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Ein Unternehmen in der Ukraine gründen / Vertretungsvergabe

Auch bei Investition und Firmengründung im Ausland stehen wir mit Fachwissen und unseren Kontakten an Ihrer Seite

Firmengründung in der Ukraine

Ausländische natürliche und juristische Personen können in der Ukraine unter den gleichen Bedingungen wie ukrainische Staatsbürger Unternehmen gründen oder sich an Gesellschaften beteiligen. Die Zulassungsvoraussetzungen für die Ausübung eines Gewerbes sind für ausländische wie für ukrainische Staatsangehörige ebenfalls gleich. 

Für einen direkten Markteintritt stehen ähnliche Gesellschaftsformen wie im österreichischen Gesellschaftsrecht zur Verfügung: Kapital- und Personengesellschaften oder die Form einer Repräsentanz. Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Ukrainisch: TOV) ist im ukrainischen Gesellschaftsrecht am umfänglichsten geregelt und wird am häufigsten als Rechtsform gewählt.

Bei Investitionen in der Ukraine profitieren österreichische Unternehmen bei Ihren Investitionsvorhaben vom bilateralen Investitionsschutzabkommen mit der Ukraine.  

Ausländische Staatsangehörige dürfen in der Ukraine Gebäude und Wohnungen erwerben. Die Rechtsstellung von Ukrainern und Ausländer in Bezug auf Grundstücke ist praktisch fast vollständig angeglichen. Ausländern ist es jedoch nicht gestattet, landwirtschaftliche Nutzflächen zu erwerben.

Für die Beschäftigung ausländischer Führungs- oder Fachkräfte ist eine im Voraus einzuholende Arbeitserlaubnis notwendig. Eine Arbeitserlaubnis ist Grundlage für Arbeitsvisum und eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in der Ukraine.

Ausführliche Informationen zu Unternehmensgründung, Investitionen und Steuern erhalten Sie im AußenwirtschaftsCenter Kiew.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Kiew für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Wir unterstützen bei Gründung und Investition

Damit Ihre Investition im Ausland kein Sprung ins kalte Wasser wird, beraten Sie unsere AußenwirtschaftsCenter bei Gründung und Investition in Ihrem Zielmarkt. Dazu gibt es Startgeld für Mutige: Das Förderprogramm go-international  erleichtert Ihnen Markteintritt, Marktbearbeitung und die Gründung einer Niederlassung im Ausland und ist Teil der Internationalisierungsoffensive des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und der Wirtschaftskammer Österreich.

Investitionsberatung

Irgendwann ist es soweit. Oft erst später, wenn es richtig gut läuft und die Umsätze stimmen.

Manchmal gleich, weil man mit sechs Stunden Zeitverschiebung keine zwölf Vertriebspartner an der Leine führen kann. Oft, weil der Markt ein Produkt verlangt, das vor Ort gewartet, assembliert oder mit Ihrem Know-how produziert werden muss. 

Die eigene Niederlassung ist immer teuer, aber auch immer Ihr bester Vertriebspartner in einem Exportmarkt. Wenn es so weit ist, dann wissen wir, wie es geht. Firmengründung, Rechtsform, Steuern, Visa für entsandtes Personal, Arbeitsrecht, Versicherungen, Standortwahl, Förderungen, Finanzierungen – wir bereiten Sie vor und helfen Ihnen durch. 

Wir haben vor Ihnen in Ihrem Zielmarkt viele andere Unternehmen bei Investitionsentscheidungen begleitet und können deren Erfahrungen an Sie weitergeben. Und das Wichtigste: Unser Netzwerk an kompetenten Dienstleistern kann sich überall sehen lassen und erspart viele leere Kilometer. 

Sind Sie bereit? Kontaktieren Sie einfach das AußenwirtschaftsCenter Kiew.

Förderungen

Wer sich in einem Auslandsmarkt niederlassen will, muss erst in die Kasse greifen – daran ändern auch guter Service und Beratung nichts. Marketing, Rechtsberatung, Partnersuche: Alles kostet, bevor es etwas bringt. Auch bei guter Vorbereitung gibt es keine Erfolgsgarantie, wenn man Investitions-Neuland betritt.

