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Die sudanische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Kairo hat die wichtigsten Informationen zur sudanische Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Der Sudan befindet sich weiterhin in einer wirtschaftlich angespannten Situation. Der Sudan kämpft weiter unter den wirtschaftlichen Auswirkungen der Abspaltung des Südsudans (damit 75 % der produzierenden Erdölfelder und wichtigste Einnahmequelle, etwa 25 % des Territoriums und 20 % der Bevölkerung) gepaart mit mangelhaften wirtschaftlichen Reformen, obgleich diese immer wieder angekündigt wurden und werden. Die hohten Ausgaben für Verteidugng und Sicherheit (je nach Schätzung zwischen 20 und 70 % des Budgets; Miltär und Sicherheit werden auch ein immer größerer Wirtschaftsfaktor) sowie die Korruption (Sudan liegt im Transparency International’s annual Corruption Perceptions Index auf Platz 170 von176) gepaart mit zu geringen Investment in Gesundheit, Bildung, Wohnraum und Infrastruktur tragen ihres zur Situation bei.

Besondere Entwicklungen

Die sudanesische Regierung führte 2016 und 2017 Reformen im Bereich ihrer Geld- und Wechselpolitik durch. Bereits 2016 hat eine de-facto Abwertung des sudanesischen Pfundes stattgefunden um die eklatante Kluft zwischen dem offiziellen Wechselkurs (März 2017 – USD 1 = SDG 6,65) und dem Parallelmarktkurs (USD 1= ca. SDG 18) zu schließen. Zugang zum offiziellen Kurs von SDG 6,65 hatte lediglich der Staat. Die Banken verwendeten für Firmen die sogenannte „incentive rate“. Diese betrug +123 % des offiziellen Kurses, also SDG 15,9 für USD 1. Auch auf diesen konnten sich die Firmen aber nicht verlassen, da die Banken nicht genug Hartwährung zur Verfügung stellten. Den Firmen blieb somit oftmals abermals nur der Weg auf den Parallelmarkt. Diese Kursanpassungen hatten natürlich massive Preissteigerungen zur Folge und trieben den Parallelmarkt abermals nach oben. Ende 2017 / Anfang 2018 wurde diese „3 Kurse Politik“ wieder abgeschafft und es folgte eine Art Abwertung auf USD 1 = SDG 18. Daraufhin ist der Parallelmarkt völlig außer Kontrolle geraten und erreichte zeitweilig bis zu USD 1 = SDG 40. Nachdem der SDG offiziell auf SDG 29 zum USD abgerutscht war, folgte mit 7.10.2018 das nächste Kapitel im Abwertungsprudel, eine Abwertung auf USD 1 = SDG 47,5. Nunmehr bestimmt ein Team von Bänkern und Geldwechslern täglich über den Wechselkurs. An der Liquiditätskrise hat dies bisher nichts gändert. Offiziell steht der USD Kurs weiterhin auf USD 1 = SDG 27,5. Tatsächlich steht der USD bei ca. SDG 80,-.

Die Aufhebung der meisten OFAC US Sanktionen gegenüber dem Sudan per 12.10.2017 hat sich leider in keiner Verbesserung der wirtschaftlichen Situation gespiegelt. Wir bezweifeln, dass sich in der Praxis schnell etwas ändern wird. Im Falle vom Iran hat es ca. 1,5 Jahre gedauert und der Iran hat ein anderes wirtschaftliches Potential als der Sudan. Laut den sudanesischen Geschäftsleuten wartet der wirtschaftliche Aufschwung deshalb auf sich, da der Sudan nach wie vor auf der SSR– Liste (State Sponsors of Terrorism) steht und hoffen (abermals) darauf, dass eine Aufhebung die Wirtschaft beflügeln wird.

Die Realität widerspricht bisher. Seit Ende 2017 hat sich die Wechselkurssituation sowohl in den Banken als auch am Parallelmarkt enorm verschärft. Hinzu kommen die Demonstrationen seit Ende 2018, welche ein normales Wirtschaften noch weiter erschweren. Der USD steht bei ca. SDG 80,- Momentan werden wohl viele Kunden massive Probleme haben, Hartwährung zu beschaffen und zu überweisen.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Obwohl der Sudan kein Export-Einsteigmarkt ist, konnten und können österreichische Unternehmen bereits in verschiedensten Branchen und Bereichen, kleinere und größere Erfolge erzielen. Österreichische Lieferungen decken bereits eine ganze Bandbreite an Waren ab – von Spezialfahrzeugen, Maschinen und Anlagen, traditionell Schnittholz, chemischen Erzeugnissen und Pharmazeutika bis zu Eisen und Stahl.

Die österreichischen Exporte in den Sudan liegen derzeit bei knapp unter 15 Mio. Euro Der Sudan rangiert somit knapp außerhalb der Top 15 Exportmärkte in Afrika für österreichische Firmen. Bis 2015 gab es noch österreichische Exporte in den Sudan von über 20 Mio. Euro. Seit 2016 gingen die Exporte – der allgemeinen schlechten Wirtschaftslage geschuldet – zurück. 13,3 Mio. Euro 2016, 15,2 Mio. Euro 2017 und 13,2 Mio. Euro 2018.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Sudan.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Kairo für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Sudan der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Ausführliche Informationen 

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Sudan.

Das AußenwirtschaftsCenter Kairo berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zum Sudan haben.