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Coronavirus: Situation in Mexiko 

Laufende Updates zu den aktuellen Informationen der mexikanischen Behörden

Stand: 16.02.2021


Aktuell & Wichtig

Seit 1.6.2020 wird die mexikanische Wirtschaft und der Alltag wieder - trotz hoher COVID-19-Ansteckungen - etappenweise hochgefahren. Die Situation in den einzelnen mexikanischen Bundesstaaten ist jedoch sehr unterschiedlich. Basierend auf Indikatoren wie u.a. Tendenz bei den Ansteckungsfällen und Tendenz bei der Auslastung der Spitalsbetten wird ein regelmäßig aktualisiertes, vierstufiges „Ampelsystem“ (rot, orange, gelb, grün) veröffentlicht.

Dabei wird jedem Bundesstaat je nach lokaler Situation eine bestimmte Farbe zugeordnet, wobei „grün“ keine Einschränkungen des Alltages und „rot“ maximale Sicherheitsvorkehrungen darstellen. Dementsprechend gelten für die zahlreichen Regionen Mexikos unterschiedliche Bedingungen.

Lesen Sie mehr dazu im Kapitel „Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben“.


Einreise und Reisebestimmungen

Am 29.4.2020 hat das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten für ganz Mexiko die Sicherheitsstufe 6 (Reisewarnung) ausgesprochen, die bis heute gilt. Vor Reisen nach Mexiko wird aufgrund der raschen Ausbreitung des Coronavirus (COVID-19) gewarnt. ÖsterreicherInnen, die sich derzeit in diesem Land aufhalten, werden dringend ersucht, sich unverzüglich mit der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde bzw. der nächstgelegenen Vertretung eines EU-Mitgliedstaates in Verbindung zu setzen. Den in diesem Land lebenden ÖsterreicherInnen wird dringend empfohlen, das Land zu verlassen.

Wir ersuchen alle Geschäftsreisenden daher, von Ihren nicht unbedingt notwendigen dienstlichen Reisen abzusehen.

Vonseiten der mexikanischen Regierung gibt es aktuell keinerlei offizielle Reisebeschränkungen für Österreicher bzw. Ausländer allgemein, die nach Mexiko einreisen möchten. Ebensowenig gibt es Quarantäne-Vorschriften oder Einreiseauflagen für Einreisende. Die Selbstisolation im Verdachtsfall wird ausdrücklich empfohlen. An einigen Flughäfen kann es zu Messungen der Körpertemperatur kommen. Vor der Einreise nach Mexiko ist das Ausfüllen eines Fragebogens und eine Reiseregistrierung erforderlich. Die entsprechenden Unterlagen werden von der jeweiligen Fluggesellschaft angeboten oder können vorab hier ausgefüllt werden.

Die offiziellen und ständig aktualisierten Informationen finden Sie auf folgenden Seiten:

Einreise in die USA via Mexiko:

Die mexikanisch-US-amerikansiche Grenze ist seit Mitternacht des 21.3.2020 für den „gewöhnlichen“ Personenverkehr geschlossen. Ausgenommen von dieser Regelung sind u.a. medizinisches Personal sowie Übertritte aufgrund medizinischer Notwendigkeit, aber auch berufsbedingte Pendler.

Es gilt bis auf Weiteres grundsätzlich die sog. White House Proclamation – ausgenommen davon sind US-StaatsbürgerInnen oder „Permanent Residents“. Diese Regelung besagt u.a., dass Personen, die sich in den vergangenen 14 Tagen im Schengen-Raum aufhielten, die Einreise in die USA (auch mit gültigen Einreisedokumenten) verwehrt wird. Die Konsularabteilungen der US-Botschaften können seit dem 15.06.2020 sogenannte National Interest Exceptions (NIE) - Ausnahmen für die Einreise in die USA erteilen, wenn die Einreise der Personen im nationalen wirtschaftlichen Interesses der USA liegt. Mit diesen NIE können unter anderem Geschäftsreisende trotz der nach wie vor gültigen Präsidial Erlässe vom 11. März 2020 (Einreiseverbot aus dem Schengenraum) und 22. Juni 2020 (Einreiseverbot zum Schutz des US-Arbeitsmarktes) mit einem gültigen Visum in die USA einreisen. Auch Visa-Anträge werden in bestimmten Kategorien wieder bearbeitet. 

