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Die liechtensteinische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Bern hat die wichtigsten Informationen zur liechtensteinischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung Liechtensteins stützt sich auf Verwaltungsdaten, die unter anderem im Zuge der Steuerveranlagung anfallen. Deshalb liegen Ergebnisse erst dreiundzwanzig Monate nach Abschluss des Berichtsjahres vor. Eine erste BIP-Schätzung wird jeweils vierzehn Monate nach Abschluss des Berichtsjahres publiziert. Wegen des großen Anteils der Zupendler an der Gesamtzahl der in Liechtenstein Erwerbstätigen – Ende 2019 (letztverfügbarer Wert) betrug ihr Anteil 56% – lassen sich nur bedingt Rückschlüsse vom Bruttoinlandsprodukt auf die Einkommenssituation der liechtensteinischen Bevölkerung ziehen. Im Jahr 2018 wuchs das nominale Bruttoinlandsprodukt (BIP) der liechtensteinischen Volkswirtschaft um +3,1% (letztverfügbarer Wert im Okotber 2021). Das BIP stieg im Jahr 2018 auf CHF 6,7 Mrd. Für 2019 rechnet man laut der derzeitigen Schätzung mit einem leichten BIP-Rückgang von -0,7%. Die Liechtensteiner Wirtschaft profitierte auch 2018 vom Aufschwung in Europa und erholte sich vom geldpolitischen Schock, den die Aufgabe des Euro-Mindestkurses durch die Schweizer Nationalbank im Januar 2015 ausgelöst hatte. 2020 war auch für die Liechtensteiner Wirtschaft ein schwieriges Jahr.

Laut dem kürzlich veröffentlichen Konjunkturbericht des Amtes für Statistik verzeichnete die Wirtschaftslage in Liechtenstein im Zuge des weltweiten Wirtschaftsaufschwungs im 1. Halbjahr 2021 jedoch eine deutliche Verbesserung. Die Umsatzzahlen von 25 größeren Unternehmen in Liechtenstein wuchsen im 1. Halbjahr 2021 gegenüber der Vorjahresperiode um 17%. Allein der Export stieg im 1. Halbjahr um knapp 40% gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres.

Besondere Entwicklungen

Liechtenstein wählte im Februar 2021 einen neuen Landtag. Im darauffolgenden März wurde bereits die neue Regierung angelobt; Die neu gebildete Regierung für die Legislaturperiode 2021-2025 stellt eine Fortsetzung der Großen Koalition der beiden großen bürgerlichen Parteien dar. Jedoch gibt es nun ein geändertes Mehrheitsverhältnis zu Gunsten der Vaterländischen Union, die den Regierungschef Daniel Risch stellt.

Liechtenstein feierte im Jahr 2019 sein 300-jähriges Jubiläum. Es war der 23. Januar 1719, als der römisch-deutsche Kaiser Karl VI. die Alpenmonarchie in den Status eines Reichsfürstentums hob. Seither sind die ehemalige Grafschaften Vaduz und die Herrschaft Schellenberg als Fürstentum Liechtenstein Teil der europäischen Landkarte. Der Staatsfeiertag am 15. August markierte den Höhenpunkt der Feierlichkeiten. Corona-bedingt fielen 2020 als auch 2021 die Feiern zum Staatsfeiertag merklich keiner aus. Die geplante Sbahn-Verbindung zwischen Liechtenstein und Feldkirch wurde am 30. August 2020 im Zuge einer Abstimmung von der Liechtensteinischen Bevölkerung abgelehnt; dadurch hätten vor allem die Pendler aus Vorarlberg eine attraktive Alternative gehabt. Immerhin haben mehr als 8.200 Vorarlbergerinnen und Vorarlberger ihren Arbeitsplatz in einem Unternehmen in Liechtenstein, viele davon müssen jeden Tag durch Feldkirch. Darüber hinaus hat das Fürstentum über ein Hilfspaket bislang über 87 Millionen Franken ausbezahlt, um lokale Unternehmen in der Krise zu unterstützen. Die Kurzarbeit wurde voerst bis Dezember 2021 verlängert.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Im Gesamtjahr 2020 exportierte Österreich Waren im Wert von EUR 387,6 Millionen in das Fürstentum Liechtenstein. Die Warenexporte gingen somit im Vergleich zur Vorjahresperiode um 14,9% zurück. Generell zu den exportstärksten Warengruppen zählen mechanische und optische Maschinen als auch Apparate & Geräte (ohne den Bereich Schmuck und Edelmetalle miteinzuberechnen). Vor allem bei den optischen Messgeräten ergab sich 2020 ein Minus von 10,3%. Bei Waren aus Eisen & Stahl gab es einen Rückgang von -22,1%. Im 1. Halbjahr 2021 konnten die Warenexporte erfreulicherweise um 4,9% gesteigert werden; bei den Warenimporten gab es ebenfalls ein Plus (+14,2%).

Österreichs Dienstleistungsexporte ins Fürstentum Liechtenstein sanken im Jahr 2020 auf einen Wert von EUR 214 Mio. Dies ergibt gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 18%. Im 1. Halbjahr 2021 ergab sich jedoch ein Plus von 10,3%.

Die Dienstleistungsimporte konnten bereits 2020 ein Plus von 7,9% verzeichnen; im 1. Halbjahr 2021 ergab sich erneut eine Steigerung von 16,3%.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Liechtenstein.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Bern für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Liechtenstein der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Ausführliche Informationen 

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Liechtenstein

Das AußenwirtschaftsCenter Bern berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Liechtenstein haben.

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