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Ein Unternehmen in Aserbaidschan gründen / Vertretungsvergabe

Auch bei Investition und Firmengründung im Ausland stehen wir mit Fachwissen und unseren Kontakten an Ihrer Seite

Firmengründung in Aserbaidschan

Ausländische Investorinnen und Investoren können aserbaidschanische Unternehmen mit 100% ausländischem Kapital gründen beziehungsweise aserbaidschanische Unternehmen zu 100% übernehmen. Es gibt keine Verpflichtung, ein Joint Venture mit aserbaidschanischen Partnern einzugehen. Generell ist die Beteiligung an Joint Ventures mit weniger als 51% Kapitalanteil nicht zu empfehlen, da dies in der Praxis einen starken Verlust der Kontrolle über die Tätigkeit und die Finanzströme des Unternehmens nach sich ziehen kann.

Grundlage für alle Arbeitsverhältnisse in Aserbaidschan ist der aserbaidschanische Arbeitsrechtskodex, der 1999 in Kraft getreten ist. Das aserbaidschanische Arbeitsrecht ist generell arbeitnehmerfreundlich: So ist beispielsweise die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber nur zulässig, wenn hierfür eine sachliche Rechtfertigung besteht. Alle aserbaidschanischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verfügen über ein so genanntes Arbeitsbuch, in dem Beginn und Beendigung eines Arbeitsverhältnisses eingetragen werden müssen. Zu beachten ist, dass eine Lohnauszahlung nur in Aserbaidschan-Manat (AZN) zulässig ist, die Gehaltshöhe im Arbeitsvertrag aber in Fremdwährung fixiert werden kann. In Aserbaidschan existiert ein offizieller monatlicher Mindestlohn; dieser beträgt zurzeit AZN 105, also rund EUR 57 .

Die Normarbeitszeit beträgt 40 Wochenstunden, wobei aber die flexible Vereinbarung einer nicht normierten Arbeitszeit möglich ist. Der Jahresurlaub für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beträgt mindestens 21 Kalendertage, für Personen mit nicht normierter Arbeitszeit gibt es einen zusätzlichen Urlaubsanspruch von bis zu 14 Tagen.

Grundsätzlich entspricht das aserbaidschanische Patentrecht internationalen Standards und folgt der Pariser Verbandsübereinkunft zum Schutz des gewerblichen Eigentums (Aserbaidschan ist seit 1995 Mitglied). Aserbaidschan hat die in der Sowjetunion abgeschlossenen Abkommen (Patentkooperationsvertrag von 1970, Straßburger Abkommen über die internationale Patentklassifikation von 1971, Pariser Konvention zum Schutz des gewerblichen Eigentums, Madrider Übereinkommen über die internationale Registrierung von Marken von 1891, Vertrag über die Patentkooperation vom 19.6.1970) in seinen Rechtsbestand übernommen. In der innerstaatlichen Umsetzung der internationalen Konventionen wurden entsprechende Gesetze zum Schutz von Patenten, Industriemustern, Handelsmarken, Gewächssorten und dem Layout integrierter Schaltungen beschlossen.

Weitere Informationen zu Unternehmensgründung, Investitionen und Steuern erhalten Sie beim AußenwirtschaftsCenter Istanbul.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Istanbul für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Wir unterstützen bei Gründung und Investition

Damit Ihre Investition im Ausland kein Sprung ins kalte Wasser wird, beraten Sie unsere AußenwirtschaftsCenter bei Gründung und Investition in Ihrem Zielmarkt. Dazu gibt es Startgeld für Mutige: Das Förderprogramm go-international erleichtert Ihnen Markteintritt, Marktbearbeitung und die Gründung einer Niederlassung im Ausland und ist Teil der Internationalisierungsoffensive des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und der Wirtschaftskammer Österreich.

Investitionsberatung

Irgendwann ist es soweit. Oft erst später, wenn es richtig gut läuft und die Umsätze stimmen. Manchmal gleich, weil man mit sechs Stunden Zeitverschiebung keine zwölf Vertriebspartner an der Leine führen kann. Oft, weil der Markt ein Produkt verlangt, das vor Ort gewartet, assembliert oder mit Ihrem Know-how produziert werden muss.