Eine Einreise in die USA, mit gültigen US-Einreisedokumenten und zuvorigem, 14-tägigem Aufenthalt in Mexiko (in Quarantäne) ist theoretisch möglich. Achtung: Es liegt im Ermessen des bearbeitenden Grenzbeamten, ob der angegebene Grund für ein Einreiseansuchen in die USA „triftig“ genug ist, damit diesem stattgegeben werden kann.

Weitere Informationen zur Einreise in die Vereinigten Staaten finden Sie auf der Länderseite USA.


Regelungen für den Güterverkehr 

Aktuell gibt es keine COVID-19 bedingten Handelseinschränkungen zwischen Österreich und Mexiko. Aufgrund der Pandemie kann es jedoch zu Schwierigkeiten bei den Erreichbarkeiten der zuständigen Behörden kommen.

Gleiches gilt an der mexikanisch-US-amerikanischen Grenze. Aktuell sind keine grenzübergreifenden, kommerziellen Transportbeschränkungen bekannt. Die Grenze zwischen Mexiko und den USA ist für den Warenverkehr weiterhin in beide Richtungen offen.


Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben

Am 1.6.2020 ordnete die mexikanische Regierung ein langsames Wiederhochfahren der Wirtschaft in Etappen an. Zuvor, bis 31.5.2020, galt der nationale Gesundheitsnotstand landesweit, der sämtliche „nicht essentielle“ Tätigkeiten* untersagt hat. In gewissen Bundesstaaten haben diese Restriktionen nach wie vor oder erneut Gültigkeit. 

Zum Ende jeder Woche veröffentlicht das mexikanische Gesundheitsministerium nun ein vierfärbiges Ampelsystem (rot, orange, gelb, grün), aus dem sich die Regelungen und Handlungsempfehlungen je Region hinsichtlich wirtschaftlicher Aktivitäten ableiten lassen:

  • ROT = gilt für Bundesstaaten mit hohen Ansteckungsraten und negativem Trend u.a. hinsichtlich weiterer Ansteckungen, Auslastung der Spitalsbetten etc. Die Konsequenz: Es gelten die Regelungen des Gesundheitsnotstandes*.

    * Die Regelungen des Gesundheitsnotstands besagen: Sofortige, temporäre Aussetzung aller Aktivitäten des öffentlichen und des privaten Sektors unter bestimmten Bedingungen und mit bestimmten Ausnahmen. Insgesamt 41 als „essentiell“ eingestufte Wirtschaftssektoren müssen den Betrieb weiterhin aufrecht halten, u.a.:
  • Krankenhäuser, Apotheken, Laboratorien und alle Einrichtungen, die medizinische Dienstleistungen anbieten
  • Einrichtungen des Finanzwesens
  • Telekommunikationsanbieter
  • Medien
  • Hotelbetriebe und Restaurants
  • Tankstellen und Lieferanten von petrochemischen Produkten (Erdgas)
  • Märkte und Supermärkte
  • Anbieter von Transportdienstleistungen
  • Aktivitäten des Berg- und Minenbaus (seit 18.5.)
  • Aktivitäten des Bausektors (seit 18.5.)
  • Aktivitäten in Verbindung mit der Produktion von Erzeugnissen für den Personentransport = u.a. die Automobil- und die Luftfahrtindustrie (seit 18.5.)
  • Hochrisikogruppen (Personen älter als 60 Jahre, Personen mit relevanten Vorerkrankungen, Schwangere) müssen ihren Arbeitsplatz (bei fortgeführten Löhnen) ab sofort meiden – auch wenn sie für sog. „essentielle“ Einrichtungen arbeiten.
  • Veranstaltungsverbot für Events mit über 50 Teilnehmern
  • Verstärkte Hygienevorschriften
  • Es wird empfohlen, zu Hause zu bleiben und soziale Kontakte auf das absolut notwendige Minimum zu beschränken. Wo möglich soll Home-Office bevorzugt werden.
  • ORANGE = Sowohl „essentielle“ als auch „nicht essentielle“ Tätigkeiten können wieder unter strengen Auflagen aufgenommen werden. Arbeitszeitverkürzungen (30% der Personalkapazität), Sicherheitsabstände am Arbeitsplatz, chem. Reinigung des Arbeitsplatzes etc. werden vom Gesundheitsministerium vorgeschrieben.
  • GELB = Sowohl „essentielle“ als auch „nicht essentielle“ Tätigkeiten können wieder aufgenommen werden. Keine Vollauslastung möglich. Einschränkungen für Restaurants, Cafés, Bars, Museen, etc. gegeben. Weiterhin besonderer Schutz für die „gefährdete Zielgruppe“ (betagte Personen, Personen mit Vorerkrankung, Schwangere).
  • GRÜN = Der „gewöhnliche“ Alltag kann wieder aufgenommen werden. Vollbetrieb möglich. Schulen öffnen wieder.
Landkarte von Mexiko
© GESUNDHEITSMINISTERIUM MEXIKO

