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Dänemarks Wege in die Zukunft: Milliardeninvestitionen in Straßenbau, Bahn- und Elektromobilität

21,5 Mrd. Euro schwerer Ausbau der Verkehrsinfrastruktur bis 2035 

Zu Sommerbeginn wurde der bisher umfassendste Infrastrukturplan in der Geschichte Dänemarks beschlossen. Ziel des bis 2035 laufenden und 21 Mrd. Euro schweren Gesamtprogramms ist, das Land besser zu vernetzen und den Fortschritt in eine nachhaltigere Zukunft zu unterstützen.

Im Gegensatz zu früheren Infrastrukturplänen sind die „Wege in die Zukunft 2035“ an sich CO2-neutral, weil der erwartete Klimaeffekt der Projekte in etwa gleich groß sein soll, wie die Klimabilanz der Projekte selbst. Sowohl neue als auch bereits geplante Projekte, Erneuerungen und Instandhaltungsmaßnahmen sind Teil davon, mit etwa 2/3 der Gesamtinvestitionen haben neue Projekte aber den größten Anteil.

Für österreichische Bauunternehmen und verwandte Serviceleister, Firmen aus der Bahnindustrie und der Elektromobilität bietet der Infrastrukturplan interessante Perspektiven.

Infrastrukturplan Dänemark – Zahlen, Daten, Fakten:

  • Bis 2035 werden 21,5 Mrd. Euro in die dänische Infrastruktur investiert.
  • Für das dänische Straßennetz sind im Infrastrukturplan etwa 8,6 Mia. EUR vorgesehen. Die Projekte sollen Emissionen im Transport senken, Staus reduzieren und die Ladeinfrastruktur für Elektroautos radikal verbessern.
    • Erweiterung und Ausbau des Straßennetzes
    • in den Topf fällt auch eine Summe von 1,7 Mrd. Euro für die Infrastruktur der künstlichen Insel „Lynettenholm“ vor Kopenhagen, deren Bau gerade anläuft.
  • 11,3 Mrd. fließen in den Ausbau des Schienennetzes, um den öffentlichen Transport zu optminieren, u.a.
    • Bahnhof- und Bahnsteigmodernisierungen
    • Kapazitätsausweitungen
    • Automatisierungslösungen
    • voruntersuchungen für neue Metro-Verbindungen, u.a. zu Lynetteholmen
  • 1,5 Mrd. Euro sind für weitere Infrastrukturprojekte reserviert, beispielsweise
    • ein stark erweitertes Radverkehrsnetz
    • Lärmschutzmaßnahmen
    • mehr als 600 neue Ladestationen für E-Autos
    • Verkehrssicherheitsmaßnahmen
  • Die Möglichkeit einer festen Verkehrsverbindung von Süddänemark (Als) zur Insel Fünen wird ebenso untersucht, wie eine neue Bahn- und Straßenverbindung über den Lillebelt.

Für österreichische Bauunternehmen, Firmen aus der Bahnindustrie und Elektromobilität bietet der Infrastrukturplan somit interessante Perspektiven.

Erste Ausschreibung für Lynetteholmen: Künstliche Insel erweitert Kopenhagen

Teil des Infrastrukturplans ist das mit Sicherheit größte zukünftige Stadtprojekt Kopenhagens „Lynetteholmen“, das auf einem aufgeschütteten Gebiet von 282 Hektar gegenüber vom Eingang des Kopenhagener Hafens entstehen soll. Knapp 12,7 Mrd. DKK bzw. rund 1,7 Mrd. EUR sind dafür im Investitionsplan reserviert, technischer Projektratgeber ist COWI, Umweltratgeber ist Rambøll.

Ende Juli ist By&Havn dann auch für mit der ersten Ausschreibung bereit: Ein Hauptauftrag für insgesamt 300 Mio. DKK (rund 40 Mrd. EUR), der Bodenaushub, Sandaufschüttung und Errichtung eines Damms im Südosten des Projekts umfasst. Bis Mitte August können Interessierte Präqualifikationsansuchen einreichen, aus denen bis September fünf Präqualifizierte gewählt werden.  Zahlreiche weitere Ausschreibungen für Hauptaufträge sind in der Pipeline, die nun der Reihe nach veröffentlicht werden sollen.

Lynetteholmen bietet Wohnraum für 35.000 Personen und Arbeitsplätze für ebensoviele Menschen, während die städtebauliche Entwicklung der vorgelagerten Insel Refshaleøen weiteren 15.000 KopenhagenerInnen ein Zuhause liefern soll. 

Der neue Stadtteil beinhaltet Zugang zu Stränden und Grünflächen und bei ausgezeichnter öffentlicher Verkehrsanbindung: damit zusammenhängende Metro- und Tunnelverbindungen werden evaluiert. 

Die geplante Insel vor dem Kopenhagener Hafen soll auch als Sturmflutschutz für die Kopenhagener Innenstadt dienen. Der Baubeginn für Lynetteholmen wird auf etwa das Jahr 2035 geschätzt, der Stadtteil soll bis 2070 vollständig erschlossen und bewohnt sein. 

Infrastrukturplan 2035: Update des Branchenreport Engineering

Über den Status Quo, die Player und die Aktivitätsfelder der dänischen Engineering-Brachen können Sie sich im Branchenreport Engineeringinformieren, der nun auch ein Exklusiv-Update zum neuen Infrastrukturplan 2022-2035 enthält. Bestellung direkt beim AußenwirtschaftsCenter Kopenhagen.

Für die dänische Ingenieursbranche lief es in den Jahren vor Corona außerordentlich gut. Die Pandemie brachte eine gewisse Abbremsung, die Auftragslage der Ingenieursbüros entwickelte sich aber auch trotz Coronakrise großteils zufriedenstellend. Die Vielzahl an Projekten erfordert auch Expertise aus dem Ausland und bietet österreichischen Unternehmen interessante Geschäftsmöglichkeiten. 

Dieser Branchenreport wurde im Rahmen der Internationalisierungsoffensiv go-international, einer Förderinitiative des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort und der Wirtschaftskammer Österreich erstellt.

Sollten Sie nähere Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte gerne an Ihr AußenwirtschftsCenter Kopenhagen.

Großprojekt Fehmarnbelt

Ein Großprojekt, dass derzeit schon in Umsetzung ist, ist das Milliardenprojekt Fehmern Belt. 
Mehr dazu unter Next Step im Projekt Fehmarnbelt-Verbindung.

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