427 positive Fälle gestoßen.
    • Urlaubsförderprogramme für sozialversicherte Dienstnehmer sowie Vouchers für Bedienstete im Privatsektor im Gesamtwert von 30 Millionen Euro wurden zur Stärkung des Inlandstourismus der Saison 2020. Diese Förderprogramme liefen noch bis Jahresende.
    • Per Ministererlass 1881/29.5.2020, veröffentlicht im Amtsblatt FEK B 2084 vom 30.5.2020, hat die griechische Regierung die genauen Sicherheits- und Hygieneprotokolle im Tourismusbereich definiert.
    • u.a. wurde die Zertifizierung „Health First“ für Tourismusbetriebe eingeführt.
    • Bei Nichteinhaltung der Protokolle belaufen sich die Strafandrohungen auf bis zu 5.000 Euro inkl. Betriebsaussetzung für bis zu 15 Tage.
    • Über die Visit Greece App werden Touristen entsprechend zu allen relevanten Hygieneprotokollen informiert.
    • Für das Jahr 2021 rechnet der griechische Tourismusverband SETE mit 50% des Touristenaufkommens von 2019

Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

  • Grundsätzlich wurden alle Unterstützungsmaßnahmen des letzten Frühlings (Soforthilfekredite, reduzierte Mieten, Sonderurlaub, Aufschiebung der Steuer-und Sozialversicherungsverpflichtungen) sukzessive wieder eingeführt und verlängert.  
  • Für das erste Quartal 2021 kündigte der griechische Finanzminister 5,9 Milliarden Euro an:
    • Soforthilfskredite: es beginnt unverzüglich die sechste Runde des Soforthilfekredits „rückzahlbare Vorauszahlung“. Im Februar stehen 500 Millionen Euro zur Verfügung. Eine weitere Runde von insgesamt 1 Milliarde Euro ist bereits für März angekündigt. Lediglich 50% der Soforthilfe wird rückzahlbar sein, unter der Voraussetzung, dass bis 31.7.2021 kein Arbeitnehmer entlassen wird. Für Jänner 2021 läuft noch bis 8.2.2021 die fünfte Antragsrunde (insgesamt voraussichtlich 1,5 Milliarden Euro). Damit werden sich die Soforthilfen für die ersten bislang fünf Runden auf insgesamt 6,8 Milliarden Euro belaufen.
    • Mietreduktionen: bis zu 100% für Regionen und Wirtschaftsaktivitäten, welche per staatlicher Verordnung von Jänner bis März 2021 schließen müssen. Der Staat steuert bis zu 80% bei. Für betroffene Regionen, NACE-Codes, Arbeitnehmer und Studenten gilt weiterhin eine Mietreduktion von 40%. 
    • Ermäßigte Mehrwertsteuersätze: gelten u.a. für Passagiertransporte, Kaffee und Softdrinks sowie Kino- und Theatertickets (bis 30.9.2021) und Tourismuspakete (bis 31.12.2021).
    • Monatliche Entschädigung: Mitarbeiter von Unternehmen, die ihren Betrieb vorübergehend einstellen müssen, erhalten weiterhin einen jeweils analogen Betrag von monatlich 534 Euro
    • Verlängerung von Arbeitslosengeldern: Ausgelaufene Arbeitslosengelder werden um jeweils 2 Monate verlängert
    • Aufschiebung von Verpflichtungen: Sozialversicherungs-, Steuer- und sonstige Verpflichtungen werden bis April 2021 verschoben
  • Im Budgetentwurf der Regierung sind für 2020 und 2021 insgesamt 59 Maßnahmen im Gesamtwert von 24,1 Milliarden Euro vorgesehen.
  • Am 12.9.2020 kündigte Premierminister Kyriakos Mitsotakis in Thessaloniki 12 dieser Maßnahmen an:
    • Die Sozialversicherungsbeiträge für Arbeitgeber und Arbeitnehmer im privaten Sektor werden für das Jahr 2021 von 39,7% auf 36,7% gesenkt.
    • Die Solidaritätssteuer für Arbeitnehmer, Selbständige und Landwirte im privaten Sektor wird für das Jahr 2021 abgeschafft.
    • Förderprogramm für 100.000 neue Arbeitsplätze. Der Staat übernimmt für 6 Monate alle Sozialversicherungsbeiträge für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Unabhängig vom Gehalt und der Fachrichtung. Voraussetzung ist nur, dass keine Arbeitsplätze im Unternehmen abgebaut werden. Wenn ein Langzeitarbeitsloser eingestellt wird, wird seine Position mit weiteren 200 Euro pro Monat subventioniert.
    • Kurzarbeitprogramm „Syn-Ergasia“ wird verlängert und um die Bereiche Catering, Tourismus, Transport und Verkehr, Sport und Kultur erweitert. Fremdenführer und Künstler werden hinzugefügt.
    • Die dritte Runde des Sofortkredits „rückzahlbare Vorauszahlung“ stellte in der zweiten Septemberhälfte 1,5 Milliarden Euro bereit. Eine vierte Runde folgte im November und Dezember mit insgesamt bis 2,2 Milliarden Euro. Eine fünfte Runde stellte im Jänner 2021 weitere 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Die sechste und siebte Runde werden im Feber und März 2021 voraussichtlich weitere 1,5 Milliarden Euro bereitstellen. Eine Erweiterung des nicht rückzahlbaren Anteils ist im Gespräch. 
    • Überabschreibungen von 200% für digitale und grüne Investitionen in den Jahren 2021-2023
    • Rückwirkende Pensionszahlungen in Höhe von 1,4 Milliarden Euro (nach Entscheidung des obersten Gerichtshofs bzgl. ungerecht befundener Kürzungen 2015-2016)
    • Abschaffung der Immobiliensteuer „ENFIA“ auf 26 kleinen Inseln u.a. Kastelorizo und Gavdos
    • Aufschub von Sozialversicherungs- und Steuerverpflichtungen der in der ersten und zweiten Phase der Pandemie betroffenen Sektoren bis April 2021
    • Ermäßigte Mehrwertsteuersätze auf Transport, Kaffee, alkoholfreie Getränke, Kinotickets und touristische Pauschalpakete werden bis April 2021 verlängert
    • Zwangsversteigerungen von Erstwohnungen schutzbedürftiger Haushalte werden bis Ende 2020 eingestellt
    • Abgelaufene Arbeitslosenunterstützungen werden um zwei Monate verlängert
  • Wirtschaftsaussichten: Der IWF geht für 2020 von -10,0% und für 2021 von +5,1% aus.
  • Die Arbeitslosigkeit soll auf bis zu 22,3% bzw. 19,0% steigen.
  • Die EU-Kommission prognostiziert in ihrem Autumn-Forecast für 2020 einen Rückgang der griechischen Wirtschaft um -9,0% und für 2021 einen Anstieg von +5.0%. 
  • Die Nationalbank korrigierte zuletzt ihre Prognose für die Rezession der griechischen Wirtschaft 2020 nach oben und erwartet nun mehr als -7,9%.
  • Im Flash Estimate für das 3. Quartal 2020 geht die nationale Statistikbehörde ELSTAT von einem BIP-Rückgang in Höhe von -11,7% gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs aus. Im 2. Quartal betrug die Rezession -15,2%.
  • Die Rezession der griechischen Wirtschaft in 2020 dürfte sich besonders im Rückgang des Tourismussektors (20% des BIP) widerspiegeln.
  • Für 2021 wird eine Erholung der griechischen Wirtschaft erwartet. Der Aufschwung sollte neben dem Tourismus auch auf branchenübergreifendem Privatkonsum und Unternehmensinvestitionen basieren.
  • Die Industrieproduktion wird 2020 voraussichtlich um -4,1% zurückgehen.
  • Als Folge der EU-Gipfeltreffen-Entscheidung vom 17. bis 21.7.2020 erhält Griechenland insgesamt 70 Milliarden Euro, um die Folgen der Corona-Pandemie zu bewältigen.
  • Bislang belaufen sich die angekündigten Unterstützungsmaßnahmen auf 17,8 Milliarden Euro. Der erzielte Mehrwert dieser Maßnahmen wird mit 20 Milliarden Euro beziffert. Inklusive der verfügbaren EU Fördermittel belaufen sich die Unterstützungsmaßnahmen auf insgesamt rund 38 Milliarden Euro.
  • Der EU Recovery Fund stellt dem Land 19,4 Milliarden Euro an Direktzuschüssen und weitere 12,6 Milliarden Euro an Darlehen zur Verfügung. Dies entspricht in etwa einem zweiten NSRF-Rahmenprogramm – allerdings ohne den strengen Auflagen und Memoranden der Gläubiger.
  • Für die gezielte Verteilung wurde – wie auch bei der Bekämpfung der ersten Pandemiephase - eine Expertenkommission eingerichtet.
  • Für die 12,6 Milliarden Euro an EU-Darlehen aus dem Aufbaufonds plant die Regierung keine zusätzlichen Staatsausgaben, sondern will die Mittel weiterreichen zur Finanzierung unternehmerischer Investitionen. Diese müssen mindestens zu 50% von Bankkrediten getragen werden, womit insgesamt ein Investitionsvolumen von 25 Milliarden Euro erreicht werden soll. 
  • Die Zuschüsse will die Regierung dagegen selbst ausgeben. Ziel ist, die Wachstumskraft der Unternehmen durch Projekte zur Digitalisierung kleiner Unternehmen und Forschungscluster mit Universitäten zu stärken. Daneben werden Förderprogramme für Umschulungen und Berufsausbildung angekündigt. Der an den Klimaschutz gebundene Teil soll etwa für die Anbindung der Inseln an das Stromnetz, digitale Verbrauchsmessung, die Erneuerung von Städten sowie den Schutz vor Überschwemmungen verwendet werden. Zudem sind Digitalisierungsprojekte für die öffentliche Verwaltung und die Justiz geplant.
  • Man möchte in innovative Technologien und neue Sektoren mit erhöhtem Mehrwert investieren, R&D fördern, international wettbewerbsfähige Ökosysteme aufbauen, eine zirkulare net-zero-carbon Wirtschaft anstreben und Extroversion stäken, um erstmals auch einen Handelsbilanzüberschuss zu erzielen.
  • Den Motor für die Erholung der Wirtschaft sollen 103 Infrastrukturprojekte mit Fokus auf PPP im Gesamtwert von 26 Milliarden Euro ermöglichen. Darunter befindet sich auch das 8 Milliarden Euro Tourismus-und Stadtentwicklungs- und Flagshipprojekt Hellenikon, das sich seit diesem Sommer in der ersten Bauphase befindet.
  • Als Ersthilfe im Frühjahr 2020 wurden für KMUs bis 500 Mitarbeiter 1,4 Milliarden Euro in zwei Förderrunden als „rückzahlbare Vorauszahlung“ bereitgestellt. Dieser Soforthilfskredit hat eine Laufzeit von fünf Jahren, wobei im ersten Jahr keine Kreditverpflichtungen für die Unternehmen entstehen. Eine dritte Förderrunde lief Ende September aus. Mehr als 1,5 Milliarden Euro wurden diesmal bereitgestellt. Die Qualifizierungskriterien wurden erheblich gelockert, um auch Tourismusbetriebe zu umfassen. Die vierte Runde wurde auch für den Dezember 2020 verlängert und umfasste bis zu 2,2 Milliarden Euro. Diesmal war nur 50% des Sofortkredits rückzahlbar. Eine fünfte Runde stellte im Jänner 2021 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Damit beläuft sich der Gesamtbetrag aller bisherigen fünf Runden auf 6,8 Milliarden Euro. Eine Erweiterung des nicht rückzahlbaren Anteils wird derzeit vom griechischen Finanzministerium überprüft. Für Feber und März 2021 sind zwei weitere Runden von 500 Millionen bzw. 1 Milliarde Euro angekündigt.
  • Zusätzlich angekündigte Liquiditätsmaßnahmen: 
    • Garantiemechanismus des Entrepreneurial Funds der griechischen Entwicklungsbank im Gesamtwert von 2 Milliarden Euro und einem geschätzten Leverage von 7 Milliarden Euro. Betrifft 80% des Schuldenportfolios von KMUs und großen Unternehmen.
