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Ein Unternehmen in Liechtenstein gründen / Vertretungsvergabe

Auch bei Investition und Firmengründung im Ausland stehen wir mit Fachwissen und unseren Kontakten an Ihrer Seite

Firmengründung in Liechtenstein 

Grundsätzlich können alle Personen – unabhängig von Ihrer Staatsangehörigkeit – in Liechtenstein eine Firma gründen. Einzige Voraussetzung für die Gründung einer Firma ist, dass der Geschäftsführer oder die Geschäftsführerin alle gesetzlichen Kriterien für den Erhalt einer Gewerbebewilligung erfüllt. 

Eine Gewerbebewilligung können alle EWR/EFTA-Staatsangehörigen erhalten. Staatsangehörige von Drittstaaten benötigen mindestens einen zwölfmonatigen Aufenthalt in Liechtenstein, bevor sie um eine Bewilligung ansuchen können. Ein ausländischer Wohnort nur dann akzeptiert, wenn aufgrund der auszuübenden Tätigkeit die tatsächliche Ausübung des Gewerbes in Liechtenstein möglich ist. 

Der Gründungsablauf gestaltet sich je nach Rechtsform in Liechtenstein unterschiedlich.

Zunächst müssen die notwendigen Gründungsdokumente vorliegen. Je nach Rechtsform müssen unterschiedliche Gründungsakte gesetzt werden.  

Vor der eigentlichen Aufnahme der Geschäftstätigkeit in Liechtenstein benötigen sowohl natürliche als auch juristische Personen die Gewerbebewilligung. Ausgenommen von dieser Regelung sind nur Berufsgruppen, die Bewilligungen nach Spezialgesetzen benötigen (beispielsweise Gesundheitsberufe oder Architekten).  

Auf der Grundlage des liechtensteinischen Personen- und Gesellschaftsrechts können sowohl wirtschaftlich tätige Unternehmen oder Holdinggesellschaften als Kapitalgesellschaft wie auch Privatvermögensstrukturen insbesondere in der Form von Stiftungen, Anstalten oder Trusts auch von ausländischen Staatsangehörigen problemlos errichtet werden. Neben steuerlichen Vorteilen bietet die liberale und flexible Ausgestaltung des Gesellschaftsrechts, das nur wenige zwingende Vorschriften kennt, die Möglichkeit einer flexiblen Anpassung an das jeweilige Umfeld. 

Unternehmen versteuern ihre Erträge zu einem einheitlichen Steuersatz von 12,5 Prozent. Unabhängig vom erzielten Ertrag ist jedoch eine anrechenbare Mindestertragssteuer von 1.200 Schweizer Franken jährlich zu entrichten. Liechtenstein und die Schweiz sind ein einheitliches Mehrwertsteuergebiet. Dementsprechend beträgt die Mehrwertsteuer in Liechtenstein acht Prozent. 

Ausführliche Informationen zu Unternehmensgründung, Investitionen und Steuern erhalten Sie beim AußenwirtschaftsCenter Zürich: Schicken Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Wir unterstützen bei Gründung und Investition

Damit Ihre Investition im Ausland kein Sprung ins kalte Wasser wird, beraten Sie unsere AußenwirtschaftsCenter bei Gründung und Investition in Ihrem Zielmarkt. Dazu gibt es Startgeld für Mutige: Das Förderprogramm go-international  erleichtert Ihnen Markteintritt, Marktbearbeitung und die Gründung einer Niederlassung im Ausland und ist Teil der Internationalisierungsoffensive des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und der Wirtschaftskammer Österreich.

Investitionsberatung

Irgendwann ist es soweit. Oft erst später, wenn es richtig gut läuft und die Umsätze stimmen. Manchmal gleich, weil man mit sechs Stunden Zeitverschiebung keine zwölf Vertriebspartner an der Leine führen kann. Oft, weil der Markt ein Produkt verlangt, das vor Ort gewartet, assembliert oder mit Ihrem Know-how produziert werden muss. 

Die eigene Niederlassung ist immer teuer, aber auch immer Ihr bester Vertriebspartner in einem Exportmarkt. Wenn es so weit ist, dann wissen wir, wie es geht. Firmengründung, Rechtsform, Steuern, Visa für entsandtes Personal, Arbeitsrecht, Versicherungen, Standortwahl, Förderungen, Finanzierungen – wir bereiten Sie vor und helfen Ihnen durch. 