Die Direktförderungen aus der Internationalisierungsoffensive go-international federn Risiken ab und entlasten Unternehmen. Förderbar sind unter anderem Reise- und Marketingkosten, Honorare lokaler Branchenexpertinnen und –experten, Messe und Kongressteilnahmen, Rechts- und Steuerberatung zum Thema Unternehmensgründung sowie Marktanalysen.

Darüber hinaus bestehen natürlich auch noch andere Förderstellen und Fördermöglichkeiten: Unsere Expertinnen und Experten in den Landeskammern haben den Überblick über viele Fördermaßnahmen und helfen Ihnen, sich im Förderdschungel zurechtzufinden!

Investitionsschutz

Österreich hat im Laufe der Zeit über 60 bilaterale Investitionsschutzabkommen abgeschlossen, um österreichische Unternehmen, die im Ausland investieren, vor Benachteiligung und entschädigungsloser Enteignung zu schützen. Insbesondere für kleine Betriebe, die den Schritt ins Ausland wagen, sind diese Abkommen von großer Bedeutung: Sie erhöhen die Rechtssicherheit für im Ausland investierende Unternehmen.

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft veröffentlicht eine Liste aller bilateralen österreichischen Investitionsschutzabkommen, einschließlich solcher, die mit anderen EU-Staaten bestehen (Intra-EU-BITs).

Seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Dezember 2009 ist die Zuständigkeit für ausländische Direktinvestitionen auf die Europäische Union übergegangen (Artikel 207 AEUV). Seither verhandelt auch die EU über Investitionsschutz als Teil von Freihandelsabkommen oder über reine Investitions- und Investitionsschutzabkommen. Dabei dürfen die Mitgliedstaaten weiterhin bilaterale Abkommen mit Drittstaaten abschließen, sofern mit diesen Staaten keine europäischen Abkommen verhandelt werden oder geplant sind.

Wir geben Ihnen einen Überblick über die Handels- und Investitionsabkommen der EU mit Drittstaaten.

Vertretungsvergabe

In der Ukraine gibt es kein Handelsvertreterrecht wie in Österreich. Das Vertretungsrecht ist in Zivilgesetzbuch (ZGB)und  Handelsgesetzbuch (HGB) geregelt. 

Der Handelsvertreter ist eine natürliche oder juristische Person, die beim Abschluss von Wirtschaftsverträgen als Vertreter von Unternehmern auftritt. Unternehmer, die zwar zum Nutzen anderer, jedoch in eigenem Namen agieren, werden nicht als Handelsvertreter betrachtet. 

Die Befugnisse des Handelsvertreters können in einem schriftlichen Vertrag oder in einer schriftlichen Vollmacht niedergelegt werden. Der Handelsvertreter hat Anspruch auf Provision und Ersatz der Aufwendungen. 

Provisionshöhe kann im Handelsvertretervertrag vereinbart werden. Wenn die Parteien keine Angaben zur Provisionshöhe gemacht haben, gilt der für diese Art von Leistungen der übliche Satz (Art. 632 ZGB). 

Kommissionsvertrag

Der Kommissionär verpflichtet sich gegenüber dem Kommittenten, ein oder mehrere Geschäfte in seinem Namen, aber auf Rechnung des Kommittenten durchzuführen.

Angestellter Handelsvertreter (Handelsreisender)

Es ist auch möglich, die gewünschten Aufgaben in einem Arbeitsvertrag zusammenzufassen. Ein ausländisches Unternehmen kann einen Arbeitnehmer in der Ukraine nur anstellen, wenn eine lokale Betriebsstätte existiert. 

Ein selbständig agierender Handelsvertreter ist lt. Art. 243 des Zivilgesetzbuches eine Person, die durch einen einfachen Vertrag (nicht Arbeitsvertrag) mit dem Auftraggeber in Beziehung steht.

Vertretungsvertrag

Musterverträge stehen von Seiten des AußenwirtschaftsCenter nicht zur Verfügung. Bei Bedarf stellen wir gerne Informationen betreffend Rechtsexperten zur Verfügung, die bei der Vertragsgestaltung behilflich sein können.

Das AußenwirtschaftsCenter Kiew unterstützt Sie individuell bei der Suche nach Handelsvertretern oder Fachmedien, wo Sie für Ihre Branche gezielte Schaltungen durchführen können: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.