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Ein Unternehmen in der Russischen Föderation gründen / Vertretungsvergabe

Auch bei Investition und Firmengründung im Ausland stehen wir mit Fachwissen und unseren Kontakten an Ihrer Seite

Firmengründung in Russland

Seit 2015 ist ein verstärkter Trend zur Gründung von Produktionsniederlassungen in Russland spürbar geworden. Ausländische Unternehmen verfolgen dabei hauptsächlich das Ziel, die Wechselkursrisiken zu minimieren und Zugang zum öffentlichen Beschaffungswesen zu bekommen. Bei Unternehmensgründungen in Russland ist die Wahl der richtigen Unternehmensform besonders wichtig, da gewisse Rechtsformen die Handlungsfähigkeit und andere die Haftung des Unternehmens einschränken.  

Bei Investitionen in Russland gilt es grundsätzlich das vielseitige russische Investitionsrecht zu berücksichtigen, welches ausländische Investorinnen und Investoren mitunter durch Steuervergünstigungen lockt. Österreichische Unternehmen profitieren im Übrigen seit 1991 bei ihren Investitionsvorhaben vom bilateralen Investitionsschutzabkommen mit Russland.  

Nach der Unternehmensgründung muss jedenfalls das russische Steuer- und Arbeitsrecht beachtet werden. Dabei kann die Anstellung österreichischer Angestellter bei einer russischen Tochterfirma zu einem komplizierten Vorhaben werden.  

Ausführliche Informationen zu Unternehmensgründung, Investitionen und Steuern finden Sie im Fachreport Russische Föderation: Firmengründung und Steuern, den Sie beim AußenwirtschaftsCenter Moskau anfordern können. 

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Moskau für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Wir unterstützen bei Gründung und Investition

Damit Ihre Investition im Ausland kein Sprung ins kalte Wasser wird, beraten Sie unsere AußenwirtschaftsCenter bei Gründung und Investition in Ihrem Zielmarkt. Dazu gibt es Startgeld für Mutige: Das Förderprogramm go-international  erleichtert Ihnen Markteintritt, Marktbearbeitung und die Gründung einer Niederlassung im Ausland und ist Teil der Internationalisierungsoffensive des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und der Wirtschaftskammer Österreich.

Investitionsberatung

Irgendwann ist es soweit. Oft erst später, wenn es richtig gut läuft und die Umsätze stimmen. Manchmal gleich, weil man mit sechs Stunden Zeitverschiebung keine zwölf Vertriebspartner an der Leine führen kann. Oft, weil der Markt ein Produkt verlangt, das vor Ort gewartet, assembliert oder mit Ihrem Know-how produziert werden muss. 

Die eigene Niederlassung ist immer teuer, aber auch immer Ihr bester Vertriebspartner in einem Exportmarkt. Wenn es so weit ist, dann wissen wir, wie es geht. Firmengründung, Rechtsform, Steuern, Visa für entsandtes Personal, Arbeitsrecht, Versicherungen, Standortwahl, Förderungen, Finanzierungen – wir bereiten Sie vor und helfen Ihnen durch. 

Wir haben vor Ihnen in Ihrem Zielmarkt viele andere Unternehmen bei Investitionsentscheidungen begleitet und können deren Erfahrungen an Sie weitergeben. Und das Wichtigste: Unser Netzwerk an kompetenten Dienstleistern kann sich überall sehen lassen und erspart viele leere Kilometer. 

Sind Sie bereit? Kontaktieren Sie einfach das AußenwirtschaftsCenter Moskau.

Förderungen

Wer sich in einem Auslandsmarkt niederlassen will, muss erst in die Kasse greifen – daran ändern auch guter Service und Beratung nichts. Marketing, Rechtsberatung, Partnersuche: Alles kostet, bevor es etwas bringt. Auch bei guter Vorbereitung gibt es keine Erfolgsgarantie, wenn man Investitions-Neuland betritt.

Die Direktförderungen aus der Internationalisierungsoffensive go-international federn Risiken ab und entlasten Unternehmen. Förderbar sind unter anderem Reise- und Marketingkosten, Honorare lokaler Branchenexpertinnen und –experten, Messe und Kongressteilnahmen, Rechts- und Steuerberatung zum Thema Unternehmensgründung sowie Marktanalysen.

Darüber hinaus bestehen natürlich auch noch andere Förderstellen und Fördermöglichkeiten: Unsere Expertinnen und Experten in den Landeskammern haben den Überblick über viele Fördermaßnahmen und helfen Ihnen, sich im Förderdschungel zurechtzufinden!

Investitionsschutz

Österreich hat im Laufe der Zeit über 60 bilaterale Investitionsschutzabkommen abgeschlossen, um österreichische Unternehmen, die im Ausland investieren, vor Benachteiligung und entschädigungsloser Enteignung zu schützen. Insbesondere für kleine Betriebe, die den Schritt ins Ausland wagen, sind diese Abkommen von großer Bedeutung: Sie erhöhen die Rechtssicherheit für im Ausland investierende Unternehmen.

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft veröffentlicht eine Liste aller bilateralen österreichischen Investitionsschutzabkommen, einschließlich solcher, die mit anderen EU-Staaten bestehen (Intra-EU-BITs).

Seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Dezember 2009 ist die Zuständigkeit für ausländische Direktinvestitionen auf die Europäische Union übergegangen (Artikel 207 AEUV). Seither verhandelt auch die EU über Investitionsschutz als Teil von Freihandelsabkommen oder über reine Investitions- und Investitionsschutzabkommen. Dabei dürfen die Mitgliedstaaten weiterhin bilaterale Abkommen mit Drittstaaten abschließen, sofern mit diesen Staaten keine europäischen Abkommen verhandelt werden oder geplant sind.

Wir geben Ihnen einen Überblick über die Handels- und Investitionsabkommen der EU mit Drittstaaten.

Vertretungsvergabe

Die Vertretung einer ausländischen Firma in Russland kann von einer russischen juristischen Person (einem Unternehmen) oder einer natürlichen Person als Einzelunternehmer ausgeübt werden. Die Regelungen zur Handelsvertretung finden sich im russischen Zivilgesetzbuch unter den allgemeinen Vorschriften für Vertretung und Vollmachten (Art. 184). Für Vertretungsverträge ist die Schriftform, aber keine Genehmigung erforderlich. Vollmachten für den russischen Vertreter können auf maximal drei Jahre ausgestellt werden.

Grundsätzlich gibt es kein Handelsvertreterrecht bzw. keine "Handelsvertreter" im Sinn des österreichischen Handelsvertretergesetztes. Diesbezügliche Vereinbarungen zwischen zwei Parteien unterliegen den allgemeinen Bestimmungen des russischen bürgerlichen Rechts und sind Gegenstand der Vertragsfreiheit. Provisionsansprüche und –leistungen, Exklusivität, etc. sind im Vertretungsvertrag im Detail zu regeln.

Aufgrund der untergeordneten Bedeutung der Handelsvertretung in Russland wird in der Regel über russische Importeure und Distributoren oder aber über eine eigene Niederlassung gearbeitet, die ein eigenes Netz von angestellten Handelsvertretern aufbauen.

Das AußenwirtschaftsCenter Moskau unterstützt Sie individuell bei der Suche nach Handelsvertretern oder Fachmedien, wo Sie für Ihre Branche gezielte Schaltungen durchführen können: Schicken Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns an