th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Ein Unternehmen in Lettland gründen / Vertretungsvergabe

Auch bei Investition und Firmengründung im Ausland stehen wir mit Fachwissen und unseren Kontakten an Ihrer Seite

Firmengründung in Lettland 

Ausländische Unternehmen dürfen in Lettland Gesellschaften gründen und bis zu 100 Prozent besitzen. Das lettische Handels- und Firmenrecht orientiert sich grundsätzlich am deutschen Vorbild und sind daher für österreichische Wirtschaftstreibende in den Grundzügen vertraut, wobei sich Lettland als ein sehr wirtschaftsliberales Land darstellt.

Die Rechtsfähigkeit von Gesellschaften entsteht durch die Eintragung ins Unternehmensregister. Die Unternehmensgründer müssen je nach dem Fall das Gründungsabkommen oder den Gründungsbeschluss, den Gesellschaftsvertrag (Satzung) und den Adressnachweis zusammen mit den Quittungen für die Registrierung und die Veröffentlichung für das Amtsblatt vorbereiten und im Unternehmensregister Lettland einreichen. Für die Einzahlung vom Stammkapital benötigt man ein temporäres Unternehmensbankkonto, was in einer in Lettland ansässigen Geschäftsbank eröffnet werden kann.

Mit der Registration im Unternehmensregister Lettland wird das Unternehmen zugleich als Steuerzahler im Steueramt Lettland registriert. Für die Steuerzahler-Identifizierung unterliegt jeder Steuerzahler der Registrationspflicht im elektronischen Meldesystem (EDS) des Steueramts Lettland.

Mit dem Zeitpunkt der Eintragung ins Kommerzregister Lettland wird das Unternehmen ein vollwertiger Marktteilnehmer und Partner von anderen juristischen Personen. Es wird als Inlandssteuerzahler angenommen und es gelten für das Unternehmen die bestehenden Steuergesetze. Alle Steuerberichte und Erklärungen sind im elektronischen Meldesystem des Steueramts Lettland abzugeben.

Die im lettischen Kommerzrecht vorgesehenen Hauptgeschäftsformen sind Einzelunternehmer, Kapitalgesellschaften (GmbH und Aktiengesellschaften) und Partnerschaften. Zum überwiegenden Teil wird die Gesellschaftsform GmbH gewählt. Das Mindeststammkapital einer GmbH (SIA) beträgt 2.800 Euro, kann aber auch geringer ausfallen, wenn entsprechende Anforderungen des Handelsrechts erfüllt werden. Das Grundkapital der Aktiengesellschaft (AS) muss mindestens 35.000 Euro betragen. Für die Teilhaberinnen und Teilhaber gibt es keine Niederlassungspflicht.

Ausführliche Informationen zu Unternehmensgründung, Investitionen und Steuern erhalten Sie beim AußenwirtschaftsCenter Riga: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Wir unterstützen bei Gründung und Investition

Damit Ihre Investition im Ausland kein Sprung ins kalte Wasser wird, beraten Sie unsere AußenwirtschaftsCenter bei Gründung und Investition in Ihrem Zielmarkt. Dazu gibt es Startgeld für Mutige: Das Förderprogramm go-international  erleichtert Ihnen Markteintritt, Marktbearbeitung und die Gründung einer Niederlassung im Ausland und ist Teil der Internationalisierungsoffensive des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und der Wirtschaftskammer Österreich.

Investitionsberatung

Irgendwann ist es soweit. Oft erst später, wenn es richtig gut läuft und die Umsätze stimmen. Manchmal gleich, weil man mit sechs Stunden Zeitverschiebung keine zwölf Vertriebspartner an der Leine führen kann. Oft, weil der Markt ein Produkt verlangt, das vor Ort gewartet, assembliert oder mit Ihrem Know-how produziert werden muss. 

Die eigene Niederlassung ist immer teuer, aber auch immer Ihr bester Vertriebspartner in einem Exportmarkt. Wenn es so weit ist, dann wissen wir, wie es geht. Firmengründung, Rechtsform, Steuern, Visa für entsandtes Personal, Arbeitsrecht, Versicherungen, Standortwahl, Förderungen, Finanzierungen – wir bereiten Sie vor und helfen Ihnen durch. 

Wir haben vor Ihnen in Ihrem Zielmarkt viele andere Unternehmen bei Investitionsentscheidungen begleitet und können deren Erfahrungen an Sie weitergeben. Und das Wichtigste: Unser Netzwerk an kompetenten Dienstleistern kann sich überall sehen lassen und erspart viele leere Kilometer. 

Sind Sie bereit? Kontaktieren Sie einfach das AußenwirtschaftsCenter Riga.