Krisenplan der mexikanischen Regierung mit Gültigkeit seit 15. Februar 2021. In den roten Bundesstaaten gelten die Regelungen des Gesundheitsnotstandes (Betriebsverbot für alle „nicht essentiellen Tätigkeiten), in den orangen Lockerungen („etappenweise Wiederhochfahren der Wirtschaft“). In den gelben Bundesstaaten gelten bei „moderatem Risiko“ leichte Einschränkungen, in den grünen lediglich Hygienevorschriften.

Das beschriebene Ampelsystem wird jede Woche neu evaluiert. Ansteckungsraten, Infektionstendenzen sowie die Spitalsbelegung bzw. Auslastung der Intensivbetten werden als Grundlage beigezogen. Die oben genannten Maßnahmen gelten für die Bundesstaaten nicht verpflichtend.

Die Maßnahmen der Zentralregierung haben Gebotscharakter und es gilt das Prinzip der Freiwilligkeit. Eine entsprechende Abweichung pro Bundesstaat ist also möglich. 


Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft 

Mangels Unterstützungsmaßnahmen durch die Zentralregierung haben einige Landesregierungen wirtschaftliche Unterstützungsleistungen angekündigt.

Auf nachstehender Webseite finden Sie in spanischer Sprache alle föderalen Unterstützungsleistungen der Regionalregierungen

Finden Sie hier – ebenfalls in spanischer Sprache – die Unterstützungsmaßnahmen seitens der Zentralregierung


Weitere Information und Notfallnummern

Registrierung bei der österreichischen Botschaft: Wir empfehlen allen ÖsterreicherInnen, die sich zurzeit in Mexiko befinden, die umgehende Registrierung mittels nachstehendem Link beim Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten:

(Geschäfts-)Reisende/Touristen:

Wir bitten alle Reisenden, sich via Außenministerium zu registrieren.

Expats/Auslandsösterreicher

Expats, also ÖsterreicherInnen mit festem Wohnsitz im Ausland, mögen sich dringend – falls nicht bereits erfolgt – als AuslandsösterreicherIn registrieren.

Kontakt zur Österreichischen Botschaft in Mexiko

Sierra Tarahumara 420, Colonia Lomas de Chapultepec, 11000 Mexico, D.F.
Telefon: (+52 / 55) 52 51 08 06 (Amt)
E-Mail: mexiko-ob(at)bmeia.gv.at
Web: www.aussenministerium.at/mexiko oder http://www.embajadadeaustria.com.mx/

Kontakt zum AußenwirtschaftsCenter Mexiko

Av. Presidente Masaryk 101, 9. Stock, Col. Chapultepec Morales, 11570 México, D.F., MEXICO
Telefon (+52 / 55) 5254 4418
E-Mail: mexiko@wko.at
Web: wko.at/aussenwirtschaft/mx

Wenn Sie medizinische Betreuung benötigen (bspw. COVID-19-Verdachtsfall), rufen Sie bitte die COVID-19-Hotline des mexikanischen Gesundheitsministeriums unter nachstehender Nummer an: +52 1 800 0044 800 (englische Hotline-Mitarbeiter sind unter dieser Nummer – jedoch nicht rund um die Uhr – ebenfalls im Einsatz).

Quellen: Alcaldes de México, Bundesstaat Zacatecas, Globalmedia, IDIMedia, Informador.mx, El Economista, El Regional, La Políitica Online, Milenio, Político.mx, Von Wobeser Mexican Legal News