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Coronavirus: Situation in Japan

Aktueller Überblick und Info-Updates

Stand: 28.4.2022


Aktuell & Wichtig 

Visa für ausländische Geschäftsreisende werden wieder ausgestellt.

Japan hatte im März 2020 die Visafreiheit für so gut wie alle ausländische Staatsbürger einseitig sistiert, bis auf ganz wenige Ausnahmen haben die japanischen Botschaften Visaanträge gar nicht entgegengenommen.

Seit März 2022 ist die Antragstellung für Geschäfts- (sowie Studenten- und Working-Holiday-) Visa wieder möglich, sofern seine Befürwortung durch einen japanischen Geschäftspartner vorliegt.

Dieser recht einfache Prozess muss von japanischer Seite aus initiiert werden. Die Details zur beabsichtigten Geschäftsreise sind über ein Webportal des japanische Gesundheitsministeriums einzureichen.

Antragstellungen für folgende Visakategorien sind möglich:

  1. 商用・就労等の目的の短期間の滞在(3月以下)の新規入国
    Short-term Visa (bis zu 3 Monaten) zu gewerblichen oder beruflichen Zwecken – das typische Geschäftsreisevisum
  2. 長期間の滞在の新規入国
    Long-term Visa – etwa für an Tochterfirmen langfristig entsandte Mitarbeiter

Diese Visabefürwortungen scheinen eine reine Formsache zu sein, die Bearbeitung des damit möglichen Visaantrags bei der Konsularabteilung der japanischen Botschaft in Wien allerdings nicht – sie kann mitunter auch mehrere Wochen in Anspruch nehmen. (Bitte geben Sie Ihre Erfahrungen weiterhin vertraulich dem österreichischen Wirtschaftsdelegierten in Tokio, tokio@wko.at, bekannt.)

Touristen-Visa werden weiterhin nicht ausgestellt, dem Vernehmen nach allerdings Working Holiday-Visa, für die ebenfalls die obengenannte Befürwortung durch einen potenziellen japanischen Arbeitgeber erforderlich ist (obwohl ex definitione ein potenzieller Arbeitgeber in Japan eigentlich noch gar nicht bekannt sein dürfte…). Auch werden Visaanträge von ausländischen direkten Angehörigen japanischer Staatsbürger sowie ausländischer Permanent Residents wieder entgegengenommen, Einladung und Visabefürwortung über dasselbe Webportal wie für Geschäftsreisende.


Einreise und Reisebestimmungen

PCR-Tests

Ein negatives PCR-Testresultat aufgrund einer Probe, der innerhalb von 72 Stunden vor Einreise genommen wurde, ist Voraussetzung für die Einreise in Japan (und meist schon für das Boarding in einen Japanflug). Achtung – der PCR-Test muss wirklich alle von Japan benötigten Angaben und genauso wie gefordert enthalten (das Labor hat z.B. „negativ“ als Resultat festzustellen, „not detectable“ gilt nicht….). Es wird daher dringend empfohlen, sich das Testergebnis auf dem japanischen Muster bestätigen zu lassen.

Die japanische Botschaft in Wien empfiehlt eine Reihe privater Testeinrichtungen in Österreich, die solche PCR-Testzertifikate genau nach dem japanischen Muster jedenfalls ausstellen.

Nach erfolgter Einreise wird ein weiterer Speichel-PCR-Schnelltest („Spucktest“) am Ankunftsflughafen in Japan vorgenommen, auf dessen Ergebnis man vor Ort zu warten hat (meistens unter zwei Stunden). Ist das Ergebnis negativ, so ist für geboosterte Personen alles erledigt, sie können sich in ganz Japan frei bewegen. Bei positivem Testergebnis am Ankunftsflughafen muss sich der Passager in Quarantäne begeben – normalerweise ein zugewiesenes Hotelzimmer, bei Vorliegen deutlicher Symptome theoretisch auch eine Spitalseinrichtung.

Fast-Track
Seit Ende April besteht nun auch die Möglichkeit den bürokratischen Aufwand des Einreiseprozesses auf für den internationalen Flugverkehr geöffneten japanischen Flughäfen über die MySOS-Smartphone-App zu beschleunigen.

Auf folgenden Flughäfen wird dieses Service angeboten: Narita, Haneda, Chubu (Nagoya), Kansai (Osaka), Fukuoka

Benötigt werden hierbei folgende Dinge:

  • Installation der My SOS-App
  • Passnummer
  • Impfnachweis (als Bilddatei)
  • PCR-Testnachweis nach japanischem Muster (siehe oben) – ebenfalls als Bilddatei

Eine englischsprachige Anleitung zum Fast Track

Direktlinks zur MySOS-App:

Android / Google Play

I-Phone / App Store 

Für den Prozess selbst sind nach allererstem Erfahrungsbericht folgende Dinge zu beachten:

  • Vorab-Online Check-In für den Flug nach Japan ist nötig (da die Sitzplatznummer in der App angegeben werden muss)
  • Beim Vorab-Hochladen der Impfnachweise werden lediglich Bilddateiformate (jpeg) angenommen, .pdf und andere Formate verursachen momentan eine Fehlermeldung
  • Die anzugebende Kontakt-Nummer muss genau elfstellig sein
  • Nach dem erfolgreichen Hochladen bekommt man einen QR-Code, der bei der Einreise vorzuweisen ist
  • Bei der Ankunft in Japan sind überdies die beiden vorab installierten Apps selbst (MySOS, sowie COCOA), sowie der erlaubte Zugriff beider Apps auf die GPS-Daten des Smartphones (auch im ungeöffneten Zustand der Apps) dem Flughafenpersonal vorzuweisen. Daher empfiehlt es sich das Smartphone bereits vorab auf Englisch umzustellen, um den Prozess nicht mit sprachlichen Missverständnissen zu verzögern

Keine Quarantäne für dreifach geimpfte Reisende.

