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Ein Unternehmen in Australien gründen / Vertretungsvergabe

Auch bei Investition und Firmengründung im Ausland stehen wir mit Fachwissen und unseren Kontakten an Ihrer Seite

Firmengründung in Australien

Ausländische Investorinnen und Investoren können Niederlassungen und Tochtergesellschaften in Australien relativ einfach und kostengünstig gründen.

Der bundesweite Corporations Act 2001 stellt die relevante unternehmensrechtliche Grundlage für Kapitalgesellschaften in Australien dar. Das australische Personengesellschaftsrecht fällt in die Kompetenz der Bundesstaaten beziehungsweise Territorien und wird durch sieben Partnership Acts geregelt. Die Aufsichtsbehörde für Gesellschaftsgründungen in Australien ist die Australian Securities and Investments Commission (ASIC).

Lesen Sie unsere Ausführungen zum Thema Gewerberecht, Gesellschaftsrecht (inklusive der verschiedenen Gesellschaftsformen), Steuerrecht, Arbeits- und Sozialversicherungsrecht, Einreise und Aufenthalt sowie Kontakte zu Anwälten und Steuerberatern.

Ausführliche Informationen zu Unternehmensgründung, Investitionen und Steuern finden Sie im Fachreport Australien: Firmengründung und Steuern, den Sie beim AußenwirtschaftsCenter Sydney anfordern können.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Sydney für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Wir unterstützen bei Gründung und Investition

Damit Ihre Investition im Ausland kein Sprung ins kalte Wasser wird, beraten Sie unsere AußenwirtschaftsCenter bei Gründung und Investition in Ihrem Zielmarkt. Dazu gibt es Startgeld für Mutige: Das Förderprogramm go-international  erleichtert Ihnen Markteintritt, Marktbearbeitung und die Gründung einer Niederlassung im Ausland und ist Teil der Internationalisierungsoffensive des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und der Wirtschaftskammer Österreich.

Investitionsberatung

Irgendwann ist es soweit. Oft erst später, wenn es richtig gut läuft und die Umsätze stimmen. Manchmal gleich, weil man mit sechs Stunden Zeitverschiebung keine zwölf Vertriebspartner an der Leine führen kann. Oft, weil der Markt ein Produkt verlangt, das vor Ort gewartet, assembliert oder mit Ihrem Know-how produziert werden muss.

Die eigene Niederlassung ist immer teuer, aber auch immer Ihr bester Vertriebspartner in einem Exportmarkt. Wenn es so weit ist, dann wissen wir, wie es geht. Firmengründung, Rechtsform, Steuern, Visa für entsandtes Personal, Arbeitsrecht, Versicherungen, Standortwahl, Förderungen, Finanzierungen – wir bereiten Sie vor und helfen Ihnen durch.

Wir haben vor Ihnen in Ihrem Zielmarkt viele andere Unternehmen bei Investitionsentscheidungen begleitet und können deren Erfahrungen an Sie weitergeben. Und das Wichtigste: Unser Netzwerk an kompetenten Dienstleistern kann sich überall sehen lassen und erspart viele leere Kilometer.

Sind Sie bereit? Kontaktieren Sie einfach das AußenwirtschaftsCenter Sydney.

Förderungen

Wer sich in einem Auslandsmarkt niederlassen will, muss erst in die Kasse greifen – daran ändern auch guter Service und Beratung nichts. Marketing, Rechtsberatung, Partnersuche: Alles kostet, bevor es etwas bringt. Auch bei guter Vorbereitung gibt es keine Erfolgsgarantie, wenn man Investitions-Neuland betritt.

Die Direktförderungen aus der Internationalisierungsoffensive go-international federn Risiken ab und entlasten Unternehmen. Förderbar sind unter anderem Reise- und Marketingkosten, Honorare lokaler Branchenexpertinnen und –experten, Messe und Kongressteilnahmen, Rechts- und Steuerberatung zum Thema Unternehmensgründung sowie Marktanalysen.

Darüber hinaus bestehen natürlich auch noch andere Förderstellen und Fördermöglichkeiten: Unsere Expertinnen und Experten in den Landeskammern haben den Überblick über viele Fördermaßnahmen und helfen Ihnen, sich im Förderdschungel zurechtzufinden!

