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Ein Unternehmen in Bosnien und Herzegowina gründen / Vertretungsvergabe

Auch bei Investition und Firmengründung im Ausland stehen wir mit Fachwissen und unseren Kontakten an Ihrer Seite

Firmengründung in Bosnien und Herzegowina

Grundsätzlich gilt im bosnisch-herzegowinischen Recht Vertragsfreiheit. Was im Gesetz nicht zwingend geregelt ist, obliegt der freien Vereinbarung der Parteien, wie zum Beispiel die Vertretungsbefugnis der Geschäftsführung einer Gesellschaft.

Das bosnisch-herzegowinische Gesellschaftsrecht kennt dieselben Rechtsformen, die auch in Österreich üblich sind. Die am weitesten verbreitete und gebräuchlichste Gesellschaftsform bei Neugründungen ist die GmbH.

In Bosnien-Herzegowina gibt zwar kein zentrales Firmenregister, jedoch wird die öffentliche Verwaltung über die Registrierung der Unternehmen im Gerichtsregister automatisch ebenfalls informiert. Trotzdem müssen im Rahmen der Registrierung eines Unternehmens weitere Anträge und Anmeldungen einzeln und separat gestellt werden.

Erträge ausländischer Personen ohne (Wohn-)sitz in Bosnien-Herzegowina, die auf dem Gebiet von Bosnien-Herzegowina erwirtschaftet werden, unterliegen der Quellensteuer (fünf bis zehn Prozent). Die Körperschaftssteuer beträgt zehn Prozent.

Es gelten die internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS, IFRS) sowie die internationalen Buchhaltungsstandards (ISA). Die Frist für die Erstellung des Jahresabschlusses ist Ende Februar des Folgejahres.

In Bosnien-Herzegowina werden die wesentlichen Grundlagen für die arbeitsrechtlichen Beziehungen durch folgende Rahmenverträge gebildet:

  • Arbeitsgesetz
  • allgemeiner Kollektivvertrag  
  • Bereichs/Branchen-Kollektivverträge 
  • Arbeitsordnung des Unternehmens 
  • Arbeitsverträge mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern  

Es besteht Meldepflicht. Ausländische Staatsangehörige müssen sich nach der Einreise bei der örtlichen polizeilichen Meldebehörde (MUP) anmelden. Eine Aufenthaltsgenehmigung ist nur erforderlich, wenn die betroffene Person in einem lokalen Anstellungsverhältnis steht oder sich länger als drei Monate in Bosnien und Herzegowina aufhält. Lokal angestellte ausländische Staatsangehörige – auch Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer von Tochterfirmen – sind verpflichtet, eine Arbeitserlaubnis zu haben. 

Ausführliche Informationen zu Unternehmensgründung, Investitionen und Steuern erhalten Sie beim AußenwirtschaftsCenter Sarajevo: Schicken Sie uns einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Wir unterstützen bei Gründung und Investition

Damit Ihre Investition im Ausland kein Sprung ins kalte Wasser wird, beraten Sie unsere AußenwirtschaftsCenter bei Gründung und Investition in Ihrem Zielmarkt. Dazu gibt es Startgeld für Mutige: Das Förderprogramm go-international  erleichtert Ihnen Markteintritt, Marktbearbeitung und die Gründung einer Niederlassung im Ausland und ist Teil der Internationalisierungsoffensive des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und der Wirtschaftskammer Österreich.

Investitionsberatung

Irgendwann ist es soweit. Oft erst später, wenn es richtig gut läuft und die Umsätze stimmen. Manchmal gleich, weil man mit sechs Stunden Zeitverschiebung keine zwölf Vertriebspartner an der Leine führen kann. Oft, weil der Markt ein Produkt verlangt, das vor Ort gewartet, assembliert oder mit Ihrem Know-how produziert werden muss.

Die eigene Niederlassung ist immer teuer, aber auch immer Ihr bester Vertriebspartner in einem Exportmarkt. Wenn es so weit ist, dann wissen wir, wie es geht. Firmengründung, Rechtsform, Steuern, Visa für entsandtes Personal, Arbeitsrecht, Versicherungen, Standortwahl, Förderungen, Finanzierungen – wir bereiten Sie vor und helfen Ihnen durch.

Wir haben vor Ihnen in Ihrem Zielmarkt viele andere Unternehmen bei Investitionsentscheidungen begleitet und können deren Erfahrungen an Sie weitergeben. Und das Wichtigste: Unser Netzwerk an kompetenten Dienstleistern kann sich überall sehen lassen und erspart viele leere Kilometer.

Sind Sie bereit? Kontaktieren Sie einfach das AußenwirtschaftsCenter Sarajevo.

Förderungen

Wer sich in einem Auslandsmarkt niederlassen will, muss erst in die Kasse greifen – daran ändern auch guter Service und Beratung nichts. Marketing, Rechtsberatung, Partnersuche: Alles kostet, bevor es etwas bringt. Auch bei guter Vorbereitung gibt es keine Erfolgsgarantie, wenn man Investitions-Neuland betritt.

Die Direktförderungen aus der Internationalisierungsoffensive go-international federn Risiken ab und entlasten Unternehmen. Förderbar sind unter anderem Reise- und Marketingkosten, Honorare lokaler Branchenexpertinnen und –experten, Messe und Kongressteilnahmen, Rechts- und Steuerberatung zum Thema Unternehmensgründung sowie Marktanalysen.

Darüber hinaus bestehen natürlich auch noch andere Förderstellen und Fördermöglichkeiten: Unsere Expertinnen und Experten in den Landeskammern haben den Überblick über viele Fördermaßnahmen und helfen Ihnen, sich im Förderdschungel zurechtzufinden!

Investitionsschutz

Österreich hat im Laufe der Zeit über 60 bilaterale Investitionsschutzabkommen abgeschlossen, um österreichische Unternehmen, die im Ausland investieren, vor Benachteiligung und entschädigungsloser Enteignung zu schützen. Insbesondere für kleine Betriebe, die den Schritt ins Ausland wagen, sind diese Abkommen von großer Bedeutung: Sie erhöhen die Rechtssicherheit für im Ausland investierende Unternehmen.

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft veröffentlicht eine Liste aller bilateralen österreichischen Investitionsschutzabkommen, einschließlich solcher, die mit anderen EU-Staaten bestehen (Intra-EU-BITs).

Seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Dezember 2009 ist die Zuständigkeit für ausländische Direktinvestitionen auf die Europäische Union übergegangen (Artikel 207 AEUV). Seither verhandelt auch die EU über Investitionsschutz als Teil von Freihandelsabkommen oder über reine Investitions- und Investitionsschutzabkommen. Dabei dürfen die Mitgliedstaaten weiterhin bilaterale Abkommen mit Drittstaaten abschließen, sofern mit diesen Staaten keine europäischen Abkommen verhandelt werden oder geplant sind.

Wir geben Ihnen einen Überblick über die Handels- und Investitionsabkommen der EU mit Drittstaaten. 

Vertretungsvergabe

Bosnien und Herzegowina verfügt basierend auf dem Friedensabkommen von Dayton über komplexe politische und administrative Strukturen, die das Land de facto in einzelne Submärkte aufteilen. Für eine erfolgreiche Marktbearbeitung aus dem Ausland ist daher bei Fehlen einer eigenen Vertriebsniederlassung im Land die Ernennung eines Vertriebspartners bzw. Vertreters unumgänglich. Weiters ist auch ein laufender persönlicher Kontakt mit dem Endkunden erforderlich, der der fakto nur durch den lokalen Partner entsprechend wahrgenommen werden kann.

Das AussenwirtschaftsCenter Sarajevo unterstützt Sie individuell bei der Suche nach Handelsvertretern oder Fachmedien, wo Sie für Ihre Branche gezielte Schaltungen durchführen können: Schicken Sie uns ein E-Mail oder rufen Sie uns an.