Förderungen

Wer sich in einem Auslandsmarkt niederlassen will, muss erst in die Kasse greifen – daran ändern auch guter Service und Beratung nichts. Marketing, Rechtsberatung, Partnersuche: Alles kostet, bevor es etwas bringt. Auch bei guter Vorbereitung gibt es keine Erfolgsgarantie, wenn man Investitions-Neuland betritt.

Die Direktförderungen aus der Internationalisierungsoffensive go-international federn Risiken ab und entlasten Unternehmen. Förderbar sind unter anderem Reise- und Marketingkosten, Honorare lokaler Branchenexpertinnen und –experten, Messe und Kongressteilnahmen, Rechts- und Steuerberatung zum Thema Unternehmensgründung sowie Marktanalysen.

Darüber hinaus bestehen natürlich auch noch andere Förderstellen und Fördermöglichkeiten: Unsere Expertinnen und Experten in den Landeskammern haben den Überblick über viele Fördermaßnahmen und helfen Ihnen, sich im Förderdschungel zurechtzufinden!

Investitionsschutz

Österreich hat im Laufe der Zeit über 60 bilaterale Investitionsschutzabkommen abgeschlossen, um österreichische Unternehmen, die im Ausland investieren, vor Benachteiligung und entschädigungsloser Enteignung zu schützen. Insbesondere für kleine Betriebe, die den Schritt ins Ausland wagen, sind diese Abkommen von großer Bedeutung: Sie erhöhen die Rechtssicherheit für im Ausland investierende Unternehmen.

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft veröffentlicht eine Liste aller bilateralen österreichischen Investitionsschutzabkommen, einschließlich solcher, die mit anderen EU-Staaten bestehen (Intra-EU-BITs).

Seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Dezember 2009 ist die Zuständigkeit für ausländische Direktinvestitionen auf die Europäische Union übergegangen (Artikel 207 AEUV). Seither verhandelt auch die EU über Investitionsschutz als Teil von Freihandelsabkommen oder über reine Investitions- und Investitionsschutzabkommen. Dabei dürfen die Mitgliedstaaten weiterhin bilaterale Abkommen mit Drittstaaten abschließen, sofern mit diesen Staaten keine europäischen Abkommen verhandelt werden oder geplant sind.

Wir geben Ihnen einen Überblick über die Handels- und Investitionsabkommen der EU mit Drittstaaten.

Vertretungsvergabe

Das Handelsvertreterwesen ist in Lettland vergleichsweise schwach entwickelt, es gibt noch kein mit dem deutschsprachigen Raum vergleichbares Netz von selbständigen Handelsagenten.

Die Vertretungsvergabe darf an eine registrierte Firma in Lettland oder an eine registrierte Privatperson erfolgen. Alle Marktteilnehmer, die Geschäftstätigkeiten ausüben, müssen im Unternehmensregister Lettland und im elektronischen Meldesystem Steueramts Lettland registriert sein.

Vor dem Abschluss eines Vertretungsvertrags ist es jedenfalls ratsam, über die in Frage kommenden lettischen Firmen Bonitätsauskünfte einzuholen und eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt für die Formulierung des Vertrags heranzuziehen.

Es ist vor allem aus sprachlichen Gründen oft wenig sinnvoll, den lettischen Markt über einen Vertreter aus einem anderen Land zu bearbeiten.  Auch aus Imagegründen ist die Betreuung aus einem Drittland nicht ideal, weil dadurch der Eindruck entstehen kann, dass Lettland nur als Nebenmarkt betrachtet wird.

In den meisten Fällen wird für ein Produkt in Lettland nur ein Vertreter eingesetzt, weil der Markt für eine regionale Aufteilung zumeist zu klein ist. Handelt es sich allerdings um vollkommen unterschiedliche Produkte oder Kundenkreise, die von einem Vertreter zu betreuen wären, ist es sinnvoll, einen weiteren Vertreter zu beauftragen. Die Vertreter sollten auf jeden Fall voneinander wissen, da es andernfalls, aufgrund der geringen Größe des lettischen Marktes, zu schweren Verstimmungen kommen kann.

Im lettischen Handelsgesetzbuch (Art 41) ist die Beschäftigungsform Commercial Agent (= Provisionsvertreter) vorgesehen. Dort sind auch die Formvorschriften des Vertretungsvertrags festgelegt. Demnach ist ein solcher Vertrag schriftlich abzuschließen. Änderungen und Ergänzungen des Vertrags bedürfen ebenfalls der Schriftform. Im Vertretungsvertrag sind alle Rechte und Pflichten der Vertragsparteien zu regeln. 

Das AußenwirtschaftsCenter Riga unterstützt Sie individuell bei der Suche nach Handelsvertretern oder Fachmedien, wo Sie für Ihre Branche gezielte Schaltungen durchführen können: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.