    • Gründungskapitalförderungen im Gesamtwert von 5 Milliarden Euro. Insbesondere das Förderprogramm „TEPIX“ wurde von den Unternehmen verstärkt in Anspruch genommen. Mehr als 100.000 Anträge im Gesamtwert von 10 Milliarden Euro wurden gestellt. Der maximale Förderbetrag des Programms wurde somit um das Neunfache überzeichnet. Das Programm bietet eine 0%-Zins-Finanzierung für die ersten beiden Jahre und für 40% des geförderten Kapitalanteils für die Restlaufzeit des Kredits. Alleine von den beiden TEPIX-Runden werden inkl. der Bankenanteile erwartungsgemäß insgesamt 2 Milliarden für KMU Neugründungen fließen.
  • Weitere 2,7 Milliarden Euro von EU-Geldern sollen für Projekte des nationalen Investitiongesetzes folgen:
    • Zwei neue Förderprogramme: „Allgemeines Unternehmertum“ und „Sehr kleines und Kleines Unternehmertum“
    • Vier genehmigte PPP-Projekte im Gesamtwert von 365 Millionen Euro
    • Acht weitere PPP-Projekte im Gesamtwert von 1,5 Milliarden Euro. Co-Finanzierung mit EIB und EBRD wird angestrebt
    • Genehmigung neuer strategischer Investitionen im Gesamtwert von 700 Millionen Euro
    • Lizensierung strategischer RES-Projekte im Gesamtwert von 80 Millionen Euro
  • Durch die Wiederaufnahme griechischer Wertpapiere in das 750-Milliarden-Euro Anleihenkaufprogramm der EZB stehen den griechischen Systembanken weitere geschätzte 6 bis 12 Milliarden Euro für Kreditvergaben an KMUs frei. Die EZB hat angekündigt, dass Wertpapiere mit einer Laufzeit von mindestens 70 Tagen abgedeckt werden, statt mindestens 12 Monaten, wie in ihrem vorherigen Programm.
  • COVID-19 betroffene Betriebe wurden grundsätzlich von ihren Kreditverpflichtungen bis 30.4.2021 befreit.
  • Für die Monate März und April 2020 laufende Steuer- und Sozialversicherungsverpflichtungen von zahlungstüchtigen Unternehmen wurden bis zum 31.8.2020 bzw. 30.9.2020 verschoben. Steuer- und Sozialversicherungsverpflichtungen für den Monat Mai 2020 waren ebenfalls bis zum 30.9.2020 zu begleichen. Für noch unbezahlte Verpflichtungen wurde nun eine Verlängerung bis 30.4.2021 gewährt.
  • Betroffene Unternehmen erhielten bei fristgerechter Zahlung von Steuer-, Sozialversicherungs- und sonstigen vereinbarten Ratenzahlungen an den Staat für die Monate März (fristgerecht bis 10.4.2020) und April (bis 30.4.2020) einen Discount von 25%. Diese Maßnahme wurde ab Mai 2020 nicht fortgesetzt.
  • Für die Monate März und April 2020 bezahlten aufgrund von COVID-19 zwangsläufig geschlossene Betriebe nur 60% der Miete für ihre gewerblichen Immobilien. Diese Maßnahme wurde am 7.4.2020 auf alle betroffenen Unternehmen ausgedehnt, unabhängig davon, ob sie per staatlicher Verordnung schließen mussten oder nicht. Ebenfalls dazu berechtigt wurden Studenten, die außerhalb ihres permanenten Wohnorts studieren. Dafür sind die verringerten Mieteinnahmen für Immobilienbesitzer steuerfrei bzw. kann die entsprechende Immobiliensteuer mit Steuerschulden für den Monat Juli 2020 gegengerechnet werden. Diese Maßnahme wurde nun für die aktuell als COVID-19 betroffenen NACE-Codes (das griechische Finanzministerium veröffentlicht monatlich eine diesbezügliche Liste) bis einschließlich Dezember 2020 verlängert. Für die Monate Jänner, Feber und März 2021 soll die verpflichtende Mietreduktion für Regionen und Wirtschaftsaktivitäten, die per staatlicher Verordnung schließen müssen, 100% betragen, die Immobilienbesitzern zu 80% rückerstattet wird.
