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Die isländische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Kopenhagen hat die wichtigsten Informationen zur isländischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Die isländische Volkswirtschaft bekommt aufgrund ihrer Kleinheit, ihrer Abhängigkeit von der internationalen Nachfrage und ihrer Währungs- und Zinsrisiken globale Krisen besonders zu spüren. So ging Islands BIP – ersten Schätzungen zufolge – im vergangenen Jahr real um 6,6 % zurück. Bezogen auf das BIP pro Person betrug der Rückgang 8,2 % gegenüber einem Bevölkerungswachstum von 1,7 % im Vorjahr. Seit Beginn der Messung durch die Isländer im Jahr 1946 war das BIP pro Kopf nicht derart stark gesunken. Der private Verbrauch hat sich um 3,3 % und die Investitionen um 6,8 % reduziert, während der öffentliche Verbrauch um 3,1 % zunahm. Für heuer prognostiziert die Economist Intelligence Unit ein Wirtschaftswachstum von 1,5 %. Der private Verbrauch dürfte heuer gemäß derzeitigen Prognosen voraussichtlich um 2,3 %, im Jahr 2022 um 4,1 % wachsen.

Der Tourismus, der eine der tragenden Säulen der isländischen Wirtschaft ausmacht, spielt bei der Wirtschaftsentwicklung eine entscheidende Rolle. Die Tourismusexporte gingen seit 2019 um 74,4 % zurück. Der geschätzte Anteil des Tourismus am BIP halbierte sich von 8,0 % im Jahr 2019 auf 3,5 % im vergangenen Jahr. Eine Erholung der Wirtschaft ist davon abhängig, ob der Tourismus sich im Laufe des Jahres erholt.

Viel Hoffnung wird in den Vulkanausbruch in der Region Geldingadalur auf der isländischen Halbinsel Reykjanes gesetzt – ein Naturschauspiel, das viele Schaulustige anzieht. Möglicherweise ist dies der Beginn einer neuen Periode erhöhter vulkanischer Aktivität und Experten meinen, dass sich dieser Ausbruch über viele, viele Jahre strecken könnte. Er könnte sich zur absoluten Touristenattraktion entwickeln und dazu beitragen, dass sich die Tourismusindustrie 2021 besser entwickelt, als prognostiziert.

Besondere Entwicklungen

Aufgrund von Corona operiert Island mit strengen Einreiseregelungen, u.a. mit einem Doppeltestverfahren mit Quarantäne zwischen den Tests. Ein Attest, das die Genesung von einer COVID-Erkrankung nachweist oder auch eine vollständige Impfung mit bestimmten anerkannten Impfstoffen, befreit von den Einreisemaßnahmen. Island ist bemüht, im Rahmen des Möglichen den für die Wirtschaft so bedeutenden Tourismus zuzulassen.

Island nutzt nun die Pandemie-Ausfallzeit, um seine touristische Infrastruktur erheblich zu verbessern. Die Regierung hatte bereits geplant, ihre Tourismusinfrastruktur zu verbessern, beschloss dann aber, ihre Bemühungen zu verdoppeln. Investiert werden mehr als 12 Millionen US-Dollar in die Verbesserung der Straßen, die Erhaltung beliebter Sehenswürdigkeiten und die Modernisierung der Einrichtungen in Nationalparks.

Auch in anderen Bereichen waren für die kommenden Jahre umfangreiche Investitionen geplant, wie der Ausbau des überlasteten Straßennetzes in und um Reykjavik, Tunnelneubauten (u.a. unter der Innenstadt von Reykjavik), der Bau der ersten Bahntrasse, neue Häfen sowie die Erneuerung des Stromnetzes. Der Betreiber des isländischen Stromnetzes – Landsnet – plant in den nächsten vier Jahren 26 neue Instandhaltungs- und Investitionsprojekte. Auch der Bau eines neuen internationalen Flughafens zwischen Keflavik und der Hauptstadt Reykjavik in Hvassahraun war im Gespräch.

Pandemiebedingt werden sich die Prioritäten teilweise verschieben, Investitionen sollen aber auch in Island den Weg aus der Krise ebnen.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Aufgrund der überschaubaren Größe des isländischen Marktes (rund 360 Tsd. Einwohner) ist der bilaterale Warenaustausch mit Österreich stark schwankungsanfällig. Einzelne Großprojekte oder Warenlieferungen beeinflussen die Statistik signifikant. In den letzten Jahren waren die Handelsvolumina dank der boomenden Wirtschaft in Island und einer guten Nachfrage in Österreich deutlich angestiegen. Bereits 2019 waren die österreichischen Einfuhren aus Island jedoch deutlich negativ – ein Trend, der sich 2020 CoV-19-bedingt nochmals verstärkte. Die Einfuhren aus Island gingen – im Vergleich zum Vorjahr – um 12,8 % von 63,8 auf 56,6 Mio. Euro zurück. Die Ausfuhren Österreichs nach Island brachen um fast ein Drittel (31 %) ein, von gut 42 Mio. Euro auf 29 Mio. Euro.

Mit der Wiederkehr von Touristen sollte sich auch die Nachfrage nach Konsumgütern, deren Ausfuhr nach Island 2020 stark gelitten hatte, wieder einstellen.

Im Anlagenbau und bei den Infrastrukturprojekten, die im Zuge der Krisenbewältigung angekurbelt werden, sollten sich österreichischen Firmen gute Chancen bieten – man ist hier auf ausländische Expertise angewiesen. Abzuwarten ist, wie schnell der Tourismus wieder an Fahrt gewinnt und damit auch die vielen prä-Corona geplanten Tourismusinvestitionen wiederaufgenommen werden. Weiterlaufen werden der Superkrankenhausbau und der Ausbau von Verkehrsinfrastruktur und des Energiebereichs. Hier könnten sich Chancen für technische Leistungen und Bauleistungen aus Österreich ergeben, die auch in den letzten Jahren zunehmend nachgefragt worden waren.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Island.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Kopenhagen für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung. Melden Sie sich bei uns!

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Island der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Ausführliche Informationen 

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Island.

Das AußenwirtschaftsCenter Kopenhagen berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Island haben.

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