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Die jordanische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Amman hat die wichtigsten Informationen zur jordanischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Trotz eines sehr schwierigen wirtschaftlichen Umfelds konnte die jordanische Wirtschaft in den letzten Jahren recht stabil wachsen. Für das Gesamtjahr 2018 wird das reale Wirtschaftswachstum Jordaniens von Economist Intelligence Unit (EIU) mit 1,9% angegeben. Die Prognosen für die kommenden zwei Jahre sprechen eine ähnliche Sprache: Die EIU erwartet für das Jahr 2019 ein Wachstum von 2,1% und für 2020 1,8%.

Vor Beginn des arabischen Frühlings im Jahr 2011 verzeichnete Jordanien über Jahre hinweg noch Wachstumsraten von durchschnittlich 6%. Insbesondere die fehlenden Absatzmärkte im Norden und Osten des Landes schlugen auf die Exportfähigkeit von privaten jordanischen Firmen durch.

Besondere Entwicklungen

Die Kürzung von Subventionen und Steuererhöhungen sind nicht zuletzt eine Folge der eingegangenen Verpflichtungen gegenüber dem IWF, der in den letzten Jahren Druck auf die jordanische Regierung ausgeübt hat, Reformen durchzuführen. Die schwierige wirtschaftliche Lage, insbesondere die hohe Arbeitslosigkeit, führen seit Februar 2019 zu Protesten in verschiedenen Städten im Königreich. Umfragen verdeutlichen das schwindende Vertrauen, dass die Bevölkerung in die Regierung des Premierministers Omar al-Razzaz hat. Im Juni 2019 zeigte eine Umfrage, dass lediglich 47% der Befragten al-Razzaz vertrauen, verglichen mit 69% zu seinem Amtsantritt. 

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Im Jahr 2018 beliefen sich die österreichischen Ausfuhren nach Jordanien auf 35,9 Mio. Euro und gingen damit im Vergleich zum Vorjahr um 29,9 % zurück. Damit setzt sich der negative Trend der letzten Jahre fort. Die Einfuhren betrugen im Jahr 2018 4,7 Mio. Euro. Im ersten Halbjahr 2019 gab es bei den österreichischen Ausfuhren nach Jordanien einen leichten Anstieg von 18,5 Mio. Euro auf 20,3 Mio. Euro im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum. Dies ist ein Anstieg von 9,5 %.Bei den Einfuhren aus Jordanien wurde im ersten Halbjahr 2019 ein starker Anstieg von 86,4 % verzeichnet, also von 2,1 auf 3,8 Mio. Euro.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Jordanien.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Amman für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Jordanien der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Umwelttechnologie

Jordanien besitzt kaum Erdöl- oder Erdgasvorkommen, zudem zählt das Land zu den wasserärmsten dieser Erde. Daher werden ca. 96 % des Energieverbrauchs importiert, umso wichtiger ist es auf alternative Energiequellen zu setzen und die Energieeffizienz zu steigern. Die jordanische Regierung setzt vor allem auf Solar- und Windenergie, der Wasserkraft wird auf Grund der Wasserarmut des Landes nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

Trotz dieser Gegebenheiten machten erneuerbare Energieträger im Jahr 2017 nur ca. 5 % des gesamten Energieverbrauchs aus, bis 2020 soll der Anteil zumindest auf 10 % gesteigert werden. Der Energieverbrauch soll durch Maßnahmen, wie dem Einbau von 1,5 Mio. Energiesparlampen oder auch besserer Isolierung der Häuser, gesenkt werden. Auch der öffentliche Sektor soll seinen Beitrag leisten, so sollen Wasseraufbereitungsanlagen bis zum Jahr 2025 ihren Energieverbrauch um 15 % senken. Auf Grund der Topografie Jordaniens ist die Wasserversorgung sehr energieintensiv, zumeist muss das Wasser aus sehr tiefliegenden Regionen teilweise über 1.000m nach oben zum Verbraucher gepumpt werden. Aufholbedarf gibt es für Jordanien in der Abfallwirtschaft, nur 7 % des Mülls werden recycelt und 45 % werden auf offenem Gelände entsorgt. Hier fehlt es vor allem an einem gesetzlichen Regelwerk, passender Infrastruktur, aber auch an der Sensibilisierung zur Mülltrennung bzw. dem Recycling.

Chancen für österreichische Unternehmen

Im Bereich der Abwasserwirtschaft sollen in der Region um Amman bis 2025 insgesamt 21 Projekte abgewickelt, u.a. sollen neue Kläranlagen, als auch neue Abwasserkanäle gebaut werden.

Neben dem Export von Komponenten für Wind- bzw Solarenergie, liegt auch in der Wartung der schon vorhandenen Anlagen viel Potenzial für österreichische Firmen, da lokale Unternehmen die Produkte vielfach nur importieren und installieren, für die Instandhaltung jedoch nicht das nötige Fachwissen besitzen. Chancen werden sich auch in der Abfallwirtschaft ergeben, besonders in den Bereichen Mülltrennung und Recycling, aber auch in der Errichtung und Erneuerung der dafür nötigen Infrastruktur. Um den Markteintritt zu schaffen würde es sich anbieten mit den lokalen Firmen zu kooperieren, da europäische Produkte in Jordanien sehr geschätzt werden und man zusätzlich von der Vernetzung des lokalen Partners profitieren kann. Des Weiteren bietet sich die Möglichkeit über offizielle Ausschreibungen in den Markt einzutreten. Neben dem jordanischen Energieministerium schreiben auch internationale Organisationen Projekte rund um das Thema Umwelttechnologien aus, beispielsweise die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die Europäische Bank für Wiederaufbau (EBRD) oder auch die EU-Delegation in Jordanien.

Für genauere Informationen rund um das Thema erneuerbare Energien steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Amman jederzeit zur Verfügung.

Hochbau/Baustoffe

Der gesamte Bausektor machte im Jahr 2016 ca. 5 % des jordanischen BIP aus. Durch die starke Zunahme der Bevölkerung in den letzten Jahren kommt nicht nur der soziale Wohnbau unter Zugzwang, auch andere öffentliche Einrichtungen werden benötigt. So brauchte es vor der Flüchtlingskrise ca. 33.000 neue Wohneinheiten pro Jahr, mittlerweile liegt der Bedarf bei ca. 60.000 Einheiten pro Jahr. Es müssen dadurch auch zusätzliche medizinische Einrichtungen sowie neue Schulen errichtet werden. Insbesondere im Gesundheitssektor sind große Projekte geplant. Ferner wird weiterhin im Bereich der Luxushotels investiert: Im Großraum Amman sollen 2019 zwei weitere Fünf-Sterne-Hotels eröffnet werden, was die Gesamtzahl auf 13 ansteigen lässt. Generell wird im jordanischen Bausektor viel importiert, im Jahr 2017 Waren im Wert von 1,2 Mrd. JOD (ca. 1,5 Mrd. Euro). Energieeffizienz und grünes Bauen gewinnt an Relevanz und es wurden neue Regelungen für energieeffiziente Gebäude geschaffen.

Chancen für österreichische Unternehmen

Österreichische Firmen können mit ihrem Know-how in Sachen Energieeffizienz und nachhaltiges Bauen punkten, von Materiallieferungen bis hin zu Beratungstätigkeiten in diesem Bereich. Für eine Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen benötigt man einen jordanischen Partner, da die Registrierung und Kategorisierung bei der Jordan Construction Contractors Association (JCCA) Voraussetzung ist.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte das AußenwirtschaftsCenter Amman. 

Verkehrsinfrastruktur/Tiefbau

In den letzten 15 Jahren ist die jordanische Bevölkerung u.a. durch Flüchtlingsbewegungen aus Syrien bzw. dem Irak stark angewachsen und hat den Druck auf die vorhandene Infrastruktur erhöht. Die Sanierung und der Ausbau des bestehenden Netzes an Straßen und öffentlichem Verkehr sind dringend notwendig. Bis zum Jahr 2022 will die jordanische Regierung bis zu 2,7 Mrd. JOD (ca. 3,4 Mrd. Euro) in die Infrastruktur des Landes fließen lassen, wobei diese Zahl mit Vorsicht zu genießen ist, da aufgrund von Budgetengpässen viele Projekte nicht umgesetzt werden können.

Oft sind Straßen in Jordanien in schlechtem Zustand, da sie nur sehr unregelmäßig gewartet werden, bzw. über einen längeren Zeitraum in Form von kleineren Abschnitten gebaut wurden. Weiters ist geplant, den öffentlichen Verkehr auszubauen, um die einzelnen Regionen besser miteinander zu verbinden. Teil davon soll die Errichtung einer fixen Buslinie zwischen Zarqa und Amman sein, man will aber auch den Verkehr vermehrt auf die Schiene bringen. So soll das nationale Eisenbahnnetz verbessert werden, zudem werden der regionale Flughafen in Amman sowie der in Aqaba saniert bzw. erweitert. In Aqaba soll ferner der Hafen vergrößert werden, u.a. soll ein neues Logistikzentrum entstehen. Neben der Erneuerung der Wassernetzwerke in allen Regionen, soll auch der Ausbau von Glasfaserleitungen forciert werden, um das Land zukunftsfit zu machen – Stichwort Industrie 4.0.

Chancen für österreichische Unternehmen

Durch die Vielzahl an Projekten, die von der jordanischen Regierung in Bezug auf Infrastruktur geplant sind, bieten sich hier Chancen für zahlreiche österreichische Unternehmen. So werden Baumaschinen und Equipment oft importiert, zudem vertrauen jordanische Unternehmen vielfach auf Technologie und Know-how aus dem Ausland. Für eine Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen benötigt man einen jordanischen Partner, da die Registrierung und Kategorisierung bei der Jordan Construction Contractors Association (JCCA) Voraussetzung ist. Gefragt sind auch Beratungsunternehmen, die die lokalen Firmen/Behörden vor Ort mit dem nötigen Wissen bei der Umsetzung von großen Infrastrukturprojekten unterstützen.

Sollten Sie weitere Fragen haben, steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Amman gerne zur Verfügung.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in Jordanien problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Amman anfordern können. 

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Jordanien

Das AußenwirtschaftsCenter Amman berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Jordanien haben.

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