th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close icon-window-edit icon-file-download icon-phone xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin Google-plus facebook pinterest skype vimeo snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram

Die sudanische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Kairo hat die wichtigsten Informationen zur sudanische Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Demonstrationen seit Ende 2018; Ende der Omar al-Bashir Herrschaft im April 2019; Militärregierung; politische Einigung; zivile Übergangsregierung; das ist das Kurz-Stakkato der Entwicklungen seit Dezember 2018. 

Die Zivilisten/Revolutionäre haben die Gründung einer Übergangsregierung geschafft, die eine ca. dreijährige Übergangsphase hin zur Demokratie abwickeln soll. Abdalla Hamdok, der neue Premierminister, der jahrelang als Wirtschaftsexperte für die Vereinten Nationen gearbeitet hat, kämpft nun ebenso wie diverse Minister mit dem bestehenden Bürokratieapparat sowie den Überbleibseln des alten Regimes. Die Militärs und Sicherheitsdienste halten an einer starken Einbindung fest, um bestehende Pfründe zu sichern. 

Der „neue Sudan“ erwartet eine schnelle Streichung von der Liste der „Terrorismus unterstützenden Länder“ und einen daraufhin folgenden Wirtschaftsaufschwung. Momentan ist man davon noch weit weg.

Diese Ereignisse sowie die nach wie vor offene politische und wirtschaftliche Transformation haben dem Staatshaushalt aber jedenfalls zugesetzt. Rückläufige Exporte bei nach wie vor doppelt so hohen Importen und über 50% Inflation pro Jahr gepaart mit einem nicht leistbaren Subventionssystem führten 2018 und 2019 zu einer Reduktion des BIPs. 

Normales Wirtschaften ist momentan nicht möglich. Derzeit werden wohl viele Kunden massive Probleme haben, Hartwährung zu beschaffen und zu überweisen. Erste finanzielle Unterstützungen durch arabische Länder müssen erst in der Praxis „ankommen“. Der Erhalt von verlässlichen Akkreditiven ist wohl weiterhin nicht realistisch. Noch wichtiger ist aber sicherlich, dass EU-Banken Geldmittel bei Sudan Geschäften überhaupt akzeptieren. 

Besondere Entwicklungen

Die sudanesische Regierung führte 2016 und 2017 Reformen im Bereich ihrer Geld- und Wechselpolitik durch. Bereits 2016 hat eine de-facto Abwertung des sudanesischen Pfundes stattgefunden, um die eklatante Kluft zwischen dem offiziellen Wechselkurs (März 2017 – USD 1 = SDG 6,65) und dem Parallelmarktkurs (USD 1= ca. SDG 18) zu schließen.

Nachdem der SDG offiziell auf SDG 29 zum USD abgerutscht war, folgte mit 07.10.2018 das nächste Kapitel im Abwertungssprudel, eine Abwertung auf USD 1 = SDG 47,5. Nunmehr bestimmt ein Team von Bänkern und Geldwechslern täglich über den Wechselkurs. Die Demonstrationen, Revolution und weiterhin nicht gelösten Herausforderungen beschleunigten den Verfall des SDG. Es besteht eine Liquiditätskrise. Offiziell steht der USD-Kurs weiterhin auf USD 1 = SDG 55. Tatsächlich steht der USD am Parallelmarkt bei ca. SDG 135,- (27.4.2020)

Die Aufhebung der meisten OFAC-US-Sanktionen gegenüber dem Sudan per 12.10.2017 hat sich leider in keiner Verbesserung der wirtschaftlichen Situation gespiegelt. Laut den sudanesischen Geschäftsleuten wartet der wirtschaftliche Aufschwung deshalb auf sich, da der Sudan nach wie vor auf der SST – Liste (State Sponsors of Terrorism) steht und sie hoffen (abermals) darauf, dass eine Aufhebung die Wirtschaft beflügeln wird. Die neue Regierung arbeitet daher intensiv an diesem Thema. 

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Obwohl der Sudan kein Export-Einstiegsmarkt ist, konnten österreichische Unternehmen in verschiedensten Branchen und Bereichen kleinere und größere Erfolge erzielen. Österreichische Lieferungen decken bereits eine ganze Bandbreite an Waren ab - von Spezialfahrzeugen, Maschinen und Anlagen, traditionellem Schnittholz, chemischen Erzeugnissen und Pharmazeutika bis zu Eisen und Stahl. 

Die österreichischen Exporte in den Sudan liegen derzeit bei knapp über EUR 10 Mio. Der Sudan rangiert somit knapp außerhalb der Top 15 Exportmärkte in Afrika für österreichische Firmen. Bis 2015 gab es noch österreichische Exporte in den Sudan von über EUR 20 Mio. Seit 2016 gingen die Exporte – der allgemeinen schlechten Wirtschaftslage geschuldet -zurück.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Sudan.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Kairo für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Sudan der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Ausführliche Informationen 

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Sudan.

Das AußenwirtschaftsCenter Kairo berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zum Sudan haben.

Stand: