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Dänemark: Branchenprofil Nahrungsmittel und Getränke

Exportwissen, Marktchancen und Trends

Branche und Marktsituation

Dänemark ist traditionell Lebensmittel-Exportnation. Nahrungsmittel machen ca. 1/5 der dänischen Ausfuhren aus. Exportschlager sind v.a. Fleisch, Milchprodukte und Fisch. Besonders bei Bio-Produkten wächst die Nachfrage dynamisch, im „organic“-Bereich ist man aber Nettoimporteur. Aufgrund des Potenzials  sollen die Bio-Anbauflächen stark ausgebaut werden. Däninnen und Dänen greifen häufiger zu Convenience-Produkten und zeigen relativ hohe Preissensibilität. Im Hochpreisland kommt den Diskontern eine besondere Bedeutung zu.

Konkurrenzsituation

Der Lebensmittel-Einzelhandel (LEH) ist preislich heiß umkämpft und konzentriert. Es dominieren drei große Gruppen: COOP Danmark, Dansk Supermarked und Dagrofa. Auch nahezu alle Kaufleute sind in Ketten organisiert. Bei Großhandel und Foodservice haben ebenfalls drei Konzerne Vormachtstellung: Dagrofa, Dansk Cater und Hørkram Foodservice.Das Preisbewusstsein fördert ein engmaschiges Netz an Diskontern, deren Marktanteil bis 2020 auf 65% steigen soll. Dänische Verbraucher sehen Diskonter als ihre bevorzugten Supermärkte. 

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Die Einfuhr von Lebensmitteln muss über einen in Dänemark registrierten Importeur erfolgen. Tierische Produkte dürfen nur von behördlich autorisierten Firmen eingeführt werden. Die Lebensmittelkennzeichnung und Anpreisung förderlicher Wirkung für Gesundheit ist sehr restriktiv. Behörden führen laufend Kontrollen durch. 

Der Marktanteil von Bio-Lebensmitteln hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt und ist mit ca. 10% (2015) weltweit am höchsten. Heute werden mehr als viermal so viele Bio-Produkte importiert als vor zehn Jahren. Nachhaltige Produkte locken Kunden in die Läden. Private Labels haben ca. 1/3 Umsatzanteil im dänischen LEH – Tendenz steigend. Gegentrend zu Diskont sind Produkte mit „guter Geschichte“. Erleben Verbraucher einen Mehrwert, z.B. durch biologischen Anbau, ist der Preis oft weniger ausschlaggebend. Es werden immer mehr Convenience-Produkte angeboten. Der Markt ist reif für schnelle Mahlzeitlösungen jenseits von Fast Food - am liebsten gesunde und biologisch. Im Design-Land Dänemark ist die Verpackung besonders wichtig. Nicht selten werden Produkte aufgrund des Designs bevorzugt oder abgewählt. 

Chancen für österreichische Unternehmen

Österreich liefert hauptsächlich Fleischwaren, Getränke und Molkereierzeugnisse nach Dänemark. Nachdem die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln starke Zuwachsraten hat, die dänische Produktion den Bedarf aber nicht decken kann, gibt es für das „Bioland“ Österreich unausgeschöpftes Potenzial. HORECA (Hotels, Restaurants und Cateringfirmen) und öffentliche Kantinen sind interessant, weil der Einkauf gesunder Lebensmittel gefördert wird. Im oberen Preissegment und bei Bio stellen auch die vielen kleinen, über ganz Dänemark verstreuten Feinkostgeschäfte und Bioläden einen guten Vertriebskanal dar.

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