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Ein Unternehmen in der Slowakei gründen / Vertretungsvergabe

Auch bei Investition und Firmengründung im Ausland stehen wir mit Fachwissen und unseren Kontakten an Ihrer Seite

Firmengründung

Die Gründung einer Gesellschaft ist in der Slowakei relativ unproblematisch. Staatsangehörige von EU-Staaten können einfach einen Gewerbeschein erlangen.

Obwohl bei der Abwicklung der Firmengründung kein gesetzlicher Anwaltszwang besteht, müssen die Unterschriften auf den Gründungsunterlagen amtlich, das heißt notariell beglaubigt werden. Die erforderlichen Urkunden müssen dem Handelsregistergericht (Firmenbuchgericht) sowie dem Gewerberegister auf Slowakisch (bzw. zweisprachig) vorgelegt werden. Daher wird die Einschaltung eines Rechtsanwaltsbüros empfohlen.

Die gesetzlich vorgeschriebene Mindesthöhe des Stammkapitals einer GmbH beträgt EUR 5.000, darüber hinaus ist mit Kosten in der Höhe von ca. EUR 800 bis 2.500 an Gründungskosten zu rechnen.

Gesellschaftsformen laut dem slowakischen Handelsgesetzbuch sind:

  • Offene Handelsgesellschaft – verejná obchodná spoločnosť - v.o.s.
  • Kommanditgesellschaft - komanditná spoločnosť - k.s.
  • GmbH - spoločnosť s ručením obmedzeným - s.r.o.
  • Aktiengesellschaft - akciová spoločnosť - a.s.
  • vereinfachte Aktiengesellschaft - jednoduchá spoločnosť na akcie - j.s.a.
  • Genossenschaft – družstvo

Zudem kann eine Betriebsstätte/Zweigniederlassung errichtet werden. Eine Zweigniederlassung, sog. „organizačná zložka podniku zahraničnej osoby“, ist ein Zweigbetrieb, eine nicht vollwertige Niederlassung und stellt einen organisatorischen Bestandteil des ausländischen Unternehmens dar. Eine Eintragung der Zweigniederlassung ins Firmenbuch, d.h. Handelsregister ist erforderlich, wobei der administrative Aufwand vergleichbar ist mit der Gründung einer GmbH.

Ausführliche Informationen zu Unternehmensgründung, Investitionen und Steuern erhalten Sie beim AußenwirtschaftsCenter Bratislava: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.  

Wir unterstützen bei Gründung und Investition

Damit Ihre Investition im Ausland kein Sprung ins kalte Wasser wird, beraten Sie unsere AußenwirtschaftsCenter bei Gründung und Investition in Ihrem Zielmarkt. Dazu gibt es Startgeld für Mutige: Das Förderprogramm go-international  erleichtert Ihnen Markteintritt, Marktbearbeitung und die Gründung einer Niederlassung im Ausland und ist Teil der Internationalisierungsoffensive des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und der Wirtschaftskammer Österreich.

Investitionsberatung

Irgendwann ist es soweit. Oft erst später, wenn es richtig gut läuft und die Umsätze stimmen. Manchmal gleich, weil man mit sechs Stunden Zeitverschiebung keine zwölf Vertriebspartner an der Leine führen kann. Oft, weil der Markt ein Produkt verlangt, das vor Ort gewartet, assembliert oder mit Ihrem Know-how produziert werden muss. 

Die eigene Niederlassung ist immer teuer, aber auch immer Ihr bester Vertriebspartner in einem Exportmarkt. Wenn es so weit ist, dann wissen wir, wie es geht. Firmengründung, Rechtsform, Steuern, Visa für entsandtes Personal, Arbeitsrecht, Versicherungen, Standortwahl, Förderungen, Finanzierungen – wir bereiten Sie vor und helfen Ihnen durch. 

Wir haben vor Ihnen in Ihrem Zielmarkt viele andere Unternehmen bei Investitionsentscheidungen begleitet und können deren Erfahrungen an Sie weitergeben. Und das Wichtigste: Unser Netzwerk an kompetenten Dienstleistern kann sich überall sehen lassen und erspart viele leere Kilometer. 

