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Das war der Lateinamerika-Tag 2019!

„Latin America met Vienna“ mit reichlichen Informationen und Metchmakings

Das ist Lateinamerika: 650 Millionen Einwohner in 23 Ländern, 8% der Weltbevölkerung und des Welt-BIPs, aber nur 3% des Welthandels. Mexiko als technologische Insel orientiert sich nach Norden, während Südamerika Rohstoffe im Agrar- und industriellen Bereich liefert. Österreichs Exporte nach Lateinamerika wachsen stetig – mit einer Verfünffachung in den letzten 15 Jahren und einem all-time-high Handelsbilanzüberschuss von 1,4 Mrd. Euro. 

Über 30 Vortragende teilten ihr Wissen mit 250 Besuchern bei Vorträgen und Diskussionsrunden. Mehr als 170 vorarrangierte Matchmakings fanden statt, abgesehen von unzähligen spontanen Gesprächen während der Networkings mit Finanz- und Rechtsdienstleistern, Wirtschaftsdelegierten und Teilnehmern. Ein abwechslungsreiches Konferenzprogramm zu Wirtschaft und Politik, Branchen, Finanzierung und Investments, Workshops zum Schutz geistigen Eigentums und interkulturellen Eigenheiten sowie Infostände bot für jeden Aficionado interessante Nahrung zu den unterschiedlichsten lateinamerikanischen Märkten, entsprechenden Geschäftschancen und Risiken. 

Jürgen Roth, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), macht bei seiner Eröffnung auf die wachsenden Geschäftschancen für österreichische Unternehmer aufmerksam: „In den letzten zehn Jahren sind die heimischen Exporte nach Lateinamerika konstant gestiegen und haben zuletzt mit 2,9 Mrd. Euro einen neuen Rekord erreicht. Durch die Modernisierung vieler Handelsabkommen und bei einem Abschluss zwischen EU und Mercosur wird dies nochmals positive Auswirkungen für die Exporttätigkeiten unserer österreichischen Unternehmen im lateinamerikanischen Raum haben.“

Michael Esterl, Generalsekretär des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) hob hervor, dass Freihandel für alle vorteilhaft wäre – allen sollte klar sein, wie wichtig Exporte und Handelsabkommen sind: „Wir bemühen uns tagtäglich, um den österreichischen Firmen die richtigen Rahmenbedingungen zu geben, weil es für den Standort Österreich und Europa wichtig ist.“

Der Journalist und langjährige Wirtschaftskorrespondent für Lateinamerika Alexander Busch brachte es prägnant auf den Punkt. Es war noch nie so schwierig, die weitere Entwicklung der Region richtig einzuschätzen. Lateinamerika hat zehn sehr gute Jahre in der 2000-er Dekade mit einem ungeheuren Wirtschaftsaufschwung, Abbau der Armut und Schaffen einer Mittelschicht erlebt. Die letzten Jahre ist es wieder unter starkem Druck geraten, das nun zu einem politischen und wirtschaftlichen Wandel geführt hat. Die neuen Regierungen in Brasilien, Mexiko und Kolumbien lassen nötige Reformen erwarten, die der ganzen Region einen neuen Aufschwung verleihen sollten. „Lateinamerika bietet für jeden in welchem Wirtschaftszyklus auch immer schon dank der Größe und des Ressourcenreichtums ungeahnte Möglichkeiten“, zeigt sich Herr Busch überzeugt.

Humberto López als Direktor für Strategie und Operations bei der Weltbank für Lateinamerika führte klar vor Augen, wo dieser Teil der Welt gute Fortschritte macht und wo noch Handlungsbedarf besteht, Gleichzeitig kann man aufgrund der wirtschaftlichen wie auch politischen Unterschiede die Länder nicht in einen Topf werfen. Es gibt sehr offene Volkswirtschaften wie Mexiko, Kolumbien, Chile und Peru, die protektionistischen Staaten wie Brasilien gegenüber stehen. Die Krise in Venezuela kostet derzeit ganz Lateinamerika ein Wachstum von einem Prozentpunkt pro Jahr.

In den folgenden Diskussionsrunden wurden Themen wie Handelsabkommen zwischen der EU und Lateinamerika, Finanzierung und Investitionen, Schutz geistigen Eigentums und interkulturelles Management sowie die Branchen Energie und Umwelt, Maschinenbau, Engineering und Industrie 4.0, Bau und Tourismusinfrastruktur, Agrotech und Lebensmittelverarbeitung im Detail behandelt. Auch Networking und Matchmaking stellten ein wesentliches Element der Ganztagesveranstaltung dar, um einen möglichst breiten Wissenstransfer und eine Vernetzung untereinander zu ermöglichen.

Im Downloadbereich finden Sie die Präsentationen und Fotos vom Forum sowie den Verweis auf die Lateinamerika-Tage in Graz (13.5.) und Linz (15.5.). In Kürze werden Sie hier auch das Transkript mit der Zusammenfassung der Aussagen über den ganzen Tag herunterladen können.