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Ein Unternehmen in Belarus gründen / Vertretungsvergabe

Auch bei Investition und Firmengründung im Ausland stehen wir mit Fachwissen und unseren Kontakten an Ihrer Seite

Firmengründung in Weißrussland

In Belarus kann ein Unternehmen nach Einreichung aller notwendigen Unterlagen meist innerhalb eines Tages registriert werden. Die Ausfertigung der Bescheinigung über die Registrierung erfolgt am folgenden Werktag. Binnen fünf Werktagen nach Eintragung im einheitlichen Register erteilt die Registerbehörde der Gesellschaft weitere Unterlagen, unter anderem über die steuerliche Anmeldung und die Anmeldung bei Statistikbehörde und Sozialversicherungsfonds.

Nach der Bestellung eines Firmenstempels (jede Gesellschaft muss einen runden Stempel haben, der den Handelsnamen und den Sitz der Gesellschaft angibt) und der Eröffnung des Stammkapitals- und Geschäftskontos der Gesellschaft bei einer weißrussischen Bank gilt die Gesellschaft als gegründet.

In Belarus haben eine GmbH (OOO), eine Offenen Aktiengesellschaft (OAO) und eine Geschlossenen Aktiengesellschaft (ZAO) immer einen Generaldirektor oder eine Generaldirektorin. Nur diese/r ist ohne eigens ausgestellte Vollmacht befugt, für die Gesellschaft zu handeln. Bei Personengesellschaften stellt sich diese Problematik nicht: Hier übernehmen die Gesellschafter selbst die Geschäftsführung. Um in einer Kapitalgesellschaft einen zweiten Geschäftsführer oder eine zweite Geschäftsführerin zu ernennen, muss daher eine besondere Vollmacht erteilt werden, damit eine Vertretungsberechtigung erwirkt wird, auch wenn die Person zum Mitglied eines Vorstands bestellt wird.

Die Steuerbelastung für Unternehmen in Belarus ist je nach Branche sehr unterschiedlich (Landwirtschaftsbetriebe – fünf bis sechs Prozent, Produzenten alkoholischer Getränke – 72 bis 78 Prozent) und beträgt im Schnitt 15 bis 25 Prozent des Umsatzes.

Für Einnahmen aus Produktion und Vertrieb von Hochtechnologiegütern beträgt der Gewinnsteuersatz nur zehn Prozent (gemäß der vom Ministerrat verabschiedeten Liste); eine volle Steuerbefreiung gilt, falls der Anteil solcher Einnahmen am gesamten Einnahmevolumen bei über 50 Prozent liegt.

Weitere Informationen zu Unternehmensgründung, Investitionen und Steuern erhalten Sie beim AußenwirtschaftsCenter Moskau.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Moskau für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an

Wir unterstützen bei Gründung und Investition

Damit Ihre Investition im Ausland kein Sprung ins kalte Wasser wird, beraten Sie unsere AußenwirtschaftsCenter bei Gründung und Investition in Ihrem Zielmarkt. Dazu gibt es Startgeld für Mutige: Das Förderprogramm go-international erleichtert Ihnen Markteintritt, Marktbearbeitung und die Gründung einer Niederlassung im Ausland und ist Teil der Internationalisierungsoffensive des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und der Wirtschaftskammer Österreich.

Investitionsberatung

Irgendwann ist es soweit. Oft erst später, wenn es richtig gut läuft und die Umsätze stimmen. Manchmal gleich, weil man mit sechs Stunden Zeitverschiebung keine zwölf Vertriebspartner an der Leine führen kann. Oft, weil der Markt ein Produkt verlangt, das vor Ort gewartet, assembliert oder mit Ihrem Know-how produziert werden muss.

Die eigene Niederlassung ist immer teuer, aber auch immer Ihr bester Vertriebspartner in einem Exportmarkt. Wenn es so weit ist, dann wissen wir, wie es geht. Firmengründung, Rechtsform, Steuern, Visa für entsandtes Personal, Arbeitsrecht, Versicherungen, Standortwahl, Förderungen, Finanzierungen – wir bereiten Sie vor und helfen Ihnen durch.

Wir haben vor Ihnen in Ihrem Zielmarkt viele andere Unternehmen bei Investitionsentscheidungen begleitet und können deren Erfahrungen an Sie weitergeben. Und das Wichtigste: Unser Netzwerk an kompetenten Dienstleistern kann sich überall sehen lassen und erspart viele leere Kilometer.

Sind Sie bereit? Kontaktieren Sie einfach das AußenwirtschaftsCenter Moskau.

Förderungen

Wer sich in einem Auslandsmarkt niederlassen will, muss erst in die Kasse greifen – daran ändern auch guter Service und Beratung nichts. Marketing, Rechtsberatung, Partnersuche: Alles kostet, bevor es etwas bringt. Auch bei guter Vorbereitung gibt es keine Erfolgsgarantie, wenn man Investitions-Neuland betritt.

Die Direktförderungen aus der Internationalisierungsoffensive go-international federn Risiken ab und entlasten Unternehmen. Förderbar sind unter anderem Reise- und Marketingkosten, Honorare lokaler Branchenexpertinnen und –experten, Messe und Kongressteilnahmen, Rechts- und Steuerberatung zum Thema Unternehmensgründung sowie Marktanalysen.

Darüber hinaus bestehen natürlich auch noch andere Förderstellen und Fördermöglichkeiten: Unsere Expertinnen und Experten in den Landeskammern haben den Überblick über viele Fördermaßnahmen und helfen Ihnen, sich im Förderdschungel zurechtzufinden!

Investitionsschutz

Österreich hat im Laufe der Zeit über 60 bilaterale Investitionsschutzabkommen abgeschlossen, um österreichische Unternehmen, die im Ausland investieren, vor Benachteiligung und entschädigungsloser Enteignung zu schützen. Insbesondere für kleine Betriebe, die den Schritt ins Ausland wagen, sind diese Abkommen von großer Bedeutung: Sie erhöhen die Rechtssicherheit für im Ausland investierende Unternehmen.

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft veröffentlicht eine Liste aller bilateralen österreichischen Investitionsschutzabkommen, einschließlich solcher, die mit anderen EU-Staaten bestehen (Intra-EU-BITs).

Seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Dezember 2009 ist die Zuständigkeit für ausländische Direktinvestitionen auf die Europäische Union übergegangen (Artikel 207 AEUV). Seither verhandelt auch die EU über Investitionsschutz als Teil von Freihandelsabkommen oder über reine Investitions- und Investitionsschutzabkommen. Dabei dürfen die Mitgliedstaaten weiterhin bilaterale Abkommen mit Drittstaaten abschließen, sofern mit diesen Staaten keine europäischen Abkommen verhandelt werden oder geplant sind.

Wir geben Ihnen einen Überblick über die Handels- und Investitionsabkommen der EU mit Drittstaaten.

Vertretungsvergabe

Die Vertretung einer ausländischen Firma kann in Belarus von einer belarussischen juristischen Person (Firma) oder einer natürlichen Person als Einzelunternehmerin bzw. Einzelunternehmerausgeübt werden.  

Die Regelungen zur Handelsvertretung finden sich im belarussischen Zivilgesetzbuch unter den allgemeinen Vorschriften für Vertretung und Vollmachten (Art. 185). Gemäß Art. 185 ist ein Handelsvertreter eine Person, die selbständig und dauernd im Auftrag eines Prinzipals und in dessen Namen kommerzielle Verträge abschließt. Durch diese dauernde geschäftliche Tätigkeit ist ein Handelsvertreter immer ein Unternehmer.

Ein Handelsvertreter wird in Belarus auf Basis eines Vertretungsvertrages tätig, der in Schriftform die Vollmachten des Vertreters regelt (bzw. werden eigene Vollmachten beigelegt). Vollmachten für den belarussischen Vertreter können auf maximal 3 Jahre ausgestellt werden. Der Handelsvertreter unterliegt einer Verschwiegenheitspflicht, die sich auch auf den Zeitraum nach Abschluss einer Geschäftstransaktion erstreckt.

Das AußenwirtschaftsCenter Moskau unterstützt Sie individuell bei der Suche nach Handelsvertretern oder Fachmedien, wo Sie für Ihre Branche gezielte Schaltungen durchführen können: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an