Sind Sie bereit? Kontaktieren Sie einfach das AußenwirtschaftsCenter Bratislava.

Förderungen

Wer sich in einem Auslandsmarkt niederlassen will, muss erst in die Kasse greifen – daran ändern auch guter Service und Beratung nichts. Marketing, Rechtsberatung, Partnersuche: Alles kostet, bevor es etwas bringt. Auch bei guter Vorbereitung gibt es keine Erfolgsgarantie, wenn man Investitions-Neuland betritt.

Die Direktförderungen aus der Internationalisierungsoffensive go-international federn Risiken ab und entlasten Unternehmen. Förderbar sind unter anderem Reise- und Marketingkosten, Honorare lokaler Branchenexpertinnen und –experten, Messe und Kongressteilnahmen, Rechts- und Steuerberatung zum Thema Unternehmensgründung sowie Marktanalysen.

Darüber hinaus bestehen natürlich auch noch andere Förderstellen und Fördermöglichkeiten: Unsere Expertinnen und Experten in den Landeskammern haben den Überblick über viele Fördermaßnahmen und helfen Ihnen, sich im Förderdschungel zurechtzufinden!

Investitionsschutz

Österreich hat im Laufe der Zeit über 60 bilaterale Investitionsschutzabkommen abgeschlossen, um österreichische Unternehmen, die im Ausland investieren, vor Benachteiligung und entschädigungsloser Enteignung zu schützen. Insbesondere für kleine Betriebe, die den Schritt ins Ausland wagen, sind diese Abkommen von großer Bedeutung: Sie erhöhen die Rechtssicherheit für im Ausland investierende Unternehmen.

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft veröffentlicht eine Liste aller bilateralen österreichischen Investitionsschutzabkommen, einschließlich solcher, die mit anderen EU-Staaten bestehen (Intra-EU-BITs).

Seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Dezember 2009 ist die Zuständigkeit für ausländische Direktinvestitionen auf die Europäische Union übergegangen (Artikel 207 AEUV). Seither verhandelt auch die EU über Investitionsschutz als Teil von Freihandelsabkommen oder über reine Investitions- und Investitionsschutzabkommen. Dabei dürfen die Mitgliedstaaten weiterhin bilaterale Abkommen mit Drittstaaten abschließen, sofern mit diesen Staaten keine europäischen Abkommen verhandelt werden oder geplant sind.

Wir geben Ihnen einen Überblick über die Handels- und Investitionsabkommen der EU mit Drittstaaten.

Vertretungsvergabe

Die Suche nach selbständigen Handelsvertreterinnen und Handelsvertretern gestaltet sich in der Slowakei, wie auch in anderen Ländern Zentral- und Osteuropas, äußerst schwierig, da es dieses Berufsbild nicht in dem Ausmaß wie im deutschsprachigen Raum gibt. Es gibt leider keine Liste von Handelsvertreterinnen und Handelsvertretern für konkrete Branchen, wie in Österreich üblich bzw. es besteht keine lokale Vereinigung.

Eine Alternative stellt z.B. die Suche nach Personen, die die Handelsvertretung übernehmen würden, über Jobportale dar. Für die Suche ist vor allem das Jobportal www.profesia.sk geeignet – das meistbesuchte Arbeitsportal, welches auch auf Deutsch zur Verfügung steht. Viele Firmen belassen Ihre Inserate in deutscher oder englischer Sprache, damit sich nur der Sprache mächtige Personen melden.

Eine weitere Möglichkeit stellt die Handelsvertretung durch lokale Handelsunternehmen dar. Es handelt sich um Kooperation mit lokalen Firmen oder Einzelunternehmen, die branchenbezogen Produkte vertreiben.

Das AußenwirtschaftsCenter Bratislava unterstützt Sie individuell bei der Suche nach Handelsvertretern oder Fachmedien, wo Sie für Ihre Branche gezielte Schaltungen durchführen können: Schicken Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns an