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Die peruanische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Santiago hat die wichtigsten Informationen zur peruanischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Peru gehörte in den letzten zehn Jahren zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften Lateinamerikas. Der durch die Covidkrise verursachte Rückgang konnte relativ rasch, durch die am Weltmarkt hohen Preise und große Nachfrage nach Kupfer und anderen von Peru exportierten Mineralien, abgefedert werden.

Trotz Erholung der Wirtschaftslage wird sich das Wachstum wegen innenpolitischer Anspannungen verlangsamen. Obwohl politische Unsicherheit Investitionen beeinflussen, bleibt die Wirtschaftspolitik marktwirtschaftlich orientiert.

Besondere Entwicklungen

Politik

Präsident Pedro Castillo, der von der Linkspartei Peru Libre (PL), die ihn 2021 an die Macht gebracht hat, nach weniger als 1 einem Jahr wieder von der Partei ausgeschlossen wurde, hat im Parlament keinen Rückhalt. Der unberechenbare politischer Kurs des Präsidenten, seine Unerfahrenheit und Korruptionsvorwürfe gegen ihn und seine engsten Mitarbeiter, wird voraussichtlich kurz- oder mittelfristig zu einer Absetzung durch das Parlament oder zu vorgezogenen allgemeinen Wahlen führen. 

Covid-19

Das defizitäre Gesundheitssystem, welches der Pandemie nicht gewachsen war, und der schleppende Anlauf bei den Impfungen, führte dazu, dass Peru weltweit eine der höchsten Mortalitätsraten gemessen an der Einwohnerzahl durch Covid-19 aufweist.

Der monatelanger strenger Lockdown 2020 brachte das Land praktisch zum Stillstand. Der wirtschaftliche Einbruch (-12 %) konnte jedoch 2021 durch einen starken Rebound-Effekt relativ rasch überwunden werden.

Mitte 2022 sind fast 85 % der Bevölkerung vollständig geimpft, über 55 % mit 3 Impfdosen. Eine 4. Impfung (Booster) wird der Bevölkerung ab dem 30 Lebensjahr angeboten. 

Es besteht weiterhin eine Maskenpflicht in geschlossenen Räumen und alle Personen über 18 Jahren müssen, um Einlass zu bekommen, einen Impfnachweise (3 Dosen) vorzeigen. Bei der Einreise ins Land ist ebenfalls der Nachweis der vollständigen Impfung Pflicht.

Wirtschaft

In den nächsten Jahren wird weiterhin der Hauptfokus bei den Investitionen im Infrastrukturbereich liegen, insbesondere in den Bereichen Ausbau der Verkehrswege, Erweiterung der Abwasserentsorgung und Verbesserung des Gesundheitswesens.

Um die gesteckten Investitionsziele zu erreichen, sind jedoch regulatorische Hürden und die schwache Kapazität der Regierung und der Behörden große Projekte umzusetzen, weiterhin ein großes Problem.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich 

Mit einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung in den letzten Jahren konnte sich Peru als verlässlicher Handelspartner Österreichs in Lateinamerika etablieren. 2018 stiegen die Exporte Österreichs im Vergleich zum Vorjahr um 36,8 % auf 82,08 Mio. Seit einem Rückgang im Jahr 2019 stagnieren die österreichischen Warenexporte nach Peru und erreichen durchschnittlich 60 Mio. Die wichtigsten Exportgüter sind nach wie vor Produkte der Warengruppe Maschinenbauerzeugnisse. Großer Zuwachs kann weiterhin auch bei chemischen Erzeugnissen, insbesondere bei medizinischen und pharmazeutischen Produkten, erzielt werden.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Peru.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Santiago für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Peru der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Infrastruktur

Peru hat einen großen Aufholbedarf in erster Linie in den Sektoren Verkehr, Abwasserentsorgung, Gesundheitswesen, Trinkwasserversorgung, Telekommunikation und Bildung. Es werden, laut Nationalen Infrastrukturprogramm Perus, in den nächsten 20 Jahren USD 110 Mrd. benötigt, um die seit Jahrzehnte bestehende Infrastrukturlücke zu schließen.

Chancen für österreichische Unternehmen 

Es bestehen gute Marktchancen für österreichische Waren, Dienstleitungen und Know-how in den Bereichen Straßen- und Tunnelbau, Schienenverkehr, Seilbahnen, Aus- und Neubau von Flughäfen und Hafenanlagen, Energiegewinnung und -versorgung sowie Trink- und Abwasserleitungen.

Konkrete Geschäftsmöglichkeiten bieten sich beim Ausbau der Metrolinien in Lima und bei neuen Schienennetzen für Nahverkehrszüge.

Der geplante Ausbau neuer Personenverkehrsmöglichkeiten (z. B. Seilbahnen) in urbanen Bereichen und für die Erschließung und Förderung im Fremdenverkehrssektor, ist sicher ebenfalls eine interessante Herausforderung für österreichische Experten.