Investitionsschutz

Österreich hat im Laufe der Zeit über 60 bilaterale Investitionsschutzabkommen abgeschlossen, um österreichische Unternehmen, die im Ausland investieren, vor Benachteiligung und entschädigungsloser Enteignung zu schützen. Insbesondere für kleine Betriebe, die den Schritt ins Ausland wagen, sind diese Abkommen von großer Bedeutung: Sie erhöhen die Rechtssicherheit für im Ausland investierende Unternehmen.

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft veröffentlicht eine Liste aller bilateralen österreichischen Investitionsschutzabkommen, einschließlich solcher, die mit anderen EU-Staaten bestehen (Intra-EU-BITs).

Seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Dezember 2009 ist die Zuständigkeit für ausländische Direktinvestitionen auf die Europäische Union übergegangen (Artikel 207 AEUV). Seither verhandelt auch die EU über Investitionsschutz als Teil von Freihandelsabkommen oder über reine Investitions- und Investitionsschutzabkommen. Dabei dürfen die Mitgliedstaaten weiterhin bilaterale Abkommen mit Drittstaaten abschließen, sofern mit diesen Staaten keine europäischen Abkommen verhandelt werden oder geplant sind.

Wir geben Ihnen einen Überblick über die Handels- und Investitionsabkommen der EU mit Drittstaaten. 

Vertretungsvergabe

Arten von Vertretern 

Australien erstreckt sich über eine Fläche, die 90mal größer als jene Österreichs ist. Die relevanten Wirtschaftsräume (Syndey, Melbourne, Brisbane, Perth und Adelaide) sind zwar sehr konzentriert, aber nicht unbedingt miteinander verbunden. D. h., es ist nicht leicht, einen Vertreter für Gesamtaustralien zu finden, der die einzelnen Bundesstaaten auch wirksam abdecken kann. 

Australische Firmen bestehen meistens auf Einräumung der Exklusivität, wobei allerdings dabei jedenfalls geprüft werden sollte, ob der Partner tatsächlich über eine landesweite Vertriebsstruktur verfügt. Ist dies nicht der Fall, kann eine räumliche Abgrenzung (z.B. nach australischen Bundesstaaten) getroffen oder die Bestellung von Subvertretern vorgesehen werden. Wurde Exklusivität vereinbart, sollte diese aber unbedingt auch strikt eingehalten werden 

Da es in Australien kein eigenes Vertreterrecht gibt und Vertretungsverträge nach dem "Common Law" frei vereinbart werden können, sind diese in der Regel deutlich umfangreicher als in der EU. Was nicht (schriftlich) in einem Vertretervertrag festgelegt wurde, existiert quasi nicht, auch wenn es eine einschlägige Rechtsprechung gibt, die Vertretungsverträge hinsichtlich möglicher Abfindungen etc. teilweise ergänzt bzw. interpretiert. 

Die Art der Vertretungsform hängt v.a. vom Produkt, dem Geschäftsvolumen sowie von der Art der gewünschten Marktbearbeitung ab (z.B. Teilfertigung, Zusammenbau, Errichtung eines Konsignationslagers, Servicewerkstätte, etc.) ab. Die üblichste Art von Vertretern in Australien sind Importeure auf eigene Rechnung (“distributor“) und Vertreter auf fremde Rechnung (“agent“). 

Bestimmte Produkte, wie Konsumgüter, Rohstoffe, zahlreiche Halbfertigprodukte und alle Waren, die zur raschen Belieferung des Endkunden ein Lager erforderlich machen, werden üblicherweise durch Importeure (“distributors“) vertrieben. Diese kaufen und verkaufen auf eigene Rechnung. Auch reine Provisionsvertreter (“agents“) verfügen oft über ein Ersatzteillager für den Kundendienst, wodurch sie zumindest teilweise häufig zum Importeur auf eigene Rechnung werden. 

Grundsätzlich sollte ein Vertrag mit einem australischen Partner immer entweder vom australischen Anwalt des österreichischen Exporteurs aufgesetzt oder zumindest vor der Unterzeichnung überprüft werden.  

Suche nach Vertretern 

Das AußenwirtschaftsCenter Sydney unterstützt Sie individuell bei der Suche nach einem Handelsvertreter oder Importeur, der die notwendigen Ansprüche erfüllt. Auch die Vertrauensanwälte/-innen und –steuerberater/-innen des AC stehen Ihnen gerne zur Verfügung. Schicken Sie uns einfach eine E-Mail oder rufen Sie uns an.