th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail LinkedIn Google-plus Facebook Whatsapp Flickr Youtube Instagram Pinterest Skype Vimeo Snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Die pakistanische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Abu Dhabi hat die wichtigsten Informationen zur pakistanischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Das pakistanische Leistungsbilanzdefizit stieg seit Ende 2016 kontinuierlich an und erreichte seinen historischen Höchststand im Jahr 2018 mit -6,3 Mrd. USD (8,5 % des BIP). Ausgelöst wurde die Krise durch das gleichzeitige Aufeinandertreffen mehrerer kritischer Faktoren: Schwächelnde Entwicklung der pakistanischen Exportwirtschaft im Vergleich zu Indien und Bangladesch, Steuerhinterziehung und Kapitalflucht aufgrund mangelnder Überwachung des Finanzsystems und das Versäumnis, während der Ölpreisschwäche Währungsreserven für künftige Ölpreisanstiege anzulegen (mit rund einem Drittel aller Importe hat der Erdölpreis starke Auswirkungen auf die finanzielle Gebarung des Landes). Außerdem wurden Infrastruktur-Großprojekte realisiert, die nur durch Verschuldung im Ausland finanziert und noch dazu nur durch den Import der dafür benötigten Güter aus dem Ausland umgesetzt werden konnten. Gleichzeitig wurde der Wechselkurs der pakistanischen Rupie künstlich hochgehalten, was die Exporte gebremst hat.

Besondere Entwicklungen 

Die vorerst bedeutendste Herausforderung ist die Abwendung einer Budget- und Leistungsbilanzkrise, aufgrund der auch und die Einhaltung von Wahlversprechen gefährdet ist (10 Mio. neue Arbeitsplätze, 5 Mio. neue Wohnungen). Rapide ansteigende Importe bei rückläufigen Exporten und schwindenden Devisenreserven samt bewusst herbeigeführter Abwertung der Rupie erfordern Einfuhrbeschränkungen. Diese treffen auch Investoren, bremsen Auslandsinvestitionen und dämpfen das Wachstum. Bereits die alte Regierung hatte drastische Zölle auf Luxusprodukte wie PS-starke PKW, hochpreisige Nahrungsmittel und Elektronikprodukte verhängt. Damit erhofft man sich eine Importreduktion um 4-5 Mrd. USD.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich 

Die erfreuliche Entwicklung des österreichischen Außenhandels mit Pakistan setzt sich fort. Die österreichischen Ausfuhren im Gesamtjahr 2018 beliefen sich auf 172,0 Mio. EUR, was einem Zuwachs von 13,5 % entspricht. Waren die Exporte bisher stark vom Projektgeschäft (vor allem im Kraftwerksbereich) abhängig, ist mittlerweile eine breitere Diversifikation festzustellen. Auch die Importe aus Pakistan wachsen nachhaltig und erreichten im Gesamtjahr 168,9 Mio. EUR (+1,4 %). Mit dieser Entwicklung verschwindet das österr. Handelsbilanzdefizit und es ergab sich 2018 erstmals wieder eine positive Handelsbilanz (zuletzt 2012). Im ersten Halbjahr 2019 haben die Exporte nach Pakistan einen Wert von 82,3 Mio. Euro erreicht und sind im Vergleich zum Vorjahrszeitraum um 1,9 % gestiegen.  Die Importe nach Österreich verzeichneten einen Zuwachs von 153 % und belaufen  sich nun auf 211,5 Mio. Euro .

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Pakistan

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Abu Dhabi für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Pakistan der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Metalle/Verarbeitung, Chemie/Kunststoffe

Für die Sparte Maschinenbau ist Pakistan ein interessanter Zuliefermarkt. Nachgefragt werden Anlagen für die Energieerzeugung und –übertragung, darunter auch für erneuerbare Energien, Erdgas ebenso wie für Wasserkraft und Solarenergie bzw. Kunststoffproduktion und -verarbeitung. Im Anlagenbau besteht Bedarf nach industriellen Anlagen unter anderem für die Herstellung von Zement, Zucker, Chemie, Baumaterialien, Textilien (Färbereien, Zwischenprodukte u.a.), Fahrzeugteilen und in anderen Bereichen. Weiterhin wichtig bleibt der Erdöl- und Erdgassektor sowie der Bergbau, wo entsprechende Nachfrage nach Ausrüstungen und Anlagen besteht.

Der Anteil der pakistanischen Kunststoffexporte beträgt rund 15 %.  Die Regierung konzentriert sich zunehmend auf die Entwicklung von nicht-traditionellen Gütern wie Kunststoff, um die Polymerindustrie zu stärken. 

Mit zahlreichen österreichischen Unternehmen im Kunststoffsektor, ist die Plastikindustrie in Pakistan ein sehr lukrativer Markt. In den kommenden Jahren wird die Plastikindustrie aufgrund des China - Pakistan Economic Corridor (CPEC) voraussichtlich schnell wachsen.