Auch im Bereich Smart Cities gibt es zahlreiche Geschäftschancen für Technologien „Made in Austria“. Möglichkeiten ergeben sich für Firmen im Kommunikationssektor und für Experten intelligenter Lösungen im Verkehrsbereich.

Metalle/Verarbeitung, Chemie/Kunststoff

Die peruanische metallverarbeitende Industrie und der Sektor Metallurgie sind in den drei Jahren vor der Pandemie stetig gestiegen. Auch die chemische Industrie, die vermehrt exportorientiert ist, verzeichnet einen Zuwachs.

Peru ist auf regionaler Ebene ein wichtiger Exporteur von Chemikalien, Tendenz steigend. Die Industrie der Petrochemie und der Polymeren dient als Ausgangspunkt für die Entwicklung wichtiger Industrieketten wie Textilien, Kunststoffe, Düngemittel und chemische Produkte, für die wiederum Maschinen und Anlagen importiert werden.

Chancen für österreichische Unternehmen 

Für österreichische Unternehmen bieten sich Geschäftsmöglichkeiten in der Zulieferung von Edelstahlerzeugnissen für Großprojekte im Bergbau sowie im Erdöl-und Erdgassektor.

Absatzchancen bestehen auch für österreichische Anlagen- und Maschinenbauer diverser, im Aufschwung befindlicher, Bereiche (Kunststoffe und Recycling, Verpackungsindustrie, Lebensmittel- und Pharmaindustrie). 

Im Bereich der chemischen Industrie bestehen gute Exportchancen für Österreich u.a. für Zulieferer von synthetischen Fasern.

Durch die stetig steigenden peruanischen Exporte landwirtschaftlicher Produkte, ist auch der Markt für chemische Erzeugnisse im Agrarbereich interessant.

Erneuerbare Energien / Umweltschutz

Peru ist eines der potenziell attraktivsten Länder in Südamerika im Bereich erneuerbare Energien. Strom aus erneuerbaren Energiequellen macht jedoch erst 5 % der Gesamtsumme der Energiematrix aus. Angestrebt ist eine jährliche Steigerung des Anteils aus erneuerbaren Energien um 5 %. bzw. bis zum Jahr 2030 20 % zu erreichen.

Das Umweltbewusstsein in Peru ist erst in den letzten Jahren erwacht und der Trend zeigt, dass erneuerbare Energien und aktiver Umweltschutz bei Regierung und Bevölkerung vermehrt an Bedeutung gewinnen, was auch Chancen für österreichische Unternehmen bringt. 

Seit 2021 ist per Gesetz der Gebrauch von Einwegplastik, Plastikstrohalmen und Plastiksackerl praktisch zur Gänze verboten. Recycling-, Mehrweg- und Bioprodukte sind zunehmend gefragt und bieten interessante Betätigungsfelder und gute Marktchancen. 

Die Plastikindustrie (PET) sowie die Zementindustrie setzen ebenfalls zunehmend auf Kreislaufwirtschaft und Recyclinganlagen.

Chancen für österreichische Unternehmen 

Österreichische Firmen, insbesondere im Bereich Wasserkraft und Kleinwasserkraftwerke, haben Potential, ihre Geschäfte mit Peru auszubauen.

Ebenso bieten sich für österreichische Firmen zahlreiche Zulieferchancen sowie Dienstleistungsexporte und Investitionsmöglichkeiten in den Bereichen Biomasseanlagen, Windparks und Photovoltaik.

Großen Aufholbedarf gibt es in Peru bei Recyclinganlagen und der fachgerechten Abfallentsorgung. Auch hier können österreichische Unternehmen punkten.

Gesundheitssystem & Einrichtungen, Bildung 

Für die nächsten Jahre sind im Gesundheitssektor Krankenhauserweiterungen und Neubauten geplant sowie die Anschaffung und Erneuerung medizinischer Geräte. Um die, für die Region verhältnismäßig hohen, Medikamentenpreise zu senken und das Angebot zu erweitern, ist in den letzten Jahren der Bedarf an importierten Pharmaprodukten kontinuierlich gewachsen. Auch Wellness- und Lifestyle-Produkte erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

Eine von der Weltbank finanzierte Studie des Unterrichtsministeriums weist darauf hin, dass bei 75 % der schulischen Infrastruktur Perus Verbesserungsbedarf besteht, dieser Bereich wird über kurz oder lang ebenfalls ein Betätigungsfeld darstellen.

Chancen für österreichischen Unternehmen 

Gesamtanbieter für Krankenhäuser und andere Einrichtungen im Gesundheitswesen sowie Zuliefer- und Dienstleistungsfirmen im Spitalsbereich finden in Peru ein interessantes Bestätigungsfeld.

Die peruanischen Importe von in Österreich hergestellten Produkten der Pharmaindustrie haben in den letzten Jahren zugenommen und es bestehen gute Wachstumsmöglichkeiten. 

Im Bereich Lehrmittelbedarf für Schulen könnten sich ebenfalls Geschäftsmöglichkeiten für österreichische Firmen ergeben.

Ausführliche Informationen 

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Peru.

Das AußenwirtschaftsCenter Santiago berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Peru haben.

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