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Die kubanische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Mexiko hat die wichtigsten Informationen zur kubanischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Kubas Wirtschaft kann sich weiterhin nicht vom schweren Rückschlag aus der Krise des Hauptpartners Venezuela und tiefer Rohstoffpreise erholen. Hierzu kam Hurrikan Irma Anfang September 2017, der große Schäden auf weiten Teilen der Insel hinterließ. Die Schätzungen für das Wirtschaftswachstum 2018 liegen bei 1,2 %, für 2019 und 2020 liegen die Prognosen noch deutlich darunter. 

Der Tourismusboom der letzten Jahre, die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zu den USA, die Transferzahlungen von Auslandskubanern und langsam fortschreitende wirtschaftliche Liberalisierungsmaßnahmen reichen nicht aus, um den Einnahmenausfall insbesondere mit Venezuela zu kompensieren. Langsam will man den Prozess der Wirtschaftsreformen fortsetzen.

Die ausländischen Direktinvestitionen bewegten sich auch 2018 weiter auf niedrigem Niveau, weit entfernt von den angestrebten USD 2,5 Mrd. jährlich.

Besondere Entwicklungen

Kuba hat im März 2018 die Mitglieder der Nationalversammlung gewählt und Mitte April 2018 wurde Miguel Diáz-Canel zum Nachfolger Raul Castros an der Staatsspitze bestellt. Letzterer bleibt allerdings bis 2021 Generalsekretär der Kommunistischen Partei Kubas und somit starker Mann im Land. Auf Diáz-Canel warten nun Mammutreformen, darunter die dringend notwendige Währungsreform.

Mit der Wahl des um 30 Jahre jüngeren Miguel Díaz-Canel zum neuen Präsidenten als Nachfolger von Raul Castro wurde ein deutlicher Generationswechsel vollzogen. Die Wegbegleiter Fidel Castros aus den ersten Revolutionstagen sind alle in höchstem Pensionsalter, viele davon weiterhin in einflussreicher Position. Allgemein wird daher kein großer Umbruch erwartet, jedoch scheint sukzessive ein verstärkter Übergang zu einem weniger zentralisierten System möglich.

Zwischenzeitlich hat Kuba eine Reform seiner Verfassung verabschiedet. An der Vorherrschaft der Kommunistischen Partei wurde nicht gerüttelt. Die Befugnisse des Präsidenten werden beschränkt und es wird das Amt eines Ministerpräsidenten geschaffen. Den Gouverneuren der Provinzen werden größere Befugnisse eingeräumt. Privateigentum und Auslandsinvestitionen sind nun in der Verfassung verankert.

Eine Abkehr von der streng kontrollierten staatlichen Wirtschaft ist nicht absehbar. Der Privatsektor wird sich weiterhin langsam unter starker staatlicher Kontrolle entwickeln.

Die Annäherung zu den USA seit Dezember 2014 mit der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen und der Besuchspolitik auf höchster Ebene stellte zweifellos einen Wendepunkt dar, der sich aber nun durch die restriktivere Handhabung seitens Präsident Trump wieder relativiert. Im Juni 2017 hat die US-Administration wieder schärfere Reisebestimmungen erlassen, weitere restriktive Maßnahmen wie etwa die Aktivierung des Art. 3 des Helms/Burton-Gesetzes stehen im Raum. Das US-Embargo kann formell ohnedies nicht ohne Zustimmung des Kongresses aufgehoben werden, wofür es keine Mehrheit gibt.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Die österreichischen Exporte nach Kuba steigen tendenziell seit etwa 2 Jahren, allerdings ist nur eine minimale Verbreiterung unserer Lieferpalette zu erkennen. So können weiterhin eine oder zwei große Maschinenlieferungen oder sonstiger Waren einen starken Ausschlag nach oben bewirken, und der Ausfall einer solchen das Gegenteil.

2018 nahmen unsere Exporte insbesondere dank einer Lieferung von Kautschukwaren um 122,4 % auf 33,2 Mio. Euro zu. Insgesamt reflektiert die bilaterale Außenhandelsentwicklung die aufgrund der Devisenknappheit gegebenen Importrestriktionen. Positiv ist in einigen Fällen die Absicherung von Lieferungen durch die ÖKB zu vermerken.

Schon 2017 gab es eine beachtliche Steigerung um 67,7 % auf 14,9 Mio. Euro vor allem dank bestimmter Maschinenlieferungen, v.a. Brauereimaschinen und –anlagen. Ausschlaggebend für den Exportzuwachs 2018 war wie schon oben erwähnt eine Lieferung von Kautschukwaren um 13 Mio. Euro; weitere wichtige Lieferpositionen waren Kohlelektroden (4,2 Mio. Euro), Kunststoffe (3 Mio. Euro), Impfstoffe (3 Mio. Euro), Papier (1,6 Mio. Euro), Metallbearbeitungsmaschinen (1,2 Mio. Euro), und Energy Drinks (1,3 Mio. Euro).

Die Importe aus Kuba betrugen 2018 2,38 Mio. Euro, was einem Rückgang um 23 % entspricht. Dieser wiederum ist auf den Rückgang der traditionellen Honiglieferung um 80 % von 1,5 Mio. Euro auf 0,3 Mio. Euro zurückzuführen. Neu ist die Lieferung von Grapefruitsaft um 0,9 Mio. Euro. Weiters lieferte Kuba alkoholische Getränke um 0,4 Mio. Euro (-34 %) und Tabakwaren um 0,3 Mio. Euro (+14 %).

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Kuba.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Mexiko für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Kuba der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Ausführliche Informationen 

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Kuba.

Das AußenwirtschaftsCenter Mexiko berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Kuba haben.