  • Seit dem 1.6.2020 gelten abgesenkte Mehrwertsteuersätze:
    • für Passagiertransporte von 24% auf 13% (bis 30.9.2021 verlängert)
    • für Kaffee und Softdrinks von 24% auf 13% (bis 30.9.2021 verlängert)
    • für Tourismuspakete wird die Gewichtung der verrechneten Mehrwertsteuer 13%/24% von jeweils 80/20 auf 90/10 erhöht (bis 30.12.2021 verlängert)
    • für Kinotickets von 24% auf 13% (bis 30.9.2021 verlängert)
    • für Hygieneprodukte von 24% auf 6% (bis 30.4.2021 verlängert)
  • Der reduzierte Mehrwertsteuersatz für die Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos wird bis 30.6.2021 verlängert.
  • Jegliche Unternehmenshilfe ist bislang an die Voraussetzung gekoppelt, keinen Arbeitnehmer zu entlassen. Entlassungen sind ab 18.3.2020 für COVID-19 betroffene Betriebe de-facto verboten und werden als ungültig betrachtet. Dies wird über die Plattform „Ergani“ des griechischen Arbeitsministeriums genauestens kontrolliert. Bei Nichteinhaltung besteht die Gefahr von Unternehmenshilfen ausgeschlossen zu werden. Eine Aussetzung von Arbeitsverträgen, für den vorgesehenen Zeitraum der Einschränkungsmaßnahmen, war jedoch bis zum 31.5.2020 (in bestimmten Sektoren bis 31.7.2020, bzw. ist diese für betroffene NACE Codes sogar bis heute) möglich. In diesem Fall übernimmt der Staat die Sozialversicherungskosten der betroffenen Mitarbeiter für bis zu 45 Tage, berechnet auf der Grundlage des Bruttogehalts. Nach Ablauf der Aussetzungsperiode muss für einen mindestens gleich langen Zeitraum dieselbe Anzahl an Arbeitsstellen, wie vor der Betriebsaussetzung nachgewiesen werden können. Bei Beschäftigung von Arbeitnehmern, deren Verträge vorübergehend ausgesetzt sind, werden Strafen für Arbeitgeber in Höhe von 1.200 Euro angedroht.
  • Mit dem Programm „Syn-ergasia“, finanziert durch den EU-Fund SURE, wurde Kurzarbeit wie folgt eingeführt:
    • Berechtigt sind alle Unternehmen unabhängig ihres NACE-Codes, die einen Umsatzverlust von mehr als 20% nachweisen können
    • Betrifft sowohl fest angestellte Vollzeitmitarbeiter als auch saisonal beschäftigte Vollzeitmitarbeiter
    • Der Arbeitgeber hat das Recht die Beschäftigungszeit auf bis zu 50% der Vollzeit zu reduzieren
    • Die vollständige Deckung der Sozialversicherungskosten berechnet auf der Grundlage des vollen Bruttogehalts wird gewährleistet
    • Der Staat steuert mindestens 60% des Restgehalts bei und jedenfalls so viel bis der Mindestlohn von derzeit 758,33 Euro erreicht wird
    • Unter der strengen Voraussetzung des unveränderten Erhalts des bestehenden Arbeitsverhältnisses
    • Verschärfte Kontrollen des Arbeitsinspektorats
  • Im Rahmen des SURE-Programms schlug die Europäische Kommission am 24.8.2020 dem Rat eine finanzielle Unterstützung Griechenlands in Höhe von 2,7 Milliarden Euro vor. Die Auszahlung erfolgt schrittweise in Form von begünstigten Darlehen seit September 2020.
  • Arbeitnehmer erhielten im Falle einer vorübergehenden Einstellung der Unternehmenstätigkeit für den Zeitraum vom 15.3.2020 bis 30.4.2020 einen steuerfreien Betrag von 800 Euro als Entschädigung. Diese Maßnahme wurde auf den Monat Mai 2020 und in bestimmten Sektoren auch auf die Monate Juni und Juli 2020 (analog für den Zeitraum der Betriebseinstellung, 18 Euro pro Tag) ausgedehnt. Zu Beginn des zweiten Lockdowns im November wurden ebenfalls einmalig 800 Euro ausbezahlt. Eine erneute Verlängerung für die weiterhin betroffenen Geschäftsaktivitäten (wieder analog bis zu 534 Euro monatlich) wurde bereits bis März 2021 gewährt.
