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Die sudanische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Kairo hat die wichtigsten Informationen zur sudanische Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Demonstrationen seit Ende 2018; Ende der Omar al-Bashir Herrschaft im April 2019; Militärregierung; politische Einigung; zivile Übergangsregierung; erste Putschversuche seit Sommer 2021; Militärputsch am 25.10.2021; Unruhen und blutige Aufstände gegen die Militärregierung im ganzen Land. Das ist das Kurz-Stakkato der Entwicklungen seit Dezember 2018.

Nach dem Ende der Bashir-Herrschaft und der Militärregierung hatten die Zivilisten/Revolutionäre die Gründung einer Übergangsregierung geschafft, die eine ca. dreijährige Übergangsphase hin zur Demokratie abwickeln sollte. Abdalla Hamdok, der jahrelang als Wirtschaftsexperte für die Vereinten Nationen gearbeitet hat, wurde zum neuen Premierminister ernannt. Er kämpfte ebenso wie diverse Minister mit dem bestehenden Bürokratieapparat sowie den Überbleibseln des alten Regimes. Die Militärs und Sicherheitsdienste hielten an einer starken Einbindung fest, um bestehende Pfründe zu sichern – und behielten scheinbar schlussendlich die Überhand.

Besondere Entwicklungen

Die sudanesische Regierung führte 2016 und 2017 Reformen im Bereich ihrer Geld- und Wechselpolitik durch. Bereits 2016 hat eine de-facto Abwertung des sudanesischen Pfundes stattgefunden um die eklatante Kluft zwischen dem offiziellen Wechselkurs (März 2017 – USD 1 = SDG 6,65) und dem Parallel-marktkurs (USD 1= ca. SDG 18) zu schließen. Zugang zum offiziellen Kurs von SDG 6,65 hatte lediglich der Staat. Die Banken verwendeten für Firmen die sogenannte „incentive rate“. Diese betrug +123% des offiziellen Kurses, also SDG 15,9 für USD 1. Auch auf diesen konnten sich die Firmen aber nicht verlassen, da die Banken nicht genug Hartwährung zur Verfügung stellten. Den Firmen blieb somit oftmals abermals nur der Weg auf den Parallelmarkt. Diese Kursanpassungen hatten natürlich massive Preissteigerungen zur Folge und trieben den Parallelmarkt abermals nach oben. Ende 2017 / Anfang 2018 wurde diese „3 Kurse Politik“ wieder abgeschafft und es folgte eine Art Abwertung auf USD 1 = SDG 18. Daraufhin ist der Parallelmarkt völlig außer Kontrolle geraten und erreichte zeitweilig bis zu USD 1=  SDG 40. Nachdem der SDG offiziell auf SDG 29 zum USD abgerutscht war, folgte mit 7.10.2018 das nächste Kapitel im Abwertungsprudel, eine Abwertung auf USD 1 = SDG 47,5.

Die Abwertungsspirale ging nahtlos weiter und erreichte Anfang Februar mit USD 1 = SDG 400 einen neuen Rekord. Die sudanesische Zentralbank – Central Bank of Sudan (CBoS) –  gab am 21.02.2021 die Abwertung des sudanesischen Pfundes - SDG bekannt. Seither liegt der offizielle Wechselkurs bei rund USD 1 = SDG 440. Auswirkungen auf die Praxis bleiben abzuwarten. Durch die Abwertung erhofft sich die Zentralbank den Währungsverfall zu stoppen, den Parallelmarkt entsprechend einzudämmen und die eklatante Kluft zwischen dem offiziellen Wechselkurs und dem Parallelmarktkurs zu schließen. Die Liquiditätskrise besteht nach wie vor.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Obwohl der Sudan kein Export-Einsteigmarkt ist, konnten österreichische Unternehmen in verschiedensten Branchen und Bereichen, kleinere und größere Erfolge erzielen. Österreichische Lieferungen decken bereits eine ganze Bandbreite an Waren ab - von Spezialfahrzeugen, Maschinen und Anlagen, traditionell Schnittholz, chemischen Erzeugnissen und Pharmazeutika bis zu Eisen und Stahl.

Die österreichischen Exporte in den Sudan sanken 2021 um 53% auf EUR 8,9 Mio. Der Sudan rangiert somit gerade noch innerhalb der Top 15 Exportmärkte in Afrika für österreichische Firmen. Mit über EUR 19 Mio. war 2020 ein herausstechend gutes Jahr gewesen. Bis 2015 gab es noch österreichische Exporte in den Sudan von über EUR 20 Mio. Seit 2016 gingen die Exporte – der allgemeinen schlechten Wirtschaftslage geschuldet – zurück. EUR 13,3 Mio. 2016,  EUR 15,2 Mio. 2017, EUR 13,2 Mio. 2018 und EUR 10,7 Mio. 2019.

Sie haben Fragen zur Marktbearbeitung Sudan? Kontaktieren Sie uns gerne via kairo@wko.at

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Sudan.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Kairo für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Sudan der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Ausführliche Informationen 

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Sudan.

Das AußenwirtschaftsCenter Kairo berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zum Sudan haben.

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