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Ein Unternehmen in der Tschechischen Republik gründen / Vertretungsvergabe

Auch bei Investition und Firmengründung im Ausland stehen wir mit Fachwissen und unseren Kontakten an Ihrer Seite

Firmengründung in der Tschechischen Republik

Tschechien ist und bleibt für österreichische Firmen das führende Investitionsziel in Zentral-, Ost- und Südosteuropa - die räumliche Nähe, günstigere Lohnkosten, qualifizierte Arbeitskräfte, eine gut entwickelte Infrastruktur sowie die stabile politische und wirtschaftliche Lage haben Tschechien von Anfang an zu einem interessanten Investitionsstandort für ausländische Firmen gemacht.

Ausländische Unternehmen und Personen können in Tschechien zu gleichen Bedingungen und in demselben Umfang unternehmerisch tätig sein wie tschechische - sie können ein eigenes Unternehmen gründen oder sich an einem bereits existierenden Unternehmen beteiligen. Es sind hier keine Einschränkungen bzw. Vorgaben gegeben. Die Gründung einer Niederlassung ist grundsätzlich unproblematisch und ähnlich wie in Österreich. Es sind aber einige administrative Schritte durchzuführen und die Bestimmungen in Einklang mit den tschechischen Gesetzen einzuhalten. Für nicht Tschechisch Sprechende, ist die Sprachbarriere ein gewisses Hemmnis, da für den Kontakt mit Ämtern und Behörden ausschließlich die tschechische Sprache zu verwenden ist bzw. auch die gesetzlichen Vorschriften und Formulare nur in tschechischer Sprache existieren. Allerdings gibt es andererseits eine Vielzahl Deutsch sprechender Rechtsanwälte und Steuerberater.

Laut tschechischem Recht gibt es mehrere Gesellschaftsformen, die ähnlich wie in Österreich sind: Einzelfirma, Zweigniederlassung und Handelskorporationen wie OHG, KG, GmbH und AG. 2014 sind in Tschechien ein neues Gesellschaftsrecht und ein neues Bürgerliches Gesetzbuch in Kraft getreten. Seither können Sie eine GmbH mit einem Grundkapital von umgerechnet 40 Cent gründen.

Ausführliche Informationen zu Unternehmensgründung, Investitionen und Steuern erhalten Sie beim AußenwirtschaftsCenter Prag: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Wir unterstützen bei Gründung und Investition

Damit Ihre Investition im Ausland kein Sprung ins kalte Wasser wird, beraten Sie unsere AußenwirtschaftsCenter bei Gründung und Investition in Ihrem Zielmarkt. Dazu gibt es Startgeld für Mutige: Das Förderprogramm go-international erleichtert Ihnen Markteintritt, Marktbearbeitung und die Gründung einer Niederlassung im Ausland und ist Teil der Internationalisierungsoffensive des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und der Wirtschaftskammer Österreich.

Investitionsberatung

Irgendwann ist es soweit. Oft erst später, wenn es richtig gut läuft und die Umsätze stimmen. Manchmal gleich, weil man mit sechs Stunden Zeitverschiebung keine zwölf Vertriebspartner an der Leine führen kann. Oft, weil der Markt ein Produkt verlangt, das vor Ort gewartet, assembliert oder mit Ihrem Know-how produziert werden muss.

Die eigene Niederlassung ist immer teuer, aber auch immer Ihr bester Vertriebspartner in einem Exportmarkt. Wenn es so weit ist, dann wissen wir, wie es geht. Firmengründung, Rechtsform, Steuern, Visa für entsandtes Personal, Arbeitsrecht, Versicherungen, Standortwahl, Förderungen, Finanzierungen – wir bereiten Sie vor und helfen Ihnen durch.

Wir haben vor Ihnen in Ihrem Zielmarkt viele andere Unternehmen bei Investitionsentscheidungen begleitet und können deren Erfahrungen an Sie weitergeben. Und das Wichtigste: Unser Netzwerk an kompetenten Dienstleistern kann sich überall sehen lassen und erspart viele leere Kilometer.

Sind Sie bereit? Kontaktieren Sie einfach das AußenwirtschaftsCenter Prag.

Förderungen

Wer sich in einem Auslandsmarkt niederlassen will, muss erst in die Kasse greifen – daran ändern auch guter Service und Beratung nichts. Marketing, Rechtsberatung, Partnersuche: Alles kostet, bevor es etwas bringt. Auch bei guter Vorbereitung gibt es keine Erfolgsgarantie, wenn man Investitions-Neuland betritt.

