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Ein Unternehmen in Indien gründen / Vertretungsvergabe

Auch bei Investition und Firmengründung im Ausland stehen wir mit Fachwissen und unseren Kontakten an Ihrer Seite

Firmengründung in Indien

Die Industriepolitik Indiens unterstützt und fördert Auslandsinvestitionen durch Vereinfachung der Bewilligungsverfahren. Die Rückführung von Investitionen und Gewinnen ist erlaubt. Insbesondere die Make-in-India-Kampagne treibt diese Bemühungen weiter voran und steht für den Abbau bürokratischer Hürden, die Weiterentwicklung der Infrastruktur und die Verbesserung von Geschäftsbedingungen für ausländische Investorinnen und Investoren. 

Ausführliche Informationen zu Unternehmensgründung, Investitionen und Steuern finden Sie im Fachreport Indien: Firmengründung und Steuern, den Sie beim AußenwirtschaftsCenter New Delhi anfordern können.   

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter New Delhi für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Wir unterstützen bei Gründung und Investition

Damit Ihre Investition im Ausland kein Sprung ins kalte Wasser wird, beraten Sie unsere AußenwirtschaftsCenter bei Gründung und Investition in Ihrem Zielmarkt. Dazu gibt es Startgeld für Mutige: Das Förderprogramm go-international  erleichtert Ihnen Markteintritt, Marktbearbeitung und die Gründung einer Niederlassung im Ausland und ist Teil der Internationalisierungsoffensive des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und der Wirtschaftskammer Österreich.

Investitionsberatung

Irgendwann ist es soweit. Oft erst später, wenn es richtig gut läuft und die Umsätze stimmen. Manchmal gleich, weil man mit sechs Stunden Zeitverschiebung keine zwölf Vertriebspartner an der Leine führen kann. Oft, weil der Markt ein Produkt verlangt, das vor Ort gewartet, assembliert oder mit Ihrem Know-how produziert werden muss. 

Die eigene Niederlassung ist immer teuer, aber auch immer Ihr bester Vertriebspartner in einem Exportmarkt. Wenn es so weit ist, dann wissen wir, wie es geht. Firmengründung, Rechtsform, Steuern, Visa für entsandtes Personal, Arbeitsrecht, Versicherungen, Standortwahl, Förderungen, Finanzierungen – wir bereiten Sie vor und helfen Ihnen durch. 

Wir haben vor Ihnen in Ihrem Zielmarkt viele andere Unternehmen bei Investitionsentscheidungen begleitet und können deren Erfahrungen an Sie weitergeben. Und das Wichtigste: Unser Netzwerk an kompetenten Dienstleistern kann sich überall sehen lassen und erspart viele leere Kilometer. 

Sind Sie bereit? Kontaktieren Sie einfach das AußenwirtschaftsCenter New Delhi.

Förderungen

Wer sich in einem Auslandsmarkt niederlassen will, muss erst in die Kasse greifen – daran ändern auch guter Service und Beratung nichts. Marketing, Rechtsberatung, Partnersuche: Alles kostet, bevor es etwas bringt. Auch bei guter Vorbereitung gibt es keine Erfolgsgarantie, wenn man Investitions-Neuland betritt.

Die Direktförderungen aus der Internationalisierungsoffensive go-international federn Risiken ab und entlasten Unternehmen. Förderbar sind unter anderem Reise- und Marketingkosten, Honorare lokaler Branchenexpertinnen und –experten, Messe und Kongressteilnahmen, Rechts- und Steuerberatung zum Thema Unternehmensgründung sowie Marktanalysen.

Darüber hinaus bestehen natürlich auch noch andere Förderstellen und Fördermöglichkeiten: Unsere Expertinnen und Experten in den Landeskammern haben den Überblick über viele Fördermaßnahmen und helfen Ihnen, sich im Förderdschungel zurechtzufinden!

Investitionsschutz

Österreich hat im Laufe der Zeit über 60 bilaterale Investitionsschutzabkommen abgeschlossen, um österreichische Unternehmen, die im Ausland investieren, vor Benachteiligung und entschädigungsloser Enteignung zu schützen. Insbesondere für kleine Betriebe, die den Schritt ins Ausland wagen, sind diese Abkommen von großer Bedeutung: Sie erhöhen die Rechtssicherheit für im Ausland investierende Unternehmen.

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft veröffentlicht eine Liste aller bilateralen österreichischen Investitionsschutzabkommen, einschließlich solcher, die mit anderen EU-Staaten bestehen (Intra-EU-BITs).

Seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Dezember 2009 ist die Zuständigkeit für ausländische Direktinvestitionen auf die Europäische Union übergegangen (Artikel 207 AEUV). Seither verhandelt auch die EU über Investitionsschutz als Teil von Freihandelsabkommen oder über reine Investitions- und Investitionsschutzabkommen. Dabei dürfen die Mitgliedstaaten weiterhin bilaterale Abkommen mit Drittstaaten abschließen, sofern mit diesen Staaten keine europäischen Abkommen verhandelt werden oder geplant sind.

Wir geben Ihnen einen Überblick über die Handels- und Investitionsabkommen der EU mit Drittstaaten.

Vertretungsvergabe

Handelsvertreterrecht

Das indische Handelsvertreterrecht wird im Law of Agency (Sect. 182-238 des Indian Contract Act von 1872) sowie dem Foreign Exchange Management Act (FEMA) geregelt. Nach indischem Recht ist „Agent“, wer für einen anderen verhandelt oder ihn bei Geschäften mit Dritten vertritt, ohne das Recht, ein Geschäft abzuschließen.  

Der Vorteil eines Vertreters vor Ort ist die Kenntnis des lokalen Marktes sowie das Verfügen über persönliche Kontakte, wobei beide Faktoren für erfolgreiche Geschäftsentwicklung von Vorteil sind. 

Arten von Vertretern

Die Ernennung eines „exclusive agent“ (auch „sole selling agent“ genannt) bedarf beim Vertragsschluss besonderer Aufmerksamkeit, da unter Umständen ein „exclusive agent“ auf Schadensersatz klagen könnte, wenn er gekündigt wird. Die Rechtsbasis für einen solchen Exklusivvertreter ist der Companies Act von 1956. 

Üblicherweise agieren Vertreter in Indien als Makler („broker“), die Aufträge akquirieren und den Vertretenen hierüber informieren. Sie haben in diesem Fall keine Befugnis Auftragsverträge einzugehen oder Zahlungen entgegenzunehmen. Die Verkäufe werden nicht durch den Vertreter vorge-nommen, sondern direkt von Lieferant zu Abnehmer. Der Vertreter wird auf Kommissionsbasis entlohnt und kann eventuell die Kundenbetreuung nach dem Verkauf übernehmen. 

Das AC New Delhi rät bei der Vertreterwahl zu Behutsamkeit und eingehender Prüfung. Ein falsch gewählter Vertreter kann teuer zu stehen kommen und den erfolgreichen Markteintritt gefährden. Die Vertriebspartnersuche und Überprüfung potentieller Kandidaten gehört zu den Kernaufgaben eines AußenwirtschaftsCenters und wird gerne für österreichische Unternehmen übernommen.  

Vertretungsvertrag

Besondere Formerfordernisse für den Vertragsabschluss bestehen nicht, er kann auch stillschweigend erfolgen. Aus Gründen der Rechtssicherheit ist jedoch dringend zu einem schriftlichen Vertrag zu raten. Der Vertretungsvertrag erfordert keinerlei Billigung oder Registrierung bei Behörden außer bei Geschäften mit dem Verteidigungsministerium. Er kann allerdings später von den Steuerbehörden geprüft werden, wenn die Einkommensteuer des Vertreters veranlagt wird, u.a. um zu sehen, ob hier eine Geschäftsverbindung besteht, die eine Steuerpflicht des ausländischen Unterneh-mens in Indien begründet. 

Indien folgt weitgehend dem angelsächsischen Recht. Die Beilegung von Streitigkeiten auf gerichtlichem Wege ist aber überaus langwierig und mit hohen Kosten verbunden. Da Indien das New Yorker Abkommen über die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche ratifiziert hat, empfiehlt sich die Aufnahme einer Schiedsgerichtsklausel in den Vertretungsvertrag. Auch dafür ist die Einschaltung eines spezialisierten Anwalts ratsam, der vom AußenwirtschaftsCenter vermittelt werden kann. 

Dem Vertreter sollte eine englischsprachige Vollmacht über Art, Umfang und Dauer des Vertretungsverhältnisses ausgestellt werden.  

Das AußenwirtschaftsCenter New Delhi unterstützt Sie individuell bei der Suche nach Handelsvertretern oder Fachmedien, wo Sie für Ihre Branche gezielte Schaltungen durchführen können: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.