Wir haben vor Ihnen in Ihrem Zielmarkt viele andere Unternehmen bei Investitionsentscheidungen begleitet und können deren Erfahrungen an Sie weitergeben. Und das Wichtigste: Unser Netzwerk an kompetenten Dienstleistern kann sich überall sehen lassen und erspart viele leere Kilometer. 

Sind Sie bereit? Kontaktieren Sie einfach das AußenwirtschaftsCenter Bern.

Förderungen

Wer sich in einem Auslandsmarkt niederlassen will, muss erst in die Kasse greifen – daran ändern auch guter Service und Beratung nichts. Marketing, Rechtsberatung, Partnersuche: Alles kostet, bevor es etwas bringt. Auch bei guter Vorbereitung gibt es keine Erfolgsgarantie, wenn man Investitions-Neuland betritt.

Die Direktförderungen aus der Internationalisierungsoffensive go-international federn Risiken ab und entlasten Unternehmen. Förderbar sind unter anderem Reise- und Marketingkosten, Honorare lokaler Branchenexpertinnen und –experten, Messe und Kongressteilnahmen, Rechts- und Steuerberatung zum Thema Unternehmensgründung sowie Marktanalysen.

Darüber hinaus bestehen natürlich auch noch andere Förderstellen und Fördermöglichkeiten: Unsere Expertinnen und Experten in den Landeskammern haben den Überblick über viele Fördermaßnahmen und helfen Ihnen, sich im Förderdschungel zurechtzufinden!

Investitionsschutz

Österreich hat im Laufe der Zeit über 60 bilaterale Investitionsschutzabkommen abgeschlossen, um österreichische Unternehmen, die im Ausland investieren, vor Benachteiligung und entschädigungsloser Enteignung zu schützen. Insbesondere für kleine Betriebe, die den Schritt ins Ausland wagen, sind diese Abkommen von großer Bedeutung: Sie erhöhen die Rechtssicherheit für im Ausland investierende Unternehmen.

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft veröffentlicht eine Liste aller bilateralen österreichischen Investitionsschutzabkommen, einschließlich solcher, die mit anderen EU-Staaten bestehen (Intra-EU-BITs).

Seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im Dezember 2009 ist die Zuständigkeit für ausländische Direktinvestitionen auf die Europäische Union übergegangen (Artikel 207 AEUV). Seither verhandelt auch die EU über Investitionsschutz als Teil von Freihandelsabkommen oder über reine Investitions- und Investitionsschutzabkommen. Dabei dürfen die Mitgliedstaaten weiterhin bilaterale Abkommen mit Drittstaaten abschließen, sofern mit diesen Staaten keine europäischen Abkommen verhandelt werden oder geplant sind.

Wir geben Ihnen einen Überblick über die Handels- und Investitionsabkommen der EU mit Drittstaaten.

Vertretungsvergabe

Als Handelsvertreter, der in Liechtenstein wie in der Schweiz Agent genannt wird, gilt, wer als selbstständiger Gewerbetreibender ständig damit betraut ist, für einen anderen Unternehmer Geschäfte zu vermitteln oder in dessen Namen abzuschließen. Selbständig ist, wer im Wesentlichen frei seine Tätigkeit gestalten und seine Arbeitszeit bestimmen kann.

Wer ohne selbständig zu sein, ständig damit betraut ist, für einen Unternehmer Geschäfte zu vermitteln oder in dessen Namen abzuschließen, gilt als Arbeitnehmer.

Das Handelsvertreterrecht ist in der liechtensteinischen Gesetzgebung im Allgemeinen deutschen Handelsgesetzbuch (ADHGB) festgelegt. Die entsprechenden Bestimmungen sind im 8. Titel: Han-delsvertreter, Art. 87 ff. zusammengefasst.

Suche nach Vertretern

Eine Vereinigung von Agenten oder Datenbanken mit Namen und Adressen aller Handelsvertreter gibt es in Liechtenstein nicht.

Das AußenwirtschaftsCenter Zürich unterstützt Sie individuell bei der Suche nach Handelsvertretern oder Fachmedien, wo Sie für Ihre Branche gezielte Schaltungen durchführen können. Auf der Webseite www.advantageaustria.org/li  können Sie zusätzlich Ihren Geschäftswunsch publizieren und einem breiten Publikum bekannt machen.

Das AußenwirtschaftsCenter Zürich unterstützt Sie individuell bei der Suche nach Handelsvertretern oder Fachmedien, wo Sie für Ihre Branche gezielte Schaltungen durchführen können: Schicken Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.