Nur zweifach geimpfte Personen (Moderna oder Biontech/Pfizer) oder mit Einzelstich (Janssen/Johnson&Johnson) müssen für sieben Tage in Heim- oder selbst wählbare Hotelquarantäne mit Freitestoption ab dem vierten Tag.

Nur Personen, die sich in den letzten zwei Wochen vor Einreise in Ägypten, Südkorea, Saudi-Arabien, Sri Lanka, Türkei, Pakistan, Vietnam oder Russland aufgehalten haben, müssen noch eine dreitägige Quarantäne in einem zugewiesenen Hotel antreten, gefolgt von einem negativen Freitest-Resultat oder vier weiteren Tagen Heimquarantäne.

Erleichterung für GeimpfteErleichterung für GeneseneErleichterung für Getestete
Ja - bei erhaltener AuffrischungsimpfungNeinNein

Innerhalb Japans bestehen keine Reisebeschränkungen, aber immer wieder Empfehlungen, einzelne Präfekturgrenzen nur bei Vorliegen eines guten Grundes zu überschreiten.

Musterversand, Besprechungen für Angebotsvorbereitungen, Kontakte zu Lieferanten etc. müssen und sollen trotz dieser extrem schwierigen Reisesituation nicht entfallen. Das AußenwirtschaftsCenter Tokio bietet maßgeschneiderte Unterstützung durch unser vor Ort befindliches Personal als Ersatz für Geschäftsreisen und persönliche Besuche an. Setzen Sie sich formlos mit uns in Verbindung: tokio@wko.at


Schutzmaßnahmen und Geschäftsleben 

Seit Mitte März 2022 sind im ganzen Land von staatlicher Seite keine Einschränkungen des Geschäftslebens mehr vorgeschrieben. Die überwiegende Mehrzahl der Unternehmen, darunter jedenfalls alle Verkehrsbetriebe, setzen trotzdem eine selbständig private auferlegte Maskenpflicht (Mund-Nasen-Schutz – FFP2-Masken sind in Japan so gut wie unbekannt) rigoros um, viele gewähren Kunden auch nur Zugang nach Messung der Körpertemperatur.

Der Mund-Nasen-Schutz ist allgegenwärtig, fast alle Japaner verwenden ihn von sich aus in allen Umgebungen und Situationen.


Unterstützungsmaßnahmen für die Wirtschaft

Japan hat schon sehr früh eine breite Palette an Hilfsmaßnahmen zur Stärkung der Kaufkraft der Bevölkerung wie auch zur direkten Unterstützung der durch die COVID-Krise geschädigten Wirtschaftstreibenden angeboten; viele dieser Maßnahmen sind wieder ausgelaufen. Sie umfassten Direktzahlungen an alle Personen ohne Rücksicht auf soziale Verhältnisse, Mietkostenzuschüsse und höheres Arbeitslosengeld-für die Bürger, aber auch eine ganze Reihe möglicher Ausgleichszahlungen, Steuerstundungen und Steuererlässe für gewerbliche Betriebe mit erheblichen Umsatzrückgängen. Durch die Krise wurden auch ein staatlich gestütztes Kurzarbeitsmodell und großzügige Zuschüsse für technische Ausrüstung zur Einrichtung von Home Office-Möglichkeiten eingeführt. Mehrere Sonderbudgets wurden dafür verabschiedet. 

Die Gastronomie Japans stand 2021 und 2022 im Zentrum der Anti-COVID-19-Maßnahmen und musste die meisten „freiwilligen“ Einschränkungen über sich ergehen lassen. Die Betriebe erhielten fixe Umsatz-Ersatzzahlungen, wenn sie sich an die „Empfehlungen“ der Lokalregierungen zum Alkohol-Ausschankverbot, zu früheren Sperrstunden oder zum gänzlichen Schließen der Lokale hielten.


Weitere Information und FAQ

Leisten Sie keine unbesicherten Zahlungen, beim Import bestehen Sie mindestens auf Dokumenteninkasso CAD. Das AußenwirtschaftsCenter unterstützt Sie auch dabei gerne beim (lokalen und japanischsprachigen) Kontakt mit Ihrem japanischen Geschäftspartner und vermittelt, um Missverständnisse zu vermeiden.

Das AußenwirtschaftsCenter Tokio informiert Auslandsösterreicher und Mitarbeiter österreichischer Unternehmen in Japan laufend über aktuelle Entwicklungen über Webinare, Community-Calls, WhatsApp-Gruppen, Twitter-Postings u.a. Bitte setzen Sie sich gegebenenfalls mit uns in Verbindung tokio@wko.at, damit wir Sie inkludieren können.

Das Außenministerium empfiehlt Auslandsreisenden wie auch Auslandsösterreichern, sich auf deren Website bmeia.gv.at zu registrieren, um wichtige Informationen von der zuständigen österreichischen Botschaft (im Regelfall per E-Mail) zu erhalten.