Die Direktförderungen aus der Internationalisierungsoffensive go-international federn Risiken ab und entlasten Unternehmen. Förderbar sind unter anderem Reise- und Marketingkosten, Honorare lokaler Branchenexpertinnen und –experten, Messe und Kongressteilnahmen, Rechts- und Steuerberatung zum Thema Unternehmensgründung sowie Marktanalysen.

Darüber hinaus bestehen natürlich auch noch andere Förderstellen und Fördermöglichkeiten: Unsere Expertinnen und Experten in den Landeskammern haben den Überblick über viele Fördermaßnahmen und helfen Ihnen, sich im Förderdschungel zurechtzufinden!

Investitionsschutz

Österreich hat im Laufe der Zeit über 60 bilaterale Investitionsschutzabkommen abgeschlossen, um österreichische Unternehmen, die im Ausland investieren, vor Benachteiligung und entschädigungsloser Enteignung zu schützen. Insbesondere für kleine Betriebe, die den Schritt ins Ausland wagen, sind diese Abkommen von großer Bedeutung: Sie erhöhen die Rechtssicherheit für im Ausland investierende Unternehmen.

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft veröffentlicht eine

Liste aller bilateralen österreichischen Investitionsschutzabkommen, einschließlich solcher, die mit anderen EU-Staaten bestehen (Intra-EU-BITs).

Seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Dezember 2009 ist die Zuständigkeit für ausländische Direktinvestitionen auf die Europäische Union übergegangen (Artikel 207 AEUV). Seither verhandelt auch die EU über Investitionsschutz als Teil von Freihandelsabkommen oder über reine Investitions- und Investitionsschutzabkommen. Dabei dürfen die Mitgliedstaaten weiterhin bilaterale Abkommen mit Drittstaaten abschließen, sofern mit diesen Staaten keine europäischen Abkommen verhandelt werden oder geplant sind.

Wir geben Ihnen einen Überblick über die Handels- und Investitionsabkommen der EU mit Drittstaaten.

Vertretungsvergabe

Neben der direkten Marktbearbeitung durch Mitarbeiter des ausländischen Unternehmens kann die Marktbearbeitung über einen Distributor (Importeur, Großhändler etc.) erfolgen oder einer tschechischen Firma bzw. Person die Vertretung übertragen werden. 

Seit dem EU-Beitritt Tschechiens und dem damit verbundenen Wegfall der Zollabfertigung im EU-Binnenhandel ist der Direktverkauf an Endabnehmer wesentlich erleichtert und seine Bedeutung gestiegen.

Eine Vertretungsvergabe ist vor allem für Firmen geeignet, die aus verschiedenen Gründen keine eigene Tochterfirma oder Zweigniederlassung in Tschechien errichten, aber den Markt durch eine(n) „Mann/Frau vor Ort“ erschließen wollen. In Tschechien wie vielen anderen CEE Staaten ist allerdings die Handelsvertreterszene wenig strukturiert, es gibt bislang keine Vereinigung von Handelsvertretern, die ein branchenmäßig gegliedertes Mitgliederverzeichnis führt und dadurch in der Lage wäre, eine kompetente Vermittlerrolle zu übernehmen. Selbst eine Liste von aktiven Handelsvertretern steht nicht zur Verfügung. Die Suche nach einem geeigneten Mitarbeiter in Tschechien gestaltet sich daher nicht einfach; eine Standardmethode oder gar einen „Königsweg“ gibt es nicht. 

Viele Firmen haben sich daher für einen Distributor/Vertriebspartner entschieden. Insbesondere bei wartungsintensiven Produkten ist nach wie vor eine Serviceorganisation vor Ort ein wichtiger Erfolgsfaktor. Die Vertretung ausländischer Firmen kann von jedem tschechischen Unternehmen, das im Handels­register eingetragen ist, übernommen werden, aber auch von natürlichen tschechischen Personen mit dem entsprechenden Gewerbeschein. Der Handelsvertretungsvertrag wird im tschechischen Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt, entsprechende EU-Vorgaben wurden in das tschechische Recht umgesetzt.

Das AußenwirtschaftsCenter Prag unterstützt Sie individuell bei der Suche nach Handelsvertretern oder Fachmedien, wo Sie für Ihre Branche gezielte Schaltungen durchführen können: Schicken Sie uns ein E-Mail oder rufen Sie uns an.