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Ein Unternehmen in Kenia gründen / Vertretungsvergabe

Auch bei Investition und Firmengründung im Ausland stehen wir mit Fachwissen und unseren Kontakten an Ihrer Seite

Firmengründung in Kenia

Die für Firmengründungen zuständige Organisation in Kenia ist der „Registrar of Companies“, wo die Eintragung von Unternehmen im Firmenbuch vorgenommen wird.

Weiters erfordert die Neugründung eines Unternehmens folgende weitere Maßnahmen:

  • Registrierung bei der kenianischen Rentenversicherung, dem „National Social Security Fund“ (NSSF),
  • Anmeldung bei der Krankenversicherung, dem „National Hospital Insurance Fund“ (NHIF),
  • Einholung einer Steuernummer bei der Finanzbehörde, der „Kenya Revenue Authority“ (KRA)
  • Registrierung bei der Kreisverwaltung, dem „county government“.

Neuerdings können alle Firmen- und Gewerbeanmeldungen (Einzelunternehmen, Personengesellschaften und Kommanditgesellschaften) online über „e-citizen“ durchgeführt werden.

Auf Basis des Licensing Laws Act 2006 besteht für bestimmte Sektoren, z.B. dem Versicherungswesen, das Erfordernis, eine Geschäftsbewilligung einzuholen. 

Bei Beginn einer Geschäftstätigkeit in Kenia gibt es unter Umständen bestimmte Investitionserleichterungen wie Steuerfreiheit bzw. -erleichterungen sowie den zollfreien Import von Maschinen und Anlagen.

Weitere Informationen zu Unternehmensgründung, Investitionen und Steuern finden Sie im Länderreport Kenia.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Nairobi für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Wir unterstützen bei Gründung und Investition

Damit Ihre Investition im Ausland kein Sprung ins kalte Wasser wird, beraten Sie unsere AußenwirtschaftsCenter bei Gründung und Investition in Ihrem Zielmarkt. Dazu gibt es Startgeld für Mutige: Das Förderprogramm go-international  erleichtert Ihnen Markteintritt, Marktbearbeitung und die Gründung einer Niederlassung im Ausland und ist Teil der Internationalisierungsoffensive des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und der Wirtschaftskammer Österreich.

Investitionsberatung

Irgendwann ist es soweit. Oft erst später, wenn es richtig gut läuft und die Umsätze stimmen. Manchmal gleich, weil man mit sechs Stunden Zeitverschiebung keine zwölf Vertriebspartner an der Leine führen kann. Oft, weil der Markt ein Produkt verlangt, das vor Ort gewartet, assembliert oder mit Ihrem Know-how produziert werden muss.

Die eigene Niederlassung ist immer teuer, aber auch immer Ihr bester Vertriebspartner in einem Exportmarkt. Wenn es so weit ist, dann wissen wir, wie es geht. Firmengründung, Rechtsform, Steuern, Visa für entsandtes Personal, Arbeitsrecht, Versicherungen, Standortwahl, Förderungen, Finanzierungen – wir bereiten Sie vor und helfen Ihnen durch.

Wir haben vor Ihnen in Ihrem Zielmarkt viele andere Unternehmen bei Investitionsentscheidungen begleitet und können deren Erfahrungen an Sie weitergeben. Und das Wichtigste: Unser Netzwerk an kompetenten Dienstleistern kann sich überall sehen lassen und erspart viele leere Kilometer.

Sind Sie bereit? Kontaktieren Sie einfach das AußenwirtschaftsCenter Nairobi

Förderungen

Wer sich in einem Auslandsmarkt niederlassen will, muss erst in die Kasse greifen – daran ändern auch guter Service und Beratung nichts. Marketing, Rechtsberatung, Partnersuche: Alles kostet, bevor es etwas bringt. Auch bei guter Vorbereitung gibt es keine Erfolgsgarantie, wenn man Investitions-Neuland betritt.

Die Direktförderungen aus der Internationalisierungsoffensive go-international federn Risiken ab und entlasten Unternehmen. Förderbar sind unter anderem Reise- und Marketingkosten, Honorare lokaler Branchenexpertinnen und –experten, Messe und Kongressteilnahmen, Rechts- und Steuerberatung zum Thema Unternehmensgründung sowie Marktanalysen.

Darüber hinaus bestehen natürlich auch noch andere Förderstellen und Fördermöglichkeiten: Unsere Expertinnen und Experten in den Landeskammern haben den Überblick über viele Fördermaßnahmen und helfen Ihnen, sich im Förderdschungel zurechtzufinden!

Investitionsschutz

Österreich hat im Laufe der Zeit über 60 bilaterale Investitionsschutzabkommen abgeschlossen, um österreichische Unternehmen, die im Ausland investieren, vor Benachteiligung und entschädigungsloser Enteignung zu schützen. Insbesondere für kleine Betriebe, die den Schritt ins Ausland wagen, sind diese Abkommen von großer Bedeutung: Sie erhöhen die Rechtssicherheit für im Ausland investierende Unternehmen.

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft veröffentlicht eine Liste aller bilateralen österreichischen Investitionsschutzabkommen, einschließlich solcher, die mit anderen EU-Staaten bestehen (Intra-EU-BITs).

Seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Dezember 2009 ist die Zuständigkeit für ausländische Direktinvestitionen auf die Europäische Union übergegangen (Artikel 207 AEUV). Seither verhandelt auch die EU über Investitionsschutz als Teil von Freihandelsabkommen oder über reine Investitions- und Investitionsschutzabkommen. Dabei dürfen die Mitgliedstaaten weiterhin bilaterale Abkommen mit Drittstaaten abschließen, sofern mit diesen Staaten keine europäischen Abkommen verhandelt werden oder geplant sind.

Wir geben Ihnen einen Überblick über die Handels- und Investitionsabkommen der EU mit Drittstaaten. 

Vertretungsvergabe

Der Companies Act No. 17/2015, Division 3, Section 979 – 981 verpflichtet ein ausländisches Unternehmen zu einem lokalen Vertreter. Dieser Vertreter ist spätestes ein Monat nach der Firmenregistrierung beim „Registrar of Companies“ zu melden.

Das kenianische Handelsvertreterrecht basiert auf dem englischen „Common Law” und unterliegt weitgehender Vertragsfreiheit. Es ist keine Schriftform zwingend vorgeschrieben, ein mündlicher Vertrag ist gesetzlich bindend. Zur Vermeidung von Unklarheiten und Streitfällen ist ein schriftlicher Vertragsabschluss aber empfehlenswert.

Der lokalen Handelsvertreter muss nicht zwingend seinen ständigen Wohn- bzw. Geschäftssitz in Kenia haben. Es besteht außerdem keine Pflicht, wonach der Handelsvertreter Kaufmann oder Gewerbetreibender sein muss. Nach dem „Common Law” gilt weder die Verpflichtung zur Exklusivität noch eine Formerfordernis für Handelsvertreterverträge.

Die Haftung des lokalen Vertreters ist in Companies Act, Division 3, Sektion 981 weitegehend geregelt.

Ein Vertretungsvertrag kann entweder von Gesetz wegen oder durch Parteienvereinbarung beendet werden. Da weitgehende Vertragsfreiheit herrscht, ist die Formulierung der jeweiligen Klauseln im Vertretungsvertrag, z.B. einfache Ausstiegsmöglichkeiten, von besonderer Bedeutung. 

Für nähere Informationen kontaktieren Sie bitte das AußenwirtschaftsCenter Nairobi E nairobi@wko.at.