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Ein Unternehmen in Andorra gründen

Auch bei Investition und Firmengründung im Ausland stehen wir mit Fachwissen und unseren Kontakten an Ihrer Seite

Firmengründung in Andorra 

2012 ist in Andorra ein neues Investitionsgesetz verabschiedet worden, womit ausländische Investitionen in allen Bereichen liberalisiert und das Verfahren zur Firmengründung vereinfacht wurde. 

Die einfachste und häufigste Form für die Gründung eines Unternehmens in Andorra ist die einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die sogenannte «Societat Limitada» (SL), welche ähnlich einer österreichischen GmbH ist.  

Eine weitere Form ist die Gesellschaft mit unbeschränkter Haftung, als «Societat Anònima» (SA) bekannt (ähnlich einer AG). Im Fall einer SL beträgt das Mindestkapital 3.000 Euro und für eine SA sollte man 60.000 Euro Stammkapital und mindestens drei Aktionäre aufbringen. Der Gesellschaftssitz muss sich in Andorra befinden und die Gesellschafter haften nicht mit ihrem persönlichen Vermögen, wenn die Gesellschaft in das «Registre de Societats» (Handelsregister) als solche eingetragen wurde. 

Folgende Schritte sind für die Gründung einer Gesellschaft in Andorra notwendig: 

  • Anforderung und Reservierung eines Firmennamens
  • Bei einer ausländischen Investitionsquote über zehn Prozent: Antragstellung bei der andorranischen Regierung zur Genehmigung der ausländischen Investition
  • Notarielle Urkunde von einem andorranischen Notar/Notarin
  • Eintragung im andorranischen Firmenbuch; die Kosten dafür belaufen sich auf 957,77 Euro (plus 801,70 Euro jährlich) im Fall einer GmbH, beziehungsweise 1.394,76 Euro (plus 881,30 Euro jährlich) für eine AG.
  • Eintragung im Industrie- und Handelsregister   

Die Gewerbesteuer ist an die Gemeinde abzuführen, in der die Gesellschaft ihren Sitz hat. Diese Steuer richtet sich nach der Geschäftstätigkeit, der Größe sowie der Angestelltenanzahl des Unternehmens. 

Das AußenwirtschaftsCenter Barcelona steht Ihnen für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an

Wir unterstützen bei Gründung und Investition

Damit Ihre Investition im Ausland kein Sprung ins kalte Wasser wird, beraten Sie unsere AußenwirtschaftsCenter bei Gründung und Investition in Ihrem Zielmarkt. Dazu gibt es Startgeld für Mutige: Das Förderprogramm go-international  erleichtert Ihnen Markteintritt, Marktbearbeitung und die Gründung einer Niederlassung im Ausland und ist Teil der Internationalisierungsoffensive des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und der Wirtschaftskammer Österreich.

Investitionsberatung

Irgendwann ist es soweit. Oft erst später, wenn es richtig gut läuft und die Umsätze stimmen. Manchmal gleich, weil man mit sechs Stunden Zeitverschiebung keine zwölf Vertriebspartner an der Leine führen kann. Oft, weil der Markt ein Produkt verlangt, das vor Ort gewartet, assembliert oder mit Ihrem Know-how produziert werden muss. 

Die eigene Niederlassung ist immer teuer, aber auch immer Ihr bester Vertriebspartner in einem Exportmarkt. Wenn es so weit ist, dann wissen wir, wie es geht. Firmengründung, Rechtsform, Steuern, Visa für entsandtes Personal, Arbeitsrecht, Versicherungen, Standortwahl, Förderungen, Finanzierungen – wir bereiten Sie vor und helfen Ihnen durch. 

Wir haben vor Ihnen in Ihrem Zielmarkt viele andere Unternehmen bei Investitionsentscheidungen begleitet und können deren Erfahrungen an Sie weitergeben. Und das Wichtigste: Unser Netzwerk an kompetenten Dienstleistern kann sich überall sehen lassen und erspart viele leere Kilometer. 

Sind Sie bereit? Kontaktieren Sie einfach das AußenwirtschaftsCenter Barcelona.

Förderungen

Wer sich in einem Auslandsmarkt niederlassen will, muss erst in die Kasse greifen – daran ändern auch guter Service und Beratung nichts. Marketing, Rechtsberatung, Partnersuche: Alles kostet, bevor es etwas bringt. Auch bei guter Vorbereitung gibt es keine Erfolgsgarantie, wenn man Investitions-Neuland betritt.

Die Direktförderungen aus der Internationalisierungsoffensive go-international federn Risiken ab und entlasten Unternehmen. Förderbar sind unter anderem Reise- und Marketingkosten, Honorare lokaler Branchenexpertinnen und –experten, Messe und Kongressteilnahmen, Rechts- und Steuerberatung zum Thema Unternehmensgründung sowie Marktanalysen.

Darüber hinaus bestehen natürlich auch noch andere Förderstellen und Fördermöglichkeiten: Unsere Expertinnen und Experten in den Landeskammern haben den Überblick über viele Fördermaßnahmen und helfen Ihnen, sich im Förderdschungel zurechtzufinden!

Investitionsschutz

Österreich hat im Laufe der Zeit über 60 bilaterale Investitionsschutzabkommen abgeschlossen, um österreichische Unternehmen, die im Ausland investieren, vor Benachteiligung und entschädigungsloser Enteignung zu schützen. Insbesondere für kleine Betriebe, die den Schritt ins Ausland wagen, sind diese Abkommen von großer Bedeutung: Sie erhöhen die Rechtssicherheit für im Ausland investierende Unternehmen.

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft veröffentlicht eine Liste aller bilateralen österreichischen Investitionsschutzabkommen, einschließlich solcher, die mit anderen EU-Staaten bestehen (Intra-EU-BITs).

Seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Dezember 2009 ist die Zuständigkeit für ausländische Direktinvestitionen auf die Europäische Union übergegangen (Artikel 207 AEUV). Seither verhandelt auch die EU über Investitionsschutz als Teil von Freihandelsabkommen oder über reine Investitions- und Investitionsschutzabkommen. Dabei dürfen die Mitgliedstaaten weiterhin bilaterale Abkommen mit Drittstaaten abschließen, sofern mit diesen Staaten keine europäischen Abkommen verhandelt werden oder geplant sind.

Wir geben Ihnen einen Überblick über die Handels- und Investitionsabkommen der EU mit Drittstaaten.