Die Kunststoffindustrie Pakistans besteht aus der vorgelagerten Industrie der Rohplastikhersteller und der nachgelagerten kunstoffverarbeitenden Industrie, welche mit 5700 Organisationen vertreten ist. Die Gesamtinvestitionen der vorgelagerten Kunststoffindustrie liegt bei rund PKR 5.677 bn (EUR 35.7 Mrd). Schätzungsweise PKR 10 Mrd (EUR 63 Mrd) wurden von der nachgelagerten Kunststoffindustrie in Pakistan investiert. Mehr als USD 260 Mrd wurden in die Plastikindustrie investiert, die Hälfte hiervon durch ausländische Direktinvestitionen.

Chancen für österreichische Unternehmen

Österreich ist einer der wichtigsten Exportpartner für Pakistan im Bereich Maschinenbau, insbesondere sind Maschinen im Hydro-, Wasser- und Abwassersektor, gefolgt von Industriemaschinen für Textilien, Pharma und Bau sehr gefragt. Mit dem Entwicklungsboom, der die CPEC begleitet, werden entlang der CPEC-Route wichtige Industriezonen eingerichtet, hier wird der Bedarf an großen Maschinen zunehmend steigen.

Sie suchen ausführlichere Informationen zu Pakistan? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsBüro Karachi.

Hochbau/Baustoffe

Der Bausektor ist einer der aussichtsreichsten Wirtschaftsbereiche Pakistan’s und trägt jährlich rund 3 % zum BIP bei. Die Bauindustrie verzeichnete zuletzt eine Wachstumsrate von 9 Prozent, vor allem basierend auf niedrigeren Preisen für Baumaterial, den Beginn öffentlicher Projekte, Voranschreiten des China Pakistan Economic Corridor, hohem Bedarf an Wohnbauten und wegen neu entstehender Industriezonen. Für die Jahre bis 2025 wird mit einem jährlichen Wachstum von zwischen 9 und 12 % gerechnet. Bedarf besteht vor allem an Maschinen für die Erdbewegung und für den Hochbau, Baumaterial für die rasche und günstige Schaffung von Wohnraum für einkommensschwache Familien und alle mit diesen Bereichen verbundenen Dienstleistungen wie Straßen- und Gebäudeplanung.

Chancen für österreichische Unternehmen

Mit der Aufnahme öffentlicher Projekte und dem hohen Bedarf an Wohnraum bestehen gute Zuliefermöglichkeiten die von österreichischen Firmen zum Teil bereits genutzt werden. Dazu zählen Bauholz, keramische Bauteile, Aluminiumerzeugnisse sowie Eisen und Stahl.

Sie suchen ausführlichere Informationen zu Pakistan? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsBüro Karachi.

Nahrungsmittel/Softdrinks

Pakistan ist ein Markt mit 200 Mio. Konsumenten, auf dem 44 % der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig sind. Gleichzeitig ist Pakistan eines der größten muslimischen Länder und gilt als Hub zwischen dem Mittleren Osten und Südasien für Halal- und andere Erzeugnisse. Mit dem anhaltenden Bevölkerungswachstum und steigender Kaufkraft nimmt auch die Nachfrage nach Lebensmitteln wie Getreide, Hülsenfrüchte, Milcherzeugnisse, Zucker, Fleisch und Gemüse aber auch Erfrischungsgetränken beständig zu. Für die kommenden 2 Dekaden wird mit einem Verbrauchsanstieg um jährlich 2 Prozent gerechnet.

Auch für den Einzelhandel verfügt Pakistan über ein hohes Marktpotenzial, obwohl die Mehrheit der Bevölkerung aufgrund der ländlichen Lage abseits moderner Einzelhandelsgeschäfte lebt. Supermärkte können von Zollsenkungen und einer erhöhten Transparenz der Einfuhrbestimmungen profitieren, um die steigende Nachfrage nach importierten Produkten zu decken.

Chancen für österreichische Unternehmen

Neben den Lieferungen der eigentlichen Lebensmittel sorgen auch die Investitionen multinationaler Unternehmen für eine Entwicklung der lokalen Produktion qualitativer Lebensmittel Und damit einhergehend den Bedarf an hochwertiger Ausrüstung und Produktions-  sowie Verpackungsmaschinen.

Der  Bedarf in der Erfrischungsgetränkeindustrie ist noch lange nicht gedeckt. Sowohl für Neueinsteiger als auch für neue Produkte im Bereich der Erfrischungsgetränke gibt es noch bedeutende Wachstumschancen.

Mehrere  österreichische Unternehmen aus dem Lebensmittel- und Getränkesektor sind bereits in Pakistan vertreten. Unter der neuen Regierung werden neue Investitionsmöglichkeiten für lokale Niederlassungen umfassend gefördert und hierdurch gute Voraussetzungen für einen Markteintritt geboten. Der Industrie wird prognostiziert, dass der Verkauf von alkoholfreien Getränken im laufenden Jahr 2019 um 10% steigen wird. Bis 2022 wird ein Anstieg um 10,3% auf rund USD 6 Mrd im Jahresdurchschnitt angenommen.

Sie suchen ausführlichere Informationen zu Pakistan? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsBüro Karachi.

Ausführliche Informationen 

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Pakistan

Das AußenwirtschaftsCenter Abu Dhabi berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Pakistan haben. 

 

Stand: