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Ein Unternehmen gründen in Ägypten

Auch bei Investition und Firmengründung im Ausland stehen wir mit Fachwissen und unseren Kontakten an Ihrer Seite

Firmengründung in Ägypten

Ausländer können laut neuem Investitionsgesetz 72/2017 und Dekret 16/2018 eine Sole Person Company mit einem Grundkapital von EGP 50.000 gründen. Die Gründung einer solchen Firma berechtigt jedoch nicht zum Import. Wenn der Import angestrebt wird, muss aus dieser Sole Person Company (quasi eine Holding Co.) danach eine Tochtergesellschaft Limited Liability Co. - LLC mit 49% AUT Besitz (der AUT Mutterfirma) und 51% ÄGY Besitz (sole person company) gegründet werden. Somit kann die LLC eine Importlizenz beantragen.

Erhöhung der Mindestkapitalerfordernisse: Eine im Importgeschäft tätige GmbH nach ägyptischem Recht muss über ein Mindestkapital von zwei Millionen EGP (rund 100 000 EUR), eine Aktiengesellschaft nach ägyptischem Recht über emittiertes Kapital in Höhe von mindestens fünf Millionen EGP (circa 250 000 EUR) verfügen. Zusätzlich dazu muss das betreffende Unternehmen seit bereits mindestens einem Jahr auf dem ägyptischen Markt tätig gewesen sein und dabei einen Mindestumsatz von fünf Millionen EGP erzielt haben.

Gesellschaften mit beschränkter Haftung (Limited Liability Companies - LLC) müssen aus mindestens zwei und können aus maximal 50 Gesellschaftern bestehen. Das Mindestkapital einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung beträgt EGP 0, wobei im Falle der Einzahlung eines Kapitals, die einzelnen Anteile den gleichen Nennwert haben müssen. Bei Einzahlung eines Kapitals muss dieses vollständig zum Zeitpunkt der Gründung einbezahlt sein muss. Gemäß Auskunft eines uns bekannten Steuerberaters erwartet in der Praxis die Investmentbehörde eine Kapitaleinlage in der Höhe der ersten Transaktionskosten (z.B. Importkosten für erste Lieferung, d.h. eine Einlage von ca. EGP 100.000). Es besteht kein Erfordernis einer ägyptischen Mindestbeteiligung, die ausgegebenen Aktien dürfen zu 100% in ausländischem Eigentum stehen. Für eine GmbH sind Geschäftsfelder wie Versicherung, Bankwesen, Investmenttätigkeiten u.ä. nicht zugänglich.

Ausführliche Informationen zu Unternehmensgründung, Investitionen und Steuern finden Sie im Fachreport Ägypten: Firmengründung und Steuern, den Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Kairo anfordern können.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Kairo für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an

Wir unterstützen bei Gründung und Investition

Damit Ihre Investition im Ausland kein Sprung ins kalte Wasser wird, beraten Sie unsere AußenwirtschaftsCenter bei Gründung und Investition in Ihrem Zielmarkt. Dazu gibt es Startgeld für Mutige: Das Förderprogramm go-international  erleichtert Ihnen Markteintritt, Marktbearbeitung und die Gründung einer Niederlassung im Ausland und ist Teil der Internationalisierungsoffensive des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und der Wirtschaftskammer Österreich.

Investitionsberatung

Irgendwann ist es soweit. Oft erst später, wenn es richtig gut läuft und die Umsätze stimmen. Manchmal gleich, weil man mit sechs Stunden Zeitverschiebung keine zwölf Vertriebspartner an der Leine führen kann. Oft, weil der Markt ein Produkt verlangt, das vor Ort gewartet, assembliert oder mit Ihrem Know-how produziert werden muss.

Die eigene Niederlassung ist immer teuer, aber auch immer Ihr bester Vertriebspartner in einem Exportmarkt. Wenn es so weit ist, dann wissen wir, wie es geht. Firmengründung, Rechtsform, Steuern, Visa für entsandtes Personal, Arbeitsrecht, Versicherungen, Standortwahl, Förderungen, Finanzierungen – wir bereiten Sie vor und helfen Ihnen durch.

Wir haben vor Ihnen in Ihrem Zielmarkt viele andere Unternehmen bei Investitionsentscheidungen begleitet und können deren Erfahrungen an Sie weitergeben. Und das Wichtigste: Unser Netzwerk an kompetenten Dienstleistern kann sich überall sehen lassen und erspart viele leere Kilometer.

Sind Sie bereit? Kontaktieren Sie einfach das AußenwirtschaftsCenter Kairo.

Förderungen

Wer sich in einem Auslandsmarkt niederlassen will, muss erst in die Kasse greifen – daran ändern auch guter Service und Beratung nichts. Marketing, Rechtsberatung, Partnersuche: Alles kostet, bevor es etwas bringt. Auch bei guter Vorbereitung gibt es keine Erfolgsgarantie, wenn man Investitions-Neuland betritt.

Die Direktförderungen aus der Internationalisierungsoffensive go-international federn Risiken ab und entlasten Unternehmen. Förderbar sind unter anderem Reise- und Marketingkosten, Honorare lokaler Branchenexpertinnen und –experten, Messe und Kongressteilnahmen, Rechts- und Steuerberatung zum Thema Unternehmensgründung sowie Marktanalysen.

Darüber hinaus bestehen natürlich auch noch andere Förderstellen und Fördermöglichkeiten: Unsere Expertinnen und Experten in den Landeskammern haben den Überblick über viele Fördermaßnahmen und helfen Ihnen, sich im Förderdschungel zurechtzufinden!

Investitionsschutz

Österreich hat im Laufe der Zeit über 60 bilaterale Investitionsschutzabkommen abgeschlossen, um österreichische Unternehmen, die im Ausland investieren, vor Benachteiligung und entschädigungsloser Enteignung zu schützen. Insbesondere für kleine Betriebe, die den Schritt ins Ausland wagen, sind diese Abkommen von großer Bedeutung: Sie erhöhen die Rechtssicherheit für im Ausland investierende Unternehmen.

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft veröffentlicht eine Liste aller bilateralen österreichischen Investitionsschutzabkommen, einschließlich solcher, die mit anderen EU-Staaten bestehen (Intra-EU-BITs).

Seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Dezember 2009 ist die Zuständigkeit für ausländische Direktinvestitionen auf die Europäische Union übergegangen (Artikel 207 AEUV). Seither verhandelt auch die EU über Investitionsschutz als Teil von Freihandelsabkommen oder über reine Investitions- und Investitionsschutzabkommen. Dabei dürfen die Mitgliedstaaten weiterhin bilaterale Abkommen mit Drittstaaten abschließen, sofern mit diesen Staaten keine europäischen Abkommen verhandelt werden oder geplant sind.

Wir geben Ihnen einen Überblick über die Handels- und Investitionsabkommen der EU mit Drittstaaten.