  • Alle unterstützenden Maßnahmen des Frühlings sollten grundsätzlich auch für Selbständige gelten. Für Ärzte, Rechtsanwälte, Ingenieure, Steuerberater, Forscher und sonstige selbstständige Akademiker wurde für April 2020 ein separater Zuschuss von 600 Euro pro Person im Rahmen eines Weiterbildungsprogramms angekündigt. Am 22.4.2020 wurde das Online-Weiterbildungsprogramm, aufgrund technischer Probleme, eingestellt. Akademiker, die ihren Tätigkeiten selbstständig nachgehen, erhielten jedoch bedingungslos diesen 600-Euro-Zuschuss. Trotz Regierungsankündigungen erhielten Akademiker für den Monat Mai 2020 die versprochene Unterstützung von 800 Euro (oder zumindest einen analogen Betrag für den Zeitraum der Einstellung ihrer Aktivitäten) nicht. Personenunternehmen (inkl. landwirtschaftlicher Aktivitäten) sind jedoch ab der vierten Runde der „rückzahlbaren Vorauszahlung“ qualifiziert. 
  • Selbstbeschäftige erhalten einen Discount auf die 100% Vorauszahlung ihrer Einkommenssteuer. Die genaue Höhe dieses Discounts wird anhand des tatsächlichen Umsatzverlustes berechnet.
  • Premierminister Mitsotakis kündigte am 3.7.2020 an, dass die Steuervorauszahlung für Tourismusbetriebe und Betriebe mit Umsatzverlusten von mehr als 35% für das Jahr 2021 0% betragen wird.
  • Eine erste Liste aller definierten NACE-Codes, die in Griechenland als COVID-19 betroffen gegolten haben, wurde am 26.3.2020 veröffentlicht. Eine erweiterte Liste, in welcher nahezu alle betroffenen Haupt- und Nebenbereiche inkludiert wurden, wurde am 31.3.2020 publiziert. Auf dem Höhepunkt des Lockdowns waren 86% aller NACE-Codes abgedeckt. Lediglich Supermärkte, Apotheken, Banken und relevante Lieferindustrien (in denen große Umsatzsteigerungen erzielt wurden) blieben ausgenommen.
  • Eine monatsaktuelle Liste ist bei Bedarf beim AC Athen erhältlich.
  • Im Jahr 2020 konnte sich Griechenland von den internationalen Märkten rund 10 Milliarden Euro zu verhältnismäßig günstigen Konditionen ausleihen:
    • Die staatliche Schuldenagentur PDMA begab am 15.4.2020 eine Anleihe mit sieben Jahren Laufzeit im Umfang von 2 Milliarden Euro. Mit Angeboten von insgesamt fast 6 Milliarden Euro war sie um das Dreifache überzeichnet. Die erzielten Kreditkosten werden allerdings mit rund 2,05% Rendite als hoch erachtet.
    • Am 9.6.2020 begab PDMA eine weitere 10-Jahres Anleihe im Umfang von 3 Milliarden Euro. Sie wurde um mehr als das fünffache überzeichnet. Die Rendite belief sich diesmal auf 1,55%.
    • Am 2.9.2020 wurde erneut eine 10-Jahres Anleihe emmittiert. Sie brachte 2,5 Milliarden Euro zu historisch niedrigen Renditekosten (1,23%) ein. Die Emission war mit Angeboten von über 16 Milliarden Euro mehr als achtfach überzeichnet.
    • Am 22.10.2020 begab die PDMA eine 15-Jahres-Anleihe und sicherte sich 2 Milliarden Euro zu einer Rendite von 1,18%. Die Re-Emission wurde mit Angeboten in Höhe von 16,8 Milliarden Euro um mehr als das Achtfache überzeichnet. Zuletzt brachte Griechenland im Februar 2020 eine 15-Jahres-Anleihe heraus. Dies war damals die erste nach 10 Jahren und erzielte für eine Rendite von 1,91% rund 2,5 Milliarden. 
