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Ein Unternehmen in Ecuador gründen

Auch bei Investition und Firmengründung im Ausland stehen wir mit Fachwissen und unseren Kontakten an Ihrer Seite

Firmengründung in Ecuador

In Ecuador gibt es kein spezielles Gesetz zum Schutz von Vertreterinnen und Vertretern ausländischer Firmen. Vertreterverträge sind mit in Ecuador sesshaften Personen oder Firmen möglich, wobei Vertreterfirmen als Handelsfirmen bei der Firmenaufsichtsbehörde (Superintendencia de Compañias) eingetragen sein müssen. Bei öffentlichen Ausschreibungen ist eine notariell erteilte Vollmacht mit dem Vertreter oder der Vertreterin vorzubereiten, damit er oder sie gegenüber den ecuadorianischen Behörden als offizielle Vertretung der ausländischen Firma auftreten kann.

Aktiengesellschaften (Sociedades Anonimas), GmbHs (Sociedades de Responsabilidad Limitada) und Niederlassungen ausländischer Gesellschaften gehören zu den üblichsten Gesellschaftsformen. Es muss mindestens zwei Aktionäre geben, die auch bis zur Höhe des gezeichneten Aktienkapitals verantwortlich sind. Bei der Etablierung einer Aktiengesellschaft müssen zwar 100 Prozent des Kapitals gezeichnet, jedoch nur 25 Prozent tatsächlich einbezahlt werden; das Mindestkapital einer Aktiengesellschaft liegt bei USD 800.

Gesellschaften mit beschränkter Haftung können von zwei bis maximal 15 Gesellschaftern gegründet werden. Sie haften bis zur Höhe ihrer Kapitaleinlage; zum Zeitpunkt der Firmengründung muss das Gesellschaftskapital von all den Gesellschaftern zu 100 Prozent gezeichnet und auch zu mindestens 50 Prozent einbezahlt werden. Das Mindestkapital beträgt derzeit USD 400 und es ist auf gleiche Anteile aufzuteilen.

Bei Gesellschaften mit beschränkter Haftung wie auch bei Aktiengesellschaften, die ausländische Partnerinnen und Partner beziehungsweise ausländische Aktionäre haben, müssen diese jeweils per Dezember folgende Dokumente an die ecuadorianischen Geschäftspartner übermitteln:

  • Einen Auszug aus dem Firmenregister
  • Eine notariell beglaubigte Liste sämtlicher Aktionäre und Partner 

Seit einer Gesetzesreform im Jahr 2014, muss auch bei Gründung einer Aktiengesellschaft sämtliche Information über ausländische Aktionäre offengelegt werden. Niederlassungen ausländischer Gesellschaften sind relativ einfach gegründet; es ist eine Bescheinigung der diplomatischen Vertretung von Ecuador in dem Land, wo die Muttergesellschaft ihren Sitz hat, beizubringen, die die Existenz der Muttergesellschaft im Ausland beglaubigt. Beizufügen sind Satzungen der Gesellschaft und ein Beschluss der Geschäftsführung auf Gründung einer Niederlassung in Ecuador. Die Mindestkapitalausstattung einer Niederlassung liegt bei USD 2.000.

Ausführliche Informationen zu Unternehmensgründung, Investitionen und Steuern erhalten Sie beim AußenwirtschaftsCenter Bogota.  

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Bogota für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Wir unterstützen bei Gründung und Investition

Damit Ihre Investition im Ausland kein Sprung ins kalte Wasser wird, beraten Sie unsere AußenwirtschaftsCenter bei Gründung und Investition in Ihrem Zielmarkt. Dazu gibt es Startgeld für Mutige: Das Förderprogramm go-international  erleichtert Ihnen Markteintritt, Marktbearbeitung und die Gründung einer Niederlassung im Ausland und ist Teil der Internationalisierungsoffensive des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und der Wirtschaftskammer Österreich.

Investitionsberatung

Irgendwann ist es soweit. Oft erst später, wenn es richtig gut läuft und die Umsätze stimmen. Manchmal gleich, weil man mit sechs Stunden Zeitverschiebung keine zwölf Vertriebspartner an der Leine führen kann. Oft, weil der Markt ein Produkt verlangt, das vor Ort gewartet, assembliert oder mit Ihrem Know-how produziert werden muss.

Die eigene Niederlassung ist immer teuer, aber auch immer Ihr bester Vertriebspartner in einem Exportmarkt. Wenn es so weit ist, dann wissen wir, wie es geht. Firmengründung, Rechtsform, Steuern, Visa für entsandtes Personal, Arbeitsrecht, Versicherungen, Standortwahl, Förderungen, Finanzierungen – wir bereiten Sie vor und helfen Ihnen durch.

Wir haben vor Ihnen in Ihrem Zielmarkt viele andere Unternehmen bei Investitionsentscheidungen begleitet und können deren Erfahrungen an Sie weitergeben. Und das Wichtigste: Unser Netzwerk an kompetenten Dienstleistern kann sich überall sehen lassen und erspart viele leere Kilometer.

Sind Sie bereit? Kontaktieren Sie einfach das AußenwirtschaftsCenter Bogota.

Förderungen

Wer sich in einem Auslandsmarkt niederlassen will, muss erst in die Kasse greifen – daran ändern auch guter Service und Beratung nichts. Marketing, Rechtsberatung, Partnersuche: Alles kostet, bevor es etwas bringt. Auch bei guter Vorbereitung gibt es keine Erfolgsgarantie, wenn man Investitions-Neuland betritt.

Die Direktförderungen aus der Internationalisierungsoffensive go-international federn Risiken ab und entlasten Unternehmen. Förderbar sind unter anderem Reise- und Marketingkosten, Honorare lokaler Branchenexpertinnen und –experten, Messe und Kongressteilnahmen, Rechts- und Steuerberatung zum Thema Unternehmensgründung sowie Marktanalysen.

Darüber hinaus bestehen natürlich auch noch andere Förderstellen und Fördermöglichkeiten: Unsere Expertinnen und Experten in den Landeskammern haben den Überblick über viele Fördermaßnahmen und helfen Ihnen, sich im Förderdschungel zurechtzufinden!

Investitionsschutz

Österreich hat im Laufe der Zeit über 60 bilaterale Investitionsschutzabkommen abgeschlossen, um österreichische Unternehmen, die im Ausland investieren, vor Benachteiligung und entschädigungsloser Enteignung zu schützen. Insbesondere für kleine Betriebe, die den Schritt ins Ausland wagen, sind diese Abkommen von großer Bedeutung: Sie erhöhen die Rechtssicherheit für im Ausland investierende Unternehmen.

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft veröffentlicht eine Liste aller bilateralen österreichischen Investitionsschutzabkommen, einschließlich solcher, die mit anderen EU-Staaten bestehen (Intra-EU-BITs).

Seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Dezember 2009 ist die Zuständigkeit für ausländische Direktinvestitionen auf die Europäische Union übergegangen (Artikel 207 AEUV). Seither verhandelt auch die EU über Investitionsschutz als Teil von Freihandelsabkommen oder über reine Investitions- und Investitionsschutzabkommen. Dabei dürfen die Mitgliedstaaten weiterhin bilaterale Abkommen mit Drittstaaten abschließen, sofern mit diesen Staaten keine europäischen Abkommen verhandelt werden oder geplant sind.

Wir geben Ihnen einen Überblick über die Handels- und Investitionsabkommen der EU mit Drittstaaten.