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Die isländische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Kopenhagen hat die wichtigsten Informationen zur isländischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Aufgrund ihrer Kleinheit, ihrer Abhängigkeit von der internationalen Nachfrage und ihrer Währungs- und Zinsrisiken bekommt die isländische Volkswirtschaft globale Krisen besonders zu spüren.

Die durch die COVID-19 Pandemie ausgelöste Wirtschaftskrise trifft Island schwer. Für 2020 gehen die meisten Analysten von einem Rückgang des isländischen BIP zwischen 7–10% aus. Viele der Prognosen sind aber mit großer Unsicherheit behaftet, weil sie auf Zahlen des ersten Halbjahres basieren und noch nicht einbeziehen, dass aufgrund des Wiederaufflammens der Infektionszahlen und damit verbundenen Restriktionsverschärfungen v.a. der Tourismus neuerlichen, nicht in dem Ausmaß erwarteten Rückschlägen ausgesetzt ist.

Die erhoffte Erholung im zweiten Halbjahr 2020 wird daher wohl nicht eintreffen – striktere Einreisebestimmungen sowie inländische Beschränkungen seit Mitte August machten Hoffnungen auf eine rasche Besserung wieder zunichte.

Insbesondere der internationale Reiseverkehr, von dem man wirtschaftlich stark abhängig ist, wird lange nicht an die vergangene Dynamik anschließen können. Landsbankinn rechnet damit, dass es bis zu drei Jahre dauern könnte, bis das 2019er Niveau an Ankünften von internationalen Gästen wieder erreicht werden kann. Vieles hängt dabei natürlich auch von der globalen Entwicklung und der Reiselust bzw. Reisefurcht der internationalen Gäste ab.

Besondere Entwicklungen

Island reagierte relativ schnell auf die Corona-Krise. Die isländischen Behörden warnten bereits Anfang März vor Reisen in Hochrisikogebiete und führte strikte Einreisebestimmungen sowie eine umfassende Test- und Quarantänestrategie ein. Nach Eindämmung des Virus auf der Insel konnten Einschränkungen wieder gelockert und die Einreise von Tourist*innen erleichtert werden. Dies führte zu einem kurzlebigen Wiederaufleben des Tourismus – wenn auch weit unter dem üblichen Niveau. Ende Juli sorgte eine Handvoll zunächst unbemerkter Fälle jedoch dafür, dass das Virus sich wieder in Island verbreitete und wieder strengere Maßnahmen eingeführt werden mussten. Dazu zählen auch striktere Einreisebstimmungen, mit all ihren Auswirkungen auf die Tourismuseinnahmen. Analysten gehen davon aus, dass die Anzahl internationaler Reisender 2020 um 60-75% unter dem Vorjahresniveau zu liegen kommt.

Von isländischer Seite ist man sehr bemüht, internationale Reisende wieder nach Island zu locken – u.a. mit einer Imagekampagne, die Island als Reiseziel promoten soll, sowie durch attraktive Angebote an internationale Film- und Werbefilmproduktionen, die durch ihre Dreharbeiten in Island nicht zuletzt Neugier auf die einzigartige isländische Naturlandschaft wecken sollen.

Investitionen sollen dem Land den Weg aus der Krise ebnen – so sind in Island in den nächsten Jahren eine Reihe an Infrastrukturprojekten geplant. Die Bahnbreite reicht hierbei vom Ausbau und der Erneuerung des in die Jahre gekommenen Stromnetzes, Straßenbau- und Straßensanierungsprojekten, bis hin zum Ausbau und der Erneuerung der Tourismusinfrastruktur inklusive der Erweiterung des internationalen Flughafens Keflavik. Auch ehrgeizige Klimainitiativen sollen umgesetzt werden.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Aufgrund der überschaubaren Größe des isländischen Marktes (rund 360 Tsd. Einwohner) ist der bilaterale Warenaustausch mit Österreich stark schwankungsanfällig. Einzelne Großprojekte oder Warenlieferungen beeinflussen die Statistik signifikant. In den letzten Jahren waren die Handelsvolumina dank der boomenden Wirtschaft in Island und einer guten Nachfrage in Österreich deutlich angestiegen. 2019 waren die österreichischen Einfuhren aus Island jedoch deutlich negativ – ein Trend, der sich auch im ersten Halbjahr 2020 durch CoV-19 nochmals verstärkte. Von Jänner bis Juni 2020 gingen die Einfuhren aus Island – verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres – um 28,6% von 40,6 Mio. Euro auf beinahe 29 Mio. Euro zurück. Die Ausfuhren Österreichs in den Nordatlantik konnten 2019 zwar zulegen (+5,8% auf beinahe 42 Mio. Euro), brachen jedoch im ersten Halbjahr 2020 stark ein – von 23 Mio. Euro von Jänner bis Juni 2019 auf 12,3 Mio. Euro im selben Zeitraum 2020.

Auch im zweiten Halbjahr 2020 ist ein deutlicher Einbruch im bilateralen Austausch von sowohl Waren- als auch Dienstleistungen zu erwarten.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Island.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Kopenhagen für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Island der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Ausführliche Informationen 

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Island.

Das AußenwirtschaftsCenter Kopenhagen berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Island haben.

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