  • Am 27.1.2021 begab PDMA die erste 10-Jahres-Anleihe für das neue Jahr in Höhe von 2,5 Milliarden Euro. Das Angebot wurde zehnfach überzeichnet. Die erzielte Rendite betrug 0,85% - die niedrigste seit Einführung des Euro in Griechenland! 

Weitere Information und Notfallnummern

  • Der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis hat bei der EU Kommission einen Vorschlag für eine einheitliche digitalisierte Impfbescheinigung nach dem Vorbild der griechischen Bestätigung, die über dem Regierungsportal gov.gr, geimpften Personen elektronisch ausgestellt werden wird, eingereicht.
  • Im Jänner auslaufende Schecks wurden um 75 Tage verlängert.
  • Die Impfkapazitäten Griechenlands liegen derzeit bei bis zu 25.000 pro Tag.
  • Anhebung des Limits für kontaktlose Transaktionen mit Zahlungskarten ohne PIN-Eingabe auf 50 Euro bis zum 31.3.2021 verlängert.
  • Frist für Zahlung der KFZ-Steuer bis 26.2.2021 anstatt bis 31.12.2020.
  • Besuche Außenstehender in der Mönchsrepublik Athos sind nicht gestattet.
  • Die griechische Regierung hat eine Preisobergrenze für PCR-Tests (60 Euro) und Rapid-Tests (20 Euro) eingeführt.
  • Die Testkapazitäten Griechenlands haben sich seit Beginn der Pandemie verzwanzigfacht und liegen derzeit bei rund 50.000 pro Tag (davon ca. 25.000 PCR Tests und 25.000 Schnelltests)  
  • Großer Beitrag des Privatsektors: Mehr als 500 Intensivbetten, 900 Beatmungsgeräte, Millionen von Masken und Schutzkleidung wurden bereits durch Firmen, Stiftungen und Privatpersonen gespendet.
  • Die österreichische Regierung hat auf Ansuchen Athens, Griechenland 181 Container für die Unterbringung von Migranten und Flüchtlingen sowie als mobile Gesundheitseinrichtungen zur Verfügung gestellt.
  • 28 Flüchtlingslager wurden verstaatlicht.
  • Rund 500 „mobile Labore“ der griechischen Gesundheitsorganisation (EODY) sowie der griechischen Armee führen derzeit stichprobenartige Massentests an der Gesamtbevölkerung und insbesondere in den stark betroffenen Regionen durch. 
  • Überführungen von COVID-19- Toten ins Ausland sind seit 7.5.2020 unter strenger Einhaltung der entsprechenden Hygieneprotokolle gestattet.
  • Vorsicht! Bei Missachtung der in Griechenland zur Einschränkung des Coronavirus angeordneten Maßnahmen drohen Verhaftung, Geldstrafen oder vorübergehende Zwangseinstellung des Betriebs.
  • Die COVID-19-Referenzkrankenhäuser sind:
    • Krankenhaus „Sotiria“ in Athen, vertretungsweise Krankenhaus „Evangelismos“ in Athen
    • Militärkrankenhaus N.I.M.I.T.S. in Athen
    • Krankenhaus „Attikon“ in Athen, vertretungsweise Krankenhaus „Thriasion“ in Elefsina 
    • Universitätsklinik „Achepa“ in Thessaloniki, vertretungsweise Universitätsklinik Alexandroupoli und Krankenhaus „Mpodosakio“ in Ptolemaida 
    • Universitätsklinik Larisa, vertretungsweise Krankenhaus Lamia
    • Universitätsklinik „Panagia i voithia“ in Patras, vertretungsweise Universitätsklinik Ioannina“
    • Universitätsklinik Heraklion, vertretungsweise Krankenhaus „Aghios Georgios“ in Chania
  • PCR-Tests können gebührenpflichtig in nahezu allen Privatlabors durchgeführt werden.
  • Die nationale Gesundheitsbehörde EODY hat folgende Notrufnummern eingerichtet:
    • 1135 und 1110 (24h-Hotlines; nur innerhalb Griechenlands anwählbar)
    • +30 210 521 2054
    • +30 210 521 2000