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Ein Unternehmen in den USA gründen / Vertretungsvergabe

Auch bei Investition und Firmengründung im Ausland stehen wir mit Fachwissen und unseren Kontakten an Ihrer Seite

Firmengründung in den Vereinigten Staaten

Die Erfahrungen vieler Unternehmen zeigen, dass das Potential des US-Marktes meistens nur durch eine eigene Marktpräsenz erschlossen werden kann: 

  • Die Steuerung von bis zu 20 regionalen Vertriebsnetzen,
  • Die notwendige Abstimmung von Produkten, Marketingauftritt und Servicepaketen auf einem in vieler Hinsicht anders konfigurierten Markt,
  • Wechselkursrisiken, aber auch
  • recht aggressive steuerrechtliche Vorschriften (z.B. Gründung einer Betriebsstätte)

erzwingen oft bereits in der Frühphase des Markteinstiegs die Gründung einer Niederlassung.

Das Gesellschaftsrecht der USA unterscheidet ähnlich wie das österreichische grundsätzlich zwischen Personengesellschaften (Partnerships) und Kapitalgesellschaften (Corporations) beziehungsweise einer Mischform, der sogenannten LLC. Da aber jeder Bundesstaat sein eigenes Gesellschaftsrecht hat, können die Regelungen im Detail durchaus unterschiedlich sein.

Bemerkenswert am amerikanischen Gewerberecht ist wohl, dass für viele Gewerbe keinerlei Berechtigung benötigt wird. Ausnahmen bilden besondere Geschäftszweige wie Banken oder Versicherungen. 

Die meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der amerikanischen Privatwirtschaft, werden ‚at will‘ (nach Belieben) eingestellt. Das bedeutet, dass das Arbeitsverhältnis jederzeit auch ohne Grund und ohne Kündigungsfrist aufgelöst werden kann. Das klingt sehr einfach, aber in der Praxis müssen Unternehmen in den USA ein immer größer werdendes Spektrum an Arbeitsplatzbestimmungen auf drei Ebenen beachten: Bundesgesetze, bundesstaatliche Gesetze und kommunale Gesetze. Ebenso sind die Diskriminierungsverbote zu beachten, die einen großen Anteil bei arbeitsrechtlichen Streitigkeiten darstellen.

Ausländische Unternehmen, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die USA entsenden wollen beziehungsweise inländische Unternehmen (etwa Tochtergesellschaften österreichischer Unternehmen), die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Österreich oder dem Ausland wollen, müssen entsprechende Visa beantragen oder dafür Sorge tragen, dass die Arbeitskräfte über entsprechende Visa verfügen.

Weitere Informationen zu Unternehmensgründung, Investitionen und Steuern bekommen Sie im AußenwirtschaftsCenter New York.

Darüber hinaus steht Ihnen das AC New York für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Wir unterstützen bei Gründung und Investition

Damit Ihre Investition im Ausland kein Sprung ins kalte Wasser wird, beraten Sie unsere AußenwirtschaftsCenter bei Gründung und Investition in Ihrem Zielmarkt. Dazu gibt es Startgeld für Mutige: Das Förderprogramm go-international erleichtert Ihnen Markteintritt, Marktbearbeitung und die Gründung einer Niederlassung im Ausland und ist Teil der Internationalisierungsoffensive des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und der Wirtschaftskammer Österreich.

Investitionsberatung

Irgendwann ist es soweit. Oft erst später, wenn es richtig gut läuft und die Umsätze stimmen.

Manchmal gleich, weil man mit sechs Stunden Zeitverschiebung keine zwölf Vertriebspartner an der Leine führen kann. Oft, weil der Markt ein Produkt verlangt, das vor Ort gewartet, assembliert oder mit Ihrem Know-how produziert werden muss. 

Die eigene Niederlassung ist immer teuer, aber auch immer Ihr bester Vertriebspartner in einem Exportmarkt. Wenn es so weit ist, dann wissen wir, wie es geht. Firmengründung, Rechtsform, Steuern, Visa für entsandtes Personal, Arbeitsrecht, Versicherungen, Standortwahl, Förderungen, Finanzierungen – wir bereiten Sie vor und helfen Ihnen durch. 

Wir haben vor Ihnen in Ihrem Zielmarkt viele andere Unternehmen bei Investitionsentscheidungen begleitet und können deren Erfahrungen an Sie weitergeben. Und das Wichtigste: Unser Netzwerk an kompetenten Dienstleistern kann sich überall sehen lassen und erspart viele leere Kilometer. 

Sind Sie bereit? Kontaktieren Sie einfach das AußenwirtschaftsCenter New York.

