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Ein Unternehmen im Irak gründen

Auch bei Investition und Firmengründung im Ausland stehen wir mit Fachwissen und unseren Kontakten an Ihrer Seite

Firmengründung im Irak

Die Regionalregierung der Region Kurdistan versucht den privaten Sektor zu fördern. Firmengründungen, auch für ausländische Staatsangehörige, sind ohne viel Bürokratie und ohne großen Kostenaufwand möglich. Firmen in der Region Kurdistan können zu 100 % in ausländischem Besitz sein. Da sich in den letzten Jahren die Wirtschaftslage in der Region Kurdistan aber rapide verschlechtert hat, ist auch die Zahl der Firmengründungen enorm zurückgegangen. Sie brauchen jedenfalls gute lokale Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte oder erfahrenen Partner für die Firmengründung. Wir unterstützen Sie gerne bei der Suche.

Im Zentralirak müssen Sie mit langen Bearbeitungszeiten für eine Firmengründung rechnen. Im Allgemeinen ist es einfacher, eine Zweigniederlassung zu registrieren. Diese kann entweder als Branch Office oder als Representation Office gegründet werden. Ersteres darf aktiv Geschäfte betreiben; ein Representation Office ist auf Marketing-Aufgaben beschränkt.

Die Registrierung einer eines Branch kostet rund USD 8.000 bis 10.000 und dauert zwischen drei und sieben Wochen nach Einreichung der Unterlagen beim Ministerium für Handel. Das Registrieren eines Repräsentationsbüros kostet etwa USD 7.500  und dauert rund drei bis sechs Wochen nach Einreichung der Unterlagen. Sie benötigen diverse übersetzte und beglaubigte österreichische Unterlagen für diesen Vorgang. Gerne beraten wir Sie zu den einzelnen nötigen Schritten. Die Gründung einer GmbH (LLC) im Irak ist deutlich komplizierter.

Das derzeit im Irak gültige Investitionsrecht wurde allgemein im Jahr 2003 erlassen und danach mehrfach angepasst, zuletzt im Jahr 2010. Laut Gesetzestext sollen Investorinnen und Investoren weitreichende Vorteile zukommen:

  • Gleichbehandlung mit irakischen Staatsangehörigen
  • Grunderwerbsfreiheit, allerdings nur mit Zustimmung der Investment Commission
  • Rückführung von Kapital und Profiten
  • Das Recht sich an Unternehmen die an der Iraker Börse gehandelt werden zu beteiligen
  • Das Recht Grundstücke im bis zu 50 Jahre lang zu mieten
  • Das Recht ein Bankkonto im Irak zu eröffnen

Diese Versprechungen klingen gut, sind aber in der Praxis mit vielen Problemen und Unklarheiten in der konkreten Abwicklung verbunden. Die Region Kurdistan hat eigene Investmentgesetze.

Das AußenwirtschaftsCenter Amman steht Ihnen für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Wir unterstützen bei Gründung und Investition

Damit Ihre Investition im Ausland kein Sprung ins kalte Wasser wird, beraten Sie unsere AußenwirtschaftsCenter bei Gründung und Investition in Ihrem Zielmarkt. Dazu gibt es Startgeld für Mutige: Das Förderprogramm go-international  erleichtert Ihnen Markteintritt, Marktbearbeitung und die Gründung einer Niederlassung im Ausland und ist Teil der Internationalisierungsoffensive des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und der Wirtschaftskammer Österreich.

Investitionsberatung

Irgendwann ist es soweit. Oft erst später, wenn es richtig gut läuft und die Umsätze stimmen. Manchmal gleich, weil man mit sechs Stunden Zeitverschiebung keine zwölf Vertriebspartner an der Leine führen kann. Oft, weil der Markt ein Produkt verlangt, das vor Ort gewartet, assembliert oder mit Ihrem Know-how produziert werden muss.

Die eigene Niederlassung ist immer teuer, aber auch immer Ihr bester Vertriebspartner in einem Exportmarkt. Wenn es so weit ist, dann wissen wir, wie es geht. Firmengründung, Rechtsform, Steuern, Visa für entsandtes Personal, Arbeitsrecht, Versicherungen, Standortwahl, Förderungen, Finanzierungen – wir bereiten Sie vor und helfen Ihnen durch.

Wir haben vor Ihnen in Ihrem Zielmarkt viele andere Unternehmen bei Investitionsentscheidungen begleitet und können deren Erfahrungen an Sie weitergeben. Und das Wichtigste: Unser Netzwerk an kompetenten Dienstleistern kann sich überall sehen lassen und erspart viele leere Kilometer.

Sind Sie bereit? Kontaktieren Sie einfach das AußenwirtschaftsCenter Amman

Förderungen

Wer sich in einem Auslandsmarkt niederlassen will, muss erst in die Kasse greifen – daran ändern auch guter Service und Beratung nichts. Marketing, Rechtsberatung, Partnersuche: Alles kostet, bevor es etwas bringt. Auch bei guter Vorbereitung gibt es keine Erfolgsgarantie, wenn man Investitions-Neuland betritt.

Die Direktförderungen aus der Internationalisierungsoffensive go-international federn Risiken ab und entlasten Unternehmen. Förderbar sind unter anderem Reise- und Marketingkosten, Honorare lokaler Branchenexpertinnen und –experten, Messe und Kongressteilnahmen, Rechts- und Steuerberatung zum Thema Unternehmensgründung sowie Marktanalysen.

Darüber hinaus bestehen natürlich auch noch andere Förderstellen und Fördermöglichkeiten: Unsere Expertinnen und Experten in den Landeskammern haben den Überblick über viele Fördermaßnahmen und helfen Ihnen, sich im Förderdschungel zurechtzufinden!

Investitionsschutz

Österreich hat im Laufe der Zeit über 60 bilaterale Investitionsschutzabkommen abgeschlossen, um österreichische Unternehmen, die im Ausland investieren, vor Benachteiligung und entschädigungsloser Enteignung zu schützen. Insbesondere für kleine Betriebe, die den Schritt ins Ausland wagen, sind diese Abkommen von großer Bedeutung: Sie erhöhen die Rechtssicherheit für im Ausland investierende Unternehmen.

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft veröffentlicht eine Liste aller bilateralen österreichischen Investitionsschutzabkommen, einschließlich solcher, die mit anderen EU-Staaten bestehen (Intra-EU-BITs).

Seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Dezember 2009 ist die Zuständigkeit für ausländische Direktinvestitionen auf die Europäische Union übergegangen (Artikel 207 AEUV). Seither verhandelt auch die EU über Investitionsschutz als Teil von Freihandelsabkommen oder über reine Investitions- und Investitionsschutzabkommen. Dabei dürfen die Mitgliedstaaten weiterhin bilaterale Abkommen mit Drittstaaten abschließen, sofern mit diesen Staaten keine europäischen Abkommen verhandelt werden oder geplant sind.

Wir geben Ihnen einen Überblick über die Handels- und Investitionsabkommen der EU mit Drittstaaten.