Die eigene Niederlassung ist immer teuer, aber auch immer Ihr bester Vertriebspartner in einem Exportmarkt. Wenn es so weit ist, dann wissen wir, wie es geht. Firmengründung, Rechtsform, Steuern, Visa für entsandtes Personal, Arbeitsrecht, Versicherungen, Standortwahl, Förderungen, Finanzierungen – wir bereiten Sie vor und helfen Ihnen durch.

Wir haben vor Ihnen in Ihrem Zielmarkt viele andere Unternehmen bei Investitionsentscheidungen begleitet und können deren Erfahrungen an Sie weitergeben. Und das Wichtigste: Unser Netzwerk an kompetenten Dienstleistern kann sich überall sehen lassen und erspart viele leere Kilometer.

Sind Sie bereit? Kontaktieren Sie einfach das AußenwirtschaftsCenter Istanbul.

Förderungen

Wer sich in einem Auslandsmarkt niederlassen will, muss erst in die Kasse greifen – daran ändern auch guter Service und Beratung nichts. Marketing, Rechtsberatung, Partnersuche: Alles kostet, bevor es etwas bringt. Auch bei guter Vorbereitung gibt es keine Erfolgsgarantie, wenn man Investitions-Neuland betritt.

Die Direktförderungen aus der Internationalisierungsoffensive go-international federn Risiken ab und entlasten Unternehmen. Förderbar sind unter anderem Reise- und Marketingkosten, Honorare lokaler Branchenexpertinnen und –experten, Messe und Kongressteilnahmen, Rechts- und Steuerberatung zum Thema Unternehmensgründung sowie Marktanalysen.

Darüber hinaus bestehen natürlich auch noch andere Förderstellen und Fördermöglichkeiten: Unsere Expertinnen und Experten in den Landeskammern haben den Überblick über viele Fördermaßnahmen und helfen Ihnen, sich im Förderdschungel zurechtzufinden!

Investitionsschutz

Österreich hat im Laufe der Zeit über 60 bilaterale Investitionsschutzabkommen abgeschlossen, um österreichische Unternehmen, die im Ausland investieren, vor Benachteiligung und entschädigungsloser Enteignung zu schützen. Insbesondere für kleine Betriebe, die den Schritt ins Ausland wagen, sind diese Abkommen von großer Bedeutung: Sie erhöhen die Rechtssicherheit für im Ausland investierende Unternehmen.

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft veröffentlicht eine Liste aller bilateralen österreichischen Investitionsschutzabkommen, einschließlich solcher, die mit anderen EU-Staaten bestehen (Intra-EU-BITs).

Seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Dezember 2009 ist die Zuständigkeit für ausländische Direktinvestitionen auf die Europäische Union übergegangen (Artikel 207 AEUV). Seither verhandelt auch die EU über Investitionsschutz als Teil von Freihandelsabkommen oder über reine Investitions- und Investitionsschutzabkommen. Dabei dürfen die Mitgliedstaaten weiterhin bilaterale Abkommen mit Drittstaaten abschließen, sofern mit diesen Staaten keine europäischen Abkommen verhandelt werden oder geplant sind.

Wir geben Ihnen einen Überblick über die Handels- und Investitionsabkommen der EU mit Drittstaaten.

Vertretungsvergabe

Für den erfolgreichen Markteintritt kann je nach Marktgröße, Wettbewerb und Markt, -Vertriebs- und Preisstruktur eine andere Strategie zielführend sein. Aufgrund der mangelnden Markttransparenz und Sprachbarrieren ist eine direkte Marktbearbeitung aus Österreich – außer man hat einen klar definierten und übersehbaren Kundenkreis - kaum machbar. Die Bearbeitung des aserischen Marktes ohne Hilfe eines ortsansässigen, gut eingeführten Vertreters ist, von Ausnahmen abgesehen, nicht zielführend. Die Arbeit des Vertreters muss durch regelmäßige Besuche nicht zuletzt moralisch unterstützt werden. Rundschreiben ohne entsprechenden vorherigen Kontakt bzw. ohne die nötige Nacharbeit bringen wenig Erfolg. Für die Aufnahme neuer Geschäftsverbindungen eignen sich insbesondere Geschäftsreisen (beispielsweise durch Teilnahme an den Wirtschaftsmissionen, Marktsondierungsreisen und Austria Show Cases der Wirtschaftskammer Österreich).

Das AußenwirtschaftsCenter Istanbul unterstützt Sie individuell bei der Suche nach Handelsvertretern oder Fachmedien, wo Sie für Ihre Branche gezielte Schaltungen durchführen können: Schicken Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns an