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Die irische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Dublin hat die wichtigsten Informationen zur irischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Aufgrund der COVID-19 Pandemie haben die irischen Zentralbank und das irische Wirtschaftsforschungsinstitut ESRI die Prognosen für die irische Volkswirtschaft drastisch nach unten korrigiert. Laut diesen Modellrechnungen wird das irische BIP 2020 zwischen 7 und 8% sinken, nachdem es 2019 noch um 5% gewachsen ist.

Die Arbeitslosenrate wird im April/Mai 2020 auf zwischen 18 und 25% steigen und sich dann Ende des Jahres 2020 bei knapp über 10% einpendeln. Wie auch in anderen Ländern der Euro-Zone könnten auch in Irland auf Grund der COVID-19 Pandemie deflationäre Tendenzen auftreten.

Besondere Entwicklungen 

Auf Grund der engen wirtschaftlichen und kulturellen Verflechtung Irlands mit dem VK hat die Gestaltung der zukünftigen Beziehungen zwischen dem VK und der EU sehr große Auswirkungen auf Irland. Obwohl nur knapp 10% der irischen Warenexporte in das Vereinigte Königreich (VK) geliefert werden, ist das VK mit Abstand der wichtigste Abnehmer irischer Nahrungsmittel. Über 50% des in Irland produzierten Rindfleisches wird z.B. in das VK verkauft.

Sollte der Handel zwischen der EU und dem VK nach Ende der Übergangsfrist 2020 auf WTO Regeln zurückfallen, rechnet die Irische Nationalbank mit einer akkumulierten Reduktion der irischen Wirtschaftsleistung von 5% (minus 3,5% mit einem Freihandelsabkommen (FHA)) bis 2028, was einem Minus von -0,6% bzw. -0,4% (FHA) pro Jahr entspricht. Diesen Berechnungen liegen Annahmen zugrunde, dass der Waren-/Dienstleistungsaustausch zwischen der EU und dem UK bei Rückfall auf WTO Regeln um 56% zurückgeht, bei Abschluss eines FHA um „nur“ 46% schrumpft.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Österreichische Unternehmen exportierten im Jahr 2019 Waren im Wert von 343 Mio. Euro (+12,2%) nach Irland (globale Zuwächse österreichischer Exporte bei +2,5%). Die Importe aus Irland stiegen 2019 moderat auf 595 Mio. Euro (+5,5%). Eine Erfolgsgeschichte sind die Zahlen der österreichischen Dienstleistungsexporte. Nach einem Sprung von plus 31% auf 885 Mio. Euro. 2018 sind diese 2019 noch einmal um 49% auf 1,3 Mrd. Euro gewachsen. Wermutstropfen ist dabei der Rekordwert bei den Importen irischen Dienstleistungen in der Höhe von 1,7 Mrd. Euro (insbesondere IT Dienstleistungen). Insgesamt wurden zwischen Irland und Österreich 2019 fast vier Mrd. Euro an Waren und Dienstleistungen gehandelt.

Details zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie Chancen und Möglichkeiten am irischen Markt entnehmen Sie unserem aktuellen Wirtschaftsbericht 1-12/2019.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Irland.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Dublin für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Irland der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Erneuerbare Energie 

Von 1990 bis 2017 stieg der Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch Irlands von 1,8% auf 10,6%. Bis 2020 soll der Anteil laut Nationalem Aktionsplan für Erneuerbare Energien (NREAP) (Juli 2010) auf 16% anwachsen. Irland ist im Bereich der Windenergie neben Dänemark, Portugal und Spanien Vorreiter in der EU. 

Schlüsselfaktoren für den weiteren Ausbau des Anteils von Strom aus erneuerbaren Energien sind nationale Förderungen. Im Rahmen des Renewable Electricity Support Scheme (RESS) werden verschiedene Anreize für Produzenten gesetzt. 

Chancen für österreichische Unternehmen 

Österreichische Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien (speziell Wärmepumpen und Biomasse) genießen in Irland einen ausgezeichneten Ruf. Unseren Lieferanten kommt dabei unter anderem zugute, dass es keine namhaften irischen Erzeuger gibt. Irland wird in Zukunft vor allem auf den Ausbau von Windenergie setzen. Alternativen wie Solarenergie, Biomasse, Wärmepumpen und Waste-to-Energy bleiben interessante Nischen, in denen bereits einige österreichische Lieferanten stark präsent sind, wo aber noch viel Luft nach oben ist. 

Sie suchen ausführliche Informationen zur Branche Erneuerbare Energien in Irland? Kontaktieren Sie das Außenwirtschaftscenter Dublin

Life Science & Pharma 

Die Pharmaindustrie gilt als eine der Erfolgsgeschichten der irischen Wirtschaftsentwicklung. Der Sektor ist – im Verhältnis zur Gesamteinwohnerzahl Irlands von 4,8 Mio. – riesig. Mit Exporten von knapp 70 Mrd. EUR (2017) produziert die bio-pharmazeutische-chemische Industrie fast 55% der irischen Gesamtexporte. Die Industrie soll weiterhin gestärkt werden, indem globale Trends Richtung personalisiertes Gesundheitswesen und konvergente Technologien genutzt werden, um innovative Forschung und Entwicklung zu ermöglichen. Die Forschung im Pharma und Life Science Bereich hat sich in den letzten Jahren zunehmend auf die Bereiche Immunologie, Gastroenterologie, Onkologie und Neurowissenschaften spezialisiert. 

Chancen für österreichische Unternehmen 

Chancen sehen wir vor allem in den Bereichen der Errichtung von Produktionsanlagen (Reinraumtechnologien, Energierückgewinnung, etc.) aber auch bei der Lieferung von Rohstoffen und Intermediates. Besonders ausbaufähig sind die Bereiche klinische Forschung und Biobanking, wo in den nächsten Jahren mit erhöhten Aktivitäten zu rechnen ist. 

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Life Science & Pharma? Kontaktieren Sie das Außenwirtschaftscenter Dublin

Schienenverkehr 

Das öffentliche von Irish Rail betriebene Bahn- und S-Bahn Schienennetz Irlands umfasst derzeit 2.733 km. Der Großraum Dublin wird zusätzlich von den beiden LUAS/Light Rail – Straßenbahnlinien mit insgesamt 44,5 km bedient. Das LUAS-Streckennetz soll in den nächsten Jahren erheblich erweitert werden. 

Chancen für österreichische Unternehmen 

Im Rahmen der Greater Dublin Transport Strategy 2016-2035 der NTA – National Transport Authority sind Investitionen von 10 Mrd. Euro für den Ausbau des gesamten Streckennetzes vorgesehen. Geplant ist eine 26 km lange U-Bahn Linie im Großraum Dublin mit welcher das Stadtgebiet vom Flughafen im Norden bis zu den südlichen Stadtteilen erschlossen werden soll. Die Bauarbeiten beginne 2021. Die Gesamtbauzeit mit einem Projektvolumen von 3 Mrd. Euro soll ca. 6 Jahre betragen. Zusätzlich ist vorgesehen, das Streckennetz des DART (Dublin Area Rapid Transit), Dublins S-Bahn, zu erweitern und zu elektrifizieren, wofür weitere 2 Mrd. Euro veranschlagt sind.

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Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in Irland problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Dublin anfordern können. 

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Irland

Das AußenwirtschaftsCenter Dublin berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zur Irland haben.

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