Förderungen

Wer sich in einem Auslandsmarkt niederlassen will, muss erst in die Kasse greifen – daran ändern auch guter Service und Beratung nichts. Marketing, Rechtsberatung, Partnersuche: Alles kostet, bevor es etwas bringt. Auch bei guter Vorbereitung gibt es keine Erfolgsgarantie, wenn man Investitions-Neuland betritt.

Die Direktförderungen aus der Internationalisierungsoffensive go-international federn Risiken ab und entlasten Unternehmen. Förderbar sind unter anderem Reise- und Marketingkosten, Honorare lokaler Branchenexpertinnen und –experten, Messe und Kongressteilnahmen, Rechts- und Steuerberatung zum Thema Unternehmensgründung sowie Marktanalysen.

Darüber hinaus bestehen natürlich auch noch andere Förderstellen und Fördermöglichkeiten: Unsere Expertinnen und Experten in den Landeskammern haben den Überblick über viele Fördermaßnahmen und helfen Ihnen, sich im Förderdschungel zurechtzufinden!

Investitionsschutz

Österreich hat im Laufe der Zeit über 60 bilaterale Investitionsschutzabkommen abgeschlossen, um österreichische Unternehmen, die im Ausland investieren, vor Benachteiligung und entschädigungsloser Enteignung zu schützen. Insbesondere für kleine Betriebe, die den Schritt ins Ausland wagen, sind diese Abkommen von großer Bedeutung: Sie erhöhen die Rechtssicherheit für im Ausland investierende Unternehmen.

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft veröffentlicht eine Liste aller bilateralen österreichischen Investitionsschutzabkommen, einschließlich solcher, die mit anderen EU-Staaten bestehen (Intra-EU-BITs).

Seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Dezember 2009 ist die Zuständigkeit für ausländische Direktinvestitionen auf die Europäische Union übergegangen (Artikel 207 AEUV). Seither verhandelt auch die EU über Investitionsschutz als Teil von Freihandelsabkommen oder über reine Investitions- und Investitionsschutzabkommen. Dabei dürfen die Mitgliedstaaten weiterhin bilaterale Abkommen mit Drittstaaten abschließen, sofern mit diesen Staaten keine europäischen Abkommen verhandelt werden oder geplant sind.

Wir geben Ihnen einen Überblick über die Handels- und Investitionsabkommen der EU mit Drittstaaten.

Vertretungsvergabe

In den USA werden die Rechte und Pflichten zwischen dem sog. Sales Agent und dem Geschäftsherrn (sog. Principal) grundsätzlich in einem Sales Agency Agreement bzw. Sales Representative Agreement vereinbart. Dieser verpflichtet den Sales Agent, die Produkte anzuwerben, zu vermarkten sowie die Vertragsbeziehung zwischen dem Kunden und dem Geschäftsherrn zu vermitteln. 

Das Sales Agreement erlaubt es dem Agent – je nach Vertrag – exklusiv oder nichtexklusiv tätig zu werden, wobei sich dies grundsätzlich nach U.S. Staatenrecht der Territorien richtet. Bei Verträgen die mehrere U.S. Territorien umfassen, kommt das für den Sales Agenten Günstigste zur Anwendung.

Der Sales Agent nimmt eine vermittelnde Rolle ein, der die allgemeinen Geschäftsbedingungen und Herstellergarantien des Geschäftsherrn an den Kunden ohne die Möglichkeit von Rabatten oder Preisminderungen weiterleitet. Der Vertrag kommt somit nur zwischen dem Geschäftsherrn und dem Kunden zustande, auch Mängelansprüche sind an diesen zu richten. 

Hierfür erhält dieser eine – oftmals quartalsmäßige – Provision/Kommission, diese ist ein vereinbarter Prozentsatz des Nettokaufpreises.

Die Vertragsdauer kann bestimmt oder unbefristet sein, auch besondere Kündigungsgründe sind teilweise in U.S. Representative laws vorgesehen und können bei Fehlen einer staatlichen Regelung vereinbart werden. Etwaige Streitigkeiten werden oftmals aufgrund der Dauer und Kosten von herkömmlichen Gerichten vor Schiedsgerichten vereinbart.

Da sich das Sales Representative Agreement in den USA jedoch nach dem jeweiligen Sales Representative Law richtet, sollte bei dem Entwurf einer solchen Vereinbarung ein Rechtsanwalt auf dem Gebiet des U.S. Rechtes hinzugezogen werden.

Das AußenwirtschaftsCenter New York unterstützt Sie individuell bei der Suche nach Handelsvertretern oder Fachmedien, wo Sie für Ihre Branche gezielte Schaltungen durchführen können: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.